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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/7101430/2017

Umfangreiche Bau- Malversationen: Zumeldungen bei einer Reihe von Sozialbetrugsfirmen

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/7101430/2017vom 15.11.2018Teil 11 von 14
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

12.01.2009 | Arbeitslosengeldbezug | 13.01.2009 | 27.02.2009 | ***L*** Handels GmbH - dass es sich bei ***, der mittels des weitergeleiteten '***L***'- E-Mail als Dienstnehmer der ***L*** angemeldet, um einen Arbeiter handelte, der zuvor wie folgt angemeldet war: 13.10.2008 bis 21.11.2008: ***K*** GmbH 24.11.2008 bis 26.11.2008: Bf. 01.12.2008 bis 15.02.2009: Arbeitslosengeldbezug 16.02.2009 bis 27.02.2009: ***L*** GmbH (das weitergeleitete E-Mail) und sodann wieder bei der Bf. angemeldet wurde: 02.03.2009 bis 25.03.2009. Bf. - dass es sich bei *** um einen Arbeiter handelte, der zuvor wie folgt angemeldet war: 22.07.2008 bis 01.08.2008: ***J*** 04.08.2008 bis 21.11.2008: ***K*** 24.11.2008 bis 26.11.2008: Bf. 27.11.2008 bis 14.01.2009: Arbeitslosengeldbezug 17.02.2009 bis 27.02.2009: ***L*** (das weitergeleitete E-Mail) und sodann wieder bei der Bf. angemeldet wurde: 02.03.2009 bis 30.04.2009. Bf. - dass der Masseverwalter der ***L*** Handels GmbH unter der Telefonnr. 0699/17098 100 lautend auf Hrn. ***L*** *** anrief und sich der Geschäftsführer der Bf. gemeldet hat. Auf die Frage warum er mit einem Handy des Hrn. ***L*** telefoniere bekam der Masseverwalter keine Antwort und es wurde aufgelegt. - dass sich der Geschäftsführer der Bf. dem Masseverwalter eine Zeit lang kooperativ zeigte und dem Masseverwalter Unterlagen/Rechnungen zur Verfügung stellte, sich jedoch geweigert hat, entsprechende Subaufträge vorzulegen. - dass der Masseverwalter einige Baustellen kontrollierte und mit den jeweiligen Auftraggebern Kontakt aufnahm und nachfragte, ob sie eine Firma ***L*** Handels GmbH kennen, bejahendenfalls wer die Ansprechperson gewesen sei. Die Aussagen der jeweiligen Auftraggeber waren immer die gleichen, die ***L*** sei unbekannt, der Auftrag sei an die Firma ... (die Bf.) erteilt worden. - dass der Masseverwalter sämtliche Dienstnehmerforderungen (von bei der ***L*** bei der GKK angemeldet gewesenen Dienstnehmern) mit der Begründung 'Scheinfirma' bestritt und bis zur Aufhebung des Konkurses keiner der Dienstnehmer eine sogenannte Feststellungsklage eingebracht hat. - dass das Arbeits- und Sozialgericht in der Sozialrechtssache der klagenden Partei wider die beklagte Partei ***32*** wegen Insolvenzentgelt zu Recht erkannte, dass das Klagebegehren, die beklagte Partei sei schuldig, der klagenden Partei Insolvenzentgelt zu zahlen, abgewiesen wird. In den Entscheidungsgründen wird u.a. ausgeführt, dass nicht festgestellt werden konnte, dass unter der Geschäftsführung von *** ***L*** die Gemeinschuldnerin irgendeine operative Geschäftstätigkeit entfaltet hat (vgl. oben Pkt. 14.). - dass dem Anfertigenden des ***L*** - Anbotschreibens das ***J*** - Anbotschreiben, wie die oben angeführten identen Passagen zeigen, zur Verfügung stand (vgl. Pkte. 1., 6. ff). Mit diesem Umstand stimmt wiederum überein, dass die ***L*** und die ***J*** denselben faktischen Machthaber hatten. - dass der von der Bf. überwiesene Betrag: A conto Rechnungen vom 30.01.09 in Höhe von € 70.000,00 am Buchungstag in voller Höhe bar behoben wurde. - dass die I. Baustahl GmbH- Druckvorlagen, in welchen Arbeiter namentlich erfasst wurden, gemischte Baustellenpartien ausweisen: Auf derselben I. Baustahl GmbH- Druckvorlage wurden betreffend dieselbe Baustelle am selben Tag mehrere Eisenbieger wie folgt erfasst am 03.11.2008 sowie am 18.11.2008 - drei bei der ***L*** (der 12. eingeschalteten GmbH) angemeldete und - ein bei der ***K*** (der 11. eingeschalteten GmbH) angemeldeter, am 11.11.2008 - drei bei der ***L*** (der 12. eingeschalteten GmbH) angemeldete und - zwei bei der ***K*** (der 11. eingeschalteten GmbH) angemeldete am 17.11.2008 sowie am 18.11.2008 - zwei bei der ***L*** (der 12. eingeschalteten GmbH) angemeldete und - ein bei der Bf. angemeldeter. - dass die sich auf einzelne Tage beziehenden Unterlagen der Strafakten 14 Dienstnehmer ausweisen, -- und 12 dieser Arbeiter in den 66 Anmeldungsketten der Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 beinhaltet sind: […] -- und die zwei weiteren Arbeiter bei einer Reihe der eingeschaltet gewesenen GmbHs angemeldet waren: Sabanovic R: ***C*** , ***D*** , ***E*** , ***F*** , ***I*** , ***J*** , ***K*** , ***L*** , Bf. ***: ***J*** , ***K*** , ***L*** , Bf. - dass die letzte ***L*** - Rechnung vom 01. Februar 2009 stammt (vgl. BP-Bericht Beilage A/13), die Abmeldung der Dienstnehmer der Dienstnehmerketten bei der ***L*** erst am 27. Februar 2009 erfolgte und weitere Rechnungserstellungen wegen der Ermittlungen des Masseverwalters unterblieben (vgl. unten die *** ***M*** - Rechnungserstellungen, die ab 16. Februar 2009 vorgenommenen wurden). - dass die Rechnungsinhalte, die vom Masseverwalter der ***L*** bei den in der Buchhaltung ausgewiesenen Rechnungsempfängern der GmbH erhoben wurden, diverse Bauarbeiten wie Verfliesungen und Deckenverkleidungen waren, nicht jedoch Eisenbiegerarbeiten. Die GKK-Anmeldungen, die laut der von der Bf. an die I. Baustahl angefertigten Telefax-Nachricht vom 28. Oktober 2008 die Anmeldungen jenes 'Personal' sind, welches auf der I. Baustahl/Bf.- Baustelle BVH To. 'in nächster Zeit beschäftigt wird', führen zu einem die Bf. belastenden Beweisergebnis: Die vorgelegte Nachricht in Verbindung mit den Anmeldungen bestätigt, wie oben im Einzelnen dargelegt, die Richtigkeit der die Bindung der Dienstnehmer an die Bf. dokumentierenden Anmeldungsketten. Weist die Unterschrift der Fertigung des Bauvertrages (seitens der ***L*** GmbH) betreffend die ersten beiden Buchstaben eine Ähnlichkeit mit der Unterschrift des *** ***L*** laut Musterfirmazeichnungserklärung bzw. laut Abtretungsvertrag auf, nicht betreffend den dritten und vierten Buchstaben und die Unterschrift der Fertigung der Rechnung (seitens der ***L*** GmbH) keine Ähnlichkeit mit den identen Unterschriften laut Musterfirmazeichnungserklärung und Abtretungsvertrag, wird auf das diesbezüglich oben unter ***J*** Gesagte verwiesen. Hatten die Ermittlungen des Masseverwalters den Geschäftsführer der Bf. zur Anmeldung der 49 bei der ***L*** angemeldet gewesenen Eisenbieger (davon sind 41 Dienstnehmer der beiliegenden Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009) bei der Bf. veranlasst und führte diese etwa doppelt so hohe Eisenbiegerbelegschaft (wenn man von der Annahme ausgeht, die ***L*** wäre eine leistungserbringende GmbH gewesen!), dass weder binnen Wochen noch binnen Monaten zur Aufstockung auf Angestelltenebene, dient das als Dokumentation der Funktionsfähigkeit des Zumeldungskarussells. Hinter der Person des mit einem gefälschten Reisepass des *** ***L*** Aufgetretenen, der die Funktion als Alleingesellschafter und -geschäftsführer der substanzlosen Einmann-GmbH hatte, existierte gemäß den obigen Feststellungen kein ***L*** - Betrieb, in den die Arbeiter eingegliedert sein konnten. Bezogen auf die von Oktober 2008 bis Jänner 2009 von den Eisenbiegern erbrachten Arbeitsleistungen 1. wäre, wenn man die Ermittlungen bzw. Ermittlungsergebnisse des Masseverwalters und die oben unter ***J*** GmbH angeführten polizeilichen Ermittlungen und weiterführenden Ermittlungen der Finanzverwaltung außer acht lassen würde, nicht zu erkennen a) wer b) durch welche Aktivitäten die ***L*** Handels GmbH geführt hatte. Verbindet man all diese Umstände mit den oben unter ***J*** GmbH angeführten Feststellungen - die die ***J*** GmbH, die ***L*** Handels GmbH und die ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. betreffen - passt die Vielzahl der sich auf die Bf. beziehenden Feststellungen und die sich auf *** ***S***, geb. ***R***, beziehenden Feststellungen nahtlos und widerspruchsfrei zusammen. Es ergibt sich ein jeden Zweifel ausschließendes deckungsgleiches Gesamtbild und wird bekräftigt durch das Geschehen im Zusammenhang mit den zuvor und danach eingeschaltet gewesenen GmbHs. Auf das oben unter ***J*** GmbH Gesagte wird verwiesen. Betreffend die ***L*** konnte festgestellt werden, wer durch welche Aktivitäten die 12. eingeschaltet gewesene GmbH "geführt" hatte (*** ***S***): *** ***S*** war faktischer Machthaber der ***J*** , ***L*** und ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. und fungierte als ***J*** -, ***L*** - und ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H.- Rechnungsaussteller gegen Provision. Die ***L*** GmbH hat die in den ***L*** GmbH- Rechnungen aufscheinenden Leistungen nicht erbracht. Die ***L*** GmbH (mit dem wahren Machthaber Wolfang ***S***) wurde von der Bf. als Zumeldungsfirma benutzt. Diese Feststellungen stehen der - auf Seite 9 des Erkenntnisses des Verwaltungsgerichtshofes angesprochenen - Schlussfolgerung entgegen, dass der Gesellschafter-Geschäftsführer der Bf. (wahrer) Machthaber der ***L*** GmbH war und über diese Gesellschaft Aufträge abgewickelt hat. Weiters war *** ***S*** Rechnungsaussteller für eine Reihe weiterer Personen - die Liste erstreckt sich auf 13 (!) verschiedene Rechnungsempfänger. Die Zusammenschau der Feststellungen betreffend die 4 im Jahr 2008 eingeschaltet gewesenen GmbH ergibt u.a.:  ausländischer Alleingesellschafter und -geschäftsführer bei allen 4 GmbHs im Firmenbuch eingetragen (wie bei allen GmbHs der Jahre 2006 und 2007)  Zeitraum zwischen erstmaliger Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes und Unterzeichnung des Abtretungsvertrages, der zur Eintragung als Gesellschafter-Geschäftsführer führte: 2 Tage, Wohnsitz danach: 1 Tag, 11 Tage, Wohnsitz danach: 13 Tage, 1 Tag in Österreich gemeldet (vergleichbar den Jahren 2006 und 2007)  Substanzlosigkeit (auf Grund vorhandener Angabe im Abtretungsvertrag) bei 2 GmbHs  Unterschriftenfälschungen bei 3 der 4 GmbHs  Aufgeben des inländischen Wohnsitzes bei allen 4 GmbHs (wie bei allen GmbHs der Jahre 2006 und 2007)  Konkurs und amtswegige Löschung bei allen 3 GmbHs (wie bei allen GmbHs der Jahre 2006 und 2007)   13. *** ***M*** HandelsgmbH erste Eingangsrechnung: 16. Februar 2009, letzte Eingangsrechnung: 12. Juni 2009 1. Betreffend die *** ***M*** Handels GmbH als Subunternehmer erwog das Bundesfinanzgericht im Erkenntnis vom 27.04.2015, RV/7100326/2013: *** ***M*** Handels GmbH (2009) Rechnungen (Adresse Wien) an die Bf. wurden von 30. April 2009 bis 24. Juli 2009 i.H.v. gesamt € 22.100,- gelegt. Vorgelegt wurde laut Bf. in Entsprechung der Aufforderung zur Empfängernennung folgende Unterlagen, die die Existenz der *** ***M*** Handels GmbH rechtfertigen sollen: - Ein Firmenbuchauszug vom 23. Jänner 2009; - eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Wiener Gebietskrankenkasse vom 3. Dezember 2008; - eine Kopie eines Personalausweises von ***2***; - ein ZMR-Auszug betreffend ***2***; - ein Bescheid des Magistrates der Stadt Wien über die Geschäftsführerbestellung vom 10. Juli 2007; - Steuerkontodaten vom 6. November 2008; - ein UID Nummernvergabebescheid (ohne Datum); - eine Verständigung des Magistrates der Stadt Wien über eine Standortverlegung vom 19. Jänner 2009, sowie 1 Mobiltelefonnummer als Nachweis, wie der Kontakt zur Firma gehalten worden sein soll. Den vorgelegten Unterlagen stehen nachfolgende Erhebungsergebnisse der Ap. bzw. des BFG gegenüber die gegen die Existenz der angeführten Firma sprechen: - Die Gesellschaft ist seit 29. Juni 2009 (Eintragung im Firmenbuch 8. Juli 2009) in Konkurs. Mehrere Rechnungen wurden nach Eröffnung des Konkurses ohne Wissen des Masseverwalters gelegt. - Nach Angaben des Masseverwalters war der Geschäftsführer bereits zu diesem Zeitpunkt unauffindbar und es fanden kriminalpolizeiliche Ermittlungen gegen die Firma bzw. deren Machthaber statt. - Das Unternehmen war nach Erhebungen des Masseverwalters (laut Information des Hauseigentümers) nie in der ***gasse, Wien, tätig. Es handelte sich um eine reine Scheinadresse. Es ist zwar zu Gesprächen mit der vorherigen Geschäftsführerin Z ***M*** gekommen, ein Mietvertrag wurde jedoch schlussendlich nicht abgeschlossen. - Die Musterzeichnung laut Firmenbuch stimmt nicht mit der Unterschrift auf dem Personalausweis überein. Keine der Unterschriften stimmt mit jenen auf den Kassenquittungen überein. - Die Unbedenklichkeitserklärung der Wiener Gebietskrankenkasse wurde mehrere Monate vor der Leistungserbringung an die Bf. und zu einem Zeitpunkt erstellt, als der Geschäftsführer der Subunternehmung mit dem die Bf. in Kontakt trat, ***2*** noch keine Funktion in dieser Unternehmung hatte. Die *** ***M*** Handels GmbH wurde am 26. Oktober 2011 aus dem Firmenbuch gelöscht. Die Unauffindbarkeit des Gf. der Subunternehmerin, die Nichtexistenz der Firma an der in den Rechnungen aufscheinenden Adresse sowie die Tatsache, dass die Kassaquittungen nicht von dem Gf. unterzeichnet worden war und keine ausreichende Erklärung, wer an dessen Stelle die Gelder in Empfang genommen hat gegeben werden konnte, die Tatsache, dass Rechnungen noch nach Eintritt der Insolvenz ausgestellt wurden sowie die übrigen Darstellungen des Masseverwalters waren ausreichend maßgebliche Gründe für die Annahme, dass die *** ***M*** Handels GmbH nicht Empfänger der Zahlungen war und die in den Rechnungen abgerechneten Leistungen nicht erbracht hat. 2. Zuvor hatte betreffend die *** ***M*** Handels GmbH als Subunternehmer der unabhängige Finanzsenat in der Entscheidung vom 06.05.2013, RV/1337-W/12, erwogen (VwGH-Beschwerde zur Zl. 2013/13/0071 eingebracht. Behandlung der Beschwerde mit Beschluss vom 31.7.2013 abgelehnt.): Die Bw wurde als Subunternehmerin von Generalunternehmern mit der Durchführung von Bauarbeiten bei verschiedenen Großprojekten betraut, wobei die Bw Bauarbeiten wiederum durch Dritte durchführen ließ. Als Subunternehmer der Bw wurde der Abgabenbehörde gegenüber eine Vielzahl vermeintlicher Unternehmen genannt. Die Außenprüfung hat - und hier ist auf den oben wiedergegebenen Außenprüfungsbericht sowie die Stellungnahme des Außenprüfers zu verweisen - in einem aufwendigen Verfahren, das in 12 Aktenordnern dokumentiert ist und durch Ermittlungsergebnisse der Kriminalpolizei gestützt wird, festgestellt, dass von der Bw als Vertragspartner genannten Subunternehmen Scheinunternehmen waren und die an die Bw erbrachten strittigen Leistungen tatsächlich nicht von diesen Scheinunternehmen, sondern von Dritten erbracht wurden. Die von der Bw gewählte Konstruktion habe dem Sozialversicherungs- und Steuerbetrug gedient. Hinsichtlich der einzelnen strittigen Scheinunternehmen sowie der die jeweiligen Feststellung, dass es sich nicht um ein real existierendes, sondern um ein Scheinunternehmen handelt, stützenden Ermittlungsergebnisse wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den oben wiedergegebenen Außenprüfungsbericht sowie die Stellungnahme des Außenprüfers zu verwiesen. 3. Der (Lohnsteuer)Bericht vom 10. September 2009 betreffend die *** ***M*** HandelsgmbH enthält folgende Sachverhaltsdarstellung: Außer den Lohnkonten 2009 für 30 Dienstnehmer wurden keinerlei Unterlagen vorgelegt. Bei der Wiener GKK sind für den Zeitraum 2009 147 Dienstnehmer gemeldet. Die meisten Dienstnehmer wurden per März u. April angemeldet. Es wurden lediglich die Lohnkonten 2009 von 30 Dienstnehmern durch die ehemalige Steuerberatung ... vorgelegt. 4. Bis Mai 2008 waren bei der *** ***M*** drei Dienstnehmer angemeldet - Wirtschaftsklasse Cafehäuser (Sozialversicherungsabfrage); Gegenstand des Unternehmens war laut der Erklärung über die Errichtung der GmbH u.a. das Gastgewerbe mit allen seinen Betriebsformen, insbesondere der Betrieb der Cafe-Konditorei P. 5. Seitens der *** ***M*** Handels GmbH wurden betreffend das Jahr 2008 keine Steuererklärungen eingereicht und ergingen (am 17. Juni 2013) Schätzungsbescheide (Einkünfte aus Gewerbebetrieb € 0,00) (Abgabeninformationssystemabfrage). 6. Als Alleingesellschafter und -geschäftsführer der *** ***M*** Handels GmbH wurde im Firmenbuch ein Ausländer, ***2***, ungarischer Staatsangehöriger, auf Grund eines am Tag der erstmaligen Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes unterzeichneten Abtretungsvertrages (am 23. Dezember 2008) eingetragen. 7. Mit Wirksamkeit vom 12. Jänner 2009 wurde die Verlegung des Betriebes des Gewerbes: Räumungen wertlosen Gutes aus Wohnungen, Häusern, Kellern, Dachböden, Höfen, Garagen, Geschäftslokalen und Industrieanlagen unter Ausschluss der dem Handelsgewerbe und Handelsagenten, Güterbeförderungsgewerbe und sonstigen reglementierten Gewerben vorbehaltenen Tätigkeiten (Entrümpler), nach Wien, angezeigt und mit 19. Jänner 2009 in das Gewerberegister eingetragen (Verständigung an die ***M***). 8. Am 24. Jänner 2009 hatte die *** ***M*** Handels GmbH bei der GKK - wie in den Wochen davor - keinen Dienstnehmer angemeldet Am 25. Jänner 2009 wurde der erste Dienstnehmer, ein Arbeiter, angemeldet, am 2. Februar 2009 weitere Dienstnehmer. Fünf Wochen danach, am 10. März 2009 waren 52 Dienstnehmer gemeldet und am 1. Juni 2009 86 Dienstnehmer. 9. Keiner der Dienstnehmer, die zuvor bei der ***L*** bei der GKK angemeldet waren, wurde bei der *** ***M*** Handels GmbH als Dienstnehmer bei der GKK angemeldet. Die 43 zuvor - bis 27. Februar 2009 - bei der ***L*** bei der GKK angemeldet gewesenen Dienstnehmer der beiliegenden Aufstellung GKK-Anmeldungen 2006 bis 2009 wurden - von zwei Ausnahmen abgesehen (welche Dienstnehmer bei der S. Bau angemeldet wurden) - ab 02. März 2009 bei der Bf. bei der GKK angemeldet. 10. Fünf Wochen danach, am 30. Jänner 2009, wurde ein Bauvertrag angefertigt und datieren die ersten 7 Eingangsrechnungen vom 16. Februar 2009 mit einem Betrag von insgesamt € 88.953,87. 11. Als Geschäftsanschrift der GmbH und als Wohnanschrift des als Alleingesellschafter und -geschäftsführer eingetragenen ***2*** wurden idente Anschriften angegeben und gab es mit der ehem. Gesellschafterin-Geschäftsführerin lediglich Gespräche betreffend eine Anmietung durch die GmbH oder ***2***, die Wohnung wurde jedoch weder an die GmbH noch an ***2*** vermietet. 12. Von 09. Februar 2009 bis 31. Mai 2009 war Ing. P.M. Angestellter der *** ***M*** Handels GmbH (Versicherungsdatenauszug), von 26. Mai 2009 bis 1. Juni 2009 war er gewerberechtlicher Geschäftsführer. Konkrete Handlungen setzte er im Betrieb keine, "da es für mich keine Arbeiten gab, ich aber aufgrund meiner finanziellen Situation und in Ermangelung von Alternativen auf die Gehaltszahlung, welche ich pünktlich am 1. des Monats bekommen habe, angewiesen war. Ich erhielt die Zahlung in bar, da ich aufgrund des Schuldenregulierungsverfahren kein Konto hatte." Die Frage, ob er, Ing. P.M., je am Firmenstandort Wien war, verneinte er. 13. Die Unterschrift der Fertigung des Anbotschreibens (seitens der *** ***M*** HandelsgmbH) weist weder eine Ähnlichkeit mit den Unterschriften laut Musterfirmazeichnungserklärung, Umlaufbeschluss vom 23. Dezember 2008 und Reisepass noch mit der Unterschrift auf dem Bauvertrag auf. Die Unterschriften auf dem Bauvertrag und der Musterfirmazeichnungserklärung sind in einem Ausmaß ähnlich, sodass nicht gesagt werden kann, dass bzw. ob diese beiden Unterschriften von derselben Person geleistet worden sind. Gleiches gilt betreffend die klein ausgeführte Unterschrift auf dem Reisepass. 14. ***1*** gibt in der Vernehmung v. 2.11.09 an, dass ***2***, der GF der Fa. "***" ***M*** Handels GmbH über Auftrag der ***1*** Brüder Unterschriften leistete und Geld behob (Aktenvermerk Fa. *** ***M*** Handels GmbH). Vom 16. Februar 2009 bis 29. Juni 2009 war X ***1*** als Arbeiter der *** ***M*** Handels-GmbH gemeldet, vom 03. März bis 29. Juni 2009 Y ***1*** (Versicherungsdatenauszug). 15. Die Rechnung, Rechnungsnummer: 123/2009, vom 16. April 2009 hat folgenden Inhalt: ,,***'' ***M*** HandelsgmbH Wien FN: 27... UID-Nr.: ATU 624... Steuernummer: 040/... Kontonummer: ... Bankverbindung: BLZ: .... Wien, 16.04.2009 Firma (Bf.) Rechnungsnummer: 123/2009 Leistungszeitraum Mo. 04/2009 Bauvorhaben L... | Leistung | Menge | EH | EP | Summe | Stabstahl | 13.887,38 | kg | 0,210 | € 2.916,33 | Endsumme |   |   |   | € 2.916,33 Übergang der Steuerschuld gem.§ 19 Abs. 1a USTG 1194 lt. Abgabenänderungsgesetzt 2002(BGBL.Nr.132/2002 vom 13.08.2002)hin Die weiteren Rechnungen vom 16. April 2009 haben folgende Inhalte: | Datum | Re.Nr. | Inhalt | 16.04.2009 | 124 | Stabstahl BSTG + DS Element Decke | 16.04.2009 | 125 | Stabstahl | 16.04.2009 | 126 | Stabstahl | 16.04.2009 | 127 | Stabstahl | 16.04.2009 | 128 | Stabstahl | 16.04.2009 | 129 | Stabstahl | 16.04.2009 | 130 | Stabstahl Die *** ***M*** HandelsgmbH- Rechnung an die Wiener Fa. LA..., Rechnungsnummer: 123, vom 30. April 2009 hat folgenden Inhalt: *** ***M*** HandelsgmbH Wien, Tel: 0... Firma LA... (Wiener Anschrift) RECHNUNG: 123 Wien, 30.04.2009 LW 16 / 2009 Objekt: 1... Schwarzdeckerarbeiten Abtragen der Wärmedämmung und Blechdach, Schutt und Flachdach auf Deponie verführen. 1-lagig EKV5 geflämmt + HZ. | 1 x | Pauschalpreis | 1.100,00 | 1.100,00 | l | NETTO | kg | 1.100,00 |   | GESAMT |   | 1.100,00 Die Steuerschuld wird gemäß § 19 Abs. 1a USTG 1994 vom Empfänger der Leistung geschuldet. Zahlbar nach Erhalt der Rechnung Bankverbindung: ... Konto-Nr. ... BLZ ... Handelsgericht Wien: FN ... St.-Nr.1... UID-Nr.ATU ... Die weiteren *** ***M*** HandelsgmbH- Rechnungen an die Wiener Fa. LA... haben folgende Inhalte: | Datum | Re.Nr. | Inhalt | 30.04.2009 | 121 | Schwarzdeckerarbeiten | 30.04.2009 | 125 | Schwarzdeckerarbeiten | 30.04.2009 | 128 | Schwarzdeckerarbeiten | 03.07.2009 | 209 | neuer Anstrich auf altem Blechdach | 15.07.2009 | 213 | Abtragung alter Dachziegel und Holzlatten | 15.07.2009 | 214 | Schwarzdeckerarbeiten | 24.07.2009 | 211 | Flachdach abdichten, flämmen   16. ***, ein kroatischer Staatsbürger, auf einer Baustelle in Oberösterreich bei Vollwärmeschutz-Arbeiten an der Fassade eines Einfamilienhauses vom Team Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung am 16. Juni 2009 kontrolliert, gab an, dass sein Arbeitgeber die Fa. *** ***M*** HandelsgmbH aus Wien ist, und dass er zur Fa. ***M*** "über einen Kollegen (gekommen ist), er heißt David - sonst weiß ich keinen Namen. Ich glaube er ist dort Bauleiter. Wir haben uns bei einer Tankstelle getroffen und alles ausgemacht. ... Frage: Waren Sie od. die Kollegen bereits einmal bei der Firma in Wien? Antwort: Nein. Frage: Wie erfolgt die Lohnauszahlung? Antwort: Das erledigt David von Fa. ***M***. Wir vereinbaren einen Treffpunkt, meist einmal im Monat. Dann erhalten wir den Lohn in bar." (Niederschrift, aufgenommen mit *** am 16. Juni 2009). ***, er hatte 2009 seinen Wohnsitz (wie seit seiner Einreise nach Österreich) in der Nähe von Graz, war im Jahr 2009 beschäftigt wie folgt (Abgabeninformationssystemabfrage): | 3 (2) | 0101-3103 | ARBEITSMARKTSERVICE ÖSTERRE ALG | 69 (4) | 2608-2608 | BUAK | 3 (2) | 1812-3112 | ARBEITSMARKTSERVICE ÖSTERRE ALG 17. Der Zeitraum zwischen der ersten und der letzten Eingangsrechnung beträgt 4 Monate. 18. Der Konkurs wurde 2 Wochen nach der letzten Eingangsrechnung - am 25. Februar 2009 - eröffnet, in der Folge kam es zur amtswegigen Löschung wegen Vermögenslosigkeit. 19. Der inländische ***2***- Wohnsitz wurde 3 Wochen vor Konkurseröffnung bzw. 2 Wochen vor der mit 12. Juni 2009 datierten letzten Eingangsrechnung abgemeldet. Aus den seitens der Bf. vorgelegten Unterlagen bzw. erhobenen Einwendungen ergibt sich Folgendes: Am 30. Jänner 2009 wurden 5 Auftragsbestätigungen mit der Passage erstellt: Es dürfen nur den österreichischen Gesetzen entsprechend angemeldete Arbeitskräfte eingesetzt werden. Auf die obigen diesbezüglichen Ausführungen zu den davor eingeschaltet gewesenen GmbHs wird verwiesen. Am 24. Februar und 27. April 2009 stellte das Finanzamt Wien 8/16/17 folgende Bescheinigungen an die *** ***M*** HandelsgesmbH aus: Es wird bescheinigt, dass gegen *** ***M*** Handels- GmbH, Anschrift ... gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen. Diese Bescheinigung dient für Auftraggeber. Diesen Bescheinigungen stehen die Umstände der Pkte 3., 5. und insbesondere 14. gegenüber. Am 03. Dezember 2008 und 23. Februar 2009 richtete die Wiener GKK eine Unbedenklichkeitsbescheinigung an die *** ***M*** Handels- GmbH: Die Wiener GKK bestätigt, dass der im Betreff genannte Dienstgeber der Verpflichtung zur Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge ... nachgekommen ist. Es bestehen keine Beitragsrückstände. Diesen beiden Bescheinigung liegt der Umstand zugrunde, dass die Anmeldung der ersten Arbeiter (von 1 Arbeiter abgesehen, der am 25. Jänner 2009 angemeldet wurde) erst im Laufe des Februar 2009 bei der ***M***, wie oben angeführt, erfolgt war. Vorgelegt wurde eine dritte "Wiener GKK"- Bescheinigung mit der Datierung "15.06.2009": Waren am 10. März 2009 52 Dienstnehmer gemeldet und am 1. Juni 2009 86 Dienstnehmer, stellt sich die Frage, ob es Mitte Juni 2009 tatsächlich noch zur Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung kam. Die Überprüfung ergibt Folgendes: Diese "Bescheinigung" gleicht - mit Ausnahme der Datierung - der Bescheinigung vom 23. Februar 2009: Abgesehen vom Datum ist der Inhalt ident: | Ihr Zeichen | [blank] | Ihre Nachricht vom | Vorsprache | Unser Zeichen | BE-1946 4075 Schw | Durchwahlklappe | 2350 | Faxdurchwahl | 2540 | Wien, | [einzig nicht ident] Betrifft: Ordnungsgemäße Entrichtung von Beiträgen ... Mit vorzüglicher Hochachtung WIENER GEBIETSKRANKENKASSE Abteilung Beitragseinhebung [Unterschrift] Die Unterschriften sind zu 100% ident UND befinden sich an exakt der gleichen Stelle oberhalb der Passage: Mit vorzüglicher Hochachtung WIENER GEBIETSKRANKENKASSE Abteilung Beitragseinhebung Bei den weiteren Bescheinigungen desselben Bediensteten der WrGKK: a) an die ***F*** Handels GmbH vom 30. Oktober 2006 (unser Zeichen ... Schw.; Durchwahlklappe 2350) und b) an die ***D*** Handels GmbH vom 01. Juni 2006 (unser Zeichen ... Schw.; Durchwahlklappe 2350) sind die Unterschriften weitgehend ähnlich aber nicht annähernd ident und befinden sich (auch) NICHT an der gleichen Stelle oberhalb der Passage: Mit vorzüglicher Hochachtung ... und erweist dadurch die vorgelegte "Bescheinigung" mit der Datierung: "15.06.2009" als Fälschung. Einzig die Datierung wurde gefälscht (ein anders Datum in die Februar- Bescheinigung hineinkopiert). Am 23. Juni 2009 wurde folgendes *** ***M*** - Schreiben an die Bf. erstellt (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a72): Betrifft:Kündigung Vertrag vom 30.01.2009 Sehr Geerte Damen und Herren! Hiermit müssen wir Ihnen leider mitteilen,dass wir gezwungen sind den bestehenden SUB-Vertrag vom 30.01.2009 mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Aufgrund der Wirtschafts-&Auftragslage,z.B.: unregelmäßige Aufträge von Ihnen,wo wir unsere leute nicht täglich einsetzen können mussten wir sämtliche Mitarbeiter abmelden. Wir Bitten im Verständnis!!! Mit freundlichen Grüßen (Unterschrift und Stampiglie) Die Unterschrift der Fertigung des Schreibens, lesbar wie: Pr..., weist weder eine Ähnlichkeit mit den Unterschriften laut Musterfirmazeichnungserklärung, Umlaufbeschluss vom 23. Dezember 2008 und Reisepass noch mit der Unterschrift auf dem Bauvertrag oder dem Anbotschreiben auf. Auf den die Unterschriften betreffenden Pkt. 12. wird verwiesen. Mit 30. Juni 2009 wurden, abgesehen von einem am 06. Juli 2009 abgemeldeten Arbeiter, sämtliche Dienstnehmer bei der GKK abgemeldet. Am 23. April und 07. Juni 2009 wurden folgende I. Baustahl- Aufstellungen erstellt (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilagen a73, a74): [vgl. die obigen Aufstellungen betreffend die ***I*** mit gleichen Inhalten] Am 27. März 2009 wurde folgendes Bauservice- F. Abnahmeprotokoll erstellt (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a75): [vgl. das obige Abnahmeprotokoll betreffend die ***G*** mit gleichen Inhalten] Das Aufmaßblatt Firma: ***M***, Zeitraum 03/09, wurde erstellt wie folgt (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a76): [vgl. das obige Aufmaßblatt betreffend die ***C*** mit gleichen Inhalten] Diese Unterlagen lassen erkennen, a) dass Arbeiten (für die I. Baustahl bzw. die Bauservice) verrichtet wurden, nicht jedoch, von wem die Arbeiten verrichtet wurden und b) dass Rechnungen '*** ***M*** HandelsgmbH' erstellt wurden. Bei der *** ***M*** handelt es sich um die 13. im Prüfungszeitraum der Außenprüfung eingeschaltet gewesene GmbH und wird auf die obigen Feststellungen betreffend die davor eingeschaltet gewesenen GmbHs verwiesen. Auf die hinzutretenden zusätzlichen Feststellungen wird verwiesen. Ist das Bundesfinanzgericht in der oben unter Pkt. 1. angeführten Entscheidung zur Ansicht gelangt, dass die *** ***M*** Handels GmbH die in den Rechnungen abgerechneten Leistungen nicht erbracht hat und ist der unabhängige Finanzsenat davor in der oben unter Pkt. 2. angeführten Entscheidung, ebenfalls betreffend die *** ***M*** , zur Ansicht gelangt, dass die gewählte Konstruktion dem Sozialversicherungs- und Steuerbetrug gedient hat (der Verwaltungsgerichtshof lehnte die Behandlung der Beschwerde ab), gilt es zu beurteilen, ob die *** ***M*** HandelsgmbH die in den *** ***M*** HandelsgmbH- Rechnungen aufscheinenden Leistungen erbracht hat oder nicht erbracht hat und steht letztere Beurteilung mit den o.a. Entscheidungen im Einklang. Gegen eine Leistungserbringung durch die *** ***M*** spricht,  dass betreffend die GmbH die unter den Pkten 4. bis 6. angeführten Verhältnisse vorlagen (bis Mai 2008 drei Dienstnehmer, dann keine mehr usw.).  dass im Firmenbuch als Alleingesellschafter und -geschäftsführer ein Ausländer auf Grund eines am Tag der erstmaligen Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes unterzeichneten Abtretungsvertrages eingetragen wurde.  dass als Geschäftsanschrift der GmbH und als Wohnanschrift des als Alleingesellschafter und -geschäftsführer eingetragenen V. ***2*** idente Anschriften angegeben wurden, es mit der ehem. Gesellschafterin-Geschäftsführerin lediglich Gespräche betreffend eine Anmietung durch die GmbH oder ***2*** gab, die Wohnung jedoch weder an die GmbH noch an ***2*** vermietet wurden, somit sowohl die Geschäftsanschrift der GmbH als auch die Wohnanschrift des als Alleingesellschafter und -geschäftsführer Eingetragenen im Dunkeln blieb.  dass es nach der Eintragung des V. ***2*** zu einem explosionsartigen Anstieg der Anmeldung von Dienstnehmern bei der GKK kam (am 24. Jänner 2009, wie in den Wochen davor, kein Dienstnehmer, am 10. März 2009 52 Dienstnehmer).  dass Ing. P.M., von 09. Februar bis 31. Mai 2009 als Angestellter bei der *** ***M*** Handels GmbH bei der GKK angemeldet, von 26. Mai 2009 bis 1. Juni 2009 gewerberechtlicher Geschäftsführer war und keine 'konkreten Handlungen im Betrieb' setzte, "da es für mich keine Arbeiten gab, ich aber aufgrund meiner finanziellen Situation und in Ermangelung von Alternativen auf die Gehaltszahlung [der dem Finanzamt übermittelte Lohnzettel weist betreffend den o.a. Zeitraum Gehaltszahlungen von insgesamt € 1.550,00 aus], welche ich pünktlich am 1. des Monats bekommen habe, angewiesen war und nie am Firmenstandort Wien, war.  dass ***2***, im Firmenbuch eingetragener Geschäftsführer der *** ***M*** , laut A. ***1*** über Auftrag der ***1*** Brüder Unterschriften leistete. Dies erklärt, dass im Firmenbuch als Alleingesellschafter und -geschäftsführer der dienstnehmerlosen GmbH ein Ausländer, wie oben festgehalten, auf Grund eines am Tag der erstmaligen Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes unterzeichneten Abtretungsvertrages eingetragen wurde und dass als Geschäftsanschrift der GmbH und als Wohnanschrift des als Alleingesellschafter und -geschäftsführer Eingetragenen idente Anschriften angegeben wurden und es mit der ehem. Gesellschafterin-Geschäftsführerin lediglich Gespräche betreffend eine Anmietung durch die GmbH oder ***2*** gab, die Wohnung jedoch weder an die GmbH noch an ***2*** vermietet wurde. Nahm ***2*** seine Funktion als im Firmenbuch eingetragener (Allein)Geschäftsführer bspw. bei Unterfertigung der Musterfirmazeichnungserklärung und des Bauvertrages wahr, bestehen bei dieser GmbH - anders als bei den anderen GmbHs - abgesehen vom Anbotschreiben keine augenfälligen Unterschriftenunterschiede. Diese Umstände stimmen mit der Angabe des ***1*** überein, dass ***2***, der GF der Fa. "***" ***M*** Handels GmbH über Auftrag der ***1*** Brüder Unterschriften leistete.  dass sämtliche an die LA... gerichteten Rechnungen Schwarzdeckerarbeiten, keine Eisenbiegerarbeiten, beinhalten.  dass die 2 Wochen nach der an die Bf. gerichteten Rechnung an die LA... gerichtete Rechnung die gleiche Rechnungsnummer 123 (ohne Beisetzung des Jahres 2009) beinhaltet.  dass die Rechnungsköpfe der an die Bf. gerichteten Rechnung und der an die LA... gerichteten Rechnung dreifach voneinander abweichen: - deutlich unterschiedliche Größen: *** ***M*** ... - ,,***M***" / ***M*** - Anschrift und Tel im rechtsseitigen Block / unterhalb ***M*** Gru...  dass die Leistungsblöcke und das Rechnungsende der an die Bf. gerichteten Rechnung und der an die LA... gerichteten Rechnung vielfach voneinander abweichen: - Rechnungsnummer / RECHNUNG: - Leistungszeitraum / nur: LW - Bauvorhaben / nur: Objekt: 1... - Rubriken: Leistung, Menge, EH, EP und Summe / 1 x Pauschalpreis, Betragsangaben - Endsumme und € / NETTO GESAMT ohne € - Übergang der Steuerschuld .. / Die Steuerschuld ... - Bankverbindung usw. im Block oben rechts / Bankverbindung usw. am Rechnungsende  dass der Vollwärmeschutz-Arbeiten an einer Einfamilienhaus-Fassade auf einer Baustelle in Oberösterreich ausführende (vom Team Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung kontrollierte) Arbeiter, ein kroatischer Staatsbürger, angab, sein Arbeitgeber sei die Fa. *** ***M*** HandelsgmbH aus Wien. Im Vergleich mit der in Rede stehenden Einschaltung dieser GmbH ist zweierlei auffällig: - Das Vorliegen einer anderen Leistungsart: Vollwärmeschutz-Arbeiten an der Fassade eines Einfamilienhauses (und keine Eisenbiege-Arbeiten - im Anbotschreiben an die Bf. ist angeführt, dass das Unternehmen hauptsächlich spezialisiert ist auf Zimmererarbeiten sowie Eisenbiegerarbeiten) - eines anderen örtlichen Einsatzbereiches: eine oberösterreichische Baustelle. Hinzu kommt, dass betreffend *** von der *** ***M*** Handels GmbH kein Lohnzettel an das Finanzamt übermittelt wurde (Abgabeninformationssystem) und dass er bei der GKK bei der *** ***M*** Handels GmbH als Arbeiter vom 01.04.2009 bis 29.05.2009 (2 1/2 Wochen vor der Kontrolle) gemeldet war. Auf Grund dieser Umstände kann auch unter Bedachtnahme auf die Angaben des Vollwärmeschutz-Arbeiten in Oberösterreich ausführenden Fassaders Art und Ausmaß einer betrieblichen Organisationsstruktur bei der *** ***M*** Handels GmbH nicht festgestellt werden: Ausgehend von den beiden Entscheidungen des BFG und des UFS - beide Male war das Ergebnis der Erwägungen, dass die *** ***M*** Handels GmbH die in den Rechnungen abgerechneten Leistungen nicht erbracht hat - besteht bei Berücksichtigung der obigen Punkte und der Verhältnisse bei den vorgegangenen und nachfolgenden GmbHs, auch im vorliegenden Fall kein Zweifel daran, dass die *** ***M*** Handels GmbH auch die in den hier zu beurteilenden Rechnungen abgerechneten Leistungen nicht erbracht hat. Im Übrigen ist (wie betreffend die zuvor und danach eingeschaltet gewesenen GmbHs; vgl. oben und unten) nicht zu erkennen, dass eine der *** ***M*** Handels GmbH zuzuordnende betriebliche Organisationsstruktur vorhanden war. 14. ***N*** Express Transport Dienst GmbH erste Eingangsrechnung: 01. Juli 2009, letzte Eingangsrechnung: 15. Juli 2009 1. Als Alleingesellschafter und -geschäftsführer der ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH (die sich seit 15. April 2008 laut Firmenbuch in Liquidation befand) wurde im Firmenbuch ein Ausländer, Dezsö K., ungarischer Staatsangehöriger, auf Grund eines am Tag der erstmaligen Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes unterzeichneten Abtretungsvertrages (am 27. November 2008) eingetragen. 2. Betreffend den Mietvertrag: 'Immobilientreuhandkanzlei Hauseigentümer(in) vertreten durch Dr. ***3***, ... als Vermieter(in) und Firma ***N*** ... als Mieter(in)' (mit demselben Datum wie die Unterzeichnung des Abtretungsvertrages ) konnte die im Mietvertrag angegebene Immobilientreuhandkanzlei ***3*** nicht gefunden werden und war die Firma der Hausverwaltung völlig unbekannt. Im Mietvertrag fehlt die Angabe, welche Wohnung im Hause Nr. 34, Stiege 2, angemietet werden soll: beide Rubriken: 'Stock ..., Tür ...' wurden blank gelassen. Als Geschäftsanschrift der GmbH und als Wohnanschrift des als Alleingesellschafter und -geschäftsführer eingetragenen Dezsö K. wurden idente Anschriften angegeben. 3. Der bezogen auf den (am 4. Juni 2009 angefertigten) Bauvertrag 6 Monate zurückliegende Abtretungsvertrag (vom 27. November 2008), bezogen auf die erste Rechnungslegung am 01. Juli 2009 7 Monate, weist den Abtretungspreis in Höhe von € 4.000 aus. Seitens der ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH wurden betreffend das Jahr 2008 keine Steuererklärungen eingereicht und ergingen Schätzungsbescheide (Einkünfte aus Gewerbebetrieb € 0,00), betreffend das Jahr 2007 war ein Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen für Lieferungen und sonstige Leistungen (einschließlich Anzahlungen) in Höhe von € 0,00 erklärt und veranlagt worden (Abgabeninformationssystemabfrage). 4. Die ***N*** hatte im gesamten Jahr 2008 keinen Dienstnehmer angemeldet. Am 10. März 2009 wurde der erste Dienstnehmer, ein Angestellter, angemeldet und wurde dieser am 15. April 2009 abgemeldet. Die ersten Arbeiter, 10 Arbeiter, wurden am 22. April 2009 angemeldet, weitere 14 am folgenden Tag. Am 01. Juli 2009 waren 55 Dienstnehmer gemeldet (Sozialversicherungsabfrage). 5. In zeitlicher Nähe zur letzten *** ***M*** HandelsgmbH- Eingangsrechnung (vom 12. Juni 2009) wurde (am 04. Juni 2009) ein Bauvertrag angefertigt und datieren die ersten 5 Eingangsrechnungen vom 01. Juli 2009 mit einem Betrag von insgesamt € 73.570,73. 6. Am 01. Juli 2009 wurden bei der ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH 19 Dienstnehmer angemeldet, die alle bis 30. Juni 2009, einen Tag davor, bei der *** ***M*** angemeldet waren. 7. Passagen der Anbotschreiben ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH und *** ***M*** HandelsgmbH sind ident (idente Passagen in Kursivschrift): "Wir sind ein Unternehmen aus dem 19.Wiener Gemeindebezirk und möchten uns bei Ihnen für Baumeisterarbeiten vorstellen. Wir bestehen in dieser Form seit dem 27.11.2008 und verfügen über qualifiziertes Personal, das wir ihnen für den Großraum Wien und Umgebung anbieten können. Unsere Facharbeiter verfügen über eine jahrelange Erfahrung, sodass Sie sich sicher sein können, das die Arbeiten immer präzise und genau ausgeführt werden. Sie können sicher sein, dass Ihre Erwartungen erfüllt werden, da es für uns Priorität ist, den Kunden zufrieden zu stellen. Im falle Ihres Interesses bitten wir Sie uns zu kontaktieren,um Sie bald als neuen Kunden begrüßen zu dürfen. Mit freundlichen Grüßen" 8. Die ***N***- Rechnungen (vgl. bspw. Rechnung Nr.: 105/2009, vom 30. Juni 2009) beinhalten eine Reihe von Merkmalen, die auch die *** ***M*** HandelsgmbH- Rechnungen beinhalten: die Punktsetzung nach der Gewichtsangabe "kg.", am Rechnungsende die Zitierung "gem.§ 19 Abs. 1A USTG" und "lt.Abgabenänderungsgesetzt". Die erstgenannten Merkmale beinhalten auch die ***D*** - und ***E*** -Rechnungen (vgl. oben). 9. Kein nach der Musterfirmazeichnung angefertigtes Schriftstück und die Stampiglie geben den Firmenwortlaut laut Firmenbuch und Musterfirmazeichnung wieder: ***N*** Express Transport Dienst GmbH bzw. ***N*** EXPRESS TRANSPORT DIENST GmbH statt ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH. 10. Das Abgabenkonto der ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH weist vom 21. November 2008 bis 15. Juli 2009 (letzte Eingangsrechnung) folgende Buchungen aus (Abgabeninformationssystemabfrage): 25.11.08 60 K 10-12/08 17.11.08 439,00 906,58 30.12.08 78 U 11/08 30.12.08 -283,33 623,25 02.03.09 78 U 01/08 0,00 78 U 02/08 0,00 78 U 03/08 0,00 78 U 04/08 0,00 78 U 05/08 0,00 78 U 06/08 0,00 78 U 07/08 0,00 *78 U 08/08 0,00 623,25 02.03.09*78 U 09/08 0,00 623,25 12.03.09 00 09.03.09 ERL -623,25 0,00 06.08.09 ... Seitens der ***N*** erfolgten (nach Eintragung des Dezsö K. und wie in den Jahren davor) keine L-, DB-, DZ- Meldungen an das Finanzamt (Abgabeninformationssystemabfrage). 11. Der Zeitraum zwischen der ersten und der letzten Eingangsrechnung beträgt 2 Wochen. 12. Der Konkurs wurde 2 1/2 Monate nach der letzten Eingangsrechnung eröffnet, in der Folge kam es zur amtswegigen Löschung wegen Vermögenslosigkeit. 13. Der inländische Dezsö K.- Wohnsitz wurde ca. 7 1/2 Monate nach Konkurseröffnung abgemeldet. Aus den seitens der Bf. vorgelegten Unterlagen bzw. erhobenen Einwendungen ergibt sich Folgendes: Am 04. Juni 2009 wurden 3 Auftragsbestätigungen mit der Passage erstellt (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a77): Es dürfen nur den österreichischen Gesetzen entsprechend angemeldete Arbeitskräfte eingesetzt werden. Auf die obigen diesbezüglichen Ausführungen zu den davor eingeschaltet gewesenen GmbHs wird verwiesen. Am 31. März 2009 stellte das Finanzamt Wien 9/18/19 Klosterneuburg folgende Bescheinigung an die ***N***-Express-Transport-Dienst GmbH aus (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a78): Es wird bescheinigt, dass gegen ***N***-Express-Transport-Dienst GmbH, Anschrift ... gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen. Diese Bescheinigung dient zur Vorlage bei [blank]. Die Bescheinigung liegt zeitlich vor der explosionsartigen Anmeldung von Dienstnehmern bei der GKK. Am 19. Mai 2009 richtete die Wiener GKK eine Unbedenklichkeitsbescheinigung an die ***N*** EXPRESS-TRANSPORT-DIENST GMBH (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a79): Die Wiener GKK bestätigt, dass der im Betreff genannte Dienstgeber der Verpflichtung zur Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge ... nachgekommen ist. Es bestehen keine Beitragsrückstände. Dieser Bescheinigung stehen die Umstände der Pkte. 4. und 10. gegenüber. Am 15. Juli 2009 erstellte die Bf. folgendes Schreiben (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a80): Betrifft: Kündigung Vertrag vom 04.06.3009 Sehr geehrter Herr K! Laut Ihrer Aussage, dass 70% Ihres Personals im Urlaub sind, und daher die Baustellen nicht besetzt werden können, sind wir gezwungen, den Vertrag vom 04.06.2009 mit sofortiger Wirkung zu kündigen! Falls uns somit Mehrkosten entstehen, werden wir diese in Rechnung stellen. Diesem Schreiben stehen die Umstände der Pkte. 6. bis 8. - und damit auch die gesamten Umstände bei der *** ***M*** - gegenüber und war am 29. Juni 2009, also zwei Wochen davor, zwecks Einschaltung der ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. der ***O***- Bauvertrag angefertigt worden (dazu vgl. unten). Am 01. Juli 2009 wurde folgende I. Baustahl- Aufstellung erstellt (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a81): [vgl. die obigen Aufstellungen betreffend die ***I*** mit gleichen Inhalten] Am 14. Juli 2009 wurde folgendes Bauservice- F. Abnahmeprotokoll erstellt (Schreiben vom 15. Februar 2018, Beilage a82): [vgl. das obige Abnahmeprotokoll betreffend die ***G*** mit gleichen Inhalten] Bei der ***N*** handelt es sich um die 14. im Prüfungszeitraum der Außenprüfung eingeschaltet gewesene GmbH und wird auf die obigen Feststellungen betreffend die davor eingeschaltet gewesenen GmbHs verwiesen. Gegen eine Leistungserbringung durch die ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH spricht,  dass die GmbH Ende November 2008 substanzlos war und im gesamten Jahr 2008 keinen Dienstnehmer angemeldet hatte.  dass im Firmenbuch ein Ausländer auf Grund eines am Tag der erstmaligen Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes unterzeichneten Abtretungsvertrages eingetragen wurde.  dass betreffend den Mietvertrag mit der ***N*** als Mieterin die im Mietvertrag angegebene Immobilientreuhandkanzlei nicht gefunden werden konnte, die Firma der Hausverwaltung völlig unbekannt war und es dem Mietvertrag im Übrigen an einem Nichtfestlegen auf eine bestimmte Wohnung mangelte.  dass als Geschäftsanschrift der GmbH und als Wohnanschrift des als Alleingesellschafter und -geschäftsführer eingetragenen Dezsö K idente Anschriften angegeben wurden und somit nach dem obigen Pkt. 2. sowohl die Geschäftsanschrift als auch die Wohnanschrift im Dunkeln blieben.  dass es nach der Eintragung des D. K zu einem explosionsartigen Anstieg der Anmeldung von Dienstnehmern bei der GKK kam (zuvor im gesamten Jahr 2008 kein Dienstnehmer, am 22. April 2009 erste Arbeiter, am 01. Juli 2009 55 Dienstnehmer).  dass Passagen der Anbotschreiben ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH und *** ***M*** HandelsgmbH im oben angeführten Ausmaß ident sind, wodurch steht fest, dass dem Anfertigenden das Anbotschreiben *** ***M*** HandelsgmbH zur Verfügung stand. Dieser Umstand zeigt, dass das ***N*** Express-Transport-Dienst GmbH- Anbotschreiben von einer Person mittels Vorlageverwendung des *** ***M*** - Anbotschreibens angefertigt wurde oder von einer Person veranlasst, durch das Zur-Verfügung-stellen der (*** ***M*** -)Vorlage, entstand. Dieser Umstand zeigt - wie die beiden anschließenden - und der weitere, dass am 01. Juli 2009 bei der ***N*** 19 Dienstnehmer angemeldet wurden, die alle bis 30. Juni 2009, einen Tag davor, bei der *** ***M*** angemeldet waren, das Fortsetzen der Malversationen bei der *** ***M*** bei der ***N***.  dass die ***N***- Rechnungen eine Reihe von Merkmalen beinhalten, die auch die *** ***M*** HandelsgmbH- Rechnungen beinhalten.  dass kein nach der Musterfirmazeichnung angefertigtes Schriftstück und die Stampiglie den Firmenwortlaut laut Firmenbuch und Musterfirmazeichnung wiedergeben.  dass seitens der ***N*** nach Eintragung des D. K (und wie in den Jahren davor) keine L-, DB-, DZ- Meldungen an das Finanzamt erfolgten.  dass (wie betreffend die zuvor und danach eingeschaltet gewesenen GmbHs; vgl. oben und unten) nicht zu erkennen ist, dass eine der ***N*** zuzuordnende betriebliche Organisationsstruktur vorhanden war. Das dargestellte Geschehen ist, insbesondere unter Bedachtnahme auf die Pkte. 6. bis 8., die Fortsetzung des Geschehens bei der *** ***M*** . Es lässt - bekräftigt durch das Geschehen im Zusammenhang mit den zuvor eingeschaltet gewesenen GmbHs - den Schluss zu, dass Dezsö K. wie sein Landsmann ***2*** als Strohmann eingesetzt worden ist, erfolgten doch die erstmalige Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes und die Eintragung als Alleingesellschafter und -geschäftsführer am selben Tag. Nahm er seine Funktion, wie (sein Landsmann) ***2*** bei der *** ***M*** Handels GmbH, als Strohmann wahr, bestehen bei dieser GmbH wie bei der *** ***M*** Handels GmbH - anders als bei 13 der anderen GmbHs - keine augenfälligen Unterschriftenunterschiede.   15. ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. erste Eingangsrechnung: 17. Juli 2009, letzte Eingangsrechnung: 18. September 2009 1. Als Alleingesellschafter und -geschäftsführer der ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. wurde im Firmenbuch "***10***", auf Grund des Auftretens einer Person mit gefälschtem Reisepass lautend auf den Namen ***10*** (slowakischer Staatsangehöriger) auf Grund eines am Tag der erstmaligen Anmeldung eines inländischen Wohnsitzes unterzeichneten Abtretungsvertrages (am 02. April 2009) eingetragen. Drei Monate zuvor (am 30. Dezember 2008) hatte Walter Johann Bartholner die gesamte Stammeinlage der GmbH übernommen und war Alleingesellschafter-Geschäftsführer der GmbH (Firmenbuchauszug mit historischen Daten). Der gleiche Umstand (der Eintragung eines Alleingesellschafter und -geschäftsführers auf Grund des Auftretens einer Person mit gefälschtem Reisepass) war bei der ***B*** , der ***J*** und der ***L*** gegeben. Am 02. April 2009 wurde - von ***9*** * (er war vom 04. Mai bis 01. September 2009 bei der ***O*** bei der GKK als Angestellter gemeldet) mit einem total gefälschten slowakischen Reisepass, welcher mit dem Lichtbild des ***9*** versehen war - unter dem Namen "***10***, slowakischer Staatsangehöriger", an der Anschrift 1100 Wien, ***gasse, ein Hauptwohnsitz angemeldet (Behördenanfrage aus dem Zentralen Melderegister, Tagesdatum: 29.03.2011 und Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien 013 Hv 42/14k). *** *** ***S*** lenkte von März 2009 bis Oktober 2009 alleine und ausschließlich die wirtschaftlichen Geschicke der ***O***, deren faktischer Geschäftsführer er war (Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien 013 Hv 42/14k). * betreffend M. ***9*** vgl. unten ***O*** Pkt. 4. 2. Im gesamten Jahr 2008 hatte die ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. einen Dienstnehmer, einen geringfügig beschäftigten Angestellten, angemeldet (Sozialversicherungsabfrage). 3. Am 18. März 2009 erteilte der Magistrat der Stadt Wiener Neustadt der ***O*** Handelsgesellschaft m.b.H. die Bewilligung zur Ausübung des Gewerbes Baumeister gemäß § 94 Z. 5 der GewO 1994 im Standort 2700 Wiener Neustadt, ... und genehmigt gleichzeitig die Bestellung des Herrn Ing. H... , wohnhaft in 74... zum Geschäftsführer (Bescheid vom 18.03.2009). 4. Die bezogen auf den am 29. Juni 2009 angefertigten Bauvertrag drei Monate zurückliegende Unterzeichnung des Abtretungsvertrages am 02. April 2009, bezogen auf die erste Rechnungslegung am 17. Juli 2009 dreieinhalb Monate, weist den Abtretungspreis in Höhe von EUR 3.000 (Stammeinlage ATS 950.000, hierauf geleistet ATS 950.000 - das sind EUR 69.039,19) aus. 5. Laut dem (vorgelegten) Firmenbuchauszug mit aktuellen Daten, Stichtag 4.5.2009, vertrat der Geschäftsführer die GmbH seit 02. April 2009, somit seit einem Monat und 2 Tagen. 6. Am 16. April 2009 wurden bei der ***O*** bei der GKK die ersten Arbeiter, 32 Arbeiter, angemeldet, 5 Tage danach, am 21. April 2009, weitere 32 Arbeiter. Am 01. Juli 2009 waren 55 Dienstnehmer gemeldet. 7.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/7101430/2017
ECLI
ECLI:AT:BFG:2018:RV.7101430.2017
Stammnummer
121985
Gültig
15.11.2018 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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