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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/7102972/2020

Beschwerde nach Außenprüfung - Schätzung von Einkünften aus Gewerbebetrieb

geltende FassungBescheidbeschwerde - Senat - ErkenntnisRV/7102972/2020vom 29.05.2026Teil 2 von 4
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Die ***Leintuchgesellschaft 3*** erwarb die Aktien der ***Immobiliengesellschaft 1*** und ***Immobiliengesellschaft 2***, um die Ansprüche aus den "***Treuhänder 1 - Termingeschäfte***" bedienen zu können, im Oktober 2006. ***Vorstand 1*** verfügte, dass die ***Leintuchgesellschaft 3*** Aktien von der ***Leintuchgesellschaft 2*** und ***Leintuchgesellschaft 4***. (***Leintuchgesellschaft 4***; "Leintuchgesellschaft" der ***Bank 1***) erwerben sollte. Die von der ***Leintuchgesellschaft 3*** bezahlten Kaufpreise lagen unter dem jeweiligen Börsentageskurs der Aktien der ***Immobiliengesellschaft 1*** und ***Immobiliengesellschaft 2***. ***Vorstand 1*** ordnete an, dass der Ankauf durch eine Barvorlage in Höhe von EUR 41.000.000,00 (***Immobiliengesellschaft 2*** über ***Schwestergesellschaft 1***) zu finanzieren war. Mit Schreiben vom 1. Dezember 2006 und 9. Jänner 2007 forderten ***Vorstand 1***, ***Vorstand 2*** und der Beschwerdeführer ***Name Treuhänder 1*** auf, die Glattstellung der Termingeschäfte zu veranlassen und die Glattstellungsprämien an sie zu überweisen. Mit Schreiben vom 11. Dezember 2006 und 22. Jänner 2007 begehrte ***Name Treuhänder 1*** von der ***Leintuchgesellschaft 3*** die Glattstellung und die Überweisung der Beträge auf sein Konto. Die ***Leintuchgesellschaft 3*** verkaufte sodann ihre Aktien der ***Immobiliengesellschaft 2*** und ***Immobiliengesellschaft 1*** an die ***Bank 1***. Sie erzielte dadurch einen Veräußerungserlös von EUR 13.722.280,00. Von der ***Leintuchgesellschaft 3*** wurden aufgrund der Termingeschäfte am 15. Dezember 2006 und 24. Jänner 2007 in Summe EUR 19.998.621,00 an den Treuhänder ***Name Treuhänder 1*** überwiesen. ***Name Treuhänder 1*** beauftragte am 18. Dezember 2006 die Überweisung von EUR 4.181.000,00 und am 25. Jänner 2007 die Überweisung von EUR 1.532.352,00 an den Beschwerdeführer. Die Beträge gingen am 18. Dezember 2006 und 26. Jänner 2007 auf dem Konto des Beschwerdeführers bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 1 bei Bank 3***) ein. 2.7. Schadensgutmachung 2008 Am 12. November 2008 wurde auf das Konto der ***Leintuchgesellschaft 3*** ein Betrag in Höhe von EUR 7.700.000,00 überwiesen. Auf das Konto der ***Leintuchgesellschaft 2*** wurden EUR 820.000,00 und auf das Konto der ***Leintuchgesellschaft 4*** wurden EUR 140.000,00 überwiesen. Gleichzeitig ergingen Schreiben an die Geschäftsführer dieser Gesellschaften, in denen ausgeführt wurde, dass ihrer Gesellschaft "durch Wertpapiertransaktionen ein Schaden entstanden" und der Rechtsanwalt damit beauftragt wurde, durch die Überweisung "den entstanden Schaden zur Gänze gutzumachen". Die Überweisungen erfolgten im Auftrag von ***Vorstand 1***, ***Vorstand 2*** und dem Beschwerdeführer. Auf den Beschwerdeführer entfiel ein Betrag in Höhe von EUR 2.474.285,80, wobei er EUR 2.200.000,00 an die ***Leintuchgesellschaft 3***, EUR 234.286,00 an ***Leintuchgesellschaft 2*** und EUR 40.000,00 an ***Leintuchgesellschaft 4*** leistete. 3. "***Panama*** Fee" Der Beschwerdeführer verpflichtete sich, ein Ertragsobjekt für ausländische Investoren zu suchen. Er erhielt hierfür eine Vorabhonorierung in Höhe von EUR 1.034.000,00. Diese wurde an den Beschwerdeführer wie folgt ausbezahlt: Am 5. Juni 2008 erhielt der Beschwerdeführer eine Zahlung in Höhe von EUR 470.000,00. Auftraggeber war die panamaische Gesellschaft ***Panama*** Finance S.A. Als Verwendungszweck wurde "S FEE ***Panama***/HS - MAY 2008" angegeben. Am 5. September 2008 langte von derselben Gesellschaft eine weitere Zahlung in Höhe von EUR 564.000,00 ein. Als Verwendungszweck wurde "S FEE ***Panama***/HS - AUG 2008 BRC 76320" angegeben. Der Gutschrift in Höhe von EUR 470.000,00 vom 5. Juni 2008 folgten folgende Kontobewegungen: • Am 6. Juni 2008 kaufte der Beschwerdeführer Wertpapiere (Royal Bank of Scotland) in Höhe von EUR 31.113,89. • Am 11. Juni 2008 überwies der Beschwerdeführer EUR 90.000,00 auf sein Konto bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 1 bei Bank 3***), wo das Geld am 13. Juni 2008 einlangte. Die folgenden Ausgänge wurden im Zusammenhang mit Einkäufen bei den Unternehmen Emberger, Koffer Kraus, Spar, Merkur, DM, Billa, Sochor und dgl bzw der Ausbezahlung von Taschengeld/Kontodotierung an seine Söhne gebucht sowie EUR 16.363,20 in bar bzw via Scheck behoben. Am 14. Juli 2008 wurden Wertpapiere in Höhe von EUR 51.030,27 gekauft. • Am 12. Juni 2008 wurde ein Geldmarktgeschäft verbucht. EUR 260.000,00 wurden für drei Monate zu einem fixen Zinssatz von 4,81% p.a. veranlagt (bis 11.9.2008). • Am 12. Juni 2008 überwies der Beschwerdeführer EUR 130.000,00 an die ***Name Gesellschaft Guernsey** (Verwendungszweck ***Name Fonds***). Der Gutschrift in Höhe von EUR 564.000,00 vom 5. September 2008 folgten folgende Kontobewegungen: • Am 3. September 2008 überwies der Beschwerdeführer EUR 150.000,00 auf sein Konto bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 1 bei Bank 3***), wo das Geld am 4. September 2008 einlangte. Am 5. September 2008 kaufte der Beschwerdeführer Wertpapiere für EUR 79.946,02 und am 19. September 2008 Wertpapiere für EUR 38.315,43. Die übrigen Buchungen beruhen auf Einkäufen bei Fressnapf, Bijou, Spar, MediaMarkt, Merkur, Sochor, Hofer und dgl. Des Weiteren behob der Beschwerdeführer bis 30. September 2008 EUR 11.230,00 in bar. • Am 8. September 2008 kaufte der Beschwerdeführer Wertpapiere (MDU Resources Grp.) in Höhe von EUR 100.452,18. • Am 11. September 2008 wurde die Gutschrift aus dem Geldmarktgeschäft vom 12. Juni 2008 verbucht (EUR 262.396,98). • Am 24. September 2008 wurde vom Beschwerdeführer ein weiteres Geldmarktgeschäft abgeschlossen, bei dem EUR 270.000,00 für drei Monate (bis 26.1.2009) zu einem fixen Zinssatz von 4,81% p.a. veranlagt wurden. • Am 29. September 2008 kaufte der Beschwerdeführer Aktien der Kommunalkredit 04-09 in Höhe von EUR 302.092,12. Im Jahr 2009 legte der Beschwerdeführer diesen Auftrag zurück. Aus diesem Grund musste er die erhaltene Vorabhonorierung samt Spesen und Zinsen zurückzahlen. Am 15. Mai 2009 überwies der Beschwerdeführer EUR 600.000,00 und am 16. Juli 2009 EUR 513.703,00 von seinem Konto bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 4 bei Bank 3***) an die maltesische Gesellschaft ***Malta Ltd***. Der Überweisungszweck lautete "FUNDS". 4. Tätigkeit als Hausverwalter der ***Adresse 1*** […] Dem Beschwerdeführer oblag die Verwaltung dieser Liegenschaft. In diesem Zusammenhang anfallende Aufwendungen wurden teilweise vom Beschwerdeführer bevorschusst. Er erhielt diese Vorschüsse in der Folge in voller Höhe von der Miteigentumsgemeinschaft refundiert. Die Verwaltung wurde über verschiedene Konten abgewickelt. Dies waren insbesondere ein Konto bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 2 bei Bank 3***) und drei Konten bei der ***Bank 4*** (***Kontonummer 1 bei Bank 4***, ***Kontonummer 2 bei Bank 4*** und ***Kontonummer 3 bei Bank 4***). Für seine Tätigkeit erhielt der Beschwerdeführer ein Honorar von der Miteigentumsgemeinschaft. Dieses wurde von der Hausverwaltung auf das Konto des Beschwerdeführers bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 1 bei Bank 3***) ausbezahlt. Dieses betrug wie folgt: | 2003 | EUR 2.115,04 | 2004 | EUR 2.500,00 | 2005 | EUR 0,00 | 2006 | EUR 6.230,08 | 2007 | EUR 3.115,04 | 2008 | EUR 0,00 5. Vermietungstätigkeiten 5.1. ***Adresse 1*** Im Jänner 2003 nutzte der Beschwerdeführer - teilweise durch Zwischenschaltung seiner Söhne - folgende Wohnungen der Liegenschaft ***Adresse 1***: Top I/1 (inklusive Top II/6), Top I/3 und Top II/9. Hierfür leistete er an die Miteigentumsgemeinschaft monatlich Betriebskosten und einen begünstigten Mietzins. Diese Wohnungen vermietete er sodann im eigenen Namen an Dritte: Der Beschwerdeführer vermietete Top I/1 (inklusive Top II/6) ab Juli 1999 an ***Zeuge 6***. Dieses Mietverhältnis endete mit Ablauf Juli 2006. Ab August 2006 mietete ***Zeuge 6*** Top II/9. Dieses Mietverhältnis endete mit Ablauf Februar 2007. Top I/3 vermietete der Beschwerdeführer ab August 1998 an ***Zeuge 7***. Das Mietverhältnis endete durch Kündigung des Beschwerdeführers mit Ablauf August 2007. Nach Beendigung des Mietvertrages betreffend Top I/1 (inklusive Top II/6) im Juli 2006, betreffend Top II/9 im Februar 2007 sowie betreffend Top I/3 im August 2007 stellte der Beschwerdeführer seine Vermietungstätigkeit hinsichtlich der jeweiligen Wohnung ein. ***Zeuge 6*** und ***Zeuge 7*** überwiesen die Mieten monatlich im Voraus auf das Konto des Beschwerdeführers bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 1 bei Bank 3***). Die Zuflüsse leitete der Beschwerdeführer nicht an die Miteigentumsgemeinschaft ***Adresse 1***, weiter. Der Beschwerdeführer erzielte folgende Einnahmen und hatte damit in Zusammenhang stehende Werbungskosten: | Jahr | ***Zeuge 6*** (Top I/1 & II/6 und Top II/9) | ***Zeuge 7*** (Top I/3) | Werbungskosten | 2003 | EUR 15.988,06 | EUR 4.360,40 | EUR 6.733,92 | 2004 | EUR 17.441,52 | EUR 4.076,96 | EUR 6.733,92 | 2005 | EUR 17.441,52 | EUR 3.204,52 | EUR 6.733,92 | 2006 | EUR 10.824,22 | EUR 5.544,28 | EUR 4.962,12 | 2007 | EUR 260,00 | EUR 3.977,67 | EUR 1.424,48 | 2008 | EUR 0,00 | EUR 0,00 | EUR 0,00 5.2. ***Adresse 2*** Die Wohnung mit der Adresse ***Adresse 2***, stand im beschwerdegegenständlichen Zeitraum im Eigentum eines Sohnes des Beschwerdeführers. Dieser überließ die Eigentumswohnung unentgeltlich seinem Vater. Der Beschwerdeführer vermietete diese Wohnung und entrichtete monatlich Betriebskosten an die Hausverwaltung. Die Einnahmen und Werbungskosten aus dieser Vermietung stellen sich wie folgt dar: | Jahr | Einnahmen | Werbungskosten | 2003 | EUR 5.406,84 | EUR 1.928,87 | 2004 | EUR 5.406,84 | EUR 2.025,42 | 2005 | EUR 5.555,13 | EUR 2.004,24 | 2006 | EUR 6.000,00 | EUR 2.188,72 | 2007 | EUR 6.000,00 | EUR 2.178,48 | 2008 | EUR 6.000,00 | EUR 2.103,50 6. Dividenden Dem Beschwerdeführer flossen in den beschwerdegegenständlichen Jahren in der Schweiz folgende Bardividenden zu: | 2003 | EUR 70,23 | 2004 | EUR 27,50 | 2005 | EUR 557,80 | 2006 | EUR 2.011,58 | 2007 | EUR 1.995,75 | 2008 | EUR 4.375,16 Beweiswürdigung 1. Tätigkeiten des Beschwerdeführers für Familie ***Familienname 1*** 1.1. ***Vorname Familienname 1*** und der "Konzern ***Konzern***" Die allgemeinen Feststellungen zu ***Vorname Familienname 1***, insbesondere der Entwicklung und dem Aufbau des "***Name des Konzerns***", die Organisation seines Vermögens und des Motivs hierfür, beruhten auf den Angaben des Beschwerdeführers (1. Beschuldigtenvernehmung 11.5.2009, Seiten 3f; Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seiten 25, 31, 33; Stellungnahme 17.9.2012). Die Angaben des Beschwerdeführers deckten sich insbesondere auch in weiten Teilen mit allgemein zugänglichen Informationen zu ***Vorname Familienname 1***. 1.2. Vita des Beschwerdeführers Der Werdegang des Beschwerdeführers, seine Anfänge im "Konzern ***Konzern***" sowie sein Aufstieg zu einem engen Vertrauten von ***Vorname Familienname 1*** beruhten auf den Angaben des Beschwerdeführers (1. Beschuldigtenvernehmung 11.5.2009, Seiten 3f; Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seiten 25f und 28; Stellungnahme 17.9.2012; NS Schlussbesprechung, Seite 24; Beschwerde 28.11.2014, Seite 63). Die Feststellungen zu der Übertragung der (geschäftsleitenden) Positionen innerhalb des "***Name des Konzerns***" ergaben sich aus den aktenkundigen Auszügen des österreichischen Firmenbuchs bzw ausländischer Register. Dass dem Beschwerdeführer auch ohne formelle Bestellung Aufgaben übertragen wurden, war zwischen den Parteien unstrittig und ergab sich insbesondere aus den im Zuge der Beschwerde vorgelegten Protokollen der Aufsichtsratssitzungen der ***Gesellschaft 19*** (Beschwerde 28.11.2014, Beilage ./51). Die Feststellungen zu der Struktur des von ***Zeuge 1*** übernommenen Vermögens ergaben sich aus den Angaben des Beschwerdeführers (1. Beschuldigtenvernehmung 11.5.2009, Seiten 3f, Beschwerde 28.11.2014, Seite 126 und Beilage ./51; Schreiben 29.10.2003 von Beschwerdeführer an ***Versicherung 1*** [nunmehr ***Versicherung 1***], NS Erörterungstermin 12.12.2025, Seite 3), welche sich mit der Darstellung der "***Organisationsstruktur***", welche von ***Zeuge 1*** vorgelegt wurde, deckte (Beschwerdevorentscheidung 20.11.2018, Anlage ./1; 1. Zeugeneinvernahme ***Zeuge 1*** 10.6.2009, Seite 6). Dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit nach dem Tod von ***Vorname Familienname 1*** grundsätzlich unverändert fortsetzte, ergab sich nach Ansicht des erkennenden Senates daraus, dass der Beschwerdeführer in seinem Vorbringen ***Vorname Familienname 1***, Familie ***Familienname 1*** und ***Zeuge 1*** beinahe synonym verwendete, obwohl die beschwerdegegenständlichen Jahre Zeiträume betrafen, die nach dem Tod von ***Vorname Familienname 1*** lagen. Zudem führte er zu einzelnen Aufgaben aus, dass er die von ***Vorname Familienname 1*** übertragenen Aufgaben auch für dessen Tochter ausführte (Stellungnahme 17.9.2012, Stellungnahme 15.10.2013, Beschwerde 28.11.2014, Seite 47, NS Erörterungstermin 12.12.2025, Beilage ./B, Stellungnahme 20.2.2026, NS mündliche Verhandlung 8.4.2026, Beilage ./1). Die Feststellung, dass anlässlich des Notverkaufes der ***Bank 1*** im Oktober 2008 weitere Gesellschaften gegründet wurden, ergab sich aus der von ***Zeuge 1*** vorgelegten Übersicht der "***Organisationsstruktur***" (Beschwerdevorentscheidung 20.11.2018, Anlage ./1). Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer Geschäftsführerpositionen in rund 20 dieser neu gegründeten Gesellschaften übernahm und diese bis grundsätzlich Juni 2009 innehatte, ergab sich aus einer Abfrage des österreichischen Firmenbuches. Die Feststellungen, dass das Vorstandsmandat des Beschwerdeführers mit 31. Dezember 2008 endete und sein Dienstverhältnis einvernehmlich aufgelöst wurde, ergaben sich aus der aktenkundigen "Vereinbarung Fassung 23.12.2008", die am 4. Februar 2009 unterzeichnet wurde. 1.3. Einkünfte des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang Dass der Beschwerdeführer neben seiner Tätigkeit als Vorstand der ***Gesellschaft 1*** auch ein enger Vertrauter der Eigentümerfamilie/Assistent der Eigentümer/Statthalter/Eigentümervertreter war bzw ihm die Beratung der Familie oblag und er erster Ansprechpartner und Handlungsberechtigter war, bestätigten die aktenkundigen Aussagen von zB ***Zeuge 2*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 3.10.2013, Seiten 3f, 6), ***Zeuge 4*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 1.10.2013, Seiten 3f) und ***Geschäftsführer 1*** (Protokoll ***Zahl LGS***, 4. Tag, ***Datum 4. Tag***, Seite 16). Dies führte der Beschwerdeführer auch grundsätzlich selbst aus (zB Beschwerde 28.11.2014, Seite 62; Stellungnahme 17.9.2012). Daraus leitete sich auch die Feststellung ab, dass seine Tätigkeit für die Familie ***Familienname 1*** zwei Bereiche umfasste. Die Feststellung, dass es sich bei der zweiten Tätigkeit um die eines "Sekretärs" handelte, ergab sich aus der Aussage von ***Zeuge 1***, wonach der Beschwerdeführer eine Art Sekretär für ihren Vater war und dann auch sie betreute (Protokoll ***Zahl LGS***, 5. Tag, ***Datum 5. Tag***, Seite 53). Die Feststellungen zu dem Büro des Beschwerdeführers sowie, dass er beide Tätigkeiten in Österreich ausübte, ergaben sich aus den Aussagen von ***Zeuge 3*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 1.10.2013, Seiten 3f), ***Zeuge 1*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 25.9.2013, Seite 3), ***Zeuge 2*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 3.10.2013, Seite 3) sowie ***Zeuge 4*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 1.10.2013, Seite 3). Dies räumte der Beschwerdeführer zudem im Erörterungstermin am 12. Dezember 2025 ein (NS Erörterungstermin 12.12.2025, Beilage ./B). Die Feststellungen zu den Reisen, welche er in seiner Funktion als Vorstand der ***Gesellschaft 1*** sowie als "Sekretär" von ***Zeuge 1*** unternahm, beruhten auf den glaubwürdigen Aussagen von ***Zeuge 3***, die als seine langjährige Sekretärin (1993 - 2008) für die Buchung von Flügen und (teilweise) Hotels sowie die Terminkoordination des Beschwerdeführers zuständig war (Protokoll Zeugeneinvernahme 1.10.2013, Seite 3). Diese deckten sich im Wesentlichen auch mit den Aussagen von ***Zeuge 2*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 3.10.2013, Seite 5) sowie ***Zeuge 4*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 1.10.2013, Seiten 3f), deren unmittelbarer Vorgesetzter der Beschwerdeführer war und insoweit nachvollziehbar war, dass sie einen Einblick in die Reisetätigkeit des Beschwerdeführers hatten. Die Feststellung, dass dem Beschwerdeführer alle Kosten, die mit diesen Reisen in Zusammenhang standen, ersetzt wurden, ergab sich aus der Aussage seiner Sekretärin ***Zeuge 3***, die für ihn die Reiseabrechnung machte (Protokoll Zeugeneinvernahme 1.10.2013, Seite 3). Auch ***Zeuge 4*** gab an, dass er bei Reisen, die er im Auftrag der "***Konzern***" unternahm, alle Kosten ersetzt erhielt (Protokoll Zeugeneinvernahme 1.10.2013, Seite 4). Diese Aussagen deckten sich zudem mit den aktenkundigen unregelmäßigen Eingängen auf den Konten des Beschwerdeführers von diversen "***Konzern-Gesellschaften***". 1.3.1. Vorstand der ***Gesellschaft 1*** Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer Vorstand der ***Gesellschaft 1*** war, ergab sich aus einer Abfrage des österreichischen Firmenbuches. Seine Aufgaben als Vorstand ergaben sich aus den insoweit glaubwürdigen Angaben des Beschwerdeführers (Stellungnahme 20.2.2026, Anlage 1), die sich nach der allgemeinen Lebenserfahrung mit den Aufgaben eines (Finanz-)Vorstandes deckten. Die Feststellungen, dass er seine Tätigkeit im Rahmen eines Dienstverhältnisses ausübte und mit Dezember 2008 in Pension ging, ergaben sich aus den von der ***Gesellschaft 1*** sowie den von der Pensionsversicherungsanstalt übermittelten Lohnzetteln und war zwischen den Parteien unstrittig. Die Feststellung hinsichtlich der Abfertigung "alt" ergab sich aus dem Lohnzettel der ***Gesellschaft 1*** für das Jahr 2008. Sie war zwischen den Parteien ebenfalls unstrittig. Dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2003 bis 2008 für seine Tätigkeit als Vorstand monatlich ein Gehalt erhielt, war ebenfalls unstrittig. Die Höhe der Bezüge, die er von der ***Gesellschaft 1*** erhielt, beruhten auf einer Einsicht in die Datenbanken der Abgabenbehörde und den dort abrufbaren Lohnzetteln. Die Feststellungen zu den "***Steuerberater-Gutschriften***", der einmaligen Überweisung der ***Gesellschaft 2*** sowie der Zufluss dieser Beträge beruhten auf den aktenkundigen Erlagscheinen bzw Kontosauszügen des Kontos des Beschwerdeführers bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 1 bei Bank 3***). Diese Zuflüsse wurden (ebenso wie deren Steuerpflicht) vom Beschwerdeführer nunmehr außer Streit gestellt (NS Erörterungstermin 12.12.2025, Stellungahme 20.2.2026, Anlage 5). Die Feststellung stand zudem mit den eigenen Notizen des Beschwerdeführers aus dem Jahr 1995 und 1996 (Beschwerde 28.11.2014, Beilage ./62) in Einklang, wonach eine solche geteilte Auszahlung auch bereits in den 1990er Jahren bestand: Ein Teil wurde "bezogen als Gehalt" und ein zweiter (größerer) Teil als "Honorarverrechnung". 1.3.2. "Sekretär" von ***Zeuge 1*** Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer des Weiteren für ***Zeuge 1*** tätig war, ergab sich aus der glaubwürdigen Aussage von ***Zeuge 1***, der aufgrund ihrer Stellung als Eigentümerin besonderes Gewicht zukam (Protokoll Zeugeneinvernahme 25.9.2013, Seite 2; Protokoll ***Zahl LGS***, 5. Tag, ***Datum 5. Tag***, Seite 53). Die Feststellungen hinsichtlich der dem Beschwerdeführer zugekommenen Aufgaben ergaben sich insbesondere aus dem Vorbringen des Beschwerdeführers (1. Beschuldigtenvernehmung 11.5.2009, Seite 4; Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seite 33; Beschwerde 28.11.2014, Seiten 50, 61f, 66), welche mit der Beschreibung von ***Zeuge 1*** (Protokoll Zeugeneinvernahme 25.9.2013, Seiten 2ff; Protokoll ***Zahl LGS***, 5. Tag, ***Datum 5. Tag***, Seite 53) und den vorgelegten Protokollen der Vorstandssitzungen der ***Gesellschaft 19***. (Beschwerde 28.11.2014, Beilage ./51) übereinstimmten. Die Feststellungen hinsichtlich der Positionen des Beschwerdeführers in den ***Zeuge 1*** zuzuordnenden Gesellschaften ergaben sich aus den aktenkundigen Auszügen des österreichischen Firmenbuchs und ausländischer Register (Beschwerde 28.11.2014, Beilage ./52; Beschwerdevorentscheidung 20.11.2018, Anlage ./9; Stellungnahme 20.2.2026). Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer durch die Betrauung mit diesen Aufgaben das Bindeglied zwischen operativ tätigen Gesellschaften und den vermögensverwaltenden Gesellschaften und Stiftungen war, beruhte auf der Aussage Beschwerdeführers (1. Beschuldigtenvernehmung 11.5.2009, Seite 4; Beschwerde 28.11.2014, Seiten 50, 61f), welche sich mit jener von ***Zeuge 1*** (Protokoll Zeugeneinvernahme vom 25.9.2013, Seiten 2f) deckte. Dass der Beschwerdeführer als "Sekretär" von ***Zeuge 1*** eine Entlohnung erhielt, war im gesamten Verfahren unstrittig. Der Beschwerdeführer bestritt bis zum Erörterungstermin am 12. Dezember 2025 (lediglich) ein Besteuerungsrecht Österreichs. Die Überweisungen der ***Gesellschaft 3***. auf das Konto des Beschwerdeführers ergaben sich aus den entsprechenden Kontoauszügen der ***Bank 2*** (***Kontonummer 1 bei Bank 2***). Es fanden die Umrechnungskurse Anwendung, die der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 20. Februar 2026 anwendete: 1 CHF = EUR 0,65788 (2003); 1 CHF = EUR 0,64785 (2004); 1 CHF = EUR 0,64575 (2005); 1 CHF = EUR 0,63564 (2006); 1 CHF = EUR 0,60886 (2007); 1 CHF = EUR 0,63074 (2008). Dass diese Eingänge mit der Funktion als "Sekretär" von ***Zeuge 1*** in Zusammenhang standen, ergab sich nach Ansicht des erkennenden Senates daraus, dass diese keiner anderen Tätigkeit bzw Funktion des Beschwerdeführers zugeordnet werden konnten. 1.4. Erfolgsabhängige Entlohnung Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer eine erfolgsabhängige Entlohnung erhielt, die den Beschwerdeführer am Erfolg des "***Name des Konzerns***" teilhaben ließ, ergab sich aus folgenden Überlegungen: Im von ***Vorname Familienname 1*** geprägten System wurden Mitarbeiter und Führungskräfte am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Dies spannte sich über alle Bereiche des "***Name des Konzerns***". So gaben sowohl ***Vorstand 1*** (Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seite 9) als auch ***Geschäftsführer 1*** (Protokoll ***Zahl LGS***, 4. Tag, ***Datum 4. Tag***, Seite 22, Beilage ./1) bekannt, dass sie Boni erhielten, die ihr Grundgehalt zum Teil deutlich überstiegen. Auch ***Vorstand 2*** und ***Vorstand 3*** waren im beschwerdegegenständlichen Zeitraum ebenfalls an dem Erfolg der ***Bank 1*** beteiligt (zB 3. Beschuldigtenvernehmung ***Vorstand 3*** 7.9.2009, Seite 3; Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seite 30). Auch bezogen auf den Beschwerdeführer sind solche Erfolgsbeteiligungen dokumentiert: So erhielt er einen Bonus für die erfolgreiche Übernahme der ***Gesellschaft 26***(-Anteile) in Höhe von EUR 1.000.000,00 (Lohnzettel Beschwerdeführer 2008). Er hielt zudem selbst fest, dass allen Managern ein "Superbonus" für den Erfolg in den Jahren 2000 bis 2008 gewährt werden sollte (Notiz des Beschwerdeführers vom 16.4.2009). 1.4.1. Tantieme als Vorstand der ***Gesellschaft 1*** Die Feststellungen zu der Bemessungsgrundlage sowie der Höhe der jährlichen Tantieme ("Boni") für diese Tätigkeit beruhten auf der handschriftlichen Notiz des Beschwerdeführers, welche er mit dem Datum 16. April 2009 versah. Diese Notiz wurde bei der Hausdurchsuchung am 29. April 2009 auf dem Schreibtisch des Beschwerdeführers in seinem Wohnzimmer sichergestellt. Dass die vom Beschwerdeführer gemachten Angaben wahrheitsgetreu waren, ergab sich für den erkennenden Senat zunächst daraus, dass er diese Notiz für sich selbst anfertigte und wohl nicht mit einer Hausdurchsuchung weniger als zwei Wochen später rechnete. Besonders glaubwürdig erschienen die Notiz bzw die dort festgehaltenen Tatsachen jedoch auch, weil sich der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum anlässlich seiner Pensionierung mit der finalen Abrechnung dieser Tätigkeit befasste (siehe auch aktenkundige "Vereinbarung Fassung vom 23.12.2008" vom 4.2.2009, NS mündliche Verhandlung 8.4.2026, Beilage ./1). In der Notiz des Beschwerdeführers vom 16. April 2009 hielt er fest, dass der Bonus auf "dem ,net income' der ***Konzern*** beruhte". Auch wenn der Beschwerdeführer in seiner Notiz lediglich den Begriff "***Konzern***" verwendete, zeigte ein Abgleich der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der ***Gesellschaft 1*** für die Geschäftsjahre 2005 bis 2008 sowie der im Internet abrufbare "Annual Report 2005" der ***Gesellschaft 1***, dass die angeführten Zahlen den wirtschaftlichen Ergebnissen der ***Gesellschaft 1*** entsprachen. Dies wurde den Parteien im Erörterungstermin am 12. Dezember 2025 vorgehalten. Eine Äußerung erfolgte nicht. Die Feststellungen zu der Höhe der jährlichen Tantieme für die Jahre 2005 bis 2008 beruhten ebenfalls auf der Notiz vom 16. April 2009 und den dort für das jeweilige Jahr festgehaltenen Boni. Der Beschwerdeführer brachte vor, dass er lediglich "Planwerte" festhielt und die auf seinem Konto eingegangenen Beträge die Istwerte gewesen seien. Dem konnte nicht gefolgt werden, weil es nach Ansicht des erkennenden Senates nicht nachvollziehbar ist, dass eine im Jahr 2009 erstellte Aufstellung, die die Jahre 2005 bis 2008 betrifft, "Planwerte" und keine Istwerte enthält. In diesem Zusammenhang ist auch festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in dieser Notiz insbesondere für das Jahr 2008 festhielt, dass er einen Anspruch auf EUR 340.000,00 hatte (Sollwert), ihm jedoch lediglich EUR 60.000,00 ausbezahlt wurden (Istwert). In Anbetracht dessen ist davon auszugehen, dass er andere Fehlbeträge auch notiert hätte. Die Feststellung zu der Höhe der Tantieme der Jahre 2003 und 2004 leitete der erkennende Senat von dem durchschnittlichen Boni-Satz 0,55% der Jahre 2005 bis 2008 ab und wendete diesen auf das net income der ***Gesellschaft 1*** in den Jahren 2003 und 2004 an. Dem Beschwerdeführer wurde dies insbesondere in dem Beschluss vom 20. Jänner 2026 vorgehalten. Eine Äußerung hierzu erfolgte nicht. 1.4.2. Belohnung als "Sekretär" von ***Zeuge 1*** Dass der Beschwerdeführer für diese Tätigkeit eine Belohnung erhielt, ergab sich nach Ansicht des erkennenden Senates aus den oben angeführten beweiswürdigenden Überlegungen, dass dies im "Konzern ***Konzern***" Usus war (siehe Ausführungen Punkt 1.4.). Strittig war bis zuletzt die Höhe dieser Belohnung. Die Abgabenbehörde vertrat in der mündlichen Verhandlung am 8. April 2026 die Ansicht, dass die Schätzung der Außenprüfung nach wie vor gerechtfertigt sei. Der Beschwerdeführer brachte vor, dass die Außenprüfung alle Zuflüsse aufgedeckt habe und deswegen keine Grundlage mehr für eine Schätzung bestehe. Unterschiedliche Höhe der jährlichen Eingänge Die vorliegenden Konten des Beschwerdeführers und die Einzahlungen in die Lebensversicherung ***Versicherung 1*** zeigten, dass die Eingänge, die die erfolgsabhängige Entlohnung darstellten, in den einzelnen Jahren erheblich - in der Höhe von mehreren hunderttausend Euros - schwankten. Beispielsweise betrugen die dem Beschwerdeführer unstrittig zugeflossenen Beträge im Jahr 2003 EUR 859.000,00 und im Jahr 2006 "lediglich" EUR 299.700,00. Selbst wenn man die Tantiemen/Boni, die der Beschwerdeführer als Vorstand der ***Gesellschaft 1*** hiervon abzog, zeigte sich, dass die jährlichen Eingänge weiterhin massiven Schwankungen unterlagen. Wiederum bezogen auf die Jahre 2003 und 2006 würde dies bedeuten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2003 eine Belohnung für seine Tätigkeit als "Sekretär" in Höhe von EUR 749.000,00 erhielt und im Jahr 2006 nichts. Auf die Vorhalte, dass diese Schwankungen ungewöhnlich seien bzw nicht der Lebenserfahrung entsprechen würden, brachte der Beschwerdeführer vor, dass dies seine Richtigkeit habe: Die Belohnungen seien von dem zuständigen Gremium in erratischer Höhe vergeben worden (Stellungnahme 20.2.2025). Zunächst ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass - auch wenn ***Zeuge 1*** dem Beschwerdeführer aufgrund seiner langen Zugehörigkeit zum "Konzern***Konzern***" großes Vertrauen entgegenbrachte - eine Geschäftsbeziehung vorlag. Es handelte sich um Fremde, die in einem Leistungsaustausch standen. Dies bestätigten auch die eigenen Angaben des Beschwerdeführers, wonach etliche Kollegen und auch Vorstandsvorsitzende das Unternehmen verlassen mussten, weil ihre Leistungen nicht zufriedenstellend waren (Protokoll ***Zahl LGS***, 2 Tag, ***Datum 2. Tag***, Seiten 26, 29; Stellungnahme 20.2.2026). Dass die erfolgsabhängige Entlohnung im "Konzern ***Konzern***" grundsätzlich nach objektiven Kriterien erfolgte, bestätigte insbesondere die Tantieme des Beschwerdeführers, die er als Vorstand der ***Gesellschaft 1*** erhielt. Diese Tantiemen waren ein jährlich annähernd gleichbleibender Prozentsatz des net incomes der ***Gesellschaft 1*** (Notiz des Beschwerdeführers vom 16.4.2009). Es ist nicht nachvollziehbar, warum bei der Tätigkeit als "Sekretär" keine objektiven Kriterien angewendet worden sein sollen. Insoweit waren, wie es der Beschwerdeführer darzustellen versuchte, erratische Höhen nicht nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer führte des Weiteren aus, dass er die Höhe nie hinterfragte (NS Erörterungstermin 12.12.2025). In Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer einer von zwei Testamentsvollstreckern von ***Vorname Familienname 1*** war (Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag ***Datum 2. Tag***, Seite 33), ein Urgstein im "Konzern ***Konzern***" war (Protokoll Zeugeneinvernahme ***Zeuge 1*** 25.9.2013, Seite 2) und sich selbst als rechte Hand von ***Vorname Familienname 1*** beschrieb (Beschwerde 28.11.2014, Seite 47), erschien es dem erkennenden Senat unglaubwürdig, dass der Beschwerdeführer Schwankungen von mehreren hunderttausend Euro in den einzelnen Jahren nicht hinterfragte. Aufgrund seines Wissens über das Vermögen, welches ***Zeuge 1*** geerbt hatte, und dessen Entwicklung, war für ihn jedenfalls nachvollziehbar, ob der Betrag, der ihm zugesprochen wurde, angemessen war. Dass der Beschwerdeführer seine Bezahlung als ordentlich empfand (NS Erörterungstermin 12.12.2025), ändert daran nichts. Der Beschwerdeführer brachte auch vor, dass die von der ***Stiftung 1*** an die ***Versicherung 1*** geleistete Einmalprämie eine Zusatzversicherung war, die ihm für seine Tätigkeit gewährt wurde. Der Betrag sei im Jahr 2003 höher gewesen, weil es sich um eine Zahlung für die Leistungen des Beschwerdeführers für mehrere Jahre handelte (NS Erörterungstermin 12.12.2025, Stellungnahme 20.2.2026). Er verwies in diesem Zusammenhang auf den von ihm ausgefüllten Antrag bei der ***Versicherung 1***. Diesem Vorbringen konnte aus folgenden Gründen nicht gefolgt werden: Zunächst gab der Beschwerdeführer auch auf allen anderen aktenkundigen Anträgen bei der ***Versicherung 1***, die er in den Jahren 2003 bis 2005 abschloss, an, dass diese der Pensionsvorsorge/versicherung ("Pensionsvorsorge" "(Alters-)Vorsorge", "Pensionsversicherung") dienten. Insoweit widersprüchlich erschien es dem erkennenden Senat, dass der Beschwerdeführer alle aktenkundigen Polizzen am 25. Februar 2005 (***Versicherungspolizze 1*** und ***Versicherungspolizze 2***) bzw 31. Oktober 2005 (***Versicherungspolizze 3***) an die ***Bank 1*** zur Sicherung von Forderungen der ***Bank 1*** gegenüber ***Name Treuhänder 2*** verpfändete. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass nunmehr unstrittig war, dass "***Konzern-Gesellschaften***" auch in anderen Jahren (insbesondere 2003 und 2004) Zahlungen an die ***Versicherung 1*** in Höhe von mehreren hunderttausend Euro leisteten. Insoweit war es wahrscheinlicher, dass es sich bei dem überwiesenen Betrag von EUR 759.000,00 nicht um eine einmalige und deswegen höhere Zahlung handelte. Abschließend ist nach Ansicht des erkennenden Senates festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer bereits 1984 eine Zusatzpension für seine besonderen Dienste für die Familie ***Familienname 1*** zugesagt wurde. Dies waren fünf Lebensversicherungsverträge bei der ***Versicherung 2***, welche per 1. Jänner 2009 auf eine betriebliche Kollektivversicherung der ***Versicherung 2*** übertragen wurden (Wert Ende 2008: EUR 1.259.181,81 sowie bare Zuzahlung EUR 328.626,46). Die Auszahlung dieser Pension begann am 1. Jänner 2010 und betrug rund EUR 4.880,00 pro Monat (Notiz des Beschwerdeführers vom 16.4.2009). Zu dem Einwand des Beschwerdeführers, dass Zahlungen an der Steuer vorbei in der Regel eine Regelmäßigkeit vermissen lassen (NS Erörterungstermin 12.12.2025), ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer einen Teil seiner Schwarzgeldzahlungen äußerst regelmäßig erhielt ("***Steuerberater-Gutschriften***", im April und September eines jeden Jahres die Vergütung der ***Gesellschaft 3***.) und er - ausgehend von dem Verwendungszweck - sogar Acontozahlungen für ihm zustehende Boni erhielt. Dieses allgemeine Vorbringen des Beschwerdeführers war für den erkennenden Senat daher nicht ausreichend, um im vorliegenden Fall die unterschiedlichen Höhen zu erklären. Des Weiteren brachte der Beschwerdeführer vor, dass sich seine Belohnung nicht jedes Jahr erhöht haben kann, weil nicht von einer stetigen Wertsteigerung des Vermögens von ***Zeuge 1*** auszugehen war (Stellungnahme 27.3.2026). In diesem Zusammenhang führte er aus, dass die Anteile an der ***Bank 1*** im Jahr 2008 um einen symbolischen Euro (not-)verkauft werden mussten. Dies zeigt zwar, dass auch hohe Vermögenswerte nicht vor einem Verfall geschützt sind. Jedoch sagt ein Notverkauf im Jahr 2008 nichts über die Entwicklung eines Vermögens in den Jahren davor aus. Zudem stand dieses Vorbringen mit den aktenkundigen Unterlagen in Widerspruch: Das von ***Zeuge 1*** geerbte Vermögen entwickelte sich in den beschwerdegegenständlichen Jahren äußert positiv. Dies zeigen bereits die aktenkundigen Bilanzgewinne der ***Gesellschaft 1*** sowie der ***Bank 1***. Der Beschwerdeführer wies in diesem Zusammenhang selbst darauf hin, dass in seinen 20 Jahren als (Finanz)-Vorstand jedes Jahr eine Dividende ausgeschüttet wurde und diese nie geringer war als im Vorjahr sondern sich meistens im Vergleich zum Vorjahr erhöhte (Stellungnahme 26.2.2026). Alleine die Ausschüttungen der ***Gesellschaft 1*** und der ***Bank 1***, die zu über 80% bzw über 90% im Eigentum von ***Zeuge 1*** standen, betrugen in den Jahren 2003 bis 2007 knapp EUR 164.000.000,00 (siehe ***Bank 1***: GuV [2003, 2006 und 2007] und Beschlüsse der Hauptversammlung [2004 und 2005], siehe ***Gesellschaft 1***: Auszüge aus den Geschäftsberichten 2007 und 2008). Der Beschwerdeführer brachte vor, dass er keine weiteren erfolgsabhängigen Entlohnungen, als die, die nachweislich auf seinen Konten eingingen, erhalten haben konnte, weil das Vermögen von ***Zeuge 1***, welches neben der ***Gesellschaft 1*** und der ***Bank 1*** bestand, gering war (NS mündliche Verhandlung 8.4.2026). In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass nicht geklärt werden konnte, welche weiteren Vermögenswerte zu dem Vermögen von ***Zeuge 1*** gehörten bzw welchen Wert diese hatten. Zunächst (2009 bis 2025) vermittelte der Beschwerdeführer den Eindruck, dass beide Bereiche seiner Tätigkeit gleichwertig waren. Im Erörterungstermin am 12. Dezember 2025 gab er erstmals an, dass er für die Tätigkeit als "Sekretär" von ***Zeuge 1*** lediglich 10% seiner Zeit aufwendete. Dies begründete er damit, dass es sich hier um vergleichsweise geringe Werte des Gesamtvermögens (5% bis 10%) gehandelt habe (NS Erörterungstermin 12.12.2025). Um eine Überprüfung des nunmehrigen Vorbringens des Beschwerdeführers zu ermöglichen, wurde er mit Beschluss vom 20. Jänner 2026 aufgefordert, eine Aufstellung des gesamten Vermögens von ***Zeuge 1*** insbesondere des neben der ***Gesellschaft 1*** und ***Bank 1*** bestehenden Privatvermögens sowie deren Entwicklung in den beschwerdegegenständlichen Jahren vorzulegen. In diesem Zusammenhang wurde auch dargelegt, warum der Beschwerdeführer über dieses Wissen verfügte. Der Beschwerdeführer gab in diesem Zusammenhang an, dass er über keine solche umfassende Aufstellung verfüge und ihm auch nicht bekannt sei, dass derartige Darstellungen in der Vergangenheit angefertigt worden wären (Stellungnahme 20.2.2026). Zu den Vermögenswerten (zwei Zinshäuser in Lausanne, zwei Farmen in Kanada und ein Bürohauskomplex), die bereits im Zuge der Außenprüfung bekannt waren, machte er keine näheren Angaben, sodass nicht einmal festgestellt werden konnte, welchen Wert diese hatten. Der erkennende Senat konnte sich dem Vorbringen des Beschwerdeführers, dass die weiteren Vermögenswerte "gering" waren, aus folgenden Überlegungen nicht anschließen: Zunächst gab es für die Verwaltung dieses Vermögens eine eigene "***Konzern-Gesellschaft***" (***Gesellschaft 2***). Hätte die Außenprüfung alle Vermögenswerte ermittelt, scheint die Errichtung einer eigenen Gesellschaft für die Verwaltung von zwei Zinshäusern, zwei Farmen und einem Bürohauskomplex nach Ansicht des erkennenden Senates übertrieben. Der Beschwerdeführer gab zudem selbst an, dass in der ***Gesellschaft 2*** die Beteiligungen verwaltet und Entscheidungen über weitere Beteiligungen (wie, wo und in welcher Währung) getroffen wurden. Ausgehend von der Höhe der Ausschüttungen der ***Gesellschaft 1*** und der ***Bank 1*** in den beschwerdegegenständlichen Jahren erscheint es nicht glaubwürdig, dass das von der Außenprüfung festgestellte Vermögen das gesamte "Privatvermögen" war bzw es sich durch die Ausschüttungen der ***Bank 1*** und ***Gesellschaft 1*** in den beschwerdegegenständlichen Jahren nicht vergrößerte. In diesem Zusammenhang ist nach Ansicht des erkennenden Senates auch fraglich, ob die Belohnung des Beschwerdeführers nicht auch den Erfolg der ***Bank 1*** berücksichtigte. So gab der Beschwerdeführer zwar an, dass er nichts mit der ***Bank 1*** zu tun hatte. Die Vorgehensweise des Beschwerdeführers rund um das "***Faktum Leintuchgesellschaft 1***" belegte nach Ansicht des erkennenden Senates jedoch Gegenteiliges: Der Beschwerdeführer suchte ***Geschäftsführer 1***, der der eingetragene Geschäftsführer der ***Leintuchgesellschaft 2*** war, auf und diktierte ihm eine Rechnung der ***Gesellschaft 2*** an die ***Leintuchgesellschaft 2***, ohne dass ***Geschäftsführer 1*** dies in Frage stellte (Protokoll ***Zahl LGS***, 4. Tag, ***Datum 4. Tag***, Seite 16). In diesem Zusammenhang ist auch festzuhalten, dass der Beschwerdeführer selbst angab, dass er es war, der ***Vorname Familienname 1*** darüber informierte, dass die damaligen beiden Vorstände der ***Bank 1*** sich nicht verstanden und dies letztlich zur Entlassung einer der beiden Vorstände führte (Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seiten 26f). Er war es nach seinen Angaben auch, der ***Vorname Familienname 1*** davon überzeugte, ***Vorstand 1*** und ***Vorstand 2*** einen dritten Vorstand (***Vorstand 3***) zur Seite zu stellen (Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seite 31) und die Beteiligungsverträge für ***Vorstand 2*** und ***Vorstand 3*** aufsetzte (Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seite 30). In diesem Zusammenhang brachte er des Weiteren vor, dass ***Zeuge 1*** angab, dass der Beschwerdeführer für sie nur minimal tätig war (NS Erörterungstermin 12.12.2025, Stellungnahme 20.2.2026, NS mündliche Verhandlung 8.4.2026). In diesem Zusammenhang ist zunächst festzuhalten, dass eine Befragung von ***Zeuge 1*** aufgrund ihres Ablebens im Oktober 2025 nicht mehr möglich war. Der Vollständigkeit halber ist jedoch festzuhalten, dass ***Zeuge 1*** erst kurz vor dem Tod ihres Vaters (Aufsichtsrats-)Positionen in dem ihr zugedachten Teil des "Konzerns ***Konzern***" übernahm. Sie war zu diesem Zeitpunkt 53 Jahre alt. Zuvor war sie als Fotografin tätig und erhielt Ausschüttungen aus den Stiftungen (NS Erörterungstermin 12.12.2025, Zeugeneinvernahme ***Zeuge 1*** 10.6.2009, Seite 6). Insoweit schien diese von ***Zeuge 1*** vorgenommene Trennung zwischen ihrem "eigenen" Vermögen und dem Vermögen, dass sie von ihrem Vater geerbt hatte, schlüssig. Auch der Hinweis der Abgabenbehörde, dass ***Zeuge 1*** über "eigene" Bedienstete verfügte (Sekretärin, Chauffeur und Security) bestärkte diese Ansicht des erkennenden Senates. Der Beschwerdeführer führte aus, dass er in seiner Notiz vom April 2009 keine weiteren Beträge anführte und jedenfalls anzunehmen sei, dass er, wenn es weitere Zuflüsse gegeben hätte, diese auf jeden Fall aufgeschrieben hätte. Da die Notiz, wie bereits zuvor angeführt, anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses erstellt wurde, war es logisch, dass dort nur die Zuflüsse, die der Beschwerdeführer dieser Tätigkeit zuordnete, erfasst waren. Hierzu ist anzumerken, dass die steuerpflichtigen Zuflüsse, die von der Außenprüfung und vom Bundesfinanzgericht ermittelt wurden und deren Steuerpflicht vom Beschwerdeführer eingeräumt wurde, grundsätzlich höher waren als die auf der Notiz des Beschwerdeführers vom 16. April 2009 vermerkten Beträge. In einer weiteren Notiz des Beschwerdeführers, die aus der selben Zeit stammen dürfte, waren beispielsweise die Versicherungen bei der ***Versicherung 1*** im Wert von damals beinahe EUR 3.000.000,00 nicht erfasst. Abschließend ist zu dem Vorbringen, dass die Annahme, dass der Beschwerdeführer weitere Beträge erhalten habe, lebensfremd sei (NS mündliche Verhandlung 8.4.2026), festzuhalten: Würde man dem Vorbringen des Beschwerdeführers folgen, würde dies bedeuten, dass der Beschwerdeführer teilweise nur geringfügig mehr erfolgsabhängige Entlohnung erhielt als ***Geschäftsführer 1***, der erst ab September 2000 im "Konzern ***Konzern***" tätig war (Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seite 7; Protokoll ***Zahl LGS***, 2. Tag, ***Datum 2. Tag***, Seite 35). Dieser gab beispielsweise an, dass er im Jahr 2008 einen Bonus von EUR 400.000,00 erhielt. Würde man dem Vorbringen des Beschwerdeführers folgen, dass er alle Zuflüsse offengelegt hatte, so hätte er im Jahr 2008 als enger Vertrauter lediglich um EUR 100.000,00 erfolgsabhängige Entlohnung mehr bekommen als ein Mitarbeiter, der lediglich acht Jahre für den "Konzern ***Konzern***" tätig war. Die festgestellten Schwankungen von mehreren hunderttausend Euro pro Jahr waren für den erkennenden Senat nicht nachvollziehbar. "Vorbild" ***Vorname Familienname 1*** Nach Ansicht des erkennenden Senates ist weiters Folgendes zu beachten: Der Beschwerdeführer war 40 Jahre für die Familie ***Familienname 1*** tätig. Diese legte - nicht zuletzt aufgrund der persönlichen Lebensgeschichte von ***Vorname Familienname 1*** - ein besonderes Augenmerk darauf, ihr Vermögen zu verschleiern. Zu diesem Zwecke bedienten sie sich einer Vielzahl an gesellschaftsrechtlichen Konstruktionen (zB ***Bank 1***, ***Schwestergesellschaft 1*** und ***Schwestergesellschaft 2***, Managementverträge ***Immobiliengesellschaft 1*** und ***Immobiliengesellschaft 2***), welche sich insbesondere auch auf ausländische Gesellschaften erstreckte (zB Stiftungen in Liechtenstein und Briefkastengesellschaften auf den niederländischen Antillen). Vermögen wurde gezielt nach Übersee verbracht bzw dort investiert. ***Vorname Familienname 1*** verschleierte sein Auftreten insbesondere auch dadurch, dass er über Konten von Dritten verfügen konnte (zB Konto von ***Frau X*** bei der ***Bank 5***). Der Beschwerdeführer war aufgrund seiner jahrzehntelangen Zugehörigkeit und seiner Tätigkeit als dessen "Sekretär" in diese Prozesse eingebunden: Er bereitete sie vor, setzte sie um und überwachte deren Einhaltung. Der Beschwerdeführer bezeichnete ***Vorname Familienname 1*** als sein Vorbild (1. Beschuldigtenvernehmung 5.9.2009, Seite 3) und eignete sich hinsichtlich seines Vermögens eine ähnliche Vorgehensweise an: Dies zeigt bereits seine Hausverwaltertätigkeit für die ***Adresse 1***, für die nach den Feststellungen zumindest fünf Konten bestanden. Er verfügte zudem über zumindest zehn Giro- bzw Privatkonten bei in- und ausländischen Bankinstituten (***Bank 3*** [***Kontonummer 3 bei Bank 3***, ***Kontonummer 1 bei Bank 3*** und ***Kontonummer 4 bei Bank 3***], ***Bank 2*** [***Kontonummer 1 bei Bank 2*** und ***Kontonummer 2 bei Bank 2***], ***Bank 1*** [***Kontonummer 2 bei Bank 1*** und ***Kontonummer 2 bei Bank 1***] und ***Bank 4*** [***Kontonummer 1 bei Bank 4***, ***Kontonummer 2 bei Bank 4*** und ***Kontonummer 3 bei Bank 4***]), eine Vielzahl an Depots im In- und Ausland sowie über Kreditkonten. Alle aktenkundigen Postsendungen zu diesen Konten trugen Vermerke wie "Post wird abgeholt", "banklagernd". Andere Postsendungen wurden an "***Konzern-Gesellschaften***" (***Gesellschaft 2*** - ***Adresse Gesellschaft 2***; ***Gesellschaft 23***. - ***Adresse Gesellschaft 23***) gesendet oder wurden in einem Schließfach gelagert (Konto bei der ***Bank 3*** (***Kontonummer 2 bei Bank 3***) in Schließfach ***Schließfachnummer***). Der Beschwerdeführer bediente sich selbst Treuhandkonstruktionen. Diese waren für ihn nichts Ungewöhnliches (Protokoll ***Zahl LGS***, 3. Tag, ***Datum 3. Tag***, Seite 93): Im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung der ***Immobiliengesellschaft 2*** im Jahr 2003 veranlasste er, dass ***Zeuge 2*** und seine Ehefrau in die Zeichnerlisten aufgenommen wurden (beide zeichneten treuhändig Aktien im Wert von jeweils EUR 1.413.360,00). Auch im Zusammenhang mit den Termingeschäften mit der ***Leintuchgesellschaft 3*** bediente er sich zusammen mit ***Vorstand 1*** und ***Vorstand 2*** eines Treuhänders (***Name Treuhänder 1***). Des Weiteren bestand über viele Jahre hindurch ein Treuhandverhältnis zwischen ihm und ***Name Treuhänder 2***. Der Beschwerdeführer war zudem über fremde Konten verfügungsbefugt. Das Ermittlungsverfahren ergab, dass er über das Konto von ***Frau X*** sowie das von ihr gemietete Schließfach bei der ***Bank 5*** sowie das Konto der ***Gesellschaft 2*** bei der ***Bank 1*** (***Kontonummer 1 bei Bank 1***) verfügungsbefugt war. Auch wenn der Beschwerdeführer eine Verfügungsbefugnis bei dem Konto der ***Gesellschaft 2*** bestritt und ausführte, dass in der ***Bank 1*** das vier-Augen-Prinzip galt, ging der erkennende Senat davon aus, dass der Beschwerdeführer weitestgehend alleine über dieses Konto verfügen konnte. Dies insbesondere weil er das "***Faktum Leintuchgesellschaft 1***" über dieses Konto abwickelte und weil dieses Konto im März 2009 - in zeitlicher Nähe zu der Pensionierung des Beschwerdeführers - geschlossen wurde. Er veranlagte Geld im Ausland (zB 2007 und 2008 bei der Dominion Fund Management Limited in Guernsey). Zudem wickelte er Zahlungen in bar ab: Dies waren beispielsweise ein Eigenerlag in Höhe von 10.000,00 am 17. Februar 2004 (***Bank 3*** ***Kontonummer 1 bei Bank 3***) oder Barabhebungen von bis zu EUR 30.000,00 am 16. Dezember 2005, am 13. November 2006 und am 19. Oktober 2007 (***Bank 3*** ***Kontonummer 1 bei Bank 3***). Er wickelte Zahlungen auch teilweise über Schecks ab: Gutschrift in Höhe von EUR 79.134,31 am 2. Dezember 2004 (***Bank 1*** ***Kontonummer 2 bei Bank 1***); "***Faktum Leintuchgesellschaft 1***" und Lastschrift in Höhe von EUR 45.000,00 am 2. August 2007 (***Bank 3*** ***Kontonummer 1 bei Bank 3***). In diesem Zusammenhang ist nach Ansicht des erkennenden Senates abermals auf die Notiz vom 16. April 2009 hinzuweisen: Dort hielt der Beschwerdeführer fest, dass er ein Aconto für den Bonus 2008 in Höhe von EUR 60.000,00 erhalten hatte. Das Konto der ***Gesellschaft 2*** bei der ***Bank 1*** (***Kontonummer 1 bei Bank 1***) zeigte in diesem Jahr Barbehebungen in Höhe von EUR 64.000,00. Mitwirkung des Beschwerdeführers Grundsätzlich trägt die Abgabenbehörde die Feststellungslast für alle Tatsachen, die vorliegen müssen, um einen Abgabenanspruch geltend machen zu können, doch befreit dies die Partei nicht von der Verpflichtung, ihrerseits zur Klärung des maßgebenden Sachverhaltes beizutragen und die für den Bestand und Umfang einer Abgabenpflicht bedeutsamen Umstände vollständig und wahrheitsgemäß im Sinne des § 119 Abs 1 BAO offenzulegen (VwGH 6.4.1995, 93/15/0060). Insbesondere wenn Sachverhaltselemente im Ausland ihre Wurzeln haben, ist die Mitwirkungspflicht und Offenlegungspflicht der Partei in dem Maße höher, als die Pflicht der Abgabenbehörde zur amtswegigen Erforschung des Sachverhaltes wegen des Fehlens der ihr sonst zu Gebote stehenden Ermittlungsmöglichkeiten geringer wird. In diesen Fällen besteht eine erhöhte Mitwirkungspflicht (VwGH 16.4.2024, Ro 2022/13/0017). Der Beschwerdeführer erhielt von ausländischen "***Konzern-Gesellschaften***" Beträge in Höhe von mehreren Millionen Euro. Im beschwerdegegenständlichen Zeitraum bestanden - entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers - keine Ermittlungsmöglichkeiten in der Schweiz, Liechtenstein und den niederländischen Antillen. Selbst wenn diese bestanden hätten, hätte es einer entsprechenden Mitwirkung des Beschwerdeführers bedurft, um die relevanten Tatsachen vollständig aufzuhellen (siehe Ausführungen zuvor "Vorbild" ***Vorname Familienname 1***).

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Senat - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/7102972/2020
ECLI
ECLI:AT:BFG:2026:RV.7102972.2020
Stammnummer
151734
Gültig
29.05.2026 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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