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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/5100349/2007

Abweisung von Wiederaufnahmeanträgen

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/5100349/2007vom 08.02.2022Teil 4 von 5
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Laut ***18***, geschehe eine Offenlegung des wirtschaftlich Berechtigten durch ***9*** im Auftrag des Eigentümers und wirtschaftlich Berechtigten (HV-Protokoll vom 12.3.2007, S. 10) und würde er die wirtschaftlich Berechtigten ohne Auftrag des ***7*** nie offengelegt oder irgendeinen Zettel aus dem Akt vorgelegt haben (HV-Protokoll vom 12.3.2007, S. 11). Dennoch erklärte die Verwaltungsrätin ***10*** mit Schreiben vom 18.04.2001: "Über das Ersuchen von Herr ***Bf1*** lege ich die Eigentümerschaft an den Firmen ***5*** Investment Establishment, […] offen." Auch ein im Zuge der Hausdurchsuchungen vorgefundenes Schreiben des Bf. vom 27.2.1998, womit dieser ***9*** beauftragte und bevollmächtigte, alle notwendigen Unterlagen der ***5*** der Fa. JURICOM für die Vertragsunterzeichnung am 3.3.1998 vorzulegen, und er sein ausdrückliches Einverständnis zur Hinterlegung der Zessionserklärung - und somit zur Offenlegung - erklärte, steht der Aussage des ***18*** entgegen. Dass der Brief nicht unterschrieben war, bedeutet nicht, dass es beim Entwurf geblieben wäre, da es keinen Grund gab, den Ausdruck für die eigenen Akten zu unterschreiben. Wenn es bloß beim Entwurf geblieben wäre, hätte es für den Bf. keinen Grund gegeben diesen auszudrucken und jahrelang bei seinen Unterlagen aufzubewahren. Außerdem wurden die Unterlagen offensichtlich - wie vom Bf. angewiesen - zur Vertragsunterfertigung vorgelegt. Es ist daher davon auszugehen, dass er das Schreiben tatsächlich an ***9*** geschickt hat. Es ist nicht davon auszugehen, dass von ***18*** bewusst falsche Angaben gemacht wurden, aber er war offensichtlich über ***5*** nicht so gut informiert, wie er den Anschein erwecken wollte, was aber angesichts des langen Zeitablaufs und der Tatsache, dass er damals rund 400 Mandanten zu betreuen hatte, auch nicht verwundert. Angaben des Bf. bzgl. der Eigentumsverhältnisse an ***5***: Hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse an der ***5*** machte der Bf. widersprüchliche Angaben. Im Zuge der Hausdurchsuchung am 27.3.2001 sagte er diesbezüglich nur aus, dass er in keinem Naheverhältnis zu den liechtensteinischen Firmen stehe bzw. gestanden sei. In einem Telefonat am 1.4.2001 (Unterlagen Telefonüberwachung, S. 10) sagte er gegenüber seinem Steuerberater, dass "der Amerikaner" Eigentümer der ***5*** sei. Am 11.9.2001 gab er an, die wirtschaftlich Begünstigten der ***5*** nicht zu kennen. Am 20.11.2001 wurde vom Verteidiger des Bf. erstmals vorgebracht, dass ***7*** der "Gesellschafter" der ***5*** sei, und wurde dessen Stelligmachung als Zeuge am 21.11.2001 angekündigt. ***7*** ist allerdings zum vereinbarten Termin nicht erschienen und telefonische Rückfragen blieben ergebnislos. Am 30.4.2002 wurde im Zuge der ursprünglich geplanten Schlussbesprechung eine "Gegendarstellung zum Besprechungsprogramm" inkl. eines Schreibens von ***5*** vom 29.4.2002, worin dargelegt wurde, dass ***7*** der "ultimate beneficial owner" (=wirtschaftlich Berechtigte) dieser Gesellschaft sei, übergeben und wurden damit erstmals Unterlagen vorgelegt, die ***7*** als wirtschaftlichen Eigentümer der ***5*** ausweisen sollten. Vom Vertreter des Bf. wurde mehrfach betont, dass der Bf. stets bestritten habe, wirtschaftlich Berechtigter von ***5*** zu sein. Gegenüber der Abgabenbehörde trifft das auch zu, nicht aber gegenüber Dritten. So war z.B. in der Besprechung vom 10.1.1998 die Rede von einer Stiftung bzw. Anstalt, die ***Bf.*** und seine Familie errichtet haben, laut Grundsatzübereinkommen vom 5.2.1998 sollten die Gesellschaftsanteile je zu 50 % aufgeteilt werden in Firmengruppe ***21*** und Firmengruppe ***Bf.***, und der "Letter of Intent" wurde aufgesetzt zwischen ***21*** "and other investors" und ***Bf.*** "acting in his own name and in the name and on behalf of all members of the ***Bf.*** family". Besprechung vom 10.1.1998 Es besteht kein Grund an der Richtigkeit der mit Fax vom 13.1.1998 seitens der beigezogenen Rechtanwaltskanzlei übermittelten Zusammenfassung des Treffens am 10.1.1998 zu zweifeln. Die Behauptung des Bf. am 11.9.2001, dass es sich um einen Entwurf von ***21*** gemeinsam mit seinen Rechtsanwälten gehandelt habe und es kein Verhandlungsprotokoll darstelle, widerspricht dem eindeutigen Wortlaut des im Zuge der Hausdurchsuchung aufgefundenen Faxes: "In der Beilage finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Begegnung in Salzburg am 10. Jänner 1998". Die im übermittelten Entwurf festgelegten Eckpunkte finden sich im Wesentlichen auch in den endgültigen Vereinbarungen: Am 10.1.1998 wurde lt. vom Rechtsanwalt übermittelter Zusammenfassung u.a. vorgeschlagen, alle Anteile an der ***2*** in eine Stiftung / Anstalt, die ***Bf.*** und seine Familie errichtet haben, einzubringen und festgehalten, dass es für den Käufer dadurch keine rechtlichen Nachteile zu geben scheint, wenn alle Darstellungen und Zusicherungen sowie verbindliche Erklärungen, die vom Verkäufer im Rahmen des Aktienkaufvertrages gemacht oder angenommen werden, von ***Bf.*** persönlich garantiert werden. Genau das ist letztlich geschehen. Auch die vereinbarte Aufteilung des Aktienerwerbs in einen Kauf- und einen Tauschvertrag wurde so umgesetzt. Im Zuge dieser Besprechung wurde auch festgelegt, dass die Anteile an der neu zu gründenden britischen Gesellschaft von ***Bf.*** bzw. der ***Bf.***-Stiftung und ***21*** bzw. dem ***21***-Trust zu jeweils 50 % gezeichnet werden sollen. Das widerspricht eindeutig der Behauptung des Bf., dass die Anteile damals bereits Eigentum einer ***7*** zuzurechnenden Anstalt gewesen seien. Um etwaige Devisenkursschwankungen zum Nachteil von ***Bf.*** zu vermeiden, wurde weiters vereinbart, dass der Kaufpreis für die 50 %-ige Beteiligung an der neuen britischen Gesellschaft der ATS-Gegenwert von GBP 2.500.000 zum 1. Februar 1998 sein soll. Abgesehen von GBP 125.000 für den Erwerb von 50 % der Anteile an der ***4*** International Ltd. erfolgte die Kaufpreiszahlung tatsächlich in ATS. Zur Aussage des Bf. am 11.9.2001, wonach die ***5*** zum damaligen Zeitpunkt (10.1.1998) bereits ein verbindliches Anbot über den Betrag von ATS 18 Mio. gehabt habe und seine Gattin zu diesem Zeitpunkt "rechtlich nicht mehr Eigentümerin der Anteile" gewesen sei, fehlen jegliche Nachweise. Im Zuge der im Jahr 2001 durchgeführten Hausdurchsuchungen wurden keine Belege vorgefunden, die auf einen - wie vom Bf. behauptet - mit ***7*** bereits im Dezember 1997 abgeschlossenen mündlichen Vertrag hindeuten. Dagegen wird in einer Vereinbarung zwischen ***1*** und ***5*** vom 31.1.1998 explizit festgehalten, dass ***1*** im Besitz von 2.000 Stück Inhaberaktien der ***4*** AG ist. Am 10.1.1998 war ***1*** noch nicht einmal Alleineigentümerin der damaligen Muttergesellschaft ***2***. Sie erwarb nämlich erst am 23.1.1998 die restlichen 50 % der Anteile von ihrer Schwägerin. Der Verkaufspreis an ***5*** betrug laut Vertrag vom 10.2.1998 ATS 17.150.000 und laut Vertrag vom 3.3.1998 ATS 17.000.000, obwohl laut dem Bf. "ein verbindliches Anbot über den Betrag von ATS 18 Mio." für 100 % der Anteile bestanden habe. Wenn es ein verbindliches Anbot über ATS 18 Mio. gegeben hätte, würde ein unabhängiger Verkäufer nicht um ATS 17 Mio. verkaufen, wenn - wie im vorliegenden Fall - mit einem weiteren Käufer bereits ein Kaufpreis von GBP 2.500.000 (das entspricht rund ATS 48,7 Mio.) für 50 % der Anteile im Gespräch ist. Eine plausible Erklärung dafür, weshalb der Bf. angesichts dessen auch noch eine Reduktion des angeblichen, mit ATS 18 Mio. bereits unverhältnismäßig niedrigen Angebots auf zunächst ATS 17.150.000 und dann auch noch auf ATS 17.000.000 akzeptieren sollte, konnte der Bf. nicht liefern. Ein unabhängiger Verkäufer würde nicht auf ATS 850.000 und dann noch zusätzlich auf ATS 150.000 verzichten, wenn er weiß, dass die Anteile noch am selben Tag um ein Vielfaches weiterverkauft werden. Auch die Argumentation des Bf., dass der Verkaufspreis an die ***5*** als angemessen gegolten habe, obwohl die Verhandlungspartner am 10.1.1998 von einem vorläufigen Wert von GBP 5 Mio. (das entspricht ca. ATS 97 Mio.) ausgingen, ist nicht nachvollziehbar. Grundsatzübereinkommen vom 5.2.1998 Mag. ***14*** fertigte laut seiner Aussage vom 11.9.2001 eine Mischung aus Mitschrift und Diktat des Grundsatzübereinkommens vom 5.2.1998 an. Der Masseverwalter der ***4*** GmbH übergab dem Betriebsprüfer einen "Letter of Intent" zwischen ***21*** "and other investors" und ***Bf.*** "acting in his own name and in the name and on behalf of all members of the ***Bf.*** family", datiert mit 5.2.1998 und unterschrieben von ***Bf.***, ***21*** und ***24***. Der Text entspricht in den wesentlichen Punkten inhaltlich der Mitschrift des Grundsatzübereinkommens. Es ist daher davon auszugehen, dass das vorliegende Grundsatzübereinkommen den Inhalt der Besprechung wiedergibt. Lt. dem Übereinkommen verpflichtete sich der Bf. die restlichen 50 % der Anteile der ***4*** AG in die britische Gesellschaft einzubringen, was indiziert, dass er bzw. seine Familie über die Anteile verfügte. Gemäß Pkt. IV. werden die Gesellschaftsanteile an der neu zu gründenden englischen Gesellschaft zu je 50 % aufgeteilt in Firmengruppe ***21*** und Firmengruppe ***Bf.***. Das bedeutet, dass - wie auch im Letter of Intent explizit festgehalten ("acting in his own name and in the name and on behalf of all members of the ***Bf.*** family") - der Bf. im eigenen Namen bzw. im Namen seiner Familie aufgetreten ist. Laut Grundsatzübereinkommen hat das wirtschaftliche Eigenkapital der ***4*** AG mindestens ATS 2 Mio. zu betragen und steht der am 31.1.1998 ermittelte Differenzbetrag zur freien Verfügung von ***1***. Diesbezüglich ist ein Übereinkommen zu treffen, ob der Betrag in Anrechnung an ***1*** in der Gesellschaft verbleibt oder dieser zur Ausschüttung gelangt. Eine derartige Option auf Verbleib des Differenzbetrags im Unternehmen macht aus Sicht der Familie ***Bf.*** nur Sinn, wenn die Familie ***Bf.*** (zumindest mittelbar) noch an der ***4*** AG beteiligt bleibt. Gesellschaftervertrag betreffend die ***4*** ltd. vom 3.3.1998 Laut Pkt. 14 des Gesellschaftervertrags ("Shareholders Agreement") vom 3.3.1998 verpflichtet sich der Bf. innerhalb von drei Jahren die im Sachverhalt aufgezählten Dispositionen hinsichtlich ***5*** nicht zu setzen bzw. der ***9*** keine derartigen Anweisungen zu erteilen und die Umsetzung aller Verpflichtungen seitens der ***5*** zu veranlassen, was nahelegt, dass entsprechende direkte Einflussmöglichkeiten des Bf. auf ***5*** bestanden. Angesichts der zahlreichen Zusicherungen und Verpflichtungen - nicht nur auf Seiten des Bf. - sondern auch auf Seiten der ***5*** im Rahmen des Kaufvertrags (z.B. Konkurrenzverbot, Schadenersatz aus Klagen in auf Bezug den Konkurs der ***Bf.*** ***28*** im Jahr 1986) und des Gesellschaftervertrags vom 3.3.1998 (insb. Pkt. 4.11, 4.12, 4.15, 14.), wäre bei einem nicht der Familie ***Bf.*** angehörenden wirtschaftlichen Eigentümer der ***5*** jedenfalls damit zu rechnen, dass Schriftverkehr zur Abstimmung dieser Vertragsbestandteile besteht. Ein solcher wurde aber weder im Zuge der Betriebsprüfung, noch im Zuge der Wiederaufnahmeanträge oder einer der Ergänzungen dazu vorgelegt und auch nicht im Zuge der Hausdurchsuchungen vorgefunden. Gemäß Pkt. 4.11 des Gesellschaftervertrags der ***4*** Limited haben die "***21***-Aktionäre" das Recht, von ***Bf.*** zu verlangen, alle oder einzelne der in ihrem Besitz befindlichen Aktien um GBP 1 pro Aktie oder den höheren Marktwert zu erwerben, falls auf Grund des Kaufvertrags bzw. des Gesellschaftervertrags rechtskräftige Forderungen mit einem Wert von über GBP 300.000 gegen ***Bf.*** gestellt werden. D.h. selbst bei einem unter GBP 1 liegenden Marktwert je Aktie, ergäbe sich daraus ein Haftungsrisiko für den Bf. von GBP 1.850.000, das entspricht rund ATS 36.500.000. Laut Anhang 2 Pkt. 8 zum Gesellschaftervertrag besteht eine Gewährleistungshaftung des Bf. sogar in Höhe von GBP 3.750.000, das entspricht rund ATS 73.000.000, obwohl seine Gattin laut Vertrag mit ***5*** lediglich ATS 17 Mio. für sämtliche Anteile erhalten hat. Damit übersteigen die vom Bf. übernommenen Haftungen bei weitem die ihm bzw. seiner Gattin durch den Verkauf an ***5*** (ATS 17 Mio. zzgl. einer potentiellen Kaufpreisanpassung laut Artikel 5 des Aktienkauf- und Sacheinlagevertrags vom 3.3.1998 von maximal ca. ATS 6,6 Mio.) und durch seine Geschäftsführertätigkeit zugeflossenen Beträge (ATS 90.000 p.m.). Der (damals bereits kurz vor der Pensionierung stehende) Bf. hätte noch rund 46 Jahre als Geschäftsführer für ***4*** International Ltd. arbeiten müssen, um zumindest so viel Geld zu verdienen, dass die Gewährleistungshaftung durch die Summe aller Zuflüsse abgedeckt gewesen wäre. Ein unabhängiger Dritter würde kaum ein derartiges Haftungsrisiko übernehmen, zumal zwischen ***5*** und ***1*** sämtliche Haftungen explizit ausgeschlossen worden waren (Punkt IV des Aktienkaufvertrags vom 3.3.1998 zwischen ***1*** und ***5***). Sonstige Aussagen des Bf. Der Bf. machte immer wieder Aussagen, die mit der Aktenlage nicht in Einklang zu bringen sind. Aussagen im Zuge der Hausdurchsuchung am 27.3.2001 Bezüglich des Veräußerungspreises der Anteile an die ***5*** gab der Bf. im Zuge der Einvernahmen am 27.3.2001 und 11.9.2001 an, dass er damals der Überzeugung gewesen sei, dass der erzielte Veräußerungspreis im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten der optimalste gewesen sei bzw. seine Gattin und Mag. ***14*** den Betrag als äußerst hoch eingeschätzt hätten. Dem steht allerdings entgegen, dass der Veräußerungspreis von ca. ATS 17 Mio. für 100 % der Anteile erstmals im Vertrag vom 10.2.1998 aufscheint, von der ***21***-Gruppe aber bereits am 10.1.1998 (in Anwesenheit von Mag. ***14***) - vorbehaltlich der Ergebnisse einer bereits am 6.1.1998 in Auftrag gegebenen Due-Diligence-Prüfung - ein Preis von GBP 2.500.000 (das entspricht rund ATS 48,7 Mio.) für 50% der Anteile in Aussicht gestellt wurde und der Bericht über die am 16.1.1998 begonnene, finanz- und steuerliche Due-Diligence-Prüfung auch bereits am 9.2.1998 erstellt wurde. Bei Vertragsabschluss konnte der Bf. daher nicht mehr von einem optimalen bzw. sehr hohen Preis ausgehen. Am 27.3.2001 gab der Bf. an, dass "die Engländer" die ***5*** ins Spiel gebracht hätten. Hingegen sagte er am 11.9.2001 aus, ***18*** habe ***5*** in Verbindung mit dem Aktienerwerb an ihn vermittelt. Tatsächlich haben aber weder die britischen Investoren noch ***18*** ***5*** ins Spiel gebracht: Laut glaubwürdiger Aussage von ***21*** (HV-Protokoll 4.6.2007, S. 4, 5) sei ihm im Jänner 1998 zu seinem Erstaunen mitgeteilt worden, dass sich die Besitzverhältnisse im Unternehmen geändert hätten und sei dann herausgekommen, dass der Besitzer eine Körperschaft namens ***5*** sei. Es sei ihm gesagt worden, dass die ***5*** eine Firma sei, die in Liechtenstein eingetragen sei, und dass ***Bf.*** die Vollmacht habe für ***5*** mit ihm zu verhandeln. Es sei einfach unmöglich, sämtliche Informationen über eine Körperschaft wie ***5*** zu bekommen. Das habe ihn beunruhigt. Er habe daher darauf bestehen müssen, dass alles was mit ***5*** gemacht worden sei, von rechtlichen und bindenden Garantien von ***Bf.*** und ***1*** getragen werde. Auch eine Vermittlung der ***5*** durch ***18*** fand nicht statt. ***18*** spricht von einer Verbindung [gemeint wohl: Vereinbarung] zwischen dem Bf. und ***7*** über den Verkauf von Geschäftsanteilen an ***7*** und davon, dass dafür die ***5*** gegründet wurde (HV-Protokoll 12.3.2007, S. 6). Die Aussagen des Bf. vom 27.3.2001 bzw. 11.9.2001, dass ***18*** für ***5*** als verantwortlicher Käufer aufgetreten bzw. an ihn herangetreten sei und die Preisverhandlungen von ihm mit ***18*** geführt worden seien, widerspricht der Aussage von ***18***, wonach dieser weder hinsichtlich des Kaufs noch des Verkaufs etwas mit der Kaufpreisbildung zu tun gehabt habe und er nicht mitbestimmt habe (HV-Protokoll 12.3.2007, S. 12). Einvernahme als Beschuldigter am 11.9.2001 Die Aussage des Bf. am 11.9.2001, wonach der Vertrag vom 10.2.1998 deshalb gemacht worden sei, da die Zahlung für den Erwerb von 50 % an der ***4*** durch seine Gattin bereits fällig gewesen sei und es daher notwendig gewesen sei, die Zahlung von der ***5*** rechtzeitig zu erhalten, geht an den Tatsachen vorbei: der Kaufpreis war von ***1*** bereits am 5.2.1998 - also 5 Tage vor Vertragsabschluss - überwiesen worden und die Zahlung von ***5*** erfolgte erst am 9.3.1998 nach Zahlung durch ***4*** ltd. Bezüglich der Kaufpreisanpassung (Artikel 5 des Aktien- und Sacheinlagevertrags vom 3.3.1998) gab der Bf. am 11.9.2001 an, dass diese Klausel nie vollzogen worden sei, da die Garantieansprüche seitens der Engländer gezogen worden seien. Mit Schreiben der ***4*** plc an ***5*** vom 25.6.1999 wurde jedoch die diesbezügliche Vereinbarung bestätigt und wurden unter Bezugnahme auf das Schreiben vom 25.6.1999 bzw. den Vertrag vom 3.3.1998 vier Tage danach DM 945.286 (das entspricht rund ATS 6.617.000) auf das Konto der ***5*** bei der Verwaltungs- und Privatbank AG, Liechtenstein überwiesen. Am 18.3.1998 wurde ein vom Bf. unterfertigtes Schreiben der ***4*** AG mit folgendem Inhalt an ***5*** geschickt: "hiermit beauftrage ich Sie, das Schreiben durch Dr. SCHATZMANN vom 6.3 1998, hinsichtlich der genannten Beilagen zu unterfertigen und an die genannte Adresse zu übermitteln. Gleichzeitig ersuche ich Sie die ,Resolutions' der Firma ***4*** Ltd und ***29*** LTD zu unterfertigen und an Deloitte & Touche zu übermitteln. Hinsichtlich der Kostenrechnung von Dr. TIETGEN [Anm.: Notar] beauftrage ich Sie, diese zu überweisen und an die Fa.****Ltd zu verrechnen." Am 11.9.2001 sagte der Bf. diesbezüglich aus, dass er damals auf telefonische Anweisung von ***21*** gehandelt habe. ***21*** erklärt in einer dem Landesgericht LINZ vorgelegten Erklärung vom 23.4.2001, dass "I have not at any time been a shareholder, owner, manager or otherwise been in control of ***5*** Investment Establishment." ***21*** wäre daher nicht in der Lage der ***5*** Anweisungen dieser Art zu erteilen. Telefonat vom 3.4.2001 In einem Telefonat mit seinem Sohn am 3.4.2001 (Telefonüberwachungsprotokoll) sagte der Bf.: "Das zweite ist meine Überlegung ***5*** - wir müssen das umschreiben, ***5*** hat die Putnote angenommen - mit meiner Unterschrift. Damit ist einmal ***5*** Eigentümerin wieder. Lupenrein. Die Bezahlung erfolgt mit Gegenforderungen, die wir aufstellen. Und zwar, ein gravierender Punkt ist, dass die ***21***-Gruppe auf Grund Vermittlung der ***21***-Gruppe Deloitte & Touche einen für mich gravierenden Schaden angerichtet hat mit der Stellungnahme zu dem Angel Court of London. Das ist einmal der Punkt eins. Der zweite Punkt ist, dass ***4*** International mit alleinigen Geschäftsführungsseite von ***25*** und ***24*** 45 Anlagen zu einem Sonder-Sonder-Verrechnungspreis bezogen hat, wo mir in etwa ein Gesamtschaden von rund 70 Millionen entstanden ist, das rechnen wir uns am Dienstag dann noch aus, wobei ***5*** mit 35 Millionen belastet ist." Daraus ergibt sich einerseits nicht nur, dass der Bf. für ***5*** unterschrieben hat, was die von ***17*** und ***21*** erwähnte Vollmacht bestätigt, sondern andererseits auch, dass die ***5*** dem Bf. zuzurechnen war. Wäre der Bf., der bereits seit November 1999 nicht mehr Geschäftsführer der ***4*** GmbH war, - wie von ihm behauptet - nicht mittelbar an der ***4*** GmbH beteiligt, könnte ihm nämlich durch zu günstige Anlagenverkäufe von ***4*** GmbH an ***4*** International gar kein Schaden entstehen. Hauptverhandlung vom 6.11.2006 In der Hauptverhandlung vom 6.11.2006 schilderte der Bf., dass das Unternehmen verkauft worden sei, weil in Folge von Sicherstellungsbescheiden bzw. Forderungspfändungen durch das Finanzamt das Guthaben bei der Raiffeisenbank eingefroren und andere Forderungen sichergestellt worden seien, wodurch das Unternehmen im August 1997 schlagartig insolvenzgefährdet gewesen sei (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 6). Der Pfändungsbescheid wurde jedoch nicht der Raiffeisenbank ***15*** zugestellt, sondern der Volksbank ***16***, bei der die ***3*** im Dezember 1997 keine Geschäftsverbindung mehr hatte und somit keine Firmenkonten - sondern Schwarzgeldkonten des Bf. mit der Bezeichnung ***Bf.*** Transporta bzw. Gomar-***Bf.*** - betroffen waren. Mehrfach wiederholte der Bf., dass Mitte Dezember 1997 bzw. in der 3. Dezember-Woche mit ***7*** eigentlich eine fixe Vereinbarung über den Kauf der Firma um ca. ATS 17,5 oder 17 Mio. unter der Voraussetzung einer Einigung mit dem Finanzamt zustande gekommen sei (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 8, 21). Einzige Auflage von ***7*** sei gewesen, dass das Bilanzprüfungsverfahren ordnungsgemäß zu einem Ziel komme (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 13). Das widerspricht allerdings der Aussage von ***7*** am 20.1.2014, wonach dieser nicht mehr wisse, warum sie finanzielle Probleme gehabt hätten, das sei nicht seine Angelegenheit gewesen (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 3). Hätte es die Zusage mit nur dieser einen Auflage gegeben, wäre zu erwarten, dass sich der Erwerber daran erinnert. Der Bf. gab an, dass ein Weiterverkauf an die ***21***-Gruppe damals nicht zur Debatte gestanden sei, aber die Möglichkeit eines riesengroßen Auftrags von der ***21***-Gruppe, was für ***7*** natürlich Grundvoraussetzung für den Kauf gewesen sei (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 8). ***7*** würde die Firma um die relativ hohe Summe von ATS 17,5 Mio. gar nicht gekauft haben, wenn er ihm nicht gewisse Zukunftsvisionen, nämlich Anlagen nach England zu liefern und zusätzlichen Profit zu machen, mit verkauft hätte (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 13). Diese angebliche Grundvoraussetzung wurde von ***7*** aber weder im Zuge seiner Aussage am 11.1.2007 noch am 20.1.2014 erwähnt. Laut Aussage des Bf. sei ***21*** Mitte Dezember 1997 ausgestiegen, was der Bf. damit begründete, dass ***21***, nachdem er gesehen habe, dass sie massive Probleme mit Zahlungen von Löhnen und Lieferanten gehabt hätten, abgewartet habe, dass die Firma insolvent werde und er die insolvente Firma relativ preisgünstig übernehmen könne (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 8). ***21*** sei 3 Tage in der Firma gewesen und habe genau über die Problematik in der Firma Bescheid gewusst (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 9). Die von ihm bestellten Maschinen seien nicht fertig gewesen, weil der Motor nicht geliefert worden sei, weil zwei andere nicht bezahlt worden seien. ***21*** habe damit gerechnet, das Unternehmen in einem Konkursverfahren im Jänner um einen wesentlich billigeren Preis zu übernehmen, als die ATS 50 Mio., die er mit ihm besprochen habe (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 10, 13). Laut ***21*** (HV-Protokoll vom 4.6.2007) sei ihm im Herbst 1997 aufgrund gesundheitlicher Probleme ***19***s vorgeschlagen worden, dessen Hälfte der Anteile zu erwerben. Ende 1997, als sie die Grundzüge dieses Geschäftes gehabt hätten, sei er mit ***19*** vor Weihnachten ein paar Tage Schifahren gegangen. Im Flughafenbus habe dann ***Bf.*** seine Ideen bezüglich der Organisation dieses Geschäftes grob dargelegt. Zu diesem Zeitpunkt habe ***21*** nicht geglaubt, dass sie diesen Deal machen würden, weil die Ideen des ***Bf.***, wonach die technische und Marketing-Geschäftstätigkeit von Österreich nach England verschoben werden sollte, sehr verschieden von seiner Vorstellung gewesen seien. Die Stärke des Unternehmens ***Bf.*** sei gewesen, dass es in Österreich seine Position als ein sehr gut etabliertes und auch sehr renommiertes Unternehmen gehabt habe. Das Letzte, was er gewollt hätte, sei, wenn man das jetzt alles zerstört hätte. (S. 3, 7) Von finanzielle Probleme der ***3*** habe ***21*** laut eigenen Angaben (HV-Protokoll vom 4.6.2007, S. 8) nicht wirklich etwas mitbekommen. Er habe sich zwar gedacht, dass sie vielleicht Geldprobleme hätten, aber die ***3*** habe immer noch Gewinne gemacht und sei immer noch ziemlich profitabel gewesen. Über Probleme der Firma mit der Finanz habe er glaublich zu Beginn 1998 gehört. Natürlich hätten sie sicher sein wollen, dass keine Steuerforderungen vorgeschrieben würden. Sie hätten daher gewollt, dass die Rechnungsprüfung [gemeint wohl: Betriebsprüfung] für das Finanzjahr abgeschlossen sei, und dass alle Steuerschulden identifiziert würden und denen auch Rechnung getragen würde. Das sei ja auch alles ein Teil der finanziellen Überprüfung. Es sei nichts in der rechtlichen oder in der finanziellen Prüfung, was irgendwie nicht normal gewesen wäre. Die Erklärung des Bf., dass ***21*** Mitte Dezember "ausgestiegen" sei, weil er eine Insolvenz habe abwarten wollen um günstiger zu kaufen, deckt sich nicht mit der glaubwürdigen Aussage des Zeugen. Es ist daher davon auszugehen, dass lediglich hinsichtlich der möglichen Verlagerung der Geschäftstätigkeit nach England Differenzen bestanden. Laut dem. Bf. habe ihm ***7*** zugesagt, dass er das Geld zum Ankauf zur Verfügung habe und habe er ihm eine entsprechende Bankbestätigung gegeben (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 10). Eine solche Bestätigung wurde aber weder vorgelegt noch bei der Hausdurchsuchung aufgefunden. Es erfolgte auch keine Zahlung durch ***7***, sondern wurde nur ein Teilbetrag der Zahlung von ***4*** Ltd. weiterüberwiesen. Die Bank habe dem Bf. damals zugesichert, dass sie unter der Voraussetzung, dass die beiden Gesellschafterinnen mit ihrem Privatvermögen haften würden, den benötigten Kredit gewähren würde. ***20*** habe aber nicht privat für die Firma haften wollen und ***1*** habe die Haftung nur unter der Voraussetzung der Übernahme der restlichen Anteile übernommen (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 10). Seine Frau habe am 27. Dezember Blankowechsel bei der Bank unterschrieben und es sei ein Kreditbetrag von ATS 15 Mio. in die Firma geflossen. Die Schulden seien mit dem Einstieg von ***7*** zurückbezahlt worden (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 11). ***7*** hat jedoch der ***3*** kein Kapital zur Verfügung gestellt (Aussage von ***7*** am 20.1.2014, S. 3) und der Kaufpreis wurde erst nach Zahlung durch ***4*** Ltd. an ***1*** überwiesen und ging selbstverständlich an die ehemalige Eigentümerin und stand damit nicht dem Unternehmen zur Verfügung. Das vorübergehende Liquiditätsproblem wurde also durch die Haftungsübernahme der damaligen Eigentümerin und nicht durch den Verkauf - ohne den das Unternehmen laut Bf. Ende Dezember 1997 oder Anfang Jänner 1998 in Konkurs gegangen wäre (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 8) - gelöst. Sollte die vom Bf. behauptete Insolvenzgefährdung tatsächlich bestanden haben, wurde diese durch die Kreditgewährung beseitigt. Nach Freigabe der Kreditlinien sei es möglich gewesen die für ***21*** vorgesehenen Maschinen fertig zu stellen, wovon der Bf. ihn telefonisch verständigt habe und davon, dass sie eigentlich keine finanziellen Probleme mehr hätten und das Gespräch mit der Finanz sehr positiv gelaufen sei. Daraufhin habe ihm ***21*** kurzfristig den Termin am 10. Jänner in Salzburg gegeben und habe sich das Interesse von ***21*** entweder Firmenanteile zu kaufen oder in Kooperation zu treten, massiv erhöht (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 12). Der Bf. sagte aus, dass er vom wirtschaftlich Berechtigten ***7*** bevollmächtigt gewesen sei für die ***5*** als Verhandler aufzutreten (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 15). Er habe die Vollmacht einerseits als Geschäftsführer der ***3*** und andererseits als Trustee für die ***5*** gehabt (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 18). ***18*** erwähnte von einer solchen Treuhandschaft nichts, sondern gab nur an, dass der Bf. im Auftrag von ***7*** (und nicht der ***5***) aufgetreten sei (HV-Protokoll vom 12.3.2007, S. 5). Einerseits sagte der Bf. aus, dass das Geschäft mit ***7*** so aufgebaut gewesen sei, dass er weiterhin drei Jahre die alleinige Geschäftsführung übernehme (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 12), andererseits versuchte er seinen persönlichen Vorteil aus dem Verkauf der Anteile von ***5*** an die ***21***-Gruppe mit dem Einkommen aus der Geschäftsführertätigkeit für drei Jahre zu erklären (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 18). Hätte es tatsächlich die behauptete Vereinbarung mit ***7*** gegeben, wäre der Weiterverkauf hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge kein Vorteil mehr für ihn gewesen. Der Bf. sagte aus, dass eine Zahlung für ein Grundstück von ***5*** an seine Gattin über Anweisung von ihm und von ***7*** erfolgt sei. Die Zahlung von ATS 17 Mio. von ***7*** an seine Gattin sei schon überfällig gewesen. Es sei bei Unterfertigung in München vereinbart gewesen, dass diese Überweisung bereits von ***7*** unterfertigt und angewiesen werde, er habe sie nur abgerufen (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 19). Laut Bf. sei zwischen ***7*** und ihm eine gute freundschaftliche Geschäftsbeziehung entstanden (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 20), was auch von ***7*** bestätigt wurde: "Wir haben ein sehr enges Verhältnis" (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 14). "Wir haben in vielerlei Hinsicht zusammengearbeitet. Ich halte ihn oder betrachte ihn als meinen Geschäftsfreund. Er ist ein sehr guter Ingenieur. Manchmal wenn ich nach Österreich komme, rufe ich ihn an. Meine und seine Kinder sind nach wie vor befreundet." (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 8) Obwohl dem Bf. bereits bei der Hausdurchsuchung bewusst wurde, dass es zu seiner Entlastung auf die Rolle des ***7*** ankommt (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 25), gab er am 11.9.2001 - also rund ein halbes Jahr nach der Hausdurchsuchung, nachdem er somit auch mehr als genug Zeit für ein Gespräch über die Auswirkungen für ***7*** hatte, das er angeblich vorher mit diesem hätte führen wollen - noch immer an, die wirtschaftlich Begünstigten der ***5*** nicht zu kennen. Es trifft also auch nicht zu, dass - wie behauptet (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 25) - bei allen weiteren Fragestellungen des Betriebsprüfers immer schon ***7*** vom Bf. angegeben worden sei. Aussagen von ***7*** Ein ganz wesentlicher Zeuge ist der angeblich wirtschaftlich Berechtigte, ***7***, da nur er und der Bf. mit Sicherheit wissen, wem ***5*** tatsächlich zuzurechnen war. Seine Aussagen sind jedoch eine Anhäufung von Widersprüchen zu den Aussagen anderer Zeugen wie auch zu seinen eigenen Aussagen: "Statutory declaration" vom 29.4.2002: Laut der von ***7*** am 29.4.2002 unterfertigten "eidesstattlichen Erklärung" habe der Bf. ihm 1997 sein Unternehmen angeboten. Laut seiner Aussage vom 11.1.2007, habe ihn jedoch der Bruder des Bf. gefragt, ob er die ***3*** übernehmen wolle (HV-Protokoll, S. 3). Laut der schriftlichen Erklärung habe der Bf. zu der Zeit, als er auf ***7*** zugekommen sei, auch andere interessierte Käufer gehabt. Das widerspricht der Aussage ***7*** vom 11.1.2007, wonach Investoren, mit denen der Bf. früher verhandelt habe, ausgestiegen seien und deshalb an ihn herangetreten worden sei (HV-Protokoll, S. 3). ***7*** habe sowohl ***8*** als auch ***5*** gegründet und beide seit deren Gründung besessen. Nachdem im Dezember 1997 eine endgültige Einigung hinsichtlich des Kaufpreises und der Bedingungen des Erwerbs erzielt worden sei, seien die Verträge betreffend die Aktienübertragung im Februar 1998 unterschrieben worden. Ab Jänner 1998 habe ihn der Bf. laufend über die Verhandlungen mit der englischen Investorengruppe informiert. Im Zuge der durchgeführten Hausdurchsuchungen wurden zwar die im Februar und März unterschriebenen Verträge sowie Unterlagen betreffend die Verhandlungen mit der ***21***-Gruppe, jedoch keine Unterlagen betreffend die behauptete Einigung mit ***7*** gefunden. ***7*** sei Anfang 1998 vom Bf. informiert worden, dass eine Gruppe englischer Investoren sehr großes Interesse an der ***3*** gezeigt hätte, woraufhin er nach anfänglichen Diskussionen zugestimmt hätte, dass ***5*** 50 % der Anteile an der ***3*** an ***4*** Plc. verkauft, und er nach weiteren Diskussionen den Bf. mit dem Verkauf weiterer Anteile an die ***21***-Gruppe beauftragt habe. Tatsächlich wurde die Aufteilung der Anteile an der ***3*** in einen Kauf- und einen Tauschvertrag bereits in der Besprechung vom 10.1.1998 festgesetzt und wurde nicht nachträglich über einen Verkauf der restlichen 50 % der Anteile an die ***21***-Gruppe verhandelt. Abschließend erklärte ***7***, dass er der einzige Eigentümer und die einzige auf den Konten der ***5*** zeichnungsberechtigte Person sei, was jedoch der Aussage der Verwaltungsrätin ***10*** vom 18.4.2001 widerspricht, wonach auf den Bankkonten der ***5*** sie kollektiv mit der ***9*** zeichnungsberechtigt gewesen sei. Hauptverhandlung vom 11.1.2007: Am 11.1.2007 sagte ***7*** aus, dass er neben ***8*** in Liechtenstein noch eine Firma, die als deren Tochtergesellschaft eingetragen gewesen sei, nämlich ***5***, gehabt habe (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 3). Eine Eintragung als Tochtergesellschaft gibt es bei einer liechtensteinischen Anstalt allerdings nicht. ***5*** sei Ende 1997, so um den August herum, gegründet worden. Im Oktober/November 1997 habe ihn ***19*** gefragte, ob er die ***3*** übernehmen wolle (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 3). Abgesehen davon, dass ***5*** nachweislich erst am 16.1.1998 gegründet wurde (Statuten, Registerauszug), erfolgte die Gründung der ***5*** zwecks Erwerb der Beteiligung (***18***, HV 12.3.2007, S. 6, 7). Laut Aussage ***7***s wäre die ***5*** aber im August gegründet worden, bevor die Übernahme der ***3*** überhaupt erstmals ein Thema war. Wenn die Gründung von ihm beauftragt worden wäre, wäre wohl davon auszugehen, dass ihm der Zusammenhang zwischen Beteiligungserwerb und Gründung der Anstalt bekannt gewesen wäre. Es sei deshalb an ihn herangetreten worden, weil ***Bf.*** früher mit Investoren verhandelt gehabt habe und diese ausgestiegen seien (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 3). Im Oktober/November 1997 waren die Verhandlungen mit ***21*** jedoch nicht unterbrochen, sondern hatte ***21*** lt. eigenen Angaben erst kurz vor Weihnachten Bedenken hinsichtlich des Geschäfts (HV-Protokoll vom 4.6.20007, S. 3, 6), was sich ungefähr mit der Aussage des Bf. deckt, dass ***21*** Mitte Dezember 1997 ausgestiegen sei (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 8). Laut ***7*** hätten sie einen Deal für Dezember 1997, den Preis und wie die Übergabe der Aktien erfolgen sollte, vereinbart (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 4). Die vom Bf. als unbedingte Voraussetzung für einen Erwerb der Anteile genannte Einigung mit dem Finanzamt wurde von ***7*** nie erwähnt. Ungewöhnlich ist auch, dass obwohl der Kaufpreis angeblich bereits im Dezember 1997 festgestanden sei, in der ersten schriftlichen Vereinbarung zwischen ***1*** und ***5*** vom 31.1.1998 nur die Dividendenberechtigung von ***1*** in Höhe von ATS 6,9 Mio. aber kein Kaufpreis genannt wurde. Hinsichtlich der geplanten Bezahlung der Anteile gab ***7*** auf Befragen an, dass er persönliches Vermögen in Südafrika verkauft habe und eben ein Venture gesucht habe (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 5). Demgegenüber steht, dass die Zahlung von ***5*** an ***1*** erst nach Zahlung durch die britischen Investoren erfolgte und kein Geld von ***7*** geflossen ist. Laut seiner Aussage habe ***7*** die ***Bf.*** zuerst nach dem Wert gefragt und sie hätten diesen Wert angegeben und ihm gesagt, dass er diesen Preis zahlen solle. Es sei eine Vermögensaufstellung gemacht und die Aktien auf ihren Wert überprüft worden. Es seien ihm einfach Zahlen von deren Wirtschaftsprüfern übersandt worden (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 5). Im Gegensatz dazu führte der Bf. im Zuge seiner Einvernahme am 6.11.2006 (S. 8) aus: "Ich habe ***7*** auch von den Engländern erzählt und habe gesagt, dass wir große Chancen haben in England 40 - 60 Anlagen zu verkaufen. Wir haben das ausgerechnet und ***7*** war von seiner Seite für solche Projekte sehr aktiv, er hat auch dann selber Hochrechnungen gemacht und so hat sich der Preis mit ca. 17 oder 17,5 Mio. ATS ergeben." Während also laut ***7*** eine Vermögensaufstellung ausschlaggebend für den Preis gewesen sei, sei es laut dem Bf. die Aussicht auf künftige Anlagenverkäufe nach England gewesen. Weiters erklärte der Bf., dass der Vorteil bei ***7*** gewesen sei, dass er ohne einer Due Diligence Prüfung das Unternehmen gekauft habe (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 13), dieser gab jedoch an, dass die Aktien auf ihren Wert überprüft worden seien. Im Jänner oder Februar habe dann die Firma in England wieder Interesse gehabt. Die englische Firma habe dann erfahren, dass bereits ein Deal stattgefunden habe und wenn sie wirklich interessiert wären, dann müssten sie die ***5***, den neuen Besitzer, kontaktieren. Das sei geschehen. Die englische Firma habe ***Bf.*** gebeten, ihn oder die Besitzer der ***5*** zu fragen (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 7). Wie sich aus einem Schreiben der für die britischen Investoren tätigen Wirtschaftsprüfungskanzlei Deloitte & Touche vom 29.4.1998 eindeutig ergibt, war diese damals aber der Ansicht, dass ***5*** dem Bf. zuzurechnen sei ("We have assurances from Mr. ***Bf.*** that the above Liechtenstein Trust is wholly controlled by him. Mr. ***Bf.*** is an Austrian resident for taxation purposes. The 50 % shareholding held by this trust can therefore be deemed to be held solely by Mr. ***Bf.***."). ***7*** gab an, er habe seine Aktien verkaufen sollen und ***21*** würde dann 50 % der Aktien kaufen. Am Ende sei daraus ein Joint-Venture geworden. Sie hätten bereits eine ***29*** Ltd. in England gegründet gehabt und diese englische Firma habe bereits seit einigen Jahren eine Geschäftstätigkeit gehabt (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 7). Obwohl ***7*** behauptet, dass die ***5*** ausschließlich ihm zuzurechnen sei und diese nach Beteiligungserwerb 50 % der Anteile an der ***4*** ltd. hielt, weiß er nicht, dass die ***4*** Ltd. erst am 28.11.1997 (s. Anhang 1 zum Gesellschaftervertrag vom 3.3.1998) eigens zum Zweck des Erwerbes von Anteilen an der ***4*** Aktiengesellschaft gegründet wurde und vorher keine Geschäftstätigkeit ausübte (***21***, HV-Protokoll vom 4.6.2007, S. 5). ***7*** erklärte, nach 6 Monaten die Aktien zurückgegeben zu haben (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 15). Der Grund warum diese Firmen nie so Erfolg gehabt hätten, sei eigentlich der gewesen, dass sie immer hohe Forderungen gehabt hätten und sehr anspruchsvoll gewesen seien und auch sehr eng nach englischem Recht strukturiert gewesen seien und eben auf dem internationalen Plan nicht sehr erfolgreich gewesen seien (HV-Protokoll vom 11.1.2007, S. 15, 16). Tatsächlich erwarb die ***4*** Ltd nach Geltendmachung von Garantieansprüchen durch die britischen Investoren mit Vertrag vom 28.6.2001 - und somit nicht nach 6 Monaten, sondern nach mehr als 3 Jahren - im Gegenzug gegen Entfall sämtlicher Gewährleistungsansprüche die restlichen 50 % der Anteile und wurde damit zur Alleingesellschafterin der ***4*** GmbH. Laut ***21*** (HV-Protokoll 4.6.2007, S. 8) habe es im ersten Jahr gut funktioniert, weil sie mehr Maschinen verkauft und gute Lieferverträge ausgehandelt hätten, die Gewinne hätten begonnen anzusteigen; im zweiten Jahr hätten sie dann allerdings Qualitätsprobleme mit den Lieferanten aus Osteuropa gehabt. Auch das widerspricht klar den Erklärungsversuchen von ***7***. Einvernahme vom 20.1.2014: Am 20.1.2014 wurde ***7*** neuerlich als Zeuge einvernommen, diesmal vor dem BFG. Seine Aussagen wichen dabei teils gravierend von seinen früheren Aussagen ab. Er führte aus, dass er aufgrund großer finanzieller Schwierigkeiten in Afrika über die ***9*** die ***8*** gegründet habe und unter dieser Gesellschaft habe er die ***5*** und ***22*** gegründet. Der Grund für die Errichtung dieser Firmen sei die Beschaffung von Baumaterialien und technischen Ausrüstungen für Afrika gewesen (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 2, 3). Das trifft zwar auf ***22*** nicht aber auf ***5*** zu, bei der es sich um eine reine Holdinggesellschaft gehandelt hat (Aussage ***10*** vom 18.4.2001), die nur zwecks Erwerb der Beteiligung an der ***4*** GmbH gegründet wurde (***18***, HV 12.3.2007, S. 6, 7). Während ***7*** am 11.1.2007 aussagte, die ***Bf.*** hätten finanzielle Mittel gebraucht (HV-Protokoll, S. 4) und er habe persönliches Vermögen in Südafrika verkauft und ein Venture gesucht (HV-Protokoll, S. 5), sagte er am 20.1.2014, dass er der Firma von ***Bf.*** kein Kapital zur Verfügung gestellt habe (Niederschrift, S. 3). Die Firma sei ihm zum Kauf angeboten worden, weil sie zu dieser Zeit ein finanzielles Problem gehabt habe. Er wisse nicht mehr, warum sie diese finanziellen Probleme gehabt hätten, das sei nicht seine Angelegenheit gewesen (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 3). Ein wirtschaftlich denkender Investor interessiert sich sehr wohl dafür, warum ein potentielles Übernahmeziel finanzielle Probleme hat, da dies dessen Wert und in der Regel auch dessen weitere Entwicklung beeinflusst. Im Übrigen wiederholte der Bf. mehrfach, dass der Kauf unter der Voraussetzung einer Einigung mit dem Finanzamt vereinbart worden sei (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 7f). Auch in der Ergänzung zum Vorlageantrag vom 7.3.2007 wurde argumentiert, dass ein mündlicher Vertrag unter der aufschiebenden Bedingung einer Einigung mit dem Finanzamt vorgelegen sei. Hätte es diese Vereinbarung tatsächlich gegeben, wäre davon auszugehen, dass ***7*** von den Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Betriebsprüfung gewusst hätte. Preisbildend sei lt. ***7*** vor allem das Warenlager gewesen. Er sei am Verkauf der Waren interessiert gewesen. Sie hätten ziemlich viele Maschinen gehabt (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 4). Diese Aussage widerspricht einerseits seinen eigenen Ausführungen vom 11.1.2007, wonach die ***Bf.*** einen Wert angegeben hätten, den er habe zahlen sollen; es sei eine Vermögensaufstellung gemacht worden (HV-Protokoll, S. 5), und andererseits auch der Aussage des Bf. vom 6.11.2006 (HV-Protokoll, S. 7, 10), wonach ***21*** von ihnen verbindliche Lieferzeiten hätte haben wollen, die sie auf Grund der mangelnden Liquidität nicht habe einhalten können und die von ***21*** bestellten Maschinen nicht fertig gestellt werden hätten können, weil die Motoren nicht geliefert worden seien, weil zwei früher gelieferte nicht bezahlt worden seien. Das spricht eindeutig dagegen, dass sie viele Maschinen hatten und das Warenlagen preisbestimmend war. Über Befragen, weshalb er davon ausgegangen sei, dass der Erwerb der Firma für ihn profitabel sein könnte, sagte er nur ganz allgemein: "Wenn ich zB etwas günstig erwerben kann, sehe ich die Möglichkeit etwas daraus zu machen. Ich habe die Möglichkeit gesehen, einen Nutzen daraus zu ziehen" (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 4). Laut dem Bf. (HV-Protokoll vom 6.11.2006, S. 8f) sei die Möglichkeit eines riesengroßen Auftrags von der ***21***-Gruppe ausschlaggebend gewesen: "Das war natürlich Grundvoraussetzung für den Kauf für ***7***, der genau gewusst hat, dass für mobile Brechanlagen das größte Potenzial in England ist." Wenn er die ***4*** (über die ***5***) gekauft hätte, wäre davon auszugehen, dass er von diesem angeblich in Aussicht gestellten Großauftrag der ***21***-Gruppe wüsste. Laut ***7*** habe er den Erwerb der Firma mit seinen eigenen finanziellen Mitteln finanziert. Er habe die finanziellen Mittel intern und über seine Partner in den Firmen aufgebracht (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 4). Die Kaufpreiszahlung an ***1*** erfolgte jedoch nicht aus Mitteln von ***7***, sondern es wurde einfach ein Teil des von den britischen Investoren an die ***5*** gezahlten Kaufpreises weiterüberwiesen. Über Befragen, wer Käufer der Anteile gewesen sei, gab er an, jetzt nicht mehr genau zu wissen, ob es die ***5*** oder die ***8*** gewesen sei (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 5). Angesichts der Tatsache, dass ***5*** eigens zum Erwerb der ***4*** AG gegründet wurde (Aussage ***18***, HV-Protokoll vom 12.3.2007, S. 6), verwundert es doch, dass ein so wesentliches "Detail" dem angeblichen "Eigentümer" nicht im Gedächtnis bleibt. Über Befragen, weshalb er den Erwerb nicht über die ***8*** abgewickelt habe, führte er aus, dass sie verschiedene Bereiche in den Firmen gehabt hätten. Die ***5*** habe Wirtschaftsgüter gekauft und verkauft und zwar zum Teil über Vertriebsfirmen. Er sei verantwortlich gewesen für den täglichen Geschäftsablauf (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 6). Laut Aussage der Verwaltungsrätin ***10*** vom 18.4.2001 fungierte die ***5*** jedoch lediglich als Holdinggesellschaft. Das würde jemand, der für den täglichen Geschäftsablauf verantwortlich war, selbstverständlich wissen. Über Befragen, wem er den Auftrag zur Gründung der ***5*** gegeben habe, erklärte er, dass er in den späten 90iger Jahren zuerst ***22*** und dann ***5*** gegründet habe, beides sei über die ***9*** gelaufen. Er habe damals Herrn ***18*** und Frau ***10*** kontaktiert. Der Eigentümer der Firma ***9*** sei Herr ***17*** gewesen. Mit ihm habe er nicht viel Kontakt gehabt (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 6). Laut Aussage von ***18*** (HV-Protokoll vom 12.3.2007, S. 4) sei allerdings Herr ***17*** ursprünglich der Ansprechpartner von ***7*** gewesen und habe dieser das alles für Herrn ***7*** gemacht. ***7*** führte weiter aus, er habe mit Herrn ***18*** und Frau ***10*** persönlich und mündlich die Geschäfte besprochen (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 6). ***18*** hat ihn nach eigener Aussage (HV-Protokoll vom 12.3.2007, S. 4, 15) jedoch nie gesehen. Auf dem Bankkonto der ***5*** sei er zeichnungsberechtigt gewesen und er habe die ***9*** bevollmächtigt. Es sei entweder Herr ***18*** oder Frau ***10*** gewesen (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 6). Laut Aussage von ***10*** vom 18.4.2001, war aber nur sie kollektiv mit der ***9*** auf den Bankkonten der ***5*** zeichnungsberechtigt. Während ***7*** am 11.1.2007 sagte, dass nachdem die Transaktion abgeschlossen gewesen sei, ihn der Bf. kontaktiert und ihn gebeten habe, ob er nun die Überweisung vornehmen könne und er habe ja gesagt; er habe das nicht selber gemacht (HV-Protokoll, S. 9) behauptete er am 20.1.2014, er selbst habe ***9*** den Auftrag zur Kaufpreiszahlung erteilt (Niederschrift, S. 7). Am 20.1.2014 erklärte er, dass er ***21*** auf den diversen internationalen Baumessen getroffen habe (Niederschrift, S. 7). Dagegen sagte er am 11.1.2007 (HV-Protokoll, S. 7), dass er niemals persönlich mit jemandem von der ***21***-Gruppe gesprochen habe, was auch von ***21*** bestätigt wurde (HV-Protokoll vom 4.6.2007, S. 8), der auf die Frage, wann er ihn kennen gelernt habe, antwortete: "Getroffen habe ich ihn nie". Es kann daher auch nicht sein, dass - wie von ***7*** weiter behauptet - Herr ***21*** persönlich an ihn herangetreten sei, weil er gehört habe, dass ***7*** eine Vereinbarung mit den ***Bf.***-Brüdern getroffen habe, und ***21*** ihn gefragt habe, ob er allenfalls die ***5*** verkaufen würde (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 7). Ebenso wenig trifft es zu, dass ***21*** gewusst habe, dass ***7*** hinter der ***5*** gestanden sei, weil die Welt dieser speziellen Industrie sehr klein sei und er ihn im April (genaues Jahr unbekannt) auf der BAUMA in München getroffen habe (Niederschrift vom 20.1.2014, S. 7). Laut Aussage des Bf. vom 6.11.2006 war ***21*** zum damaligen Zeitpunkt nicht bekannt, "wer ***5*** ist" (HV-Protokoll, S. 15). Die Frage, ob er sich erkundigt habe, wer hinter ***5*** steckt, verneinte ***21*** und führte weiter aus, dass man während der rechtlichen Überprüfung natürlich überprüft habe, wer hinter ***5*** gestanden sei, es aber einfach unmöglich sei, sämtliche Informationen zu bekommen über eine Körperschaft wie ***5*** (HV-Protokoll vom 4.6.2007, S. 4). Auf die Fragen, ob er Herrn und Frau ***Bf.*** auch persönlich in die Pflicht und Haftung bekommen wollte, weil er das Geschäft mit der Fa. ***5*** machen musste, deren Eigentümer ihm nicht bekannt war, sagte ***21***: "Ja, genauso war es" (HV-Protokoll vom 4.6.2007, S. 12). In einem Schreiben des von den britischen Investoren beigezogenen Wirtschaftsprüfers, Deloitte & Touche vom 29.4.1998 an die britische Finanzverwaltung betreffend ***5*** wurde mitgeteilt: "We have assurances from Mr. ***Bf.*** that the above Liechtenstein Trust is wholly controlled by him. […] The 50 % shareholding held by this trust can therefore be deemed to be held solely by Mr. ***Bf.***." Zwar wurde in einem späteren Schreiben von Deloitte & Touche vom 9.4.2001 ausgeführt: "Our files do not contain any evidence as to the ownership of/or interests in ***5*** Investment Establishment. […] We did not receive the assurances set out in the letter. We conclude therefore that the statement made in the letter was unsupported by any evidence. We are unable to determine whether Mr. ***Bf.*** controlled the Trust." Auch wenn die Erklärung von Deloitte & Touche vom 29.4.1998 mit rund drei Jahre später somit insofern widerrufen wurde, als sie in ihren Akten keine Beweise hinsichtlich der Eigentümerschaft an ***5*** hätten und sie nicht hätten feststellen können, ob der Bf. oder jemand anderer ***5*** kontrolliert habe, bestätigen die beiden Schreiben doch anschaulich, dass auch nach dem Anteilserwerb die britischen Investoren davon ausgegangen sind, dass der Bf. der wirtschaftlich Berechtigte der ***5*** war. In einer Beilage zu einem Schreiben von Deloitte & Touche, Nottingham vom 17.3.1999 an ***21*** wird die damalige Firmenstruktur in einem Organigramm wie folgt dargestellt: 50% UK-individuals 50% UK-individuals 50% (***Bf.***) 50% ***5***/Liechtenstein ***5***/Liecht (handschriftl. ergänzt) (***Bf.***) ↓ ↓ ***4*** INTERNAT. Ltd/UK ***4*** plc/UK ↓ ***4*** GmbH/Austria In einem Fax vom 14.12.2000 an Rechtsanwalt SEABORN Jones mit dem handschriftlichen Vermerk "in confidence - A. ***24***" steht in Bezug auf ***4***: "The Company continues to be run and owned in part by the ***Bf.*** family." Auch diese Schreiben stehen somit in unüberwindbarem Widerspruch zur Aussage ***7*** vom 20.1.2014, dass ***21*** gewusst habe, dass er hinter ***5*** gestanden sei.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/5100349/2007
ECLI
ECLI:AT:BFG:2022:RV.5100349.2007
Stammnummer
135847
Gültig
08.02.2022 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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