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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/6100166/2018

1. Wirtschaftliche Betrachtungsweise bei Auslegung eines Vertrages 2. Zufluss von Einnahmen

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/6100166/2018vom 27.03.2025Teil 1 von 4
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

IM NAMEN DER REPUBLIK Das Bundesfinanzgericht hat durch den Richter ***Ri*** in der Beschwerdesache ***Bf***, ***Bf-Adr***, über die Beschwerde vom 22. Juni 2015 gegen die Bescheide des Finanzamtes Salzburg-Stadt (nunmehr "Finanzamt Österreich") vom 21. Mai 2015 betreffend die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Einkommensteuer, Einkommensteuer sowie die Festsetzung von Anspruchszinsen jeweils für die Jahre 2008 und 2009 zur Steuernummer ***Bf-StNr*** nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung in Anwesenheit der Schriftführerin ***SF*** zu Recht erkannt: I. Die Beschwerde gegen die obig angeführten Bescheide wird gemäß § 279 BAO als unbegründet abgewiesen. II. Gegen dieses Erkenntnis ist eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 Abs. 4 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) nicht zulässig. Entscheidungsgründe I. Verfahrensgang A. Außenprüfung, Bescheide, Beschwerde Das belangte Finanzamt hat beim Beschwerdeführer eine Außenprüfung durchgeführt. Gegenstand der Prüfung waren die Einkommensteuer sowie die Umsatzsteuer der Jahre 2008 und 2009. Die Außenprüfung wurde mit Bericht vom 19.05.2015 abgeschlossen. Im Rahmen der Niederschrift über die am 18.03.2015 stattgefundene Schlussbesprechung anlässlich der durchgeführten Außenprüfung wird wie folgt ausgeführt: ***Bf*** hat mit den Investoren ***I-1***, ***I-2***, ***I-3***, ***I-4***, ***I-5*** (Details siehe unter "***I-1*** und ***I-5***") und ***I-6*** (Details siehe unter "***I-6***") in den Jahren 2008 und 2009 Anteilsübertragungsverträge für die Abtretung von GmbH-Anteilen an der Firma ***CEE*** abgeschlossen. Diese Verträge wurden jeweils durch Bezahlung erfüllt. ***Bf*** hat seine Anteile (40 %) an der CEE 2008 entgeltlos erworben (Stellungnahme ***Bf*** vom 16.6.2014, Seite 10). Gemäß § 31 Abs. 1 EStG (in der Gültigkeit für 2008 und 2009) gehören zu den sonstigen Einkünften die Einkünfte aus der Veräußerung eines Anteils an einer Körperschaft, wenn der Veräußerer innerhalb der letzten 5 Jahre zu mindestens einem Prozent beteiligt war. Es liegt daher Steuerpflicht vor. Die Einkünfte ermitteln sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Veräußerungserlös und den Anschaffungskosten. Da die Anschaffungskosten null betragen, ist die Höhe der Einkünfte gleich der Höhe des Veräußerungserlöses. Veräußerungserlöse = Sonstige Einkünfte (bisher nicht erklärt): | ***I-1*** | 195.000,-- | ***I-2*** | 110.000,-- | ***I-3*** | 130.000,-- | ***I-4*** | 65.000,-- | ***I-5*** | 65.000,-- | ***I-6*** | 60.000,-- | Gesamt | 625.000,-- Der Abgabepflichtige wendet in seinen Stellungnahmen im Wesentlichen ein, es handle sich unter Betrachtung des wahren wirtschaftlichen Gehalts nicht um Abtretungs-, sondern um Darlehensverträge und es läge somit keine Steuerpflicht vor. Vom Finanzamt wurden umfangreiche Erhebungen angestellt, insbesondere wurden ***I-1***, ***I-2***, ***I-3***, ***I-4*** und ***I-6*** niederschriftlich einvernommen, die bei der Bundespolizeidirektion und beim ***LG*** zur Causa ***RS*** (CEE und andere Firmen) erliegenden Akten eingesehen und dem Abgabepflichtigen mit Vorhalten vom 25. April, 26. Mai und 3. Juli Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Am 18. September 2014 wurde dem Abgabepflichtigen auf Antrag Akteneinsicht in sämtliche Betriebsprüfungsakten gewährt. WÜRDIGUNG DER DURCHGEFÜHRTEN RECHTSGESCHÄFTE Der Abgabepflichtige behauptet das Vorliegen von Darlehensgeschäften. Dazu wird festgehalten: Alle Investoren erklären übereinstimmend, dass es außer den jeweils vorliegenden Anteilsübertragungsverträgen keine weiteren schriftlichen Verträge gibt. Auch der Abgabepflichtige behauptet dies nicht bzw. konnte keine schriftlichen Verträge vorlegen. Die Investoren ***I-2***, ***I-3*** und ***I-6*** geben an, nichts von Darlehensgeschäften gewusst zu haben, ***I-1*** und ***I-4*** sprechen zwar von Darlehen, aber auch hier liegen - wie bei allen anderen Investoren - folgende Sachverhalte vor: Es liegen keine schriftlichen Darlehensverträge vor: Mündliche Darlehensverträge kommen im allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr so gut wie nicht vor. In den vorliegenden Anteilsübertragungsverträgen kommt der Begriff "Darlehen" weder inhaltlich noch sinngemäß vor. Der Abgabepflichtige ist Rechtsanwalt: Es erscheint äußerst unglaubwürdig, dass ein Rechtskundiger mündliche Darlehensverträge abschließt. Entgegen der Angabe im Vertrag war der Abgabepflichtige zum Vertragsabschlusszeitpunkt nicht Geschäftsführer der CEE, sondern nur Gesellschafter: Er war somit für die CEE nicht vertretungsbefugt und konnte für diese somit auch keine Darlehen vergeben oder vermitteln. Es wurden bis dato weder von den angeblichen Darlehensgebern Zinsen angefordert oder abgerechnet, noch je vom angeblichen Darlehensnehmer Zinsen bezahlt. Einige Anleger haben den Abgabepflichtigen über ihre Rechtsvertreter auf Vertragserfüllung, also auf Eintragung ihrer GmbH-Anteile in der CEE (die der Abgabepflichtige treuhändig hält) gedrängt: Auch hier ist niemals von Darlehen die Rede. Aus dem oben Gesagten geht eindeutig hervor, dass es sich bei den fraglichen Verträgen formal, juristisch, inhaltlich und wirtschaftlich um Abtretungsverträge handelt, die sämtliche erfüllt wurden. Außer den unbelegten Behauptungen des Abgabepflichtigen liegen keine Hinweise auf das Vorliegen von Darlehensverträgen vor. Ergänzend zu den Ausführungen in der Niederschrift wurde im Rahmen des Berichts über die Durchführung der Außenprüfung vom 19.05.2015 - auszugsweise - wie folgt ausgeführt: Verfügungsmacht über die Gelder ***Bf*** wendet ein, er hätte keine Verfügungsmacht über den bezahlten Kaufpreis gehabt und somit seien ihm keine Einkünfte zugeflossen. Abgesehen davon, dass die Art der Bezahlung bei den 6 Investoren jeweils unterschiedlich war (genaue Darstellung jeweils bei den einzelnen Investoren weiter unten) und ***Bf*** nichts zur Aufklärung der Zahlungen beigetragen hat (das Treuhandkonto ***Konto*** wurde als einziges vorgelegt, aber auch das nur nach mehrwöchigem Ablauf der gesetzten Frist und 2 Stunden vor dem angelegten Termin für die Schlussbesprechung) gilt: Auch wenn die Bezahlung über Anderkonten von ***Bf*** abgewickelt wurde, hat er darüber im Auftrag des Treugebers verfügt! Diese Verfügung stellt den Zufluss dar, der weitere Geldfluss (Treuhand)konto ***Bf*** - CEE stellt Mittelverwendung dar. Für diese Geldflüsse ***Bf*** - CEE gibt es jeweils Darlehensverträge zwischen ***Bf*** und der CEE. Hier ist eindeutig zivilrechtlicher und wirtschaftlicher Darlehensgeber ***Bf***. Daran ändert auch der Inhalt des E-Mails von ***I-4*** vom 19.9.2008 an ***Bf*** nichts. Darin schreibt ***I-4***: "Das von uns zur Verfügung gestellte Kapital dient ausschließlich der CEE, um die Grundstückskäufe zu realisieren. Das dir anvertraute Kapital ist ohne Abzüge der CEE zur Verfügung zu stellen". Für diese Verfügung gilt das oben Gesagte. Weiters hat ***Bf*** im Zuge der Schlussbesprechung eine "Eidesstättige Erklärung" von ***I-4*** und ***I-1*** vorgelegt. Darin heißt es: "Das ***Bf*** zu Verfügung gestellte Kapital dient ausschließlich zu Finanzierung der Grundstücksankäufe der CEE in Rumänien (Projekt ***RS***). Es ist ***Bf*** persönlich nie zugekommen, und hatte dieser zu keinem Zeitpunkt darüber Verfügungsgewalt, das bedeutet, dass das von uns zu Verfügung gestellte Kapital ausschließlich an die ***CEE*** weiterzuleiten war und wurde." Es gilt hier das oben Gesagte. Ob bei ***Bf*** durch die Verfügung ein steuerrechtlicher Zufluss vorliegt oder nicht obliegt nicht der Beurteilung von ***I-4*** und ***I-1***. Darüber hinaus ist bei Würdigung dieser "Eidesstättigen Erklärung" Folgendes zu berücksichtigen: Zum einen stammt die Erklärung vom 12.2.2015 und nicht aus dem Jahr 2008, in dem die fraglichen Verträge geschlossen wurden. Eine Erklärung oder Erläuterung sieben Jahre nach Vertragsabschluss hat nicht die gleiche Wirkung wie ein erläuternder Vertragszusatz zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags. Zum anderen sind die Zeugen ***I-4*** und ***I-1*** besonders unglaubwürdig. So haben beide - angeblich - keinerlei Zahlungsbelege über ihre getätigten Investitionen, keine Darlehensverträge und ***I-4*** hat nicht einmal den Abtretungsvertrag vorgelegt - trotz gegenteiliger Ankündigung bei Polizei und Finanzamt. Beide sind Geschäftsleute (***I-4*** bezeichnet sich als "Finanzdirektor", ***I-1*** als Selbständiger, im Prüfungszeitraum war er Beteiligter an mehreren Discotheken): Als solche behaupten sie, keinerlei Zahlungsbestätigungen über getätigte Investments in einer Höhe von 65.000-bzw. 195.000- aufzubewahren. Weiters behaupten beide den Abschluss von mündlichen Darlehensverträgen mit ***Bf***, ohne von diesem bis dato (7 Jahre später!) irgendwelche Zinszahlungen einzufordern. Diese behaupteten Praktiken widersprechen vollkommen den Geschäftspraktiken von ordentlichen Kaufleuten und sind geeignet, die Glaubwürdigkeit der Zeugen ***I-1*** und ***I-4*** stark in Zweifel zu ziehen. Da die Abwicklung bei allen 6 Gesellschaftern im Detail jeweils verschieden erfolgte, ist im Folgenden jeder Investor einzeln darzustellen. ***I-4*** Unstrittig ist, dass ein Anteilsübertragungsvertrag über 65.000,-- geschlossen wurde. ***I-4*** hat den Vertrag trotz gegenteiliger Ankündigungen bis dato nicht vorgelegt, auch ***Bf*** hat den Vertrag nicht vorgelegt. ***I-4*** spricht in seiner niederschriftlichen Aussage von einem Darlehen, zur Würdigung seiner Aussage und zur Glaubwürdigkeit seiner Person siehe oben unter "Verfügungsmacht über die Gelder". Auch die Art der Zahlung haben weder ***I-4*** noch ***Bf*** belegt. Laut Aussage von ***I-4*** stammt das Geld aus einem Rechtsstreit, den ***Bf*** für ***I-4*** geführt hat. Aus der Buchhaltung der CEE ist ein Zahlungseingang von ***Bf*** in Höhe von 65.000,-- am 3.11.2009 ersichtlich, mit selbem Datum liegt ein Darlehensvertrag ***Bf***-CEE vor, allerdings nur über einen Betrag von 32.500,--. Laut der Buchhaltung der CEE kommen die 65.000,-- von einem Konto von ***Bf*** von der Volksbank, Kt.nr. ***IBAN 1***. ***Bf*** hat dieses Konto nicht vorgelegt. Unabhängig davon, ob es sich um ein Kanzleikonto oder ein Treuhand-/Anderkonto handelt, ist jedoch nach dem oben Gesagten ein Zufluss zu unterstellen und liegt ein Gewinn aus Anteilsveräußerung in Höhe von 65.000,-- vor. ***I-3*** Hier liegt ein Anteilsübertragungsvertrag vom 11.5.2009 vor. Die Bezahlung des ausbedungenen Preises in Höhe von 130.000,-- erfolgte in zwei Raten: Am 30.4.2009 ca. die Hälfte, 64.821,50,-- direkt auf ein Konto der CEE (Einzahler ist ***I-7***, mit dem sich ***I-3*** laut seiner Aussage sein Investment 50 zu 50 teilen wollte) und am 28.12.2009 die zweiten 65.000,- auf das Kanzleikonto von ***Bf***., Ktnr. ***Kto-Nr. 1*** beim Raiffeisenverband Salzburg. Für beide Beträge liegt ein Darlehensvertrag ***Bf*** - CEE mit Datum jeweils 12.5.2009 vor (***Bf*** hat die zweiten 65.000,-- im Mai 2009 vorgeschossen, ***I-3*** hat diese im Dezember 2009 wie o.a. überwiesen). Hier wurde also der halbe Betrag direkt an ein Konto der CEE überwiesen: Dies erscheint allerdings nur eine Abkürzung des Weges Zahlung an ***Bf*** und Weiterüberweisung an die CEE durch ihn. Der Grund dürfte (laut diversem vorliegenden Schriftverkehr zwischen den Gesellschaftern und ***Bf***) darin liegen, dass dringend Geld für Grundstückskäufe benötigt wurde und daher das Geld direkt nach Rumänien überwiesen wurde. Dieselbe Vorgangsweise findet sich auch beim Beteiligungsverkauf ***I-2***. ***I-3*** gibt niederschriftlich an, dass von einem Darlehen nie die Rede war. Er hat auch in der Folge immer wieder auf Eintragung seines Anteils gedrängt. Neben den o.a. allgemeinen Einwendungen des ***Bf*** gegen das Vorliegen einer Einkunftsquelle bringt ***Bf*** hier noch eine weitere Einwendung vor: Die Zahlungen seien mit Geldern erfolgt, die ***I-3*** gegenüber ***Bf*** veruntreut hätte. Dazu ist festzustellen: Der Vertrag wurde geschlossen, der bedungene Preis bezahlt. Somit treten die Rechtsfolgen dieses Vertrags ein. Mit Schreiben vom 9.1.2012 schreibt ***Bf*** Herrn ***I-3*** die bezahlten 130.000,-- samt Zinsen sogar als "Auszahlungsbetrag für den von Ihnen aufgelösten Anteilsvertrag" gut! Er bestätigt also selbst die erfolgte Zahlung, auch wenn er in einem nächsten Schritt diesen Betrag mit angeblichen Gegenforderungen aufrechnet, darunter auch die von ***I-3*** angeblich ihm geschuldeten Gelder aus "aktenkundigen Immobiliengeschäften". Wenn ***I-3*** ***Bf*** tatsächlich um Gelder betrogen haben sollte, betrifft das nicht die vorliegende Anteilsabtretung, sondern - nach Schilderung des Sachverhalts von ***Bf*** seine selbständigen Einkünfte aus seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt. Keinesfalls sind dort erlittene Schadensfälle jedoch mit Einkünften aus dieser Anteilsveräußerung gegenzurechnen. Bei Zutreffen der Voraussetzungen könnten diverse erlittene Verluste also allenfalls als Betriebsausgaben im Zuge der Ermittlung der selbständigen Einkünfte abgezogen werden. Allerdings ist hierzu zweierlei anzumerken: Zum einen kommt ***Bf*** seiner Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung nur sehr schleppend, manchmal auch gar nicht nach. So ließ er sich für die Jahre 2007 und 2008 schätzen, ehe er doch noch eine Steuererklärung einreichte. Für das Jahr 2011 unterblieb die Einreichung einer Steuererklärung gänzlich; die erfolgte Schätzung ist in Rechtskraft erwachsen. Eine Geltendmachung eines allenfalls erlittenen Schadensfalls ist bei einer derartigen Vorgangsweise natürlich schwierig. Zum anderen hat ***Bf*** ***I-3*** nicht geklagt, was bei einem behaupteten Schaden von über 130.000,-- doch verwunderlich erscheint. Betreffend die Streitigkeiten im Dunstkreis von ***I-3*** - ***Bf*** ist die einzig vorliegende gerichtliche Verurteilung eine gegen ***Bf*** selbst: Mit Urteil vom 29.10.2010 des ***LG*** (Zahl ***GZ.***) wird ***Bf*** zur Zahlung von 131.411,11 verurteilt, weil er Treuhandschaften unkorrekt abgewickelt hat. Unbeachtet dieser Ungereimtheiten ist der Anteilsübertragungsvertrag durch Bezahlung erfüllt und der erzielte Erlös in Höhe von 129.821,50 (64.821,50 und 65.000,--) als Einkünfte anzusetzen. ***I-2*** Es liegt ein Anteilsübertragungsvertrag vom 17.3.2009 vor, Vertragspartner sind […] und […] ***I-2***, der Preis beträgt 110.000,--. Die Bezahlung erfolgte am 19.3.2009 direkt auf ein Konto der CEE. In einer Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft vom 5.8.2011 schreibt ***Bf***, "dass die Sekretärin der CEE informiert habe, dass ein Betrag von 110.000,-- auf das Konto der CEE eingegangen ist, also auf ein anderes Konto als von mir benannt." Der Grund dafür (dass die Bezahlung nicht an ***Bf*** und von diesem an die CEE geleistet wurde) dürfte der gleiche wie oben geschildert bei ***I-3*** gewesen sein, nämlich dass rasch Geld für anstehende Grundkäufe gebraucht wurde. Allerdings schreibt Frau ***I-2*** definitiv auf alle 3 Zahlungsbelege (50.000,-- 50.000,-- und 10.000,--, alle vom 17.3.2009) als Verwendungszweck "Beteiligung". Der zugehörige Darlehensvertrag ***Bf*** - CEE über 110.000,- datiert vom 19.3.2009. Auch Frau ***I-2*** gibt niederschriftlich an, dass von einem Darlehen oder einer Darlehenskonstruktion nie die Rede war.( Erst bei Einsicht der Buchhaltung der CEE hat sie erkannt, dass Darlehensverträge ***Bf*** - CEE existieren). Folgerichtig hat sie dann auch immer wieder - über ihren Anwalt - auf Eintragung ihres Anteils an der CEE gedrängt. Frau ***I-2*** war kurzfristig selbst Geschäftsführerin der CEE (September und Oktober 2010) und hat dort bei der Erstellung der Buchhaltung entscheidend mitgearbeitet. Sie hat diese Buchhaltung auch dem Finanzamt zur Verfügung gestellt und ist - im Gegensatz zu ***Bf*** - ihrer Mitwirkungspflicht in vorbildlicher Weise nachgekommen. Sie konnte zur Aufklärung vieler fraglicher Details beitragen. Alle ihre Behauptungen betreffend die Abwicklung der einzelnen Investments der CEE konnte sie gut belegen. Die vorgelegte Buchhaltung erscheint ordnungsgemäß - insoweit sie österreichische Bestimmungen betrifft. In Bezug auf die rumänischen Bestimmungen kann das hierorts nicht beurteilt werden. Somit erscheint Frau ***I-2*** auch als Zeugin glaubwürdig. Im Fall ***I-2*** wendet ***Bf*** ein, dass das "Darlehen" zurückgezahlt worden sei. Tatsächlich ist Frau ***I-2*** bis dato die Einzige, die ihr investiertes Geld von ***Bf*** zurück erhalten hat (im Jahr 2011). Warum ***Bf*** gerade Frau ***I-2*** ihr Investment zurück bezahlt hat ist ungeklärt. Fest steht, dass Frau ***I-2*** durch ihre Einsichtnahme in die Bücher der CEE vor Ort sicher den besten Wissensstand aller Investoren über das Projekt hatte. ***Bf*** sieht in dieser Rückzahlung eine Bestätigung dafür, dass keine Steuerpflicht vorliegen könnte. Es ist ihm Recht zu geben, dass zu untersuchen ist, wie diese Rückzahlung im Gesamtzusammenhang zu werten ist. Es ist der wahre wirtschaftliche Gehalt zu ergründen. Dieser stellt sich für das Finanzamt wie folgt dar: ***Bf*** verkauft Frau ***I-2*** 2009 diese Anteile und kauft diese 2011 wieder von Frau ***I-2***. Die Rückzahlung ändert also nichts am ursprünglichen Verkauf, der somit steuerpflichtig ist. ***I-1*** UND ***I-5*** Die Darstellung für beide Investoren erfolgt zusammen, da nach übereinstimmender Aussage (von ***I-1*** und ***Bf***) Herr ***I-1*** (er ist ehemaliger Lebensgefährte und Kindesvater von Frau ***I-5***) alle relevanten Handlungen für Frau ***I-5*** im Auftrag von Frau ***I-5*** durchführte. Die Vorgänge im Zusammenhang mit diesen beiden Investoren sind besonders undurchsichtig und nicht nachvollziehbar, insbesonders da weder von den beiden Investoren noch von ***Bf*** etwas zur Aufklärung der Zahlungswege beigetragen wurde. Die Rekonstruktion der Zahlungswege musste daher anhand der vorliegenden Akten (von Gericht und Polizei) bzw. anhand der vorgelegten Buchhaltung der CEE erfolgen. Bei Frau ***I-5*** liegt auch der Vertrag nicht vor, sein Vorhanden Sein ist aber unstrittig. Die Aussagen von ***I-1*** sind widersprüchlich und unglaubwürdig. Er gibt niederschriftlich an, dass er keinerlei Belege für sein gesamtes Investment mehr besitzt. Er gibt an, dass es 3 Abtretungsverträge gegeben habe, einen über 130.000,--, einen zweiten über 300.000,-- und einen dritten über 400.000,--. Die letzten beiden liegen vor, den ersten hat es laut Aussage von ***Bf*** nie gegeben. Letztlich bezahlt hat ***I-1*** laut seiner Aussage 195.000,--, kann dafür aber keinerlei Zahlungsbelege vorweisen. Dass ein derartiges Gebaren mit der üblichen Vorgangsweise eines gewissenhaften Kaufmanns nichts zu tun hat, wurde schon weiter oben ausgeführt. ***Bf*** hat nichts zur Klärung des Zahlungsflusses im Fall ***I-1*** beigetragen, ***I-1*** gibt niederschriftlich an, 130.000,- überwiesen und 65.000,-- bar bezahlt zu haben. Tatsächlich ist eine Übergabebestätigung vom 26.3.2008 aktenkundig, in der ***I-1*** 130.000, bar an ***Bf*** übergibt "zum Zwecke des Ankaufs von Liegenschaften im Projekt ***Ort RO*** in Rumänien". Auf Vorhalt erklärte ***Bf*** in der Schlussbesprechung, diesen Betrag hätte er ***I-1*** wieder "zurückgegeben": Belegt wurde diese Behauptung nicht, weder von ***I-1*** noch von ***Bf***. ***Bf*** hat im Zuge der Schlussbesprechung ein Konto "***Konto***", Ktnr. ***Kto-Nr. 2*** bei der Volksbank Salzburg, vorgelegt. Darauf findet sich am 5.10.2008 eine Bareinzahlung in Höhe von 130.000,--. Dabei soll es sich um die Einzahlung ***I-1*** handeln. Von diesem Konto werden dann tatsächlich 250.000,-- (und in der Folge noch einmal 30.000,-) an die CEE überwiesen. Laut Aussage von ***Bf*** setzen sich diese 280.000,- wie folgt zusammen: 130.000,- ***I-1*** 150.000,- ***GmbH*** (siehe dazu weiter unten unter ***I-6***/***GmbH***). ***I-1*** behauptet nun, insgesamt 195.000,- investiert zu haben. Wie er die restlichen 65.000,- bezahlt hat und wie diese in die CEE gelangen, konnte aufgrund der Aktenlage nicht ermittelt werden. Weder ***I-1*** noch ***Bf*** haben zur Aufklärung des Sachverhalts etwas beigetragen. Bemerkenswert erscheint, dass ***Bf*** in einer handschriftlichen Anmerkung in der Buchhaltung der CEE die vollen 280.000,-- mit dem Vermerk "***I-1***" versieht. Gleichwohl geht das Finanzamt davon aus, dass ***I-1*** tatsächlich (nur) 195.000,-- investiert hat und die 150.000,- der ***GmbH*** zuzurechnen sind. Da es im steuerlichen Ergebnis keinen Unterschied macht, wem die Gelder zuzurechnen sind (auch für die ***GmbH*** ist ein entsprechender Veräußerungserlös anzusetzen, siehe weiter unten), folgt das Finanzamt hier den Aussagen von ***I-1*** und ***Bf***. Noch einmal wird bezüglich ***I-1*** auf die höchst aufklärungsbedürftige Vorgangsweise verwiesen: 26.3.2008: ***I-1*** übergibt 130.000,- bar an ***Bf*** (Beleg vorhanden) ***Bf*** behauptet, diesen Betrag ***I-1*** wieder "zurückgegeben zu haben": Dafür gibt es keinen Beleg und keine Auskunft darüber, wann und wie. 5.10.2008: Auf das Treuhandkonto ***Konto*** werden 130.000,- bar einbezahlt. Ein Beleg darüber, wer diese Einzahlung tätigt, liegt nicht vor. Ungeklärt und unbelegt bleibt der Verbleib der 130.000,-- zwischen 26.3. 2008 und 5.10.2008. Ungeklärt und unbelegt ist die Herkunft der 130.000,--, die am 5.10.2008 einbezahlt werden. Ungeklärt und unbelegt sind die weiteren 65.000,--, die ***I-1*** bezahlt hat (haben soll). Ebenso undurchsichtig ist der Ablauf im Fall ***I-5***. Keine der Beteiligten hat einen Zahlungsbeleg vorgelegt. Aktenkundig ist ein Aktenvermerk vom 5.12.2008, in dem die Barübergabe von 65.000,-- an ***P*** dokumentiert wird. ***P*** sollte das Geld auf ein Konto der CEE einzahlen, um damit Grundankäufe zu finanzieren. Ein entsprechender Eingang findet sich auf den Konten der CEE nicht, jedoch ein Kreditvertrag ***Bf*** - CEE über 50.000,- vom 2.12.2008. Aus der Aktenlage ergibt sich die Vermutung, dass Frau ***I-5*** ihre 65.000,- bar (an ***Bf***?) bezahlt hat und dieses Geld dann nach Rumänien verbracht wurde (laut Beleg aufgeteilt auf die Reisegesellschaft […] und dort am 5.12.2008 bar an ***P*** übergeben. Da das Vorliegen eines Abtretungsvertrags ***I-5*** nicht strittig ist und der ausbedungene Preis wie oben dargestellt, bezahlt wurde, ist ein entsprechender Veräußerungserlös anzusetzen. ***I-6***/***GmbH*** Strittig war während des gesamten Verfahrens, ob ***I-6*** ein direkter Investor bei der CEE war. Während dieser niederschriftlich sowohl bei der Polizei als auch beim Finanzamt angab, mit ***Bf*** einen Abtretungsvertrag abgeschlossen zu haben, bestritt dies ***Bf*** immer. ***I-6*** gab an, 60.000,-- bezahlt zu haben und ***Bf*** habe ihm immer wieder die Übergabe des Vertrags versprochen, dies aber nie durchgeführt. Es liegt kein Vertrag vor und es ist tatsächlich fraglich, ob je einer abgeschlossen wurde. Hier steht Aussage gegen Aussage. Da nun aber völlig überraschend im Zuge der Schlussbesprechung von ***Bf*** ein neuer, zusätzlicher Vertrag vorgelegt wurde, der auch die von ***I-6*** bezahlten 60.000,-- beinhaltet, erübrigt sich die Beurteilung der Frage, ob ***I-6*** nun direkt oder indirekt beteiligt ist. Folgender Sachverhalt liegt nunmehr vor: Vom Konto ***IBAN 2*** bei der Volksbank Salzburg werden am 16.10.2008 € 250.000,-- an die CEE überwiesen, am 2.12.2008 noch einmal 30.000,--. Da dies auch das Konto ist, auf das ***I-6*** seine 60.000,- einbezahlt hatte, ebenso ***I-1*** seine 130.000,--, wurde ***Bf*** aufgefordert, dieses Konto bis 10.2.2015 vorzulegen. Dieser Aufforderung ist ***Bf*** nicht nachgekommen. Erst 2 Stunden vor der Schlussbesprechung am 18.3.2015 hat er das Konto in Kopie vorgelegt. Das Konto lautet auf "***Konto***". Auf dieses Konto gingen diverse Zahlungen von Investoren der "***GmbH***" sowie "einfachheithalber" auch die (angeblichen) 130.000,- des Herrn ***I-1*** ein. Zusätzlich legte dann ***Bf*** einen weiteren, bisher nicht vorliegenden Anteilsübertragungsvertrag über 150.000,-- vor, und zwar abgeschlossen zwischen ihm und der (sich mehrheitlich in seinem Besitz befindlichen) ***GmbH***, vertreten durch ihre Geschäftsführerin ***ED***. Dieser Vertrag wurde von ***Bf*** bis zu diesem Zeitpunkt nie erwähnt: weder in den vielen gerichtlichen Auseinandersetzungen, Aussagen und Eingaben bei der Polizei, noch im gesamten abgabenrechtlichen Verfahren. Auch in der Buchhaltung der CEE gibt es keinen einzigen Hinweis darauf, dass die ***GmbH*** Investor sein soll. In dem bereits erwähnten Schriftstück aus der Buchhaltung der CEE weist ***Bf*** die gesamten 280.000,-- mit einem handschriftlichen Vermerk "***I-1***" zu. Das weitere Schicksal der Investition der ***GmbH*** wird von ***Bf*** bzw. Herrn ***RR*** in äußerst verwirrender Weise dargestellt (die rumänische Firma ***Pro*** sollte dieses Geld "verwenden", die Investition wird an die ***Pro*** "übertragen"), ist aber für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts nicht von Belang. Der Vertrag taucht also während der Schlussbesprechung "aus dem Nichts" auf. Gleichwohl ist er zu würdigen. Die Würdigung kann nicht anders als bei den anderen Verträgen erfolgen: Der Vertrag wurde durch Bezahlung erfüllt und ***Bf*** verfügt in der Art und Weise über das Geld, dass er es an die CEE überweist. Es liegt auch ein entsprechender Darlehensvertrag vom 16.10.2008 in Höhe von 250.000,-- zwischen ***Bf*** und der CEE vor und ein ebensolcher vom 2.12.2008 in Höhe von 30.000,--. Es ist daher für diese 280.000,-- ein Veräußerungserlös anzusetzen, aufgeteilt in der auch schon bei ***I-1*** beschriebenen Weise: 150.000,-- ***GmbH***. 130.000,-- ***I-1***. Abweichend von der Darstellung in der Niederschrift über die am 18.03.2015 stattgefundene Schlussbesprechung anlässlich der durchgeführten Außenprüfung wurden im Bericht vom 19.05.2015 die folgenden Einkünfte aus Beteiligungsveräußerungen festgestellt, die dann auch Eingang in die angefochtenen Bescheide gefunden haben (Beträge in EUR): | | 2008 | 2009 | ***I-4*** | | 65.000,00 | ***I-3*** | | 129.821,50 | ***I-2*** | | 110.000,00 | ***I-1*** | 195.000,00 | | ***I-5*** | 65.000,00 | | ***GmbH*** | 150.000,00 | | Einkünfte aus Beteiligungsveräußerungen gesamt | 410.000,00 | 304.821,50 Zur Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Einkommensteuer 2008 und 2009 wurde festgehalten, dass im Rahmen der Betriebsprüfung neue Tatsachen oder Beweismittel betreffend die Jahre 2008 und 2009 hervorgekommen seien. Dabei handle es sich insbesondere um die vom belangten Finanzamt angenommenen Beteiligungsveräußerungen an der Firma CEE, die bisher nicht erklärt worden seien. Am 21.05.2015 wurden schließlich vom belangten Finanzamt die unten angeführten Bescheide erlassen. Begründend wurde sämtlich auf die Feststellungen der abgabenbehördlichen Prüfung verwiesen. Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Einkommensteuer 2008 Einkommensteuerbescheid 2008 Bescheid über die Festsetzung von Anspruchszinsen 2008 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Einkommensteuer 2009 Einkommensteuerbescheid 2009 Bescheid über die Festsetzung von Anspruchszinsen 2009 Mit Schreiben vom 22.06.2016 hat der Beschwerdeführer Beschwerde gegen die obig angeführten Bescheide erhoben. Begründend wurde - auszugsweise - wie folgt ausgeführt: Das unternehmerische Ziel der CEE habe ausdrücklich darin bestanden, zum einen den Erwerb von Grundstücken und zum anderen die Befriedigung der Investoren zu gewährleisten. Somit sei auch eindeutig nachvollziehbar, dass das Ziel der Investition vorerst nur die Lukrierung der 7%-igen Verzinsung p.A. gewesen sein müsse, denn die Zeitspanne vom Ankauf der einzelnen Liegenschaften bis zur vorgesehenen Verwertung durch die Projektgesellschaft (***TBD***) sei in diesem Stadium noch nicht bekannt gewesen, weshalb eine Investition in dieses Unternehmen nicht im Interesse der Darlehensgeber gewesen sei. Ausdrücklich festgehalten werde, dass sowohl die mündlichen wie auch die schriftlichen Abmachungen zwischen den Parteien von vornherein ausreichend klar formuliert und Darlehenshöhe, Zinsen und Rückzahlungsmodalitäten eindeutig vereinbart worden seien, einem Fremdvergleich standhalten würden und somit die Rückzahlbarkeit der von den Gesellschaftern empfangenen Geldbeträge erwiesen sei. Zudem werde darauf hingewiesen, dass auch mündliche Darlehensvereinbarungen nach österreichischer Rechtsprechung zulässig und nicht unüblich seien, vor allem, wenn der Investor durch die nachweisliche Anweisung der vereinbarten Geldbeträge einen entsprechenden Zahlungsbeleg besitze und durch die zweckgebundene Weiterleitung an die CEE automatisch stiller Gesellschafter der Gesellschaft werde. Zudem seien die Gelder niemals im wirtschaftlichen oder rechtlichen Eigentum des Beschwerdeführers gestanden und wären immer zeitnahe an die CEE weitergeleitet worden. Derartige Fremdgelder seien keine Einnahmen, sondern durchlaufende Posten. Nur dann, wenn der Beschwerdeführer über die Fremdgelder ohne Rücksicht auf die Zweckwidmung wie über eigenes Geld verfügen hätte dürfen, könne der Zufluss dieser Beträge an den Beschwerdeführer argumentiert werden. Als treuhändiger Gesellschafter der CEE habe der Beschwerdeführer die der CEE zugeflossenen Beträge, respektive Darlehen, treuhändig gehalten. Zu diesem Zweck seien auch die Gesellschafterdarlehensverträge mit der CEE, damals vertreten durch ***P***, abgeschlossen worden. Dadurch hätte sichergestellt werden sollen, dass die Investoren ihre Darlehensbeträge vor Gewinnverteilung bei Projektrealisierung wieder zurückerhalten. Im Ergebnis stehe jedenfalls fest, dass die Investoren mit dem Beschwerdeführer als Treuhänder eine schuldrechtliche Vereinbarung abgeschlossen hätten, aus der sich ergebe, dass die Darlehensgelder ausschließlich der CEE für den Ankauf von Liegenschaften zur Verfügung gestellt werden dürfen. Diese Gelder seien somit zwar im rechtlichen Eigentum des Beschwerdeführers gestanden, nicht jedoch in seinem wirtschaftlichen. Eine Besteuerung scheide somit aus. Alles andere als die Vergabe eines Darlehens samt 7%iger Verzinsung der Geldgeber sei unsinnig, da es den Investoren bekannt gewesen sei, dass die CEE dringend Kapital für den Ankauf von Liegenschaften benötige. Zum Zeitpunkt der Investitionen sei die CEE praktisch wertlos gewesen, diese habe erst mit Fortschreiten und Verwendung der Darlehensbeträge zum Grundstücksankauf eine Wertsteigerung erfahren. Damit begründe sich auch die vereinbarte Möglichkeit, dass die Darlehensgeber nach Ablauf der 2-jährigen Sperrfrist die Wahl zwischen der Rückzahlung des Investitionsbetrages zuzüglich 7% Zinsen oder der tatsächlichen Übernahme eines Firmenanteils gehabt hätten. Zur Investorin ***I-2*** werde wie folgt ausgeführt: Wenn ***I-2*** gegenüber den Finanzbehörden behaupte, dass niemals von Darlehensverträgen oder einer Darlehenskonstruktion gesprochen worden sei, so werde auf ein von ihr verfasstes Schriftstück in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführerin der CEE verwiesen, in dem sie schreibe: "Belege mit Gesellschafterdarlehen…". Eine solche Ausführung sei nur deshalb möglich gewesen, da von Anfang an über Darlehen verhandelt worden und sie in voller Kenntnis des Sachverhalts gewesen sei. Nicht die Investoren würden die Vereinbarung eines Darlehens bezweifeln, sondern lediglich das belangte Finanzamt würde gegenteilig interpretieren. Dabei werde auch der auf dem vom Beschwerdeführer vorgelegten Zahlungsnachweis betreffend die Darlehensrückzahlung enthaltene Vermerk "Darlehen ***I-2***" nicht ausreichend gewürdigt. Zudem mangle es im Falle eines angeblichen Anteils An- und/oder Rückkaufes an einem entsprechend Notariatsakt und wäre dies von ***I-2*** reklamiert worden. Außerdem sei die (im Falle von ***I-2***) erfolgte Rückzahlung samt Verzinsung nur aufgrund des Vorliegens eines Darlehens - und somit ohne Gesellschafterbeschluss und entsprechendem Akt - möglich gewesen. Zur Verfügungsmacht über die Gelder werde erneut festgehalten, dass die zweckgebundene Überlassung von Geldbeträgen durch die Investoren eine Steuerpflicht auf Ebene des Beschwerdeführers ausschließe. Es sei mit den Investoren exakt vereinbart, dass sie nach Ablauf der Sperrfrist und der Kündigungszeit die Geldbeträge samt einer Verzinsung von 7% p.a. zurückfordern hätten können. Es habe sich daher um ein Darlehen handeln müssen, eine andere Auslegung würde der kaufmännischen Sorgfaltspflicht widersprechen. Die Rückzahlungsabsicht habe somit von Anfang an bestanden und sei auch in den Vereinbarungen dokumentiert. Darlehensbeträge, die auf Fremdgeldkonten im Machtbereich des Beschwerdeführers von den Investoren einbezahlt und anschließend vom Beschwerdeführer zeitnahe an die CEE weitergeleitet worden seien, könnten maximal als Durchlaufposten gewertet werden. Punkt IV. RECHTE UND PFLICHTEN der gegenständlichen Verträge laute wie folgt: "Im Falle der Anteilsübertragung verpflichtet sich der Übergeber…" Aus dieser Formulierung sei ersichtlich, dass die Anteilsübertragung zwar beabsichtigt gewesen, aber nicht durch diesen Vertrag vereinbart worden sei. Die Investoren hätten das Wahlrecht zwischen Darlehensrückerstattung und tatsächlicher Anteilsübernahme nach Ablauf der Sperrfrist erkannt und auch verstanden. Zur Glaubwürdigkeit von ***I-3*** werde wie folgt ausgeführt: Es sei nicht einsichtig, weshalb das belangte Finanzamt den Angaben des - nach Angaben des Beschwerdeführers - mehrfach wegen schweren Betrugs verurteilten ***I-3*** mehr Glauben schenke als den Angaben der - nach Angaben des Beschwerdeführers - unbescholtenen ***I-4*** und ***I-1***. Betreffend ***I-6***/***GmbH*** werde wie folgt ausgeführt: Die Ausführungen von ***I-6*** seien völlig unrichtig. Es werde erneut darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer mit Herrn ***I-6*** keinen Vertrag abgeschlossen habe. Zum anderen habe dieser nicht in das Grundstücksprojekt, sondern in ein Schankanlagenprojekt einer anderen Gesellschaft investiert. Abschließend werde darauf hingewiesen, dass - selbst wenn es sich bei den fraglichen Vorgängen um Anteilsverkäufe gehandelt hätte (was bestritten wird) - so hätte das belangte Finanzamt aufgrund der Bestimmung des Artikel 13 Abs. 4 DBA Österreich-Rumänien von einer Besteuerung Abstand nehmen müssen. Dies daher, da das Besteuerungsrecht für Anteilsverkäufe an derartigen Gesellschaften gemäß dem DBA Rumänien zugewiesen werde. B. Beschwerdevorentscheidung, Vorlageantrag Mit Beschwerdevorentscheidung vom 16.01.2018 wurde die Beschwerde gegen die Bescheide über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Einkommensteuer 2008 und 2009 sowie die Einkommensteuerbescheide 2008 und 2009 als unbegründet abgewiesen. Begründend wurde - auszugsweise - wie folgt ausgeführt: […] Entgegen der Ausführung von ***Bf***, dass das "Ziel der CEE ausdrücklich darin bestehe, auch die Befriedigung der Investoren zu gewährleisten" fehlt eben gerade diese "Ausdrücklichkeit". Ein entscheidender Streitpunkt des Verfahrens ist, dass keine einzige "ausdrückliche" Darlehensvereinbarung vorliegt und das Wort Darlehen weder ausdrücklich noch sinngemäß im vorliegenden Vertrag vorkommt. Es liegt eben nur jeweils ein Anteilsübertragungsvertrag vor. Die fehlende Ausdrücklichkeit kann auch nicht durch die Aussagen von 2 der 6 Investoren widerlegt werden. Zur Glaubwürdigkeit der Zeugen und näheren Erläuterung des Sachverhalts wird auf den Bp.-Bericht verwiesen. […] Das Vorliegen eines eindeutig klar formulierten Vertrages dürfte die alleinige Meinung des ***Bf*** sein. Es gibt umfangreichen Schriftverkehr der Rechtsvertreter von ***I-2***, ***I-3*** und ***I-6*** über diverse offene Fragen, die sich aus dem Vertrag ergeben, auch die Staatsanwaltschaft spricht von unklaren Vereinbarungen ebenso wie das Finanzamt (ausführliche Darstellung des Sachverhalts siehe Bp.-Bericht). Ebenso muss ***Bf*** entschieden widersprochen werden, wenn er behauptet, dass "mündliche Darlehensvereinbarungen nicht unüblich" seien, nur weil der "Investor einen Zahlungsbeleg besitzt". Mündliche Darlehensverträge sind äußerst unüblich. Dies trifft besonders dann zu, wenn - wie im vorliegenden Fall - eine Vertragspartei ein hochgradig Rechtskundiger (hier: Rechtsanwalt) ist. Anschließend zitiert ***Bf*** die "Würdigung der durchgeführten Rechtsgeschäfte" der Staatsanwaltschaft Salzburg, die auch zum Ergebnis kommt, dass die Anleger Gesellschafter der CEE wurden (genaue Darstellung siehe auch S. 4 des Bp.-Berichts, letzter Absatz). Warum daraus ***Bf*** folgert, dass "daher eine Einkommensteuer völlig ungerechtfertigt" ist, ist nichtverständlich, da es ja - wie zum wiederholten Mal festgestellt wird grundsätzlich um die Frage geht, ob die Anleger Darlehensgeber oder Gesellschafter sind. Wenn sie Gesellschafter wurden, sind die Verkäufe der Gesellschaftsanteile in der Folge einkommensteuerpflichtig. Das Weiterleiten von Geldern an die CEE stellt eine steuerlich unbeachtliche Einkommensverwendung dar. Zur genaueren Darstellung wird auf den Bp.-Bericht verwiesen. […] ***Bf*** argumentiert in seiner Beschwerde, dass die an die CEE weitergeleiteten Gelder Fremdgelder (Treuhandgelder) gewesen seien und somit nicht ihm zuzurechnen seien. Dem widerspricht die Aktenlage. In keinem einzigen der 6 vorliegenden Investorengeschäfte erfolgte die Bezahlung über ein eindeutig dem Investor zuzurechnendes Fremdgeldkonto. ***Bf*** hat nichts zur Aufklärung der oft schwer nachvollziehbaren Zahlungsmodalitäten bei den einzelnen Investoren beigetragen. Die Art der Zahlungen wurde aufgrund der Aktenlage (Akten der Staatsanwaltschaft, vorgelegte Buchhaltung und Unterlagen Frau ***I-2***, Aussagen der Investoren) ermittelt und stellt sich bei den 6 Investoren jeweils verschieden dar, genauere Schilderung weiter unten. Im Folgenden eine kurze Übersicht über die Art der Bezahlungen (die detaillierte ausführliche Darstellung findet sich im Bp.-Bericht auf den Seiten 7 bis 11): ***I-4***: laut Aussage ***I-4*** und ***Bf*** erfolgte die Bezahlung über Treuhandkonto, Belege dazu wurden weder von ***I-4*** noch von ***Bf*** vorgelegt. ***I-3***: die Hälfte des Betrages wurde auf das Kanzleikonto (nicht Treuhandkonto!) von ***Bf***, die andere Hälfte des Betrages direkt auf ein Konto der CEE eingezahlt. ***I-2***: Bezahlung erfolgte direkt auf ein Konto der CEE. ***I-1***: Die Aktenlage dazu ist undurchsichtig, siehe detaillierte Darstellung im Bp.-Bericht, Seiten 9 und 10. Vermutliche Zahlung über Konto "***Konto***" ***I-5***: angebliche Barzahlung, kein Beleg vorhanden, keine Mitwirkung von ***Bf*** ***GmbH***: Zahlung erfolgte über Konto "***Konto***". Dieses Konto ist vermutlich ***Bf*** zuzurechnen (nicht in den Saldenlisten der ***GmbH*** ausgewiesen), nähere Darstellung siehe weiter unten unter "***I-1***" bzw. "***GmbH***". Dem zufolge gehen alle Zahlungen auf Konten, die nach Ansicht des Finanzamtes sehr wohl ***Bf*** zuzurechnen sind. Aber auch für den Fall, dass eine Investition über ein Fremdgeld- bzw. Treuhandkonto abgewickelt worden sein sollte, ist für ***Bf*** daraus nichts gewonnen. Wie er richtig anführt, gilt eine Einnahme dann als zugeflossen (ist demjenigen zuzurechnen), wenn der Empfänger darüber rechtlich und wirtschaftlich verfügen kann. Er hat in der Weise darüber verfügt, indem er an die CEE Darlehen gegeben hat (genauere Darstellung zur Verfügungsmacht siehe Seiten 5 und 6 der Begründung zum Bp.-Bericht). Dass die CEE Kapitalbedarf hatte, ist unstrittig. Strittig ist nur die Frage, ob die Kapitalzufuhr als Darlehen oder Gesellschafterkapital erfolgte. Zu den einzelnen Investoren: ***I-2*** ***Bf*** legt ein Schreiben von Frau ***I-2*** vom 24. 9. 2010 vor, in dem diese schreibt: "Belege mit Gesellschafterdarlehen in die Kasse müssen von dem jeweiligen Gesellschafter unterschrieben werden". Bei diesem Schreiben handelt es sich um ein Schreiben an "die Bürogemeinschaft und an alle die, die mit Herrn ***Bf*** einen Treuhandvertrag abgeschlossen haben". Da von der Bürogemeinschaft mehrere Firmen umfasst sind (TBD, CEE, ***Pro*** und eventuell auch noch andere), gilt dies offenbar für alle genannten Firmen, also nicht nur für die CEE. Damit sollte bewiesen werden, dass - so Aussage ***Bf*** - "von Anfang an über Darlehen verhandelt wurde". Dieser Ansicht kann nicht uneingeschränkt gefolgt werden. Es könnte von künftigen Darlehen die Rede gewesen sein, von Darlehen des Gesellschafters ***Bf*** selbst oder von Darlehen die anderen Firmen betreffen. In diesem Zusammenhang ist jedoch festzuhalten, dass Frau ***I-2*** niederschriftlich ausgesagt hat, dass im gegenständlichen Streitfall nie von einem Darlehen die Rede war und sie ja auch sehr lange über ihren Anwalt darauf gedrängt hat, endlich als Gesellschafterin der CEE eingetragen zu werden. Dies ergäbe überhaupt keinen Sinn, wenn sie sich selbst nicht als Gesellschafterin, sondern als Darlehensgeberin gesehen hätte. Nochmals wird darauf verwiesen, dass in dem umfangreichen Schriftverkehr zwischen den diversen Anwälten von ***I-2***, ***I-3*** und ***I-6*** einerseits und ***Bf*** andererseits niemals die Rede von einem Darlehen war. Die dazu beauftragten Anwälte drängten auf Eintragung der Gesellschaftsanteile, worauf ***Bf*** erklärte, warum dies (noch) nicht geschehen sei (Sperrfrist, Streitereien mit ***P*** etc.). ***Bf*** argumentierte nie damit, dass die Investoren durch den Abtretungsvertrag gar nicht Gesellschafter geworden seien. Zum Vermerk "Darlehen ***I-2***" auf dem Rückzahlungsbeleg wird auf die Ausführung dazu im Bp..-Bericht (S. 8 und 9) verwiesen. Das Nichtvorliegen vom Formalerfordernis Notariatsakt (für den Rückkauf eines Anteils einer rumänischen Gesellschaft ohnehin fraglich) und Gesellschafterbeschluss ändert nichts daran, dass der wahre wirtschaftliche Gehalt des Vorgangs zu würdigen ist. Ist der wahre wirtschaftliche Gehalt bzw. die richtige rechtliche Beurteilung der Investition ein Anteilsverkauf, dann handelt es sich bei der Rückzahlung um den Rückkauf eines Gesellschafteranteils. (Zur ursprünglichen Bezahlung von ***I-2*** direkt auf das Konto der CEE siehe die Ausführungen im Bp.-Bericht, S. 8.) Es widerspricht vollkommen der Aktenlage, dass es - nach Aussage von ***Bf*** zwischen ihm und den "Darlehensgebern" laufende Informationen über Liegenschaftsankäufe etc. gekommen sei. Alle Anleger beschweren sich intensiv darüber, überhaupt keine Informationen über die laufenden Geschäfte zu bekommen, obwohl sie des öfteren bei ***Bf*** um Auskunft gebeten hätten. Nur aufgrund der Tatsache, dass die Gelder in die CEE geflossen sind (und damit in der Folge Grundkäufe getätigt wurden) kann nicht daraus der Schluss gezogen werden, dass keine Steuerpflicht iZm Anteilsverkäufen vorliege. Wie des öfteren angeführt, liegt in diesem zweiten Schritt (Darlehen ***Bf*** - CEE) bereits Mittelverwendung des ***Bf*** vor. Dieser Schritt ist aber klar vom ersten (Anteilsverkauf ***Bf*** - Investor) zu unterscheiden. Bei diesem handelt es sich um einen steuerpflichtigen Verkauf, auch wenn der Geldfluss eventuell bei einem oder zwei Investoren (bei keinem liegt ein Nachweis vor!) über ein Treuhandkonto ging. Zum wiederholten Male behauptet ***Bf*** in der Beschwerde, dass "mit den Investoren exakt vereinbart sei, dass sie nach Ablauf der Kündigungszeit die Geldbeträge samt Zinsen zurückfordern" könnten und es sich "daher nur um ein Darlehen habe handeln können". An dieser sogenannten exakten Vereinbarung mangelt es allerdings. Der Anteilsabtretungsvertrag ist in dieser Hinsicht unklar, auch die Staatsanwaltschaft bezeichnet den letzten Satz im Punkt VII des Vertrags (Regelung über Sperrfrist, Anteilsrückübertragung mit Verzinsung) als unklar. Aus diesem Punkt ist jedenfalls - wie aus dem ganzen Vertrag - in keinster Weise abzulesen, dass es sich hier "exakt" um einen Darlehensvertrag handelt. Zur neuerlichen Behauptung, dass die Zahlung über Fremdgeldkonten erfolgt sei und dass daher eine Versteuerung nicht möglich sei, siehe Ausführungen oben. Die Aussage von ***Bf***, dass ***I-4*** und ***I-1*** deswegen ihre Zinsen noch nicht eingefordert haben, weil derzeit bei den Banken keine 7 % zu bekommen sind, ist unlogisch und die Behauptung, dass eine reine Zinsausschüttung nicht möglich sei, unbegründet. Mit welchen Kosten die einzelnen Investoren belastet sind oder nicht, entzieht sich dem Wissensstand des Finanzamts und ist wohl auch teilweise nach rumänischem Recht zu beurteilen. Welche Gebühren ***Bf*** hier genau meint, führt er nicht an. Jedenfalls kann aus der Tatsache, dass die Investoren gewisse Gebühren nicht tragen mussten, keinesfalls geschlossen werden, dass sie Darlehensgeber und nicht Gesellschafter wurden. Die Aussage von ***Bf***, dass die Investoren kein wirtschaftliches Risiko trugen, erscheint die alleinige Ansicht von ***Bf*** zu sein, da bis Ende 2015 alle 5 verbleibenden, Investoren keinerlei Ertrag bekommen haben und auch keine Rückzahlung ihrer vor Jahren getätigten Investition. ***Bf*** legt nunmehr Punkt IV des Vertrags (Rechte und Pflichten) so aus, "dass die Anteilsübertragung zwar in Absicht gestanden, aber durch diesen Vertrag nicht vereinbart sei". Die Formulierung im Vertrag lautet: "Im Falle der Anteilsübertragung verpflichtet sich der Übergeber,..". Er interpretiert diese Stelle nun so, dass die Geldgeber dadurch "das Wahlrecht zwischen Darlehensrückerstattung und tatsächlicher Anteilsübernahme nach Ablauf der Sperrfrist" gehabt hätten. Abgesehen davon, dass diese Folge (Rückerstattung des Geldbetrags oder Anteilsübernahme nach Sperrfristablauf) dann im Vertrag nicht mehr so ausgeführt ist, hätte dies für ***Bf*** keine andere steuerliche Konsequenz . Da die Sperrfrist nur zwei Jahre betrug und außer Frau ***I-2*** kein Investor sein Geld zurückbekam, wäre die Steuerpflicht zwei Jahre später (also 2010 und 2011) vorgelegen. Schließlich folgert ***Bf*** aus Punkt VI des Vertrags (Geschäftsergebnis) und Punkt VII des Vertrags (Verpflichtungen) zum wiederholten Mal, dass die Investoren Darlehensgeber und nicht Gesellschafter seien. Diese Folgerung ist nicht nachvollziehbar: in Punkt VI wird lediglich geregelt, dass die Gesellschafter am Gewinn beteiligt sind, in Punkt VII - wie oben schon angeführt - in unklarer Weise eine Sperrfrist bzw. Verzinsung im Falle einer Rückführung der Begriff "Darlehen" kommt weder wörtlich vor, noch handelt es sich sinngemäß aus dem Inhalt um ein Darlehensvertrag. Die angeführte Verzinsung ist lediglich für die Anteilsrückübertragung vorgesehen und vereinbart. (Glaubwürdigkeit) ***I-3*** Sämtliche Aussagen und vorgelegten Unterlagen von ***I-3*** sind nachvollziehbar und widersprechen sich auch in keinem Punkt. Auch Frau ***I-2*** bestätigt - soweit es ihren Bereich auch als kurzfristige Geschäftsführerin der CEE betrifft - diese Aussagen. Es besteht daher kein Grund, an den Aussagen von ***I-3*** betreffend den vorliegenden Fall zu zweifeln, auch wenn es in anderen Fällen zu Verurteilungen gegen ***I-3*** gekommen sein sollte. ***I-3*** selbst hat ein Urteil des ***LG*** vom 29.10.2010 vorgelegt, in dem ***Bf*** wegen Untreueverhalten (entgegen der Treuabrede mit der ***Bank***) im Umfang von € 131.411,11 verurteilt wird. Es wäre genauso wenig statthaft, aus diesem Urteil zu folgern, dass ***Bf*** im vorliegenden Fall nicht glaubwürdig sei. Zur Glaubwürdigkeit der Zeugen ***I-4*** und ***I-1*** wird auf den Bp.-Bericht, Seite 6 vorletzter Absatz, verwiesen. Wenn ***Bf*** in seiner Beschwerde hervorhebt, dass die Gelder von ***I-4*** und ***I-1*** "eindeutig in den Geschäftsbüchern der CEE verbucht sind" vergisst er dabei zu erwähnen, in welcher Form sie verbucht sind: nämlich als Darlehen ***Bf*** an die CEE und nicht etwa als Darlehen ***I-4*** oder ***I-1***. Zum wiederholten Mal zeigt sich hier die Grundproblematik: es gibt weder (schriftliche) Darlehensverträge ***Bf*** - Investor, noch Darlehensverträge Investor - CEE, sondern eben nur Anteilsabtretungsverträge. ***I-6*** /***GmbH*** Warum ***Bf*** in der Beschwerde eine ganze Seite der Argumentation widmet, dass er mit ***I-6*** keinen Vertrag geschlossen habe und dieser nicht beteiligt sei, ist vollkommen unklar. Das Finanzamt ist in diesem Punkt den Argumenten des ***Bf*** gefolgt, siehe dazu S. 11 des Bp.-Berichts, erster Absatz. Es ist bezeichnend für die allgemeine Art der Argumentationsweise, dass ***Bf*** auf die ausführliche Darstellung zu diesem Fall (S. 11 des Bp.-Berichts) nicht weiter eingeht. Während ***Bf*** auf viele Sachverhaltsdarstellungen einfach nicht eingeht, wiederholt er immer wieder seine (wenigen) Argumente, - wie zum wiederholten Male auf S. 12 der Beschwerde - die angebliche Glaubwürdigkeit seiner Zeugen ***I-1*** und ***I-4***. Im Bp.-Bericht detailliert auf S. 11 dargestellt ist die Causa ***GmbH***. ***Bf*** bemängelt, dass Herr ***RR*** bis dato nicht vom Finanzamt zu dieser Causa befragt wurde. Dazu wird wie folgt ausgeführt: Handelsrechtliche Geschäftsführerin der ***GmbH*** (Eintragung im Firmenbuch 2004) ist ab 2005 ***ED***. Sie ist dies bis zur Auflösung der Gesellschaft infolge Eröffnung des Konkurses am 20.10.2012. Gewerberechtlicher Geschäftsführer ist seit 2004 ***RR***, er ist seit 2011 auch Prokurist in dieser Gesellschaft. Im fraglichen Zeitraum 2008 und 2009 war daher ausschließlich Frau ***ED*** handlungs- und zeichnungsberechtigt. Folgerichtig wurde der Abtretungsvertrag zwischen ***Bf*** und der ***GmbH*** vom 26.9.2008 auch von Frau ***ED*** als Vertreterin der ***GmbH*** unterfertigt.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/6100166/2018
ECLI
ECLI:AT:BFG:2025:RV.6100166.2018
Stammnummer
147677
Gültig
27.03.2025 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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