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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/5100670/2024

1. Anerkennung / Nichtanerkennung diverser Ausgaben als Werbungskosten 2. Zufluss diverser Einnahmen

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/5100670/2024vom 18.11.2025Teil 3 von 5
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Der Beschwerdeführer fungiert in verschiedenen Firmen als Geschäftsführer und hält mittelbar und unmittelbar diverse Beteiligungen. Dabei handelt es sich um Gesellschaften im Firmengeflecht der "***Bf1***-Gruppe" (zB ***Gx*** GmbH, ***Y*** GmbH, ***C*** GmbH, ***Z***- und Warenhandels GmbH, ***Gx*** GmbH, ***N*** GmbH uam), in das auch seine Kinder, (ehemalige) Lebensgefährtin und Ehefrau involviert sind. Private/Familiäre und geschäftliche Beziehungen fließen daher ineinander. Im Laufe des Jahres 2008 erfuhr die damalige Lebensgefährtin des Beschwerdeführers, ***GF***, von dessen Beziehung mit seiner Nichte ***VornameF*** ***F*** (mittlerweile verehelichte ***Bf1***). Es folgte eine Auseinandersetzung zwischen ***GF*** und dem Beschwerdeführer, am 26.08.2010 wurde vor dem ***Notar*** ein Auseinandersetzungsvertrag abgeschlossen. Mit den Vorverhandlungen war (auch) die Rechtsanwälte GmbH ***RÄ*** & Partner betraut. In diesem Auseinandersetzungsvertrag verpflichtete sich der Beschwerdeführer zu einer Ausgleichszahlung iHv 1,050.000,00 €. Die Bezahlung bzw. Sicherung dieser Ausgleichszahlung wurde unter Einbeziehung der ***Z***- und Warenhandels GmbH und der ***Gx*** GmbH vereinbart. In einer Beilage zum Aussetzungsvertrag (Aktenvermerk vom 18.2.2010/18.3.2010) wurden weitere Details vereinbart. In Punkt 3. wurde beispielsweise vereinbart, dass der Beschwerdeführer verpflichtet ist, ***GF*** in Zusammenhang mit einer Haftung aus ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin der ***U*** GmbH schadlos zu halten. Zudem soll sie hinsichtlich der in der Vergangenheit entstandenen und künftig entstehenden Vertretungskosten, die in direktem Zusammenhang mit ihrer Geschäftsführertätigkeit stehen, von den Gesellschaften und vom Beschwerdeführer persönlich schad- und klaglos gehalten werden. Schließlich wurden auch Vereinbarungen getroffen, welche die vier gemeinsamen Kinder von ***GF*** und den Beschwerdeführer betrafen. Auch diesbezüglich lag die Ursache für die Regelungen im privaten/familiären Bereich (wie bei der Trennung von ***GF*** und dem Beschwerdeführer), betroffen waren aber ebenso Teile des Firmengeflechts (zB Sohn ***Sohn3*** ***Bf1*** sollte Eigentümer der Liegenschaft "***L1***" werden, sollte aber auch eine 25%ige Beteiligung an der ***C*** GmbH erhalten; Tochter ***VN*** ***Bf1*** sollte Anteile an der ***C*** erhalten; ***Sohn1*** sollte aus der Haftung in Zusammenhang mit einem Hotel in ***S*** und einem ***Markt*** entlassen werden; die Berichtigung des Unterhaltsanspruches betreffend ***VN*** ***Bf1*** sollte in der Form erfolgen, dass aus den monatlichen Mieteingängen bei der ***Y*** GmbH ein Betrag von 1.500,00 € zu Lasten des Verrechnungskontos des Beschwerdeführers bei der ***Y*** GmbH an das Kind, zu Handen der Kindsmutter, überwiesen wird). In einem wurden auch die künftigen Geschäftsführungen der betroffenen Gesellschaften geregelt. Zusammengefasst geht aus all diesen Vereinbarungen hervor, dass eine Trennung zwischen "privat veranlasst" und "betrieblich veranlasst" in vielen Punkten nicht möglich ist. Eine weitere Besonderheit der gegenständlichen Beschwerdesache sind die gegenseitigen Anschuldigungen des Beschwerdeführers und ***GF***. ***GF*** war von 1986 bis 01.10.2015 (ab 24.08.2007 gemeinsam mit ihrem Sohn ***Sohn1***) Geschäftsführerin der ***Y*** GmbH. Sie behauptet (zuletzt bei ihrer Einvernahme vor dem Finanzamt am 23.01.2024), dass ihr im Jahr 2008 der Zugang zu betrieblichen Unterlagen und zur Buchhaltung laufend verweigert worden wäre. Der Buchhalter ***Vn1*** ***BH*** habe die Buchhaltung ausschließlich auf Weisung des Beschwerdeführers geführt. Ab 2008 habe sie keinen Einfluss auf das Rechnungswesen gehabt. Spätestens ab 2012 hätte sie auch keinen Zugang zur Firmenpost mehr gehabt, weil die Zustellerin (eine Nichte des Beschwerdeführers) die Post dem Beschwerdeführer persönlich ausgehändigt habe. Demgegenüber behauptet die beschwerdeführende Partei, dass ***GF*** in der "***Y***"-Gruppe de facto Allein-Geschäftsführerin gewesen sei. Sie habe während dieser Zeit, speziell nach der Trennung, beide Gesellschaften (***Y*** GmbH, ***Gx*** ***W*** GmbH) wie ihr Eigentum behandelt, obwohl sie seit je her dem Beschwerdeführer gehört hätten, und ihn von jeglichem Einfluss ferngehalten. Er hätte dort rein gar nichts zu sagen gehabt. Das Finanzamt habe in der zusätzlichen Bescheidbegründung zu den Jahressteuern 2010 bis 2015 der ***Gx*** ***W*** GmbH vom 16.10.2019 Folgendes festgehalten. "Das Vorgehen der Frau ***GF*** gegenüber ihrem ehemaligen Lebensgefährten ist dem Finanzamt bekannt, ebenso, dass Frau ***GF*** entsprechende Druckmittel zur Durchsetzung ihrer privaten Ansprüche gegen Herrn ***Bf1*** eingesetzt hat." Tz 2 Verkauf ***EZ*** ***L3*** und ***L6*** Mit Kaufvertrag vom 11.03.1980 erwarb der Beschwerdeführer die Gesamtliegenschaft der ***Liegenschaft*** mit dem Überlandgrundstück ***523*** KG ***L6*** zu einem Kaufpreis von 6,180.000,00 ATS (entspricht 449.118,12 €). In dieser Gesamtliegenschaft waren auch Bauflächen mit Gebäuden und verschiedene landwirtschaftliche Grundstücke erfasst. Im Jahr 1984 erwarb der Beschwerdeführer das Waldgrundstück ***EZ*** KG ***L3*** um 800.000,00 ATS (entspricht 58.138,27 €). Mit diesem Betrag wurde die Liegenschaft ins Anlagevermögen aufgenommen. Mit Kaufvertrag vom 11.01.2012 veräußerte der Beschwerdeführer das Waldgrundstück ***EZ*** KG ***L3*** zum Preis von 65.609,00 € (Gewinn: 7.470,73 €) und das Waldgrundstück EZ ***457*** KG ***L6*** zum Preis von 54.391,00 an seinen Sohn ***VN1*** ***Bf1*** zu einem Gesamtpreis von 120.000,00 €, wovon 35.000,00 € (= 30 %) im Jahr 2011 und 85.000,00 € (= 70 %) im Jahr 2012 bezahlt wurden. Das Finanzamt erhöhte die Einkünfte des Beschwerdeführers aus Land- und Forstwirtschaft im Jahr 2011 um 4.465,70 € und im Jahr 2012 um 10.823,88 €, wobei für das Waldgrundstück ***EZ*** KG ***L3*** irrtümlich ein Kaufpreisanteil von 54.391,00 € angesetzt wurde. Im Rahmen der mündlichen Verhandlung am 12.11.2025 wurde die Beschwerde hinsichtlich der Tz 2 zurückgenommen. Tz 4 Einkünfte aus VuV Superädifikate Das Finanzamt erhöhte die Einkünfte des Beschwerdeführers aus Vermietung und Verpachtung im Jahr 2015 um 2,377.037,50 € (Gebäudewert Superädifikate) und verminderte sie in den Jahren 2016 bis 2018 um jeweils 35.925,00 € (Afa). Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Liegenschaft Grundbuch ***4444*** ***X***, EZ ***EZ1***, bestehend aus den Grundstücken Nr. 388/1, 396/1, 528/1, 529, 532 und 206 sowie der Liegenschaft ***4444*** ***X***, EZ ***EZ2***, bestehend aus dem Grundstück Nr. 528/2. Das Portiergebäude auf dem Grundstück Nr. 529, die Maschinenhalle auf den Grundstücken 528/1, 528/2 und 388/1, das Flugdach auf den Grundstücken Nr. 396/1, 528/1 und 528/2 sowie die Tankstelle mit Zu- und Abfahrt auf dem Grundstück 388/1 wurden in den Jahren 1985 und 1986 von der ***Gx*** ***W*** GmbH über Auftrag der ***Gw*** GmbH auf dem Grund, welcher damals der ***Gx*** OHG gehörte, errichtet. Die ***Gx*** OHG und die ***Gw*** GmbH haben schriftlich vereinbart, dass die zu errichtenden Gebäude als Superädifikate errichtet werden sollen, die Laufzeit 30 Jahre betragen und nach Ablauf dieser Zeit die ***Gw*** GmbH verpflichtet sein soll, die Gebäude wieder abzureißen. Mit Mietvertrag vom 19.12.1989 vermietete die ***Gx*** OHG die Grundstücke der Liegenschaft Grundbuch ***4444*** ***X***, EZ ***EZ1*** und ***EZ2***, jedoch ausdrücklich ohne die Superädifikate, an die ***Y*** GmbH. Die Superädifikate erwarb die ***Gx*** ***W*** GmbH mit Kaufvertrag vom 07.03.1991 von der ***Gw*** GmbH. Nachdem mit Beschluss vom 30.09.1991 über das Vermögen der ***Gx*** OHG das Konkursverfahren eröffnet worden war, erwarb der Beschwerdeführer mit Kaufvertrag vom 01.04.1992 die Liegenschaften Grundbuch ***4444*** ***X***, EZ ***EZ1*** und EZ ***EZ2*** vom Masseverwalter, wobei in diesem Vertrag ausdrücklich festgehalten wurde, dass die auf den Liegenschaften befindlichen Superädifikate nicht vertragsgegenständlich waren. Der Beschwerdeführer trat in den Mietvertrag vom 19.12.1989 (Vermietung der Liegenschaft an die ***Y*** GmbH) ein. Somit war der Beschwerdeführer Eigentümer der gegenständlichen Liegenschaft, die ***Gx*** ***W*** GmbH die Eigentümerin der Superädifikate. Daran hat sich im beschwerdegegenständlichen Zeitraum nichts geändert. Die Liegenschaft und die Superädifikate werden von den jeweiligen Eigentümern an die ***Y*** GmbH vermietet. Am 07.01.2013 vereinbarten der Beschwerdeführer und die ***Gx*** ***W*** GmbH, diese vertreten durch die Geschäftsführerin ***GF***, dass die Laufzeit der gegenständlichen Superädifikate (inkl. Fertigteilwerk) um weitere 20 Jahre, somit bis 30.09.2036, verlängert wird. Die ***Gx*** ***W*** GmbH hat die Miete für die Superädifikate iHv jährlich 19.284,00 € inkl. USt jedenfalls bis 31.12.2019 der ***Y*** GmbH in Rechnung gestellt. Eine Eigentumsübertragung der Superädifikate an den Beschwerdeführer fand im beschwerdegegenständlichen Zeitraum nicht statt. Tz 5 Einkünfte aus VuV ***Mietobjekt1*** Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Liegenschaften ***Mietobjekt1*** in ***H***. Diese Liegenschaften vermietet er an die ***Y*** GmbH. Dem Mietverhältnis liegt ein Vertrag vom 19.12.1989 zugrunde. In den Jahren 2009 bis 2014 sind dem Beschwerdeführer aus diesem Mietverhältnis keine Einnahmen zugeflossen. Tz 6 Mietvorauszahlungen 2015 Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Liegenschaften des sogenannten ***L5*** in der ***L2***. Auf dieser Liegenschaft lasteten im beschwerdegegenständlichen Zeitraum zu Gunsten der ***Bank1*** Pfandrechte iHv 9,700.000,00 €. Im Jahr 2015 wurde in Folge von Vergleichsverhandlungen zwischen der ***Bank1*** und RA Dr. ***RA4*** für den Beschwerdeführer an die ***Bank1*** eine Abschlagszahlung iHv 975.000,00 € geleistet (Fälligkeit 31.06.2015) und die Lastenfreiheit der Liegenschaft verwirklicht. Die Finanzierung erfolgte über einen Kredit bei der ***Bank4***. Dieser Kredit bei der ***Bank4*** wurde von der ***Y*** GmbH, welche die Liegenschaft aufgrund eines Mietvertrages aus dem Jahr 1989 anmietet, aufgenommen. Der Betrag von 975.000,00 € stellt eine Mietvorauszahlung der ***Y*** GmbH an den Beschwerdeführer dar. Tz 8 Vorgang "***L4***" iZm ***Verk1*** Das Finanzamt erhöhte die Einkünfte des Beschwerdeführers aus Kapitalvermögen im Jahr 2012 um 25.000,00 €, im Jahr 2013 um 107.000,00 €. Die ***J*** GmbH (spätere ***Verk1***), vertreten durch ***Sohn2*** ***Bf1*** (Sohn des Beschwerdeführers), erwarb mit Kaufvertrag vom 28.05.2006 ein Grundstück in ***L4*** (Insel Rügen) zum Preis von 300.000,00 €. Der Kaufpreis wurde vom Beschwerdeführer vereinbarungsgemäß (Vertrag vom 12.09.2006) unverzinst zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung sollte beim Verkauf der Liegenschaft der Mehrerlös im Verhältnis 50:50 zwischen dem Beschwerdeführer und der ***J*** GmbH aufgeteilt werden. Am 20.03.2012 schlossen die ***Verk1*** GmbH, der Beschwerdeführer und die ***C*** GmbH eine Vereinbarung/einen Vergleich: "(1) Herr ***Bf1*** erhält bei der anstehenden Verwertung des Projektes "***L4***" vergleichsweise € 600.000,00. Sollte in der für den 31.03.2012 anberaumten Auktion ein höherer Betrag als im Zuge des Verkaufs "***Verk2***" erzielt werden und dieser Verkauf umgesetzt werden, wird der darüber liegende Mehrerlös im Verhältnis 60 (***Verk1*** GmbH/J.C. ***Bf1***) zu 40 (***Bf1***/***C***) geteilt. Etwaige zusätzliche Kosten der Auktion werden hier in Abzug gebracht. Die ***Verk1*** GmbH kann frei entscheiden, ob sie den freihändigen Verkauf oder die Auktion durchführt. (2) Die ***C*** GmbH überträgt das Grundstück "Spar" in ***H*** - welches als Sicherheit des o.g. Darlehens dient - an die ***Verk1*** GmbH zum Preis von € 65.000,00. Dieser Betrag ist die Quote für das Darlehen über ursprünglich € 43.000,00 aus dem Sanierungsverfahren der ***C*** GmbH. Durch Verrechnung des Kaufpreises i.H. von € 65.000,00 ist der Vorgang mit dem Darlehen erledigt. Mit übertragen wird die kleine Teilfläche, welche der ***C*** GmbH gehört und nicht belastet wurde. (3) Alle Punkte sind fällig bzw. spätestens bei Auszahlungsreife des Kaufpreises i. S. "***L4***" beizubringen/zu erledigen. Nach Kaufvertrag ist dies im Mai/Juni 2012. (4) Alle Parteien werden einen für beide Seiten machbaren und vernünftigen Weg finden, um diese Vereinbarung im besten Einvernehmen abzuwickeln. Dies gilt z.B. bei der Rechnungslegung der € 600.000,00, Kaufvertragsgestaltung des Grundstückes "Spar" etc. (5) Alle gegenseitigen Ansprüche aus der Vereinbarung vom 12.09.2006 sind hiermit erledigt." Am 02.07.2012 wurde ein Nachtrag zu den Vereinbarungen zwischen der ***Verk1*** GmbH, dem Beschwerdeführer und der ***C*** GmbH formuliert: "(1) Herr ***Bf1*** erhält € 300.000,00 unverzüglich überwiesen oder am 03.072012 in bar ausgehändigt. (Handschriftlich wurde ergänzt: "+ € 75.000,00 bis 31.7.12 Bürgschaft J.C.***Bf1***") (2) Die ***C*** GmbH bzw. Herr ***Bf1*** erhält unverzüglich die Pfandfreigabe des Grundstücks "Spar" in ***H***. Das Darlehen i.H. von 300.000,00 € (inkl. Zinsen und Kosten) ist somit getilgt. (3) Herr ***Bf1*** erhält - auch über seine ***C*** GmbH - insgesamt € 600.000,00 im Zusammenhang mit der u.g. Vereinbarung. (4) Alle gegenseitigen Ansprüche aus den Vereinbarungen vom 12.09.2006 sowie 20.03.2012 sind hiermit erledigt." Am 30.07.2012 wurde "lt. Vereinbarung ***Verk1***" auf das Konto des Beschwerdeführers ein Betrag von 300.000,00 € überwiesen. Aus dem Schreiben des Beschwerdeführers an seinen Sohn ***Sohn2*** ***Bf1*** bzw. aus Aktenvermerken über Gespräche mit dem Sohn (28.02.2013, 07.02.2013, 10.09.2012, 29.02.2012, 19.06.2012) geht hervor, dass sich der Sohn des Beschwerdeführers nicht an die Vereinbarungen gehalten hat. Mit Schreiben vom 28.06.2012 teilte die ***Gx*** GmbH der ***Verk1*** GmbH mit, dass endgültig feststehen würde, dass die ***Verk1*** GmbH die Vereinbarung vom 12.09.2006 nicht erfüllt. Für den entstandenen Schaden werde eine Schadensvergütung iHv 132.000,00 € vereinbart. Mit Rechnung vom 03.07.2012 berechnete die ***Gx*** GmbH gegenüber der ***Verk1*** GmbH einen entstandenen Schaden mit 132.000,00 €. Mit Schreiben vom 25.07.2013 bedankt sich die ***Gx*** GmbH bei der ***Verk1*** GmbH für den Ausgleich der Rechnung vom 03.07.2012 und hielt folgende Zahlungen fest: | 03.07.2012 *) | 20.000,00 € | 06.11.2012 *) | 5.000,00 € | 04.03.2013 *) | 5.000,00 € | 21.05.2013 +) | 2.000,00 € | 23.07.2013 *) | 41.000,00 € | 25.07.2013 | 2. 700,00 € | an Zahlung statt an die ***Bank*** abgetreten Polizzen | 24.800,00 € 31.500,00 € | Summe | 132.000,00 € Hinsichtlich der mit *) markierten Positionen liegen vom Beschwerdeführer unterzeichnete Quittungen vor, die Quittung vom 21.05.2013 (+)) wurde von ***Sohn*** ***Bf1*** unterschrieben. Mit Schreiben vom 08.08.2022 bestätigt die ***T*** Steuerberatungsgesellschaft aus ***B*** der ***Gx*** GmbH, dass der von der ***Verk1*** GmbH an die ***Gx*** GmbH - Deutschland geleistete Schadenersatz als steuerpflichtiger Ertrag erfasst ist und im Rahmen der Veranlagung in Deutschland der Besteuerung zugeführt wurde. Auch bei der durch die deutschen Steuerbehörden durchgeführten Betriebsprüfung sei der Sachverhalt anerkannt und unverändert in Deutschland versteuert worden. Tz. 9 Kostenweiterverrechnung 2012 Mit Rechnung vom 31.07.2012 verrechnete der Beschwerdeführer Beratungskosten des Rechtsanwaltes Mag. ***RAx*** iHv 5.767,28 € brutto an die ***C*** GmbH weiter. Aus dem Kostenverzeichnis geht hervor, dass der Beschwerdeführer beklagte Partei in einem Rechtsstreit mit der ***L*** Holding GmbH (klagende Partei) war. Das Finanzamt qualifizierte den Betrag von 5.767,28 € als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und unterzog den Nettobetrag der Umsatzsteuer. Die Liegenschaften "***L7***" und "***L2***" waren im beschwerdegegenständlichen Zeitraum an die ***Y*** GmbH vermietet. Am 23.10.2012 schrieb die Gemeinde ***X*** dem Beschwerdeführer Grundsteuer, Gebühren für Wasserbezug, Zählermiete und Kanalabgaben für das 4. Quartal für das Objekt ***L2*** iHv 7.134,70 € brutto vor. Am 30.10.2012 schrieb das Stadtamt ***H*** dem Beschwerdeführer die Hausbesitzabgaben (Grundsteuer, Wasserzählermiete, Kanalgebühr, Abfall Grundgebühr) für das Objekt ***L7*** für das 4. Quartal 2012 iHv 214,26 € brutto vor. Am 9.11.2012 und am 30.10.2012 verrechnete der Beschwerdeführer die Betriebskosten des 4. Quartals für die Liegenschaft ***L7*** (214,26 € brutto) und für die Liegenschaft ***L2*** (7.134,70 € brutto) jeweils an die ***Y*** GmbH weiter. Die ***Y*** GmbH bezahlte die Abgaben direkt an die jeweilige Gemeinde. Das Finanzamt qualifizierte den Betrag von 7.348,96 € als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und unterzog den Nettobetrag der Umsatzsteuer. Die Beträge von 20.070,27 € (Weiterverrechnung Nr. 01) und 19.450,64 € (Weiterverrechnung Nr. 02) wurden den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zugerechnet und der Umsatzsteuer unterzogen. Weiterverrechnung Nr. 01 (20.070,27 € brutto) und 02 (19.450,64 € brutto) jeweils vom 30.12.2012: Es wurden diverse Anwaltskosten der Kanzlei ***RÄ*** & Partner den Beschwerdeführer betreffend an die Firma ***C*** GmbH weiterverrechnet und von dieser bezahlt. Im Rahmen der Betriebsprüfung bei der ***C*** GmbH wurden diese Beträge als verdeckte Gewinnausschüttung qualifiziert, der ***C*** GmbH Kapitalertragsteuer vorgeschrieben und eine entsprechende Vorsteuerkürzung vorgenommen. Tz 11 Teppiche Für die im Hotel ***L1*** ausgelegten 38 Teppiche wurde vom Finanzamt in den Jahren 2012 bis 2018 im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung "***L1***" eine jährliche Afa iHv 1.476,56 € berücksichtigt. Gemeinsam mit der Liegenschaft ***LiegenschaftX***, erwarb der Beschwerdeführer 108 Teppiche im Wert von 84.375,00 €. 38 dieser Teppiche sind im Hotel & Restaurant ***L1*** aufgelegt, die restlichen 70 Teppiche lagern am Dachboden. Das Finanzamt kürzte die bislang geltend gemachte Afa um jenen Teil, der auf die nicht verwendeten, am Dachboden gelagerten Teppiche entfällt. Die beschwerdeführende Partei legte ein einseitiges "Gutachten über den Tageswert netto ohne Mehrwertsteuer von 70 handgeknüpften Orientteppichen; großteils Kaschmir Seidenteppiche und Seide mit Wolle; sowie 1 türkischen Hereke Seidenteppich" von ***SV1*** vom 30.06.2022 vor. Im Wesentlichen geht daraus hervor, dass die einzeln begutachteten Teppiche heute schwer zu verkaufen seien. Berühmte Teppichhändler seien schon vor Jahren in Konkurs gegangen, selbst große Teppichhändler hätten ihr Warenlager jährlich um bis zu 20 % abwerten müssen, was durch die Finanzbehörden akzeptiert worden sei. Bei den gegenständlichen Teppichen würde es sich zudem um solche mit floralem Muster handeln, die derzeit nicht gekauft würden. Das Wiener Dorotheum würde von den Stücken nur wenige zur Auktion übernehmen und dies zu sehr niedrigen Rufpreisen von 80 bis 120 € pro Kleinformat. Der Gutachter habe die vom Beschwerdeführer übermittelte Liste von 70 Kaschmirteppichen überprüft und jeden Teppich einzeln nach Knüpfqualität, Musterung, Farbe und Erhaltungszustand bewertet. Die Gesamtsumme aller 70 Teppiche würde sich auf 22.645,00 € laufen. Im Rahmen der gegenständlichen Beschwerde wurde auf das gesamte bisherige Vorbringen verwiesen und die Einvernahme des Sachverständigen ***SV1*** zur Erörterung seines Privatgutachtens vom 30.06.2022 zum Nachweis des Wertverlustes besagter Teppiche beantragt. Tz 14 VuV ***L1*** ***L1*** ESt 2012 und 2013 Hinsichtlich der Afa betreffend Teppiche wird auf die Ausführungen zu Tz 11 verwiesen. Darüber hinaus sind übrige Werbungskosten iHv 20.078,64 € für das Jahr 2012 und 7.096,39 € für das Jahr 2013 strittig. 2012: Der Betrag iHv 20.078,64 € setzt sich wie folgt zusammen: | Rechts- und Beratungskosten | 13.467,47 € | Grundsteuern (ohne ***L1***) | 6.611,17 € Die Kostennote 07/2010 bis 09/2010 vom 8.11.2010 der Kanzlei ***RÄ*** & Partner über den Betrag von 11.147,70 € betrifft nicht die Einkünfte in Zusammenhang aus Vermietung und Verpachtung "***L1***" und wurde nicht im Jahr 2012 bezahlt. Die restlichen Rechts- und Beratungskosten iHv 2.319,77 € wurden nicht nachgewiesen. Der Betrag von 6.611,17 € betrifft nicht die Einkünfte in Zusammenhang aus Vermietung und Verpachtung "***L1***". 2013: Der Betrag iHv 7.096,39 € setzt sich wie folgt zusammen: | KFZ-Steuer | 5.985,98 € | Anteilige Aussetzungszinsen | 984,41 € | Säumniszuschläge 2013 | 126,00 € Die KFZ-Steuer für die Jahre 2002 bis 2007, resultierend aus der Berufungsentscheidung des Unabhängigen Finanzsenates vom 29.05.2013, RV/1096-L/08, betrug insgesamt 10.689,38 €. Den Betrag von 5.985,98 € machte der Beschwerdeführer unter dem Titel "KFZ-Steuer für ldw. LKW" geltend. Er steht in keinem Zusammenhang mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung "***L1***". Die mit den KFZ-Steuern in Zusammenhang stehenden Aussetzungszinsen teilen das Schicksal der zugrundeliegenden Abgabe. Tz 16 VuV ***L1*** ***L1*** ESt 2014 Hinsichtlich der Afa betreffend Teppiche wird auf die Ausführungen zu Tz 11 verwiesen. Der Beschwerdeführer begehrt in Zusammenhang mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung "***L1***" die Berücksichtigung des Betrages von 110.028,84 € als Werbungskosten. Mit Beschluss des Handelsgerichtes ***HG*** vom 27.01.2014, ***Cg123***, wurde der Beschwerdeführer verpflichtet, der ***Bank1*** Prozesskosten iHv 28.12,27 € (ohne USt: 23.702,28 €) und iHv 102.485,54 € (ohne USt: 86.326,56), in Summe daher ohne Umsatzsteuer 110.028,84 €, zu ersetzen. In den beschwerderelevanten Jahren hatte der Beschwerdeführer nur Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, nichtselbständiger Arbeit und Vermietung und Verpachtung. Die beschwerdegegenständlichen Prozesskosten sind keiner dieser Einkunftsarten zuzuordnen. Tz 18 VuV ***L1*** ***L1*** USt 2016 und 2017 2016: Für das Jahr 2016 machte der Beschwerdeführer Vorsteuer iHv 5.007,43 € geltend, die sich laut der mit Schreiben vom 07.07.2022 vorgelegten Aufstellung (Beilage 43) wie folgt aufgliedert: | | Darstellung durch den Beschwerdeführer | Korrektur | Dr. ***RA2*** 19.8.2016 | 224,40 | | Dr. ***RA1*** 28.10.2016 | 198,43 | | Dr. ***RA2*** 19.8.2016 | 2.259,60 | | Dr. ***RA2*** 25.10.2016 | *) 2.225,00 | 445,00 | Dr. ***RA2*** 5.7.2016 | 100,00 | | Summe | 5.007,43 | 3.227,43 Aus den vorgelegten Honorarnoten und den beigelegten Leistungsaufstellungen geht hervor, dass die verrechneten Leistungen in Zusammenhang mit dem VwGH-Verfahren betreffend Umsatzsteuer 2011 ("***L1***") und der beim Beschwerdeführer durchgeführten Hausdurchsuchung stehen. *) Bei der Berechnung der Vorsteuer ist jedoch insofern ein Fehler unterlaufen, als bei der Rechnung Dr. ***RA2*** vom 25.10.2016 statt der Vorsteuer (445,00 €) der Umsatzsteuerbetrag (2.225,00 €) angesetzt wurde. Im Rahmen der gegenständlichen Entscheidung wird daher für das Jahr 2016 Vorsteuer iHv 3.227,43 € berücksichtigt. 2017: Für das Jahr 2017 machte der Beschwerdeführer Vorsteuer iHv 7.525,76 € geltend. | 31.1.2017 | ***RÄ*** & Partner, Hausdurchsuchung | 3.347,00 | 3.4.2017 | ***RÄ*** & Partner, Hausdurchsuchung | 773,33 | 31.1.2017 | ***D***, Hausdurchsuchung, Einspruch Haftungsbescheid | 1.920,00 | 9.2.2017 | ***RA3***, ***R*** Beteiligungs GmbH | 800,00 | 16.1.2017 | ***RA1***, Strafsache Beschwerdeführer | 57,27 | 9.6.2017 | Notariat ***H***, grundbücherliche Durchführung | 234,16 | 22.12.2016 | ***Stb2*** Steuerberatung | 394,00 | | Summe | 7.525,76 Aus den vorgelegten Honorarnoten der Kanzlei ***RÄ*** & Partner und des Steuerberaters ***D*** sowie den beigelegten Leistungsaufstellungen geht hervor, dass die verrechneten Leistungen in Zusammenhang mit der beim Beschwerdeführer durchgeführten Hausdurchsuchung und dem Einspruch gegen einen Haftungsbescheid stehen (Vorsteuer iHv 6.331,76 €). Hinsichtlich der Rechnung der Kanzlei ***RA3*** ist kein Zusammenhang mit den Einkünften des Beschwerdeführers erkennbar. Wann die Rechnung der ***Stb2*** Steuerberatungskanzlei bezahlt wurde, wurde nicht nachgewiesen. Tz 19 VuV 11 ***L1*** ***L1*** ESt 2016 und 2017 Hinsichtlich der Afa betreffend Teppiche wird auf die Ausführungen zu Tz 11 verwiesen. 2016: Im Jahr 2016 wurden in Zusammenhang mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung Werbungskosten iHv 44.332,35 € geltend gemacht. Abgesehen von der Eintragungsgebühr iHv 18.708,00 €, die als nachträgliche Anschaffungskosten über die Afa berücksichtigt wurde, wurden die Aufwendungen vom Finanzamt als Werbungskosten anerkannt. 2017: Aus den mit Schreiben vom 02.06.2023 vorgelegten Belegen ergeben sich folgende Werbungskosten: | 31.1.2017 | ***RÄ*** & Partner, Hausdurchsuchung | 16.735,00 € | 3.4.2017 | ***RÄ*** & Partner, Hausdurchsuchung | 3.866,67 € | 31.1.2017 | ***D***, Hausdurchsuchung, Einspruch Haftungsbescheid | 9.600,00 € | 9.2.2017 | ***RA3***, ***R*** Beteiligungs GmbH | 4.000,00 € | 16.1.2017 | ***RA1***, Strafsache Beschwerdeführer | 286,35 € | 9.6.2017 | Notariat ***H***, grundbücherliche Durchführung | 1.269,10 € | 22.12.2016 | ***Stb2*** Steuerberatung | 1.970,00 € | 11.07.2017 | ***RA1***, Finanzstrafverfahren | 120,96 € | | Summe | 37.848,08 € Das Finanzamt berücksichtigte den Betrag von 1.269,10 € (Notariat ***H***) bei der Einkommensteuer 2017 als Werbungskosten. Aus den vorgelegten Honorarnoten der Kanzlei ***RÄ*** & Partner und des Steuerberaters ***D*** sowie den beigelegten Leistungsaufstellungen geht hervor, dass die verrechneten Leistungen in Zusammenhang mit der beim Beschwerdeführer durchgeführten Hausdurchsuchung und dem Einspruch gegen einen Haftungsbescheid stehen (Beratungskosten iHv 30.608,98 €). Hinsichtlich der Rechnung der Kanzlei ***RA3*** ist kein Zusammenhang mit den Einkünften des Beschwerdeführers erkennbar. Wann die Rechnung der ***Stb2*** Steuerberatungskanzlei bezahlt wurde, wurde nicht nachgewiesen. 2. Beweiswürdigung Tz 2 Verkauf ***EZ*** ***L3*** und ***L6*** Entgegen den Ausführungen des Finanzamtes im Schreiben vom 21.03.2024 wurde das Grundstück ***L3*** lt. Vertrag vom 11.01.2012 um 65.609,00 € verkauft. Das Finanzamt ging von einem Verkaufspreis von 54.391,00 € aus. Dieser Anteil betrifft jedoch das Grundstück in ***L6***. (vgl. Punkt I. des Kaufvertrages vom 11.01.2012). Damit ergibt sich für die Liegenschaft in ***L3*** ein positives Ergebnis iHv 7.470,73 €. Tz 4 Einkünfte aus VuV Superädifikate Der Umstand, dass seit 01.04.1992 der Beschwerdeführer Eigentümer der gegenständlichen Liegenschaft und die ***Gx*** ***W*** GmbH die Eigentümerin der Superädifikate waren, ergibt sich aus dem im Urteil des Bezirksgerichtes ***H*** vom 05.04.2006, Aktenzeichen ***Zahl1***, festgestellten Sachverhalt und der diesbezüglichen Beweiswürdigung. In diesem Urteil wurde rechtskräftig festgestellt, dass die von der ***Bank5*** Creditanstalt AG angestrebte Zwangsversteigerung gegenüber dem Beschwerdeführer hinsichtlich der Gebäude Portiergebäude, Maschinenhalle, Flugdach und Tankstelle nicht zulässig ist, weil diese Gebäude im Eigentum der ***Gx*** ***W*** GmbH stehen. Darüber hinaus wurde am 16.08.2010 zwischen dem Beschwerdeführer und der ***Gx*** ***W*** GmbH eine Vereinbarung getroffen, aus der - soweit gegenständlich relevant - hervorgeht, dass die ***Gx*** ***W*** GmbH Eigentümerin der Superädifikate (inkl. Fertigteilwerk) und der Beschwerdeführer Eigentümer der Grundstücke ist. Die Verlängerung der Laufzeit der Superädifikate um 20 Jahre ergibt sich aus der Vereinbarung zwischen dem Beschwerdeführer und der Firma ***Gx*** ***W*** GmbH, vertreten durch ***GF***, vom 07.01.2013. Bei der Befragung durch das Finanzamt am 23.01.2024 gab die Zeugin ***GF*** an, dass sie sich an diese Verlängerung aus dem Jahr 2013 erinnern könne. Sie erinnerte sich auch daran, dass sie dem Beschwerdeführer damals den Blanko-Wechsel von ***U*** ausgehändigt habe, weil dem Beschwerdeführer im Gegenzug für die Verlängerung die ***U***-Forderung abgetreten wurde. Aus der Vereinbarung vom 07.01.2013 geht in diesem Zusammenhang hervor, dass der Beschwerdeführer als Entgelt für die Verlängerung der Befristung des Grundnutzungsverhältnisses eine Abtretung einer der ***Gx*** ***W*** GmbH als Vermittlungsprovision zustehende Forderung aus einer früheren anderweitigen Geschäftsverbindung erhalten hat. Aufgrund der Übereinstimmung der Ausführungen des Beschwerdeführers und der Zeugin ***GF***, die sich inhaltlich mit der schriftlichen Vereinbarung vom 07.01.2013 decken, steht für das Bundesfinanzgericht fest, dass die Laufzeit der Superädifikate zwischen den Vertragsparteien einvernehmlich verlängert wurde. Strittig ist nunmehr, ob zu einem späteren Zeitpunkt - entgegen der Vereinbarung vom 07.01.2013 - vereinbart wurde, dass die Laufzeit der Superädifikate früher endet und die Gebäude sich im Eigentum des Beschwerdeführers befinden. Dem Bundesfinanzgericht liegt eine Bestätigung der ***Gx*** ***W*** GmbH gerichtet an die ***Y*** GmbH, unterschrieben von ***GF*** für die ***Gx*** ***W*** GmbH, zur Vorlage bei der ***Bank2*** AG vom 04.08.2015 vor: "Sehr geehrter Herr ***Bf1***, wie vereinbart bestätigen wir Ihnen hiermit, dass wir einer Löschung unserer Pfandrechte in Höhe von ATS 28.800,000.-- sowie ATS 1.200.000,-- ob der Liegenschaft EZZ ***EZ1***, ***EZ2***, ***EZ31***, und 92 KG ***4444*** ***X*** gegen eine Zahlung von EUR 440.000,-- zustimmen werden. Mit einer treuhändigen Abwicklung des Notars Dr. ***No*** erklären wir uns ausdrücklich einverstanden. Weiters bestätigen wir Ihnen wunschgemäß, dass sämtliche Superädifikate betreffend der Liegenschaften EZZ ***EZ1***, ***EZ2***, und ***EZ31*** abgelaufen sind und sich die Gebäude nunmehr im Eigentum des Herrn ***Bf1*** befinden." In einer ebenfalls im Akt aufliegenden nicht unterschriebenen Version dieser Vereinbarung fehlte der Zusatz "und sich die Gebäude nunmehr im Eigentum des Herrn ***Bf1*** befinden". In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der Satzung der ***Gx*** ***W*** GmbH Erwerb, Veräußerung und Belastung von Liegenschaften, Superädifikaten und grundstücksgleichen Rechten sowie die Begründung und Beendigung bzw. Änderung von Miet- und Pachtverhältnissen betreffend Liegenschaften, Superädifikaten und Wohn- bzw. Geschäftsräumlichkeiten vor deren Abschluss der Zustimmung der Generalversammlung bedürfen. Der Zeugin ***GF*** (vgl. Aussage vom 23.01.2024) sei ein derartiger Beschluss der Generalversammlung nicht erinnerlich, dem Zeuge ***Sohn1*** (vgl. Aussage vom 08.03.2024) sei ein derartiger Beschluss ebenfalls nicht erinnerlich und er sei sich sicher, einen derartigen Beschluss als Geschäftsführer nicht unterzeichnet zu haben. Anlässlich der (angeblichen) Eigentumsübertragung an den Superädifikaten wurde keine Urkundenhinterlegung beim Bezirksgericht vorgenommen. Zur Gültigkeit der Vereinbarung vom 04.08.2015 ist neben der fehlenden Einhaltung der Formvorschriften zu beachten, dass die Zeugin ***GF*** bei ihrer Aussage am 05.07.2021 ausführte, dass ihr der Beschwerdeführer ein Schriftstück vorgelegt habe, aufgrund dessen sie die nunmehr beschwerderelevante Bestätigung vom 04.08.2015 unterschrieben habe, obwohl nach ihrem Kenntnisstand die Laufzeit der Superädifikate noch nicht abgelaufen war. Um welches Schriftstück es sich dabei gehandelt habe, wisse sie nicht mehr. Bei ihrer Aussage am 23.01.2024 gab die Zeugin bekannt, dass der Beschwerdeführer ausdrücklich verlangt habe, dass sie dieses Schriftstück unterschreibt. Weitere Details seien ihr nicht erinnerlich, auch nicht, wer den Zusatz "und sich die Gebäude nunmehr im Eigentum des Herrn ***Bf1*** befinden" gegenüber dem Entwurf veranlasst hat. Der Zeuge ***Sohn1*** gab bei seiner Einvernahme vor dem Finanzamt am 08.03.2024 bekannt, dass ihm die Bestätigung vom 04.08.2015 bekannt sei. Die Bank habe darauf bestanden, dass dezidiert festgehalten werde, dass der Beschwerdeführer der Eigentümer der Superädifikate sei. Das Schreiben sei auf Anweisung des Beschwerdeführers ausgefertigt und von Frau ***GF*** unterfertigt worden. Der ***Bank2*** AG seien die Streitigkeiten mit der ***Bank5*** und der ***Bank1*** bekannt gewesen, insbesondere auch, dass die Superädifikate ein Hindernis für die Verwertung der Liegenschaft gewesen waren. Sämtliche Unterlagen in Zusammenhang mit der Finanzierung der ***Bank2*** AG seien nach den Weisungen des Beschwerdeführers an die Bank übermittelt worden. Der Beschwerde-führer sei zu jedem Zeitpunkt in die Verhandlungen eingebunden gewesen. Dem gegenüber behauptet, der Beschwerdeführer, er wisse nicht, was Frau ***GF*** zu dem Schreiben vom 04.08.2015 veranlasst habe. Im Rahmen der mündlichen Verhandlung am 12.11.2025 legte die beschwerdeführende Partei neuerlich das Gutachten von Mag. ***SV2*** zum Stichtag 07.05.2015 vor, in dem die Superädifikate nicht berücksichtigt worden waren. Zusätzlich wurde nunmehr ein Schreiben des Sachverständigen Mag. ***SV2*** mit folgendem Inhalt vorgelegt: "Gerne bestätige ich hiemit nochmals, dass das Gutachten, dass von mir am 7.5.2015 für die Liegenschaft ***L5*** in ***X*** erstellt wurde, inhaltlich aufgrund unvollständiger Informationen nicht korrekt war. Im Gutachten wird hingewiesen, dass die Liegenschaft mit Herrn ***Bf1*** besichtigt wurde. Es handelte sich um Herrn ***Sohn1*** dem Sohn von Herrn ***Bf1*** sen. ***Sohn1*** erteilte mir auch den Auftrag zur Erstellung des Gutachtens und machte die Begehung mit mir, stellte Informationen zur Verfügung, übermittelte Unterlagen und hat Auskunft über die Liegenschaft gegeben. Herr ***Bf1*** sen. Ist im Jahr 2022 auf mich zugekommen und hat mich informiert, dass das Gutachten aus dem Jahr 2015 offensichtlich falsch ist, da die bestehenden Superädifikate nicht berücksichtigt wurden. Herr ***Bf1*** sen. hat mir den Auftrag erteilt ein Gutachten auf Basis der richtigen Informationen zu erstellen. Dies wurde am 25.4.2022 erstellt." Die ***Bank2*** AG war offensichtlich daran interessiert, dass die Superädifikate im Eigentum des Beschwerdeführers sind. Dies deshalb, um eine allfällige Verwertung der Grundstücke sicherzustellen. Daher war auch der Zusatz "und sich die Gebäude nunmehr im Eigentum des Herrn ***Bf1*** befinden" so wichtig und wurde noch eingefügt. Das Gutachten von Mag. ***SV2***, das aufgrund unvollständiger Informationen ohne Berücksichtigung der bestehenden Superädifikate erstellt worden war, war zur Vorlage bei der Bank in dieser Form so wichtig. Dass weder die Vertreter der ***Gx*** ***W*** GmbH und der ***Y*** GmbH noch der Beschwerdeführer von einem Eigentumsübergang hinsichtlich der Superädifikate ausgingen, zeigt sich in dem Umstand, dass keine Formalvorschriften eingehalten wurden, viel mehr aber noch durch den Umstand, dass die Miete weiterhin von der ***Gx*** ***W*** GmbH verrechnet, von der ***Y*** GmbH an die ***Gx*** ***W*** GmbH bezahlt und von dieser versteuert wurde. Den Ausführungen der beschwerdeführenden Partei im Schriftsatz vom 05.11.2025 ist insofern zuzustimmen, als Verhandlungspartner beim damaligen Bankgeschäft die ***Y*** GmbH (vertreten durch ***GF***) und die ***Bank2*** AG gewesen wären. Eine Änderung des Rechtsverhältnisses zwischen dem Beschwerdeführer und der ***Gx*** ***W*** GmbH war in diesem Zusammenhang gar nicht möglich. Im beschwerdegegenständlichen Zeitraum war daher tatsächlich die ***Gx*** ***W*** GmbH Eigentümerin der Superädifikate, eine Eigentumsübertragung im Jahr 2015 an den Beschwerdeführer fand nicht statt. Tz 5 Einkünfte aus VuV ***Mietobjekt1*** Aufgrund der Feststellungen des Finanzamtes wurden die Einkünfte des Beschwerdeführers aus Vermietung und Verpachtung in den Jahren 2009 bis 2014 jeweils um den Betrag von 58.169,60 € erhöht. Die beschwerdeführende Partei behauptet, dass bis Mitte 2011 eine Verrechnung mit Mietvorauszahlungen aus dem Jahr 2001 erfolgt sei. Von Mitte 2011 bis Ende 2012 seien die Buchungen über das Verrechnungskonto des Beschwerdeführers erfolgt und ab 2013 sei bei der ***Y*** GmbH kein Mietaufwand mehr gebucht worden. Das Verrechnungskonto des Beschwerdeführers habe in den Jahren 2006 bis 2015 stets Forderungen des Beschwerdeführers gegenüber der ***Y*** GmbH ausgewiesen. Der rechtliche Vertreter des Beschwerdeführers führte aus, dass die Mietvorauszahlungen bereits im Jahr 2009 aufgebraucht gewesen seien und dass dem Beschwerdeführer in den Jahren 2009 bis 2012 weder tatsächlich noch im Wege einer Gutschrift auf sein Verrechnungskonto ein Einkommen aus der Vermietung ***Mietobjekt 1*** 13 und ***L5*** zugeflossen sei. Bei der Befragung vor dem Finanzamt am 23.01.2024 führte die Zeugin ***GF*** im Wesentlichen aus, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2009 bis 2015 uneingeschränkt Zugang zu den Buchhaltungskonten der ***Y*** GmbH gehabt und diese genutzt hätte, indem er dem Buchhalter konkrete Weisungen erteilt hätte. Parallel zum Scheitern der privaten Beziehung sei ihr der Zugang zu den betrieblichen Unterlagen verwehrt worden. Der Buchhalter habe die Buchhaltung ausschließlich auf Weisung des Beschwerdeführers geführt. Obwohl die Zeugin offiziell Geschäftsführerin gewesen sei, hätte sie ab 2008 keinen Einfluss auf das Rechnungswesen gehabt. Auf die Frage, ob es im Jahr 2001 eine Mietvorauszahlung zugunsten des Beschwerdeführers iHv 31,219.673,86 ATS (= 2,268.822,15 €) gegeben habe, was eine Mietvorauszahlung bis 2023 bedeuten würde, gab die Zeugin bekannt, dass der Beschwerdeführer die Zahlung der Mieten auf sein Konto bei der ***Bank*** verlangt habe. Um weiter Geldflüsse an den Beschwerdeführer zu verhindern, sei dieser Betrag entgegengehalten worden, der aus Sicht der ***Y*** GmbH als Mietvorauszahlung bestanden habe. Schließlich wurde der Zeugin ein Schreiben des Beschwerdeführers an die ***Y*** GmbH vom 17.01.2011 vorgelegt, in dem ausgeführt werde, dass die monatlichen Mietzahlungen an ihn ab sofort nicht mehr über das Verrechnungskonto erfolgen sollten, sondern die Zahlungen schuldbefreiend nur über sein Konto bei der ***Bank*** durchzuführen seien. Auf die Frage, ob Mietzahlungen an den Beschwerdeführer durchgeführt worden seien, antwortete die Zeugin: "Nein." Auf die Frage, ob der Beschwerdeführer bei der ***Y*** GmbH über eine Bankvollmacht verfügte, gab die Zeugin an: "Bei der ***Y*** GmbH hatte ***Bf1*** keine Bankvollmacht. In dieser Zeit waren wir fast ausschließlich mit der ***Bank7*** in Geschäftsbeziehung." Unbestritten ist, dass die Zeugin ***GF*** aufgrund des privaten Zerwürfnisses mit Sicherheit keine Gefälligkeitsaussagen zugunsten des Beschwerdeführers gemacht hat. Wenn sie also behauptet, an den Beschwerdeführer seien keine Mietzahlungen von der ***Y*** GmbH gezahlt worden, entspricht dies dem tatsächlichen Geschehensablauf. Dass der Beschwerdeführer Anfang 2011 verlangt, dass nunmehr die Mietzahlungen über sein Konto bei der ***Bank*** erfolgen sollen, ist ein Indiz dafür, dass die Mietvorauszahlungen, von deren Vorliegen offenbar sowohl die ***Y*** GmbH als auch der Beschwerdeführer ausgegangen sind, aufgebraucht waren. Dies deckt sich auch mit dem Vorbringen des steuerlichen Vertreters. Die ***Y*** GmbH reagierte auf das Schreiben des Beschwerdeführers vom 17.01.2011 mit dem Schreiben vom 31.01.2011 und stellte die Behauptung auf, dass Mietvorauszahlungen (31,219.673,86 ATS) bis 2023 existieren würden. Es ist richtig, dass der Unabhängige Finanzsenat mit Entscheidung vom 11.01.2010, RV/0984-L/05, ausgesprochen hat, dass die Zahlung iHv 9,3 Mio. ATS keine Mietvorauszahlung darstellt. Diese Entscheidung umfasst vom Betrag her jedoch nur einen Bruchteil der behaupteten Mietvorauszahlungen. Sowohl der Beschwerdeführer als auch ***GF*** als Geschäftsführerin der ***Y*** GmbH im beschwerderelevanten Zeitraum gingen in weiterer Folge davon aus, dass Mietvorauszahlungen bis 2023 bestehen. Der Beschwerdeführer hat zwar zunächst mit Schreiben vom 17.01.2011 die Bezahlung der Miete reklamiert. Nachdem er seitens der ***Y*** GmbH jedoch mit Schreiben vom 31.01.2011 über das Vorliegen von Mietvorauszahlungen in Kenntnis gesetzt wurde, hat er sich damit offensichtlich abgefunden. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass er die Bezahlung der Miete eingefordert hätte. Was die (Um)Buchung der Miete auf das Verrechnungskonto des Beschwerdeführers anlangt, ist darauf hinzuweisen, dass dies vom Beschwerdeführer bestritten wird (vgl. Schreiben des rechtlichen Vertreters vom 01.07.2022: "Diesem (Anm.: dem Beschwerdeführer) floss für die Jahre 2009 bis 2012 weder tatsächlich noch im Wege einer Gutschrift auf sein Verrechnungskonto ein Einkommen aus der VuV ***Mietobjekt 1*** 13 und ***L5*** zu."), teilweise behauptet wird (vgl. Schreiben des steuerlichen Vertreters vom 07.07.2022: "Es verbleibt der Zeitraum 2011 bis 2012. Insoweit sind die Buchungen selbst nach Ansicht des Prüfers über das Verrechnungskonto meines Mandanten erfolgt." Es habe sich um steuerfreien Schuldenabbau durch die ***Y*** GmbH gehandelt.) Im Endergebnis konnte nicht festgestellt werden, auf welche Weise die Buchungen auf den Geschäftskonten der ***Y*** GmbH und des Beschwerdeführers erfolgt sind. Es liegen keine Unterlagen vor, aus denen eindeutig hervorgeht, dass die Miete iHv 58.169,60 € in den Jahren 2009 bis 2014 auf dem Verrechnungskonto des Beschwerdeführers verbucht worden ist. Die Entwicklung auf dem Verrechnungskonto (vgl. Bescheidbegründung zu Einkommensteuer 2009 ff vom 21.06.2024) lässt diesen Schluss nicht zu, zumal auf diesem Konto auch andere Geschäftsvorgänge verbucht wurden (vgl. Tz 14: Grundsteuer iHv 6.611,17 € wurde bei der ***Y*** GmbH als Aufwand gegen das Verrechnungskonto des Beschwerdeführers gebucht). Tatsache ist jedenfalls, dass der Beschwerdeführer keine Bankvollmacht zum Geschäftskonto der ***Y*** GmbH bei der ***Bank7*** hatte. Der Beschwerdeführer konnte weder die Auszahlung gutgeschriebener Beträge verfügen noch selbst durchführen. Das heißt, er konnte keinesfalls Geldmittel der ***Y*** GmbH lukrieren. Aufgrund der vom Finanzamt durchgeführten Hausdurchsuchungen verfügte die Betriebsprüfung über sehr umfangreiche Unterlagen. Ein Geldfluss konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Dies deckt sich mit der Aussage von ***GF*** vom 23.01.2024, wonach dem Beschwerdeführer zur Vermeidung weiterer Geldflüsse an ihn die Mietvorauszahlung in Höhe von 31,219.673,86 € entgegengehalten wurde. Im Rahmen dieser Einvernahme hat sie mehrmals betont, dass an den Beschwerdeführer keine Mietzahlungen durchgeführt wurden. Vor allem aufgrund der Aussage von ***GF***, wonach einerseits Mietvorauszahlungen bis 2023 vorliegen und andererseits dem Beschwerdeführer keinen Mietzahlungen zugeflossen sind und aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer keine Bankvollmacht zum Bankkonto der ***Y*** GmbH hatte, gelangte das Bundesfinanzgericht zur Ansicht, dass dem Beschwerdeführer in den Jahren 2009 bis 2014 aus der Vermietung und Verpachtung der Objekte ***Mietobjekt1*** keine Einnahmen zugeflossen sind. Tz 6 Mietvorauszahlungen 2015 Das Finanzamt rechnete dem Beschwerdeführer im Jahr 2015 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Mietvorauszahlung) in Höhe von 975.000,00 € zu. Aus dem Schreiben der ***Bank1*** an den Beschwerdeführer vom 29.04.2015 geht hervor, dass die ***Bank1*** bei (anfechtungsfester) Zahlung eines Betrages von 975.000,00 € bis 30.06.2015 sämtliche angeführte Liegenschaften aus der Pfandhaftung freigeben und den Beschwerdeführer aus der Bürgschaft der Forderungen gegen die ***N*** GmbH entlassen würde. Mit Unterschrift vom 04.05.2015 bestätigte der Beschwerdeführer, dass er damit einverstanden sei. Die Zahlung des Betrages von 975.000,00 € durch die ***Y*** GmbH an die ***Bank1*** stellt die Erfüllung dieser Vereinbarung seitens des Beschwerdeführers dar. In einem Fax vom 17.08.2015 bestätigte der Beschwerdeführer gegenüber der ***Bank1***: "Mit der ***Y*** GmbH habe ich nunmehr vereinbart, dass diese für mich auf Basis einer weiteren Mietvorauszahlung die mit Ihnen vereinbarte Abschlagszahlung leistet." Strittig ist, wie diese Zahlung im Verhältnis zwischen der ***Y*** GmbH und dem Beschwerdeführer zu qualifizieren ist. Mit Email vom 30.07.2015 erkundigte sich ein Vertreter der ***Bank4*** bei ***Sohn1*** unter anderem, wie generell die Vereinbarung zur Rückzahlung der Verbindlichkeiten der ***Y*** an den Beschwerdeführer geregelt seien und ob sich das nachrangige Darlehen des Beschwerdeführers um die 975.000,00 € in der Bilanz der ***Y*** GmbH verringern würde. ***Sohn1*** antwortete am gleichen Tag, dass es generell keine Vereinbarung gegeben würde, wie die Verbindlichkeiten an den Beschwerdeführer zurückgezahlt würden. Dieser solle jedoch nachrangig bedient werden, sobald sämtliche Gläubiger befriedigt seien. Das Darlehen würde sich verringern und die Bankverbindlichkeiten würden gleichzeitig steigen, sodass dies in der Bilanz keine Auswirkung haben würde. Zumindest der letzte Satz dieser Aussage widerspricht der Realität insofern, als der Betrag als Mietvorauszahlung verbucht wurde und sich das Darlehen in der Bilanz nicht verringerte. Am 08.03.2024 wurde ***Sohn1*** vor dem Finanzamt befragt, ob der Betrag iHv 975.000,00 € eine Mietvorauszahlung darstelle, wie es zur Bezeichnung Mietvorauszahlung gekommen sei, ob eine Anfechtung zu befürchten gewesen sei und ob die Erklärung betreffend Nachrangigkeit der Forderungen des Beschwerdeführers gegenüber der ***Y*** GmbH durch diese Zahlung verletzt wurde. Er gab als Zeuge niederschriftlich bekannt, er könne diese Fragen nicht beantworten, weil er in die Verhandlung mit der ***Bank1*** nicht eingebunden gewesen sei. Er würde wissen, dass Dr. ***RA4*** eingebunden gewesen sei. Wenn man bedenkt, dass der Zeuge im Jahr 2015 der ***Bank4*** Auskünfte über die Zahlung des Betrages von 975.000,00 € gegeben hat, ist seine Aussage nunmehr, wonach er keine Fragen beantworten konnte, weil er in die Gespräche nicht eingebunden gewesen sei, nicht überzeugend. Entweder er hat gegenüber der ***Bank4*** Aussagen getroffen, von denen er nicht wusste, ob sie der Wahrheit entsprechen, oder er konnte/wollte beim Finanzamt keine Aussage machen. Bei Berücksichtigung des Umstandes, dass zumindest ein Teil seiner Antworten gegenüber der ***Bank4*** falsch waren (vgl. oben), sind insgesamt seine Ausführungen von äußerst geringer Glaubwürdigkeit. ***GF*** wurde im Rahmen einer Beschuldigtenvernehmung vor dem Finanzamt am 05.07.2021 zur Frage, ob die Zahlung des Betrages iHv 975.000,00 € seitens der ***Y*** GmbH eine Mietvorauszahlung an den Beschwerdeführer oder eine Darlehensrückzahlung sei, befragt. Sie gab an, das Fax an die ***Bank1*** vom 17.08.2015 zum ersten Mal zu sehen. Sie könne nicht sagen, ob es eine Darlehensrückzahlung oder eine Mietvorauszahlung gewesen sei. Nach den Ausführungen der beschwerdeführenden Partei stellt die Zahlung der ***Y*** GmbH iHv 975.000,00 € an die ***Bank1*** die Rückzahlung eines Darlehens dar, das der Beschwerdeführer der ***Y*** GmbH gewährt hat. Bereits mit Schreiben vom 31.05.2022 wurde der Beschwerdeführer vom Bundesfinanzgericht aufgefordert diesbezügliche Unterlagen vorzulegen. Bislang wurde kein Vertrag zwischen der ***Y*** GmbH und dem Beschwerdeführer vorgelegt, aus dem hervorgeht, dass der Beschwerdeführer der ***Y*** GmbH (vor 2015) einen Kredit gewährt habe, der 2015 (teilweise) durch die Finanzierung des Betrages von 975.000,00 € durch die ***Y*** GmbH zurückgezahlt wurde. Es wurde also nicht nachgewiesen, welches Darlehen die ***Y*** GmbH gegenüber dem Beschwerdeführer tilgen würde, indem sie für ihn die Bezahlung des Betrages iHv 975.000,00 € bei der ***Bank1*** übernimmt. Das diesbezügliche Beschwerdevorbringen, wonach der Betrag iHv 975.000,00 € auf das Verrechnungskonto des Beschwerdeführers verbucht worden sei, ist falsch. Aus dem Kontoblatt 21/2015 vom 28.08.2015 samt diesbezüglichem Buchungsvermerk des damaligen Buchhalters geht hervor, dass der Betrag von 975.000,00 € als Mietvorauszahlung gebucht wurde ("MVZ 0700/1108 975.000.-"). Eine Jahre später durchgeführte Umbuchung kann an diesem Umstand nichts ändern. "Ist der einkommensteuerrechtliche Tatbestand des Zufließens einmal verwirklicht worden, dann kann dieser Tatbestand durch Änderung in folgenden Jahren nicht mehr rückgängig gemacht werden, selbst dann nicht, wenn schon im Zeitpunkt des Zufließens feststehen sollte, dass der zugeflossene Betrag in späteren Jahren ganz oder teilweise wieder zurückzuzahlen ist." (VwGH 22.2.1993, 92/15/0048)

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/5100670/2024
ECLI
ECLI:AT:BFG:2025:RV.5100670.2024
Stammnummer
149713
Gültig
18.11.2025 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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