Findok · UFS-Entscheidungen
UFSL RV/0350-L/03
Kein Vorsteuerabzug, wenn in der Rechnung keine konkrete Leistungsbeschreibung; Umwandlung einer GmbH in ein Einzelunternehmen - verschmelzende Umwandlung; Übergang des wirtschaftlichen Eigentums erst am Tag der Eintragung der Umwandlung ins Firmenbuch;
geltende FassungBerufungsentscheidung - Steuer (Senat)RV/0350-L/03vom 15.11.2011Teil 3 von 3
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.
Wortlaut laut Findok
§ 296 soll der Partei, die bei Abänderung des Einkommen-(Körperschaft-)steuerbescheides und des Gewerbesteuermessbescheides nur gegen den Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuerbescheid beruft (und nicht auch gegen den Gewerbesteuermessbescheid), im Fall der Änderung des Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuerbescheides in einer Berufungs-(vor-)entscheidung eine Anpassung des Gewerbesteuermessbescheides ermöglichen. Über diesen Normzweck hinaus gilt § 296 allerdings auch für außerhalb eines Berufungsverfahrens erfolgende Abänderungen (nachträgliche Erlassungen) von Einkommen-(Körperschaft-)steuerbescheiden (Ritz, Bundesabgabenordnung, Kommentar, 3. Auflage, § 296 Tz 4).
Die unter Punkt 4 der Erläuterungen zu § 295 getroffenen Feststellungen zu Fragen der Zuständigkeit zur Erlassung von Folgebescheiden, der Fälligkeit von folgeänderungsbedingten Mehrsteuern, der Verjährung, sowie, zur Frage der Ermächtigung des Zuwartens bis zum Eintritt der Rechtskraft des Vorbescheides und der Entscheidungspflicht nach § 311 gelten in diesem Zusammenhang sinngemäß (Stoll, Bundesabgabenordnung, § 296 S 2866).
Ein auf § 295 gestützter ändernder oder aufhebender Bescheid ist grundsätzlich von der Abgabenbehörde erster Instanz zu erlassen, dies auch dann, wenn der vorangehende Bescheid (im Rechtsmittelverfahren) von der Abgabenbehörde zweiter Instanz erlassen worden sein sollte. Sind jedoch gleichzeitig Grundlagenbescheide und abgeleitete Bescheide angefochten, dann kann die Rechtsmittelbehörde im Anschluss an die Änderung des Grundlagenbescheides (§ 289) auch Folgeänderungen gemäß
§§ 295 ff (wohl ebenfalls aus dem Grunde des § 289) vornehmen (VwGH 9.11.1983, 83/13/889; Stoll, a.a.O., § 295 S 2860).
Kapitalertragsteuer (1994):
Forderung W - Tz 33 (K 1994):
Die von der Amtspartei angenommene verdeckte Ausschüttung hinsichtlich "Investition Hotelgebäude" in Höhe von 6.062.663,00 S liegt nicht vor.
Hingegen stellt die lt. Tz 19 erfolgte und nicht bekämpfte Erlöszurechnung in Höhe von 150.000,00 S eine verdeckte Ausschüttung dar (vgl. Tz 32).
Die Aktivierung der Forderung an den Gesellschafter ist daher entsprechend anzupassen (150.000,00 S dv. 22 % = 33.000,00 S).
Verbindlichkeit KESt - Tz 34 (K 1994):
Die von der Amtspartei angenommene verdeckte Ausschüttung hinsichtlich "Investition Hotelgebäude" in Höhe von 6.062.663,00 S liegt nicht vor.
Hingegen stellt die lt. Tz 19 erfolgte und nicht bekämpfte Erlöszurechnung in Höhe von 150.000,00 S eine verdeckte Ausschüttung dar (vgl. Tz 32).
Die Passivierung der KESt-Nachforderung ist daher entsprechend anzupassen (150.000,00 S dv. 22 % = 33.000,00 S).
Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb für 1994 ermitteln sich daher wie folgt:
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Gewinn lt. Betriebsprüfung
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323.639,00 S
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- Entnahmewert Hotelgebäude
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-2.791.902,00 S
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- Kapitalertragsteuer lt. Betriebsprüfung
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-1.366.786,00 S
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+ Kapitalertragsteuer lt. Berufungsentscheidung
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33.000,00 S
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- Körperschaftsteuer lt. Betriebsprüfung
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-106.274,00 S
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+ Körperschaftsteuer lt. Berufungsentscheidung
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15.000,00 S
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- verdeckte Ausschüttung (Gebäudezurechnung)
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-6.212.663,00 S
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Verlust lt. Berufungsentscheidung
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-10.105.986,00 S
Körperschaftsteuer 1994:
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Einkünfte aus Gewerbebetrieb
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-10.105.986,00 S
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Einkommen
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0,00 S
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Gem. § 22 KStG 1988 0,00 % von 0
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0,00 S
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Differenz zur Mindestkörperschaftsteuer
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15.000,00 S
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Abgabenschuld
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15.000,00 S
Gewerbesteuer 1994:
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Verlust aus Gewerbebetrieb
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-10.105.986,00 S
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Gewerbeertrag
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-10.105.986,00 S
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Steuermessbetrag vom Gewerbeertrag
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0,00 S
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Einheitlicher Gewerbesteuermessbetrag
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0,00 S
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Hebesatz (BWG 128, GGW 172, BKU 5,00, LKU 10,00)
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315 v.H.
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Bundesgewerbesteuer, Gewerbesteuer und Zuschläge
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0,00 S
Kapitalertragsteuer 1994:
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Verdeckte Ausschüttung
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150.000,00 S
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Bemessungsgrundlage für KESt
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150.000,00 S
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Kapitalertragsteuer-Abfuhrdifferenzen (22 %)
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33.000,00 S
Linz, am 15. November 2011
Normen und Schlagworte
- § 11 Abs. 1 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 12 Abs. 1 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 1 UmwG, Umwandlungsgesetz, BGBl. Nr. 304/1996
- § 5 Abs. 1 UmwG, Umwandlungsgesetz, BGBl. Nr. 304/1996
- § 7 Abs. 1 Z 2 UmgrStG, Umgründungssteuergesetz, BGBl. Nr. 699/1991
- § 24 Abs. 1 lit. d BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 7 Abs. 1 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
- § 10 Abs. 1 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
- § 8 Abs. 1 KStG 1988, Körperschaftsteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 401/1988
- § 8 Abs. 2 KStG 1988, Körperschaftsteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 401/1988
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- UFS-Entscheidungen
- Dokumenttyp
- Berufungsentscheidung - Steuer (Senat)
- Geschäftszahl
- RV/0350-L/03
- Stammnummer
- 56274
- Gültig
- 15.11.2011 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:13
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF