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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/7101430/2017

Umfangreiche Bau- Malversationen: Zumeldungen bei einer Reihe von Sozialbetrugsfirmen

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/7101430/2017vom 15.11.2018Teil 9 von 14
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Sämtliche Rechnungen der unten stehenden Firmen werden als Schein-oder Deckungsrechnungen qualifiziert, es liegt kein tatsächlicher Leistungsaustausch zugrunde. | Re.Aussteller | 2008 | 2009 (brutto) | ***O*** Handels GmbH |   | 1.766.312,83 | ... |   |   | ***J*** GmbH | 2.777.860,39 |   | ***L*** Handels GmbH | 1.544.429,26 |   | ... |   |   ... Tz. 3. Schein-Dienstnehmeranmeldungen Der Abgabepflichtige *** ***S*** hat im Zusammenwirken mit anderen Personen Dienstnehmer bei der Gebietskrankenkasse sowie der Bauarbeiterurlaubs- und Abfertigungskasse auf unten stehende Unternehmen angemeldet. Anhand der sichergestellten Unterlagen aus dem Buchhaltungsbüro ***, sowie der von ***5***im Rahmen einer Einvernahme durch das LKA Wien zu Protokoll gegebenen Angaben konnte durch die BP ermittelt werden, wie hoch die Einnahmen aus dem Verkauf von Schein-Dienstnehmeranmeldungen für den Abg.Pfl. *** ***S*** war. Für die Scheinanmeldungen erhielten *** ***S*** und eine weitere Person € 250,- pro angemeldetem Monat, das sind pro angemeldeten Tag € 8,22 Diese Bezahlung wurde zu gleichen Teilen aufgeteilt. (50:50) | Name | Jahr | DN | Tage | Provision A. | ***O*** Handels GmbH | 2009 | 86 | 9.121 | 37.487,30 | ... |   |   |   |   Des Weiteren wurden im Gerichtsurteil Aktenzahl ... der Abg.Pfl. *** ***S*** für die Scheinanmeldungen von unten stehenden Dienstnehmern bei den angeführten Firmen verurteilt. Für diese Scheinanmeldungen erhielt *** ***S*** € 250,-- pro angemeldeten Monat, das sind pro angemeldeten Tag € 8,22. | Name | Jahr | DN | Tage | Provision A. | ***J*** GmbH | 2008 | 180 | 14.390 | 118.285,80 | ***L*** H. G. | 2008 | 55 | 2605 | 21.413,10 | ***L*** H. G. | 2009 | 35 | 3034 | 24.939,48 | ... |   |   |   |   Tz. 4 Steuerliche Beurteilung: Die Ermittlung der steuerlich relevanten Bemessungsgrundlagen erfolgte aufgrund der Daten, die vom LKA Wien, bzw. der Finanzpolizei an die Steuerbehörde übergeben wurden. Tz. 4.1. Provisionen für Erstellung von Schein-bzw. Deckungsrechnungen: Auf Wunsch der Rechnungsempfänger wurden vom Abgabepflichtigen *** ***S*** Schein- bzw. Deckungsrechnungen von einem in der oben stehenden Aufstellung genannten Unternehmen erstellt und dem Rechnungsempfänger zugeführt. Die Rechnungsbeträge wurden per Banküberweisung an das in den Rechnungen angegebene Kreditinstitut überwiesen. Der Abg.Pfl. ***S*** tätigte entweder selbst mittels Bankvollmacht, oder im Zusammenspiel mit vorgeschobenen "Strohmännern" die Barabhebungen des Rechnungsbetrages. Abzüglich einer Provision für den Rechnungsaussteller *** ***S*** erfolgten Rückflüsse (sogenannte KickBack-Zahlungen). Nach Ansicht der BP handelt es sich bei sämtlichen der oben genannten Ausgangsrechnungen um Schein- bzw. Deckungsrechnungen, denen keine Leistung von Seiten des als Rechnungsaussteller genannten Unternehmens zu Grunde liegt. Der Abgabepflichtige *** ***S*** wurde im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen zu den erhaltenen Provisionen befragt (Beschuldigtenvernehmung durch die LPD Wien vom 21.9.2013 und Amtsvermerk vom 12.11.2013). Zu den vorgelegten Rechnungen der Fa. ..., ... GmbH und ... GmbH gab der Abg.Pfl. an, diese Rechnungen geschrieben zu haben und dafür 4% Provision erhalten zu haben. Die vernehmenden Polizeibeamten hielten dem Abg.Pfl. vor, dass bei einem Rechnungsschlüssel 4% von 370.000,- (für zum damaligen Zeitpunkt vorliegende Rechnungen der Fa. .... GmbH) Hr. ***S*** insgesamt € 14.800,- erhalten hätte sollen. Tatsächlich hat Hr. ***S*** aber (wie selbst ausgesagt) € 50.300,-- an Provision für diese Rechnungen erhalten. Dazu gab der Abg.Pfl. an, ... J..., der Geschäftsführer der C... GmbH hätte ihm Geld geschuldet und er (***S***) hätte sich Geld einbehalten, außerdem waren auch Hrn. J... Provisionen zugestanden. Laut dem Abg.Pfl. hatte J... bei ihm einige Tausend Euro Schulden. Auch Hr. J... wurde vom LPD Wien einvernommen und gab dabei an nur zwischen 4.000 und 7.000 Euro Schulden bei Hrn. ***S*** gehabt zu haben. Weiters gab Hr. J... an tatsächlich nie Geld oder Lohn vom Abg.Pfl. *** ***S*** erhalten zu haben. Im weiteren Verlauf der Vernehmung durch die LPD Wien gab Hr. ***S*** an auch für andere Firmen Scheinrechnungen geschrieben zu haben und dafür 10% der Rechnungssumme als Provision erhalten zu haben. Nach den Feststellungen der Finanzverwaltung werden branchenüblich für die Ausstellung von Schein- bzw. Deckungsrechnungen zwischen 6-12% der auf der Scheinfaktura ausgewiesenen Gesamtsumme an die ausstellende Firma bzw. die ausstellende Person - de facto als Provision - bezahlt. Die Aussagen des Abg.Pfl. im Rahmen der Vernehmungen durch die LPD Wien er hätte Provisionen in Höhe von 4% des Rechnungsbetrages erhalten, wurde durch die Beamten des LPD widerlegt. In der gleichen Vernehmung sagte der Abg.Pfl. aus, er hätte 10% an Provisionen erhalten. Wie schon in Tz. 2.2. ausgeführt, gab der Abg.Pfl. im Rahmen der Betriebsprüfung an, "nicht mehr als 5 % Provision" für die Erstellung der Rechnungen erhalten zu haben. Diese Behauptung des Abg.Pfl. im Rahmen der Betriebsprüfung wurde weder durch entsprechende Unterlagen, noch durch andere Nachweise belegt. Unter Berücksichtigung sämtlicher festgestellter bzw. der Außenprüfung bekannt gewordener Sachverhalte (auf die Ausführungen in Tz. 1 - 3 wird in diesem Zusammenhang verwiesen) mussten die Besteuerungsgrundlagen für die Jahre 2007 bis 2013 im Schätzungswege gem. § 184 BAO ermittelt werden. Von der BP werden erhaltene Provisionen in Höhe von 10 % der von ihm ausgestellten Schein- bzw. Deckungsrechnungen festgesetzt. ... Tz. 4.2. Provisionen für Erstellung von Schein-Dienstnehmeranmeldungen: Ausführungen zu den Schein-Dienstnehmeranmeldungen siehe Tz. 3 Tz. 4.3. Steuerbarer Umsatz: Tz. 4.3.1. Verkauf von Scheinrechnungen: Der aus dem Verkauf der Rechnungen erzielte Provisionserlös ergibt sich wie folgt: [vgl. die obige Aufstellung] ... Tz. 4.6. Einkünfte aus Gewerbebetrieb: Der Verkauf der Rechnungen sowie der Dienstnehmeranmeldungen wird als "nachhaltige Tätigkeit" betrachtet, die auf Erlangung vermögenswerter Vorteile gerichtet ist. Die Betriebseinnahmen dazu sind in Tz. 4.3 - 4.4. berechnet. 7. Am 12. März 2008 erfasste die Bauservice F. gemäß dem in den Strafakten einliegenden Stunden- und Wochenbericht folgende Arbeiter (Strafakten Band V, Teil 5): Stunden-und Wochenbericht von 12.03.08 bis [blank]: | Name | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So | Mujanovic Omer | - | - | 9 | - | - |   |   | Tosun Halil | - | - | 9 | - | - |   |   | Bagislamis Ali | - | - | 9 | - | - |   |   | Bagislamis Mustafa | - | - | 9 | - | - |   |   Insgesamt (für alle vier Eisenbieger) errechnen sich (4 Eisenbieger x 9 h =) 36 Regiestunden. Die Verlegeleistung eines Eisenbiegers beträgt in der Regel 100 kg pro Stunde (vgl. bspw. das am 25. Jänner 2006 angefertigte Besprechungsprotokoll 'Bezug: Vergabe an Fa. ***B*** GmbH'). Die in den Strafakten (eine Seite davor) einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 28. März 2008 weist Folgendes aus: ***J*** GmbH 1100 Wien Laxenburgerstr. 33/2a Tel/Fax.: 01-966 77 ... (Bf.) ... Rechnungsnummer. 007/001/2008 BVH: Bauservice Aushilfe Leistungszeitraum: 03/2008 | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl Verr.Lt.Plan | 3.600,00 kg | a 0,240 | € 864,00 Übergang der Steuerschuld gemäß § 19 Abs. 1a UStG. (Bf.) UID-ATU: 543...3 Zahlungsziel: Prompt (Stampiglie und Paraphe "L") Bankverbindung: BAWAG KtNr: 0401...185 BLZ: 14000 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 12.03.2008 | Lohnzettel von - bis | | Bf. | 0901-1812 2008 | | Bf. | 0101-1712 2008 | | Bf. | 0901-2503 2008 | | Bf. | 0901-1712 2008 Ab 17. April 2008 wurden auf I. Baustahl GmbH- Druckvorlagen gemäß den in den Strafakten einliegenden ausgefüllten Druckvorlagen folgende Arbeiter erfasst (Strafakten Band IV, Teil 4): Datum 17-04-2008 Tag Do (und 18. April 2008) | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | [blank] | ***6*** | Eduard Gärtner St. | Name |   | Regie | |   | 8 * | |   | 8 * * am 18.04.: je 4,5 h Für den 17. und 18. April 2008 errechnen sich insgesamt (für beide Eisenbieger) folgende Regiestunden: | 17. April 2008: | 8 h + 8 h = | 16 h | 18. April 2008: | 4,5 h + 4,5 h = | 9 h | Regiestunden insgesamt: |   | 25 h Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 17.04.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | von 1504-3005 2008 | | Bf. | von 0901-1812 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 18. April 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***Str. | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl Verr.Lt.Plan | 2.500,00 kg | a 0,240 | € 600,00 Datum 22.04.2008 | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | [blank] | ***6*** | Transportbeton Erdberg | Name |   | Regie | |   |   | |   |   Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 17.04.2008 | Lohnzettel | | Bf. | von 0901-1712 2008 | | keiner | nie steuerlich erfasst Datum 22.04.2008 | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | [blank] | ***6*** | Klenkweg 1 | Name |   | Regie | |   | 9 STD | |   | 9 STD | |   | 9 STD Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 22.04.2008 | Lohnzettel | | ***17*** GmbH * | ***17***: 1203-2504 ***J*** :2804-2105 | |   |   | | Bf. | von 0901-1812 2008 * Konkurs eröffnet am 13. Juni 2008 - nie Steuererklärungen eingereicht Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. April 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***weg | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... | ... |   |   Datum 23.04.2008 (und 24.04.2008, 29.04.2008) | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | [blank] | ***6*** | Eduard Gärtner St. | Name |   | Regie | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 22.04.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | von 1504-3005 2008 | | ***J*** | von 1504-0808 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. April 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***str. | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 24.04.2008 Donerstag (und 25.04.2008) | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | | ***6*** | Unterweggasse 18 | |   | Regie | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 24.04.2008 | Lohnzettel | | Bf. | von 2104-1305 2008 | | Bf. | von 2104-1107 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. April 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: K..., ***gasse | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 24.04.2008 | Vorarbeiter | Firma | Baustelle |   | ***6*** | Steinbruch Grusmann | Name |   | Regie | |   | 9 | |   | 9 | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 24.04.2008 | Lohnzettel | | - |   | | ***J*** | von 0804-1807 2008 | | ***J*** | von 1703-0407 2008 | | ***J*** | von 1703-0108 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. April 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: *** | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 24.04.2008 | Vorarbeiter | Firma | Baustelle |   | ***15*** | Ziegelhof Str. | Name |   | Regie | |   | 5 | |   | 5 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 24.04.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | von 1504-0808 2008 | | ***J*** | von 1504-0108 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. April 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***str. | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 08.05.2008 (und 15. und 16.05.2008) | Vorarbeiter | Firma | Baustelle |   | ***15*** | Ziegelhof Str. | Name |   | Regie | |   | 9 | |   | 9 | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 08.05.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | von 1504-3105 2008 | | ***J*** | von 1504-3005 2008 | | ***J*** | von 1504-0808 2008 | | ***J*** | von 1504-0108 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. April 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***str. | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 19.05.2008 (bis 21.05.2008) | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | [blank] | ***15*** | Ziegelhof Str | Name |   | Regie | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 19.05.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | von 1504-3005 2008 | | ***J*** | von 1504-0808 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. Mai 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***str. | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 28.05.2008 | Vorarbeiter | Firma | Baustelle |   | ***6*** | Tokio Str. 6 | Name |   | Regie | |   | 7 | |   | 7 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 28.05.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | von 1504-3005 2008 | | ***J*** | von 1504-0108 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 30. Mai 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***strasse | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 02.06.2008 (und 03., 06., 07., 11., 12.06.2008) | Vorarbeiter | Firma | Baustelle |   | ***15*** | Ziegelhofstrasse | Name |   | Regie | |   | 10 | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 02. bis 12.06.2008 | Lohnzettel | | histor. Lohnzettel ***J*** | von 1504-3105 2008 historische Meldung: von 1504-0108 2008 | | kein Lohnzettel | von 1504-3005 2008 | | ***J*** | von 1504-0808 2008 | | ***J*** | von 1504-0108 2008 Datum 13.06.2008 | Vorarbeiter | Firma | Baustelle |   | ***15*** | Ziegelhofstr | Name |   | Regie | |   | 5 | |   | 5 | |   | 5 | |   | 5 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 13.06.2008 | Lohnzettel | | histor. Lohnzettel ***J*** | vgl. oben | | ***J*** | vgl. oben | | ***J*** | vgl. oben | | Bf. | von 0901-1508 2008 Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 16. Juni 2008 weist Folgendes aus: ... BVH: ***strasse | Bezeichnung | Gewicht | Mischpreis | Gesamt | Stabstahl ... |   |   |   Datum 25.06.2008 | Vorarbeiter | Firma | Baustelle |   | ***6*** | BMTI Trumau | Name |   | Regie | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 25.06.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | von 1703-0108 2008 | | ***J*** | von 2506-0108 2008 * betreffend *** vgl. unten ***L*** Datum 15.07.2008 Tag Di | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | [blank] | ***6*** | Parhamer Platz 13-14 | Name |   | Regie | |   | 9 | |   | 9 | |   | 9 Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 15.07.2008 | Lohnzettel | | ***J*** | seit 15.04.2008 | | ***J*** | seit 15.04.2008 | | ***J*** | seit 14.04.2008 Datum 09.08.2008 Tag Mittwoch | Vorarbeiter | Firma | Baustelle | [blank] | ***6*** | Technikzentrum | Name |   | Regie | |   | 8 Std | |   | 8 Std | |   | 8 Std Die Abgabeninformationssystemabfragen ergeben Folgendes: | Name | Lohnzettel am 09.08.2008 | Lohnzettel | | kein Lohnzettel | bis 0808 2008 ***J*** ab 1108 2008 ***K*** | | kein Lohnzettel | bis 0108 2008 ***J*** ab 2010 2008 ***L*** | |   |   Auf I. Baustahl GmbH- Druckvorlagen (ausgefüllte Druckvorlagen, Strafakten Band IV, Teil 4), auf welchen Arbeiter namentlich erfasst wurden, wurden auf derselben Druckvorlage betreffend dieselbe Baustelle am selben Tag mehrere Eisenbieger wie folgt erfasst: Baustelle ***str.: 30. Juni bis 02. Juli, 07. bis 10. Juli 2008: *** (***J*** ) / *** (***J*** ) / *** (***J*** ) 03. und 04. Juli 2008: […] (alle ***J*** ) Baustelle Korneuburg 10. und 11. Juli 2008: […] (alle ***J*** ) Baustelle Pa. Platz: 14. und 15. Juli 2008: […] (alle ***J*** ) 16. Juli 2008: […] 17. Juli 2008: […] 18. Juli 2008: […] 22. Juli 2008: […] 30. Juli 2008: […] (***J*** von 1703-0108) / […] (alle ***J*** ) 31. Juli 2008: *** (***J*** von 1703-0108 2008) / *** (Bf. von 0306-1508 2008) Baustelle ***zentrum: 08. und 09. August 2008 *** (***J*** bis 0808 2008) / *** (***K*** von 0408-1710 2008) / **** und *** wurden von der I. Baustahl GmbH als Arbeiter auf derselben Baustelle am 08. und 09. August 2008 erfasst. *** war bis 08. August 2008 bei der ***J*** GmbH und ab 11. August 2008 bei der ***K*** als Arbeiter gemeldet. *** war (seit 04. August 2008) bei der ***K*** als Arbeiter gemeldet. 8. Der Masseverwalter konnte im Oktober 2008 einen "Kontakt zum Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin" nicht herstellen und lagen ihm keine Buchhaltungsunterlagen vor. Der Zwischenbericht des Masseverwalters vom 20. November 2008 enthält Folgendes: Der Masseverwalter hat in Erfahrung gebracht, dass vor Konkurseröffnung bei der Gemeinschuldnerin bis zu 170 Dienstnehmer gemeldet waren. Da keine Lohnabgaben abgeführt wurden, hat sich nunmehr ... eine beträchtliche Nachforderung an Lohn- und Kommunalsteuer ... ergeben. 9. Gemäß Tagsatzungsprotokoll vom 1. Dezember 2008 wurden die Forderungen 1 - 36 geprüft. Abgesehen von Forderungen bei der GmbH angemeldeter Dienstnehmer handelt es sich um folgende: BUAK Bauarbeiter-Urlaubskasse, Bundessozialamt, Finanzamt, Magistrat Wien, Wiener Gebietskrankenkasse 10. Am 02. August 2010 hielt das Finanzamt in einem Aktenvermerk fest (LO 02.08.2010): Sämtl. Erhebungen den GF+Ges. ***J*** *** negativ ---> ZMR, FOB, GOB, SV eine Haftungsinanspruchnahme wäre weder zweckmäßig noch billig, auch betr. Firma ist lt. Fibu eine für Zustellungen maßgebliche Geschäftsanschrift unbekannt u. erscheint die LO des Rü. gem. § 235 BAO als sinnvoll. 11. Der Zeitraum zwischen der ersten und der letzten Eingangsrechnung beträgt ca. vier Monate. 12. Der Konkurs wurde ca. 2 Monate nach der letzten Eingangsrechnung eröffnet, in der Folge kam es zur amtswegigen Löschung wegen Vermögenslosigkeit. 13. Der inländische Wohnsitz wurde 2 Tage vor Konkurseröffnung abgemeldet.   Aus den seitens der Bf. vorgelegten Unterlagen bzw. erhobenen Einwendungen ergibt sich Folgendes: Am 06. Februar 2008 stellte das Finanzamt Wien 4/5/10 folgende Bescheinigung an die Firma ***J*** aus: Es wird bescheinigt, dass gegen ***J*** GmbH gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen. Diese Bescheinigung dient zur Vorlage bei S... Stahl Handels-S... Am selben Tag wurden gleiche Bescheinigungen zur Vorlage an die Fa. Swie., Dipl.Ing. Sedl. Ges.m.b.H, Er. Baustahl GmbH, R. Baustahlver. GmbH und Bauservice F. GmbH ausgestellt. Diese Bescheinigung liegt zeitlich vor der explosionsartigen Anmeldung von Dienstnehmern bei der GKK (bzw. der Anfertigung des Bauvertrages). Am 12. März 2008 richtete die Bauservice F. folgendes Schreiben an die Bf. (Schreiben vom 10. Juli 2018, Beilage a98): Einsatz der Fa. ***J*** am BVH PP... Sehr geehrter Herr (Geschäftsführer der Bf.) Im Anhang senden wir Ihnen ein Schreiben der Bauleitung des BVH PP... zu Ihrer weiteren Verwendung. Wie Sie daraus entnehmen können, wurde Ihrem Ansuchen die Firma ***J*** GmbH als Subunternehmer einzusetzen nicht stattgegeben. Wir bitten Sie dies zu akzeptieren und einzuhalten. Als Zeichen Ihrer Kenntnisnahme senden Sie uns dieses Schreiben firmenmäßig unterfertigt bis spätestens Montag, 17.03.2008 an FaxNr: 02... retour. Das Schreiben an die Arbeitsgemeinschaft PP... lautet: Bewehrung liefern und verlegen - Auftrag vom 15.06.2007 Beabsichtigte Subunternehmervergabe Fa. ***J*** GmbH - Ihr Schreiben vom 04.03.2008 Ihr Schreiben vom 04.03.2008 bezüglich des beabsichtigten Einsatzes der Fa. ***J*** GmbH haben wir erhalten. Die von Ihnen übergebenen Unterlagen haben wir geprüft. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung BUAK liegt uns nicht vor und ist entsprechend nachzureichen. Wir stimmen dem Einsatz der Fa. ***J*** unter der Voraussetzung zu, dass ein direkter Werkvertrag zwischen der Fa. Bauservice F... und der Fa. ***J*** geschlossen wird. Der entsprechende Werkvertrag sowie die ausstehende o.g. Unbedenklichkeitsbescheinigung sind vor Einsatz der Fa. ***J*** an uns zu übermitteln. Einem Sub-Sub-Verhältnis können wir aus organisatorischen Gründen (z.B. erschwerter Zugriff auf die Fa. ***J*** ) nicht zustimmen. Am 17. März 2008 fertigte die Bf. folgende Telefax-Nachricht an (Schreiben vom 10. Juli 2018, Beilage a100) Senden an: I... (Baustahl) Betreff: Anmeldungen SUB Firma ***J*** Bau Sehr geehrter Herr ...! Laut Telefonat übersenden wir Ihnen die Anmeldungen von unserem Sub-Unternehmen Fa. ***J*** Bau GmbH. Weiters geben wir bekannt, auf welchen Baustellen das SUB Personal in Spitzenabdeckung beschäftigt ist. K...str.: *** Su...: *** W...str.: […] Die beigelegten Anmeldungen weisen unter der Rubrik 'Beschaeftigt ab:' folgende Datumsangabe und 22 Personen aus: 17.03.2008: […] Am 23. Juni 2008 richtete die I. Baustahl folgendes Fax an die Bf. (Beilage a99): Betrifft: Baustellenordnung Bitte beiliegende Baustellenordnung jeweils einmal von (der Bf.) und einmal von Fa. ***J*** unterzeichnen und mir dringend retour faxen (02...). Baustellenordnung ***zentrum Wien ... Betreffend diese Schreiben bzw. Unterlagen wurde vorgebracht: Die ***J*** war nachweislich operativ tätig. Dazu im Einzelnen: Sie war zumindest beim BVH PP... direkt für (Bauservice) F... tätig. Ein 'Sub-Sub-Verhältnis' mit (der Bf.) als Zwischenglied wurde 'aus organisatorischen Gründen' abgelehnt. Diese Korrespondenz aus dem März 2008 beweist ein weiteres Mal schlüssig: Der Anzeige, die Prüferin, das Finanzamt und das BFG stehen mit ihren wirklichkeitsfremden Spekulationen meterweit im Abseits. ***J*** war zudem auch für (Baustahl) I... tätig. Das von dort stammende Telefax vom 23.6.2008 lässt an Klarheit und Eindeutigkeit keine Wünsche offen. So heißt es auf der Titelseite wortwörtlich: 'Bitte beiliegende Baustellenordnung jeweils einmal von (der Bf.) und einmal von Fa. ***J*** unterzeichnen und mir retour faxen.' Um genau zu sein: Besagte Baustellenordnung hat das BVH ***zentrum Wien ... betroffen, an dem ***J*** im Subauftrag für (die Bf.) mitgearbeitet hat. Damit ist zugleich der Nachweis erbracht, dass ***J*** auf einer konkreten Baustelle von (Baustahl) I... operativ tätig gewesen ist. Das ist noch lange nicht alles: Wie sich aus dem Telefax (der Bf.) an (Baustahl) I... vom 17.3.2008 schlüssig ergibt, war ***J*** bei vier weiteren, namentlich genannten BVH im Subauftrag für (die Bf.) tätig. Zu diesem Zweck hat sie (Baustahl) I... die Namen der Arbeitskräfte von ***J*** - getrennt nach BVH - bekannt gegeben. Dafür, dass ***J*** sehr wohl leistungserbringend gewesen ist, spricht weiters der mit ihr abgeschlossene Bauvertrag, der am 6.6.2008 um 11.03 Uhr nachweislich an (Baustahl) I... gefaxt worden ist. Daraus folgt zusammengefasst: ***J*** war nachweislich für (Bauservice) F... (./a98) und für (Baustahl) I... tätig (./99 und ./100), um ausgerechnet für (die Bf.) nicht leistungserbringend gewesen zu sein, obwohl die beiden zuletzt genannten Beilagen das genaue Gegenteil beweisen. Trotzdem ist dieser Fremdleister noch immer auf der 'schwarzen Liste' des vom Sachverhalt noch immer völlig uninformierten BFG. Am 12. März 2008 teilte die Bauservice F. der Bf. mit, dass 'Ihrem Ansuchen die Firma ***J*** GmbH als Subunternehmer einzusetzen' - also dem Ansuchen der Bf.! - nicht stattgegeben wurde. Am Vortag, dem 11. März 2008, hatte die Arbeitsgemeinschaft PP. in ihrem Schreiben an die Bauservice F. festgehalten: 'Ihr Schreiben vom 04.03.2008 bezüglich des beabsichtigten Einsatzes der Fa. ***J*** GmbH haben wir erhalten.' Am 04. März 2008 und in den rd. 3 Monaten seit der Gründung der GmbH Ende November 2007 waren bei der ***J*** bei der GKK folgende Dienstnehmer gemeldet: - der gewerberechtliche Geschäftsführer vom 29.01.2008 bis 02.05.2008 - *** vom 19.02.2008 bis 15.09.2008 und - *** vom 25.02.2008 bis 31.03.2008 Am 12. März 2008 und bis zum 16. März 2008 waren ebenfalls der gewerberechtliche Geschäftsführer und zwei Arbeiter bei der GKK gemeldet. Am 17. März 2008 kamen zu diesen drei GKK-Meldungen 23 Anmeldungen hinzu: | Name | in den Anmeldungsketten der Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 beinhaltet: | | nicht enthalten | | ja | | nicht enthalten, aber: ***C*** : 15.05.-14.06.2006 ***D*** : 10.07.-13.10.2006 ***H*** : 01.09.-17.10.2007 ***I*** : 22.01.-14.03.2008 ***J*** : 17.03.-01.08.2008 ***K*** : 04.08.-14.11.2008 ***L*** : 17.11.-22.12.2008 AMS: 23.12.2008-06.01.2009 ***L*** : 07.01.-27.02.2009 Bf.: 02.03.-04.09.2009 | | ja | | ja | | ja | | nicht enthalten, aber: ***A*** : 09.12.2005-27.01.2006 ADEM S.: 30.01.-03.03.2006 ***C*** : 15.05.-14.06.2006 ***D*** : 19.06.-21.06.2006 03.07.-28.07.2006 11.09.-22.09.2006 ***E*** : 20.11.-20.12.2006 ***F*** 15.01.-19.01.2007 ***I*** : 22.01.2008-14.03.2008 ***J*** : 17.03.2008-04.07.2008 | | ja | | ja | | ja | | ja | | ja | | ja | | ja | | ja | | ja | | ja, Anmeldungskette ist zu ergänzen: ***I*** : 11.02.-14.03.2008 ***J*** : 17.03.-01.08.2008 ***K*** : 04.08.-17.09.2008 | | nicht enthalten, aber: Bf.: 10.04.-22.09.2006 ***G*** : 16.04.-01.08.2007 ***I*** : 30.01.-14.03.2008 ***J*** : 17.03.-18.07.2008 | | ja | | ja | | ja | | ja Betreffend die 25 am 17. März 2008 gemeldeten Arbeiter wurden für 22 die GKK-Anmeldungen vorgelegt; keine wurden betreffend drei Arbeiter vorgelegt. Von den vorgelegten 22 GKK-Anmeldungen entfallen - 17 auf Arbeiter, die in den Anmeldungsketten der Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 beinhaltet sind und zwar alle 16 Eisenbieger laut der beiliegenden Aufstellung GKK-Anmeldungen, die 3 Tage zuvor bei der GKK als Dienstnehmer der ***I*** abgemeldet worden sind und an diesem Tag bei der GKK als Dienstnehmer der ***J*** angemeldet wurden sowie ***, der (ebenfalls 3 Tage) zuvor bei der Bf. gemeldet war und - 4 weitere auf Arbeiter mit einer Anmeldungskette (Meldungen bei mehreren der eingeschaltet gewesenen GmbHs). Die bei der ***J*** am 17. März 2008 gemeldet gewesenen weiteren drei Arbeiter: *** (gemeldet vom 19.02.2008 bis 15.09.2008) *** (gemeldet vom 25.02.2008 bis 31.03.2008) und *** (gemeldet vom 17.03.2008 bis 17.03.2008) waren keine Arbeiter mit einer Anmeldungskette. Alle 22 Dienstnehmer, deren Anmeldung von der Bf. an die I. Baustahl übermittelt wurde, wurden somit am Tag der Versendung des Telefax bei der ***J*** bei der GKK angemeldet. Die 8 Dienstnehmer, hinsichtlich derer von der Bf. der I. Baustahl bekannt gegeben wurde, auf welchen Baustellen diese Arbeiter beschäftigt sind, - wurden alle am Tag der Versendung des Telefax bei der ***J*** bei der GKK angemeldet und waren alle 3 Tage davor bei der ***I*** abgemeldet worden und - waren alle Arbeiter, die in den Anmeldungsketten der Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 beinhaltet sind (7 Dienstnehmer) oder Arbeiter mit einer Anmeldungskette (Meldungen bei mehreren der eingeschaltet gewesenen GmbHs) (ein Dienstnehmer). Am 14. Mai 2008 stellte das Finanzamt Wien 1/23 folgende Bescheinigung an die Firma ***J*** GmbH, zur Vorlage an die Fa. F. Bau GmbH, aus: Es wird bescheinigt, dass gegen die oben angeführte Firma gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen. Im Zeitraum 21. Mai 2008 bis 17. Juni 2008 wurden vom Finanzamt auf dem ***J*** - Konto folgende Buchungen vorgenommen: 21.05.08 01 15.05.08 -0,00 01 L 03/08 15.04.08 3.045,25 01 DB 03/08 15.04.08 1.171,33 01 DZ 03/08 15.04.08 104,12 4.091,87 29.05.08 01 20.05.08 -0,00 01 L 04/08 15.05.08 21.401,70 01 DB 04/08 15.05.08 6.534,84 01 DZ 04/08 15.05.08 580,87 32.609,28 09.06.08 48 SZA 2008 16.07.08 60,90 48 SZA 2008 16.07.08 428,03 48 SZA 2008 16.07.08 130,70 33.228,91 17.06.08 48 BAL 2008 17.06.08 3,20 33.232,11 Diese Bescheinigung betrifft, die L-, DB- und DZ- Buchungen 03/08 und 04/08 nicht enthaltend, den Zeitraum vor der explosionsartigen Anmeldung von Dienstnehmern bei der GKK: Mitte März 2008 waren, wie im Vormonat, 3 Dienstnehmer gemeldet, am 1. Mai 2008 116 Dienstnehmer. Am 03. Juni 2008 richtete die Wiener GKK eine Unbedenklichkeitsbescheinigung an die ***J*** GmbH: Die Wiener GKK bescheinigt, dass (die ***J*** GmbH) der Verpflichtung zur Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge ... nachkommt. Das Beitragskonto besteht erst seit 1.1.2008. Derzeit sind 69 Dienstnehmer gemeldet. Diese Bescheinigung bezieht sich auf den Zeitraum vor der explosionsartigen Anmeldung von Dienstnehmern bei der GKK. Am 07. Mai 2009 richteten die rechtsfreundlichen Vertreter der Wr. GKK folgendes Schreiben an die M. ('Eingang I. Oe. 14. Mai 2009'; Schreiben vom 12. Februar 2018, Beilage a63): Die ***J*** GmbH FN ... schuldet meiner Mandantin per 25.03.2009 Rückstände an Sozialversicherungsbeiträgen in der Höhe von € 407.039,28. ... Im Zuge der diesbezüglichen Klärung des Sachverhaltes hat sich unter anderem durch Aussagen von ehemaligen Mitarbeitern der ***J*** GmbH heraus gestellt, dass auch Ihr Unternehmen, die M..., die ***J*** bei diversen Bauvorhaben eingesetzt hat. Meine Mandantin geht daher auch davon aus, dass die ***J*** GmbH für Ihr Unternehmen Leistungen erbracht hat, für die Entgelt bezahlt wurde. ... Namens und auftrags der Wiener GKK bitte ich Sie daher um Bekanntgabe, - bei welchem Bauvorhaben oder in welchem sonstigen Zusammenhang die ***J*** GmbH Leistungen für die M... erbracht hat, sodass Entgelte auf deren Konten (welche?) bezahlt wurden; welche ehemaligen Mitarbeiter der ***J*** GmbH die diesbezüglichen Vereinbarungen mit Ihnen abgeschlossen und die Bauvorhaben /Leistungen abgewickelt haben, wobei uns neben dem vollständigen Namen auch eine ladungsfähige Anschrift bekannt gegeben werden möge; und welche Mitarbeiter der M... diese Baustellen oder sonstigen Leistungen der ***J*** GmbH gegenüber betreut bzw. abgewickelt haben. Dieses Schreiben wird "zum Nachweis, dass ***J*** auch für diesen Auftraggeber gearbeitet hat" vorgelegt. Dass '***J*** für (die Bf.) nicht gearbeitet hat', ergibt sich aus den obigen Ausführungen. Die ***J*** hatte nicht nur einen faktischen Machthaber, der als Rechnungsaussteller gegen Provision fungierte, hinzu kam insbesondere - dass eine Reihe von Dienstnehmern der Anmeldungsketten auch bei der ***J*** bei der GKK angemeldet wurden und alle 16 Eisenbieger laut der beiliegenden Aufstellung GKK-Anmeldungen, die 3 Tage zuvor bei der GKK als Dienstnehmer der ***I*** abgemeldet worden sind, am 17. März 2008 bei der GKK als Dienstnehmer der ***J*** angemeldet wurden, - dass die von der Bf. auf das ***J*** - Bankkonto überwiesenen Beträge am selben Tag in voller Höhe in Bar abgehoben wurden, - dass von Dienstnehmern der Bf. (an die I. Baustahl GmbH) verrichtete Arbeiten in ***J*** - Rechnungen als von der ***J*** an die Bf. erbrachte Leistungen aufscheinen, - dass die I. Baustahl GmbH- Druckvorlagen, in welchen Arbeiter namentlich erfasst wurden, gemischte Baustellenpartien ausweisen.   Bei der ***J*** handelt es sich um die 10. im Prüfungszeitraum der Außenprüfung eingeschaltet gewesene GmbH und wird auf die obigen Feststellungen betreffend die davor eingeschaltet gewesenen GmbHs verwiesen. Auf die hinzutretenden zusätzlichen Feststellungen wird verwiesen. Die ***J*** ist die erste jener drei der eingeschaltet gewesenen GmbHs - der ***J*** GmbH (als 10. eingeschaltete), der ***L*** GmbH (als 12. eingeschaltet) und der ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. (als 15. eingeschaltet) - bei welchen der rechtskräftig verurteilte *** ***S***, geb. ***R***, bei folgenden Betrugsszenarien mitgewirkt hat: - Ausstellen von Schein- bzw. Deckungsrechnungen - Scheinanmeldungen von Arbeitern bei einer nicht (mehr) tätigen Gesellschaft anstatt der Anmeldung beim tatsächlichen Beschäftiger. Auf Grund dieser Betrugsszenarien gelangten bei *** ***S***, geb. ***R***, Einkünfte aus Gewerbebetrieb "Verkauf von Rechnungen und Dienstnehmeranmeldungen" und steuerbare Umsätze bezüglich der hier in Rede stehenden 3 GmbHs in folgender Höhe in Ansatz: Verkauf von Scheinrechnungen: Rechnungsbeträge: | GmbH | Jahr | Rechnungsbetrag | ***J*** GmbH | 2008 | 2.777.860,39 € | ***L*** H. GmbH | 2008 | 1.544.429,26 € | ***O*** Handels GmbH | 2009 | 1.766.312,83 € Verkauf von Dienstnehmer-Anmeldungen: Provisionen Dienstnehmer-Anmeldungen: | GmbH | Jahr | Provisionserlös | ***J*** GmbH | 2008 | 118.285,80 € | ***L*** H. GmbH | 2008 | 21.413,10 € | ***O*** Handels GmbH | 2009 | 37.487,31 € *** ***S*** tätigte entweder selbst mittels Bankvollmacht, oder im Zusammenspiel mit vorgeschobenen "Strohmännern" die Barabhebungen des Rechnungsbetrages. Abzüglich einer Provision für den Rechnungsaussteller *** ***S*** erfolgten Rückflüsse (sogenannte KickBack-Zahlungen). Bezüglich der weiteren Umstände wird auf den obigen Pkt. 6. verwiesen. Damit stimmt überein, - dass die Unterschriften laut Musterfirmazeichnungserklärung und Erklärung der Errichtung einer Gesellschaft, der Fertigung des Bewerbungsschreibens und des Bauvertrages bzw. der Auftragsbestätigung unterschiedlich sind (was die Folge des Umstandes ist, dass keine der Unterschriften (abgesehen jene auf dem Reisepass) von *** ***J*** geleistet wurde) (vgl. die diesbezüglichen Feststellungen betreffend die anderen GmbHs). - dass die auf dem ***J*** - Bankkonto eingegangenen Beträge wurden bis auf wenige Überweisungen bar behoben wurden. - dass die von der Bf. auf das ***J*** - Bankkonto überwiesenen Beträge in Höhe von € 80.000,00 und € 42.896,00, € 150.000,00, € 50.509,17 und € 90.000,00 jeweils am Tag der Wertstellung in voller Höhe bar abgehoben wurden. - das oben unter Pkt. 7. beschriebene Geschehen: a) 12. März 2008: Erfassung von 4 Namen (Vor- und Nachnamen) mit der Stundenangabe von jeweils 9 Std. in einem - in den Strafakten einliegenden - Bauservice F.- Stunden- und Wochenbericht. Für alle vier Eisenbieger errechnen sich auf Grund dieses Berichtes 36 Regiestunden. Die Verlegeleistung eines Eisenbiegers beträgt in der Regel 100 kg pro Stunde. 28. März 2008: Die in den Strafakten (eine Seite davor) einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 28. März 2008 weist die Bezeichnung: Stabstahl Verr.Lt.Plan und das Gewicht: 3.600,00 kg aus. Betreffend drei der im Bericht erfassten Personen wurden von der Bf. für den gesamten Monat März 2008 jeweils der Lohnzettel ausgestellt (wie für die Monate davor und danach), betreffend einen umfasste der von der Bf. ausgestellte Lohnzettel den Zeitraum vom 09. Jänner bis 25. März 2008. b) 17./18. April 2008: Erfassung von zwei Namen mit den Stundenangaben von je 8 Std. am 17. April und je 4,5 Std am 18. April sowie die Baustelle: E.G. St. auf einer - in den Strafakten einliegenden - I. Baustahl- Druckvorlage. Für beide Tage und beide Eisenbieger errechnen sich auf Grund dieser Druckvorlage 25 Regiestunden. Die Verlegeleistung eines Eisenbiegers beträgt in der Regel 100 kg pro Stunde. 18. April 2008: Die in den Strafakten einliegende ***J*** - Rechnung an die Bf. vom 18. April 2008 weist die Baustelle: E.G. St. und die Bezeichnung: Stabstahl Verr.Lt.Plan und das Gewicht: 2.500,00 kg aus. Betreffend eine der in der Druckvorlage erfassten Personen wurde von der ***J*** für den Zeitraum 15. April bis 30. Mai 2008 der Lohnzettel ausgestellt, betreffend die zweite Person für den gesamten Monat April 2008 (wie für die Monate davor und danach) von der Bf. c) gemischte Baustellenpartien bspw. am 22. April und am 13. Juni 2008 Dieses Geschehen komplettiert die Darstellung des Sozialbetrugs. Betreffend in Einsatz gelangte Eisenbieger ist auszuführen: Unterlagen, die eine Zuordnung von Arbeitnehmern zu Baustellen der Auftraggeber der Bf. zulassen, wurden, von zwei Ausnahmen abgesehen, nicht vorgelegt. In den Strafakten lagen (sich auf 12 Tage beziehende) Unterlagen ein: Gemäß den in den Strafakten einliegenden ausgefüllten I. Baustahl GmbH- Druckvorlagen wurden namentlich Arbeiter (betreffend Baustellen, auf welchen ihr Subunternehmer die Bf. war) erfasst. Der Vergleich der Eisenbieger, die in den von der Bf. vorgelegten Unterlagen und den in den Strafakten einliegenden Unterlagen ausgewiesen sind einerseits und jenen, die in der Beilage des BFG-Schreibens vom 27. Juni 2017: Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 ausgewiesen sind andererseits ergibt Folgendes: | Name | von der Bf. vorgelegt oder aus Strafakten | in Aufstellung enthalten | Strafakt: |   |   | | Strafakt | nicht enthalten a) | | Strafakt | ja, Bf. 0901-1812 | | Strafakt | ja, ***J*** 2804-2105 | | Strafakt | ja, ***J*** 1703-1807 | | Strafakt | ja, ***J*** 1703-0407 | | Strafakt | ja, ***J*** 1703-0108 | | Strafakt | ja, ***J*** 1504-0108 | | Strafakt | nicht enthalten b) | | Strafakt | nicht enthalten - ***E*** : 0611-1412 06 | | Strafakt | ja, ***J*** 1703-0108 | | Strafakt | ja, ***J*** 1703-0108 | | Strafakt | ja, ***J*** 2404-0108 | | Strafakt | ja, ***J*** 1703-0108 | | Strafakt | ja, ***J*** 1703-0808 | | Strafakt | ja, ***L*** 2010-1812 | | Strafakt | nicht enthalten c) | | Strafakt | ja, ***L*** 2010-1812 | | Strafakt | ja, ***L*** 2010-2212 | | Strafakt | ja, ***L*** 2010-1812 | | Strafakt | ja, ***L*** 2010-1812 | | Strafakt | nicht enthalten | | Strafakt | ja, ***K*** 0408-1411 | | Strafakt | ja, ***K*** 0408-1411 | | Strafakt | ja, ***K*** 1710-2111 | | Strafakt | ja, ***L*** 2010-2212 | | Strafakt | ja, Bf. 0306-1712 | | Strafakt | ja, ***L*** 1711-1712 | von Bf. vorgelegt |   |   | | Bf. | ja, ***L*** 1201-2702 | | Bf. | ja, ***L*** 1201-2702 | | Bf. | ja, ***L*** 2201-2702 | | Bf. | ja, ***L*** 2201-2702 a) ***D*** : 26.06.-06.10.2006, ***E*** : 09.10.-27.10.2006 und 06.11-22.12.2006, ***I*** : 03.03.-14.04.2008, ***J*** : 15.04.-30.05.2008 b) ***D*** : 26.06.-22.09.2006, ***E*** : 20.11.-14.12.2006, ***I*** : 10.03.-14.04.2008, ***J*** : 15.04.-08.08.2008 c) ***C*** : 01.03.-19.05.2006, ***D*** : 06.06.-03.11.2006, ***E*** : 06.11-14.12.2006, ***I*** : 31.03.-14.04.2008, ***K*** : 04.08.- 16.10.2008, ***J*** : 15.04.-01.08.2008, ***L*** : 20.10.-18.12.2008, 13.01.-27.02.2009 Die in den Anmeldungsketten der Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 beinhalteten 25 Dienstnehmer waren Dienstnehmer, die auf den Baustellen des Auftraggebers der Bf., der I. Baustahl, namentlich erfasst worden sind. Die sich (nur) auf 12 Tage beziehenden Unterlagen weisen somit 25 Dienstnehmer, die in den 66 Anmeldungsketten der Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 beinhaltet sind, aus. Diese Übereinstimmung zeigt die Bindung der Dienstnehmer an die Bf. Die hiermit dokumentierte Bindung der Dienstnehmer an die Bf. tritt zu den Aussagen der einvernommenen Zeugen hinzu. Legte die Bf., wie betreffend die ***E*** , ***F*** , ***H*** , ***I*** und ***L*** , eine Unterlage, die von der Bf. angefertigte Telefax-Nachricht vom 17. März 2008, vor, die Namen von für die Bf. tätig gewordenen Eisenbiegern beinhaltet, führte dies zu einem die Bf. belastenden Beweisergebnis: Die vorgelegte Nachricht bestätigt, wie oben im Einzelnen dargelegt, die Richtigkeit der die Bindung der Dienstnehmer an die Bf. dokumentierenden Anmeldungsketten. Das Betreiben des 'Einsatzes' der ***J*** 'als Subunternehmer' durch die Bf. bei einer Arbeitsgemeinschaft - in einem Zeitpunkt, -- in dem die Gründung der GmbH rd. 3 Monate zurücklag, -- die Anmeldung des gewerberechtlichen Geschäftsführers rd. 1 Monat zurücklag und -- die Anmeldungen betreffend das gesamte weitere Personal - zwei Arbeiter - rd. zwei bzw. eine Woche zurücklag, - die rd. zwei Wochen danach vorgenommene Anmeldung aller (16) Dienstnehmer, die drei Tage davor bei der ***I*** abgemeldet wurden und - die Beschäftigung namentlich genannter Dienstnehmer, die alle Arbeiter waren, die in den Anmeldungsketten der Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 beinhaltet sind (7 Dienstnehmer) oder Arbeiter mit einer Anmeldungskette (Meldungen bei mehreren der eingeschaltet gewesenen GmbHs) (ein Dienstnehmer) sind, auf Baustellen der Bf. zeigt, in welchem Zeitpunkt und auf welche Weise die Bf. ihre Absicht verfolgt hatte. Die Arbeiter, die bezogen auf das Schreiben vom 04. März 2008 noch 10 Tage bei der ***I*** gemeldet blieben, wurden mit 14. März 2008 bei der ***I*** abgemeldet und drei Tage danach, am 17. März 2008, bei der ***J*** angemeldet. Diese Chronologie lässt, selbst wenn man die weiteren in dieselbe Richtung weisenden Umstände außer acht lässt, darauf schließen, dass die Arbeiter sowohl vor dem 14. März 2008 als auch nach dem 17. März 2008 für die Bf. arbeitende, in den betrieblichen Organismus der Bf. eingegliederte Eisenbieger waren. Wird in einem Schreiben geäußert, man stimme dem Einsatz der ***J*** unter der Voraussetzung zu, dass ein direkter Werkvertrag zwischen der Fa. Bauservice F... und der Fa. ***J*** geschlossen wird, stellt ein solches Schreiben einen Nachweis, dass die ***J*** (auch) für die Bf. operativ tätig wurde, nicht dar. In diesem Zusammenhang wird auf die obigen Ausführungen betreffend die ***D*** und insb. die ***F*** hinsichtlich der vorgelegten mit Bauservice überschriebenen Aufstellungen zu verwiesen. Ein vom Auftraggeber der Bf. an die Bf. gerichtetes Telefax des Inhaltes, die beiliegende Baustellenordnung jeweils einmal von der Bf. und einmal von Fa. ***J*** zu unterzeichnen und retour zu faxen, stellt weder einen Nachweis dafür dar, dass die ***J*** im Subauftrag für die Bf. mitgearbeitet hat noch dass ***J*** auf einer konkreten Baustelle von I. Baustahl operativ tätig gewesen ist. Das Telefax vermag (nur) nachzuweisen, dass die I. Baustahl dahingehend informiert war, dass die ***J*** als 'Geschäftspartner' der Bf. eingeschaltet war. Ob und vor allem welche der ***J*** zuzurechnende Leistungen von der ***J*** tatsächlich erbracht wurden, kann ein Schreiben dieses Inhalts nicht nachweisen. Das Telefax der Bf. an die I. Baustahl vom 17.3.2008 vermag, wie das o.a. Telefax (nur) nachzuweisen, dass die I. Baustahl dahingehend informiert war, dass die ***J*** als 'Geschäftspartner' der Bf. eingeschaltet war. Ob und vor allem welche der ***J*** zuzurechnende Leistungen von der ***J*** tatsächlich erbracht wurden, kann ein Telefax dieses Inhalts nicht nachweisen. Nachgewiesen wurde nicht, dass ***J*** bei vier weiteren, namentlich genannten BVH im Subauftrag für die Bf. tätig war, nachgewiesen wurde vielmehr (nur), dass die namentlich angeführten Arbeiter auf den genannten Baustellen der I. Baustahl/Bf. beschäftigt wurden. Ob die auf den Baustellen tätig gewordenen Arbeitskräfte der ***J*** oder des Bf. waren, kann ein Schreiben dieses Inhalts nicht nachweisen. Das Faxen eines Bauvertrages spricht dafür, dass der in einem solchen ausgewiesene Auftragnehmer leistungserbringend gewesen ist. Diese Beurteilung kann jedoch nicht losgelöst von allen gegenteiligen Umständen erfolgen, beginnend mit der Unterschrift auf dem Bauvertrag: Weist die Unterschrift der Fertigung des Bauvertrages (seitens der ***J*** GmbH) keine Ähnlichkeit mit den identen Unterschriften laut Musterfirmazeichnungserklärung und laut Erklärung der Errichtung einer Gesellschaft auf und die Unterschrift der Fertigung des Bewerbungsschreibens (seitens der ***J*** GmbH) keine Ähnlichkeit mit den identen Unterschriften laut Musterfirmazeichnungserklärung und laut Erklärung der Errichtung einer Gesellschaft, bleibt bei der Einmann-GmbH im Dunkeln, wer den Bauvertrag (und zuvor das Bewerbungsschreiben) unterfertigte. Bezogen auf die GKK-Anmeldung bei der 10. im Prüfungszeitraum der Außenprüfung eingeschaltet gewesenen GmbH handelt es sich betreffend - ***26***, da er nicht bei der ***J*** angemeldet wurde, (weiterhin) um die 11. Anmeldung bei der Bf. und bei Sozialbetrugsfirmen bei der GKK. - ***29***, da er nicht bei der ***J*** angemeldet wurde, (weiterhin) um die 12. Anmeldung bei der Bf. und bei Sozialbetrugsfirmen bei der GKK. - Özdemir N., da er nicht bei der ***J*** angemeldet wurde, (weiterhin) um die 8. Anmeldung bei der Bf. und bei Sozialbetrugsfirmen bei der GKK. - Dinkic M. im 23 1/2 Monate umfassenden Zeitraum ab 03. April 2006 bei der ***J*** - Anmeldung um die 7. Anmeldung bei der Bf. und bei Sozialbetrugsfirmen bei der GKK: [die 6 Anmeldungen ab 03. April 2006: vgl. oben ***I*** ] -- 17. März 2008: ***J*** Betreffend die ***J*** konnte festgestellt werden, wer durch welche Aktivitäten die 10. eingeschaltet gewesene GmbH "geführt" hatte (*** ***S***): *** ***S*** war faktischer Machthaber der ***J*** , ***L*** und ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. und fungierte als ***J*** -, ***L*** - und ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H.- Rechnungsaussteller gegen Provision. Die ***J*** GmbH hat die in den ***J*** GmbH- Rechnungen aufscheinenden Leistungen nicht erbracht. Die ***J*** GmbH (mit dem wahren Machthaber Wolfang ***S***) wurde von der Bf. als Zumeldungsfirma benutzt.   11. ***K*** Bau & Gebäudereinigung Ges.m.b.H. erste Eingangsrechnung: 14. August 2008, letzte Eingangsrechnung: 14. November 2008 1. Als Alleingesellschafter und -geschäftsführer der ***K*** Bau und Gebäudereinigung GmbH wurde im Firmenbuch (am 18. Juli 2008) ein Ausländer, ***22***, ein kroatischer Staatsangehöriger, auf Grund eines 2 Wochen vor erstmaliger Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes unterzeichneten Abtretungsvertrages eingetragen. ***22*** war am 18. Juli 2008 der kroatischen, nicht aber der deutschen Sprache kundig (und wurde bei der Errichtung des Abtretungsvertrages die gerichtlich zertifizierte Dolmetscherin für die kroatische Sprache Frau S. zugezogen) (Notariatsakt/ Abtretungsvertrag). Der gleiche Umstand - des der deutschen Sprache nicht kundigen Ausländers - war bei der ***F*** und der ***H*** gegeben. 2. Der bezogen auf den (am 1. August 2008 angefertigten) Bauvertrag zwei Wochen zurückliegende Abtretungsvertrag (vom 18. Juli 2008), bezogen auf die erste Rechnungslegung am 14. August 2008 einen Monat, weist den Abtretungspreis in Höhe von € 1.000,00 aus. 3. Zwei Wochen nach der Eintragung als Alleingesellschafter und -geschäftsführer, am 01. August 2008, wurde ein Bauvertrag angefertigt und datieren die ersten 11 Eingangsrechnungen vom 14. August 2008 mit einem Betrag von insgesamt € 103.664,84. 4. Im Zeitpunkt der Anfertigung des Bauvertrages verfügte die (völlig substanzlos 2 Wochen zuvor übernommene) ***K*** über vier Gewerbeberechtigungen, aber - seit dem Vortag betreffend das Gewerbe Baumeister, - 3 Wochen danach betreffend das Gewerbe Überlassung von Arbeitskräften, - 3 Wochen danach betreffend das Gewerbe Hausbetreuung, bestehend in der Durchführung einfacher Reinigungstätigkeiten, - 3 Wochen danach betreffend das Gewerbe Güterbeförderung mit Kraftfahrzeugen oder Kraftfahrzeugen mit Anhängern, deren höchst zulässiges Gesamtgewicht insgesamt 3.500 kg nicht übersteigt, über keinen gewerberechtlichen Geschäftsführer mehr. 5. Von den in die Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 aufgenommenen Eisenbiegern, die im Zeitraum Juli bis Anfang August bei der ***J*** angemeldet waren, 23 Dienstnehmer, wurden bei der ***K*** 19 Dienstnehmer (überwiegend nach 3 Tagen), einer bei der Bf. und drei bei anderen Unternehmen angemeldet. Alle (12) Eisenbieger laut der beiliegenden Aufstellung GKK-Anmeldungen, die 3 Tage zuvor bei der GKK als Dienstnehmer der ***J*** abgemeldet worden sind, wurden am 04. August 2008 bei der GKK als Dienstnehmer der ***K*** angemeldet. 6. Im Zuge der - betreffend die ***H*** Bau GmbH - in der Wohnung von ***33*** durchgeführten Hausdurchsuchung wurden auch blanko Kassaeingangsbestätigungen der ***K*** Bau-Gebäudereinigung GesmbH und blanko Kassaausgangsbestätigungen einer Person namens ... sichergestellt. Die Kassaeingangsbestätigungen tragen den Firmenstempel der ***K*** GesmbH und eine [zu ergänzen: lesbare] Unterschrift ***22***, dem im Firmenbuch eingetragenen Geschäftsführer-Gesellschafter dieser Firma. 7.  Die Unterschrift der Fertigung des Anbotschreibens (seitens der ***K*** GmbH) weist weder eine Ähnlichkeit mit den identen Unterschriften laut Musterfirmazeichnungserklärung und Abtretungsvertrag noch mit der Unterschrift auf dem Bauvertrag auf.  Die Unterschriften Bauvertrag und Auftragsbestätigung weisen keine Ähnlichkeit mit der Unterschrift des (Alleingesellschafter-Geschäftsführers) ***22*** laut Musterfirmazeichnungserklärung bzw. laut Abtretungsvertrag auf.  Die Unterschrift der Fertigung des Kassa-Ausgangs (Empfangsbestätigung seitens der ***K*** GmbH betreffend Barbetrag) weist keine Ähnlichkeit mit der Unterschrift des (Alleingesellschafter-Geschäftsführers) ***22*** laut Musterfirmazeichnungserklärung bzw. laut Abtretungsvertrag auf. 8.  Das Anbotschreiben ***K*** GmbH und das Anbotschreiben ***G*** ***13*** GmbH sind nahezu ident (die Passagen in Kursivschrift sind ident): Sehr geehrte Herren und Damen! Wir sind ein neues Bauunternehmen, konzessioniertes Personalbereitstellungsunternehmen, Gebäudereinigungsunternehmen und hiermit möchten wir Ihnen gerne unsere Dienste anbieten.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/7101430/2017
ECLI
ECLI:AT:BFG:2018:RV.7101430.2017
Stammnummer
121985
Gültig
15.11.2018 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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