…Gatten sei bei der Vorarlberger Gebietskrankenkasse versichert gewesen, das habe nicht genügt. Das die In-Vitro-Fertilisation durchführende Institut habe daher von vorneherein keinen Antrag auf Kostenerstattung stellen können, weshalb auch kein Belegnachweis über eine Ablehnung existiere. Erst eine spätere Novelle des IVF-Gesetzes habe…
…auf Grund fortgeschrittener gesellschaftlicher Entwicklungen, des In-vitro-Fertilisations-Fond-Gesetzes (IVF-Fonds-Gesetz) sowie der Judikatur des deutschen Bundesfinanzhofes (BFH) als überholt anzusehen. Nach dem Verständnis des BHF handle es sich bei der Empfängnisunfähigkeit einer verheirateten Frau um eine Krankheit, die homologe künstliche Befruchtung…
…tatsächlichen, rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann (§ 34 Abs. 3 EStG 1988). Bei Kosten der Kinderwunschbehandlung (In-Vitro-Fertilisation) ist diese Voraussetzung nicht gegeben, da Kinderlosigkeit im Hinblick auf die Tatsache, dass es freiwillige und sogar erwünschte Kinderlosigkeit gibt, nicht als Krankheit anzusehen ist…
…tritt durch Inkrafttreten des In-Vitro-Fertilisations-Fonds-Gesetzes keine Änderung der bisherigen Verwaltungspraxis ein (Sailer-Bernold-Mertens-Kranzl, Die Lohnsteuer, Ausgabe 2003, Band I, Selbstverlag, Wien, 34/14 zu § 34). Insgesamt war daher die Zwangsläufigkeit im Einklang mit der in Österreich herrschenden Lehre und…
…und bilden einen Bestandteil dieses Bescheidspruches. Entscheidungsgründe Der Bw (Berufungswerber) beantragte anlässlich der Einkommensteuerveranlagung für das Jahr 2006 die Kosten einer In-Vitro-Fertilisation sowie die Aufwendungen einer Auslandsadoption (insgesamt xxxx €) als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen. Die Veranlagung zur Einkommensteuer 2006 erfolgte zunächst erklärungsgemäß (Einkommensteuerbescheid…
…Abs. 3 EStG 1988 nicht vorliege. Der Bw. erhob Beschwerde vor dem VwGH. Die im Rahmen der Berufung vorgebrachten Argumente wurden im Wesentlichen wiederholt und vorgebracht, dass eine In-Vitro-Fertilisation medizinisch ausgeschlossen gewesen sei. Der Verwaltungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 6. Juli 2011, Zl…
…dieser Kosten damit, dass gemäß dem In-Vitro-Fertilisationsgesetz mit 1.1.2000 die Krankenkassen und der Familienlastenausgleichsfonds 70% der Behandlungskosten übernehmen würden. Die Argumentation, dass Kinderlosigkeit eine freiwillige Entscheidung sei, sei nicht nachvollziehbar, nachdem diese in beträchtlichem Ausmaß auch von nicht beeinflussbaren, äußeren Faktoren…
…an Kinder entwickelte Gedanke ist auch auf die Berücksichtigung der Aufwendungen für eine In-Vitro-Fertilisation als außergewöhnliche Belastung zu übertragen. Im Hinblick auf das öffentliche Interesse der Gesellschaft an Kindern können demnach Kosten einer medizinisch indizierten In-Vitro-Fertilisation als außergewöhnliche Belastung Berücksichtigung finden…
…durch die Erfüllung des Kinderwunsches mittels in vitro Fertilisation auseinandergesetzt und gelangte zum Ergebnis, dass sich a u c h aus diesem Umstand keine Zwangsläufigkeit der Aufwendungen im Sinne des § 34 Abs. 3 EStG ergebe. Die im gegenständlichen Fall in dieselbe Richtung gehenden Argumente sind…