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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/2100499/2021

Empfängerbenennung: § 162 BAO und § 22 Abs. 3 KStG 1988

geltende FassungBescheidbeschwerde - Senat - ErkenntnisRV/2100499/2021vom 04.07.2025Teil 7 von 7
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Die Beschwerdeführerin wendet dagegen im Beschwerdeschreiben (OZ 1) ein, dass ***J*** ***C*** angegeben habe, dass er die Fima ***L*** d.o.o. kenne, die Firma ***L*** d. o. o. für ihn auch als Subfrächter gefahren sei und Herr ***L*** teilweise selbst oder mit seinen Fahrern die Transporte durchgeführt habe. Bezüglich der Zahlungen gebe ***J*** ***C*** an, dass seit 2013 die Rechnungen überwiesen würden, und es davor vorgekommen sei, dass Rechnungen in bar an ***L*** bezahlt worden seien, weil ***L*** Probleme mit seinem Geschäftskonto gehabt hätte, sodass auch die Firma ***Firma-S2*** ***L*** in bar bezahlt habe. Einige Absätze weiter gebe ***J*** ***C*** an, dass ***X*** seit 2013 fast immer mit Banküberweisung bezahle, es vorher aber gängige Praxis gewesen sei, in bar bezahlt zu werden. Diese Barzahlungen habe immer ***X*** ***X*** durchgeführt. Bezüglich der Anwesenheit im Unternehmen ***X*** gebe ***J*** ***C*** an, dass nur er persönlich für seine Firma abrechne und er oder seine Fahrer die Rechnungen in der Buchhaltung oder bei der Dispo bei der Firma ***X*** abgegeben hätten. In der Zeugenaussage vom 20.2.2020 gebe ***J*** ***C*** an, dass er ***L*** und seine Fahrer oftmals bei ***X*** gesehen habe. Somit bestätige ***J*** ***C*** die Geschäftsbeziehung zwischen ***L*** und ***X***. Gänzlich irre die Abgabenbehörde mit der Aussage, dass ***Firma-S2*** ***T*** und ***J*** ***C*** erst ab 2013 repräsentative Fremdleistungsgeschäfte gemacht hätten und vorher nur eine geringe Anzahl an Geschäftsfällen gewesen seien. Hier habe das Finanzamt mangelhaft erhoben. Eine Zeugenaussage nur dann anzuerkennen, wenn ein Zeuge in verantwortungstragender Position tätig gewesen sei, erscheine einer "bestimmten Willkür des bearbeitenden Finanzbeamten" zu entspringen. Zeugenschaftliche Aussagen über Wahrnehmungen aller Art seien von der Abgabenbehörde als solche zu würdigen - auch wenn diese Aussagen der Abgabenbehörde "hinsichtlich des Wunsches nach Aufbringung von Mehrsteuern im Zuge einer Steuerprüfung nicht hilfreich" seien. Sich hinter einer "freien Beweiswürdigung" zu verstecken und dieser Zeugenaussage die Beweiskraft zu entziehen, grenze an Amtsmissbrauch. Ob ***J*** ***C*** als LKW-Fahrer (bis 2011) oder als Geschäftsführer eines großen Transportunternehmens (ab 2012) seine Wahrnehmungen gemacht habe, sei für die Abgabenerhebung irrelevant. Bezüglich der Barzahlungen gebe ***J*** ***C*** weiter an, dass, wenn mit Bargeld bezahlt werde, er immer persönlich nach Österreich gefahren sei und er ca. "hundertmal gesehen hat, dass ***X*** in bar seine Subunternehmer bezahlt" habe. ***J*** ***C*** meine, dass jeder Slowene bar bezahlt worden sei (Seite 5). Aufgrund von Zeugenaussagen sei die Geschäftsbeziehung zwischen ***X*** und ***L*** als bewiesen zu betrachten und auch bestätigten Zeugenaussagen von fremden Personen, dass Rechnungen (insbesondere an Slowenen) bar bezahlt worden seien, sodass für Vermutungen, Annahmen und Mutmaßungen kein Platz mehr bleibe (Seite 6). Die Abgabenbehörde führt in der Begründung der (Sammel-)Beschwerdevorentscheidung (OZ 14) dazu aus, dass aus dem Beschwerdeschreiben nicht hervorgehe, inwieweit die (zitierten) Aussagen (des ***J*** ***C***) erbrachte Leistungen und erfolgte Zahlungen im Geschäftsverhältnis zwischen den Firmen ***L*** und ***X*** beweisen solle. Im Übrigen sage ***J*** ***C***, wenn er Barzahlungen von ***X*** ***X*** erhalten habe, dann habe es auch eine Bestätigung gegeben und er meine, diese unterschrieben zu haben. Demgegenüber gebe es betreffend die streitgegenständlichen Fremdleistungen weder derartige Bestätigungen, noch sei der konkrete Empfänger dieser Zahlungen genannt worden. Im Rahmen der am 05.12.2019 stattgefundenen Schlussbesprechung habe sich die Beschwerdeführerin dahingehend geäußert, bei der Vernehmung des ***J*** ***C*** seien nicht die richtigen Fragen gestellt worden. Auch diesmal habe die Abgabenbehörde dem Ersuchen der Beschwerdeführerin entsprochen, es wurde nicht nur ein neuer Termin vereinbart, sondern der steuerlichen Vertretung auch die Möglichkeit gegeben, Fragen zu übermitteln, die ***J*** ***C*** bei der neuerlichen Befragung am 20.02.2020 gestellt werden sollten. Die Beschwerdeführerin zitiere aus dieser Zeugenaussage, dass ***J*** ***C*** angebe, ***L*** und seine Fahrer oftmals bei ***X*** gesehen zu haben. Seitens der Abgabenbehörde werde ergänzt, dass ***J*** ***C*** dahingehend keinen konkreten Zeitraum habe nennen können. Mit dieser Aussage könne somit keine einzige der im prüfungsrelevanten Zeitraum gewinnmindernd geltend gemachten Fremdleistungen konkret bestätigt werden (Seite 9). Auch wenn ***J*** ***C*** sowohl unter der Bezeichnung ***Firma-S1*** Transport ***J*** ***C*** (Einzelunternehmen) als auch unter dem Namen ***Firma-S2*** transport d.o.o. firmiere, so fänden sich in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin betreffend den prüfungsrelevanten Zeitraum dennoch erst ab 2013 repräsentative Fremdleistungsgeschäfte (Seite 9). ***J*** ***C*** sage, dass Bargeld übergeben worden sei, habe er persönlich nicht gesehen (Seite 10). ***J*** ***C*** gebe für seine Geschäftsbeziehung mit ***X*** ***X*** an, in bar bezahlt worden zu sein. Er erinnere sich auch an Quittungen. Zwar habe er selbst keine Durchschrift erhalten, aber ***X*** ***X*** müsste eine Ausfertigung haben (Seite 10). Im Vorlageantragsschreiben vom 24.03.2021 (OZ 17) bringt die Beschwerdeführerin durch ihren steuerlichen Vertreter dazu vor, dass sie eines der Unternehmungen aus der ***X***-Gruppe sei. Unter anderem habe die ***X6*** d.o.o. Zweigniederlassung Österreich mit Sitz in der ***Adr*** ebenfalls zur ***X***-Gruppe gehört und habe Transportlogistik und Transportleistungen durchgeführt. Dieses Unternehmen habe den gleichen Firmensitz wie die Beschwerdeführerin, führe den gleichen Geschäftszweck aus und ***X*** ***X*** sei sowohl bei der Beschwerdeführerin als auch bei der ***X6*** d.o.o. (nunmehr ***X5-GmbH*** GmbH) Geschäftsführer. ***J*** ***C*** habe mit seinen Firmen ***Firma-S2*** bzw. ***Firma-S1*** bereits beginnend ab dem Jahr 2008 Transportleistungen für die ***X6*** d.o.o., deren Geschäftsführer Herr ***X*** ***X*** gewesen sei, Geschäfte abgewickelt. Somit bestehe sehr wohl seit dem Jahr 2008 bis laufend eine Geschäftsbeziehung zwischen den Firmen des ***J*** ***C*** (***Firma-S1*** bzw. ***Firma-S2***). Somit könne ***J*** ***C*** sehr wohl über den gesamten Prüfungszeitraum die Geschäftsbeziehungen zwischen ***L*** d.o.o. und ***X*** (als Geschäftsführer der ***X6*** d.o.o.) wahrgenommen haben. In der Niederschrift über die Schlussbesprechung vom Dezember 2019 fänden sich keinerlei Hinweise darauf, dass das Finanzamt die Aussage des ***J*** ***C*** wegen zeitlicher Diskrepanzen anzweifele. Diese zeitlichen Diskrepanzen seien nun durch den Nachweis der Geschäftsbeziehung zwischen der ***X6*** d.o.o. Zweigniederlassung ***Ort-H*** (Schwesternunternehmen der Beschwerdeführerin mit gleichem Firmensitz und gleicher Geschäftsführung) außer Streit zu stellen und sei der Zeugenaussage absolute Beweiskraft zuzuerkennen (Seite 3-4). Im Vorlagebericht (OZ 55) bringt die Abgabenbehörde ua. vor, dass ***J*** ***C*** gesagt habe, wenn er Barzahlungen von ***X*** ***X*** erhalten habe, dann habe es auch eine Bestätigung gegeben und er meine, diese auch unterschrieben zu haben. Diese Vorgehensweise sei in den streitgegenständlichen Geschäftsfällen eben nicht praktiziert worden (Seite 9 letzter Absatz). Im "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" vom 16.04.2025 (OZ 122) bringt der steuerliche Vertreter zur Zeugeneinvernahme des ***J*** ***C*** wiederholend vor, dass der Prüfer zwar nicht irre, dass ***Firma-S2*** und ***C*** erst ab 2013 Umsätze zur Beschwerdeführerin begründet hätten, dabei aber die Geschäftsbeziehung zur Schwesternfirma ***X6*** Zweigniederlassung Österreich übersehe, wo seit dem Jahre 2008 bis 2013 namhafte Geschäftsbeziehungen vorgelegen seien. ***X6*** habe den gleichen Firmensitz und die gleiche Geschäftstätigkeit und auch den gleichen Geschäftsführer wie die Beschwerdeführerin gehabt (Seite 2). Die Aussage des beantragten Zeugen ***J*** ***C*** erweist für das Bundesfinanzgericht, dass es bei ***X*** Barzahlungen an Subunternehmer gegeben hat (allerdings: seit dem EU-Beitritt Kroatiens im Jahr 2013 habe ***X*** fast immer mit Banküberweisung bezahlt). Die behauptete Vorgangsweise der Barzahlung der Rechnungsaussteller ohne Beleg wurde von ***J*** ***C*** für seine Leistungen nicht bestätigt (es sei gängige Praxis gewesen, in bar gegen Bestätigung zu bezahlen bzw. er meine, er habe unterschrieben, wenn er Bargeld übernommen habe). Dabei ist zu beachten, dass ***J*** ***C*** bei der ersten Einvernahme (Niederschrift OZ 45) aussagte, dass er sei ca. acht Jahren nicht mehr persönlich fahre, was persönliche Wahrnehmungen ab diesem Zeitpunkt ausschließt. Zur Aussage des ***J*** ***C*** bei der zweiten Einvernahme (Niederschrift OZ 47), dass er "Chef, Fahrer, Autos" von ***L*** "oftmals" bei ***X*** gesehen habe, ist festzustellen, dass ***J*** ***C*** nicht sagen konnte, wann das gewesen sei bzw. dass ***J*** ***C*** aussagte, dass es schon jahrelang zurück sei, aber welche Jahre genau, das wisse er nicht. Für das Bundesfinanzgericht lassen die Aussagen des ***J*** ***C*** zwar die Annahme zu, dass eine Geschäftsbeziehung über Transportleistungen zwischen einem Unternehmen des ***X*** ***X*** und ***L*** d.o.o. bestanden hat, ohne jedoch ein genaues Ausmaß oder einen bestimmten Zeitraum der Leistungen oder eine Geschäftsbeziehung mit einem bestimmten Unternehmen der ***X***-Gruppe (konkret mit der Beschwerdeführerin, zumal die Beschwerdeführerin selbst mehrfach darauf hinweist, dass an derselben Adresse auch andere Firmen der ***X***-Gruppe mit dem Geschäftsführer ***X*** ***X*** tätig waren) zu erweisen. Somit konnte mit der Aussage des ***J*** ***L*** nicht bewiesen werden, dass die der Beschwerdeführerin für die Jahre 2010 bis 2014 in Rechnung gestellten Leistungen tatsächlich von ***L*** d.o.o. erbracht wurden. Abgesehen vom Antrag auf Einvernahme des ***J*** ***C*** als Zeugen hat Beschwerdeführerin - trotz im Verfahren vorhandenen Bewusstseins, aufgrund des Auslandsachverhaltes eine erhöhte Mitwirkungspflicht zu haben (siehe Seite 3 des Vorlageantragsschreibens [OZ 17]) - auf das Verlangen der Abgabenbehörde (§ 138 BAO) hin zu den von ***L*** d.o.o. in Rechnung gestellten Leistungen keine Tatsachen, Beweise und Anträge vorgebracht, die der Abgabenbehörde (bzw. dem Verwaltungsgericht) die Beurteilung ermöglichten (bzw. ermöglichen), ob diese Leistungen tatsächlich vom Rechnungsaussteller erbracht wurden. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Antwort keine Angaben zur Abwicklung der ihr in Rechnung gestellten Transportleistungen (z.B. vertragliche Abmachungen mit den Rechnungsausstellern, Herkunft, Art und Umfang der transportierten Güter, Erfassung und Dokumentation der transportierten Güter, Namen von Fahrern, genaue Bezeichnung der Transportendpunkte, Ansprechpersonen bei den Transportendpunkten, Abrechnungen mit den Transportauftraggebern) gemacht (siehe das Schreiben vom 06.03.2019 [OZ 41]). Wenn im "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" vom 16.04.2025 (OZ 122) vom steuerlichen Vertreter der Beschwerdeführerin vorgebracht wird, dass im Betriebsprüfungsverfahren der Antrag gestellt worden sei, den Subunternehmer ***S*** ***L*** als Zeugen vorzuladen und ihn als Zeugen unter Hinweis auf die Wahrheitspflicht zu befragen, und das Finanzamt dieser Zeugenladung im Prüfungsverfahren nicht gefolgt sei, und auch das Bundesfinanzgericht im Beschwerdeverfahren den Zeugen nicht geladen bzw. befragt habe (Seite 6), so ist dem entgegenzuhalten, dass ein solcher Antrag (der aufgrund § 85 Abs. 1 BAO schriftlich einzureichen gewesen wäre) weder im Verwaltungsakt aufzufinden ist noch von der Beschwerdeführerin eine Ablichtung davon vorgelegt wurde. Stattdessen verweist die Beschwerdeführerin als "Beweis des Antrages auf Zeugenbefragung" auf "Seite 5 unten des BP Berichtes". An der genannten Stelle des Berichts über das Ergebnis der Außenprüfung (OZ 48) wird ausgeführt: "Auch die Tatsache, dass von Seiten der steuerlichen Vertretung vorgebracht wurde, dass nicht um Zeugeneinvernahme des Geschäftsführers der ***L*** d.o.o. angesucht wurde, weil dieser keinen wahrheitsgemäßen Sachverhalt widergeben würde, scheint für die Abgabenbehörde nicht glaubwürdig. Von Seiten der Abgabenpflichtigen wurde im Laufe des Prüfungsverfahren mehrmals mündlich vorgebracht, dass Herr ***L*** ***S*** nur dann in Österreich wahrheitsgemäß bei einer Zeugeneinvernahme aussagen würde, wenn man ihm garantieren würde, dass die österreichische Abgabenbehörde seine Äußerungen, die glaublich seine steuerliche Unehrlichkeit in Kroatien darlegen würden, nicht an die kroatischen Abgabenbehörden weiter melden würde." Aus diesen Ausführungen kann das Bundesfinanzgericht nicht erkennen, dass die Beschwerdeführerin bei der Außenprüfung einen Antrag auf Einvernahme des ***S*** ***L*** gestellt hätte. Die Rechnungen von ***L*** d.o.o. hat die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Obliegenheit (§ 119 BAO) auch nicht vollständig offengelegt, womit sie nicht nur eine vollständige Überprüfung der darin ausgewiesenen Leistungen, sondern auch eine Gesamtbetrachtung aller Rechnungsinhalte bezüglich ihres Wahrheitsgehalts sowie das Auffinden von Anhaltspunkten für weitere gerichtsbehördliche Ermittlungen verhindert hat. Es war daher davon auszugehen, dass ***L*** d.o.o. nicht der Empfänger der abgesetzten Beträge (Erbringer der in Rechnung gestellten Leistungen) war. ***Person-B*** s.p. Zum Beweis des "Wahrheitsgehalts" der Rechnungen von ***Person-B*** s.p. (Summe der geltend gemachten Aufwendungen: 108.119,30 € für 2010, 3.957,65 € für 2011 und 17.325 € für 2013) hat die Beschwerdeführerin der Abgabenbehörde ***R*** ***V*** (Stiefsohn von ***B*** ***T***) als "ständigen Fahrer von ***Person-B***", der "insbesondere die Österreichfahrten als Angestellter von ***Person-B***" für die Beschwerdeführerin durchgeführt habe, genannt (Seite 2 des Schreibens vom 06.03.2019 [OZ 41]). Der beantragte Zeuge ***R*** ***V*** (der nach eigener Angabe selbst ca. 2 Jahre bei "***X***" gearbeitet hat) gab bei seiner Einvernahme auf die Frage, ob es eine Geschäftsbeziehung zwischen seinem "Vater" und der "Fa. ***X***" gegeben habe, an, dass er das nicht wisse. Er habe ihn bei "***X***" gesehen, wenn er geladen habe. Was und wohin, wisse er nicht. Konkret wisse er die Geschäfte nicht. Es sei vorgekommen, dass er die Rechnung seines "Vaters" an "***X***" mitgenommen habe, weil er zu dieser Zeit als Fahrer bei "***X***" beschäftigt gewesen sei. Er habe dieses Kuvert in einen Postkasten am Firmengelände "***X***" eingeworfen oder bei "***E***" gelassen, wenn dieser da gewesen sei. Zahlungsfrist seien 30 Tage gewesen, mehr wisse er nicht. So habe die Rechnung nicht per Post geschickt werden müssen, was zwei bis drei Tage gedauert habe. So sei es am selben Tag gegangen. Er sei sicher nicht als Angestellter bei der Firma seines "Vaters" für "***X***" gefahren (Seite 3 der Niederschrift [OZ 42]). ***J*** ***E*** erwähnte bei seiner Einvernahme, es habe schon Kuverts für Subfrächter gegeben. Größe DINA 5. Solche Kuverts habe er an Subfrächter schon übergeben. Er habe sie auf den Tisch bekommen. Erinnerlich "Kuverts an ***T***, den gibt es nicht mehr; erinnerlich auch an ***Firma-S2***". Es sei schon lange her, er wisse nicht mehr in welchen Jahren (Seite 4 der Niederschrift [OZ 43]). Er habe schon Kuverts von Subfrächtern entgegengenommen. Auf diesen Kuverts sei meistens der Firmenstempel der Subfrächter gewesen: "***Firma-S2***, ***T*** und andere." (Seite 5 der Niederschrift [OZ 43]). ***J*** ***C*** gab bei seiner Einvernahme auf die nebenbei gestellte Frage, wie gut er "Herrn ***T***" gekannt habe, an, dass dieser gestorben sei, das wisse er. Gut gekannt habe er ihn nicht, bei "***X***" habe er vielleicht zwei Mal Kaffee mit ihm getrunken, manchmal habe er ihm geholfen, etwas "in Slowenien" zu bringen, aber das sei alles gewesen (Seite 4 der Niederschrift [OZ 47]. Auf die Frage, ob er "Herrn ***T***" oder seine Fahrzeuge oder seine Fahrer bei "***X***" in der Firma gesehen habe, gab ***J*** ***C*** an: "Fast jedes Mal wenn ich auch dort war". Er (***Person-B***) habe auch Subunternehmer gehabt. Wie die hießen, wisse er nicht, aber wenn er die gesehen habe, habe er gewusst, dass "der für ***B*** fährt" (Seite 5 der Niederschrift [OZ 47]). Die Abgabenbehörde hat die verbuchten Aufwendungen zur Gänze den Bemessungsgrundlagen hinzugerechnet (von den verbuchten Aufwendungen irrtümlich abweichender Hinzurechnungsbetrag: 88.480 € für 2010). Zur Begründung führt die Abgabenbehörde aus, sie zweifle nicht daran, dass zwischen der Firma des ***Person-B*** und der Beschwerdeführerin Geschäftsbeziehungen bestanden hätten. Jedoch hätten die Zweifel an der Richtigkeit der Höhe der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Fremdleistungsaufwendungen nicht beseitigt werden können. Es würden die Fremdleistungsaufwendungen in jener Höhe anerkannt, in welcher diese auch über das Mehrwertsteuerinformationssystem gemeldet worden seien (siehe Seite 6 des Berichts über das Ergebnis der Außenprüfung [OZ 48]). Die Beschwerdeführerin wendet dagegen im Beschwerdeschreiben (OZ 1) ein, dass die Abgabenbehörde sich für die Beweise der Geschäftsbeziehung an die Zeugeneinvernahme des ***R*** ***V*** (Sohn des Herrn ***T***) zu halten habe. Herr ***V*** gebe in seiner Zeugeneinvernahme an, dass ***Person-B*** auch für "***X***" gefahren sei (Seite 2). Auf Seite 3 bestätige ***R*** ***V***, er habe ***Person-B*** bei "***X***" gesehen, wenn er geladen habe (auch wenn vorher offensichtlich falsch protokolliert worden sei .... "ich weiss nicht ob die beiden geschäftlich zusammengearbeitet haben"...). Die Mitteilung der ausländischen Steuerbehörde (MIAS) nehme die Abgabenbehörde heran, um die Betriebsausgaben der Beschwerdeführerin, welche die gemeldeten Beträge des Frächters ***Person-B*** der Höhe nach überstiegen, nicht als Betriebsausgabe anzuerkennen. Hierbei negiere die Abgabenbehörde die Zeugeneinvernahme des ***R*** ***V***, welcher bestätige, dass ***Person-B*** für "***X***" Transportleistungen durchgeführt habe. Bezüglich der Geschäftsbeziehung zwischen ***Person-B*** und "***X***" sage ***R*** ***V***: - Ich glaube mein Vater ist auch für "***X***" gefahren. - Ich habe ihn bei "***X***" gesehen, wenn er geladen hat, was und wohin weiß ich nicht - Es ist vorgekommen, dass ich die Rechnung meines Vaters an ***X*** mitgenommen habe. - Das Kuvert mit dem Bargeld habe ich von ***J*** ***E*** bekommen (Seite 6 des Beschwerdeschreibens [OZ 1]. Anstatt konkrete Fragen zur Geschäftsverbindung ***Person-B*** zu "***X***" zu befragen (wann, wie oft, welcher Zeitraum etc), habe die Abgabenbehörde Fragen gestellt, die nicht den aufklärungsbedürftigen Sachverhalt beträfen (Seite 6 des Beschwerdeschreibens [OZ 1]). Des Weiteren werde auf die Zeugenaussage des ***J*** ***E*** verwiesen, welcher in der Niederschrift auf Seite 4 unten aussage: - Solche Kuverts habe ich an Subfrächter schon übergeben. Ich bekam sie auf den Tisch: erinnerlich Kuverts an "***T***" - Seite 5 sagt ***J*** ***E*** aus, dass er schon Kuverts von Subfrächtern entgegengenommen hat, er aber nicht weiß, was da drinnen war. Auf den Kuverts in DINA5 war meistens der Firmenstempel der Subfrächter oben: ***Firma-S2***, ***T*** und andere - auf Seite 6 sagt weiters ***J*** ***E*** betreffend ***R*** ***V*** aus, dass ***Person-B*** sein Vater, der Subfrächter war, bekannt ist. Betrachte man die Rechnungen von ***Person-B*** an "***X***", sei aufgrund der fortlaufenden Rechnungsnummern ersichtlich, dass ***Person-B*** auch gegenüber anderen Unternehmungen Rechnungen geschrieben habe, da die Rechnungen von ***Person-B***, welche in der Buchhaltung "***X***" erfasst seien, durchwegs Lücken aufwiesen. Es sei anzunehmen, dass ***Person-B*** seine Umsätze von österreichischen Unternehmen verkürzt habe. Hierfür sprächen auch die in dessen Steuererklärungen gemeldeten Gesamtumsätze von € 61.842,-. Dieser Umsatz sei für einen Betrieb mit 1 LKW und 1 Bus und einem fremden Mitarbeiter nicht den Erfahrungen des täglichen Lebens entsprechend (Seite 7 des Beschwerdeschreibens [OZ 1]). Aus den Aussagen des ***R*** ***V*** und des ***J*** ***E*** ergebe sich zweifellos, dass ***Person-B*** für die Beschwerdeführerin Leistungen erbracht habe, sodass die beantragten Betriebsausgaben für Frachtleistungen anzuerkennen seien (Seite 7 des Beschwerdeschreibens [OZ 1]). Die Abgabenbehörde hat im Zuge der Beschwerdevorentscheidungen den geltend gemachten Aufwendungen zur Gänze die steuerliche Anerkennung versagt, weil - so ist der gesonderten Begründung der Beschwerdevorentscheidungen (OZ 14) zu entnehmen - sich den gemeldeten Monatsbeträgen keinen konkreten Geschäftsfällen aus der Buchhaltung zuordnen ließen (Seite 10). Für die Veranlagungsjahre 2011 bis 2014 gebe es keine Zusammenfassenden Meldungen, keine gemäß IWD-Auskunft erklärten Umsätze und auch keine sonstigen Unterlagen, die einen Leistungsaustausch belegen würden (Seite 11). Aus der Aussage von ***R*** ***V***, er habe seinen Vater bei ***X*** ***X*** gesehen, seien keine Rückschlüsse auf eine etwaige Geschäftsbeziehung im Prüfungszeitraum abzuleiten. Fremdleistungen der Firma ***T*** seien in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin im Zeitraum 2010 bis 2013 erfasst. ***R*** ***V*** gebe jedoch an, erst ab 2014 für die Beschwerdeführerin gefahren zu sein. Wenn er also 2014 beobachtet habe, dass sein Vater bei der Beschwerdeführerin geladen habe, so sei anzumerken, dass sich in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin im Jahr 2014 keine entsprechenden Transportleistungen wiederfänden (Seite 11). Auch die Darlegung im Beschwerdeschreiben, dass ***R*** ***V*** betreffend die Geschäftsbeziehung zwischen ***T*** und ***X*** ausgesagt habe, von Herrn ***J*** ***E*** Kuverts mit Bargeld erhalten zu haben, fände sich in dieser Form nicht im Einvernahmeprotokoll wieder. ***R*** ***V*** habe lediglich angegeben, Zahlungen für seine Überstunden in Kuverts erhalten zu haben. Gefragt nach Zahlungen für Transportleistungen habe er demgegenüber explizit zu Protokoll gegeben, dass er keine Beobachtungen habe machen können, ob Bargeld ausgehändigt oder entgegengenommen worden sei. Ihm seien keine Kuverts aufgefallen (Seite 11). Auch aus dem Verweis auf die Zeugenaussagen des ***J*** ***E*** sei kein Nachweis dafür abzuleiten, dass jene konkreten Fremdleistungen tatsächlich erbracht und bezahlt worden seien. Es gehe dabei um Kuverts, bezüglich derer ***J*** ***E*** selbst sage, er wisse nicht, was da drinnen gewesen sei (Seite 12). Darüber hinaus gebe ***J*** ***E*** betreffend ***R*** ***V*** an, dieser sei vor zwei Jahren bei der Firma ***X*** angestellt gewesen. Demnach habe dieses Dienstverhältnis nicht wie von ***R*** ***V*** ausgesagt 2014, sondern im Jahr 2017 bestanden (Seite 12). Im Vorlageantragsschreiben vom 24.03.2021 (OZ 17) bringt die Beschwerdeführerin durch ihren steuerlichen Vertreter dazu vor, dass es richtig sei, dass ***R*** ***V*** ab 2014 bei der Beschwerdeführerin im Dienstverhältnis gestanden sei. Vorher sei er bei seinem Vater ***Person-B*** beschäftigt gewesen, und zwar ab 2007 bis zum Beginn des Dienstverhältnisses zur Beschwerdeführerin im Jahr 2014. ***R*** ***V*** sei als Mitarbeiter bei der Firma ***T*** bis 2014 beschäftigt gewesen und habe in dieser Eigenschaft die Geschäftsbeziehung von ***T*** zu ***X*** bestätigt, indem er ***Person-B*** bei Beladetätigkeiten am Firmengelände der Beschwerdeführerin gesehen habe. Auch gebe er an, dass sein Vater "glaublich" für ***X*** gefahren sei. Somit sei eine Geschäftsbeziehung ***T***/***X*** weitestgehend bewiesen - zumindest glaubhaft gemacht - weil ***R*** ***V*** auch angebe, Rechnungen seines Vaters zu ***X*** mitgenommen zu haben. Auch ***J*** ***E*** bestätige in seiner Einvernahme, das ***Person-B*** Subfrächter gewesen sei. Auch ***J*** ***C*** bestätige in seiner Aussage vom 20.02., mit ***Person-B*** bei ***X*** Kaffee getrunken zu haben (Seite 4). Im Vorlagebericht (OZ 55) bringt die Abgabenbehörde ua. vor, dass nach Meinung der Abgabenbehörde die Argumentation, ***R*** ***V*** sei als Mitarbeiter bei der Firma ***T*** beschäftigt gewesen und habe in dieser Eigenschaft die Geschäftsbeziehung von ***T*** zu ***X*** bestätigt, indem er ***Person-B*** bei Beladetätigkeiten am Firmengelände der Beschwerdeführerin gesehen habe, nicht ausreichend. Gleiches gelte für die Aussagen, sein Vater sei "glaublich" für ***X*** gefahren und er selbst habe Rechnungen seines Vaters zu ***X*** mitgenommen (Seite 10). Im Schreiben vom 11.02.2025 (OZ 91) bringt die Beschwerdeführerin durch ihren steuerlichen Vertreter vor, dass dem Vermerk des Finanzamtes "diese Meldungen seien nicht mit den gebuchten Aufwendungen der Steuerpflichtigen ident" widersprochen werden müsse. Laut Beilage /5-1 bis /5-5 seien zumindest 4 MIAS Meldungen über insgesamt 10.799 € mit den Aufwandsbuchungen ident und eindeutig nachvollziehbar (Seite 2 Punkt 5). Im "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" vom 16.04.2025 (OZ 122) bringt der steuerliche Vertreter vor, dass Zeugenaussage von ***R*** ***V*** durch die Zeugenaussagen von ***C*** in der Richtigkeit bestätigt würde. Ebenfalls bestätige auch ***J*** ***E*** die Geschäftsbeziehung von ***T*** zur Beschwerdeführerin (Seite 2). Die Aussage des beantragten Zeugen ***R*** ***V*** ("ich habe ihn bei ***X*** gesehen, wenn er geladen habe" bzw. "es sei vorgekommen, dass er die Rechnung seines Vaters an ***X*** mitgenommen habe") lässt für das Bundesfinanzgericht zwar die Annahme zu, dass eine Geschäftsbeziehung über Transportleistungen zwischen einem Unternehmen des ***X*** ***X*** und ***Person-B*** s.p. bestanden hat, ohne jedoch ein genaues Ausmaß oder einen bestimmten Zeitraum der Leistungen oder eine Geschäftsbeziehung mit einem bestimmten Unternehmen der ***X***-Gruppe (konkret mit der Beschwerdeführerin, zumal die Beschwerdeführerin selbst mehrfach darauf hinweist, dass an derselben Adresse auch andere Firmen der ***X***-Gruppe mit dem Geschäftsführer ***X*** ***X*** tätig waren) zu erweisen ("konkret wisse er die Geschäfte nicht"). Somit konnte mit der Aussage des ***R*** ***V*** nicht bewiesen werden, dass die der Beschwerdeführerin für die Jahre 2010 bis 2014 in Rechnung gestellten Leistungen tatsächlich von ***Person-B*** s.p. erbracht wurden, sondern nur, dass irgendwann eine Geschäftsbeziehung bestanden hat (was von ***J*** ***E*** und ***J*** ***C*** grundsätzlich bestätigt wurde, wobei jedoch letzterer bei seiner Einvernahme angab, dass er seit ca. 8 Jahren nicht mehr persönlich fahre). Abgesehen vom Antrag auf Einvernahme des ***R*** ***V*** als Zeugen hat die Beschwerdeführerin - trotz im Verfahren vorhandenen Bewusstseins, aufgrund des Auslandsachverhaltes eine erhöhte Mitwirkungspflicht zu haben (siehe Seite 3 des Vorlageantragsschreibens [OZ 17]) - auf das Verlangen der Abgabenbehörde (§ 138 BAO) hin zu den von ***Person-B*** s.p. in Rechnung gestellten Leistungen keine Tatsachen, Beweise und Anträge vorgebracht, die der Abgabenbehörde (bzw. dem Verwaltungsgericht) die Beurteilung ermöglichten (bzw. ermöglichen), ob diese Leistungen tatsächlich vom Rechnungsaussteller erbracht wurden. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Antwort keine Angaben zur Abwicklung der ihr in Rechnung gestellten Transportleistungen (z.B. vertragliche Abmachungen mit den Rechnungsausstellern, Herkunft, Art und Umfang der transportierten Güter, Erfassung und Dokumentation der transportierten Güter, Namen von Fahrern, genaue Bezeichnung der Transportendpunkte, Ansprechpersonen bei den Transportendpunkten, Abrechnungen mit den Transportauftraggebern) gemacht (siehe das Schreiben vom 06.03.2019 [OZ 41]). Die Rechnungen von ***Person-B*** s.p. hat die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Obliegenheit (§ 119 BAO) auch nicht vollständig offengelegt, womit sie nicht nur eine vollständige Überprüfung der darin ausgewiesenen Leistungen, sondern auch eine Gesamtbetrachtung aller Rechnungsinhalte bezüglich ihres Wahrheitsgehalts sowie das Auffinden von Anhaltspunkten für weitere gerichtsbehördliche Ermittlungen verhindert hat. Das Bundesfinanzgericht geht jedoch aufgrund der MIAS-Meldungen für das Jahr 2010 davon aus, dass ***Person-B*** s.p. insoweit der Empfänger der abgesetzten Beträge (Erbringer der in Rechnung gestellten Leistungen) war. Dass ***R*** ***V***, der laut Vorbringen der Beschwerdeführerin ab dem Jahr 2014 bei ihr beschäftigt war, seinen Vater im Streitjahr 2014 bei "***X***" gesehen hat, wenn er geladen hat, erweist die Aussage hingegen nicht. Darüber hinaus war davon auszugehen, dass ***Person-B*** s.p. nicht der Empfänger der abgesetzten Beträge (Erbringer der in Rechnung gestellten Leistungen) war. Zum Vorbringen der unvollständigen Befragung: Wenn die Beschwerdeführerin durch ihren steuerlichen Vertreter im "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" vom 16.04.2025 (OZ 122) vorbringt, dass sie begehrt habe, bei den Zeugenbefragungen anwesend sein zu können und selbst Fragen an die Zeugen stellen zu können und dies von der Abgabenbehörde abgelehnt worden sei (Seite 6), so ist dem entgegenzuhalten, dass es keinen Rechtsanspruch auf eine Teilnahme bei der Zeugeneinvernahme gibt. Wird ein Zeuge nicht kontradiktorisch vernommen, bedeutet dies, dass das Verwaltungsgericht (bzw. vorher die Abgabenbehörde) die Ergebnisse der Beweisaufnahme den Parteien vorzuhalten hat und sich mit den von ihnen (bis zum Erlass der Entscheidung) dazu erstatteten Vorbringen zu Unvollständigkeiten in der Befragung oder allfälligen Widersprüchlichkeiten im Aussageverhalten auseinanderzusetzen hat, was bei Aufzeigen wesentlicher Befragungslücken eine neuerliche Zeugeneinvernahme erforderlich machen kann (vgl. VwGH 29.09.2022, Ra 2021/15/0115). Wenn die Beschwerdeführerin durch ihren steuerlichen Vertreter im Beschwerdeschreiben (OZ 1) vorbringt, dass wichtige, den wahren Sachverhalt betreffende Fragen nicht gestellt worden seien (Seite 3 erster Absatz), dann ist ihr entgegenzuhalten, dass sie selbst bei ihren Anträgen auf Zeugeneinvernahme (siehe oben) das Beweisthema nur grob genannt und dass sie im weiteren Verfahren nicht konkretisiert hat, welche Fragen noch an welchen Zeugen hätten gestellt werden sollen und - abgesehen vom Schreiben vom 17.12.2019 (OZ 77) - keine weiteren Fragen vorgeschlagen hat. Die mit Schreiben vom 17.12.2019 (OZ 77) des steuerlichen Vertreters nach der Schlussbesprechung am 05.12.2019 von der Beschwerdeführerin übermitteltem weiteren Fragen an den beantragten Zeugen ***J*** ***C*** hat die Abgabenbehörde diesem bei der zweiten Einvernahme gestellt (siehe die Niederschrift [OZ 47/2]). Zur Nichtoffenlegung von Rechnungen: Was die Frage der Offenlegung der fehlenden Rechnungen betrifft, so ist noch darauf einzugehen, dass die Beschwerdeführerin im verwaltungsgerichtlichen Verfahren erfolglos zur vollständigen Offenlegung der Rechnungen aufgefordert wurde. So hat das Bundesfinanzgericht die Abgabenbehörde mit Beschluss vom 01.08.2023 (OZ 56) aufgefordert, den Inhalt der fehlenden Rechnungen durch ein Verlangen an die Beschwerdeführerin zur Offenlegung dieser Rechnungen durch Übermittlung von Ablichtungen ergänzend zu ermitteln. Der steuerliche Vertreter der Beschwerdeführerin antwortete auf die Aufforderung der Abgabenbehörde zur Offenlegung der fehlenden Rechnungen mit Schreiben vom 01.09.2023 (OZ 60/1) lediglich, dass die Rechnungen bereits vollständig im Zuge des Betriebsprüfungsverfahrens dem Finanzamt "vorgelegt" worden seien. Das jetzige nochmalige Einfordern werde als Schikane verstanden, da es sich hierbei um eine Unzahl von Belegen handle und die Beibringung dieser bereits "vorgelegten" Unterlagen einen enormen Zeitaufwand nach sich ziehe. Die Steuerpflichtige werde dem Ersuchen des Finanzamtes nicht Folge leisten und die mühselige und zeitlich umfangreichste Arbeit nicht auf sich nehmen und die Buchungsbelege nicht "noch einmal" heraussuchen und diese kopiert bzw. gescannt vorlegen (siehe Seite 2 erster Absatz). Aufgrund dessen forderte das Bundesfinanzgericht selbst die Beschwerdeführerin mit Beschluss vom 30.09.2024 (OZ 62) auf, die den (aufgelisteten) verbuchten Aufwendungen zugrundliegenden fehlenden Rechnungen gegenüber dem Bundesfinanzgericht offenzulegen. Nach zwei Anträgen auf Fristverlängerung (OZ 64 und OZ 71) und einem Hinweis des Bundesfinanzgerichts auf die ausstehende Offenlegung (siehe den Beschluss vom 31.01.2025 [OZ 85]) brachte der steuerliche Vertreter im Schreiben vom 11.02.205 (OZ 91) vor, bezüglich der vom Bundesfinanzgericht geforderten Offenlegung der Rechnungen werde mit gesondertem Schreiben Stellung genommen (Seite 2). Mit Schreiben vom 27.02.2025 (OZ 104) brachte der steuerliche Vertreter zu den fehlenden Rechnungen vor, die Beschwerdeführerin habe sich seit der Aufforderung des Bundesfinanzgerichts vom 30.09.2024 "laufend damit beschäftigt, die geforderten Rechnungen aus den Belegsammlungen 2010 bis 2014 beizubringen und offenzulegen". Der Beschwerdeführerin und allen Mitarbeitern der Abteilung Rechnungswesen sei "die Art und der Ort der Belegablage bekannt", jedoch sei trotz Durchsicht aller möglicher Akten und Aktenteilen ein Auffinden der begehrten Rechnungen nicht möglich. Diese Belege seien offensichtlich im Zuge der Betriebsprüfung entnommen, eingesehen und kopiert, aber nicht wieder ordnungsgemäß jenen Ablagen, wo sie sich im Originalzustand befunden hätten, zugeführt worden. Dass sich Rechnungen ordnungsgemäß abgelegt in den Akten befunden hätten, sei "unbestritten", da im Zuge der Betriebsprüfung Rechnungen kopiert und zu den BP-Akten genommen worden seien. Offensichtlich habe das Finanzamt nach Einsichtnahme eine "eigenwillige Form der Belegaufbewahrung gewählt", welche für die Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar sei. Jetzt seien die Originalrechnungen nicht mehr an jenen Orten auffindbar, wo sie sich vor der Prüfung befunden hätten (Seite 2 Punkt 3). Dass im Zuge der Anfertigung von Rechnungskopien Belege aus der Belegsammlung vom Finanzamt hätten entfernt werden müssen, ergebe sich schon aus dem Arbeitsablauf bei Anfertigung von Kopien. Die Frage der neuerlichen Ablage, wo und wie diese erfolgt sei, könnten einzig und allein die beiden Prüfungsorgane des Finanzamtes beantworten (Seite 2 Punkt 4). Der Prüfer ***R*** ***L*** gab zu diesem Vorbringen befragt an, dass sie beim steuerlichen Vertreter Einsicht in die Belegsammlung genommen hätten (ca. 100 in einem Raum aufgereihte Ordner). Bei den Transportfremdleistungsaufwendungen sei es schwer gewesen, die Belege zu den Aufwandsbuchungen zu finden. Es habe keine eigenen Ordner für die Fremdleistungen gegeben. Wie die Ordnung der Belegsammlung aufgebaut gewesen sei, könne er heute nicht mehr sagen. Die Ordnung sei für ihn nicht nachvollziehbar gewesen. Die Belege seien durch Blättern in der Belegsammlung gesucht worden. Das Auffinden von Belegen über diese Transportaufwendungen sei seiner Erinnerung nach schwer, das gilt sowohl für das Auffinden konkreter Rechnungen, als auch für das Auffinden dieser Rechnungen im Allgemeinen. Wenn mir vorgehalten wird, dass der stV nun vorbringt, dass der Bf. und allen Mitarbeiterinnen der Abteilung Rechnungswesen die Art und der Ort der Belegablage bekannt ist, so gebe ich an, dass ich das nicht nachvollziehen kann, weil die Rechnungen nach meiner Wahrnehmung nicht gesammelt an einem bestimmten Ort oder nach einem bestimmten System gruppiert in der Belegsammlung gesammelt waren. Wir als Prüfer haben keine Originalbelege mitgenommen, weder gesammelt noch einzeln. Wir haben vor Ort Kopien am Gerät des stV gemacht. Zur Vorgangsweise beim Kopieren gebe ich an, dass ich den Ordner durchgeblättert habe. Wenn ich eine Rechnung gefunden habe, habe ich diese Rechnung an einem der beiden Löcher des Ordners ausgehängt, sodass diese Rechnung im Ordner sichtbar blieb. Wenn ich den Ordner fertig durchgesehen habe, bin ich zum Kopierer gegangen. Dort habe ich den Ordner an den jeweils solcher Art markierter Stellen aufgeschlagen, die Rechnung herausgenommen, kopiert und an derselben Stelle wieder eingeordnet. Das habe ich mit jeder Rechnung des Ordners gemacht. Es wurden nicht alle Rechnungen kopiert, weil das Auffinden in der Belegsammlung so schwierig und zeitintensiv war. Aufgrund der geschilderten Vorgangsweise beim Kopieren kann ausgeschlossen werden, dass Rechnungen vom Finanzamt in der Belegsammlung bei der Rückführung verreiht wurden (siehe die Niederschrift vom 07.03.2025 (OZ 108). Die Beschwerdeführerin und die Abgabenbehörde sind sich somit einig, dass das Heraussuchen der in der Belegsammlung verteilt abgelegten Rechnungen zeitaufwändig und mühsam ist bzw. wäre. Dass die Abgabenbehörde die von ihr kopierten Rechnungen verreiht hätte, kann nach der (in der mündlichen Verhandlung verlesenen) Aussage des Prüfers ***R*** ***L*** bezüglich der Vorgangsweise beim Kopieren ausgeschlossen werden. Im Übrigen müssten dann zumindest noch jene Rechnungen, die die Prüfer nicht in der Belegsammlung gefunden und kopiert haben (also genau die fehlenden Rechnungen), an jenem "Ort der Belegablage", der "der Beschwerdeführerin und allen Mitarbeitern der Abteilung Rechnungswesen" "bekannt" ist, auffindbar sein. Das Vorbringen im "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" vom 16.04.2025 (OZ 122), wonach Barzahlungen ein taugliches Instrumentarium zur Begleichung von Rechnungen und weder verboten seien, noch es spezielle gesetzliche Vorgaben gebe, wie diese abzuwickeln seien, und es irrelevant sei, ob aus Schlampigkeit, Zeitdruck oder bewusstem Vorgehen keine Bestätigungen ausgestellt würden (Seite 2), trifft auf den Beschwerdefall nicht zu. Denn die Barzahlung von Rechnungsbeträgen an ausländische Rechnungsaussteller ohne Bestätigung des Geldübernehmers widerspricht der sich aus der erhöhten Mitwirkungspflicht bei Sachverhalten mit Auslandsbezug ergebenden Beweisvorsorgepflicht (vgl. nochmals VwGH 16.04.2024, Ro 2022/13/0017, wonach die erhöhte Mitwirkungspflicht bei Sachverhalten mit Auslandsbezug eine entsprechende Beweisvorsorgepflicht mitumfasst). Dem Vorbringen des steuerlichen Vertreters im "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" vom 16.04.2025 (OZ 122), dass von den Prüfern kopierte Rechnungen nicht mehr im Akt des Finanzamtes auflägen und dies nicht zu Lasten der Beschwerdeführerin ausgelegt werden könne (Seite 5), ist entgegenzuhalten, dass ein Abgabepflichtiger im verwaltungsgerichtlichen Verfahren seine Offenlegungspflicht (§ 119 BAO) auch dann erfüllen muss, wenn die Abgabenbehörde Ablichtungen von Geschäftspapieren, Schriften und Urkunden bei der Außenprüfung nicht zum Akt genommen hat oder Ablichtungen in Verstoß geraten sind. Zur Verjährungseinrede: Die Verjährungsfrist beträgt fünf Jahre (vgl. § 207 Abs. 2 BAO). Die Verjährung beginnt in den Fällen des § 207 Abs. 2 mit dem Ablauf des Jahres, in dem der Abgabenanspruch entstanden ist (vgl. § 208 Abs. 1 lit a BAO). Werden innerhalb der Verjährungsfrist (§ 207) nach außen erkennbare Amtshandlungen zur Geltendmachung des Abgabenanspruches von der Abgabenbehörde unternommen, so verlängert sich die Verjährungsfrist um ein Jahr. Die Verjährungsfrist verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn solche Amtshandlungen in einem Jahr unternommen werden, bis zu dessen Ablauf die Verjährungsfrist verlängert ist (vgl. § 209 Abs. 1 BAO). Bei der Körperschaftsteuer 2010 hat die Verjährungsfrist mit Ablauf des Jahres 2010 zu laufen begonnen. Die Verjährung wäre nach fünf Jahren mit Ablauf des Jahres 2015 eingetreten. Durch den Erstbescheid vom 14.10.2011 hat sich die Verjährungsfrist um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2016 verlängert. Bei der Körperschaftsteuer 2011 hat die Verjährungsfrist mit Ablauf des Jahres 2011 zu laufen begonnen. Die Verjährung wäre nach fünf Jahren mit Ablauf des Jahres 2016 eingetreten. Durch den Erstbescheid vom 15.11.2012 hat sich die Verjährungsfrist um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2017 verlängert. Bei der Körperschaftsteuer 2012 hat die Verjährungsfrist mit Ablauf des Jahres 2012 zu laufen begonnen. Die Verjährung wäre nach fünf Jahren mit Ablauf des Jahres 2017 eingetreten. Durch den Erstbescheid vom 11.11.2013 hat sich die Verjährungsfrist um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2017 verlängert. Bei der Körperschaftsteuer 2013 hat die Verjährungsfrist mit Ablauf des Jahres 2013 zu laufen begonnen. Die Verjährung wäre nach fünf Jahren mit Ablauf des Jahres 2018 eingetreten. Durch den Erstbescheid vom 10.12.2014 hat sich die Verjährungsfrist um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2019 verlängert. Durch die Besprechung am 14.04.2016 und das am 04.05.2016 ausgefertigte Schreiben "Vorhalt 4" wurde die Verjährungsfrist bei der Körperschaftsteuer 2010 um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2017 verlängert. Durch die Besprechung am 27.06.2017 und die Auskunftsersuchen zu den vier Rechnungsausstellern an Slowenien und Kroatien am 30.06.2017 wurde die Verjährungsfrist bei der Körperschaftsteuer 2010 und 2011 jeweils um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2018 verlängert. Durch die Besprechung am 05.12.2018 und das am 07.12.2018 ausgefertigte Schreiben "Vorhalt 12/2018" (OZ 40) wurde die Verjährungsfrist bei der Körperschaftsteuer 2010, 2011 und 2012 jeweils um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2019 verlängert. Durch die Zeugeneinvernahmen vom 14.10.2019, vom 16.10.2019 und vom 11.11.2019 sowie die Schlussbesprechung vom 05.12.2019 wurde die Verjährungsfrist für die Körperschaftsteuer 2010, 2011, 2012 und 2013 jeweils um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2020 verlängert. Bei der Körperschaftsteuer 2014 hat die Verjährungsfrist mit Ablauf des Jahres 2014 zu laufen begonnen. Die Verjährung wäre nach fünf Jahren mit Ablauf des Jahres 2019 eingetreten. Durch den Erstbescheid vom 28.01.2019 hat sich die Verjährungsfrist um ein weiteres Jahr bis zum Ablauf des Jahres 2020 verlängert. Die angefochtenen Bescheide wurden am 17.08.2020 zugestellt. Der Einwand der Verjährung ist daher nicht berechtigt. Zum Einwand der überlangen Verfahrensdauer: Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass die Verfahrensdauer übermäßig lang gewesen sei (Seite 2 des Beschwerdeschreibens [OZ 1]), ist für die entscheidungsgegenständliche Abgabenfestsetzung ohne Belang, weil es sich weder bei der beschwerdegegenständlichen Abgabenfestsetzung noch bei der darüber zu treffenden Rechtsmittelentscheidung um Ermessensentscheidungen handelt. Wenn der steuerliche Vertreter der Beschwerdeführerin dazu im "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" vom 16.04.2025 (OZ 122) die Vorlage jener Schriftsätze begehrt, mit denen die Abgabenbehörde die lange Prüfungsdauer gegenüber der Oberbehörde habe rechtfertigen müssen, so ist darauf hinzuweisen, dass ein diesbezügliches Antragsrecht nicht existiert. Abgesehen davon hat die Abgabenbehörde dem Bundesfinanzgericht keine diesbezüglichen Schriftsätze übermittelt (andernfalls sie der steuerliche Vertreter der Beschwerdeführerin bei der Akteneinsicht am 25.11.2024 gesehen hätte). Zum neuerlichen Antrag auf Akteneinsicht: Am 25.11.2024 hat der steuerliche Vertreter der Beschwerdeführerin die Akteneinsicht genommen (siehe Aktenvermerk OZ 68). Mit Schreiben vom 14.04.2025 (OZ 124) hat der steuerliche Vertreter der Beschwerdeführerin einen neuerlichen Antrag auf Akteneinsicht gestellt, sich jedoch diesbezüglich nicht mehr beim (zur Gewährung der Akteneinsicht bereiten Bundesfinanzgericht) gemeldet. Wie der Verwaltungsgerichtshof mehrfach ausgesprochen hat, ist die Gestattung ein Realakt, der nicht einer besonderen Genehmigung bedarf und es bei der Partei liegt, diese Möglichkeit zu nützen (vgl. VwGH 29.02.2024, Ra 2022/13/0005). Zum Einwand des zu kurzen Zeitraums zwischen Zustellung der Vorladung und der anberaumten Verhandlung: Zum Einwand der (bei der mündlichen Verhandlung abwesenden) Beschwerdeführerin, dass der Zeitraum zwischen Zustellung der Vorladung und der anberaumten Verhandlung zu kurz gewesen sei, ist darauf hinzuweisen, dass der Termin für die mündliche Verhandlung am 21.05.2025 - nachdem die für 23.04.2025 anberaumte mündliche Verhandlung (OZ 113) wegen einer Reise des ***X*** ***X*** vertagt wurde (OZ 123) - vom steuerlichen Vertreter der Beschwerdeführerin in Kenntnis der vorangehenden Abwesenheit und des Rückkehrzeitpunktes des ***X*** ***X*** selbst vorgeschlagen wurde und sogar ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass "sowohl der Beschwerdeführer als auch Parteienvertreter verfügbar sind" (siehe die E-Mail vom 31.03.2025 [OZ 118]). Eine frühere Zustellung der Vorladung zur mündlichen Verhandlung am 21.05.2025 war dem Bundesfinanzgericht nicht möglich, weil der Beschwerdeführer der Post seine Ortsabwesenheit bekanntgegeben hat (siehe den Beschluss über die Abberaumung der mündlichen Verhandlung, der von der Post mit den Vermerken "Empfänger ist ortsabwesend von 19.04.2025 bis 10.05.2025" und "keine Zustellung möglich" an das Bundesfinanzgericht zurückgestellt wurde [OZ 130]). Das Bundesfinanzgericht hat die Vorladung zur mündlichen Verhandlung am 21.05.2025 nach der Rückkehr des ***X*** ***X*** (Ankunft 12.05.2025) rasch ausgefertigt (Abfertigung: 12.05.2025). Die Vorladung wurde nach einem Zustellversuch am 14.05.2025 bei der Post hinterlegt (Beginn der Abholfrist: 15.05.2025; siehe OZ 133) und von ***X*** ***X*** erst am 21.05.2025 (9:53 Uhr) abgeholt (siehe OZ 140/5). Auf Seiten der Beschwerdeführerin wurde es verabsäumt, das Dokument mit der Vorladung zur mündlichen Verhandlung zeitgerecht abzuholen (im Hinblick auf den vom steuerlichen Vertreter selbst für 21.05.2025 vorgeschlagenen Verhandlungstermin musste damit gerechnet werden, dass das hinterlegte Dokument die Vorladung zur mündlichen Verhandlung an diesem Tag enthält). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der steuerliche Vertreter persönlich am 16.04.2025 einen "Vorbereitenden Schriftsatz zur mündlichen Verhandlung" mit Beilagen (OZ 122), in dem umfassend alle Einwendungen zusammengefasst wurden, eingebracht hat (dieses Schreiben wurde bei der mündlichen Verhandlung vollständig verlesen). Die mündliche Verhandlung wurde mit der Verkündung des Erkenntnisses geschlossen. Der angefochtene Bescheid betreffend Körperschaftsteuer 2010 war daher insoweit abzuändern, als Aufwendungen aufgrund von Rechnungen von ***Person-B*** s.p. von insgesamt 32.514 € (108.119,30 € abzüglich Summe lt. MIAS-Meldungen ergibt nicht anerkannte Aufwendungen von insgesamt 75.605,30 €) zu berücksichtigen waren. Die Beschwerden betreffend Körperschaftsteuer 2011 bis 2014 waren hingegen als unbegründet abzuweisen. Steuerliche Hinzurechnungen lt. Erkenntnis: | | K 2010 | K 2011 | K 2012 | K 2013 | K 2014 | Einkünfte lt. Erstbescheid | -85.191,93 € | -76.520,51 € | 195.487,80 € | 83.441,93 € | 106.246,70 € | ***T*** - ***K*** s.p. | 54.096 € | 79.680 € | 80.230 € | 7.040 € | - | ***L*** d.o.o. | 37.825 € | 36.540 € | 60.725 € | 208.585 € | 237.490 € | ***P*** ***T*** d.o.o. | - | - | 29.260 € | - | - | ***Person-B*** s.p. | 75.605,30 € | 3.957,65 € | - | 17.325 € | - | Einkünfte lt. BFG | 82.334,37 € | 43.657,14 € | 365.702,80 € | 316.391,93 € | 343.736,70 € Gegen ein Erkenntnis des Bundesfinanzgerichtes ist die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird. Da diese Voraussetzung im Hinblick auf die oben wiedergegebene Rechtsprechung nicht vorliegt, war auszusprechen, dass die Revision nicht zulässig ist. Graz, am 4. Juli 2025

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Senat - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/2100499/2021
ECLI
ECLI:AT:BFG:2025:RV.2100499.2021
Stammnummer
148335
Gültig
04.07.2025 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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