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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/5100075/2017

Abschreibungen auf eine verdeckte Entnahme als verdeckte Ausschüttung

geltende FassungBescheidbeschwerde - Senat - ErkenntnisRV/5100075/2017vom 04.08.2022Teil 1 von 4
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

IM NAMEN DER REPUBLIK Das Bundesfinanzgericht hat durch die Vorsitzende, den Richter***Ri*** sowie die fachkundigen Laienrichter Mag. Stefan Raab und Leopold Pichlbauer in der Beschwerdesache ***Bf1***, ***Bf1-Adr***, über die Beschwerden vom 2. April 2013 gegen die Bescheide des Finanzamtes (nunmehr Finanzamt Österreich) vom 25. Jänner 2013 betreffend Wiederaufnahme der Verfahren gemäß § 303 Abs. 4 BAO betreffend die Körperschaftsteuer 2007 bis 2011 und die Körperschaftsteuer 2007 bis 2011 zur Steuernummer ***1*** nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung am 27. Juli 2022 in Anwesenheit der Schriftführerin Tanja Grottenthaler zu Recht erkannt: I. Die Beschwerden werden gemäß § 279 BAO als unbegründet abgewiesen. II. Gegen dieses Erkenntnis ist eine Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 <<Abs. 4 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) nicht zulässig. Entscheidungsgründe Verfahrensgang beim Finanzamt: Ursprüngliche Bescheide für die Körperschaftsteuer 2007 bis 2011 Die Beschwerdeführerin wurde für die beschwerdegegenständlichen Jahre mit den Bescheiden datiert vom 11. März 2008 (2007), 9. März 2009 (2008), 10. März 2010 (2009), 23. März 2011 (2010), 16. März 2012 (2011) erklärungsgemäß zur Körperschaftsteuer veranlagt. Außenprüfung im Jahr 2012 für die Umsatz- und Körperschaftsteuer der Jahre 2007 bis 2009 Aufgrund einer zuvor stattgefundenen Außenprüfung hielt der Prüfer in der Niederschrift über die Schlussbesprechung nach § 149 Abs. 1 BAO (Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961) fest, dass die Beschwerdeführerin unter dem Namen ***2*** am 4. November 2001 gegründet worden sei und ***3*** dienen sollte. Nachdem ***4*** alle Anteile und die Geschäftsführung an der Beschwerdeführerin übernommen hatte, habe er seinen Mitunternehmeranteil an der ***5*** gemäß Art. III UmgrStG unter Fortführung der Buchwerte am 21. November 2005 in die Beschwerdeführerin eingebracht und sei mit Generalversammlungsbeschuss vom 7. März 2011 der Name der Beschwerdeführerin auf den nunmehrigen und der Gegenstand des Unternehmens auf die Errichtung, den Betrieb und Wartung von ***6*** und sonstiger Anlagen zur Nutzung jeglicher ***7***, deren Konstruktion inklusive ihrer Komponenten, Erschließung des ***8*** weltweit, Beteiligung, Betrieb und Vermietung derartiger Anlagen, ***9***, Vermögensverwaltung sowie die Veranlagung von Kapital geändert worden. In den Jahresabschlüssen "2007 bis 2009" habe die Beschwerdeführerin jeweils eine Forderung an Frau ***12*** ***11*** in Höhe von € 100.000,00 angeführt, für welche 2007 eine Wertberichtigung von € 20.000 Euro, 2008 von € 30.000, 2009 € 25.000, 2010 von € 12.500,00 und 2011 von € 2.500,00 vorgenommen worden sei. 2011 seien von der bilanzierten Forderung € 500,00 bezahlt worden, sodass € 99.500,00 an möglicher Forderung Einzelwertberichtigungen von € 90.000,00 gegenübergestanden seien. In der Stellungnahme vom 21. Oktober 2010 habe die Beschwerdeführerin dazu bekannt gegeben, dass sich der "Wertberichtigungsbedarf der Darlehensforderung an Frau ***12*** ***11*** … aus der schwierigen finanziellen Situation der Familie ***11***" ergebe. Aufgrund in mehreren Schreiben und laufenden Gesprächen bekundeter grundsätzlicher Zahlungswilligkeit sei von einer Klage abgesehen worden. In den erwähnten Schreiben vom 24. September 2010 habe Herr ***13*** ***11*** um Zahlungsaufschub gebeten, da sich der Lieferbeginn von ***14*** nach ***15*** beträchtlich verzögert habe und erst vier Wochen danach mit Rückzahlungen begonnen werden könne. Darauf habe die Beschwerdeführerin am 29. Mai 2008 vermerkt, dass Zahlungen bis Ende Juni in Aussicht gestellt worden seien. Im weiteren Schreiben vom 14. Oktober 2010 habe Herr ***13*** ***11*** angekündigt, ab Dezember 2010 € 1.000,00 beziehungsweise € 500,00 je Quartal der genannten € 100.000,00 zurückzahlen zu wollen. Das Finanzamt habe in Folge eine Außenprüfung für das Wirtschaftsjahr 2010 eine Kurzprüfung mit nur einem Prüffeld durchgeführt, welche zu keiner Beanstandung geführt habe. Dazu habe der damalige Prüfer festgehalten, dass Frau ***12*** ***11*** im Juli 2006 ein Darlehen über € 100.000,00 für ein Projekt ihres Ehegatten (***13*** ***11***) für eine ***16*** nach ***15*** gewährt worden sei. Die Rückzahlung hätte Ende August und die Übergabe weiterer € 100.000,00 hätten Ende Februar 2007 als "Risikozuschlag" erfolgen sollen. Das Geschäft mit den Abnehmern aus ***15*** sei aber nie zustande gekommen. Herr ***13*** ***11*** sei mit seiner ***30*** in Konkurs, das Einkommen von Frau ***12*** ***11*** vom Land ***18*** gepfändet. Auch die Firma ***19***-GmbH, welcher die € 100.000,00 als Darlehen von Frau ***12*** ***11*** zur Verfügung gestellt worden sei, habe Mitte 2008 den Konkurs angemeldet und sei liquidiert worden. Da aber der ***20*** ***13*** ***11*** gute Verbindungen zu einflussreichen Geschäftsleuten habe und weitere Projekte vorantreiben wolle, habe die Beschwerdeführerin von einer Klagsführung abgesehen. Bei diesen Projekten habe es sich neben konventionellen ***21*** auch um Alternativ-***22*** wie den ***41*** einer ***23*** aus ***24*** und ***25***, sowie ***26*** gehandelt, was auch zum Geschäftsfeld der Beschwerdeführerin gepasst habe. Die zwangsweise Einbringung von weiteren Geldern scheine wenig erfolgsversprechend, da bisher nur zwei Mal € 500,00 an Rückzahlung geleistet worden seien. Wäre das Projekt verwirklicht worden, hätte sich daraus ein Gewinn ergeben. Aus diesem Grund sei die Wertberichtigung auf € 12.500,00 gerechtfertigt. Dazu habe der damalige Prüfer folgende Unterlagen dem Prüfungsakt beigelegt: Vertrag vom 10. Juli 2006 zwischen der Beschwerdeführerin und Frau ***12*** ***11***, welche durch ihren Ehemann Ing. ***13*** ***11*** vertreten wurde: Darin wird festgelegt, dass Frau ***12*** ***11*** ein Darlehen von € 100.000,00 bis 31. August 2006 zur Verfügung gestellt und von dieser Ende August zurückgezahlt werde. Dieses stelle Frau ***12*** ***11*** der ***19***-GmbH für diverse Projektplanungen zur Verfügung. Frau ***12*** ***11*** habe sich dazu verpflichtet, zur Abdeckung des Kapitalausfallsrisikos eine Risikoprämie in Höhe von € 100.000 bis 28. Februar 2007 zu bezahlen. Kontoauszug vom Bankkonto der Beschwerdeführerin über eine Überweisung von € 100.000,00 am 12. Juli 2006 Handschriftlicher Vermerk des Geschäftsführers und Alleineigentümers der Beschwerdeführerin vom 29. November 2007 auf dem Geschäftspapier seiner damaligen Wirtschaftstreuhand und Steuerberatungs GmbH: "***27*** zwei Lieferanten ***28*** Lieferqualität - Menge, BACA - Akreditivabteilung ist Partner. Januar 08 erste Lieferungen, ab Februar Rückzahlung. Schriftliche Stellungnahme geht mir bis Mitte Dezember. Auf jeden Fall vor Weihnachten e-mail an ***29*** geht mir zu!" Paraphiert mit dem Firmenstempel der ***30*** des ***13*** ***11***. Das oben beschriebene Schreiben vom 20. Dezember 2007. Schon oben dargestellter handschriftlicher Vermerk vom 29. Mai 2008 ebenfalls vom Geschäftsführers und Alleineigentümer der Beschwerdeführerin auf dem Geschäftspapier seiner damaligen Wirtschaftstreuhand und Steuerberatungs GmbH verfasst und von Ing. ***13*** ***11*** unterschrieben. E-Mail von Ing. ***13*** ***11*** an den Geschäftsführer und Alleineigentümers der Beschwerdeführerin vom 19. Januar 2009: "Guten Morgen ***31***, ich möchte Dir mitteilen, dass ab 10. Januar 2009 mein Geld für mich verfügbar ist. Danach melde ich mich bei dir wegen der Zahlung." Schreiben des Rechtsanwalts des Geschäftsführers und Alleineigentümers der Beschwerdeführerin an Frau ***12*** ***11*** vom 16. Februar 2009, in welchem die Zahlung von € 200.000,00 aus dem Vertrag vom 10. Juli 2006 binnen fünf Tagen oder Vereinbarung von Ratenzahlung bei sonstiger gerichtlicher Durchsetzung verlangt wird. Handschriftlicher Vermerk vom 23. Febraur 2009 unterschrieben von ***13*** und ***12*** ***11***, in welchem um Stundung bis 13. März 2009 ersucht wird. Punktation für eine Besprechung am 14. April 2009 über Finanzlage und erhoffte Geschäfte des Ing. ***13*** ***11*** Mailverkehr zwischen dem Geschäftsführer der Beschwerdeführerin und Ing. ***13*** ***11*** vom September 2009 bis Januar 2010, in welchem sich beide vertraut über Projekte des Ing. ***13*** ***11***, erhoffte Zahlungsflüsse und Androhung ("aus steuerlichen Gründen") von gerichtlichen Schritten, wenn kein Zahlungsvorschlag erbracht würde, unterhalten. Nicht unterzeichnetes Schreiben des Rechtsanwaltes des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin datiert vom 15. Juli 2010 an Frau ***12*** ***11***, in welchem "letztmalig" die Zahlung von € 200.000,00 binnen zwei Wochen gefordert wird. Auf dem Geschäftspapier der damals im Eigentum des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin befindlichen Wirtschaftstreuhand und Steuerberatungs GmbH notierte handschriftliche Notizen über eine Besprechung mit Ing. ***13*** ***11***. Dieser habe nach Erlangen einer Erwerbstätigkeit die Rückzahlung geplant, seine Ehegattin sei auf das Existenzminimum gepfändet. Ing. ***13*** ***11*** beabsichtige ***32*** aus ***33***- und ***24*** sowie ***34***. Es gebe genehmigte ***35***. Die Terminvereinbarung sei für den Geschäftsführer der Beschwerdeführerin interessant. "***36***" E-Mail des Ing. ***13*** ***11*** vom 14. Dezember 2010 an den Geschäftsführer der Beschwerdeführerin ("Lieber ***31***"), in welchem er ankündigte, € 500,00 auf das Konto der Beschwerdeführerin zu überweisen und die Frage stellte, wie es mit den ***37*** weitergehe. Weiteres E-Mail des Ing. ***13*** ***11*** vom 2. März 2011 an den Geschäftsführer der Beschwerdeführerin ("Lieber ***31***"), in welchem er versprach, zu versuchen noch eine Rückzahlung zustande zu bringen und einen Standort für fünf ***38*** bewarb. Nochmalige E-Mail des Ing. ***13*** ***11*** vom 10. März 2011 an den Geschäftsführer der Beschwerdeführerin ("Guten Abend ***31***"), in welchem eine Zahlung von € 500,00 an die Beschwerdeführerin behauptet wurde. Umsatzübersicht des Bankkontos der Beschwerdeführerin, auf welchem zwei Zahlungen von je € 500,00 am 29. Dezember 2010 und am 14. März 2011 ersichtlich sind. Erst aufgrund der Abgabenerklärung 2011 der Beschwerdeführerin habe das Finanzamt Ermittlungen unternommen (Firmenbuchabfrage), aus welchen hervorgehe, dass der Geschäftsführer und Alleineigentümer der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Hingabe der beschwerdegegenständlichen € 100.000,00 am 10. Juli 2006 an der ***19***-GmbH zu 90 % beteiligt gewesen sei. Weitere Beteiligte seien ***39*** ***40*** (5 %) sowie die Firma ***13*** ***11*** Liegenschaftsverwaltungs- und ***41*** GmbH (5 %) gewesen. Frau ***12*** ***11*** sei mit 100 % Eigentümerin der Anteile an der ***13*** ***11*** Liegenschaftsverwaltungs- und ***41*** GmbH gewesen. Aufgrund dieser bis dahin nicht offengelegter Tatsache sei für die Wirtschaftsjahre 2007 bis 2009 eine Außenprüfung gemäß § 147 BAO bei der Beschwerdeführerin vom Finanzamt durchgeführt worden. Der Geschäftsführer und Alleineigentümer der Beschwerdeführerin habe am 10. September 2012 angegeben, dass er Frau ***12*** ***11*** nicht kenne, sie nur einmal gesehen habe und wahrscheinlich nicht mehr erkennen würde. Der Ing. ***13*** ***11*** sei ihm seit der Gründung der ***19***-GmbH bekannt. Der Familie ***11*** sei er aber weder geschäftlich, verwandtschaftlich oder familiär verbunden. Eine Bonitätsprüfung von Frau ***12*** ***11*** sei vor der Hingabe der € 100.000,00 nicht erfolgt. Diese sei Beamtin - Lehrerin oder Kindergarteninspektorin - . Im Nachhinein betrachtet, sei es ein Fehler gewesen ihr das Geld zu überlassen - doch je höher das Risiko, desto höher der Gewinn - . Er sei zu dieser Zeit zu gierig gewesen. Über die Art der mit diesem Geld geplanten Auslandsgeschäfte habe er sich damals wohl informiert. Unterlagen darüber gebe es aber keine mehr - wozu solle man von lange Vergangenem noch etwas aufbewahren - . Auf die Frage woher Frau ***12*** ***11*** das Geld für die Rückzahlung von € 100.000,00 und € 100.000,00 Bonus gehabt haben sollte, kenne er keine konkrete Antwort. Mit der ***19***-GmbH habe er keinen unmittelbaren Darlehensvertrag abgeschlossen und habe seine 90 %-ige Beteiligung an dieser Gesellschaft für das Hingeben von € 100.000,00 keine Rolle gespielt, da er diese Anteile Treuhändig für einen "gewissen" Herrn ***42*** gehalten habe. Ob es dafür einen schriftlichen Treuhandvertrag gegeben habe, könne er sich nicht mehr erinnern, da dies schon so lange her sei (zum Zeitpunkt dieser Aussage: sechs Jahre). Sämtliche Unterlagen und Informationen dazu habe er bereits dem Finanzamt offengelegt. Dazu habe der Geschäftsführer und Alleineigentümer der Beschwerdeführerin einen vom ihm erstellten Aktenvermerk vorgelegt, aus welchem hervorgehe, dass Ing. ***13*** ***11*** am 6. September 2012 versprochen habe, dass er ab 2013 monatliche Zahlungen von € 300,00 bis € 500,00 an den Geschäftsführer und Alleineigentümer der Beschwerdeführerin leisten werde, da er bis Jahresende sein Insolvenzverfahren beenden könne. Aus einer Akteneinsicht beim zuständigen Finanzamt sei ersichtlich, dass der Geschäftsführer und Alleineigentümer der Beschwerdeführerin eine Treuhandschaft für die Anteile (90 %) an der ***19***-GmbH nicht offengelegt habe. In der Befragung am 5. Oktober 2012 habe Herr ***13*** ***11*** erklärt, dass er mit dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin nicht verwandt oder auf andere Weise familiär verbunden sei. Er kenne ihn allerdings seit zwei Jahrzehnten. Seit zehn Jahren würde der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin die jeweiligen Gesellschaften des Ing. ***13*** ***11*** als Steuerberater vertreten und beraten. Es würde seit langer Zeit eine enge ("echte") Freundschaft zwischen ihm (Ing. ***13*** ***11***) und dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin bestehen, welche sich durch die Geschäftsbeziehung noch vertieft und gefestigt habe. Das Geld (€ 100.000,00), welches Frau ***12*** ***11*** laut Vertrag vom 10 Juli 2006 der ***19***-GmbH als Darlehen zur Verfügung gestellt habe, stamme von der Beschwerdeführerin. Die Rückzahlung dieses Betrages und der weiteren € 100.000,00 (insgesamt also € 200.000,00) habe aus den Erlösen der Geschäfte in ***15*** erfolgen sollen, was den Vertragsparteien bekannt gewesen sei. Die Kürze des Vertrages erkläre sich aus der persönlichen Freundschaft zwischen Herrn ***11*** und dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin. Die € 100.000,00 seien an die ***51*** ***15*** zur Finanzierung der dortigen Geschäfte gedacht gewesen. Dass die ***51*** ***15*** der eigentliche Empfänger sein sollte, sei aus dem Vertrag nicht explizit sichtbar gewesen, sondern dort die ***19***-GmbH angeführt worden, was zu dem Irrtum geführt habe, dass es sich um eine österreichische Firma gehandelt hätte. Die ***19***-GmbH habe eine eigene ***51*** ***15*** gegründet, welche etwa ein Jahr später zu 100% an Herrn ***11*** übertragen worden sei. Der Prüfer fasste das Ergebnis der Ermittlungshandlungen damit zusammen, dass der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung an Frau ***11***, welche die Gelder an die ***19***-GmbH weitergeleitet habe, an der ***19***-GmbH zu 90 % beteiligt gewesen sei. Da diese Gelder nicht für die ***19***-GmbH, sondern für Herrn Ing. ***11*** gedacht gewesen seien, spiele es keine Rolle, ob der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin direkt oder als Treuhänder an der ***19***-GmbH beteiligt gewesen sei, da die Gelder nicht für jene Gesellschaft bestimmt gewesen seien. Im Folgenden erläuterte der Prüfer die rechtlichen Voraussetzungen für das Vorliegen einer verdeckten Ausschüttung im steuerlichen Sinn und kam zum Schluss, dass es sich bei der Auszahlung von € 100.000,00 aus den Mitteln der Beschwerdeführerin um einen einer dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin nahestehenden Person, Herrn ***11***, gewährten Vorteil gehandelt habe, welche nur aus diesem Naheverhältnis nicht aus betrieblichen Gründen erklärt werden könne. Zwar sei in den Bilanzen der Beschwerdeführerin eine Forderung "***12*** ***11***" in Höhe von € 100.000,00 angeführt, der Darlehensvertrag jedoch nicht beim Finanzamt für Gebühren offengelegt worden und daher auch nicht nach außen ausreichend zum Ausdruck gekommen. Da der Vertrag augenscheinlich einen anderen Inhalt gehabt habe, als dessen Formulierung erkennen ließ, da die € 100.000,00 nicht an Frau ***12*** ***11***, sondern an die sich im Besitz von Herrn ***11*** befindliche ***51*** ***15*** gehen sollten, verfüge dieser Vertrag über keinen eindeutigen und jeden Zweifel ausschließenden Inhalt. Auch gehe aus dem Vertragstext nicht schlüssig hervor, wie Frau ***11*** dieses Darlehen innerhalb von eineinhalb Monaten hätte zurückbezahlen sollen. Zur Abdeckung des Kapitalausfallsrisikos habe sich Frau ***11*** (scheinbar) verpflichtet, eine Risikoprämie in Höhe von weiteren € 100.000,00 binnen ungefähr eines halben Jahres an die Beschwerdeführerin zu leisten. Unklar sei, wie die Zahlung von weiteren € 100.000,00, um das Ausfallsrisiko zu kompensieren, erfolgen hätte sollen, wenn Frau ***11*** schon nicht der Lage gewesen wäre, die ersten € 100.000,00 zurückzubezahlen. Auf diese Frage habe der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin keine Antwort geben können, sondern darauf verwiesen, dass je höher das Risiko sei, umso höher auch der Gewinn ausfalle und im Geschäftsleben immer ein Risiko bestehe. Die hier untersuchte Vorgangsweise halte einem Fremdvergleich nicht stand, weil es den Erfahrungen des Wirtschaftslebens widerspreche, ein derartiges Darlehen ohne werthaltige Sicherheiten bzw. Bürgschafts-und Haftungserklärungen und auch ohne Bonitätsprüfung an einen fremden Dritten zu geben, ohne dass ein schriftlicher Vertrag, welcher eindeutig Auskunft über die Art und Inhalt des geschlossenen Geschäftes gebe, verfasst worden wäre. Der Grund für das Hingeben der gegenständlichen Summe sei die persönliche Verbundenheit, die Freundschaft, zwischen dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin und dem tatsächlichen Zahlungsempfänger Herrn Ing. ***11***. Dies lasse sich aus dem Umstand erschließen, dass die Beschwerdeführerin bisher keine Klage auf Rückzahlung des Darlehens eingebracht habe. Die behauptete mögliche Rufschädigung sei bloß eine Schutzbehauptung. Dementsprechend stellte der Prüfer als relevanten Sachverhalt für die weiteren rechtlichen Schritte im Rahmen der Außenprüfung fest, dass der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin Herrn Ing. ***11*** aus persönlicher Freundschaft € 100.000,00 für von diesem beabsichtigten Baustofflieferungen in ***15*** zur Verfügung gestellt habe, um an einen möglichen außerordentlichen Profit teilhaben zu können. Das daraus entstandene Risiko sei als außerordentlich hoch einzuschätzen und der Unternehmensgegenstand der Beschwerdeführerin nicht die Vergabe von hochriskanten Darlehen ohne Sicherheiten und Bonitätsprüfung. Die Zahlung vom € 100.000,00 sei daher ein Vorteil, welche die Gesellschaft einer dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter nahestehende Person zukommen habe lassen. Die Wiederaufnahme der Verfahren für die Körperschaftsteuer der betroffenen Jahre sei deshalb gerechtfertigt, weil die Einvernahme von Herrn Ing. ***11*** in der Niederschrift vom 5. Oktober 2012 neue Tatsachen hervorgebracht habe, welche im bis dahin geführten Verfahren nicht bekannt gewesen seien. Nach dem Aktenstand vor dieser Außenprüfung seien die bezahlten € 100.000,00 laut Aktenlage von der Beschwerdeführerin der ***19***-GmbH als Darlehen zur Durchführung diverser Projektplanungen zur Verfügung gestellt worden. Die Vorprüfung für das Wirtschaftsjahr 2010 habe festgestellt, dass "Frau ***12*** ***11*** ein Darlehen in Höhe von € 100.000,00 zur Verwirklichung eines Projektes ihres Gatten (***16*** nach ***15***) gewährt" worden sei: "Dieses Geschäft kam aber nie zustande." Im folgenden Absatz habe der Vorprüfung ausgeführt: "Auch die Firma ***19***-GmbH, welcher das Darlehen seitens Frau ***11*** zur Verfügung gestellt wurde, hat Mitte 2008 den Konkurs angemeldet und ist liquidiert." Daraus gehe eindeutig hervor, dass die Vorprüfung der Sachverhalt nicht umfassend geklärt habe. Einerseits habe der Vorprüfer festgestellt, dass die € 100.000,00 zur Verwirklichung eines Projektes des Ehegatten von Frau ***11*** gedient hätten, andererseits seien die € 100.000,00 der ***19***-GmbH zur Verfügung gestellt worden. Diese Umstände seien dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin am 19. November 2012 zur Kenntnis gebracht worden und habe dieser dazu folgende Stellungnahme abgegeben: "Zu der Feststellung, dass ich zu Herrn ***11*** eine persönliche Verbundenheit (Freundschaft) hatte, möchte ich folgendes ausführen: Ich war mit Herrn ***11*** nie privat in Verbindung. Es gab keine Privatbesuche, Privatkontakte, keine gemeinsamen Gasthausbesuche et cetera. Ich habe auch Herrn ***11*** bzw. seine Firma nicht persönlich vertreten, sondern wurden diese von der ***43*** Steuerberatung GmbH ab 14. November 2006 vertreten. Herr ***11*** kennt mich vielleicht von öffentlichen Empfängen, Firmenfeiern et cetera. Ein Naheverhältnis muss ich entschieden in Abrede stellen. Es sei laufend versucht worden, den offenen Darlehensbetrag einbringlich zu machen. Herr ***11*** hat jedoch immer wieder Geschäfte in Aussicht gestellt, die eine Rückzahlung des Darlehens ermöglichen sollten. Das in Frage gestellte Darlehen wurde Frau ***11*** persönlich gewährt, wie auch aus dem Überweisungsträger ersichtlich ist. Die tatsächliche Verwendung konnte nicht überprüft werden. Wie ausgeführt sollte dieser Betrag für Geschäfte in ***15*** verwendet werden. Zur Wiederaufnahme des Verfahrens darf ich ausführen, dass im Zuge der Betriebsprüfung für das Wirtschaftsjahr 2010 (Bericht vom 14.März 2011) der Sachverhalt betreffend Darlehen ***12*** ***11*** eingehend diskutiert und auch entsprechend gewürdigt wurde. Es liegen daher meines Erachtens keine neu hervorgekommenen Tatsachen für eine Wiederaufnahme des Verfahrens vor." Wiederaufnahme der Verfahren für die Körperschaftsteuer 2007 bis 2011 durch das Finanzamt den Bescheiden datiert vom 25. Januar 2013 Das Finanzamt folgte der oben dargestellten Ansicht des Prüfers und dehnte die Anwendung der dort dargestellten Grundsätze auch auf die Körperschaftsteuer der Jahre 2010 und 2011 aus. In den Bescheiden über die Wiederaufnahme der Verfahren betreffend Körperschaftssteuer 2007 bis 2011 (alle datiert vom 25. Januar 2013) wurde daher hinsichtlich der Wiederaufnahmsgründe auf dem Punkt 1g der Niederschrift über die Schlussbesprechung vom 13. Dezember 2012 sowie auf den Punkt 1 des Berichtes vom 17. Januar 2013 verwiesen. Im Hinblick auf die Höhe der sich aus den getroffenen Feststellungen ergebenden Änderungen sei nach den Grundsätzen der Billigkeit und Zweckmäßigkeit die Wiederaufnahme zu verfügen gewesen. Ebenfalls am 25. Januar 2013 wurden die Körperschaftssteuerbescheide 2007 bis 2011 erneut erlassen und hinsichtlich der Begründung auf den Bericht über die Außenprüfung vom 17. Januar 2013 sowie auf die Ausführungen in der Niederschrift die Schlussbesprechung vom 13. Dezember 2012 verwiesen. Beschwerde gegen die angefochtenen Bescheide: Gegen die in den letzten beiden Absätzen genannten Bescheide richtete sich die Berufung vom 2. April 2013 (zum damaligen Zeitpunkt "Berufung" nach § 243 BAO in der Fassung BGBl. I Nr. 194/1961, nunmehr gemäß § 323 Abs. 38 BAO idF. BGBl. I Nr. 13/2014 beim Bundesfinanzgericht als "Beschwerde" zu behandeln), in welcher die Beschwerdeführerin beantragte, die angefochtenen Bescheide aufzuheben und neue Körperschaftsteuerbescheide 2007 bis 2011 entsprechend der ursprünglich eingebrachten Körperschaftsteuererklärungen zu erlassen. Dies begründet Beschwerdeführerin damit, dass das Darlehen an Frau ***12*** ***11*** in den Wirtschaftsjahren ab 2007 regelmäßig ausgewiesen worden und auch wertberichtigt worden sei. Die Außenprüfung in den Jahren 2012 und 2013 habe übersehen, dass schon der Vorprüfer 2009 eine Stellungnahme zur Wertberichtigung des Darlehens von Frau ***12*** ***11*** zum 31. Januar 2008 angefordert habe. Dies habe die Beschwerdeführerin mit Telefax vom 5. August 2009 beantwortet. Darin sei auch ein Begleitschreiben der Rechtsanwaltskanzlei der Beschwerdeführerin vom 16. Februar 2009 enthalten, worin das aushaftende Darlehen fällig gestellt worden sei. Auf das Stundungsersuchen von Frau ***12*** ***11***, welches in Anwesenheit des Anwaltes auf dem Rechtsanwaltsbrief nach einer Besprechung handschriftlich ergänzt worden sei, werde besonders verwiesen. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin sei das Darlehen an Frau ***12*** ***11*** und seien die durchgeführten Wertberichtigungen entsprechend offengelegt worden. Im Jahr 2011 habe eine Außenprüfung bei der Beschwerdeführerin stattgefunden und sei im Rahmen dessen die Darlehensgewährung an Frau ***12*** ***11*** besprochen und seien die entsprechenden Unterlagen vorgelegt worden. Dies sei kein Grund für eine Änderung der ergangenen Bescheide gewesen. Im Wirtschaftsjahr 2010 sei eine Wertberichtigung des gegenständlichen Darlehens in Höhe von € 12.500,00 vorgenommen worden und ein wesentlicher Bestandteil der Besprechung des Prüfungsergebnisses gewesen und daher auch vom Prüfer entsprechend beurteilt worden. Für dieses Darlehen seien nicht bloß alle Tatsachen und Beweise offengelegt worden, sondern seien diese auch zweimal durch Ersuchen um Ergänzung und durch eine Außenprüfung überprüft worden. Die unterschiedlichen Beweiswürdigungen in den beiden angesprochenen Außenprüfungen seien daher keine Wiederaufnahmsgründe im Sinne des § 303 Abs. 4 BAO (Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961). Eine Grundlage für das Ergebnis Außenprüfung sei das Beteiligungsverhältnis des Geschäftsführers und Alleingesellschafters der Beschwerdeführerin an der ***19***-GmbH zu 90% ("Mein Beteiligungsverhältnis") gewesen. Schon am 10. September 2012 habe der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin ("ich") dem Prüfer gegenüber erklärt, dass dieses Beteiligungsverhältnis wahrscheinlich nur treuhändig gewesen sei. Damals seien ihm (dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin) entsprechende Akten nicht zur Verfügung gestanden, da die ***19***-GmbH schon 2008 Konkurs angemeldet habe. Aus dem Archiv habe er den Treuhandvertrag vom 27. Januar 2005 ausgehoben und dem Finanzamt während des laufenden Prüfungsverfahrens am 4. Dezember 2012 übermittelt. Diese Treuhandschaft habe er für Herrn ***44*** ***42*** ausgeübt. Es sei von der ebenfalls von ihm geführten Steuerberatungskanzlei leider übersehen worden, diesen Treuhandvertrag dem Finanzamt offenzulegen. Der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin sei mit den steuerlichen Belangen der ***19***-GmbH nur am Rande befasst gewesen. Durch die nunmehrige Offenlegung des Treuhandverhältnisses sei dieses nicht mehr als neue Tatsache (Anmerkung: im Sinne des § 303 Abs. 4 BAO) anzusehen. Aus der beiliegenden Stellungnahme von Frau ***12*** ***11*** vom 14. Februar 2013 sei eindeutig ersichtlich, dass niemals eine Darlehensgewährung an Herrn Ing. ***11*** beabsichtigt gewesen sei, da der Beamtenstatus seiner Ehegattin ausschlaggebend gewesen wäre. Die Aussage des Ing. ***11*** über die Freundschaft mit dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin sei dadurch zu widerlegen, dass dessen GmbH ursprünglich durch eine andere Steuerberatungskanzlei betreut worden sei, welche 2006 an eine Steuerberatungskanzlei verkauft worden wäre, an welcher der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin zu 50% beteiligt und als Prokurist eingetragen sei. Ab November 2006 sei sowohl Herr Ingenieur ***11*** als auch dessen ***45***-GmbH von einer Zweigstelle der Steuerberatungskanzlei des Geschäftsführers und Alleingesellschafters der Beschwerdeführerin unter Verantwortung des damaligen Partners des Geschäftsführers und Alleingesellschafters der Beschwerdeführerin betreut worden. Ausschließlich am 29. Mai 2008 habe der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin als Steuerberater ein Gespräch über die Steuererklärung 2006 des Herrn Ing. ***11*** mit diesem geführt. Tatsächlich habe er Herrn Ing. ***11*** als Begleiter seiner Ehefrau bei der Vertragsunterfertigung der ***19***-GmbH 2005 zum ersten Mal gesehen. Der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin pflege weder mit Herrn noch mit Frau ***11*** persönlichen Kontakt und habe es bis zur Darlehensgewährung an die ***19***-GmbH keine geschäftlichen Kontakte mit Herrn Ing. ***11*** gegeben. Sehr wohl sei aber vor der Darlehensgewährung über Geschäftsmöglichkeiten der ***19***-GmbH ausführlich gesprochen worden. Nach dem Scheitern der Großprojekte der ***19***-GmbH habe der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin versucht, durch freundlichen Schriftverkehr eine Schadensbegrenzung zu erreichen. Vielleicht sei dadurch bei Herrn Ing. ***11*** der Eindruck einer freundschaftlichen Beziehung entstanden. Der Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin sei auch mit vielen anderen Menschen, mit denen er keine freundschaftlichen Beziehungen pflege, "per Du". Die Einbringung der Darlehensforderung sei auch vom Rechtsanwalt der Beschwerdeführerin betrieben worden. Nach dem Vertrag vom 10. Juli 2006 habe sich Frau ***11*** verpflichtet, den Darlehensbetrag der Beschwerdeführerin ("das von mir an sie gewährte Darlehen") der ***19***-GmbH zur Verfügung zu stellen. Dies habe auch Herr Ing. ***11*** bestätigt. Es sei durchaus üblich, dass auch Banken Kredite an Gesellschafter oder Geschäftsführer für ihre Kapitalgesellschaft gewähren, um eine Haftungserweiterung zu erreichen. Dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin sei nicht berichtet worden, dass die geplanten Geschäfte ***15*** über eine eigene Tochtergesellschaft vorgenommen werden sollten. Der Jahresabschluss der ***19***-GmbH zum 31. März 2006 sei zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung noch nicht erstellt gewesen. Die Übertragung der Anteile an der ***51*** ***15*** sei aber erst ein Jahr nach der Gründung, also im Jahr 2007 erfolgt. Das Finanzamt lasse außer Acht, dass das Darlehen der ***19***-GmbH zur Verfügung gestellt werden sollte und Herr Ing. ***11*** keinen Zugriff auf das zur Verfügung gestellte Kapital gehabt habe. Der Zeitablauf des dargestellten Sachverhaltes widerlege die Beurteilung im zweiten Prüfungsverfahren eindeutig. Das gewährte Darlehen, habe der ***19***-GmbH zur Verfügung gestellt werden sollen. Eine lybische Tochtergesellschaft zu verwenden, sei eine geschäftspolitische Entscheidung der Geschäftsführung der ***19***-GmbH (Ing. ***11***) gewesen. Dass die Anteile an der ***51*** ***15*** an Herrn Ing. ***11*** übertragen werden würden, sei nicht absehbar gewesen. Das Errichten der ***51*** ***15*** seit dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin nicht bekannt gewesen. Die Kürze des Darlehensvertrages erkläre sich aus den umfangreichen Vorbesprechungen zur Darlehenseinräumung. Die Versuche zur Darlehenseinbringung (Schriftverkehr) seien schon für das Wirtschaftsjahr 2010 dem Finanzamt offengelegt worden. Diese seien vom bescheidenen Erfolg gekrönt und hätten bisher € 2.000,00 eingebracht, ohne Eintreibungskosten im größeren Ausmaß tragen zu müssen. Nach Auskunft des damit beauftragten Rechtsanwaltes würde die Forderung erst in 30 Jahren verjähren. Mit Schreiben vom 29. November 2012 habe dieser mitgeteilt, dass eine rechtliche Betreibung der Forderung nur Kosten verursachen würde, aber keine Aussicht auf Erfolg hätte. Die Darlehensschuldnerin habe immer wieder ihrer Zahlungsverpflichtung bestätigt und der Zahlungswilligkeit bekundet. Durch das Vorgehen der Beschwerdeführerin solle der Privatkonkurs von Frau ***11*** verhindert werden, wodurch sich diese der Forderung entledigen könnte und entsprechender Forderungsausfall entstünde. Die Beurteilung des Prüfers, dass das Darlehen an Frau ***12*** ***11*** tatsächlich an Herrn Ing. ***11*** gewährt worden sei, sei deshalb nicht richtig, da dieser Geldbetrag ungefähr ein Jahr der ***19***-GmbH gedient habe. Erst nach Jahresfrist habe Herr Ing. ***11*** nach eigener Aussage die ***51*** ***15*** übernommen. In Summe würden diese Tatsachen keinen Wiederaufnahmsgrund für die Verfahren der Körperschaftsteuer 2007-2011 ergeben. Der Beschwerdeschrift beigelegt waren neun Anlagen: Erstens Auszüge aus den Bilanzen der Beschwerdeführerin für die Wirtschaftsjahre 2007 bis 2011, jeweils mit Forderungen und den Erläuterungen zu den sonstigen Forderungen und den Wertberichtigungen zur Forderung ***12*** ***11***. Zweitens das Ersuchen um Ergänzung des Finanzamtes an die Beschwerdeführerin vom 24. September 2010, in welchem darum gebeten wird, für die Körperschaftsteuererklärung 2009 die Abschreibungen Umlaufvermögen und die Wertberichtigungen Forderungen dem Grunde und der Höhe nach aufzuschlüsseln. In der Antwort, datiert vom 21. Oktober 2010, erklärte der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin, dass der Wertberichtigungsbedarf der Darlehensforderung an Frau ***12*** ***11*** sich aus der schwierigen finanziellen Situation der Familie ***11*** ergebe. Um Kosten zu sparen sei bisher aufgrund der grundsätzlichen Zahlungswilligkeit auf klageweise Geltendmachung verzichtet worden. Allerdings sei, solle bis Ende 2010 keine Teilzahlung erfolgen, mit klagweiser Eintreibung vorzugehen. Dem beigelegt war ein Schreiben des Herrn Ing. ***13*** ***11*** vom 14. Oktober 2010, mit persönlicher Adresse, in welchem er verspricht, zu beginnen, das Darlehen zurückzuzahlen, er wolle bis Ende Dezember 2010 sicher € 500,00 bis € 1.000,00 bezahlen. Er habe geplant, ab 2011 ebenfalls pro Quartal € 500,00 bis € 1.000,00 zurückzuzahlen. Sobald sich seine finanzielle Situation bessert, werde er sofort zusätzliche Zahlungen durchführen. Er bitte aus diesem Grund von klagsweiser Geltendmachung abzusehen. Weiter beigelegt war ein handschriftlich verfasster Brief, datiert vom 20. Dezember 2007, in welchem Herr Ing. ***13*** ***11*** die Beschwerdeführerin darum ersucht, die Rückzahlung entsprechend der Darlehensvereinbarung über € 100.00,00 zu erstrecken, da sich der vorgesehene Lieferbeginn von ***14*** nach ***15*** beträchtlich verzögert habe und es bisher keine Einnahmen aus diesem Geschäft gegeben habe. Es sei ein Liefervertrag unterzeichnet worden, eine pro forma Rechnung und Zahlungsabsicherung lägen vor. Voraussichtlich werde im Januar Februar 2008 mit den Lieferungen begonnen. Etwa vier Wochen nach dem Lieferbeginn sei mit Zahlungseingängen zu rechnen und könnten Rückzahlungen begonnen werden. Handschriftlich ist darauf noch vom Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin vermerkt, dass Ing. ***11*** Zahlungen bis Ende Juni 2008 am 29. Mai in Aussicht gestellt habe. Da wieder keine Zahlung bis zum 29. Juli 2008 erfolgt sei, wäre eine weitere Wertberichtigung notwendig. Drittens ein Telefax vom 5. August 2009 an das Finanzamt mit der Anmerkung, dass eine Kopie des Schreibens des Rechtsanwaltes zur Einbringung der Darlehensforderung beigefügt sei. Die versprochenen Zahlungen seien bisher nicht erfolgt und es würde eine Klage notwendig sein. Eine Wertberichtigung sei deshalb vorgenommen worden. In dem erwähnten Schreiben an Frau ***12*** ***11*** datiert vom 16. Februar 2009 wird ausgeführt, dass diese sich im Vertrag vom 10. Juli 2006 dazu verpflichtet habe, den Betrag von € 100.000,00 bis zum 31. August 2006 und eine Risikoprämie von weiteren € 100.000,00 bis zum 28. Februar 2007 zu bezahlen. Sie werde ersucht, den überfälligen Betrag von € 200.000,00 binnen fünf Tagen zu begleichen. Auf diesem Schreiben findet sich ein handschriftlicher Vermerk datiert vom 23. Februar 2009 mit dem Wortlaut: "Ich ersuche um Stundung der offenen Forderung bis 13. März 2009." Unterschrieben ist dies sowohl von Frau ***12*** ***11*** als auch von Herrn Ing. ***13*** ***11***. Viertens eine Kopie über das Ergebnis der Außenprüfung gemäß § 150 BAO vom 14. März 2011 (Vorprüfung) und dem noch beigelegt der Beleg über die Überweisung der Darlehenssumme vom 12. Juli 2007, der Vertrag vom 10. Juli 2006 (zwischen der Beschwerdeführerin und Frau ***12*** ***11***, vertreten durch ihren Ehegatten Ing. ***13*** ***11***: "Darlehensbetrag Zur Durchführung diverser Projektplanungen stellt Frau ***12*** ***11*** der ***19***-GmbH ein Darlehen in Höhe von € 100.000,00 (in Worten einhunderttausend) zur Verfügung. Darlehensgewährung und Rückzahlung Dieser Betrag wird Frau ***11*** von der Beschwerdeführerin bis 31. August 2006 zur Verfügung gestellt und von dieser bis Ende August 2006 zurückbezahlt. Zur Abdeckung des Kapitalausfallsrisikos verpflichtet sich Frau ***11*** bis 28. Februar 2007 zusätzlich eine Risikoprämie in Höhe von € 100.000,00 (in Worten einhunderttausend) zu bezahlen.") und Ausschnitte aus der oben dargestellten verfahrensgegenständlichen Bericht über die Außenprüfung und die darin integrierte Niederschrift über die Schlussbesprechung (insbesonders soweit die Darstellung der Sachverhaltsermittlung der Vorprüfung betroffen ist.). Fünftens der Treuhandvertrag vom 27. Januar 2005 zwischen Herrn ***44*** ***42*** und dem Gesellschafter und Geschäftsführer der Beschwerdeführerin über den treuhänderischen Erwerb zweier Gesellschaftsanteile, darunter auch jene an der ***19***-GmbH. Sechstens eine Stellungnahme "Darlehen vom 10. Juli 2006" von Frau ***12*** ***11*** mit folgendem Wortlaut: "Im Jahr 2006 verfolgte mein Mann - Ing. ***13*** ***11*** - für die Firma ***19***-GmbH diverse Geschäftsprojekte und konnte keine Finanzierung dafür aufstellen. Nachdem ich von der Realisierbarkeit dieser Projekte überzeugt war, ersuchte ich meinen Mann mit dem damaligen Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin entsprechende Verhandlungen zu führen. Letztlich wurde vereinbart, dass die Beschwerdeführerin ein Darlehen in der Höhe von € 100.000.00 an mich vergibt. Dieses Geld habe ich zur Projektfinanzierung an die Firma ***19***-GmbH weiterverliehen. Die Beschwerdeführerin sollte am Erfolg dieser Projekte mit € 100.000,00 beteiligt werden. Das Darlehen wurde mir gegeben, da ich als Beamte der ***46*** Landesregierung die entsprechende Kreditwürdigkeit vermitteln konnte. Leider konnten die abschlussreifen Projekte nicht verwirklicht werden. Durch die Zahlungswilligkeit konnte ich bisher vermeiden, dass vom Darlehensgeber eine Fälligstellung des Darlehens erfolgte. Bisher habe ich € 2.000,00 auf das mir eingeräumte Darlehen zurückgezahlt. Durch regelmäßige Zahlungen will ich den gesamten Darlehensbetrag abdecken. Abschließend möchte ich festhalten, dass ich bewusst diese Darlehen beansprucht habe, da vom Darlehensgeber eine Darlehensvergabe an meinen Mann damals nicht möglich war." Siebtens die Niederschrift über die Befragung des Ing. ***11*** vom 5. Oktober 2012 zur Freundschaft mit dem Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin, in welcher Ing. ***11*** deren Bestehen seit zwanzig Jahren nicht nur bestätigt, sondern sogar bekräftigt. Achtens ein Schreiben des Rechtsanwalts der Beschwerdeführerin an den Alleingesellschafter der Beschwerdeführerin, datiert vom 29. November 2012, in welchem mitgeteilt wird, dass ein weiteres Eintreiben der Forderung gegen Frau ***12*** ***11*** unterbleibe, da aufgrund der bekannten Vermögensverhältnisse kein "exekutives" (wohl gemeint: exekutierbares) Vermögen vorläge. Auch die Liegenschaft der Familie ***11*** sei überschuldet. Da durch die Vorfinanzierung der Pauschalgebühren und auch der Klage lediglich eine Vergrößerung des Schadens zu erwarten sei, werde vom Rechtsanwalt der Beschwerdeführerin die Sache auch nicht mehr weiter betrieben werden, da keine Einbringlichkeit gegeben sei. Neuntens ein Ausdruck der Umsätze auf dem Bankkonto der Beschwerdeführerin, auf welchem für 20. Dezember 2012 ein Eingang "***12*** ***11*** Teilzahlung für Darlehen" € 500,00 ersichtlich ist. Stellungnahme der Beschwerdeführerin zur Stellungnahme des Außenprüfers Am 9. September 2013 verfasste der rechtsfreundliche Vertreter der Beschwerdeführerin eine Stellungnahme zur Stellungnahme des Außenprüfers vom 2. April 2013, welche unten unter dem Punkt "Beschwerdevorentscheidung des Finanzamtes" wörtlich wiedergegeben wird. Diese Stellungnahme lautete: "Zunächst verweisen wir auf unsere Berufung vom 2. April 2013 samt Beilagen gegen die diversen Bescheide des Finanzamtes über die Wiederaufnahme der Verfahren betreffend Körperschaftssteuer von 2007 bis 2011 sowie gegen die Körperschaftssteuerbescheide 2007 bis 2011, jeweils vom 25. Januar 2013. Wir halten die diesbezüglichen Ausführungen aufrecht. Unter Hinweis auf unsere Berufungsausführungen darf zu der Stellungnahme der Außenprüfung vom 18. Juli 2013 zu unserer Berufung vom 2. April 2013 folgendes ergänzend vorgebracht und dem entgegengehalten werden. 1. Zu der Frage des Vorliegens von Wiederaufnahmsgründen im Sinne des § 303 Abs. 1 lit. b und Abs. 4 BAO darf Folgendes festgehalten werden: Das Finanzamt stützt die Wiederaufnahme der Körperschaftssteuerverfahren 2007 bis 2011 im Sinne der vorhin erwähnten gesetzlichen Bestimmungen vor allem darauf, dass auf Grund der Aussage von Herrn Ing. ***13*** ***11*** am 5. Dezember 2012 neue Tatsachen hervorgekommen seien und zwar einerseits, dass die von uns an Frau ***12*** ***11*** als Darlehen/Kredit zur Verfügung gestellten € 100.000,00 nicht der ***19***-GmbH, sondern Herrn Ing. ***13*** ***11*** für Projekte in ***15*** zur Verfügung gestellt worden seien und überdies ein steuerliches Naheverhältnis zwischen ***4*** - unserem Gesellschafter und Geschäftsführer - und Ing. ***13*** ***11*** bestanden habe. Diese Sachverhalte würden neue Tatsachen darstellen, die dem Finanzamt auch bei Erlassung der früheren Körperschaftssteuerbescheide 2007 bis 2009 nicht bekannt gewesen seien, insbesondere seien diese Informationen nicht im Rahmen der Außenprüfung dem Prüfer ***39*** ***48*** im Jahr 2011 bekannt gewesen. Diesen Überlegungen der Abgabenbehörde erster Instanz ist unter Hinweis auf unsere Berufungsausführungen Folgendes zunächst entgegenzuhalten. Tatsachen im Sinne des § 303 Abs. 1 lit. b und Abs. 4 BAO sind ausschließlich mit dem Sachverhalt des abgeschlossenen Verfahrens zusammenhängende tatsächliche Umstände, also Sachverhaltselemente, die bei einer entsprechenden Berücksichtigung zu einem anderen Ergebnis (als vom Bescheid zum Ausdruck gebracht) geführt hätten, etwa Zustände, Vorgänge, Beziehungen, Eigenschaften. Keine Wiederaufnahmsgründe - keine Tatsachen sind dagegen neue Erkenntnisse in Bezug auf die rechtliche Beurteilung von Sachverhaltselementen, unterschiedliche Beweiswürdigungen durch Verwaltungsbehörden und dergleichen, bei Hervorkommen von Irrtümern (vergleiche Ritz, Bundesabgabenordnung, Kommentar, 4. Auflage, Rz 7 bis 9 zu § 303 BAO). Neu hervorkommen als Beweismittel im Sinne der vorhin zitierten Gesetzesstelle können etwa Urkunden und Aufzeichnungen (wohl: sein). Ein neu hervorgekommenes Beweismittel ist nicht nur eine bereits vorliegende Zeugenaussage, sondern auch die Namhaftmachung eines Zeugen, der in der Lage ist, über ein entscheidungsrelevantes Beweisthema eine Aussage zu machen. Ein nach Rechtskraft erstelltes Sachverständigengutachten ist kein neu hervorgekommenes Beweismittel. Stützt sich dieses Gutachten auf Tatsachen, die neu hervorgekommen sind, so kommen diese Tatsachen als Wiederaufnahmsgründe in Betracht (vergleiche Ritz, a.a.O., Rz 11 zu § 303 BAO). An das Erwiesen sein von Tatsachen, die als Wiederaufnahmsgründe in Betracht kommen, sind keine höheren Anforderungen zu stellen, als an andere Tatsachen, die der Besteuerung zu Grunde zu legen sind. Es ist nicht Sache des Abgabepflichtigen, das Vorliegen eines Wiederaufnahmegrundes nachzuweisen, sondern Aufgabe der Abgabenbehörde, die von ihr verfügte Wiederaufnahme durch unmissverständliche Hinweise darauf zu begründen, welche Tatsachen oder Beweismittel auf welche Weise neu hervorgekommen sind (vergleiche VwGH 30. September 1987, Zl.87/13/006, 19. September 2007, Zl. 2003/13/0115 u.a.). Ausgehend von dieser Lehre und Rechtsprechung ergibt sich allerdings, dass neue Tatsachen und Beweismittel für die Wiederaufnahme der Körperschaftssteuerverfahren 2007 bis 2011 in Ansehung unserer Gesellschaft m.b.H. (Unternehmens) nicht vorliegen. Die angefochtenen Bescheide des Finanzamtes, jeweils vom 25. Januar 2013, mit welchen die Wiederaufnahme der entsprechenden Körperschaftssteuerverfahren verfügt wurde, verweisen betreffend der Wiederaufnahmsgründe auf Punkt I. g der Niederschrift über die Schlussbesprechung der Außenprüfung der Jahre 2007 bis 2009 vom 13. Dezember 2012 sowie auf Punkt 1 des Berichtes vom 17. Januar 2013. In der Niederschrift über die Schlussbesprechung gemäß § 149 Abs. 1 BAO vom 13. Dezember 2012 wird unter Punkt 1 lit. b die Aktenlage vor Beginn der gegenständlichen Außenprüfung betreffend der Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer 2007 bis 2011 dargetan, wobei diesbezüglich - wie in unserer Berufung vom 2. April 2013, auch durch Vorlage von Unterlagen dargetan - Unterlagen sowie diverse Tatsachen übersehen wurden. In diesem Zusammenhang darf auch auf die Außenprüfung (Betriebsprüfung) im Jahr 2011 betreffend Umsatzsteuer und Körperschaftssteuer unserer Gesellschaft für das Wirtschaftsjahr 2010 verwiesen werden, wobei aus Anlass dieser Außenprüfung (Betriebsprüfung) dem damaligen Prüfer zahlreiche Unterlagen vorgelegt wurden. Daraus ergibt sich zunächst folgendes: Im Zusammenhang mit den abgegebenen Umsatzsteuer- und Körperschaftsteuererklärungen lagen auch - im Zusammenhang mit abweichenden Wirtschaftsjahren - der Abgabenbehörde erster Instanz unsere Jahresabschlüsse zum 31. Januar 2007, 31. Januar 2008, 31. Januar 2009 und 31. Januar 2010 vor, in dem unter sonstige Forderungen und Vermögensstände die Forderung gegen Frau ***12*** ***11*** mit € 100.000,00 ausgewiesen war, neben den dann in der Folge vorgenommenen Wertberichtigungen. Im Rahmen der Betriebsprüfung des Wirtschaftsjahres Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer jeweils 2010 im Jahr 2011 wurde auch dem damaligen Betriebsprüfer der (Darlehen-) Vertrag zwischen uns und Frau ***12*** ***11*** vom 10. Juli 2006 sowie der Kontoauszug über die Überweisung der € 100.000,00 am 12. Juli 2006 an Frau ***12*** ***11*** zur Verfügung gestellt, neben zahlreichen E-Mails, Besprechungsnotizen und sonstigen Unterlagen. Bereits vor der Betriebsprüfung lag im Zusammenhang mit der Beantwortung eines Ersuchens des Finanzamtes vom 24. September 2010 dann ein Schreiben von Herrn Ing. ***13*** ***11*** an uns vom 20. Dezember 2007 vor, in welchem seitens Herrn Ing. ***11*** betreffend der Rückzahlung des an Frau ***12*** ***11*** gewährten Darlehens für Zwecke der ***19***-GmbH um Fristerstreckung gebeten und diesbezüglich auf eine Verzögerung des vorgesehenen Liefertermins von ***14*** nach ***15*** verwiesen wird, sowie ferner auf Lieferverträge mit ausländischen Unternehmen. Im Zusammenhang mit dem Prüfer im Jahr 2011 im Rahmen der Prüfung vorgelegten E-Mails und sonstigen Unterlagen ergibt sich zweifelsfrei, dass Ing. ***13*** ***11*** unseren Geschäftsführer und Gesellschafter ***4*** mit Du ansprach und diesbezüglich beide Herren sich per Du ansprechen. Klargestellt wird, dass letztgenanntes aus unserer Sicht noch keineswegs eine echte tiefe Freundschaft bedeutet. Im Zusammenhang mit all diesen Unterlagen, stellte (wohl hat) im Jahr 2011 der damalige Prüfer im Zusammenhang mit der Darlehensgewährung an Frau ***12*** ***11*** folgendes festgestellt, was auch in der nunmehrigen Stellungnahme vom 18. Juli 2003 der jetzige Betriebsprüfer einräumen muss: ,Im Juli 2006 wurde Frau ***12*** ***11*** ein Darlehen von € 100.000,00 zur Verwırklichung eines Projektes ihres Gatten (***16*** nach ***15***) gewährt. Ende August sollte die Rückzahlung durch Einnahmen aus diesem Geschäft erfolgen und Ende Februar 2007 eine weitere Zahlung über € 100.000,00 als Risikozuschlag erfolgen. Dieses Geschäft kam aber nie zu Stande. ...' Soweit die Wiederaufnahme im Rahmen der Schlussbesprechung vom 13. Dezember 2012 und damit im Schlussbericht vom 17. Januar 2013 und in den angefochtenen Bescheiden darauf gestützt wird (Niederschrift über die Schlussbesprechung vom 13. Dezember 2012 Punkt 1g), dass die Geldmittel an Herrn Ing. ***13*** ***11*** und nicht an die ***19***-GmbH gegangen sind, sind diese Gründe - unabhängig, dass dies in der Form unrichtig ist, wie wir im Folgenden noch ausführen werden - mit den Schlussfolgerungen der Betriebsprüfung im Jahr 2011 ident, sodass diesbezüglich zunächst neue Tatsachen und Beweismittel überhaupt nicht vorliegen. Ungeachtet unserer nachstehenden Ausführungen, dass diese Sachverhaltsüberlegungen und Feststellungen nicht richtig und auch nicht so ohne weiteres mit der Zeugenaussage Ing. ***13*** ***11*** vom 15. Oktober 2012 in Einklang zu bringen sind, lagen bereits vor der gegenständlichen Außenprüfung Unterlagen samt Schlussfolgerungen des Betriebsprüfers aus dem Jahr 2011 - der dann allerdings andere weitere rechtliche und tatsächliche Schlussfolgerungen berechtigter-weise zog - vor, wonach die Frau ***12*** ***11*** überwiesenen € 100.000,00 tatsächlich von Herrn Ing. ***13*** ***11*** in ***15*** verwendet wurden, daher diesbezüglich neue Sachverhaltselemente, sohin neue Tatsachen, und Beweismittel nicht vorliegen.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Senat - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/5100075/2017
ECLI
ECLI:AT:BFG:2022:RV.5100075.2017
Stammnummer
137959
Gültig
04.08.2022 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
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CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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