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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/7105311/2015

Lieferungen von Düngemitteln an österreichische Landwirte durch eine (österreichische) G.m.b.H. oder eine (polnische) sp. z o.o.?

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/7105311/2015vom 03.10.2019Teil 5 von 12
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

j. Bereits aus den oben genannten Ausführungen ersichtlich ist, dass die Firma ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. als eigenständige Rechtsperson nicht nur über die notwendige Infrastruktur verfügt, um die gesamten Rechtsgeschäfte eigenständig abzuwickeln, sondern, wie auch aus den Steuerklärungen ersichtlich ist, die bezughabenden Geschäfte in Polen ordnungsgemäß versteuert und dort selber die Steuern abführt. Alleine aus diesen Urkunden dokumentiert ist, dass ausschließlich die Firma ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. als Vertragspartner sämtlicher diesbezüglicher Kunden, sohin auch der gegenständlichen inländischen Landwirte auftritt, ein Vertrag lediglich im Rechtsverhältnis zwischen diesen Landwirten und der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. zustande kommt, die Ware von der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. als hiezu befugte Händler zugekauft, an das Lager in ***[24]*** geliefert wird und dort von den Kunden abgeholt bzw. der Transport von den Kunden organisiert wird (dazu später). Es gibt demzufolge keinen wie immer gearteten Hinweis darauf, dass die gegenständliche Tätigkeit durch die Firma ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. in Österreich ausgeübt wird. Es handelt sich dabei um reine Mutmaßungen der Behörde!!! Nur der guten Ordnung halber darauf hingewiesen wird, dass eine Reihe ausländischer Firmen derartige Transporte über eigene, ähnliche lose Verbindungen wie den hier gegenständlichen Einkaufsgemeinschaften organisieren. 2. Zum Bestellwesen: Wie bereits vom Einschreiter in seiner Einvernahme ausgeführt, bietet die ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o., die von ihr zu veräußernden Handelsware, nämlich den Dünger, in Form diverser Aktionen, sowohl über das Internet wie auch über Postwurfsendungen zum Verkauf an, wobei die jeweiligen Kunden die Bestellung entweder via Internet, via E-Mail, per Telefax oder aber telefonisch abgegeben können. Aufgrund des Umstandes, dass einem Großteil der Kunden bekannt ist, dass ***[10]*** ***[11]*** in Personalunion nicht nur Vorstandsvorsitzender der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o, sondern auch Geschäftsführer der ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. ist und in Österreich ausschließlich in dieser Eigenschaft Kontakt mit seinen Kunden hat, kommt es natürlich immer wieder vor, dass Kunden in Österreich Bestellscheine an Herrn ***[11]*** direkt übergeben, und zwar sowohl an seiner Privatadresse, am Filialsitz in ***[18]*** oder am Firmensitz in ***[3]*** und zwar je nachdem, in welcher räumlichen Nähe sich die Kunden zu diesen Firmen- bzw. zum Wohnsitz des Einschreiters befinden. Selbstredend nimmt Herr ***[10]*** ***[11]*** derartige Bestellscheine aber lediglich in seiner Eigenschaft als Vorstandvorsitzender der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. entgegen, zumal sämtlichen Kunden natürlich schon aufgrund des Bestellscheines bewusst ist, dass sie mit der Firma ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. in Polen kontrahieren, nicht aber mit der ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. Aus diesem Umstand kann aber keinesfalls der Schluss gezogen werden, die Firma ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. wickle die gegenständlichen Geschäfte ab. Diese reine Vermutung - das diesbezügliche Vorbringen der Behörde kann wohl nur als reine Vermutung behandelt werden - erscheint geradezu absurd, genauso wie es absurd erscheint, von einem Landwirten zu verlangen, vor allem wenn man die Mentalität diverser Landwirte kennt, ein Telefax oder ein E-Mail nach Polen zu schicken, wenn man sich in Kenntnis des Umstandes befindet, dass sich der Vorstandvorsitzende dieser Gesellschaft gerade in ***[18]***, ***[3]*** oder in ***[38]*** aufhält. Natürlich übergibt in derartigen Fällen ein Kunde auch wieder einmal einen solchen Bestellschein bei Herrn ***[10]*** ***[11]*** oder deponiert diesen in einer Filiale. Gerade darin liegt aber auch einer der Vorteile der Geschäftstätigkeit der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o., die insoweit natürlich von der Omnipräsenz seines Vorstandsvorsitzenden ***[9]***tiert, der es im Gegensatz zu einer Reihe sich vom Staat aushaltender Subjekte vorzieht, nahezu rund um die Uhr zu arbeiten, um sich dann im Ergebnis als ehrlicher Steuerzahler auch noch mit ungerechtfertigten Vorwürfen der Finanz konfrontiert zu sehen. Exemplarisch für das Bestellwesen legt der Einschreiter unter anderem einen bereits vorbereiteten Bestellschein bzw. einen Rundbrief über die Düngeaktion von 2013/2014, datiert mit 23.07 .2013 vor, Blg./12. Dieses oder ein ähnliches Formular dürfte der Behörde bereits vorliegen. In diesem Formular wird aber klar gestellt, dass • sich der Aktionspreis ab Lager der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. in ***[24]*** bezieht; • gefordert wird, für die Bestellung das Formular zu verwenden und dieses entweder bei der Einkaufsgemeinschaft oder auf dem Postweg oder per E-Mail an ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. weiterzuleiten und; • die Lieferung ausschließlich durch Bereitstellung der Ware für den Kunden am Firmensitz in ***[24]*** erfolgt. Es wird demzufolge im oben bezeichneten Punkt die Form der Lieferung definiert, sodass die Formulierung im nächsten Absatz unter den Zahlungskonditionen nicht schadet, wenn die ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. die Lieferung der Ware während eines bestimmten Zeitpunktes garantiert, zumal dieser Passus eben auf dem vorigen Absatz aufbaut, in dem die Lieferung durch Selbstabholung definiert wird. Auch den diesbezüglichen Rückschlüssen der Behörde im Zuge der Einvernahme, bei der sich bereits gezeigt hat, dass sämtliche dem Einsehreiter exkulpierenden Umstände ignoriert werden und geradezu krampfhaft versucht wird, ein Konstrukt abzuleiten, welches nicht existiert, spricht für sich. Im Übrigen ergibt sich aus dem Bestellschein selbst für jeden Laien und nicht Gebildeten von selbst, dass Vertragspartner ausschließlich die ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. wird. 3. Zu den Einkaufsgemeinschaften: Zweifellos verfügt die ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. auch deshalb unter anderem über eine Reihe von Kunden in Österreich, da die bezeichnete Gesellschaft aufgrund ihrer Kontakte im Osten sowie ihrer Infrastruktur in Polen in der Lage ist, Düngemittel etwas billiger anzubieten, denn österreichische Händler. Ein Grund dafür besteht unter anderem eben auch darin, nicht selbst den Transport nach Österreich für diese Kunden organisieren zu müssen, sondern die Ware ab Lager anzubieten. Aufgrund der besseren Preiskonditionen nehmen es die Kunden der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. jedoch gerne in Kauf, selbst den Transport über Speditionen bzw. Frächter zu organisieren. Um mühsame und aufwendige Einzeltransporte zu ersparen, haben sich die Landwirte jedoch territorial gesehen zu diversen losen Verbindungen zusammengeschlossen, welche im Jargon „Einkaufsgemeinschaften" genannte werden, ohne dass diesen „Einkaufsgemeinschaften" jedoch Rechtspersönlichkeit zukommt oder es sich um ein eigenständiges Rechtsobjekt handelt. Diese „Einkaufsgemeinschaften" kaufen auch nicht im herkömmlichen Sinne gemeinsam ein, respektive haben sich nicht zusammengeschlossen, um über einen gemeinsamen Einkauf bessere Konditionen zu erzielen, sondern organisieren lediglich den gemeinsamen Transport den Ware von Polen nach Österreich, um so einerseits Kosten zu sparen, um andererseits jedoch den organisatorischen Verwaltungsaufwand konzentrieren zu können. Richtig ist, dass ***[10]*** ***[11]***, der ja selbst Landwirt ist und als solcher naturgemäß Düngemittel bezieht, eine dieser „Einkaufsgemeinschaften" berät und unterstützt, was eben gerade mit für den Erfolg der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. verantwortlich zeichnet, zumal den jeweiligen Kunden ein entsprechender Einzelaufwand abgenommen wird. Auch daraus lassen sich jedoch die von der Behörde getätigten Mutmaßungen und Wunschvorstellungen ableiten, zumal es ***[10]*** ***[11]*** als selbstständigen Landwirt wohl kaum untersagt ist, in diesem Zusammenhang Berufskollegen zu unterstützen, welche noch dazu Kunden seines in Polen situierten Unternehmens sind. Weitere „Einkaufsgemeinschaften" bestehen im Übrigen im Weinviertel sowie im Marchfeld, welche aber nicht von ***[10]*** ***[11]*** organisiert oder betreut werden. Alleine daraus ergibt sich, dass die von der Behörde getätigten Rückschlüsse unrichtig sind. Mangels aufgezeigter Rechtsperson dieser „Einkaufsgemeinschaften" war diese natürlich auch nicht in der Lage, ein eigenes Konto zu eröffnen, sodass ***[10]*** ***[11]*** ein solches Konto als Einzelperson für eine dieser „Einkaufsgemeinschaften eröffnet hat, welche zum Teil auch finanzielle Transaktionen für die Landwirte tätigt, zumal ein Frächter bzw. die Spedition natürlich nicht bereit ist, bei Sammeltransporten an jeden einzelnen Landwirt gesondert zu fakturieren, sodass der Zweck dieser „Einkaufsgemeinschaften" im Zuge des Transportes natürlich auch darin besteht, die Zahlungen der Frächter etc. vorzunehmen. Wie aber selbst die Behörde richtigerweise erkannt hat, lautet dieses Konto auf Herrn ***[10]*** ***[11]*** persönlich und nicht auf die ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H., sodass auch insoweit kein tatsächlicher Handel durch die bezeichnete Gesellschaft schlüssig dargestellt werden kann. Richtig ist ebenso, dass die Speditionen die Zustellungen nicht an jeden einzelnen Landwirt direkt durchführen, sodass je nach Konfiguration der Zustelladressen, die Zustellung entweder an einen Landwirt oder an Lagerflächen etc. erfolgen, von denen die Kunden dann die Ware in Österreich abholen. Vereinzelt mag es dabei unter Umständen vorgekommen sein, dass Mitarbeiter der ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. es einzelnen Landwirten ermöglicht haben, die gekaufte Ware auch kurzfristig auf den Lagerplätzen der ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. zwischen zu lagern. Auch dadurch kann jedoch kein Bezug zu ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. in die Richtung gezogen werden, dass die ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. tatsächlich die Geschäfte mit den Landwirten abgeschlossen hat. Die Mutmaßungen der Behörde sind also verfehlt!!! Selbst die Firma LKW ***[34]*** wird um Aufklärung dahingehend bemüht sein müssen, warum offensichtlich auf einzelnen Lieferscheinen die ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. genannt ist. Bei der ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. handelt es sich nämlich selbst um einen Kunden der Firma LKW ***[34]***, der mit dieser Spedition umfangreich zusammenarbeitet. Vereinzelt kann es demzufolge also sehr wohl dazu gekommen sein, dass irrtümlich die Firma ***[1]*** als Vertragspartner aufscheint, was im Ergebnis allerdings ebenso wenig schadet. Richtig ist in diesem Zusammenhang ebenso, dass über diese „Einkaufsgemeinschaften" die Transportaufträge und somit auch die hierzu abgegeben Bestellscheine koordiniert werden. Auch dieser Umstand ändert jedoch nichts daran, dass die Vertragsbeziehung der Kunden ausschließlich zur ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. in ***[24]*** besteht. 4. Verfahrenmängel: Nach der letzten Einvernahme des Einschreiters haben sich eine Reihe von Kunden bereits an den Einschreiter gewendet und sich massiv über die im Ergebnis einer demokratischen Rechtsordnung nicht würdigen Vorgangsweise der Finanzbehörde beschwert, indem etliche dieser Kunden ohne Vorladung und vorangehende Verständigung von den erhebenden Beamten zu Hause geradezu überfallsartig aufgesucht und zu den gegenständlichen Geschäftsabwicklungen befragt wurden. Im Einzelfall, so unter anderem die Beschwerde dieser Kunden, sei man über die bestehenden Verfahrensrechte, insbesondere auf das Entschlagungsrecht nicht hingewiesen worden, obwohl sich in den bereits vorgefassten Niederschriftsprotokollen derartige Belehrungen finden sollen. Im Übrigen sei eine Reihe von Suggestivfragen gestellt, falsche Vorhalte getätigt und die Niederschriften so verfasst worden, dass sie offensichtlich den Interessen der Finanzbehörde entsprechen. Den Einschreiter entlastende Aussagen seien entweder überhaupt nicht protokolliert oder deutlich abgeschwächt worden. Der Einschreiter weist vorweg daraufhin, dass er damit in seinen Verfahrensrechten massiv beeinträchtigt wird, insbesondere die Voraussetzungen für ein faires Verfahren im Sinne des Art. 6 MRK nicht mehr gegeben sind. Richtigerweise wären sämtliche Zeugen bescheidmäßig vorzuladen gewesen, gleichzeitig hätte eine Verständigung an den Verteidiger des Einschreiters zu erfolgen gehabt, um diesem die Möglichkeit zu geben, bei den Einvernahmen anwesend zu sein und an die Zeugen ebenfalls entsprechende Fragen zu stellen bzw. den Wahrheitsgehalt der Niederschrift zu verifizieren. Es erscheint der österreichischen Rechtsordnung geradezu unwürdig, unbescholtene und rechtlich unbeholfene Bürger Zuhause geradezu „zu überfallen" und - die Richtigkeit der Angaben der Zeugen vorausgesetzt - den Überraschungseffekt zu für den Einschreiter möglicherweise ungünstigen Aussagen auszunutzen. Diese schwerwiegenden Verfahrensmängel können auch durch allfällige nochmalige Aussagen dieser Zeugen unter Anwesenheit der Verteidigung nicht mehr saniert werden, zumal bekanntlichermaßen im Zuge der Beweiswürdigung die Strafbehörden immer wieder gerne auf die erste Aussage vom Zeugen zurückgreifen. Dieser Umstand wird bereits jetzt als Verfahrensfehler relativiert und gleichzeitig beantragt, hinkünftige Einvernahmen von Zeugen nur nach vorangehender Ladung sowie gleichzeitiger Verständigung des Verteidiger unter Einräumung einer entsprechenden Vorbereitungszeit der Verteidigung durchzuführen, gleichzeitig aber von der derzeitigen Form dieser unangekündigten Einvernahmen Abstand zu nehmen. ... Bereits im Zuge der Einvernahme des Einschreiters am 05.12.2013 hat sich gezeigt, dass vor allem durch den die gegenständlichen Einvernahmen leitenden zuständigen Bearbeiter, Amtsdirektor ... , eine Reihe von unzulässigen Suggestivfragen gestellt, vor allem aber auch unrichtige Vorhalte getätigt wurden, die allesamt geeignet waren, den Einschreiter zu belasten. Keine einzige dieser Suggestivfragen hat darauf abgestellt, auf eine Entlastung des Einschreiters abzuzielen. Nur der Anwesenheit des Verteidigers sowie des Steuerberaters des Einschreiters war es zu verdanken, dass derartige Fragen letztendlich nicht protokolliert und dem Einschreiter vorgesetzt wurden. ... Es wird demzufolge hiermit AD ... vom Einschreiter ausdrücklich als befangen abgelehnt und beantragt, diesen von sämtlichen weiteren Erhebungen, Vernehmungen und sonstigen Verfahrensschritten zu entbinden. ... 5. Zusammenfassung Bereits aus all diesen Ausführungen im Zusammenhang mit den vorgelegten Urkunden ergibt sich jedoch zweifelsfrei, dass die von der Behörde getätigten Mutmaßungen nicht vorliegen und kein der ***[1]*** Vetriebsges.m.b.H. zuzurechnender Umsatz gegeben ist: a. Bei der ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. handelt es sich um eine eigenständige mit Rechtspersönlichkeit ausgestattete Gesellschaft mit dem Sitz in Polen; b. Diese Gesellschaft verfügt in Polen über die gesamte Infrastruktur (Lager, Mitarbeiter, Rechenwesen, ...), um die hier gegenständlichen Geschäfte eigenständig abwickeln zu können; c. Die ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. versteuert die gegenständlichen Umsätze in Polen, gibt dort regelmäßig ihre Steuererklärungen ab und gibt es seitens der polnischen Steuerbehörden, wo diese Gesellschaft natürlich voll anerkannt ist, keinerlei Beanstandungen; d. Sämtliche Lieferungen erfolgen ab Ort vom Sitz der Firma ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. in ***[24]***, wobei der Transport durch die Endkunden (vornämlich Landwirte) selbst organisiert wird; e. Diese Kunden haben sich zum Teil zu losen Gemeinschaften zusammengeschlossen, um den Transport aber auch die Verrechnung des Transportes zu organisieren; f. Dabei werden diese Kunden zwar zum Teil, im Ergebnis aber in einem untergeordneten Maße von ***[10]*** ***[11]***, in seiner Eigenschaft als Privatperson unterstützt, was jedoch nichts daran ändert, dass die ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. Vertragspartner der Landwirte ist; g. Vor allem aber ist die ***[8]*** ***[9]*** Sp.z.o.o. ausschließlicher und alleiniger Vertragspartner der Landwirte, während die ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. in kein wie immer geartetes Vertragsverhältnis zu den Endkunden tritt. Alles in allem tätigt die ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. also keine wie immer gearteten Umsätze mit dem Landwirten und tritt mit diesen auch in keinerlei Geschäftsbeziehungen. Die Mutmaßungen und Vorwürfe der Behörde sind also völlig haltlos und an den Haaren herbeigezogen, es gibt keinen einzigen wirklichen Nachweis, ja nicht einmal eine Indiz dafür, dass die gegenständlichen Umsätze von der Firma ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. oder gar durch Herrn ***[10]*** ***[11]*** erzielt werden. ... Die angeführten Beilagen finden sich im Arbeitsbogen. Teilweise entsprechen sie den Beilagen zur hier gegenständlichen Beschwerde. Anzumerken ist, dass das Finanzamt Waldviertel als Finanzstrafbehörde "erster Instanz" mit Bescheid vom 30. 1. 2014 den Ablehnungsantrag gemäß § 73 FinStrG abgewiesen hat. Akteneinsicht (AB 2/5) Die nunmehrigen rechtsfreundlichen Vertreter stellten am 23. 5. 2014 Antrag auf Akteneinsicht. Diese erfolgte laut Aktenvermerk am 4. 6. 2014, wobei seitens der Behörde verschiedene, näher angeführte Ablichtungen ausgefolgt wurden. Am 5. 8. 2014 erfolgte ein weiterer Antrag auf Akteneinsicht. Diese erfolgte laut Aktenvermerk am 1. 12. 2014, wobei seitens der rechtsfreundlichen Vertretung einige Fotos angefertigt worden seien. Niederschrift ***[110]*** ***[39]*** vom 16. 4. 2014 (AB 2/6) ***[110]*** ***[39]*** gab am 16. 4. 2014 vor dem Finanzamt Waldviertel als Finanzstrafbehörde als Zeuge vernommen unter anderem an: Kennen Sie die Fa. ***[1]*** VertriebsgmbH in ***[3]*** und wenn ja in welchem Zusammenhang? Ich kenne die Niederlassung der Fa. ***[1]*** in ***[18]***, ich weiß, daß es eine Niederlassung in ***[3]*** gibt, welche ich jedoch noch nie besucht habe. Einen Teil der in meiner Landwirtschaft produzierten Übergrößen (Kartoffeln 55+), welche sich nicht als Saatkartoffeln eigenen liefere ich zu Saisonende nach ***[18]***. Die Geschäftsverbindung der Fam. ***[39]*** zur Fa. ***[1]***, ***[18]*** besteht seit ca. 15 -20 Jahren. Kennen Sie die Fa.***[8]*** ***[9]*** in Polen und wenn ja in welchem Zusammenhang? Ja, kenne ich. Im Zusammenhang mit Dünger. Wie entstand der Kontakt zur Fa. ***[8]*** ***[9]***? Über Internet und über Berufskollegen. Wissen Sie wer der Direktor der Fa. ***[8]*** ***[9]*** ist? Ja, Hr. ***[11]*** ***[10]***. Kennen Sie die EKG ***[117]***-***[118]*** mit Sitz in ***[37]***-***[38]*** , ***[58]*** 27 und wenn ja in welchem Zusammenhang? Die EKG gibt es, ich gehöre dieser EKG jedoch nicht an, da wir in unserem Gebiet eine eigene EKG haben. Ich kann auch keine Personen nennen, die in dieser EKG ***[117]***-***[118]*** agieren. Bei welcher EKG sind Sie Mitglied ? Bei der EKG ***[64]***. Welche Tätigkeiten führen Sie für die EKG ***[64]*** aus ? Einholen von Düngemittel- und Spritzmittelpreisen von verschiedensten Anbietern (Lagerhaus, ***[122]***, ***[8]*** ***[123]***, ***[8]*** ***[9]***, ***[90]*** Poland, ***[124]***). Wieviele „Mitglieder" hat diese EKG ? Wir haben keine Statuten, man kann nicht von Mitgliedern sprechen. Es handelt sich um eine Plattform von ca. 100 Personen. Wie erfahren die Plattformteilnehmer von den angebotenen Preisen ? Über Mundpropaganda. Meist meldet sich eine Ortschaft telefonisch bei mir, gibt einen Bedarf an Düngemittel bekannt und ich gebe Hinweise, bei welcher Fa. günstig Düngemittel zu beziehen sind. Wie erfolgt die Bestellung von Düngemitteln bei der Fa. ***[8]*** ***[9]*** ? Unterschiedlich. Sind sich die Bauern in einer Ortschaft einig, macht die Bestellung einer dieser Bauern per Mail oder per Post. Ich glaube, daß die Landwirte die Bestellscheine von der Fa. ***[8]*** ***[9]*** per Post erhalten. Ich maile oder telefoniere mit Fr. ***[17]*** von der Fa. ***[8]*** ***[9]*** und bespreche die voraussichtliche Bestellmenge, so daß im Regelfall ein günstigerer Preis zu Stande kommt als lt. Aussendung in den Preislisten über die Düngemittelaktionen. Es gibt zwei Möglichkeiten der Bestellung: 1. Der Bauer füllt einen Bestellschein aus und sendet diesen direkt nach Polen, bringt aber den Vermerk an „EKG ***[64]***" damit Fr. ***[17]*** bei der Zuordnungsmöglichkeit hat (da die EKG ***[64]*** meist bessere Konditionen als lt. Aussendung bekommt). 2. Hr. ***[39]*** stellt die Bestellung zusammen und bestellt per Mail (polnische Mail-Adresse). Aufgliederung nach Landwirt und Menge. Wie wird der Dünger bei der Fa. ***[8]*** ***[9]*** bezahlt? Die EKG ***[64]*** hat sich das Privileg ausgehandelt per Zahlschein zu bezahlen, seit ca. 3 Jahren erfolgt kein Bankeinzug mehr. Mit Wem von der Fa. ***[8]*** ***[9]*** kommunizieren Sie ? Fr. ***[17]*** ***[109]*** ist die Hauptansprechperson (zu 90%). Mit Hrn. ***[11]*** ***[10]*** wird ebenfalls kommuniziert. In Hinsicht der Preisentwicklung am Düngemittelmarkt und auch bei evtl. auftretenden Problemen bei Qualtitätskriterien. Weiters haben wir mit Hrn. ***[11]***, im Detail besprechen wird das aber mit Fr. ***[17]***, besprochen von welchen Düngemittelerzeugern wir Produkte erhalten möchten (ZAK), da es mit anderen Erzeugern Qualitätsprobleme gibt. Für die EKG ***[64]*** gibt es keine weiteren Kontaktpersonen bei der Fa. ***[8]*** ***[9]***. Welche Telefonnummer verwenden Sie wenn Sie mit Fr. ***[17]*** telefonieren ? Eine polnische Telefonnummer, welche noch nachgereicht wird. Wie erfolgt die Organisation des Transportes? Im besten Fall: Für eine Ortschaft werden ca. 25 Tonnen Düngemittel bestellt und ein Bauer erklärt sich bereit, daß bei ihm die gesamte Menge abgeladen werden kann. Früher wurde der Transport bei der Fa. ***[83]*** bestellt, seit ca. 2 Jahren werden die Transporte von der Fa. ***[84]*** in Tschechien durchgeführt. Den Kontakt zur Fa. ***[84]*** habe ich, da meine Freundin Tschechin ist. Meine Freundin gibt daher die Bestellung durch. Die Ware wird am Lager ***[24]*** zusammengestellt. Sobald dies erfolgt ist informiert mich Fr. ***[17]*** und meine Freundin beauftragt dann die Fa. ***[84]*** die Ware vom Lager ***[24]*** abzuholen. Im ungünstigeren Fall: Nach Beladung des LKW' s und nach den Entladestellen (max. 3 Entladestellen). Die Einteilung, wie der LKW beladen wird macht Hr. ***[39]***. Wer erteilt den Transportauftrag? Den erteile ich, die Fa. ***[84]*** fährt darauf hin zum Lager ***[24]***. Dort wird die Ware beladen und die CMR-Papiere ausgefüllt. Wer diese CMR-Papiere ausfüllt weiß ich nicht. Ich glaube aber auf Grund der Handschrift,daß dies Fr. ***[17]*** oder der Lagerarbeiter macht. Wer bezahlt die Transportkosten ? Variante 1: Der Bauer bei dem die Ware abgeladen wird. Dieser kassiert dann die Teilbeträge von den einzelnen Mitbestellern. Variante 2: Wenn in mehreren Ortschaften abgeladen werden muß, dann erfolgt die Bezahlung des Transportes durch Hrn. ***[39]*** mittels Überweisung (von meinem privaten Girokonto weg) oder in bar. Die Teilbeträge werden dann von Hrn. ***[39]*** einkassiert. Pro LKW gibt es eine Rechnung über die Transportkosten für die EKG ***[64]***. Diese Rechnung wird dann nach Bedarf kopiert und den einzelnen Landwirten übergeben. Kommt es vor, daß in der Filiale ***[18]*** Düngemittel abgeladen werden und dort von den einzelnen Landwirten dann abgeholt werden ? Von der EKG ***[64]*** nicht. Waren Sie jemals auf einer Versammlung der Fa. ***[1]*** und wurde dort über die Einkaufsmöglichkeit bei der Fa. ***[8]*** ***[9]*** gesprochen? Ja, ich war einmal im „***[198]***" (an der S 5), dort wurde jedoch über Saatkartoffeln gesprochen und es war keine Rede von Düngemitteleinkauf. Dienstnehmerauskunft (AB 2/7) Laut elektronischer Auskunft des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger beschäftigte die Bf im Jahr 2013 (ganzjährig oder vorübergehend) folgende Arbeitnehmer (nicht angeführt zahlreiche Arbeiter mit Beschäftigungen für einige Tage): Monika ***[14]***, Angestellte, bis 31. 3. 2013 [...] Berta ***[46]***, Angestellte, ganzjährig Sonja ***[15]***, Angestellte, ganzjährig [...] ***[109]*** ***[17]***, Angestellte, 31. 1. 2013 bis 22. 3. 2013, 8. 4. 2013 bis 7. 5. 2013, 17. 7. 2013 bis 18. 9. 2013. Niederschrift Dietmar ***[46]*** vom 16. 4. 2014 (AB 2/8) Dietmar ***[46]*** gab am 16. 4. 2014 vor dem Finanzamt Waldviertel als Finanzstrafbehörde als Zeuge vernommen unter anderem an: Kennen Sie die Fa. ***[1]*** VertriebsgmbH ? Ja, die Firma war mein Arbeitgeber von 10/2011 bis 1 /2013. Und auf Grund der geografischen Nähe zu meinem Wohnort war mir das Unternehmen natürlich bekannt. Kennen Sie die Fa. ***[8]*** ***[9]*** in Polen ? Prinzipell ist mir der Name schon geläufig, es handelt sich um eine Handelsunternehmen für landwirtschaftl. Produkte mit Sitz in Polen. Die ***[1]*** VertriebsgmbH war das Vermittlungsunternehmen zw. der Fa. ***[8_9]*** in Polen und den einzelnen Landwirten. Kennen Sie den chef der Fa. ***[8]*** ***[9]*** ? Nein. Kennen Sie Fr. ***[109]*** ***[17]*** ? Ja. Welche Funktion hat Frau. ***[17]*** in der Fa. ***[1]*** ? Sie war mit Hrn. Lukas ***[19]*** (Büroangestellter von ca. 9/2011-8/2012, war persönlich von Mo.-Fr. vor Ort in ***[3]***) für die Düngemittelverteilung zuständig. Dies geschah in der Weise, daß sie im Regelfall telefonisch oder persönlich vor Ort (in ***[3]***) die Bestellungen und Abholtermine mit den Landwirten koordinierte. Hr. ***[19]*** hat eine akademische Ausbildung und spricht fließend Deutsch und Polnisch und hat so für die Auftragsabwicklung zw. ***[8]*** ***[9]*** und den Landwirten beigetragen. Wo hatten Fr. ***[17]*** und Hr. ***[19]*** ihre Arbeitsplätze in ***[3]*** ? Hr. ***[19]*** war gleich im ersten Raum am Schreibtisch vor Fr. ***[46]*** Berta. Fr. ***[17]*** war in einem Nebenraum links hinten. In welchen Zeiträumen hat sich Fr. ***[17]*** in ***[3]*** aufgehalten ? Fr. ***[17]*** war bis auf die Sommermonate und die Weihnachtszeit durchgehend in ***[3]*** wohnhaft und hat sich dort auch in das allgemeine Gesellschaftsleben integriert. Ihre Arbeitszeiten waren Montag bis Freitag. Wurden in ***[3]*** Dünger gelagert ? Nein, an sich wurde darauf geachtet, daß die Dünger max. 2 Wochen am Lager waren. Wie erfolgte die Abholung durch die Landwirte ? Mit Staplern und Personal der Fa. ***[1]*** wurden die Düngemittel auf die Kipper der Landwirte verladen. Was war Ihre konkrete Aufgabe bei der Fa. ***[1]*** ? Sämtliche Aktivitäten mit den inländischen Lieferanten (Landwirten) und Abnehmern (Rewe AG, Penny, Hofer). Im Einstellungsgespräch mit Hrn. ***[11]*** wurde dieser Aufgabenbereich genau definiert, dabei wurde mir auch mitgeteilt, daß alle Aktivitäten mit ausländischen Geschäftspartnern durch Fr. ***[17]*** und Hrn. ***[19]*** abgewickelt werden. Haben Sie mitbekommen wie die Düngemittelbestellungen abgewickelt wurden ? Die Bestellungen erfolgten mittels Bestellscheinen, welche auch mir persönlich übergeben wurden und die ich an Fr. ***[17]*** oder Hrn. ***[19]*** weitergeleitet habe. Ich vermute, daß die Landwirte diese Bestellscheine per Post erhalten haben oder sie von der Homepage heruntergeladen haben. Haben Sie mitbekommen, ob die zwei polnischen Mitarbeiter den Transport der Düngemittel von Polen nach Österreich organisiert haben ? Nein, da Gespräche in polnisch geführt wurden und ich das nicht verstanden habe. Lediglich die Vereinbarung von Lieferzeiten mit den österr. Landwirten wurden auf deutsch geführt und diese Gespräche habe ich oft mitgehört. Haben Sie bei Abholungen durch Landwirte in ***[3]*** gesehen wie diese durchgeführt wurden? Ja. Die Landwirte sind mit den Bestellscheinen ins Büro ***[3]*** gekommen, Fr. ***[17]*** bzw. Hr. ***[19]*** hatten Kopien dieser Bestellscheine im Büro vor Ort. Diese haben dann die Daten abgeglichen und die Lagerarbeiter angewiesen die entsprechende Menge zu beladen. Über Zahlungsmodalitäten hinsichtlich Düngemittel und den Transportkosten ist mir nichts bekannt. Welche Funktion hat Fr. Sonja ***[15]*** bei der Fa. ***[1]*** ? Sie ist eine langjährige Mitarbeiterin und kann als Assistentin des Geschäftsführers bezeichnet werden. Sie macht die inländische Verrechnung der Kartoffelanlieferungen. Ich habe nicht mitbekommen, ob sie auch Verrechnungen für die ***[8]*** ***[9]*** gemacht hat. Erhebungen ***[109]*** ***[17]*** (AB 2/9) Das Finanzamt versuchte, ***[109]*** ***[17]*** an einer Adresse in ***[3]*** als Zeugin zu laden. Das RSa-Kuvert kam am 26. 3. 2014 als unzustellbar zurück. Laut Zentralem Melderegister bestanden in den Jahren 2011, 2012 und 2013 verschiedene Nebenwohnsitze in ***[3]***, im Jahr 2011 für einen Tag auch ein Hauptwohnsitz. Laut Versicherungsdatenauszug vom 9. 4. 2014 war ***[109]*** ***[17]*** im Jahr 2013 (31. 1. 2013 bis 22. 3. 2013, 8. 4. 2013 bis 7. 5. 2013, 17. 7. 2013 bis 18. 9. 2013) Angestellte der Bf. Weitere versicherte Arbeitsverhältnisse seit 1. 1. 2004 scheinen nicht auf. Das Finanzamt lud ***[109]*** ***[17]*** hierauf am 31. 3. 2014 per Adresse der ***[8]*** ***[9]*** in ***[24]***. Mit Schreiben vom 2. 4. 2014 teilte ***[109]*** ***[17]*** dem Finanzamt mit, dass sie nicht in der Lage sei, der Ladung Folge zu leisten, da der Abstand zwischen ihrem Wohnort in Polen und Zwettl rund 650 km betrage und es keine direkten Zug- und Busverbindungen gäbe, weswegen die Reise sehr zeitaufwendig und kostspielig sei. Sie ersuche die Vernehmung durch die zuständige polnische Behörde an ihrem Wohnort ***[85]*** vornehmen zu lassen und gab außerdem ihre Anschrift in ***[85]*** und ihre E-Mail-Adresse bekannt. Niederschrift Sonja ***[15]*** vom 2. 6. 2014 (AB 2/10 = OZ 15) Sonja ***[15]*** wurde am 2. 6. 2014 vor dem Finanzamt Waldviertel als Finanzstrafbehörde als Zeuge vernommen (siehe oben OZ 15). Niederschrift Monika ***[14]*** vom 2. 6. 2014 (AB 2/11 = OZ 16) Monika Anders wurde am 2. 6. 2014 vor dem Finanzamt Waldviertel als Finanzstrafbehörde als Zeuge vernommen (siehe oben OZ 16, das im Arbeitsbogen befindliche Original der Niederschrift ist von den Behördenvertretern und der Zeugin unterfertigt). Niederschrift Helmut ***[125]*** vom 2. 6. 2014 (AB 2/12) Helmut ***[125]*** gab am 2. 6. 2014 vor dem Finanzamt Waldviertel als Finanzstrafbehörde als Zeuge vernommen unter anderem an: Kennen Sie die Fa. ***[1]*** VertriebsgmbH und in welchem Zusammenhang? Ja, habe dort ab 1999 14 Jahre gearbeitet, war bis Jänner 2014 dort angemeldet. Ich war als LKW-Fahrer tätig und transportierte Erdäpfel, Zwiebel und Gemüse für den Export. Fallweise wurde Dünger innerhalb der Betriebsstätten ***[3]*** und ***[18]*** transportiert. Kennen Sie die Fa. ***[8]*** ***[9]*** in Polen ? Nein, mir sagt dieser Name nichts. Kennen Sie die EKG ***[117]***-***[118]*** ? Nein. Kennen Sie eine Fr. ***[17]*** und welche Funktion hatte Frau. ***[17]*** in der Fa. ***[1]*** ? Ja, kenne ich. Sie saß im Büro in ***[3]***. Welche Funktion sie hatte weiß ich nicht. Wurden in ***[3]*** Dünger gelagert ? Ja, es ist etwas herumgestanden. Sind Sie Stapler gefahren ? Nein, ich habe keinen Staplerschein. Die Staplerfahrer waren Ausländer. Niederschrift Berta ***[46]*** vom 18. 6. 2014 (AB 2/13) Betra ***[46]*** gab am 18. 6. 2014 vor dem Finanzamt Waldviertel als Finanzstrafbehörde als Zeuge vernommen unter anderem an: Kennen Sie die Fa. ***[1]*** VertriebsgmbH und wenn ja in welchemZusammenhang ? Kenne ich, weil es sich dabei seit 9. 1. 2012 um meinen Dienstgeber handelt. Kennen Sie die Fa. ***[8]*** ***[9]*** in Polen und wenn ja in welchem Zusammenhang? Ich habe diesen Namen schon gehört und weiß, daß es sich um eine Firma handelt die Düngemittel verkauft. Kennen Sie die EKG ***[117]***-***[118]*** und wenn ja in welchem Zusammenhang ? Ich kenne den Namen, weiß aber nicht wer das ist und ich habe mit der EKG noch nie etwas zu tun gehabt. Was ist ihre Tätigkeit bei der Fa. ***[1]*** ? Buchhaltung und Lohnverrechnung. Machen sie auch die Bankverrechnung, haben sie die Kontoauszüge der Fa. ***[1]*** zur Verfügung und können sie Überweisungen für die Fa. ***[1]*** durchführen ? Bankverrechnung führe ich durch, die Kontoauszüge stehen mir zur Verfügung. Überweisungen werden von mir nur auf Anweisung von Hrn. ***[11]*** durchgeführt. Haben sie auch Kontozugriff auf die Fa. ***[8]*** ***[9]***? Nein, habe ich nie gehabt. Könnte mich nicht erinnern jemals so etwas gemacht zu haben. Das ginge von meinem Computer aus gar nicht. Sind ihnen Mitarbeiter bekannt, die für die Fa. ***[8]*** ***[9]*** Kontozugriff haben ? Vermutlich der Chef selbst, was die anderen machen weiß ich nicht. Kennen sie Fr. ***[17]*** ***[109]*** ? Ja. Welche Funktion hatte Fr. ***[17]***? Sie war im Büro der Fa. ***[1]*** tätig und hat mit dem Chef zusammengearbeitet. In welchem Zeitraum war Fr. ***[17]*** in ***[3]*** tätig ? Ich habe zwar das Lohnkonto geführt, kann die genauen Zeiten aber nicht auswendig sagen. Seit 2012 war Fr. ***[17]*** nicht durchgehend in ***[3]***. Der Aufenthalt dauerte immer mehrere Wochen, dann war Fr. ***[17]*** wieder wochenlang abwesend. 2014 war Fr. ***[17]*** noch gar nicht in ***[3]***. Kennen sie Hrn. ***[19]*** und welche Funktion hatte er ? Er war als ich in die Firma kam noch kurze Zeit dort und hatte mit dem Ausland zu tun. Er führte Telefonate in fremder Sprache. In welcher Sprache kommunizierten Fr. ***[17]*** und Hr. ***[11]*** miteinander ? Ich vermute auf Deutsch. Fr. ***[17]*** spricht zwar deutsch, die Verständigung ist aber nicht immer einfach. Ich hatte mit Fr. ***[17]*** nicht viel zu tun, da diese im anderen Büro saß. Wie oft ist Hr. ***[11]*** in ***[3]*** ? Unregelmäßig. Es gibt Wochen in denen Hr. ***[11]*** gar nicht kommt, es gibt Wochen in denen er 2-3 Tage anwesend ist. Wer gibt Anordnungen während der Abwesenheit von Hrn. ***[11]***? Keiner, bei jeder Entscheidung wird Hr. ***[11]*** angerufen. Hr. ***[11]*** ruft auch täglich in ***[3]*** an und erkundigt sich. Auch Überweisungen jeglicher Art und Höhe werden erst nach Rücksprache mit Hrn. ***[11]*** durchgeführt. Die Rechnung kommt herein, wird von mir gesichtet und abgelegt. Hr. ***[11]*** wird über den Rechnungseingang bei seiner nächsten Anwesenheit oder telefonisch informiert und er gibt dann Anweisung welche Rechungen wann zu überweisen sind, da er immer den Kontostand im Visier hat. Anschließend wird die Rechnung von mir verbucht. Welche Funktion hat Fr. ***[15]*** in der Fa. ***[1]*** ? Sie macht die Abrechnungen über Getreide- und Kartoffellieferungen. Wenn Hr. ***[11]*** dahingehend etwas braucht, ruft er Fr. ***[15]*** an. Wer informiert die Landwirte über die ankommenden Düngemittel ? Ich nehme an, die Fr. ***[17]***. Auf Anweisung vom Chef vielleicht auch Fr. ***[15]***, das kann ich aber nicht behaupten. Wie lief die persönliche Abholung von Düngemittel durch Landwirte in ***[3]*** ab ? Im Normalfall bin ich nicht Ansprechpartner für Düngemittelabholungen, ich sitze in meiner Büroecke und erledige meine Buchhaltungsarbeiten. Wenn ich alleine im Büro war, habe ich Fr. ***[17]*** geholt, wenn diese überhaupt in ***[3]*** war. Dünger wird nur zu bestimmten Jahreszeiten verkauft. Wenn Dünger zur Abholung bereit stand war Fr. ***[17]*** immer anwesend. Wer hat die Staplerfahrer angewiesen den Dünger aufzuladen ? Ich nehme an Fr. ***[17]*** oder Hr. ***[11]***. Wer hat die Bestellformulare tituliert mit ***[8]*** ***[9]***, die im Büro abgegeben wurden übernommen ? Wenn mir fallweise so ein Bestellschein übergeben wurde habe ich ihn ins Büro von Fr. ***[17]*** gelegt. Wer war für den Postausgang verantwortlich ? Post wird gesammelt und vom Briefträger mitgenommen. Fallweise fahren auch Hr. ***[11]*** oder Fr. ***[15]*** zur Post. Haben sie beobachten können. ob Ausgangspost von der Fa. ***[8]*** ***[9]*** im Postausgang des Büros in ***[3]*** war ? Weiß ich nicht, ich schaue Post die weggeht nicht an. Wer hat die Transportkosten. die von Landwirten zu zahlen waren entgegengenommen ? Weiß ich nicht. Zu welchem Telefon geht ein eingehender Anruf zuerst ? Im Zeitraum 2012-2013 zu ***[46]*** Dietmar, ***[74]*** Daniel, Claudia ***[86]*** und danach zu ***[87]*** Thomas bzw. zu Hrn. ***[11]*** selbst. Hatte Fr. ***[17]*** außer den Düngemittelgeschäften auch andere Agenden über ? Mir ist nichts bekannt. Wie viele Drucker gibt es in der Fa. ***[1]*** in ***[3]***? Derzeit 2. Haben sie auch Transportaufträge übernommen (Formular wurde der Zeugin gezeigt) ? Nein, daran habe ich keine Erinnerung. Ist ihnen 2014 aufgefallen ob Düngemittel von Landwirten in ***[3]*** abgeholt wurden? Nein, es war ja auch Fr. ***[17]*** nicht da. Niederschrift Franz ***[88]*** vom 11. 12. 2013 (AB 2/14) Franz ***[88]*** gab am 11. 12. 2013 durch das Finanzamt Waldviertel als Auskunftsperson im Außendienst vernommen unter anderem an: Ich kenne die Fa. ***[1]***, da ich als Kartoffelbauer seit Jahren meine Kartoffel dort hin liefere. Ich bekomme lfd. die Flugblätter über die Düngemittelaktionen inkl. Bestellschein per Post zugesendet.Den Bestellschein fülle ich aus und gebe ihn persönlich im Büro der Fa. ***[1]*** in ***[3]*** ab. Zur Bezahlung: 1/3 des Entgelts wird sofort bei Bestellung vom Girokonto abgebucht, der Rest nach Erhalt der Ware. Zur Lieferung: Wenn die Ware in Österreich eingelangt ist, werde ich von der Fa.***[1]*** durch eine deutschsprachige Frau (in waldviertler Mundart) angerufen. Danach wird der Dünger bei größeren Mengen direkt zu mir nach Hause geliefert, kleinere Mengen hole ich selbst aus ***[3]*** vom Firmengelände der Fa. ***[1]*** ab. Dort wird mir die Ware mittels Stapler der Fa. ***[1]*** auf den Anhänger geladen. Bei größeren Mengen liefert der Frächter direkt in die Ortschaft des Bestellers zu einer Abladestelle, von wo weitere Besteller aus der Ortschaft ihre Dünger abholen. Frage der FV: Haben sie schon jemals selbst einen Spediteur beauftragt den Dünger aus Polen abzuholen ? Nein, ich kenne nicht einmal einen Spediteur. Ich brauche mich um den Transport der Düngemittel von Polen nach Österreich nicht zu kümmern, da dies die Fa. ***[1]*** für mich organisiert. Eine gesonderte Rechnung über Transportkosten bekomme ich keine. Mit der Bezahlung der Düngemittel ist auch der Transportaufwand abgegolten. Das mir vorgelegte Muster eines Transportauftrages sehe ich zum ersten Mal. Ich habe bisher kein derartiges Formular ausgefüllt. Meine Kontaktpersonen iZm. den Düngemitteleinkäufen sind die Leute der Fa. ***[1]***, die sich im Betrieb in ***[3]*** aufhalten. Mit einer polnischsprachigen Person hatte ich niemals Kontakt (weder telefonisch noch persönlich). Wenn ich die Düngerpreise mit denen des RLH vergleiche kann ich sagen, daß die Preise der Fa. ***[1]*** auf Grund des 8%igen USt-Steuersatzes um einiges günstiger sind - bei gleicher Qualität. Zur Zahlung: Ich unterschreibe grundsätzlich die Ermächtigung zum Einzug (unten am Bestellschein) von meinem Girokonto. Niederschrift Franz ***[66]*** vom 11. 12. 2013 (AB 2/15) Franz ***[66]*** gab am 11. 12. 2013 durch das Finanzamt Waldviertel als Auskunftsperson im Außendienst vernommen unter anderem an: Ich liefere Kartoffeln und Getreide an die Fa. ***[1]*** VertriebsgesmbH. Es gibt jeden Winter eine Versammlung veranstaltet von der Fa. ***[1]*** wobei über das Marktgeschehen berichtet wird. Im Regelfall wird dieser Vortrag von Hrn. ***[11]*** abgehalten. Im Zuge dieser Veranstaltung wird über die Möglichkeit des Düngemitteleinkaufes aus Polen über eine Einkaufsgemeinschaft informiert. Auf dem Postweg bekomme ich die Informationen über die aktuellen Düngemittelaktionen inkl. einem Bestellformular zugeschickt. Dieses Bestellformular kann per Mail nach Polen geschickt werden, ich persönlich gebe es immer in ***[3]*** ab. Das Formular wird von den Angestellten der Fa. ***[1]*** in ***[3]*** übernommen. Die Bestellung erfolgt im Regelfall 2 Monate vor der Lieferung. Die Auslieferung erfolgte bisher immer in der Ortschaft oder Nachbarortschaft nach Anruf durch den Chauffeur. fallweise auch ohne vorherige Ankündigung. Im Zuge der Abladung wird ein Lieferschein unterschrieben. Befragt, welche Speditionen liefern kann ich keine Namen nennen, da es sich immer um ausländische Spediteure handelte, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe. Ich persönlich habe noch nie einen Spediteur beauftragt die Ware aus Polen abzuholen und mir auszuliefern. Expliziet befragt, ob die Fa. ***[1]*** oder die Fa. ***[8]*** ***[9]*** den Transport organisiert kann ich nichts dazu sagen, da ich mit dem Transport nichts zu tun habe. Die Transportkosten werden nach dem erfolgten Transport separat in Rechnung gestellt (bis zu einem Monat später). Die Transportrechnung wird von der Fa.***[8]*** ***[9]*** ausgestellt, die Überweisung der Transportkosten erfolgt auf das Girokonto der Fa. ***[8]*** ***[9]***. Ich schaue jetzt in meiner Buchhaltung nach und suche die Transportkostenrechnung: Ich sehe, daß die Frachtkosten auf die Einkaufsgemeinschaft ***[118]*** - ***[117]*** lauten und offensichtlich habe ich auch dieser Einkaufsgemeinschaft die Frachtkosten bezahlt. Im Anhang zur Frachtkostenrechnung befindet sich auch ein Transportauftrag, welchen ich unterschreibe und in ***[3]*** bei der Fa. ***[1]*** abgebe. Der Transportauftrag wird erst nach erfolgter Lieferung unterschrieben, auf dem Transportauftrag ist kein Spediteur angegeben. Ich persönlich habe keinen Spediteur beauftragt und ich kenne auch keinen. Befragt wer sich hinter der Einkaufsgemeinschaft ***[118]*** - ***[117]*** verbirgt kann ich keine Auskunft geben, da mir das nicht bekannt ist. Ich vermute, daß irgendwer in der Fa. ***[1]*** die Zettel sammelt und die Transportaufträge in Polen durchführt. Mein Kontakt ist jedenfalls einzig und allein die Filiale ***[3]*** der Fa. ***[1]***. Niederschrift Othmar ***[65]*** vom 11. 12. 2013 (AB 2/16) Othmar ***[65]*** gab am 11. 12. 2013 durch das Finanzamt Waldviertel als Auskunftsperson im Außendienst vernommen unter anderem an: Ich liefere Kartoffel an die Fa. ***[1]*** VertriebsgesmbH. Es gibt im Frühjahr Versammlungen, welche von der Fa. ***[1]*** abgehalten werden wobei man u.a. auch über die Möglichkeit des Düngemitteleinkaufes aus Polen informiert wird. Im Postwege werden mir dann die Düngemittelaktionen inkl.Bestellformular zugesandt. Meine Adresse hat die Fa. ***[8]*** ***[9]*** vermutlich von der Fa. ***[1]***, da ich persönlich nie mit dieser Firma in Kontakt getreten bin. Befragt zum Ablauf der Bestellung gebe ich an, daß ich den ausgefüllten Bestellschein persönlich bei der Fa. ***[1]*** in ***[3]*** abgegeben habe. Im Büro lege ich diesen Bestellschein auf einen Stoß, wo bereits eine ganze Reihe Bestellscheine von anderen Landwirten liegen. Mit der Bestellung erfolgt gleichzeitig eine Einzugsermächtigung des Warenwertes vom Konto. Die Lieferung erfolgt im Regelfall erst mehrere Monate nach dem Einzug. Voriges Jahr habe ich im August bestellt und die Lieferung erst im März erhalten. Wenn der Dünger in Österreich ist wird aus ***[3]*** unter dem Firmennamen ***[1]*** angerufen. Wer von den Sekretärinnen mich anruft weiß ich nicht, kann sein daß das die Österreicherinnen vom großen Büro sind oder die polnische Mitarbeiterin vom Nebenraum. Die polnische Mitarbeiterin ist bisher immer, wenn ich geschäftlich in der Fa.***[1]*** zu tun hatte anwesend gewesen. Heuer wurde der Dünger besonders spät geliefert, so daß ich mehrere Male direkt bei dieser Mitarbeiterin im Büro die Lieferung urgiert habe. Die Auslieferungen erfolgen auf verschiedene Arten: Bei Großlieferungen wird der Dünger direkt zu mir geliefert, kleinere Mengen hole ich selbst aus ***[3]*** (Fa. ***[1]***) oder einer Abladestelle in einer Nachbarortschaft. In ***[3]*** lädt mir die Fa. ***[1]*** den Dünger auf. Bei Erhalt des Düngers muß ich einige Papiere unterschreiben (einen grünen Zettel DinA4, einen weißen Zettel DinA4). Um den Transport brauche ich mich nicht zu kümmern, dies erfolgt automatisch mit der Bestellung. Über die Transportkosten erhalte ich eine gesonderte Rechnung, welcher ein Begleitschreiben zu den Frachtkosten und ein Transportauftrag beigefügt ist. Die Transportaufträge habe ich bisher aber nie unterschrieben und auch nie zurückgesendet. Für mich ist die Sache mit der Bezahlung erledigt. Ich persönlich habe mich nie um den Transport oder die Beauftragung eines Frächters gekümmert. Befragt ob ich die Einkaufsgemeinschaft ***[118]*** - ***[117]*** kenne gebe ich an, daß mir diese zwar namentlich bekannt ist, wer sich dahinter verbirgt und welche Funktion diese hat entzieht sich aber meiner Kenntnis. Niederschrift Rudolf ***[13]*** vom 9. 4. 2014 (AB 2/17 = OZ 14) Rudolf ***[13]*** wurde am 9. 4. 2014 durch das Finanzamt Waldviertel im Außendienst als Zeuge vernommen (siehe oben OZ 14). Niederschrift Hermann ***[12]*** vom 7. 3. 2014 (AB 2/18 = OZ 13) Hermann ***[12]*** wurde am 7. 3. 2014 durch das Finanzamt Waldviertel im Außendienst als Zeuge vernommen (siehe oben OZ 13, auf der elektronisch vorgelegten Ausfertigung fehlen die Unterschriften, diese sind jedoch im Original im Arbeitsbogen enthalten). Niederschrift Otmar ***[16]*** vom 9. 4. 2014 (AB 2/19 = OZ 18) Otmar ***[16]*** wurde am 9. 4. 2014 durch das Finanzamt Waldviertel im Außendienst als Zeuge vernommen (siehe oben OZ 18). Niederschrift Franz ***[89]*** vom 4. 3. 2014 (AB 2/20) Franz ***[89]*** wurde am 4. 3. 2014 durch die Finanzpolizei Hollabrunn vernommen, wobei sich der schwer lesbaren handschriftlichen Niederschrift in Bezug auf die Bf entnehmen lässt, dass dieser Düngemittel und Spritzmittel aus Polen bezieht. Der Kontakt werde durch Herrn ***[39]*** aus ***[64]*** hergestellt, die Fakturierung erfolge direkt über Polen. Die Waren seien von ihm in ***[64]*** abgeholt worden. Beigefügt sind einige Kopien von Auftragsbestätigungen der ***[8]*** ***[9]*** sowie von Rechnungen der ***[90]*** Chemicals Poland sp.z.o.o. an Franz ***[89]***. Auskunft Gastwirt (AB 2/21) Ein Gastwirt in ***[3]*** gab am 9. 4. 2014 der Prüferin die Auskunft, dass am 12. 3. 2014 eine Versammlung von rund 100 bis 120 Kunden der Bf stattgefunden habe und der Saal von ***[10]*** ***[11]*** reserviert worden sei. Transportaufträge LKW ***[34]*** (AB 2/22) Mit E-Mail vom 26. 3. 2014 übermittelte die LKW ***[34]*** Internationale Transportorganisation AG dem Finanzamt Transportaufträge, die teilweise von der ***[1]*** GmbH und teilweise von der ***[8]*** ***[9]*** sp.z.o.o. erteilt wurden. Beispiele: Nr. AP/2012/56 So erteilte am 28. 9. 2012 ***[8]*** ***[9]*** sp.z.o.o., ***[24]***, als Auftraggeber (zleceniodawca) LKW ***[34]*** einen Transportauftrag (zlecenie) Nr. AP/2012/56 über 24 to nawozy minderalne w big bagach, Ladedatum (data zaladunku) 1. 10. 2012, Ladeort (miejsce zaladunku) ***[8]*** ***[9]*** sp.z.o.o., ***[24]***, Entladeort (miejsce rozladunku) Jurgen und Susanne ***[91]***, ***[126]***, Kontaktperson (osoba kontaktowa) ***[109]*** ***[17]***, Tel. 0043 2829 ***[94]***, E-Mail ***[8_9]***@interia.pl, 520 € + VAT. Die Rechnung möge auf Einkaufsgemeinschaft ***[117]***-***[118]***, ***[37]***-***[38]***, lauten (Fakture prosze wystawic na ...), keine Mehrwertsteuer (Nie jest platnikem VAT). Mit Datum 1. 10. 2012 fertigte LKW ***[34]*** eine Auftragsbestätigung an ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. aus ("Wir danken für Ihren Speditionsauftrag..."), Order Nr. AP/2012/56, Ladestelle ***[8]*** ***[9]*** Sp. Z o.o., Übernahme 1. 10. 2012, Entladestelle Susanne ***[91]*** U. Jurgen, ***[126]***, 24.000 kg nawozy mineralne, Frachtpreis 520,00 €. Nr. AP/2012/96 Am 18. 12. 2012 erteilte die Einkaufsgemeinschaft ***[117]***-***[118]***, ***[37]***-***[38]***, als Auftraggeber (zleceniodawca) LKW ***[34]*** einen Transportauftrag (zlecenie) Nr. AP/2012/96 über 24 to nawozy minderalne w big bagach, und zwar Canwil 15 t, Mocznik 5 t und NPK 12-11-22 4 t, Ladedatum (data zaladunku) 18. 12. 2012, Ladeort (miejsce zaladunku) ***[8]*** ***[9]*** sp.z.o.o., ***[24]***, Entladeort (miejsce rozladunku) 1. ***[92]*** Karl, ***[29]***, 2. ***[93]*** Fritz und Herta, ***[127]***, Kontaktperson (osoba kontaktowa) ***[109]*** ***[17]***, Tel. 0043 2829 ***[94]***, E-Mail ***[8_9]***@interia.pl, 520 € + VAT. Das CMR möge ausgefertigt werden (prosze wypisac nastepujace CMR): 1. ***[92]*** Karl, 15 t Canwil/KAS + 5 t mocznik / Harnstoff, 2. ***[93]*** Frittz und Herta, 4 t NPK 12-11-22. Mit Datum 18. 12. 2012 fertigte LKW ***[34]*** eine Auftragsbestätigung an ***[1]*** Vertriebsges.m.b.H. aus ("Wir danken für Ihren Speditionsauftrag..."), Order Nr. AP/2012/96, Ladestelle ***[8]*** ***[9]*** Sp. Z o.o., Übernahme 18. 12. 2012, Entladestelle ***[93]*** Fritz und Herta, ***[92]*** Karl, , 24.000 kg Dünger-Canwil, Frachtpreis 520,00 €. LWK ***[34]*** legte am 19. 12. 2012 der Einkaufsgemeinschaft ***[117]***-***[118]***, ***[37]***-***[38]*** eine Rechnung Nr. 574843 zur Nr. AP/2012/96 über € 520,00 zuzüglich 20% USt, somit brutto € 624,00. Nr. AP/2012/91

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/7105311/2015
ECLI
ECLI:AT:BFG:2019:RV.7105311.2015
Stammnummer
126394
Gültig
03.10.2019 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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