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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/2100499/2021

Empfängerbenennung: § 162 BAO und § 22 Abs. 3 KStG 1988

geltende FassungBescheidbeschwerde - Senat - ErkenntnisRV/2100499/2021vom 04.07.2025Teil 2 von 7
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Es ist vorgekommen dass ich die Rechnung meines Vaters an ***X*** mitgenommen habe, weil ich zu dieser Zeit als Fahrer bei ***X*** beschäftigt war. Ich habe dieses Kuvert in einen Postkasten am Firmengelände ***X*** eingeworfen oder bei ***E*** gelassen, wenn er da war. Zahlungsfrist waren 30 Tage, mehr weiß ich nicht. So musste die Rechnung nicht per Post geschickt werden, was 2-3 Tage dauerte, so ging es am selben Tag. Ich bin sicher nicht als Angestellter bei der Firma meines Vaters für ***X*** gefahren. Ich bin für ***J*** gefahren für die Steiermark und Slowenien, als ich bei meinem Vater angestellt war im Jahr 2007. 2007/2008 bin ich erinnerlich für die slowenische Firma ***P2*** 9 Monate gefahren, in den Jahren 2008 bis 2011 3 Zi Jahre für die slowenische Firma ***K3*** gefahren, bei der slowenischen Firma ***G2*** von erinnerlich 2011 bis 2014, im Jahr 2014 bin ich nach Österreich - im August waren es 5 Jahre - gekommen und ein paar Wochen für Spezial Transporte, ***Ort-L***, und danach für ***X*** fast 2 Jahre gefahren, seit 2016 bei ***B2***. Wie haben sich ***X*** und ihr Vater kennengelernt? Das weiß ich nicht, er hat mir davon nichts erzählt. Ich war als Sohn gleichgestellt wie seine Mitarbeiter. Das war auch ein Grund, dass ich mir eine andere Firma gesucht. Wenn die Arbeit dort erledigt war, war es dann das. Zurück zu Ihnen: Sind Sie persönlich für die Fa. ***X*** gefahren? Gab es ein Beschäftigungsverhältnis zwischen Ihnen und der Fa. ***X*** / ***X*** ***X***? Ja, ab 2014 bin ich knapp 2 Jahre für ***X*** gefahren. Haben Sie in dieser Zeit Arbeitsaufzeichnungen angefertigt, Aufzeichnungen geführt, wann Sie wo und für welche Firma gefahren sind? Sind diese Aufzeichnungen noch vorhanden? Ich habe alles mit Scanner gemacht, in der Früh, ich bin nur die Strecke Steiermark - Kärnten gefahren, hatte da 15 - 20 Kunden, am Freitag war ich dann tot. Ich bin um ca 5 Uhr morgens gestartet, bin um 17 Uhr zurück gewesen, da war keiner mehr in der Firma. Ich bin 5 Tage die Woche gefahren. Im Fuhrpark wurden die Arbeitszeiten eingetragen, Eintrag, wenn ich losgefahren bin, Eintrag wenn ich zurück gekommen bin. Fuhrparkleiter war ***J*** ***E***. Die Fahrerkarte habe ich gesteckt, monatlich wurde die Fahrerkarte ausgelesen. Gespeichert werden 3 Monate. Die Karte habe ich auch Herrn ***E*** gegeben. Er war unregelmäßig vor Ort, ich habe ihn nicht so oft gesehen. Ich bin mit ihm nicht per Du. Er war Ansprechperson für die Fahrer, wenn etwas kaputt war. ***X*** haben wir bei der Weihnachtsfeier gesehen. In welchen Ländern haben Sie die Transporte für die Fa. ***X*** durchgeführt? Ich bin Steiermark - Kärnten gefahren, manchmal bin ich in die Obersteiermark, wenn weniger Aufträge waren. Ich bin immer innerhalb von Österreich gefahren. Befragt, den Ablauf eines Transportauftrages zu schildern, wie ich zu den Aufträgen gekommen ist, gebe ich an: Der Disponent, ein ***P*** und später ein ***S*** (arbeitet jetzt bei ***E***) - die Familiennamen weiß ich nicht, hat mir alles vorbereitet: ich habe entweder die Lieferscheine bekommen oder auch eingescannt, habe dazu die Paletten geladen. Ich bin mit einem 3-Achser, auch mit Hänger, gefahren. Ich selbst hatte nie etwas mit Bestellungen, der Organisation oder Abwicklung von Transportaufträgen zu tun. Beispielweise habe ich an das Finanzamt Paletten von Papier geliefert. Wie wurde ein erledigter Transport abgerechnet? Welche Personen waren involviert, welche Papiere wurden ausgetauscht, welche Bestätigungen sind erfolgt? Bei meinen Fahrten habe ich nur Lieferscheine mit gehabt - eine Kopie für den Kunden, eine Kopie für mich/***X***, die vom Kunden gegen gezeichnet wurden. Rechnungen habe ich keine mitgehabt. Die Firma hatte ca 100 Mitarbeiter, ich weiß nicht wer das gemacht hat. Ich hatte nie Kontakt zur Buchhaltung oder zum Sekretariat. Ist es gängige Praxis, dass ein Fahrer den Transportlohn (als Bargeld) von der Fa. [Bf] bekommt und dieser Fahrer diesen Betrag in seiner Firma abgibt? Im Fuhrparkbereich gab es auch fremde Frächter, es gab ja auch Nachtlinien zu fahren. Es gab einige kroatische Frächter, Subfrächter. Die ***X***-LKWs haben die Firmenaufschrift ***X***, daneben als Werbung auch [***X2-GmbH***], ***Firma-F*** und ***X5-GmbH***. Ich konnte keine Beobachtungen machen, ob Bargeld ausgehändigt oder entgegen genommen wurde. Mir sind keine Kuverts aufgefallen. Mir war es wichtig, möglichst rasch meine Aufträge zu erledigen, um zu meinen Kindern zu kommen. Ich interessiere mich nicht für andere Frächter oder für ***X***. Meinen Lohn habe ich regelmäßig auf mein Bankkonto in Slowenien, ***Ort-P*** überwiesen bekommen, brutto war € 1.500,00, netto ca € 1.300,00. Richtig ist, dass ich regelmäßig Überstunden gemacht habe, im Monat waren das ca 250 Stunden. Diese Stunden wurde immer bar ausbezahlt in einem Kuvert, gegen Bestätigung, das waren zwischen € 500,00 und € 800,00. Ich bekam monatlich den Lohnzettel, die Überstunden waren da nicht erfasst. Weil die Überstunden nicht richtig abgerechnet wurden, gingen einige Fahrer zur Arbeiterkammer. Ich weiß nicht, wie das ausgegangen ist. Das Kuvert mit dem Bargeld habe ich von Herrn ***J*** ***E*** bekommen. Ich habe sofort das Bargeld kontrolliert und auf einer Liste in meiner Zeile die Auszahlung bestätigt. Das war für alle Fahrer gleich. Wie viele Seiten diese Liste hatte kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich habe immer unten unterschrieben. Betrag ist sicher keiner dabeigestanden. Auf dem Kuvert stand mein Name. Manchmal war bei ***J*** ***E*** auch ein ***M*** - Nachname weiß ich nicht - dabei. Zuvor war ***M*** Busfahrer, dann war er im Lager und mit ***J*** zusammen. Ich habe für meinen Vater nie Bargeld angenommen oder übergeben. Ich bin ja als Angestellter meines Vaters im Jahr 2007 nie für ***X*** gefahren, da bin ich mir ganz sicher. Bekamen Sie Bargeld von der Fa. ***X*** mit dem Auftrag an ihre Kollegen deren Löhne auszuzahlen? Ich bekam immer nur mein Kuvert. Ich habe nie für einen Kollegen ein Kuvert mitgenommen oder bestätigt, ich wurde auch nie darum gebeten. Warum wurde das Dienstverhältnis aufgelöst? Für mich war es zu viel Stress, die Überstunden wurden nicht gut bezahlt. Nach Hause hatte ich 86 km, ich bin täglich die 3/4 Stunde nach Hause gefahren. Ich habe keinen Kontakt mehr zu ***X*** ***X***. Im Frühjahr hat mich ***K2*** angerufen, der hatte meine alte Nummer. 5 Minuten später hat mich ***X*** angerufen, ob ich als Zeuge ins Finanzamt kommen möchte, das Telefonat hat keine 2 Minuten gedauert. Ich habe geantwortet, ja natürlich. Herr ***K2*** ist glaube ich jetzt Geschäftsführer. Wenn man bei ***X*** arbeiten will muss man sich bei ***K2*** melden. Aus meinem Ort arbeiten sicher 3 Personen bei ***X***. Befragt zu nachstehenden Personen: ***J*** ***C***: Ich glaube er ist von einer kroatischen Firma, ich meine LKWs stehen bei ***X***. Mein in Deutschland bei einem Unfall verstorbener Kollege ist erinnerlich bei ***C*** gefahren. Ich kenne ihn vom Sehen, persönlich habe ich keinen Kontakt zu ihm. Er ist ca 190 cm groß, 120 kg. Befragt, ob mir die Firma ***L*** etwas sagt: Nein, habe ich noch nie gehört. Wie schreibt man das? Das muss eine slowenische Firma sein. Gefragt, ob ich eine Firma ***Firma-S2*** kenne? Ja, ***Firma-S2*** habe ich schon gesehen. Ich meine ***C*** ist Chef dieser Firma. Nicht weit von meinem Ort ***Ort-P*** gibt es eine Werkstätte für Service, wo ich LKWs mit ***Firma-S2*** und ***X5-GmbH*** gesehen habe. ***J*** ***E***: Ich kenne ihn als Fuhrparkleiter bei ***X*** und er war für meinen Lohn zuständig. Was er jetzt macht weiß ich nicht. Möchten Sie zu den gestellten Fragen etwas ergänzen? Warum musste ich kommen, für Papa oder ***X***? Sowohl für ihren Vater als auch für ***X***. Mein Vater war 10 Jahre für ***F***, dann bei ***J***. Er ist 1 - 2 Jahre für ***X*** gefahren, dann hat er einen kleinen Bus und einen kleinen LKW gekauft und seine Firma gegründet und in seiner guten Zeit seinen Fuhrpark vergrößert, da war ich nicht mehr bei ihm in der Firma. Der Niederschrift vom 16.10.2019 (OZ 43) über die Zeugeneinvernahme ***J*** ***E*** ist zu entnehmen: Sie wurden uns als Zeuge von der Firma [Bf] (Fa. ***X***) genannt. Wissen Sie darüber Bescheid? Vor ca 1 Woche haben ich und ***X*** ***X*** kurz besprochen, dass es um Subfrächter ginge, weil ich ihn informiert habe, dass ich eine Ladung bekommen hätte. Es gab sicher keine Vorankündigung von seiner Seite, dass ich in seinem Verfahren genannt werde. Herr ***X*** ***X*** hat mir keine inhaltlichen Anweisungen gegeben. Ich habe auch mit keinen Subfrächtern oder auch ehemaligen Dienstnehmern diesbezüglich Kontakt aufgenommen. Hat Sie die Steuerberatungskanzlei ***F*** (Herr ***S***, Herr ***W2***) kontaktiert? Nein, es gab keine Gespräche oder Anreden diesbezüglich seitens dieser Kanzlei. Ich kenne nur Herrn ***S*** namentlich. Es hat mich auch keine andere Person zur heutigen Ladung kontaktiert. Herr ***J*** ***E***; uns ist bekannt, dass Sie als Dispo-Leiter für Subunternehmen bei der Fa. ***X*** in den Jahren 2010 bis 2012 gearbeitet haben. Ja, das stimmt, Inlands-Dispo. Beschreiben Sie ihren Aufgabenbereich als Dispo-Leiter: Ich habe bei ***X*** im Jahr 2010 begonnen, war immer für Dispo zuständig. Dazwischen auch Fuhrpark, dh Reparaturen, Service, teils Fahrer betreut, als Angestellter nur Dispo. Immer Dispo-Inland, das sind Transporte innerhalb von Österreich, auch ausländische Frächter, die aber österreichische Strecken übernommen haben. Dispo-Inland bedeutet: ich habe unsere eigenen Fahrer betreut, koordiniert, Streckenplanung, Lade- und Entladeplanung. Ich habe keinen Zugang zu online-Banking, Bargeld-Kassa. Ich habe keine Berechtigungscodes. Das macht alles die Buchhaltung. Haben Sie als Dispo-Leiter nach dem Transport die Rechnungen von den Subunternehmen erhalten? Wem haben Sie diese Rechnungen dann in der Firma übergeben? Ich habe nie Rechnungen von Subfrächtern erhalten. Auch nicht mit der Forderung, der Urgenz, dass diese Rechnungen bezahlt werden sollen. Von Subfrächtern ausgestellte Rechnungen gehen direkt in die Buchhaltung. Befragt, den Ablauf eines Transportauftrages zu schildern, wie solche Aufträge vergeben werden, wie und wo die erledigten Transporte gemeldet werden, gebe ich an: Subfrächter wurden über eine Plattform ***T*** oder ***T*** eingekauft, der Auftrag wird reingestellt. Unsere Kunden brauchen Transporte und wir wählen über diese Plattform unsere Subfrächter zur Durchführung. Diese Subfrächter mit LKW bis 40t holen die Ware dann entweder direkt beim Kunden oder ich organisiere, dass die Ware bereits bei uns vor Ort ist zum Transport. Sie sind auch bei ***X5-GmbH***, ***PLZ*** ***Ort-L***, beschäftigt. Mit welchen Aufgaben sind Sie bei dieser Firma/diesen Firmen betraut? Ich bin auch hier Dispo-Leiter, auch für Inland, zuständig für die großen Transporte, wenn ***X5-GmbH*** auch Paketdienste anbietet. Die ***X5-GmbH*** hat keinen Fuhrpark. Dh es handelt sich hier um eine reine Spedition. Ergänzend zur Transportauftragsabwicklung: Für Aufträge wird entweder bei ***X*** oder bei ***X5-GmbH*** angefragt. Beide Unternehmen arbeiten über diese Plattform. Es ist transparent, ob ein ***X5-GmbH*** oder ein ***X*** Kunde anfragt. Ich habe auch zwei getrennte Email-Adressen, für ***X5-GmbH***: ***J***.***E***@***X5-GmbH***.at Beide Firmen haben den selben Firmensitz, ich betreue als Dispo-Leiter die jeweiligen Anfragen von einem Tisch aus. Wie wird ein erledigter Transport abgerechnet? Welche Personen waren involviert, welche Papiere wurden ausgetauscht, welche Bestätigungen sind erfolgt? Als Dispoleiter organisiere ich nur. Alle Details werden über diese elektronische Plattform abgewickelt. Aufträge werden ausgedruckt. Die Frächter bekommen sonst die Frachtpapiere per Email geschickt. Aber wie gesagt, das wickelt mein Kollege ab. Wenn Aufträge abgewickelt worden sind, geht es zur Rechnungslegung in die Buchhaltung. Ich habe hier keine Kontroll- oder Überwachungsaufgaben. Der Auftrag wird eingegeben mit Ware, Strecke, Zeitpunkt, die Preise gibt der Disponent, der Kunde ein. Wir geben dann mit einem Aufschlag ein. Zahlungsfristen werden über die ***T*** mit 14 oder 30 Tage Zahlungsziel eingegeben. Ich bin mir sicher, dass es in der Plattform keine Möglichkeit einer Barzahlung gibt. Sie wurden genannt, betreffend die Firmen ***P*** ***T*** d.o.o. und ***T*** ***K*** auszusagen. Ich kenne beide Firmen nicht, beide Firmennamen nicht gehört. Ich kann daher dazu nichts sagen. Vielleicht mein Kollege, Herr ***V*** ***D***. Befragt, ob ich einen Herrn ***J*** ***C*** kenne? Nachdenkend, nein. Als Dispoleiter kenne ich soweit alle Frächter von ***X***. Bei ***X*** bin ich schon seit 1990. Beschreiben Sie bitte ihr berufliches und privates Verhältnis zu Herrn ***X*** ***X***. Wir kommen ganz gut aus. Wir sind per Du. Ich würde als vertrauensvoll beschreiben. Ich vertrete ***X*** nicht in seiner Abwesenheit, dafür gibt es Geschäftsleiter: Herr ***W*** zuständig für Schäden, Büropersonal; Herr ***K2*** zuständig für die eigenen Fahrer, Lager. Beschwerden, ausständige Zahlungen werden über die Buchhaltung abgewickelt. Ich würde unser Verhältnis als freundschaftlich beschreiben. Ich muss nicht alles wissen, ich habe Dispo. Mit mir bespricht er keine strategischen oder geschäftlichen Entscheidungen, dafür wären die Geschäftsleiter zuständig. Ich sehe ***X*** ca 2 mal in der Woche. Wir gehen hin und wieder gemeinsam auf Mittag. Uns gegenüber wird behauptet, dass Sie im Auftrag von der Firma ***X*** an diese beiden Subunternehmen, ***P*** ***T*** d.o.o. und ***T*** ***K***, Bargeld in Kuverts übergeben haben sollen. Wer gab ihnen den Auftrag, die Anweisung hierzu? Wer kann das bezeugen? Gibt es darüber Nachweise, Belege. Erschrocken, Kopf schüttelnd: ich habe noch nie an Subunternehmer Bargeld ausbezahlt. Ich weiß gar nicht, dass Bargeld ausbezahlt wird. Ich weiß nichts davon, dass ein Subfrächter kommt und Bargeld verlangt oder erhält. Auch nie beobachtet. Wüsste auch nicht wer das sein könnte. Ich habe Kuverts schon gesehen. Was da drinnen war weiß ich nicht. Es gab schon Kuverts für Subfrächter, nicht in der Größe von DINA4 sondern DINA5. Solche Kuverts habe ich an Subfrächter schon übergeben. Ich bekam sie auf den Tisch: erinnerlich Kuverts an ***T***, den gibt es nicht mehr; erinnerlich auch an ***Firma-S2***. Es ist schon lange, lange her, weiß nicht mehr in welchen Jahren. Diese Kuverts habe ich entweder von Herrn ***X*** bekommen oder von einem anderen Disponenten, Herrn ***G***. Diese Subfrächter sind spät gekommen, da war ich meistens nicht mehr im Büro. Um 19 bzw 20 Uhr ist dann Schluss. Es gab nur die Anweisungen: da kommt jemand und nimmt das mit. Kuverts waren beschriftet mit Frächterfirma oder Frächtername. Es kam auch vor, dass zusätzlich das Formular CMR dazu gegeben wurde. Befragt, was die Frächter zur Übergabe gesagt hätten: ich meine, die wussten, was da drinnen war. Vor mir wurden die Kuverts nie geöffnet. Es war schon regelmäßig, im Monat könnten es schon ca 10 Kuverts gewesen sein. Neben den zwei genannten Frächterfirmen sind mir keine weiteren Firmen erinnerlich, da bin ich mir schon sicher. Ist es gängige Praxis, dass ein Fahrer den Transportlohn (als Bargeld) von der Fa. ***X*** bekommt und dieser Fahrer diesen Betrag in seiner Firma (Subunternehmen) abgibt? Nein, wie bereits ausgeführt. Wie ist die Praxis bei eigenen Fahrern? Die Fahrer bekommen Ihr Geld aufs Konto überwiesen. Ich arbeite ab 8 bzw 9 Uhr bis längstens 19 Uhr. Ich bekomme keine Überstunden ausbezahlt, sondern erhalte Zeitausgleich. Es war nie der Fall, dass eigene Fahrer von mir Kuverts mit Bargeld als Entlohnung erhalten haben. Das gilt auch für die Subfrächter. Ich habe nie Bargeld an andere ausbezahlt. Ich habe Kuverts an die beiden Subfrächter übergeben, was da drinnen war weiß ich nicht. Ich habe wenige Kuverts in DINA5 an einige eigene Fahrer übergeben. Ich gehe davon aus, dass da Lohnzettel drinnen waren. Dabei reden wir von maximal 15 Kuverts im Jahr. Ich betreue heute ca 100 eigene Fahrer. Der Name vom ***X***-Fahrer stand drauf. Es handelte sich um immer dieselben Fahrer, die wahrscheinlich auch Geldprobleme hatten und zB den Lohnzettel für die Bank brauchten. Es gab keine Liste, da diese Anzahl sehr überschaubar war. Mir wäre auch keine Liste aufgefallen, wo sämtliche Fahrer oder eine größere Anzahl aufgelistet gewesen wäre, auch keine Listen mit Unterschriften von "meinen" Fahrern. Wenn mir vorgehalten wird, dass in einem DINA5 Kuvert Bargeldscheine in Papier auffallen müssten im Gegensatz zu einem gefalteten Lohnzettel in DINA4, so gebe ich an: Ich habe nicht darauf geachtet. Ich habe das Kuvert nicht geschüttelt. Nehmen/nahmen Sie von Fa. ***X***-Kunden Bargeld entgegen? Kuverts? Bargeld, nein. Ich habe schon Kuverts von Subfrächtern entgegengenommen. Wie gesagt ich weiß nicht was da drinnen war. Die Anzahl war überschaubar. Der Subfrächter hat mir Bescheid gegeben, ob für die Buchhaltung oder für ***X*** ***X*** persönlich. Auf diesen Kuverts in DINA5 war meistens der Firmenstempel der Subfrächter oben: ***Firma-S2***, ***T*** und andere. Wir haben 70 Subfrächter aus der ***T***-Plattform. Ich erinnere mich, dass die Kuverts an ***X*** ***X*** immer dicker waren als die an die Buchhaltung. Befragt zu nachstehenden Personen: ***J*** ***C***: Das ist die Firma ***Firma-S2***, er ist der Chef. Er fährt für uns. Ihn sehe ich kaum. Seine Fahrer sehe ich regelmäßig, sie können kaum Deutsch. Er ist ein verlässlicher Frächter. Er fährt auch für andere. Ich habe seine kroatische Mobilnummer. ***R*** ***V***: Er war einmal bei uns, Herr ***T*** war sein Vater, der Subfrächter war. Herr ***V*** war bei uns angestellt vor ca 2 Jahren. Er hat gekündigt, weil er etwas anderes gefunden fährt. Ich meine er fährt bei ***B2*** in ***Ort-T***. Ich weiß es weil er mir Bescheid gegeben hat. Über facebook sind wir befreundet, wo man das auch sieht. Sollte es Schwierigkeiten mit Fahrern geben, ist Herr ***K2*** zuständig. Er wickelt Kündigungen oder Ermahnungen ab. Fallen mir Missstände bei eigenen Fahren auf, so melde ich das Herrn ***K2***. Auch wenn ich für meine Fahrer zuständig bin, wissen sie Der Niederschrift vom 11.11.2019 (OZ 45) über die Zeugeneinvernahme ***J*** ***C*** ist zu entnehmen: Sie wurden uns als Zeuge von der Firma [Beschwerdeführerin] (Fa. [Bf]) genannt. Wissen Sie darüber Bescheid? Ich weiß davon Bescheid, vorherige Woche bekam ich von ***X*** ein Email mit den Kontaktdaten des Prüfers, Herrn ***L***. Wenn ich mit der Firma ***X*** kommuniziere, dann üblicherweise über die Dispo. Im Frühling hatte ich in Kroatien eine Kontrolle und ***X*** gefragt, warum. Es wurden zuletzt 5 Jahre zurück geprüft, es ging um Ausgangsrechnungen an die Firma ***X***. Ich wurde wiederholt wegen ***X*** geprüft, das ist lästig. Ich habe Kopien der Rechnungen an ein kroatisches Finanzamt geschickt und dann nichts mehr gehört. Ich habe mir deshalb schon überlegt, die Geschäftsbeziehung mit ***X*** bis Ende dieses Jahres zu beenden, die Zahlungen sind ... lassen wir dieses Thema. In der Transportbranche hat man ca 10 % Gewinnspanne. Bezüglich einer allfälligen Zeugenbefragung gab es von Seiten ***X*** ***X*** keinen inhaltlichen Kontakt. Hat Sie die Steuerberatungskanzlei ***F*** (Herr ***S***, Herr ***W2***) kontaktiert? Diese Kanzlei, diese Namen nie gehört. Gab es ein Gespräch mit Ihnen mit ***X*** / ***S***/***W2*** / ***F*** vor der heutigen Zeugeneinvernahme? Nein gab es nicht. Nein, nein. Ich bekam vor ca eineinhalb Monaten eine Email von ***X***, dass ich bei der Post ein Schriftstück abholen soll. Ich war dann nicht bei der Post. Und vorher hat mich Herr ***X*** nicht kontaktiert bezüglich einer Zeugeneinvernahme und mir daher auch nicht gesagt, worum es geht oder was ich sagen soll. Befragt zu "***Firma-S2*** Transport" gebe ich an: Das ist mein Unternehmen, es besteht schon seit 29 Jahren, ***Firma-S1*** Transport ***J*** ***C*** (Einzelunternehmen), damit habe ich EU-Lizenzen für Gütertransport, die sind heute sehr schwer zu bekommen. Ich habe daneben auch die ***Firma-S2*** transport d.o.o. (das ist wie eine GmbH), damit mache ich Personentransporte (Bus bis 9 Personen), Cafe- und Werkstättenbetrieb. Seit 2004 kenne ich ***X***, seit 2009 fahre ich praktisch täglich in Sub für ***X***, davor vereinzelte Transporte innerhalb der EU durchgeführt, zB von Italien nach England. Befragt zu "***L*** d.o.o." gebe ich an: Ich kenne diese Firma. Ich habe seit rund 5 Jahren keine Geschäftsbeziehung mehr. Ich kann Bescheid geben, wann ich die letzte Rechnung bekommen habe - das sehe ich auf meinem Computer - die Firma ist in Konkurs gegangen. Befragt zu ***L*** ***S*** Das ist der Geschäftsführer der Firma und meine Kontaktperson. Er ist für mich in Sub gefahren. Er ist auch Linie gefahren, dh täglich meine Linie von Salzburg/Freilassing nach Ljubljana/Slowenien, auch von ***Ort-H*** nach Deutschland. Er ist selbst gefahren oder seine Fahrer. Ich hatte kein freundschaftliches Verhältnis zu ihm, eine normale Geschäftsbeziehung. Wir haben uns nach seinem Konkurs wenige Male zufällig getroffen, er hat heute eine Baufirma. Wir haben keinen regelmäßigen Kontakt. Unterbrechung wegen Parkschein kaufen: 8:45 Uhr, Fortsetzung: 8:51 Uhr Wenn mir Racun br. 11003 und Racun br. 11002 vorgelegt werden, gebe ich an: Wie ist das. Zu 11003: ***L*** ist für ***Firma-S1*** gefahren von Karlovac nach Heilbronn - diese Strecke hat nichts mit ***X*** zu tun. Der händische Vermerk vom 11.4.2011 ist meine Handschrift. Gefragt, wie ***X*** zu dieser Rechnung aus meiner Buchhaltung kommt? Die Rechnung kann nur von mir oder aus der Buchhaltung von ***L*** kommen. Ich wurde weder von ***X*** noch von der österreichischen Steuerberatungskanzlei ***F*** aufgefordert, diese Rechnung aus meiner Buchhaltung herauszusuchen und zu übergeben. Der Vermerk rechts oben URA... ist aus meiner Buchhaltung und bedeutet Eingangsrechnung. IRA würde Ausgangsrechnung bedeuten. Ich frage mich, was meine Eingangsrechnung aus meiner Buchhaltung bei ***X*** macht? Ich kann das einfach nicht glauben! Ich habe immer 35 Cent/km für Fahrten verrechnet, die Eingangsrechnung ist mit 31 Cent/km - es soll niemand sehen wie meine Kalkulation aussieht. Ich betone, jede Rechnung wird von mir mit händischen Vermerken versehen bzw ergänzt. Seit ca 3 Jahren wird die Buchhaltung von meiner Tochter gemacht bzw Belege zur Buchhaltung gebracht. Ich und die Buchhaltung arbeiten dann zusammen. Ohne meine Information geht keine Rechnung rein oder raus. Das gleiche gilt für die Eingangsrechnung 11002. Wenn mir Rechnung Nr 026-2013, Rechnung Nr 022-2013 vorgelegt werden - im Vergleich zu Racun br. 11003 und Racun br. 11002 - gebe ich an: Mir fällt auf: das sind die Rechnungen von ***L*** an ***X***. Bei Rechnungen ***L*** - ***Firma-S2***, dh HR - HR, wird die Rechnung in Kroatisch gestellt und rechts oben die kroatische Bankverbindung angegeben. Bei Rechnungen ***L*** - ***X***, dh AT - HR, wird die Ausgangsrechnung auf Deutsch geschrieben und unten die SEPA-Bankverbindung angegeben. Auch ich würde sie auf Deutsch schreiben. Aus meiner Erinnerung kann ich nicht sagen, ob die Unterschrift von ***L*** im Schriftzug schräg oder horizontal ist im Vergleich dieser 4 mir vorgelegten Rechnungen. Ich habe die Eingangsrechnungen von ***L*** immer überwiesen, nie in bar bezahlt. Seit Kroatien in der EU ist - 2013 - werden alle Rechnungen überwiesen. Davor ist es vorgekommen, dass ich in bar bezahlt wurde. Damals dauerte eine Banküberweisung mehr als eine Woche und war teuer. Für die vorgelegten Eingangsrechnungen von ***L*** mit dem Vermerk "placeno - bezahlt" kann ich Bankbelege über die Überweisungen sicher vorlegen. Wenn mir Rechnung: 11044 , Rechnung: 11045, Rechnung: 11032 vorgelegt werden - im Vergleich zu Racun br. 11003 und Racun br. 11002 bzw Rechnung Nr 026.2013, Rechnung Nr 022-2013 - gebe ich an: Ich sehe, dass ***L*** wohl ein neues Programm hat, weil das Design der Rechnungen anders ist. Es kann sein, dass er das Programm wieder (zurück)gewechselt hat. Hingewiesen auf die "Unterschriftenzeile" der Rechnungen 11044,11045, 11032 - ich halte sie gegen das Licht: hundertprozentig deckungsgleich. Mir ist nur wichtig, wie sind meine Rechnungen zu Ihnen gekommen? In Kroatien sind die Rechnungen 5 Jahre bei der Buchhaltung aufzubehalten und weitere 10 Jahre zuhause. Diese Rechnungen aus 2011 sind bei mir, daher müssen diese Rechnungen schon früher "kopiert" worden sein. Sind Sie darüber informiert worden, dass diese Rechnungen als Beweise für ein Ihnen (Fa. ***Firma-S1***) fremdes steuerrechtliches Verfahren dienen sollen? Nein, es ist niemand gekommen. Wenn jemand gekommen wäre - das sind meine Rechnungen, das ist mein Geschäft - ich hätte niemandem diese Rechnungen gegeben, auch nicht ***X***. Uns gegenüber wird behauptet, dass Sie, die Fa. ***Firma-S1*** an ***L*** bar bezahlt hätten. Ich muss sagen, dass ich überwiegend ***L*** überwiesen habe. ***L*** hatte Probleme mit seinem Geschäftskonto, sodass ich selten auch in bar bezahlt habe. Ich kann meine Kontoauszüge durchschauen und mit meinen ***L***-Rechnungen abgleichen. Ich habe die Buchhaltung von 2004 bis 2013 bei mir zuhause, von 2014 bis 2018 bei meiner Buchhaltung. Hat die Fa. ***X*** Belege, Nachweise über diese behauptete Vorgehensweise der Barzahlung? Ich kann mir nicht erklären wie ***X*** wissen könnte, ob es zwischen ***Firma-S1*** und ***L*** Transportgeschäfte mit Barzahlung gibt bzw gegeben hat. Wer ist/war Ihre Ansprechperson bei der Firma ***L*** und wie haben Sie mit dieser kommuniziert? Ich habe nur den Geschäftsführer ***S*** ***L*** persönlich gekannt, seine Fahrer habe ich nur auf der Straße gesehen bzw erkannt. Haben Sie, hat die Fa. ***Firma-S1*** Transportleistungen mit ***X*** mit Bargeld abgewickelt? Von wo/von wem hatten sie das Bargeld bekommen, wer hat Ihnen das Bargeld übergeben? Nennen sie dessen Namen. Seit dem EU-Beitritt im Jahr 2013 hat ***X*** fast immer mit Banküberweisung bezahlt, davor war es gängige Praxis in bar gegen Bestätigung zu bezahlen. Mit den Kontoüberweisungen gab es immer wieder Probleme. Die Bestätigungen waren für die Buchhaltung von ***X***. Ich meine ich habe unterschrieben, wenn ich Bargeld übernommen habe. Ich habe meistens nachgezählt. Das Bargeld kam aus der Hosentasche von ***X*** oder in einem Kuvert, in allen möglichen betraglichen Kombinationen. ***X*** hat entweder die Rechnung zur Gänze auf einmal bezahlt oder in Raten. Er hat immer bezahlt, wenn auch mit Verspätung. Wenn in bar bezahlt wurde, dann immer von ***X***. Ich hatte ein Buch "Hauskassa ein" und "Hauskasse aus", das war ein Quittungsblock mit Durchschrift und Kopie. Die Buchhaltung muss bei der Ausgangsrechnung einen Vermerk mit Bezug auf Hauskassa gemacht haben. Die Buchhaltung fragte regelmäßig bei mir immer nach dem Stand der Handkassa. Ich kann ja auch von Kassa auf Girokonto einlegen. Ich habe heute auch noch eine Hauskassa, die Einträge erfolgen heute über Computer, eine Bestätigung wird ausgedruckt. Befragt, den Ablauf eines Transportauftrages zu schildern, wie solche Aufträge vergeben werden, wie und wo die erledigten Transporte gemeldet werden, gebe ich an: Wenn ich für ***X*** Linie fahre, dann fahren meine Fahrer, derzeit 29, auch schon zuvor bis zu 40 Fahrer, täglich immer dieselben Strecken - ***Firma-S1*** fährt für ***X*** 6 Linien innerhalb der EU, es gibt keine Linien nur innerhalb Österreich. Die Linie und Entgelt wurden einmal vereinbart. Heute haben wir einen Preis pro Linie/pro Monat (22 Arbeitstage), nicht mehr Preis pro km. Meine Fahrer haben zu ***X*** keinen direkten Kontakt, sondern wickeln alles über die Dispo per Email ab. Die Linien führen nicht über ***Ort-H***. Ich selbst habe auch schon seit Monaten keinen direkten Kontakt bezüglich der Abwicklung der Linien. Wenn Linien wegfallen oder neu dazu kommen, ich habe nur eine begrenzte Zahl an Fahrern, wickle ich das mit der Dispo per Email ab. ***X*** fragt mich natürlich ob ich Interesse an einer neuen Linie habe und dann besprechen wir die Details. Wie wird ein erledigter Transport abgerechnet? Welche Personen waren involviert, welche Papiere wurden ausgetauscht, welche Bestätigungen sind erfolgt? Für meine Firma rechne nur ich persönlich ab. Meine Tochter schreibt die Rechnung nach meiner Anweisung. Wenn Transportleistungen in Sub (SubSub) an die Fa. ***X*** erbracht werden: Wie erfolgte die Rechnungslegung? In den letzten 2 Jahren per Email und per Post, doppelt, wir schreiben einmal im Monat Rechnung. Diese Ausgangsrechnungen an ***X*** sind immer an die Buchhaltung gegangen, nie persönlich. Ich oder meine Fahrer geben die Rechnung im Büro der Buchhaltung ab oder auch bei der Dispo, Herr ***D2***, oder ***D3*** oder ***O***, ***S***, die Familiennamen weiß ich nicht, die waren alle vertrauenswürdig, die haben die Rechnungen an die Buchhaltung weitergeleitet. Die Rechnungen von meinen Subunternehmern bekomme ich heute überwiegend per Email. Ist es gängige Praxis, dass ein Fahrer den Transportlohn (als Bargeld) von der Fa. ***X*** bekommt und dieser Fahrer diesen Betrag in seiner Firma (Subunternehmen) abgibt? Ich fahre seit ca 8 Jahren nicht mehr persönlich. Wenn mit Bargeld bezahlt wurde, dann bin immer ich persönlich nach Österreich gefahren. Meine Fahrer haben nie Bargeld entgegengenommen. Ich habe auch schon seit Jahren kein Bargeld mehr von ***X*** ***X*** bekommen. Ist Ihnen bekannt, dass Rechnungen auch an andere Transportunternehmen von ***X*** in bar bezahlt wurden? Ich habe es 100 Mal gesehen dass ***X*** in bar bezahlt hat. Einige Fahrer? Nein, ich glaube jeden von Slowenien. Ich erinnere mich für diese Angabe an den Zeitraum um 2010. Ob das heute noch so ist weiß ich nicht. ***X*** ist in ***Ort-L*** seit ca 7 Jahren, zuvor war er beim *** in ***Ort-V***. Wir haben zusammengewartet in einem Vorraum in seinem Büro. Dass Bargeld übergeben wurde habe ich persönlich nicht gesehen. Wir sind alle aus demselben Grund gekommen, um bezahlt zu werden, in bar. Das war Freitag nachmittags oder Samstag vormittags, das war nicht der 15te oder 20te. Die Auszahlungen erfolgten monatlich oder zweimal im Monat oder auch einmal in zwei Monaten. Ich erinnere mich an Quittungen, die wir bestätigt haben, an Unterschriftenlisten kann ich mich nicht erinnern. Eine Dame aus seiner Buchhaltung, ***M2***, hat manchmal auch Bargeld für mich hinterlegt gehabt, das ich dann bei ihr geholt habe. Ich habe den Inhalt der Quittung nicht kontrolliert. Ich habe keine Durchschrift einer solchen Quittung erhalten. Es gab nur eine Ausfertigung für ***X***. Beschreiben Sie bitte ihr berufliches und privates Verhältnis zu Herrn ***X*** ***X***. Geschäftlich. Richtig ist, dass ich bei ihm kostenlos wohnen kann - mein Nebenwohnsitz ist bei ihm gemeldet - er könnte auch bei mir in Kroatien übernachten. Es gibt ein Vertrauen zu ihm. Aber enge Freunde mit regelmäßigem Kontakt sind wir keine. ***X*** hat keine rechte Hand. Er macht alles selbst, er muss alles selbst machen. Er hat keine rechte Hand, weil er niemanden findet, der sich engagiert. Befragt zu nachstehenden Personen: ***J*** ***E***: Das ist ***S***, ***S***. Er macht Dispo. Bargeld habe ich von ihm nie erhalten. ***R*** ***V***: kenne ich nicht. Vielleicht kenne ich ihn vom Sehen. Wenn er ein Fahrer ist, ***R***? Mit Nachnamen ***V***, nein. Möchten Sie noch etwas zu den gestellten Fragen und Ihren Antworten ergänzen? Nein. Ich bin zum Zeugen bei Ihnen gekommen, weil ***X*** bzw seine Steuerkanzlei das verlangt hat. Sie können die Niederschrift schon weitergeben. Mir wäre wichtig zu wissen, wie Herr ***X*** oder seine Steuerkanzlei dazu kommt, mich hier für Aussagen zu ***L*** als Zeugen zu nennen. Eigentlich wäre ich auch gerne zuvor von ***X*** darüber informiert worden. Schlussbesprechung Am 05.12.2019 führte die Abgabenbehörde die Schlussbesprechung in Anwesenheit des ***X*** ***X*** und des steuerlichen Vertreters durch (siehe Niederschrift [OZ 46]). Ergänzende Zeugeneinvernahme Mit am 16.12.2019 eingebrachtem Schreiben vom 17.12.2019 (OZ 77) übermittelte der steuerlichen Vertreter der Beschwerdeführerin eine E-Mail des ***X*** ***X*** mit folgendem Inhalt: Anbei die Fragestellung an Herrn ***J*** ***C***, mit der Bitte um Weiterleitung an das FA-GU zH Herrn [Prüfer]. Sollte Dir da noch die Eine oder andere Frage einfallen, dann einfach hinzufügen. 1. Ob er die Fa. ***L*** zu uns gebracht hat, bzw. den Kontakt hergestellt hat. 2. Ob er die Fa. ***L***, bzw. den Chef, bzw. einen Fahrer, bzw. Fahrzeug bei uns in der Firma gesehen hat. 3. Rechnungen gehören verglichen auf: a. Briefpapier, ob es sich hier um das selbe Briefpapier handelt wie bei den Rechnungen an ***X***. b. Ob die Rechnungen die gleichen Unterschriften haben. c. Unterschriftenvergleich ***L*** an ***Firma-S2***, bzw. ***L*** an ***X***. d. Wofür 2 Unterschriften auf den Rechnungen sind. I. Linke Unterschrift II. Rechte Unterschrift e. Pauschalbeträge, wie können solche Pauschalbeträge zustande kommen. 4. Wie gut haben Sie Herrn ***T*** gekannt. 5. Haben Sie mit ihm auch zusammen gearbeitet. 6. Haben Sie Herrn ***T*** oder seine Fahrzeuge oder seine Fahrer bei ***X*** in der Firma gesehen. 7. Haben Sie mit Herrn ***T***, bw. mit seiner Firma zusammen gearbeitet. a. Gibt es Rechnungen von ***T*** an ***Firma-S2***. b. Wie wurde bezahlt, bar oder überwiesen. c. Ist er auch selber gefahren und oder Fahrer. 8. ober er die Möglichkeit hat, ***L*** zu kontaktieren, bzw. ob er die Möglichkeit hat, ***L*** nach ***Ort-H*** zur Befragung bringen kann. Der Niederschrift vom 20.02.2020 (OZ 47) über die nochmalige Zeugeneinvernahme des ***J*** ***C*** ist zu entnehmen: Haben Sie die Firma ***L*** d.o.o. (iF Fa. ***L***) zu der Firma [Beschwerdeführerin] (iF Fa. [Bf]) gebracht, bzw. haben Sie den Kontakt zwischen den beiden Firmen hergestellt? Genau. Die Fa. ***L*** hatte mit der Fa. [Bf] den ersten Kontakt glaublich über ***T*** (Transportbörse). Danach hat er (***L***) mich gefragt, ob ich die Fa. [Bf] kenne, und wie das so ist wegen der Zahlungen, ich meine ob die Fa. [Bf] pünktlich zahlt und so. Haben Sie die Fa. ***L*** bzw. den Chef oder einen Fahrer oder ein Fahrzeug in der Firma [Bf] gesehen? Oftmals, ja. Chef, Fahrer, Autos sowieso. Ergänzende Frage der Behörde: Wann? Das kann ich nicht sagen. Er hatte einmal einen Iveco, dann einen Peugeot, aber wann das war, kann ich nicht sagen. Ich möchte nichts Falsches sagen, es ist schon Jahrelang zurück, aber welche Jahre genau... das weiß ich nicht. Wissen Sie, ob es sich bei dem Briefpapier der Rechnungen der Fa. ***L*** an Fa. [Bf] um das selbe Briefpapier handelt, wie bei den Rechnungen Fa. ***L*** an Fa. ***Firma-S2***? Das weiß ich nicht. Die Rechnungen von Fa. ***L*** kamen meistens mit der Post, manchmal hat er mir diese auch persönlich gegeben. Ergänzende Frage der Behörde: Wenn mir RACUN br. 11002, RECHNUNG: 11032 und RECHNUNG Nr. 022-2013 gebe ich nach deren Vergleichen an: Auf allen ist der Briefkopf und der Stempel von ***L***. Einmal ist es an meine Firma, und zweimal an [Bf]. Die Rechnung: 110032 sieht anders aus als die anderen. Wieso die anders aussieht kann ich nicht sagen. Die RACUN br. 11002 und Rechnung Nr. 022- 2013 sehen ähnlich aus. Die 11002 ist in der kroatischen Sprache (oder kroatische Wort), die MWST ist auch drauf, Bankverbindung ist auch die kroatische. 022-2013 ist auf deutscher Sprache (oder deutsche Wort), Bankverbindung in Slowenien, Maribor, das ist Slowenien, und die Rechnung ist ohne MWST. Auf 11002 und 11032 ist vom ***L*** die kroatische Steuernummer (OIB), die OIB ist immer 11-stellig, und auf der 022-2013 ist diese nicht drauf. Hier steht eine 8-stellige Zahl neben dem Vermerk Steuernummer. Bei einer UID Nummer müsste ein HR, das steht für Kroatien, davorstehen. Was diese 8-stellige Nummer bedeutet weiß ich nicht, Steuernummer ist es aber sicher keine. Irgendwas stimmt mit der Rechnung 022-2013 nicht. Ergänzende Frage der Behörde: Wissen Sie, nach welchem System die Fa. ***L*** die Rechnungsnummer erstellt? Im Jahr 2013 gibt es zum Beispiel die RECHNUNG: 11047 und RECHNUNG Nr. 022-2013, eine Rechnung Fa. ***L*** an Fa. ***Firma-S1*** aus dem Jahr 2011 hat die RACUN br. 11002: Die beiden Rechnungen 11047 und 11002 starten mit 11. Rechnungskreise müssen wir in Kroatien voneinander trennen, Zum Beispiel ist der Transport ein Rechnungskreis, wenn wir dann ein Auto verkaufen, dann ist das etwas anderes, und wir brauchen eine andere Rechnungsnummer oder einen anderen Rechnungskreis. Also wenn wir zum Beispiel ein Auto, einen Tisch oder so aus dem Firmeneigentum verkaufen. Es gibt keine Vorgaben vom Gesetz, die Rechnungen müssen nur fortlaufend nummeriert sein, 1 2 3 4 ect. Ich schreibe meine Rechnungen zum Beispiel "fortlaufende Nummer / Monat / Jahr", das ist aber auch nicht Gesetz, es ist nur für mich leicht zu arbeiten Haben die Rechnungen die gleichen Unterschriften (vorgelegt: RACUN br. 11002, RACUN br. 11003, RECHNUNG: 11032,11044,11045,11047, RECHNUNG Nr. 022-2013, 026-2013)? Das kann ich so nicht sagen, das kann sein. Aber es sieht schon alles gleich aus, Stempel ist gleich, ja, für mich ist das alles gleich. Ergänzende Frage der Behörde: Wenn ich die Unterschriften der Rechnungen 11032,11044,11045 und 11047 vergleiche gebe ich an: Die Rechnungen haben alle die gleiche Unterschrift. Gleicher Stempel. Ergänzende Frage der Behörde: Würden Sie meinen, dass diese Rechnungen alle einzeln unterschrieben wurden? Das ist schwer zu sagen. Wenn ich die Rechnungen aufeinanderlege und gegen das Licht halte, würde ich meinen, dass die 100%ig gleich sind, also die sind gleich. Es sieht aus wie kopiert. Ob es kopiert ist oder nicht, kann ich nicht sagen, das weiß ich auch nicht. Wenn mir die Dokumente RACUN br. 11002 und RECHNUNG: 11032 betreffend einen Unterschriftenvergleich vorgelegt werden gebe ich an: Die sind nicht gleich. Also die rechte Unterschrift auf der 11032 ist gerade, und die von der 11002 ist, wie heißt das, schräg. Also die sind nicht gleich. Die linke Unterschrift, gleich sind sie nicht, aber ähnlich. Wofür sind die beiden Unterschriften auf den Dokumenten (linke Unterschrift, rechte Unterschrift)? Rechts ist Direktor, Direktor heißt Geschäftsführer, in diesem Fall ***L***. Links ist der der fakturiert hat, also wer hat die Rechnung geschrieben. Ergänzende Frage der Behörde: Auf der RACUN br. 11003 steht links unten FAKTURIRAO und auf der Rechnung Nr. 022-2013 steht Buchhalter: Fakturirao heißt, wer die Rechnung geschrieben und geschickt hat. Das kann der Buchhalter sein, aber muss nicht. Bei mir in der Firma unterschreibt meine Tochter links, da sie die Rechnungen schreibt und verschickt. Ich unterschreibe auf meinen Rechnungen nicht. Wie können Pauschalbeträge zustande kommen? Ich zahle zum Beispiel für meine Buchhaltung immer das gleiche, also pauschal, egal ob ich 20 Rechnungen oder 100 Rechnungen im Monat zahle. Transport fahren wir pro Linie, jede Linie hat einen Preis, pauschal, da wird der Preis immer vorher vereinbart. Wenn der Diesel zum Beispiel billig ist, kann man einen billigeren Preis machen, wenn der Diesel teuer ist, kann der Preis auch höher sein, auch bei der Linie, aber nur, wenn der Preisunterschied mehr als ungefähr 20% ist. Also, die Preise werden immer vorher vereinbart, manchmal geht das schriftlich, manchmal setzt man sich so zusammen, ich weiß nicht. Das ist bei Linie. Bei Spedition geht der Preis nach Kilometer. Da gibt es dann keine Pauschale. Wie gut haben Sie Herrn ***T*** gekannt? Er ist gestorben, das weiß ich. Gut kannte ich ihn nicht, bei [Bf] habe ich vielleicht zwei Mal Kaffee getrunken mit ihm, manchmal habe ich Ihm geholfen etwas in Slowenien zu bringen, aber das war alles. Haben Sie mit ihm auch zusammengearbeitet? Nein. ***Firma-S1*** hat keine Rechnungen an ***Person-B*** geschrieben, und er auch nicht an mich. ***Firma-S1*** mit einem L ist das Einzelunternehmen, dass die Transporte macht, ***Firma-S2*** mit zwei L ist wie eine Gmbh. ***Firma-S1*** hat EU Lizenz für große LKW. ***Firma-S2*** hat keine EU Lizenz, damit kann man nur bis 3,5t fahren. Auch ***Firma-S2*** hat mit ***Person-B*** keine Geschäfte gemacht. Haben Sie Herrn ***T*** oder seine Fahrzeuge oder seine Fahrer bei ***X*** in der Firma gesehen? Fast jedes Mal wenn ich auch dort war. Er hatte auch Coperante, wie heißt das, Subunternehmer. Wie die heißen weiß ich nicht, aber, wenn ich die gesehen habe, wusste ich, der fährt für ***B***. Haben Sie mit Herrn ***T***, bw. mit seiner Firma zusammengearbeitet? Nein. Gibt es Rechnungen von ***T*** an ***Firma-S2***? Nein. Wie wurde bezahlt, bar oder überwiesen? Ich brauche nicht zahlen, wenn ich keine Geschäfte mache. Manchmal habe ich für Ihn eine Lieferung nach Kroatien oder Slowenien mitgenommen, aber das habe ich umsonst gemacht, weil ich sowieso gefahren bin. Ist er auch selber gefahren, oder ein Fahrer? Auch selbst, und Fahrer, auch sein Sohn ist gefahren. Haben Sie die Möglichkeit ***L*** zu kontaktieren, und könnten Sie diesen nach ***Ort-H*** zur Befragung bringen? Ich bin nicht in Kontakt mit ihm, ich weiß in welchem Dorf er wohnt, ich könnte es probieren, Telefonnummer habe ich keine mehr von ihm, auch keinen Kontakt mehr. Möchten Sie noch etwas zu den gestellten Fragen und Ihren Antworten ergänzen? Ja. Ich verstehe nicht, wie meine Rechnungen zu Ihnen gekommen sind, von mir und meinem Büro sind diese Rechnungen nicht geschickt worden. Von ***L*** können diese sicher nicht sein, weil auf der Rechnung mein Vermerk der Bezahlung drauf ist, und das ist nur im meiner Buchhaltung. Weder meine Tochter, die damals noch studiert hat, noch ich, noch meine Buchhaltung hat die Rechnung hergegeben. Die Rechnungen 11002 und 11003 sind aber aus meinem registrato, also Ordner, weil da sind ja 2 Löcher in der Kopie zu sehen. Steuerliche Änderungen lt. AP Hinzurechnungen zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb: | | K 2010 | K 2011 | K 2012 | K 2013 | K 2014 | Einkünfte lt. Erstbescheid | -85.191,93 € | -76.520,51 € | 195.487,80 € | 83.441,93 € | 106.246,70 € | ***T*** - ***K*** s.p. | 60.816 € | 79.680 € | 80.230 € | 7.040 € | - | ***L*** d.o.o. | 37.825 € | 36.540 € | 60.725 € | 208.585 € | 237.490 € | ***P*** ***T*** d.o.o. | - | - | 29.260 € | - | - | ***Person-B*** s.p. | 88.480 € | 3.957,65 € | - | 17.325 € | - | Einkünfte lt. AP | 101.929,07 € | 43.657,14 € | 365.702,80 € | 316.391,93 € | 343.736,70 € Bescheide Mit den hier angefochtenen Bescheiden vom 31.08.2020 (OZ 2-6) setzte die Abgabenbehörde im wiederaufgenommenen Verfahren die Körperschaftsteuer 2010 bis 2014 unter Vornahme der Hinzurechnungen wie folgt neu fest: | | K 2010 | K 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | Festgesetzter Betrag | 22.466,32 € | 40.959 € € | 133.979 € € | 137.335 € € | 145.307 € € | Abgabennachforderung | 20.718 € € | 39.209 € € | 126.353 € € | 122.171 € € | 118.745 € € Im Bericht über das Ergebnis der Außenprüfung vom 17.06.2020 (OZ 48) wurde zur Begründung der steuerlichen Nichtanerkennung der Aufwendungen ausgeführt: TZ 1 Fremdleistungsunternehmen Bei der Besprechung am 27.6.2017 (***X***, ***S***, ***W1***, ***L***) wurden seitens der Behörde die Fremdleistungsempfänger ***Person-B*** s.p. (Sl), ***T*** ***K*** ***S*** ***J*** ***C*** S.P. (SI), ***L*** d.o.o. (HR) und ***P*** ***T*** d.o.o. (HR) thematisiert. Alle diese Unternehmer wurden Seitens des geprüften Unternehmens ausschließlich in bar, ohne jeglichen Zahlungsnachweis (Zahlungsbestätigung), bezahlt. Nach Abgleich der von den Unternehmen im Ausland zur Versteuerung gemeldeten Umsätzen, den Beträgen laut Zusammenfassender Meldung und den Fremdleistungsaufwandsbeträgen laut Buchhaltung äußerte die Behörde Ihre Bedenken im Zusammenhang mit den erbrachten Leistungen und insbesondere der getätigten Zahlungen. Es wurde bekannt gegeben, dass die ausländischen Behörden um Zusammenarbeit ersucht werden. Die kroatische und slowenische Behörde wurde ersucht, zu den o.a. Firmen die Sachverhalte zu erläutern und diese zur Beantwortung der Fragestellungen beizuziehen. Es wurde u.a. ersucht zu erörtern, - worin das Hauptgeschäft der im Ausland ansässigen Firme besteht - ob die im Ausland ansässigen Firmen mit dem geprüften Unternehmen in geschäftlicher Verbindung standen/stehen - ob die Zahlungen stattgefunden haben - ob die im Ausland ansässigen Firmen in Österreich tätig sind/waren - ob die im Ausland ansässigen Firmen Dienstnehmer beschäftigen - ob die im Ausland ansässigen Firmen überhaupt über die Möglichkeit verfügen in Österreich zu arbeiten - ob die im Ausland ansässigen Firmen Leistungen für das geprüfte Unternehmen erbracht - und dafür ein Entgelt bezogen haben - welche Dienstnehmerverträge, Zahlungsnachweise und Rechnungen vorliegen. TZ 2 ***T*** ***K*** ***S*** ***J*** ***C*** S.P. (Sl) Auf die in TZ 1 angeführten Fragestellungen wurden folgende Sachverhalte wiedergegeben: The principal economic activities are: the spreading of newspapers and editions, the distribution of unaddressed printed leaflets - advertising leaflets to households, courier services (express mail) and service of document delivery, mostly in Slovenia. He performs other postal and courier activities --- ***J*** ***C*** s.p. daily performed/performs postal and courier activities in Slovenia and not in Austria. He worked alone and with two employed workers (***D*** [Text von der Abgabenbehörde geschwärzt] in period from 7.6.2011 to 29.6.2011 and ***G*** [Text von der Abgabenbehörde geschwärzt] in period from 23.10.2013 to 28.1.2014. Occasionally work has been performed through subcontractors (work through a student service and other sole proprietors). We have compared invoices, invoices which we received with your request (invoices issued of 28.2.2010, 30.4.2010, 30.6.2010 and 31.10.2010) and taxpayers invoices issued on this dates. Financial office established the following discrepancies: -Invoices issued by our taxpayer are in different form, with other numbers and account code -They are addressed to customers from Slovenia and referring to services in Slovenia (courier services, the spread of newspapers and editions) -Invoices have different stamp and different signature of the taxpayer According to the received invoices which you provided to us, our taxpayer made the following statement: -that 99% services were carried out in Slovenia, from 2013 onwards he made some services himself on behalf of the lawyer [Text von der Abgabenbehörde geschwärzt] for the [Text von der Abgabenbehörde geschwärzt]. No other services in Austria were performed. -Company ***Bf-GmbH***, ATU *** and natural person ***X*** ***X***, ***, *** are not known to him and he hears for them for the first time. He also stated that the invoices which he presumably issued to Austrian company are not known to him and he sees them for the first time. -There is no business connection between ***T*** ***J*** ***C*** s.p. and Austrian company ***Bf-GmbH***, ATU *** -That he did not issue invoices to the company ***Bf-GmbH*** -That invoices which you provided to us (no. 0029 of 28.2.2010, no. 0063 of 30.6.2010, no. 0048 of 30.4.2010) are not signed with Mr ***C*** signature, invoices have not been stamped with his trademark and that invoices issued by him are also formally different. -Mr ***C*** explained that he issues invoices himself and on his computer -He never made a business trip to ***Ort-M*** -That there is physically impossible for him to work in Austria because he daily carried out services in Slovenia - courier services, for which he also have evidence (work specifications, witnesses,...) --- Aufgrund der wie oben dargestellten Angaben des im Ausland ansässigen Unternehmens sowie der Ermittlungsergebnisse besteht Grund zur Annahme, dass den Aufwendungen, welche in der Buchhaltung festgehalten wurden, keine Leistung gegenübersteht, bzw. dass insbesondere die Zahlung nicht stattgefunden hat. Zusätzlich besteht nach Abgleich der von den Unternehmen im Ausland zur Versteuerung gemeldeten Umsätzen, den Beträgen laut Zusammenfassender Meldung und den Fremdleistungsaufwandsbeträgen laut Buchhaltung Grund zur Annahme, dass den Aufwendungen, welche in der Buchhaltung festgehalten wurden, keine Leistung gegenübersteht, bzw. dass insbesondere die Zahlung nicht stattgefunden hat. Der Verdacht, dass den Aufwendungen, welche in der Buchhaltung festgehalten wurden, keine Leistung gegenübersteht, bzw. dass insbesondere die Zahlung nicht stattgefunden hat, sowie das Ergebnis der "Auslandserhebung" betreffend des o.a. Unternehmens wurde der steuerlichen Vertretung sowie dem Geschäftsführer des geprüften Unternehmens bei der Besprechung am 5.12.2018 bekanntgegeben. Mit Schreiben vom 6.3.2019, eingelangt am 8.3.2019, wurde von Seiten der steuerlichen Vertretung unter anderem begehrt, dass durch die zeugenschaftliche Einvernahme des Herrn ***J*** ***E*** (Angestellter Disposition [Beschwerdeführerin]) bewiesen werden kann, dass das o.a. Unternehmen "***T*** ***K***" Subleistungen für die [Beschwerdeführerin] erbracht hat. Zudem soll Herr ***E*** zur Zahlung von Rechnungen durch die Übergabe von Kuverts in bar befragt werden, da dieser diese Tätigkeiten in Abwesenheit des Geschäftsführers übernommen hat. Mit Zeugeneinvernahme vom 16.10.2019 gibt Herr ***E*** an, dass er von dem Unternehmen ***T*** ***K*** noch nie gehört hat, und sich dazu nicht weiter äußern kann. Desweiteren gibt er bekannt, dass er als Dispoleiter soweit alle Frächter von ***X*** kenne. Bei ***X*** sei er schon seit 1990.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Senat - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/2100499/2021
ECLI
ECLI:AT:BFG:2025:RV.2100499.2021
Stammnummer
148335
Gültig
04.07.2025 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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