Findok · UFS-Entscheidungen
UFSK RV/0230-K/03
Seminar mit allgemein gehaltenem Inhalt, Reisen ohne auswärtige Nächtigung
geltende FassungBerufungsentscheidung - Steuer (Referent)RV/0230-K/03vom 29.08.2005Teil 1 von 2
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.
Wortlaut laut Findok
Berufungsentscheidung
Der unabhängige Finanzsenat hat
über die Berufung vom 12. Dezember 2003 des GWA, 1230 Wien, vertreten durch
Mag. Erich Wachernig, Steuerberater in 1030 Wien, gegen die Bescheide des
Finanzamtes St. StGT an der Glan betreffend Einkommensteuer 2001 und 2002
entschieden:
Der Berufung
wird teilweise Folge gegeben. Die angefochtenen Bescheide werden
abgeändert. Die Einkommensteuergutschrift 2001 wird festgesetzt mit
- 1.928,08 € (-26.531 S). Die Einkommensteuergutschrift 2002
wird festgesetzt mit -583,65 €. Die Bemessungsgrundlagen und die
Höhen der Gutschriften betragen
Einkommensteuer 2001
|
Einkünfte aus Gewerbebetrieb
|
-3.418,97 € (-47.046 S)
|
Einkünfte aus nichtselbstständiger
Arbeit
|
26.083,52 € (358.917)
|
Werbungskosten
|
- 347,30 € (-4.779 S)
|
Gesamtbetrag der Einkünfte
|
22.317,25 € (307.092 S)
|
Sonderausgaben: Personenversicherungen,
Wohnraumschaffung
|
-666,92 € (-9.177 S)
|
Sonderausgabe: Kirchenbeitrag
|
-14,53 € (-200 S)
|
Einkommen
|
21,635,79 € (297.715 S)
|
Einkommen gerundet
|
21.634,70 € (297.700 S)
|
Steuer vor Abzug der Absetzbeträge
|
5.216,96 € (71.787 S)
|
allgemeiner Steuerabsetzbetrag
|
-616,05 € (-8.477 S)
|
Arbeitnehmerabsetzbetrag
|
-54,50 € (-750 S)
|
Verkehrsabsetzbetrag
|
-290,69 € (-4.000 S)
|
Einkommensteuer nach Abzug der
Absetzbeträge
|
4.255,72 € (58.560 S)
|
Steuer sonstige Bezüge wie z.B. 13. und 14. Bezug
(220) nach Abzug der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge (225)
und des Freibetrages von 8.500 S mit 6 %
|
132,17 € (1.818,72)
|
Einkommensteuer
|
4.387,89 € (60.378,72)
|
anrechenbare Lohnsteuer
|
-6.315,95 € ( -86.909,41 S)
|
Gutschrift (gerundet gem. § 204 BAO)
|
-1.928,08 € (-26.531 S)
Einkommensteuer 2002
|
Einkünfte aus Gewerbebetrieb
|
-11.631,27 €
|
NSA Starmann GmbH
|
714,03 €
|
NSA Keber GmbH und Co
|
1.890,76 €
|
Werbungskosten, die der Arbeitgeber nicht
|
|
berücksichtigen konnte
|
-347,30 €
|
Gesamtbetrag der Einkünfte
|
-9.373,78
|
Sonderausgaben:
|
|
Personenvers., Wohnraumschaffung
|
-659,97 €
|
Kirchenbeitrag
|
-75 €
|
Einkommen
|
-10.108,75 €
|
Einkommensteuer vor Abzug der
Absetzbeträge
|
0 €
|
allg. Steuerabsetzbetrag
|
-887 €
|
Verkehrsabsetzbetrag
|
-291 €
|
Arbeitnehmerabsetzbetrag
|
-54 €
|
Steuer nach Abzug aller Absetzbeträge
|
-1.232 €
|
Davon nicht erstattungsfähig
|
1.173,49 €
|
davon erstattungsfähig
|
-58,51 €
|
Steuer nach Abzug der Absetzbeträge
|
-58,51 €
|
Einkommensteuer
|
-58,51 €
|
anrechenbare Lohnsteuer
|
-525,14 €
|
festgesetzte Einkommensteuer
|
-583,65 €
Entscheidungsgründe
Abkürzungen:
|
AA
|
AA
|
AS
|
AS
|
Bw
|
Bw.
|
CC
|
CC
|
ET
|
ET
|
EX und Sicherheit
|
EX und SZ
|
FR
|
FR
|
FS
|
FS
|
GA
|
GA
|
GG
|
GG
|
GN
|
GN
|
GU
|
GU
|
HA
|
HA
|
HELI
|
HELI
|
HL
|
HL
|
HZ
|
HZ
|
J
|
J
|
JO
|
JO
|
KAStraße
|
KAStraße
|
KH
|
KH
|
KNA
|
KNA
|
KS
|
KS
|
KU
|
KU
|
Mhof
|
Mhof
|
ME
|
ME
|
MEtalerhof
|
MEtalerhof
|
MO
|
MO
|
MR
|
MR
|
NE
|
NE
|
NUPlatz
|
NU Platz
|
PGUT
|
PGUT
|
PI
|
PI
|
PO
|
PO
|
SCH
|
SCH
|
St StGT
|
St. GT
|
StMA
|
St. MA
|
SEI
|
SEI
|
SEN
|
SEN
|
TG
|
TG
|
TL
|
TL
|
TSCH
|
TSCH
|
UFS
|
UFS
|
VI
|
VI
|
WZ
|
WZ
Mit den bekämpften Bescheiden des Finanzamtes vom 24.
11.2003 betreffend Einkommensteuer 2001 und 2002 erkannte das Finanzamt einen
Teil der Betriebsausgaben nicht an, welche der Bw. in Bezug auf seine
Einkünfte aus Gewerbebetrieb angesetzt hatte. Das Finanzamt stützte
sich bei seiner Entscheidung darauf, dass ein Teil der Belege für
angesetzte Ausgaben nicht vorgelegt worden sei, dass für Internetkosten
kein betrieblicher Anlass zu erkennen sei, dass der Anspruch für
Kilometergeld nur für Fahrten bis zum Höchstausmaß von 30.000 km
gegeben sei, dass ein Teil der Bewirtungsspesen keinen Anbahnungscharakter habe,
dass die Tagesgelder bei den Reisekosten in überhöhtem Ausmaß
geltend gemacht worden seien, und dass bei den Fortbildungskosten Kosten
für Seminare mit allgemeinem, dh nicht berufsspezifischem Inhalt geltend
gemacht worden seien. Die Bescheide seien vorläufig ergangen, da nicht
erkennbar sei, ob es sich bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb um eine
Einkunftsquelle handle.
Der Bw. berief in einem Schriftsatz vom 12.12.2003. Die
Ausgaben für Porti, Büromaterial und Bewirtung seien zum Teil
geschätzt worden. Die Kosten für Seminare stünden im Zusammenhang
mit dem Betrieb des Bw. Als Wertpapierberater habe der Bw. zahlreiche Seminare
besuchen müssen. Die Internetkosten seien betriebsnotwendig. Der Bw. habe
sich am Wertpapiersektor auch mit Hilfe des Internets laufend informieren
müssen. Die zum Teil nicht anerkannten Kosten für Essenseinladungen
seien in der Hoffnung auf das Zustandekommen von Geschäften erfolgt.
Am 13.6.2005 wurde der Bw. vernommen. Er machte dabei
detaillierte Angaben zu seinen Reisen, zu den Bewirtungsaufwendungen, den
Telefon- und Internetkosten, und den besuchten Seminaren.
Der Vertreter des Bw. hat den Antrag auf mündliche
Verhandlung im Schreiben vom 23.8.2005 zurückgezogen.
Über
die Berufung wurde erwogen:
Der Bw. hat im Streitzeitraum als
Privatgeschäftsvermittler den Verkauf von Wertpapieren vermittelt und
daraus Einnahmen im Rahmen der Einkünfte aus Gewerbebetrieb erwirtschaftet.
In diesem Zusammenhang ist strittig, ob ein Teil der von ihm als
Betriebsausgaben angesetzten Kosten einkommensteuerlich abzugsfähig
ist.
I.) Jahr
2002
1.) Ad Km
Geld:
Der Bw. hat im Streitzeitraum mehr als 30.000 km mit dem
PKW zurückgelegt. Er hat hiefür das amtliche Kilometergeld als
Betriebsausgabe angesetzt. Das höchstens zulässige Kilometergeld ist
das Kilometergeld für 30.000 km (Vgl. Doralt, EStG, § 4 Tz 330
"Kraftfahrzeug-Kosten") und beträgt:
|
zulässiges Km Geld 30.000 km x 0,356
€
|
10680 €
|
geltend gemachtes Km Geld
|
11.026,74 e
|
Minderung laut UFS
|
346,74 €
2.) Ad Tages- und
Nächtigungsgelder: Der Bw. machte in der Einnahmen- Ausgabenrechnung
Tages - und Nächtigungsgelder in Höhe von 3.373,80 €
geltend
Dieser Betrag setzte sich wie folgt zusammen
(Reisekostenabrechnungen 2002 mit handschriftlichen Korrekturen, abgekürzt
mit "K"):
|
Monat
|
Tagesgeld (€)
|
Nächtigungsgeld (€)
|
Jänner
|
330
|
45
|
Feber
|
259,60
|
75
|
März
|
156,2
|
60
|
April
|
57,2
|
-
|
Mai
|
431,2 (K
387,2)
|
45
|
Juni
|
349,8 (K
277,2)
|
45
|
Juli
|
255,2 (K
173,8)
|
-
|
August
|
275 (K
226,6)
|
15
|
September
|
382,8 (K
281,6)
|
15
|
Oktober
|
356,4 (K
303,6)
|
15
|
November
|
261,8
|
30
|
Dezember
|
209
|
105
|
Summe
|
3.324,2 (K 2.923,8
€)
|
450
Die Summe aus Tages- und Nächtigungsgeldern (3.324,2
+ 450 €) beträgt ohne handschriftliche Korrekturen laut
Reisekostenabrechnungen des Bw. 3.774,2 €. Abzüglich handschriftlicher
Korrekturen auf den Reisekostenabrechnungen des Bw., die in der obigen
Darstellung mit "K" gekennzeichnet sind, ergibt sich eine Summe (2.923,8 + 450
€) von 3.373,8 €. Dieser Betrag von 3.373,8 € wurde vom Bw. in
seiner Einnahmen- Ausgabenrechnung erfasst.
Die folgenden (siehe Tabelle) in den
Reisekostenabrechnungen des Bw. erfassten Reisen begründen keinen Anspruch
auf Tagesgeld,
- weil sie innerhalb von 25 km zu einem Mittelpunkt der
Tätigkeit des Bw. erfolgt sind oder weil die Reisen den Bw. direkt zu einem
Mittelpunkt der Tätigkeit geführt haben. Mittelpunkte der
Tätigkeit des Bw. waren der Wohnort des Bw. FS sowie CC.
Fast jede Reise des Bw. begann und endigte in FS
(Reisekostenabrechnungen des Bw.). Der Bw. unternahm öfter als 15 Mal
Reisen nach CC . Ab der 16. Reise nach CC (das gilt für Fahrten nach CC
nach dem 19.3.2002) wurde daher auch CC als weiterer Mittelpunkt der
Tätigkeit angesehen und deshalb keine Tagesgelder für Reisen zu diesem
Ort oder in dessen Nahebereich (Entfernungen bis zu 25 km von CC) anerkannt
(vgl. Reisekostenabrechnungen des Bw.).
- Ein Teil der Reisen begründet deshalb keinen
Anspruch auf Tagesgeld, weil der Bw. an dem Tag, für den er das Tagesgeld
geltend gemacht hat, nicht auswärts (dh außerhalb seines Wohnortes
FS) genächtigt hat. In allen Fällen, in denen in der unten
dargestellten Spalte "Nächtigung" ein "nein" vermerkt ist, hat der Bw.
schon allein wegen der fehlenden Nächtigung außerhalb seines
Wohnortes keinen Anspruch auf Tagesgeld.
Die in der Tabelle dargestellten Zahlen 1-15 weisen auf die
ersten 15 Fahrten nach CC hin.
|
Datum (2002)
|
Reiseroute FS- Reiseziel
|
nicht anerkanntes Tagesgeld (€)
|
Dauer der Reise
|
Nächtigung
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
6.1.02
|
CC (1)
|
22
|
13.00-23.00
|
nein
|
8.1.02
|
detto (2)
|
11
|
18.00-23.00
|
nein
|
10.1.02
|
Völkermarkt, Liebenfels
|
15,4
|
15.00-22.00
|
nein
|
12.1.
|
Brückl
|
8,8
|
16.00-20.00
|
nein
|
13.1.
|
CC (3)
|
19,8
|
13.00-22.00
|
nein
|
15.1.
|
detto (4)
|
17,6
|
15.00-23.00
|
nein
|
17.1.
|
Klopein
|
11
|
18.00-23.00
|
nein
|
20.1.
|
Brückl, CC (5)
|
15,4
|
16.00-23.00
|
nein
|
22.1
|
Villach, CC (6)
|
|
|
|
23.1.
|
Brückl, CC (7)
|
|
|
|
25.1.
|
PO
|
15,4
|
11.00-18.00
|
nein
|
31.1.
|
Brückl, CC (8)
|
|
|
|
6.2.
|
WZ (9)
|
13,2
|
14.00-20.00
|
nein
|
7.2.
|
WZ (10)
|
11
|
8.00-13.00
|
nein
|
8.2.
|
CC (11)
|
19,8
|
10.00-19.00
|
nein
|
14.2
|
detto (12)
|
22
|
9.00-19.00
|
nein
|
15.2.
|
CC, (13) Liebenfels
|
24,2
|
8.00-19.00
|
nein
|
18.2.
|
ET
|
13,2
|
9.00-15.00
|
nein
|
14.3.
|
CC, Brückl (14)
|
|
|
|
19.3.
|
Bad Aussee, CC (15)
|
|
|
|
20.3.
|
Maria Saal
|
13,2
|
13.00-19.00
|
nein
|
24.3.
|
CC
|
15,4
|
15.00-22.00
|
nein
|
25.3
|
detto
|
22
|
8.00-18.00
|
nein
|
26.3.
|
detto
|
15,4
|
15.00-22.00
|
nein
|
27.3.
|
PO bei CC
|
11
|
17.00-22.00
|
nein
|
1.4.
|
Rosegg
|
8,8
|
9.00-13.00
|
nein
|
|
|
|
|
|
29.4.
|
VI bei CC
|
24,2
|
|
|
30.4.
|
PO
|
24,2
|
|
|
7.5.
|
CC
|
17,6
|
|
|
8.5.
|
MO
|
26,4
|
|
|
10.5.-12.5.
|
Seminar Saalfelden J. HL
|
22
|
|
|
wie oben
|
Seminar J. HL
|
26,4
|
|
|
13.5.
|
KU bei CC
|
17,6
|
12.00-20.00
|
nein
|
|
|
|
|
|
15.5.
|
GU bei CC (10 km vom Zentrum CCs) und CC
|
26,4
|
|
|
17.5.
|
GU
|
13,2
|
11.00-17.00
|
nein
|
19.5.
|
GG
|
17,6
|
13.00-21.00
|
nein
|
20.5.
|
Rosegg, CC
|
17,6
|
14.00-22.00
|
nein
|
21.5
|
CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 53/02)
|
|
|
22.5
|
CC, VI
|
kein TG geltend gemacht (HA 53/02)
|
|
|
28.5.
|
KS, CC
|
26,4
|
|
|
29.5.
|
Maria Saal bei CC
|
13,2
|
9.00-15.00
|
nein
|
2.6.
|
CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 54/02)
|
|
|
3.6.
|
CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 54/02)
|
|
|
5.6.
|
Liebenfels, Glödnitz
|
15,4
|
16.00-23.00
|
nein
|
10.6.
|
GU siehe 15.5.
|
24,2
|
|
|
17.6.
|
Graz
|
19,8
|
8.00-17.00
|
nein
|
18.6.
|
CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 54/02)
|
|
|
20.6.
|
Feldkirchen
|
17,6
|
15.00-23.00
|
nein
|
23.6.
|
KS
|
15,4
|
15.00-22.00
|
nein
|
24.6.
|
CC, Glödnitz
|
kein TG geltend gemacht (HA 54/02)
|
|
|
30.6.
|
KS
|
22
|
12.30-22.30
|
nein
|
2.7.
|
VI
|
kein TG geltend gemacht (HA 55/02)
|
|
|
4.7.
|
Brückl
|
15,4
|
13.00-20.00
|
nein
|
7.7.
|
KS
|
15,4
|
16.00-23.00
|
nein
|
8.7.
|
VI
|
kein TG geltend gemacht (HA 55/02)
|
|
|
9.7.
|
Murau, Knappenberg
|
15,4 + 13,2
|
9.00-16.00 und 18.00-24.00
|
nein
|
11.7
|
Graz
|
19,8
|
15.00-24.00
|
nein
|
12.7.
|
CC, Feldkirchen
|
kein TG geltend gemacht (HA 55/02)
|
|
|
15.7.
|
KS
|
19,8
|
13.00-22.00
|
nein
|
16.7.
|
CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 55/02)
|
|
|
20.7.
|
FR
|
13,2
|
15.00-21.00
|
nein
|
21.7.
|
KS
|
13,2
|
15.00-21.00
|
nein
|
29.7.
|
KS
|
24,2
|
8.00-19.00
|
nein
|
30.7.
|
FR, CC
|
24,2
|
13.00-24.00
|
nein
|
2.8.
|
St. GT, ME
|
26,4
|
|
|
4.8.
|
KS
|
15,4
|
15.00-22.00
|
nein
|
15.8.
|
Ledenitzen
|
22
|
13.00-23.00
|
nein
|
25.8.
|
KS
|
17,6
|
14.00-22.00
|
nein
|
27.8.
|
ME (19 km von FS entfernt), VI, CC
|
26,4
|
|
|
28.8.
|
St.MA bei CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 56/02)
|
|
|
29.8.
|
Zweinitz
|
13,2
|
18.00-24.00
|
nein
|
30.8.
|
CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 56/02)
|
|
|
31.8.
|
Maria Saal
|
11
|
9.00-14.00
|
nein
|
2.9.
|
VI
|
kein TG geltend gemacht (HA 57/02)
|
|
|
4.9.
|
KS, CC
|
26,4
|
|
|
5.9.
|
Wernberg
|
13,2
|
13.00-19.00
|
nein
|
7.9.
|
GA, St. GT
|
26,4
|
7.00-19.00
|
nein
|
8.9.
|
Lölling, KS
|
kein TG geltend gemacht (HA 57/02)
|
|
|
9.9.
|
ET bei CC und GA bei FS
|
kein TG geltend gemacht (HA 57/02)
|
|
|
|
|
|
|
|
10.9.
|
ME (19 km von FS entfernt) und CC
|
26,4
|
|
|
11.9.
|
St. GT
|
26,4
|
|
|
12.9.
|
ME (siehe 10.9.), CC
|
26,4
|
|
|
19.9.
|
Wernberg
|
17,6
|
13.30-21.30
|
nein
|
23.9.
|
Guttaring
|
13,2
|
16.30-22.30
|
nein
|
25.9.
|
WZ
|
kein TG geltend gemacht (HA 57/02)
|
|
|
1.10.
|
Maria Saal, ME
|
22
|
13.00-23.00
|
nein
|
2.10
|
Flattnitz
|
15,4
|
9.00-16.00
|
nein
|
11.10.
|
Graz
|
17,6
|
16.00-24.00
|
nein
|
18.10
|
Oberhof
|
11
|
16.30-21.30
|
nein
|
22.10.
|
CC, ME (siehe 10.9.)
|
26,4
|
|
|
25.10.
|
Weitensfeld, St. GT
|
19,8
|
7.00-16.00
|
nein
|
26.10.
|
FR
|
15,4
|
8.30-15.30
|
nein
|
27.10.
|
ME, CC
|
kein TG geltend gemacht (HA 58/02)
|
|
|
28.10.
|
WZ
|
kein TG geltend gemacht (HA 58/02)
|
|
|
31.10.
|
GU, NE
|
24,2
|
12.00-23.00
|
nein
|
6.11.
|
GG, ME
|
26,4
|
|
|
8.11.
|
Fohnsdorf
|
15,4
|
17.00-24.00
|
nein
|
12.11.
|
GG, ME
|
26,4
|
|
|
14.11.
|
GG, NE
|
26,4
|
|
|
18.11.
|
Laßnitz
|
8,8
|
18.00-22.00
|
nein
|
27.11.
|
Pörtschach
|
11
|
18.30-23.30
|
nein
|
28.11.
|
Oberhof
|
6,6
|
17.00-20.00
|
nein
|
12.12.
|
KU
|
11
|
12.00-17.00
|
nein
|
30.12.
|
Stadl
|
11
|
10.00-15.00
|
nein
|
Summe des nicht
|
anerkannten Tagesgeldes
|
1.489,40 €
|
|
Die Fahrten nach WZ vom 6. und 7. 2. 2002 sind ebenso zu
beurteilen wie Fahrten nach CC, weil WZ zur politischen Gemeinde CC gehört.
Diese beiden Fahrten gelten daher als 9. und 10. Fahrt nach CC innerhalb der
Anfangsphase von 15 Tagen. Obwohl diese beiden Fahrten vom 6. und 7.2.2002
innerhalb der Anfangsphase von 15 Tagen betreffend Fahrten nach CC erfolgt sind,
kann dem Bw. hiefür kein Tagesgeld zugestanden werden, weil er an diesen
Tagen nicht auswärts genächtigt hat.
Folgende Fahrten lösen keinen Anspruch auf Tagesgeld
aus:
- Die Fahrten nach VI (insbesondere vom 29.4.2002 und vom
27.8.2002), weil VI zur politischen Gemeinde CC zählt;
- Die Fahrten nach PO (insbesondere am 30.4.2002), weil PO
nur 15 km von CC (NU Platz) entfernt ist;
- Die Fahrt nach MO, weil MO nur 14 km von CC (NU Platz)
entfernt ist;
- Die Fahrten nach KU (insbesondere 13.5.), weil KU nur 8
km von CC (NU Platz) entfernt ist;
- Der Aufenthalt in Saalfelden zwischen 10.und 12. 5.2002,
um dem Seminar von J HL beizuwohnen, weil die Informationen, die der Bw. und die
übrigen Teilnehmer des Seminars vom Vortragenden J HL erhalten haben, nur
sehr allgemein gehalten waren, sodass sie für viele Berufsgruppen
verwendbar gewesen wären (siehe Punkt 5.) "Seminar, Fortbildung".
- Die Fahrten nach GU (insbesondere 15.5., 10.6., 31.10.)
bei CC, weil GU sich in einer Entfernung von 10 km von CC (NU Platz ) befindet,
somit innerhalb des Nahebereiches von CC;
- Die Fahrten nach KS (insbesondere 28.5.,30.6. und 4.9.),
weil KS nur 12 km von CC (NU Platz) entfernt ist;
- Die Fahrten nach FR (insbesondere 30.7.), weil FR nur 16
km von CC (NU Platz) entfernt ist;
- die Fahrten nach ME (insbesondere 2.8., 27.8., 10. und
12.9., 22.10. und 6.11.), weil ME nur 18 km von FS (KAstraße) entfernt
ist;
- nach St. GT (insbesondere 2.8., 7.9. und 11.9.), weil St.
GT nur 20 km von CC (NU Platz) entfernt ist;
- nach GA (insbesondere 7.9.), weil GA nur 16 km von FS,
KAstraße, entfernt ist;
- nach NE (insbesondere 31.10. und 14.11.), weil NE nur 16
km. von FS, KAstraße, entfernt ist;
- nach GG (insbesondere 6.11., 12.11., und 14.11.), weil GG
nur 16 km von CC (NU Platz) entfernt ist;
(Die Entfernungen wurden mit Hilfe des Internet-
Routenplaners, siehe http://www.at.map24.com, ermittelt)
|
VomBw. geltend
gemachte Tages- und Nächtigungsgelder
|
3.373,80 €
|
Reduktion des Tagesgeldes laut UFS
|
1.489,40 €
|
abzugsfähige Tages- und
Nächtigungsgelder
|
1.884,40 €
3.)
Ad
Bewirtung:
Folgende Aufwendungen wurden vom Finanzamt im Einzelnen
nicht anerkannt:
|
Rechnung mit Datum
|
bewirtete Mitarbeiter
|
aufgewendeter Betrag
|
Rechnung Kurvenwirt 17.11.
|
Hr. HZ
|
25,20 €
|
Schladming 16.11.
|
Hr. HZ H.
|
24,52 €
|
Pizzeria Cafe Pavillon 24.8.
|
Hr. HZ, KH, SCH,
|
39,70 €
|
|
TSCH
|
|
Summe
|
|
89,42 €
Die Hälfte dieser Summe, somit 44,71 € wurden
vom Finanzamt als nicht abzugsfähig behandelt.
Hiezu wird bemerkt:
Die Bewirtung dieser Personen (mit Ausnahme des Herrn TSCH)
steht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Versuch des Bw., die genannten
Personen als seine "Mitarbeiter" zu gewinnen. Unter "Mitarbeiter" ist eine
Person zu verstehen, die vom Bw. in den Beruf des selbstständigen
Wertpapiervermittlers eingeführt wurde, die vom Bw. zu diesem Beruf
ausgebildet wurde. Wenn diese Person erfolgreich den Abschluss eines
Wertpapiergeschäftes vermittelt hat, hat nicht nur diese Person eine
Provision erhalten, sondern auch der Bw., weil er diese Person ausgebildet hat.
Die genannten Bewirtungsspesen stellen daher Bewirtung von Personen dar, die der
Bw. als seine Geschäftsfreunde gewinnen wollte. Diese Bewirtungen (mit
Ausnahme der Bewirtung des Herrn TSCH) dienten somit der Werbung; eine
ausschließliche berufliche Veranlassung dieser Bewirtungen ist anzunehmen
(Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, Seiten 3 und 4).
Zur Rechnung vom 24.8.:
|
aufgewendeter Betrag
|
39,70 €
|
davon auf die Bewirtung des Herrn TSCH entfallend: 39,70 :
4
|
9,94 €
|
davon 50% nicht abzugsfähig
|
4,96
|
|
|
Vom Bw. geltend gemachter Bewirtungsaufwand
|
173,45 €
|
Abzug laut UFS
|
-4,96 €
|
abzugsfähiger Bewirtungsaufwand
|
168,49 €
4.) Ad Telefon,
Internet:
986,14 € wurden vom Finanzamt als Betriebsausgabe
anerkannt (HA 48/02). Der Bw. hatte jedoch in seiner Einnahmen- Ausgabenrechnung
1458,44 € angesetzt. Die vom Finanzamt als Kosten des Internet- Zuganges
angesehenen Kosten von 472,30 € wurden nicht zum Abzug zugelassen, da sich
aus den vorgelegten Unterlagen nicht ableiten lasse, dass ein eigenes Programm
speziell für Wertpapiervermittler erworben worden sei. Allgemeine
"Surfkosten" seien gem. § 20 EStG 1988 nicht abzugsfähig. Der
Privatanteil bei den Einnahmen sei entsprechend gekürzt
worden.
Hiezu wird bemerkt:
Die tatsächlichen Gebühren für die Nutzung
des Internets ("Online- Dienste"), die die TL Austria dem Bw. in Rechnung
gestellt hat, betrugen:
|
Rechnung der TL vom 25.1.2002
|
2,77 €
|
Rechnung der TL vom 22.3.2002
|
3,51 €
|
Rechnung der TL vom 24.5.2002
|
19,39 €
|
Rechnung der TL vom 22.7.2002
|
20,07 €
|
Rechnung der TL vom 23.9.2002
|
23,45 €
|
Rechnung der TL vom 25.11.2002
|
7,97 €
|
Summe
Nettoentgelte für Internet - Nutzung
|
77,16 €
|
USt
|
15,43 €
|
Summe Bruttoentgelte Internet - Nutzung
|
92,59 €
(AV vom 9.6.2005 über ein Telefonat mit Frau PI, TL
Austria AG - Kundenverrechnung, die oben erwähnten Rechnungen der TL
Austria; handschriftliche Aufstellung des Bw. mit der Überschrift
"Telefon+Internet- Rechnungen 2002)
Bei den Telefon- und Internetkosten hielt das Finanzamt
lediglich die Internetkosten für zur Gänze nicht betrieblich
veranlasst. Daher hätte das Finanzamt ausgehend von dieser Ansicht nur
maximal 92,59 € nicht zum Abzug zulassen dürfen. Zudem hätte das
Finanzamt die Telefonkosten von 54,13 € (744,85 S), die es für das
Jahr 2001 wegen Bezahlung 2002 nicht anerkannt hat, für das Jahr 2002
anerkennen müssen.
Der Bw. hat vorgebracht (Berufung vom 12.12.2003), dass es
für einen Wertpapierberater unumgänglich sei, sich am Wertpapiermarkt
laufend zu informieren, weshalb es auch erforderlich sei, das Internet zu
nutzen. Die Richtigkeit dieses Vorbringens wird nicht bezweifelt. Vom
verwaltungsökonomischen Standpunkt aus erscheint es nicht vertretbar, wegen
eines derart geringen Betrages wie 92,59 € (tatsächliche Kosten der
Nutzung des Internet) von den Ansätzen des Bw. abzuweichen. Der Bw. hat von
allen Telefon- und Internetkosten 30% Privatanteil berücksichtigt. Dagegen
bestehen keine Bedenken.
Die Telefon- und Internetkosten, deren Abzug für
zulässig erachtet werden, betragen:
|
Max Mobil
|
986,14
|
Festnetz und Internet
|
373,49 (darin 92,59 € Internetkosten)
|
Tele 2
|
98,81
|
Summe
|
1.458,44
|
Rest aus dem Jahr 2001 = Erhöhung der Telefon- und
Internetkosten laut UFS
|
54,13
|
Endsumme, anzusetzen bei den Ausgaben
|
1.512,57 €
|
davon 30% Privatanteil, anzusetzen bei den
Einnahmen
|
453,77 €
|
Privatanteil laut Einnahmen- Ausgabenrechnung
|
437,53
|
Erhöhung des Privatanteiles laut UFS
|
16,24 €
5.) Ad Seminar,
Fortbildung:
Das Finanzamt erkannte einen Betrag von 411 € als
abzugsfähige Betriebsausgaben an. Der Bw. beantragte einen Abzug in
Höhe von 1.921,87 €.
Das Finanzamt argumentierte: Vereinzelt handle es sich um
Seminare, die der allgemeinen Bildung dienten (z.B. "Sprenge Deine Grenzen,
etc"). Ein Kurs, bei dem eine zweite Person dabeigewesen sei, mache eine
ausschließliche berufliche Verwendung nicht glaubhaft. Die Kosten für
diese Kurse seien nicht abzugsfähig (§ 20 EStG 1988).
Hiezu wird bemerkt:
Bw. war als Wertpapiervermittler tätig und hat
folgende Seminare besucht:
5.1.)
Seminar mit dem Titel "Sprenge Deine Grenzen"
vom 10.-12.5.2005 in Saalfelden mit J. HL
Die Kosten dieses Seminars betrugen 963,80 €. Ferner
fiel eine Tagungspauschale von 105 € an und ein Beherbergungsentgelt von
166 € (Kontoauszug 14.5.2002; Zahlungsbeleg vom 19.4.2002,
Anmeldebestätigung vom 22.4.2002 der Inlife GmbH; Rechnung vom 22.4.2002
der Inlife GmbH; Quittung vom 10.5.02 der Inlife GmbH; Rechnung des Gutes
Brandlhof vom 12.5.2002).
Der Inhalt des Seminars "Sprenge Deine Grenzen" lässt
sich wie folgt zusammenfassen (sinngemäße, zusammenfassende
Wiedergabe):
In diesem Seminar hat der Vortragende J HL insbesondere
folgende "praktische Erfolgs- und Motivationstipps" weitergegeben, die er auch
in einer Broschüre mit dem gleichnamigen Titel zusammengefasst hat und die
er bei diesem Seminar ausgeteilt hat (Niederschrift über die Aussagen des
Bw. vom 13.6.2005, S.6- 9; handschriftliche Mitschrift des Bw. über dieses
Seminar, vorgelegt am 13.6.2005; Broschüre "J HLs 25 praktische Erfolgs-
und Motivationstipps - Tipps von J HL für Beruf, Familie und
Freizeit"):
Die wichtigsten Informationen, die der Vortragende bei
diesem Seminar den Zuhörern gegeben hat, waren folgende:
5.1.1.) Wenn man Erfolg haben will und ein glückliches
und ausgeglichenes Leben führen will, sollte man gleichzeitig auf die
fünf wichtigsten Lebensbereiche Rücksicht nehmen: Beruf, Gesundheit,
Finanzen, Beziehungen und soziales Umfeld (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002,
S. 5,7; Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 7).
5.1.2.) Der Großteil der Menschen ist mit einem
Hamster vergleichbar, der in einem Rad, dem "Hamsterrad" immer läuft und
läuft, ohne anzuhalten und ohne zu überlegen, wo er derzeit steht. Die
Menschen laufen und laufen, schauen nicht nach links oder rechts und machen
ständig dasselbe. Es ist sinnvoll, aus diesem "Hamsterrad" auszubrechen und
zu überlegen, wo ich derzeit stehe, wo ich vor einem Jahr gestanden bin und
wo ich in absehbarer Zeit stehen will. Diese Analyse sollte die fünf
wichtigsten Lebensbereiche (Beruf, Gesundheit, Finanzen, Beziehungen, soziales
Umfeld einbeziehen (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S.5,
7-13):
Die folgenden Fragestellungen sind sinnvoll:
a.) Betreffend den Beruf: Wo stehe ich heute, wo stand ich
vor einem Jahr? Habe ich die mir gesteckten Ziele erreicht? Macht die Arbeit
noch Spaß? Ist das Betriebsklima zufriedenstellend?
b.) Betreffend Finanzen /Wohlstand: Was besitze ich heute?
Habe ich ein Ziel? Wann kann ich von meinen Zinsen leben? Was tue ich für
diese Ziele?
Was tue ich, um diese Ziele zu erreichen?
aa.) Es ist erforderlich, Wissen zu erwerben, und damit nie
aufzuhören
Das weltweite Wissen hat sich in den letzten 2000 Jahren
vervielfacht. 1683 war Gottfried Leibnitz der letzte Mensch, der das gesamte
enzyklopädische Wissen der Menschheit kannte. Heute ist dies nicht mehr
möglich. Es ist vielmehr zweckmäßig, anzustreben, in einem
speziellen Gebiet Experte zu werden. Auf dieses Spezialgebiet sollte sich das
Lernen konzentrieren (Aussagen des Bw. am 13.6.2005, S. 8; Broschüre S. 5;
Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 8).
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Wer damit
aufhört, treibt zurück. Erfolgreiche Menschen hören niemals auf,
zu lernen. Sie lesen permanent Bücher, die sie fachlich, aber auch in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung weiterbringen. Sie besuchen
regelmäßig Seminare. Sie hören regelmäßig Audio
- Kassetten.
Der durchschnittliche Deutsche liest pro Jahr ca 1 Buch,
das ihn fachlich oder in seiner Persönlichkeitsentwicklung weiterbringt.
Wenn Sie auf diesem Gebiet mehr investieren, werden Sie allen Mitbewerbern in
einigen Jahren deutlich überlegen sein.
Lesen Sie täglich eine Stunde.
Der durchschnittliche Berufstätige verbringt pro Tag
50 Minuten im PKW. Hören Sie eine halbe Stunde lang statt Radio Audio-
Cassetten, die Sie in Ihrem Beruf oder in der Persönlichkeitsentwicklung
weiterbringen. Dadurch werden Sie ihr Unterbewusstsein mit wertvollem Wissen
anreichern und erfolgreich denken und handeln.
Ein Seminarbesuch ist das intensivste Lerninstrument.
Suchen Sie sich die besten 6 Seminare aus, die Sie in den nächsten 6
Monaten besuchen werden ( Broschüre "J HLs 25 praktische Erfolgs- und
Motivationstipps, Tipps 3 - 6).
Das Wissen, das Sie dadurch erwerben werden, wird in Ihnen
Glaubenssätze hervorrufen, die Ihr Denken und Handeln beeinflussen werden.
Das Resultat Ihrer Handlungen wird Ihnen zeigen, ob die Glaubenssätze
richtig waren (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002; Aussagen des Bw. vom
13.6.2005, S. 8).
Alles, was wir wiederholt denken oder tun, wird eine
automatisierte Gewohnheit. Alle Gewohnheiten haben wir in 30 Tagen oder 30
Wiederholungen entwickelt. Wenn Sie diese Lerngewohnheiten konsequent
beibehalten, werden Sie nach 2- 3 Jahren ein Fachmann, nach 4-5 Jahren ein
Experte und nach 6-7 Jahren "die" Kapazität sein (Mitschrift des Bw. vom
10.-12.5.2002, S. 2,8,10).
bb.) Es ist sinnvoll, mindestens 10% im Monat zu sparen.
Vergleichen Sie folgende möglichen Anlageformen: Das kann aus ihrem Geld
werden (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S. 10):
|
gesparte Summe pro Monat 200 €
|
Endsumme
|
Prozent
|
Sparstrumpf
|
72.000 €
|
0
|
Sparbuch
|
92.000 €
|
1,6 %
|
offene Immobilienfonds
|
179.000 €
|
5,4 %
|
Lebensversicherung
|
183.000 €
|
5,5 %
|
Aktien
|
537.000 €
|
10,8%
|
Aktienfonds
|
1,150.000 €
|
14,5 %
|
Templeton Growth
|
2,329.000 €
|
17,2 %
c.) Betreffend Gesundheit: Hat sich meine Gesundheit
verbessert? Ist mein Gewicht zufriedenstellend?
Was tue ich, um diese Ziele zu erreichen?
Sinnvoll sind folgende Strategien:
- auf richtige Ernährung achten: Obst, Gemüse,
kohlehydrathaltige Speisen, wenig proteinhaltige Lebensmittel. Probieren Sie
dies eine Woche lang aus und Sie werden erleben, über wieviel mehr an
Energie Sie verfügen werden!
- machen Sie niemals eine Diät!
- Sport betreiben! Ein erfolgreicher Mensch beginnt den Tag
mit körperlicher Ertüchtigung; diese wirkt sich positiv auf die
Leistungsfähigkeit aus (Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 7).
- Zeiten für Erholung einplanen! (Mitschrift des Bw.
vom10.-12.5.2002, S.1, S. 11; Tipp Nr. 13 in der Broschüre)
d.) betreffend Familie: Ist die Familie glücklicher?
Ist der Lebensstandard gestiegen? Habe ich mehr Zeit für die Familie?
Verbringe ich regelmäßig eine sinnvolle Zeit mit der Familie, mit dem
Partner? Welche Pläne haben wir für die Zukunft? Ziehen wir in eine
Richtung (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S. 11?; Broschüre, Tipp
21)?
e.) betreffend soziales Umfeld: Habe ich mehr Freunde oder
sind meine Freundschaften intensiver geworden? Habe ich ausreichende Zeit
für meine Hobbies? Ist mein soziales Engagement ausreichend, beachte ich
das Gesetz von Geben und Nehmen (siehe auch Punkt 5) in ausreichender Weise?
Dieses Gesetz besagt, dass sich Geben und Nehmen die Waage halten müssen,
dass ich jedoch der sein muss, der zuerst gibt. Alles, was ich gebe, sei es
Gutes, oder Schlechtes, werde ich wie durch einen Bumerang zurück bekommen
(Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S. 7,12) ?
Fragen Sie sich: "Welche Lücke (bei meiner Partnerin,
meiner Familie, meinen Freunden würde ich hinterlassen, wenn ich diese Welt
verlassen müsste?" (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S.
26)
Es ist somit sinnvoll, aus dem "Hamsterrad" auszubrechen,
und
- nachzudenken, eine Analyse über den Ist- zustand zu
machen und
- Ziele zu formulieren. Dabei ist es sinnvoll, klar und
deutlich seine Ziele zu definieren. Sie müssen messbar sein. Es ist
wichtig, sich Termine im Zusammenhang mit den Zielen zu setzen. Die meisten
Menschen überschätzen, was sie kurzfristig erreichen können und
unterschätzen, was sie langfristig erreichen können. Setzen Sie sich
große Ziele, aber teilen Sie diese in Etappenziele ein. Die Etappen
sollten klein sein. Wenn Sie ein Etappenziel erreichen, dann feiern Sie!
- Ferner ist es sinnvoll, die bisherigen Strategien zu
überprüfen,
wenn sie schlecht waren, neue Strategien zu ersinnen und
wenn sie gut waren, die Strategien weiterzuentwickeln
(Mitschrift des Bw., S. 13, 14, 24).
5.1.3.) Welche Aktivitäten schieben Sie seit langem
vor sich her? Tun Sie heute den ersten Schritt zu deren
Verwirklichung!
Erfolgreiche Menschen sind Menschen, die handeln,
erfolglose Menschen reden immer nur davon, zu handeln. Bei einer neuen Idee ist
erfahrungsgemäß entscheidend, ob man innerhalb von 72 Stunden ins
Handeln kommt.
Wenn Sie eine Idee haben, schreiben Sie sie immer auf. Wenn
Sie diese Idee verwirklichen wollen, schreiben Sie sich sofort drei Schritte
auf, die Sie innerhalb von 72 Stunden unternehmen werden, um diese Idee zu
verwirklichen. Nur wer schreibt, der bleibt. Schreiben Sie ihre Ziele,
Pläne Strategien und Ideen auf, damit sie sich bei Ihnen einprägen
(Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 6; Mitschrift des Bw. vom 10.12.2002, S. 1,
2 a; Tipps 1 und 12 der Broschüre)
Es ist notwendig, bei notwendigen Veränderungen die
fünf wichtigsten Bereiche im Leben gleichzeitig im Auge zu
behalten:
1. Beruf
2. Gesundheit
3. Finanzen
4. Beziehungen
5. soziales Umfeld (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002,
S. 5)
Die Umwelt ist unser Spiegel. Du hast immer die Mitarbeiter
und Kunden, die Du "anziehst". Dieser Spiegel zeigt uns, welche
Veränderungen nötig sind (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S
27).
5.1.4.) Optimistisch mutig, entscheidungsfreudig
sein!
a.) Je mehr Sie fragen, desto mehr können Sie auch
gewinnen. Je mehr Interessenten z.B. der Verkäufer fragt, desto mehr wird
er verkaufen. Überlegen Sie, wie viel Sie im Leben schon gewonnen haben,
weil Sie den Mut hatten zu fragen, und, wie viel Sie schon verloren haben, weil
Sie nicht gefragt haben. Daher: Welchen Menschen (Chef, Mitarbeiter, Kollegen,
Partner, Freund, Eltern, Vorbild, u.s.w.) könnten Sie heute welche Frage
stellen, um das zu bekommen, was Sie sich wünschen? Machen Sie sich sofort
eine Liste und kommen Sie unverzüglich ins Handeln.
b.) Interne Kommunikation:
Die Qualität der Fragen, die wir uns stellen, ist
entscheidend für die Qualität des Lebens, das wir führen: Wir
fragen z.B. oft, "Schaffe ich das?" Eine solche Frage ist bereits eine
Beschäftigung mit der Möglichkeit des Scheiterns. Stellen Sie statt
dessen die Frage, "Was kann ich tun, um es zu schaffen?" Eine solche Frage
lässt Sie nach Möglichkeiten suchen und diese finden. Daher: Fragen
Sie sich in Bezug auf Ihre persönlichen Ziele, Träume oder
Wünsche: "Wie werde ich das schaffen?"
Achten Sie in Ihrer Wortwahl darauf, positive Worte zu
verwenden, meiden Sie Worte mit eher negativer Tendenz (Anti- Worte), z.B
(Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S. 3):
|
Anti- Worte
|
positive Worte
|
man
|
ich, wir, sie, du
|
möchte
|
kann
|
muss
|
will
|
versuchen
|
tun oder lassen
|
probieren
|
tun oder lassen
|
werde
|
bin
|
vielleicht
|
ja oder nein
|
unmöglich
|
möglich
|
könnte
|
mache
c.) Habe den Mut, zu träumen. Mit Träumen haben
alle großen Leistungen der Menschheit begonnen. Schreiben Sie sofort Ihre
größten Träume und Wünsche auf: Anschließend notieren
sie drei Schritte, die Sie heute noch unternehmen können, um Ihrem
großen Traum näher zu kommen.
d.) Achten Sie heute ausschließlich auf das Positive
und Schöne, das Ihnen begegnet, über das gute Frühstück, das
Wetter über Ihre tolle Partnerin u.s.w. Dann überprüfen Sie heute
abend, wie ihr Tag verlaufen ist und wie Sie sich fühlen.
Eine Vertiefung dieser positiven Einstellung ist die
"Ankertechnik" (Mitschrift des Bw., S. 6):
aa.) Schließe Deine Augen und stelle Dir einen der
erfolgreichsten und schönsten Momente Deines Lebens vor
bb.) Setze einen Anker, sobald das Gefühl, an das Du
Dich erinnert hast, seinen Höhepunkt erreicht hat
cc.) Halte oder wiederhole den Anker, solange das
Gefühl anhält
dd.) Wenn das positive Gefühl nachlässt, beende
den Anker.
ee.) Wiederhole das Ankern mehrmals, bis Du feststellst,
dass es wirkt.
Sinn der Ankertechnik ist es, Freude zu empfinden und
hiedurch Energie für das Berufsleben zu gewinnen. Dies hat auch positive
Auswirkungen auf das Privatleben (Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S.
8).
e.) Alles ist möglich dem, der glaubt. Welche Ihrer
Fähigkeiten können Sie so ausbauen, dass Sie darin ein Meister werden
können? Glauben Sie an Ihre Talente. Bei diesem Seminar forderte der
Vortragende seine Zuhörer auf, mit bloßen Füßen über
Glasscherben zu gehen. Alle kamen dieser Aufforderung nach und niemand verletzte
sich. Diese symbolische Handlung diente dem Vortragenden als Hinweis darauf,
dass es keine Grenzen für Erfolg gibt, das auch das, was dem Zuhörer
zunächst unerreichbar erschienen sein mag, für ihn erreichbar ist
(Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 6,8).
f.) Sagen Sie sich immer und immer wieder: Ja, ich kann es,
ja, ich kann erfolgreich sein. Seien Sie nicht wie ein ausgewachsener indischer
Elephant, den man mit Hilfe eines dünnen Strickes, der um seinen Fuß
gelegt ist, an einem Stab oder Baum anbinden kann, und der nicht auf die Idee
kommt, dass er durch eine rasche Bewegung seines Fußes ohne besondere
Anstrengung den Strick zerreißen könnte. Denn als jungem Elephanten
hat man ihm eine starke Kette um den Fuß gelegt. Er hat damals versucht,
sie zu sprengen, aber ohne Erfolg. So hat er gelernt, dass seine Versuche keinen
Zweck haben und aufgegeben. Seien Sie nicht so wie dieser Elephant.
g.) Die Kraft der Entscheidung! Die Zukunft ist nicht
für Feiglinge, sie gehört den Mutigen! Welche Entscheidungen schieben
Sie schon lange vor sich her? Schreiben Sie jetzt auf, welche Entscheidungen Sie
seit längerer Zeit nicht getroffen haben und entscheiden Sie sich jetzt.
Setzen Sie sich für jede Entscheidung einen Termin, wann Sie sie
verwirklicht haben wollen. Unternehmen Sie in den nächsten 72 Stunden drei
Schritte, damit Sie durch Ihre Entscheidung ins Handeln kommen und etwas in
Ihrem Leben zum Positiven verändern.
Man liebt den Schwachen und folgt den Starken. Sei der Fels
in der Brandung! (Mitschrift des Bw. vom 10-12.5.2002, S. 24, 27; Tipp 2,7,15,
16, 20,22,23 der Broschüre).
5.1.5.) Das Gesetz des Gebens und Nehmens:
a.) "Überlegt nicht, was Euer Land für Euch tun
könnte, sondern überlegt, was Ihr für Euer Land tun könnt!"
Dieser Aufruf des John F. Kennedy kann auf wichtige Bereiche des Lebens und des
Berufes ausgedehnt werden.
Je mehr ein Mensch gibt, desto mehr wird er bekommen,
wenngleich eine zeitliche Verzögerung eingeplant werden muss. z.B. Hilf
anderen Menschen erfolgreich zu sein, gib dein Wissen weiter, dann wächst
auch Du. Sind Sie unzufrieden mit Ihrem beruflichen Erfolg? Dann geben Sie mehr
Nutzen! (z.B. steigern Sie den Kundendienst!) Sind Sie unzufrieden mit Ihrer
Beziehung? Geben Sie mehr Nutzen!
Notieren Sie sofort einige Namen und schreiben Sie auf, wie
Sie diesen Menschen mehr Nutzen geben könnten. Machen Sie sich diese Liste
zu einer täglichen Gewohnheit. Ihr Erfolg und Ihre Lebensqualität
werden sich in kurzer Zeit spürbar steigern (Tipp 8 der Broschüre;
Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S.12,20, 27).
b.) Überlegen Sie, welchen Menschen Sie wofür
dankbar sind.
Es ist nicht wichtig, dankbar zu sein, es kommt darauf an,
dass Sie Ihre Dankbarkeit zeigen! (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S. 28).
c.) Wer nicht lächeln kann, kann nichts
verkaufen!
Wie wäre es, wenn Sie heute jedem Menschen, den Sie
treffen, ein herzliches Lächeln schenken? Sie werden überrascht
über die Wirkung sein, die Sie erzielen. Am meisten profitieren von Ihrem
Lächeln nicht die anderen, sondern Sie selbst (Tipp 9 der
Broschüre).
5.1.6.) Du kannst nur das in anderen anzünden, was in
Dir selber brennt!
Begeisterung hat mit Enthusiasmus zu tun, Enthusiasmus
stammt vom griechischen Wort "Entheos", dh "eins sein in Gott". Alle
erfolgreichen Menschen waren immer von sich und ihrer Tätigkeit
begeistert.
Diese Begeisterung hängt aber auch davon ab, dass Sie
diejenige berufliche Tätigkeit ausüben, zu der Sie berufen sind. Jeder
Mensch hat eine solche Berufung. Dass Sie die Tätigkeit gefunden haben, zu
der Sie berufen sind, können Sie an folgenden Umständen
erkennen:
- Sie fangen an und erzielen schnelle
Fortschritte
- Die Sache macht Ihnen Spaß
Wenn Sie Ihre Berufung gefunden haben, dann geben Sie 110%.
Wenn Sie die Tätigkeit ausüben, zu der Sie berufen sind, ziehen Sie
andere an, begeistern andere und sind dadurch beruflich erfolgreich (Mitschrift
des Bw. vom 10.-12.5.2002, S.3, 4; Tipp 11 der Broschüre; Aussagen des Bw.
vom 13.6.2005, S. 7).
5.1.7.) Kleider machen Leute! Sie sollten bereits heute so
aussehen wie der, der Sie morgen sein wollen. Seien Sie eine Spur besser
angezogen als Ihr Kunde!
Wie sehen Ihre Hauptkunden aus? Welche Kleider tragen Sie?
Tragen sie Schmuck oder eine wertvolle Uhr u.s.w.? Wenn Sie diese Fragen
beantwortet haben, dann legen Sie für sich selbst fest, wie das optimale
Äußere für Sie aussieht, um bei Ihren Kunden den
bestmöglichen Eindruck zu erzielen. Der erste Eindruck ist der wichtigste
(Tipp 17 der Broschüre) !
5.1.8.) Misserfolge, Krisen können
weiterhelfen.
a.) Sie sind nicht negativ, sondern Wegweiser für
unser Leben, die uns zeigen, dass wir die Richtung ändern müssen. Es
gibt nur einen Ort mit 10.000 Menschen, die keine Probleme mehr haben: Der
Friedhof.
Probleme sind nicht gegen uns, sondern für uns
gemacht. Glauben Sie daran, dass Sie für all Ihre Probleme bereits die
Lösungen in sich haben, denn sonst hätten Sie diese Probleme nicht
bekommen. Erfolgreiche Menschen fallen auf Ihrem Lebensweg ebenso hin, wie die
erfolglosen Menschen. Aber sie bleiben nicht liegen, sondern stehen wieder
auf.
In einer Krise ist es sinnvoll,
-sich zu überlegen, "was will mir das Leben dadurch
sagen?",
- die Probleme, die sich ergeben haben, aufzuschreiben, die
Hauptprobleme zu erkennen, das schlimmste, das passieren könnte, zu
erkennen und sodann
- sich Wege zur Lösung überlegen, die Strategie
zu ändern. Das Aufschreiben hilft beim Erkennen der Probleme und dem Finden
von Gegenstrategien (Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 7).
Übernimm immer die Verantwortung für alles, was
Dir passiert.
Nichts ändert sich, außer wir ändern uns!
Wer immer die gleiche Strategie verwendet, wird immer das gleiche Ergebnis
erzielen.
Sind Sie in einem der fünf wichtigsten Bereiche Ihres
Lebens unzufrieden (beruflich, finanziell, gesundheitlich, partnerschaftlich,
soziales Umfeld)? Dann ändern Sie sich, warten Sie nicht darauf, dass sich
die anderen ändern. Beginnen Sie sofort damit (Mitschrift des Bw. vom
10.-12.5.2002, S. 5, 24, 27; Tipp 10,14 und 18 der Broschüre).
b.) Ärgern Sie sich nicht über Kleinigkeiten
(z.B. über Vorfälle im Straßenverkehr). Fragen Sie sich immer,
wenn Sie sich ärgern, ob Sie sich in 6- 8 Wochen noch immer darüber
ärgern werden. Wenn dem nicht so sein sollte, so müssen Sie sich auch
jetzt nicht darüber ärgern (Tipp 19 der Broschüre).
5.1.9.) Beachtung erzeugt Verstärkung!
Unser Unterbewusstsein ist ständig aktiv und
beeinflusst uns permanent. Dabei spielen die Programme unserer Vergangenheit
eine große Rolle. Alles, was Du in Deinem Leben über die fünf
Sinne aufnimmst, wird in Deinem Unterbewusstsein gespeichert und bleibt dort ein
Leben lang. Wie stark ein Programm gespeichert ist, hängt von der Anzahl
der Wiederholungen und der Höhe der Emotionen ab, die mit diesem Programm
verbunden sind. Alles, was wir wiederholt denken oder tun, wird eine
automatisierte Gewohnheit. Alle Gewohnheiten haben wir in 30 Tagen oder 30
Wiederholungen entwickelt. Wie kann man sein Unterbewusstsein möglichst
sinnvoll füllen?
Indem man dafür sorgt, dass im Unterbewusstsein vor
allem positive Programme gespeichert sind. Sind diese Programme positiv
angelegt, wird dadurch unser Unterbewusstsein positiv beeinflusst. Ist das
Gegenteil der Fall, beeinflusst es uns eher negativ. Daher sollten Sie sich mehr
und mehr mit positiven Dingen beschäftigen:
a.) Umgang: Erfolg hängt zu 80% vom Umgang ab. Sage
mir, mit wem Du gehst und ich sage Dir, wer Du bist. Achten Sie darauf, Zeit mit
Menschen zu verbringen, die positiv denken, große Ziele haben,
Begeisterung ausstrahlen, erfolgreich sind. Dieses positive Denken wird Sie
anstecken.
Lernen Sie von erfolgreichen Menschen!
Wenn Sie alle Erfahrungen selbst machen wollen, wird Sie
das viel Zeit, Geld und Misserfolge kosten. Es hat keinen Sinn, täglich das
Rad neu zu erfinden. Es ist besser, von Menschen zu lernen, die bereits
vorgelebt haben, wie man zu einem erfolgreichen Menschen wird.
Welche erfolgreiche Menschen kennen Sie, die Strategien
kennen, die Erfolg ermöglichen? Fragen Sie sich, wie Sie mit diesen
Menschen in Kontakt treten können, um von ihnen zu lernen.
Oder möchten Sie gerne bei einem Arzt, der durch
"eigene" Erfahrungen lernen will, zu den ersten 1000 Patienten gehören?
(Tipp Nr. 25 der Broschüre)
b.) z.B. Bücher und Seminare, mentale
Trainingskassetten, die Sie aufbauen. Vermeiden Sie die Beschäftigung mit
Medien, die hauptsächlich negativ wirken. Nachrichten z.B. bestehen zu 94 %
aus negativen Inhalten. Hören sie 8 - 12 Wochen die gleiche Kassette
z.B. vor dem Einschlafen und wechseln Sie erst dann
Während des Seminars wurden zahlreiche Bücher
empfohlen, z.B. " die sieben Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey,
u.s.w. (S. 18 der Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002).
c.) Beschäftigen Sie sich mit positiven auto -
suggestiven Texten:
Sagen Sie zu sich 1 Mal pro Tag vor dem
Spiegel
" Alles ist möglich
Ich bin ein Gewinner
Ich bin der Beste
Ich schaffe es
Ich erreiche meine Ziele
Ich bin konzentriert
Ich mag mich (ich liebe mich)
ich bin begeistert
ich liebe die Menschen
Ich vertraue und lasse los
Es geht mir von Tag zu Tag und in jeder Hinsicht immer
besser und besser und besser
(Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S 2,3 16-18; Tipp 24
und 25 der Broschüre "J HLs 25 praktische Erfolgs- und
Motivationstipps)
5.1.10.) Materie folgt dem Geist, dh, Erfolg oder
Misserfolg sind Konsequenzen unseres Denkens:
Negative Gedanken, wie z.B. Kummer, Sorgen, Neid, Hass,
Zorn und Wut tragen zum Misserfolg bei, während Mut, Kreativität und
Ziele, die man sich setzt, Erfolg begünstigen. Positive Gedanken, oftmals
wiederholt und dabei intensiv wiederholt, begünstigen Erfolg. In diesem
Zusammenhang lässt sich die Formel aufstellen: positive Gedanken x
hinreichender Zeit (wie oft) x hinreichender Intensität = Erfolg.
(Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S. 19).
Es gibt vier Hauptgesetze:
Glaube, Dienen, Liebe und Verzeihen (Mitschrift des Bw. vom
10.-12.5.2002, S. 19.
Die Menschen denken in drei Hauptdenkebenen: - in
der Denkebene des Zuschauers - des Verlierers oder - des Gewinners
Der Zuschauer
- verhält sich passiv,
- er lehnt Verantwortung ab
- er braucht klare Regeln und Vorgaben
- er führt gerne Anweisungen aus
- er hat Angst vor der Zukunft
- er hat Angst vor Veränderungen
- er jammert und klagt
- er hat keine Ziele
- er ist meist keine
Führungspersönlichkeit
Der Verlierer
- erzählt immer von seinen großen
Träumen
- seine Materie sagt jedoch das Gegenteil
- er wechselt häufig seine Träume
- er kritisiert Ideen anderer
- er kritisiert generell andere
- er kann Lob, Dank und Anerkennung weder annehmen noch
weitergeben
Der Gewinner
- hat klare und große Ziele
- er ist selbstbewusst ("Was andere über Dich denken,
geht Dich nichts an")
- er nimmt Selbst-Verantwortung wahr
- er handelt anders als gewohnt
- er wird immer weitergehen, immer weitermachen, niemals
aufgeben
- er zeigt niemals Zweifel oder
Schwächen.
Selbstbewusstsein kann durch Beachtung der These von den
drei Brunnen (oder Schalen) erlangt werden
Der erste Brunnen, der über den beiden anderen Brunnen
steht, ist der Brunnen der Selbstliebe. Dieser Brunnen muss voll sein. Zuerst
musst Du diesen Brunnen oder diese Schale voll machen. Dann läuft der
Brunnen über, und dessen Inhalt ergießt sich in die
nächstniedrigere Schale, die das "Du" repräsentiert. Dh, wer sich
selbst liebt, liebt andere automatisch. Wenn diese Schale gefüllt ist, kann
sich ihr Inhalt in die nächstniedrigere Schale, die das "Wir"
repräsentiert, ergießen (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2005, S.
23).
5.1.11.) Denken Sie bei all diesen Tipps an das Gesetz der
Konzentration. Es ist besser, wenige Dinge mit viel Energie zu machen. Dann kann
man wachsen. Alles ist möglich (Mitschrift des Bw. vom 10.-12.5.2002, S. 2,
3; Broschüre "J HLs 25 praktische Erfolgs- und Motivationstipps", S. 3;
Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 6-9).
Die obigen Ausführungen sind eine Zusammenfassung des
wesentlichen Inhalt des Seminars.
Der Bw. besuchte dieses Seminar vom 10.-12.5.2002 alleine.
Ursprünglich hatte ihm noch ein weiterer Kollege erklärt, daran
teilnehmen zu wollen. Daher wurden 2 Plätze gebucht. Da der andere Kollege
seine Absicht, teilzunehmen, aufgab, wurde die Buchung auf eine Person reduziert
(Aussagen des Bw. vom 13.6.2005, S. 9).
An diesem Seminar vom 10.-12.5.2002 nahmen
hauptsächlich Finanzdienstleister teil, aber auch selbstständige
Personen aus anderen Berufsgruppen. Z.B. waren auch Mitarbeiter der Fa. "HELI"
unter den Zuhörern. Es handelte sich hiebei um selbstständige
Unternehmer, die den Verkauf von Gesundheitsprodukten, u.a.
Nahrungsergänzungsprodukten vermittelten. Ferner waren auch Mitarbeiter von
Banken Zuhörer bei diesem Seminar. Es nahmen auch viele Firmenchefs daran
teil. Ferner nahmen auch Personen teil, die den Verkauf von Produkten der Fa.
"AA" vermittelten. AA verkaufte damals Reinigungsmittel und Produkte, die mit
Ernährung zu tun hatten. Ferner waren auch Vermittler für den Verkauf
von Versicherungsverträgen unter den Teilnehmern des Seminars (Angaben des
Bw. vom 13.6.2005, S. 9).
Das Seminar dauerte am Freitag, 10. 5.2002, von 18.00 Uhr
bis 23.30 Uhr, am Samstag. 11.5.2002 von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr und am Sonntag,
11.5.2002 von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr (Anmeldebestätigung der Inlife GmbH
vom 22.4.2002).
Rechtliche Beurteilung:
In diesem Seminar wurde den Teilnehmern Wissen von sehr
allgemeiner Art weitergegeben. Daher waren die Informationen, die in diesem
Seminar weitergegeben wurden, für Menschen vieler unterschiedlicher
Berufsgruppen brauchbar. U.a. für jeden, der in seinem Beruf Menschen
überzeugen muss, um erfolgreich zu sein, wäre der Inhalt dieses
Seminars brauchbar. Ein wesentlicher Teil des Seminars diente auch dazu,
Denkanstöße zu geben, die mit Persönlichkeitsentwicklung im
Zusammenhang stehen. Daher sind sämtliche Kosten für dieses Seminar
gemäß
§ 20 Abs 1 Z 2 lit. a nicht abzugsfähig. Davon sind
folgende Kosten (Kontoauszug vom 14.5.2002; Zahlungsbeleg vom 19.4.2002,
Anmeldebestätigung vom 22.4.2002, Rechnung vom 22.4.2002 der Inlife GmbH
umfasst:
|
2 x Tagesgeld laut Reisekostenabrechnung
|
22 €
|
betreffend 10.-12.5.2002
|
26,4 €
|
Summe nicht abzugsfähiges Tagesgeld betreffend
Seminar vom 10.-12.5.2002
|
48,4 €
|
|
|
Eintrittskarte
|
958,80 €
|
Bankspesen
|
5 €
|
Rechnung Gut Brandlhof vom 12.5.02
|
166 €
|
Tagungspauschale
|
105 €
|
nicht abzugsfähige sonstige Kosten - Summe betreffend
Seminar vom 10.-12.5.
|
1.234,8
5.2. Seminar "J.HL Power
Day" am 14.2.2002 in CC
Der Inhalt dieses Seminars, soweit er heute noch
feststellbar ist, lässt sich wie folgt beschreiben (Aussagen des Bw. vom
13.6.2005, Seiten 4 -6):
Die Fa. AS GN, ein Finanzdienstleistungsunternehmen,
organisierte dieses Seminar insbesondere für ihre Mitarbeiter. Das Seminar
war jedoch öffentlich zugänglich. Der Bw. war auf dieses Seminar durch
die Lektüre einer Zeitung aufmerksam geworden. Der Bw. nahm an diesem
Seminar teil, weil er sich persönlich weiterentwickeln und weil er eine
Verkaufsschulung erhalten wollte.
Der wesentliche Inhalt des Seminars bestand in der
Motivation der Zuhörer. Der Vortragende J HL erklärte den
Zuhörern, wie man mit der richtigen Einstellung, mit Charme und einer
dynamischen Ausstrahlung im Beruf Erfolg hat. Er erzählte aus seinem Leben
- er war früher auch im Bereich der Finanzdienstleistungen tätig
- und davon, wie er immer erfolgreicher geworden ist. Der Vortragende strahlte
Begeisterung aus. Er erwähnte, wenn in beruflichen Belangen alles in
Ordnung ist, dass dies auch positive Auswirkungen auf das ganze Leben
hat.
Er sprach auch über Verkaufstaktiken, über welche
Taktiken ist jedoch konkret nicht feststellbar. Der Vortragende empfahl auch,
als Verkäufer auf passende Kleidung, und sauberes und gepflegtes
Äußeres zu achten. Er empfahl, bei Terminen immer pünktlich zu
sein. Das Seminar war für den Bw. motivierend.
Diese Umstände indizieren, dass auch der Inhalt dieses
Normen und Schlagworte
- § 20 Abs. 1 Z 2 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
TagesgeldMittelpunktTätigkeitNächtigungAnfangsphaseSeminarFortbildungallgemeine InformationenPersönlichkeitsentwicklungBerufsgruppeprivate Lebensführung
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- UFS-Entscheidungen
- Dokumenttyp
- Berufungsentscheidung - Steuer (Referent)
- Geschäftszahl
- RV/0230-K/03
- Stammnummer
- 18008
- Gültig
- 29.08.2005 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:13
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF