Findok · BFG-Entscheidungen
BFG RV/6100433/2024
Haftung des faktischen Geschäftsführers für von einer britischen Limited geschuldete Glücksspielabgaben
geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/6100433/2024vom 01.09.2025Teil 1 von 4
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.
Rechtssatz
§ 9a BAO erweitert den Personenkreis, den die Ausfallshaftung des § 9 BAO trifft, auf Personen, die entweder faktische Geschäftsführer sind oder die den Vertreter dahingehend beeinflussen, dass abgabenrechtliche Pflichten durch den Vertreter verletzt werden. Unter einem „faktischen Geschäftsführer“ ist dabei zu verstehen, wer faktisch an Stelle des Vertreters iSd §§ 80 ff BAO die abgabenrechtlichen Pflichten des Vertretenen erfüllt bzw verletzt (vgl ErläutRV 1960 BlgNR XXIV. GP 55). Da es dabei nur auf die faktisch bzw tatsächlich von dieser Person ausgeübte Tätigkeit ankommt, ist es irrelevant, ob der faktische Geschäftsführer Angestellter, Gesellschafter, Angehöriger oder Außenstehender ist (vgl Althuber, Die Haftung von faktischen Geschäftsführern und Personen mit maßgebendem Einfluss gemäß § 9a BAO, in Althuber, Geschäftsführer- und Vorstandshaftung im österreichischen Steuerrecht 3. Auflage 99).
Wortlaut laut Findok
IM NAMEN DER REPUBLIK
Das Bundesfinanzgericht erkennt durch den Richter Mag. Dr. Thomas Leitner in der Beschwerdesache ***Bf1***, ***Bf1-Adr***, vertreten durch Dr. Thomas Bründl, Mondseerstraße 5, 5204 Straßwalchen, über die Beschwerde vom 26. Jänner 2022 gegen den Bescheid des Finanzamtes Österreich vom 21. Dezember 2021 betreffend Haftung gem § 9a iVm §§ 80 ff BAO für Glücksspielabgabe für den Zeitraum März 2015 bis Dezember 2015 iHv 233.919,00 Euro, den Bescheid des Finanzamtes Österreich vom 21. Dezember 2021 betreffend Haftung gem § 9a iVm §§ 80 ff BAO für Glücksspielabgabe für den Zeitraum Jänner 2016 bis Dezember 2016 iHv 280.702,80 Euro und den Bescheid des Finanzamtes Österreich vom 21. Dezember 2021 betreffend Haftung gem § 9a iVm §§ 80 ff BAO für Glücksspielabgabe für den Zeitraum Jänner 2017 bis Dezember 2017 iHv 280.702,80 Euro, zu Recht:
I. Der Beschwerde wird gemäß § 279 BAO teilweise Folge gegeben. Die angefochtenen Bescheide werden dahingehend abgeändert, dass die Haftung auf folgende Abgabenschuldigkeiten eingeschränkt wird:
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Abgabenart
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Zeitraum
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Haftungsbetrag in Euro
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Glücksspielabgabe
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März 2015
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14.330,03
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Glücksspielabgabe
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April 2015
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13.867,77
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Glücksspielabgabe
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Mai 2015
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14.330,03
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Glücksspielabgabe
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Juni 2015
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13.867,77
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Glücksspielabgabe
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Juli 2015
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14.330,03
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Glücksspielabgabe
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August 2015
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14.330,03
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Glücksspielabgabe
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September 2015
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13.867,77
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Glücksspielabgabe
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Oktober 2015
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14.330,03
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Glücksspielabgabe
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November 2015
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13.867,77
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Glücksspielabgabe
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Dezember 2015
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14.330,03
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Summe 2015:
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141.451,25
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Abgabenart
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Zeitraum
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Haftungsbetrag in Euro
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Glücksspielabgabe
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Jänner 2016
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16.377,18
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Glücksspielabgabe
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Februar 2016
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15.320,58
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Glücksspielabgabe
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März 2016
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16.377,18
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Glücksspielabgabe
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April 2016
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15.848,88
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Glücksspielabgabe
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Mai 2016
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16.377,18
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Glücksspielabgabe
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Juni 2016
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15.848,88
|
Glücksspielabgabe
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Juli 2016
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16.377,18
|
Glücksspielabgabe
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August 2016
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16.377,18
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Glücksspielabgabe
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September 2016
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15.848,88
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Glücksspielabgabe
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Oktober 2016
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16.377,18
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Glücksspielabgabe
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November 2016
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15.848,88
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Glücksspielabgabe
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Dezember 2016
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16.377,18
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Summe 2016:
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193.356,34
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Abgabenart
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Zeitraum
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Haftungsbetrag in Euro
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Glücksspielabgabe
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Jänner 2017
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18.424,32
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Glücksspielabgabe
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Februar 2017
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16.641,32
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Glücksspielabgabe
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März 2017
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18.424,32
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Glücksspielabgabe
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April 2017
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17.829,99
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Glücksspielabgabe
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Mai 2017
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18.424,32
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Glücksspielabgabe
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Juni 2017
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17.829,99
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Glücksspielabgabe
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Juli 2017
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18.424,32
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Glücksspielabgabe
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August 2017
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18.424,32
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Glücksspielabgabe
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September 2017
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17.829,99
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Glücksspielabgabe
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Oktober 2017
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18.424,32
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Glücksspielabgabe
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November 2017
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17.829,99
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Glücksspielabgabe
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Dezember 2017
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18.424,32
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Summe 2017:
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216.931,55
II. Gegen dieses Erkenntnis ist eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art 133 Abs 4 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) zulässig.
Entscheidungsgründe
I. Verfahrensgang
Im Zuge einer bei der ***Limited1***, einer nach dem Recht des Vereinigten Königreichs gegründeten Limited mit im österreichischen Firmenbuch eingetragener Zweigniederlassung, durchgeführten Außenprüfung betreffend Glücksspielabgabe für die Zeiträume 2015 bis 2017 wurde die Feststellung getroffen, die ***Limited1*** habe in Österreich an den Standorten ***Ort1***, ***Straße1*** und ***Ort2***, ***Straße2*** in den Jahren 2015 bis 2017 illegales Glücksspiel mit Automaten betrieben und hierfür die Glücksspielabgaben (GSpA) weder angemeldet noch abgeführt. Laut Bericht über das Ergebnis der Außenprüfung seien die ***Limited1*** und ihr im Firmenbuch eingetragener Geschäftsführer ***AB*** nur vorgeschoben, während tatsächlich der Beschwerdeführer die Geschäfte geführt habe. Die Existenz der ***Limited1*** werde daher steuerrechtlich nicht anerkannt und der Beschwerdeführer als Veranstalter der Ausspielungen und somit als Steuerschuldner identifiziert. Die ***Limited1*** wurde noch vor Abschluss der Außenprüfung, nämlich am ***49***2019, aus dem Companies House (britisches Handelsregister) gelöscht.
Das Finanzamt Österreich (im Folgenden: "belangte Behörde") folgte den Feststellungen und der Rechtsansicht des Prüfungsorgans und erließ gemäß § 201 BAO betreffend die Zeiträume 3-12/2015, 1-12/2016 und 1-12/2017 (drei) GSpA-Bescheide je vom 21.4.2021, womit die GSpA für Ausspielungen im Sinne des § 57 Abs 3 Glücksspielgesetz (GSpG) auf der Grundlage einer Schätzung der Bemessungsgrundlagen in Höhe von insgesamt 795.324,60 Euro festgesetzt und dem Beschwerdeführer als Abgabenschuldner vorgeschrieben wurden.
Am 7.5.2021 nahm der Beschwerdeführer bei der belangten Behörde Akteneinsicht und wurde ihm von der belangten Behörde eine Kopie des Prüfungsaktes ausgehändigt.
Mit Beschwerde vom 21.5.2021 und ergänzendem Beschwerdeschriftsatz vom 2.6.2021 wendete sich der Beschwerdeführer gegen die Festsetzung der GSpA, weil Abgabenschuldnerin für die GSpA ausschließlich die ***Limited1*** gewesen sei. Eine allfällige Haftung des Beschwerdeführers sei nicht geltend gemacht worden. Daraufhin wurden die GSpA-Bescheide vom 21.4.2021 mit Aufhebungsbescheiden der belangten Behörde vom 21.12.2021 gemäß § 299 BAO aufgehoben. Dies mit der Begründung, dass der Beschwerdeführer nicht Veranstalter der Ausspielungen und somit nicht Steuerschuldner gemäß § 59 Abs 2 GSpG gewesen sei.
Gleichzeitig erließ die belangte Behörde (die Bescheide vom 21.4.2021 ersetzende) an den Beschwerdeführer adressierte Abgabenbescheide gemäß § 201 BAO, mit denen die GSpA der Höhe nach unverändert festgesetzt wurden sowie Haftungsbescheide gemäß § 9a Abs 1 BAO, mit denen der Beschwerdeführer für die aushaftenden Abgabenschuldigkeiten der ***Limited1*** als Haftungspflichtiger gemäß § 9a iVm §§ 80 ff BAO in Anspruch genommen wurde, da der Beschwerdeführer die faktische Geschäftsführung der ***Limited1*** innegehabt habe. Die Abgabenbescheide und die dieselben Zeiträume betreffenden Haftungsbescheide wurden dabei jeweils formularmäßig zusammengefasst.
Mit Schriftsatz vom 26.1.2022 erhob der Beschwerdeführer gegen die Aufhebungsbescheide gemäß § 299 BAO, die Abgabenbescheide gemäß § 201 BAO und die Haftungsbescheide gemäß § 9a Abs 1 BAO der belangten Behörde vom 21.12.2021 das Rechtsmittel der Beschwerde. Hier gegenständlich ist ausschließlich die Beschwerde gegen die Haftungsbescheide. Die Beschwerde gegen die Aufhebungsbescheide wurde mit Erkenntnis des BFG vom 24.10.2023, RV/5100456/2023, als unbegründet abgewiesen. Der Beschwerde gegen die Abgabenbescheide gemäß § 201 BAO wurde mit Erkenntnis des BFG vom 12.6.2025, RV/6100432/2024, Folge gegeben und wurden die angefochtenen Bescheide aufgehoben. Dies im Wesentlichen mit der Begründung, dass die ***Limited1*** als Schuldner der GSpA zu qualifizieren sei und die angefochtenen Abgabenbescheide folglich nicht an den Beschwerdeführer adressiert hätten werden dürfen.
Betreffend die angefochtenen Haftungsbescheide brachte der Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 26.1.2022 zunächst vor, dass für den Zeitraum März 2015 bis November 2015 bereits Einhebungsverjährung eingetreten sei. Betreffend die von der belangten Behörde vorgenommene Qualifikation des Beschwerdeführers als faktischer Geschäftsführer brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, er habe seit Niederlegung seiner Funktion als handelsrechtlicher Geschäftsführer der ***Limited1*** am ***50***2013 keinen Einfluss auf den zur Vertretung der ***Limited1*** nach außen berufenen Geschäftsführer gehabt und sei er erst ab 1.4.2015 (als Kellner/Kundenbetreuer) in einem unselbstständigen Arbeitsverhältnis zur genannten Gesellschaft gestanden, welches in den Monaten Oktober 2016 und Juni 2017 bis Oktober 2017 zudem unterbrochen gewesen sei. Aus welchen Gründen die belangte Behörde auch in den Zeiträumen des Nichtvorliegens eines Arbeitsverhältnisses von einer Einflussnahme des Beschwerdeführers auf den handelsrechtlichen Geschäftsführer ausging, habe die belangte Behörde nicht begründet. Zudem lägen auch insoweit Begründungsmängel vor, als keine Feststellungen zur Uneinbringlichkeit der Abgabenschuld bei der ***Limited1*** und auch keine Feststellungen zur Kausalität der angenommenen faktischen Geschäftsführertätigkeit des Beschwerdeführers für den Abgabenausfall getroffen worden seien. Darüber hinaus monierte der Beschwerdeführer ua auch, dass die belangte Behörde das ihr bei der Haftungsinanspruchnahme eingeräumte Ermessen nicht im Sinne des Gesetzes ausgeübt hätte, indem sie es unterlassen habe, andere Primärschuldner zu ermitteln und den handelsrechtlichen Geschäftsführer als Haftungspflichtigen heranzuziehen. Auch fehle es an einer Begründung, inwieweit die Abgaben beim Beschwerdeführer sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt einbringlich sind. Betreffend die Höhe der GSpA, der eine von der belangten Behörde durchgeführte Schätzung der Besteuerungsgrundlagen zugrunde liegt, wendete der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein, dass die von der belangten Behörde angenommenen Umsätze aus dem Automatenglücksspiel die Gesamtumsätze der ***Limited1*** (mit Ausnahme der Gastronomieumsätze) übersteigen würden. Die Buchhaltung der ***Limited1*** sei vom Finanzamt allerdings nie beanstandet worden und sei es nie zu Schätzungen im Umsatzbereich gekommen. Zudem seien die Glücksspielabgaben für die relevanten Umsätze (Automaten) von der ***GmbH2*** einbehalten und für die ***Limited1*** abgeführt worden. Neben weiteren Begründungsmängeln monierte der Beschwerdeführer aus verfahrensrechtlicher Sicht auch eine Verletzung des Rechts auf Parteiengehör, da ihm insb die Ergebnisse der von der belangten Behörde vorgenommenen Schätzung, die der Schätzung zugrunde gelegten Sachverhaltsannahmen sowie die beabsichtigte Haftungsinanspruchnahme vor Bescheiderlassung nicht zur Kenntnis gebracht worden seien. Zudem sei die von der belangten Behörde durchgeführte Beweiswürdigung, auf die diese die vorgenommene Qualifikation des Beschwerdeführers als faktischer Geschäftsführer der ***Limited1*** stützte, in mehreren Punkten mangelhaft; insbesondere seien gegen eine faktische Einflussnahme des Beschwerdeführers auf die Geschäftsführung sprechende Zeugenaussagen von Mitarbeitern der ***Limited1*** nicht berücksichtigt worden.
Mit Beschwerdevorentscheidung der belangten Behörde vom 15.5.2024 wurde die Beschwerde gegen die Haftungsbescheide vom 21.12.2021 als unbegründet abgewiesen. Begründend wurde dazu zunächst unter Verweis auf die Ergebnisse der durchgeführten Ermittlungen und die Begründungen der angefochtenen Bescheide ausgeführt, dass der nominelle Geschäftsführer der ***Limited1***, Herr ***AB***, lediglich zum Schein bestellt worden sei, die Geschäfte jedoch vom Beschwerdeführer geführt würden. Betreffend die der Haftungsinanspruchnahme des Beschwerdeführers zugrunde liegende Ermessensübung führte die belangte Behörde im Wesentlichen aus, dass die Haftungen nach § 9a BAO und nach § 9 BAO einander nicht ausschließen würden. Sinn und Zweck der Haftungsbestimmung des § 9a BAO sei es, die tatsächlich handelnde Person einer persönlichen Haftung zu unterziehen, der sie mangels formaler Bestellung als Geschäftsführer nach § 9 BAO entgehen würde. Die Vermeidung eines endgültigen Abgabenausfalls stelle ein wesentliches Ermessenskriterium dar. Die Uneinbringlichkeit der Abgabenschuld bei der Primärschuldnerin sei angesichts der Löschung der ***Limited1*** während offener Außenprüfung am 26.3.2019 im englischen Firmenbuch offensichtlich. Betreffend den in der Beschwerde vorgebrachten Einwand der Verjährung führte die belangte Behörde zusammengefasst aus, dass sich die Einhebungsverjährungsfrist aufgrund der am 21.11.2018 begonnen Außenprüfung gem § 209 Abs 1 BAO um ein Jahr verlängert habe, sodass eine Verjährung noch nicht eingetreten sei.
Mit Schreiben vom 11.6.2024 stellte der Beschwerdeführer einen Vorlageantrag.
Am 23.12.2024 erfolgte die Vorlage der gegenständlichen Beschwerde und von Teilen der Akten des abgabenbehördlichen Verfahrens an das Bundesfinanzgericht.
Am 11.7.2025 wurden dem Bundesfinanzgericht von der belangten Behörde ergänzend folgende Aktenteile vorgelegt:
Erkenntnis des LVwG OÖ vom 1.8.2019 über die Beschwerde der ***Limited1*** gegen den Bescheid der BH ***Ort3*** vom 22.8.2018, betreffend die Beschlagnahme von Glücksspielgeräten nach dem GSpG;
E-Mail ***Steuerberater1***, ***SteuerberatungsGmbH1*** vom 5.7.2018 an ein Organ der Finanzpolizei betreffend Behördenanfrage ***Limited1***;
Bescheinigung über die vorläufige Beschlagnahme gem § 53 Abs 2 GSpG am Ort ***Straße2***, ***PLZ2*** ***Ort2*** vom 4.7.2018;
Bescheid der BH ***Ort3*** über eine Beschlagnahme vom 22.8.2018;
Bescheid der BH ***Ort4*** über eine Beschlagnahme gemäß GSpG vom 10.4.2019;
Fotodokumentation zu einer Kontrolle nach dem GSpG im Lokal "***1***", ***Straße1***, ***PLZ1*** ***Ort1*** am 4.7.2018;
Bescheinigung über die vorläufige Beschlagnahme gem § 53 Abs 2 GSpG am Ort ***Straße1***, ***PLZ1*** ***Ort1*** vom 4.7.2018;
Aktenvermerk des Leiters der Amtshandlung betreffend Glücksspielkontrolle im Lokal "***Limited1***", ***Straße1***, ***PLZ1*** ***Ort1***, vom 5.7.2018;
2 Abrechnungsbelege betreffend "Hundewetten" vom 4.7.2018;
Abfrage der Buchungen vom 31.1.2011 bis 30.12.2014 auf dem Steuerkonto der ***GmbH2*** in Liqu.
Mit Beschluss des BFG vom 11.7.2025 wurde der Beschwerdeführer ua dazu aufgefordert, eine Kopie des Unternehmenskaufvertrages, mit dem der Beschwerdeführer den Ausführungen in der Beschwerde zufolge seine Anteile an der ***Limited1*** an Herrn ***AB*** abgetreten habe, vorzulegen. Weiters wurde der Beschwerdeführer dazu aufgefordert, die Funktionsweise des in den Anlagenverzeichnissen der ***Limited1*** aufscheinenden "Hundeautomat Fa. ***GmbH2***" zu beschreiben und seine Wahrnehmungen zu allfälligen Geschäftsbeziehungen der ***Limited1*** mit einer "***Limited2***" zu schildern und ggf Kopien diesbezüglicher in seinem Verfügungsbereich befindlicher Unterlagen vorzulegen.
Am 16.7.2025 wurde dem Bundesfinanzgericht von der belangten Behörde auf Ersuchen des Richters eines der Fotos der am 11.7.2025 vorgelegten Fotodokumentation zu einer Kontrolle nach dem GSpG im Lokal "***1***", ***Straße1***, ***PLZ1*** ***Ort1*** am 4.7.2018, auf dem ein Zettel mit dem Hinweis, dass alle "Automaten in diesem Lokal [...] ausschließlich (zu 100%) von der Firma ***Limited2*** betrieben [werden]" zu sehen ist, in höherer Auflösung vorgelegt. Auf diesem Foto ist auch die auf dem Hinweiszettel abgedruckte Anschrift der ***Limited2*** lesbar: "***Limited2-Adresse***".
Mit Schreiben vom 29.7.2015 teilte der Beschwerdeführer dem BFG Bezug nehmend auf den Beschluss des BFG vom 11.7.2025 mit, dass der angeforderte Unternehmenskaufvertrag anlässlich der beantragten mündlichen Verhandlung vorgelegt werde. Darüber hinaus teilte der Beschwerdeführer mit, dass im Geschäftslokal der ***Limited1*** "Hundeautomaten" aufgestellt gewesen seien, bei denen die Kunden Wetteinsätze auf Hunderennen, welche auf den Geräten übertragen worden seien, tätigen hätten können. Weitere Angaben zur Funktionsweise könne der Beschwerdeführer nicht machen, da er in näher definierten Zeiträumen als Kellner/Kundenbetreuer bei der ***Limited1*** beschäftigt gewesen sei. Abschließend teilte der Beschwerdeführer mit, dass ihm eine "***Limited2***" nicht bekannt sei und er keine Kenntnisse über Geschäftsbeziehungen zwischen dieser und der ***Limited1*** oder Unterlagen habe.
In der Folge
nahm der Richter Einsicht in das Firmenbuch zu FN ***2*** und zu FN ***3*** und in die jeweils dort veröffentlichten Urkunden,
führte der Richter eine Abfrage (Auskunftsverfahren AJ-WEB) der ***Limited1***, des Beschwerdeführers, und der (ehemaligen) Mitarbeiterinnen der ***Limited1*** ***BC*** und ***CD*** beim Dachverband der österreichischen Sozialversicherung durch,
nahm der Richter Einsicht in den von der Finanzverwaltung geführten Steuerakt des Beschwerdeführers sowie des (ehemaligen) Mitarbeiters der ***Limited1*** ***DE***,
nahm der Richter Einsicht in die von der Finanzverwaltung geführten Steuerkonten der ***Limited1*** und der ***GmbH2*** in Liqu.,
führte der Richter im britischen Handelsregister eine Abfrage betreffend "***Limited1***" und "***Limited2***" durch,
führte der Richter in der Internet-Suchmaschine google eine Abfrage betreffend "***Limited2***" iVm der Adresse "***Limited2-Adresse***", betreffend den Ort ***Ort5*** und betreffend den Beschwerdeführer durch,
führte der Richter im Zentralen Melderegister eine Abfrage betreffend den Wohnsitz von Herrn ***AB*** sowie betreffend die an der Adresse ***Straße3***, ***PLZ2*** ***Ort2*** polizeilich gemeldeten Personen durch,
führte der Richter im Internet-Routenplaner google.maps eine Abfrage der Adresse "***Adresse4-Bosnien***" durch,
führte der Richter im Gewerbeinformationssystem Austria eine Abfrage betreffend die ***Limited1*** durch,
führte der Richter eine Recherche betreffend die rechtlichen Folgen der Löschung einer britischen Limited nach der Maßgabe des britischen Gesellschaftsrechts durch, wobei der Fachartikel Bachner/Schacherreiter, Das rechtliche Schicksal einer Limited nach der Löschung im Heimatregister, GES 2006, 295 sowie das Schreiben des dBMF vom 6.1.2014, IV C 2 - S 2701/10/10002, BStBl I 2014, 111 als Beweismittel zum Akt genommen wurden.
Am 25.8.2025 fand über die Beschwerde eine mündliche Verhandlung statt, im Zuge derer der beschwerdeführenden Partei Einsicht in die von der belangten Behörde nachträglich vorgelegten Aktenteile gewährt wurde. Zudem wurden beiden Parteien die vom Richter erhobenen Beweismittel zur Kenntnis gebracht und wurde den Parteien eine vom Richter vorgenommene Schätzung der Besteuerungsgrundlagen vorgehalten und mit diesen erörtert. Die beschwerdeführende Partei legte in der mündlichen Verhandlung folgende Beweismittel vor:
Eidesstattliche Erklärung des Herrn ***AB*** vom 15.8.2025 (beglaubigte Übersetzung);
Kopie des Reisepasses von Herrn ***AB***;
Beschluss betreffend die Übertragung der Anteile an der ***Limited1*** vom 22.1.2015;
Auszug aus den steuerlichen Unterlagen des Beschwerdeführers betreffend die Verbuchung der Veräußerung der Anteile an der ***Limited1***.
Darüber hinaus beantragte der Beschwerdeführer die Einvernahme von Frau ***CD***, einer ehemaligen Mitarbeiterin der ***Limited1*** als Zeugin, welche vom Beschwerdeführer stellig gemacht wurde. Dem Beweisantrag wurde entsprochen und wurde Frau ***CD*** im Zuge der mündlichen Verhandlung kontradiktorisch als Zeugin einvernommen.
Aus verfahrensrechtlicher Sicht wendete der anwaltliche Vertreter des Beschwerdeführers ergänzend zum bisherigen Beschwerdevorbringen insbesondere ein, dass gem § 300 BAO Nichtigkeit hinsichtlich der Abgabenfestsetzung vorliege. Zudem sei die Abgabenschuld in Folge der Löschung der ***Limited1*** aus dem britischen Handelsregister erloschen und mangle es somit an der für eine Haftungsinanspruchnahme vorauszusetzenden Akzessorietät.
Im Übrigen führte die beschwerdeführende Partei im Wesentlichen aus wie in den bisherigen Schriftsätzen und beantragte sie die Stattgabe der Beschwerde. Der Vertreter der Amtspartei beantragte die Abweisung der Beschwerde.
II. Das Bundesfinanzgericht hat erwogen:
1. Sachverhalt
1.1 Die ***Limited1***, ***Limited1-Adresse***, war eine nach dem Recht des Vereinigten Königreichs gegründete Private limited by shares mit einem Stammkapital von 1.000,00 Euro. Die ***Limited1*** war vom Beschwerdeführer als alleinigem Gesellschafter gegründet worden und am 11.5.2012 im Companies House (britisches Handelsregister) eingetragen worden. Als Company Director war zunächst der Beschwerdeführer bestellt und im britischen Handelsregister eingetragen.
1.2 Am ***11***2012 erfolgte die Eintragung einer österreichischen Zweigniederlassung der ***Limited1*** im Firmenbuch in der politischen Gemeinde ***Ort2***, Geschäftsanschrift ***Straße2***, ***PLZ2*** ***Ort2***, Firmenbuchnummer FN ***3***.
1.3 Die ***Limited1*** hatte im Zeitraum ***6***2012 bis ***7***2013 eine Gewerbeberechtigung (Gastgewerbe gemäß § 111 Abs 1 Z 2 GewO 1994, eingeschränkt auf die Verabreichung von kleinen Imbissen und den Ausschank von Getränken in der Betriebsart "Kaffee") für den Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** inne. Als gewerberechtlicher Geschäftsführer war im vorgenannten Zeitraum der Beschwerdeführer bestellt. Im Zeitraum ***7***.2013 bis ***8***2019 hatte die ***Limited1*** für denselben Standort eine Gewerbeberechtigung für die Verabreichung von Speisen in einfacher Art und Ausschank von nichtalkoholischen Getränken und von Bier in handelsüblichen verschlossenen Gefäßen, wenn hierbei nicht mehr als acht Verabreichungsplätze (zum Genuss von Speisen und Getränken bestimmte Plätze) bereitgestellt werden, inne. Als gewerberechtlicher Geschäftsführer war in diesem Zeitraum zunächst Herr ***IJ*** bestellt. Ab ***9***2015 war Herr ***DE*** als gewerberechtlicher Geschäftsführer bestellt. Herr ***DE*** war seit 1.7.2012 bei der ***Limited1*** beschäftigt. Bis 30.6.2012 war er bei ***Bf1*** u. Mitges. angestellt. Ab ***10***2015 war als weitere gewerberechtliche Betriebsstätte der ***Limited1*** der Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** gemeldet.
1.4 Bei dem Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** und bei dem Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** handelte es sich jeweils um Wettbüros, die vor Übernahme durch die ***Limited1*** vom Beschwerdeführer geführt worden waren.
1.5 Bis Anfang 2015 waren an den Standorten ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** und ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** ua Glücksspielautomaten von der ***GmbH2*** (nunmehr ***GmbH2*** in Liqu.) aufgestellt und wurden von der ***GmbH2*** für diese Automaten die Glückspielabgaben selbstberechnet. Am 16.1.2015 erfolgte am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** infolge einer GSpG-Kontrolle durch die Finanzpolizei eine Beschlagnahme von 10 Glücksspielautomaten. Im Februar 2015 kaufte die ***Limited1*** von der ***GmbH2*** ua 10 Glücksspielautomaten in gebrauchtem Zustand. Im März 2015 kaufte die ***Limited1*** von der ***GmbH2*** ua einen Automaten für "Hundewetten". Mit Generalversammlungsbeschluss vom ***12***2015 wurde die Auflösung der ***GmbH2*** beschlossen und erhielt die Firma daraufhin den Zusatz "in Liqu.". Eine Anmeldung von Glücksspielabgaben beim Finanzamt erfolgte durch die ***GmbH2*** letztmalig für den Monat 04/2015.
1.6 Die ***Limited1*** betrieb an den Standorten ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** (beziehungsweise kurzzeitig im Nebengebäude ***Straße4***) und ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** im streitgegenständlichen Zeitraum März 2015 bis Dezember 2017 zum Zweck der nachhaltigen Einnahmenerzielung jeweils zumindest 8 Automaten, mit denen den Kunden die Teilnahme an virtuellen Walzenspielen angeboten wurde. Darüber hinaus betrieb die ***Limited1*** an einem der Standorte im streitgegenständlichen Zeitraum zum Zweck der nachhaltigen Einnahmenerzielung einen Automaten, bei dem "Wetten" auf den Ausgang von bereits in der Vergangenheit stattgefundenen Hunderennen abgeschlossen werden konnten, wobei den Kunden auf dem Gerät Aufzeichnungen der Hunderennen angezeigt wurden.
1.7 Der Spielablauf der virtuellen Walzenspiele stellte sich wie folgt dar: Die Spiele konnten an dem jeweiligen Gerät durch Betätigung mechanischer Tasten oder virtueller Bildschirmtasten zur Durchführung aufgerufen werden. Für einen bestimmten Einsatzbetrag in Verbindung mit bestimmten Symbolkombinationen wurden Gewinne in Aussicht gestellt. Nach Eingabe von Geld, Auswahl eines Einsatzbetrages mittels Tastenbetätigung und Auslösung des Spieles wurden die am Bildschirm dargestellten Symbole auf den virtuellen Walzen ausgetauscht oder in der Lage verändert, sodass der optische Eindruck von rotierenden, senkrecht ablaufenden Walzen entstand. Nach kurzer Zeit kam der Walzenlauf zum Stillstand. Ein Vergleich der nun neu zusammengesetzten Symbole mit den im Gewinnplan angeführten gewinnbringenden Symbolkombinationen ergab nun einen Gewinn oder Verlust des Einsatzes. Bei den Walzenspielen hatte man keine Möglichkeit, gezielt Einfluss auf das Zustandekommen gewinnbringender Symbolkombinationen zu nehmen. Es war nur möglich, nach Eingabe eines Geldbetrages als Spielguthaben ein Spiel auszuwählen und zur Durchführung aufzurufen, den Einsatz zu wählen, die Start-Taste so lange zu betätigen, bis das aufgerufene Walzenspiel ausgelöst wurde und nach kurzer Zeit, nämlich nach Stillstand der Walzen, den Verlust des Einsatzes oder einen Gewinn festzustellen.
1.8 Die ***Limited1*** hatte zu keiner Zeit eine gültige Konzession nach § 14 GSpG oder eine landesrechtliche Bewilligung nach § 5 GSpG inne.
1.9 Betreffend die mit dem Automaten, bei dem "Wetten" auf aufgezeichnete Hunderennen abgeschlossen werden konnten, erzielten Einnahmen liegen keinerlei Aufzeichnungen vor. Betreffend die Höhe der mit den Walzenspielgeräten erzielten Einnahmen liegen mit EDV erstellte tabellarische Aufzeichnungen vor, in denen je Gerät tägliche Summenbeträge für "EIN", "AUS" und "Hold" vermerkt sind. Die Summen der Holds aller Geräte wurden als Automatenerlöse in der Buchhaltung erfasst. Die Aufzeichnungen beinhalten die Daten für 9 Geräte vom 1.3.2015 bis 30.4.2015, für 6 Geräte vom 1.5.2015 bis 31.1.2016 und für 4 Geräte vom 1.2.2016 bis 31.12.2017. Es wurden keine weiteren Grundaufzeichnungen, Belege oder Daten vorgelegt, anhand derer das in die Buchhaltung eingegangene Zahlenwerk nachvollziehbar wäre. Am 3.7.2018 erfolgten für 8 Walzenspielgeräte am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** Auszahlungen iHv insgesamt 5.235,00 Euro an die Spieler. Es ist von der sachlichen Unrichtigkeit der vorliegenden in der Buchhaltung der ***Limited1*** verarbeiteten Aufzeichnungen auszugehen.
1.10 Für die von der ***Limited1*** betriebenen Geräte (Punkt 1.6) wurden im Streitzeitraum keine Glücksspielabgaben selbstberechnet bzw entrichtet und erfolgte auch keine Offenlegung der für Bestand und Umfang der Glücksspielabgabepflicht maßgebenden Umstände gegenüber der Abgabenbehörde. Eine gültige Festsetzung von Glücksspielabgaben der ***Limited1*** durch Abgabenbescheid liegt nicht vor. Der Beschwerdeführer wusste, dass Ausspielungen mit den von der ***Limited1*** betriebenen Geräten (Punkt 1.6) der Glücksspielabgabe unterliegen.
1.11 Ab der Gründung der ***Limited1*** (Eintragung der Gesellschaft am ***13***2012 im britischen Handelsregister) bis ***14***2013 war zunächst der Beschwerdeführer als Company Director der ***Limited1*** im britischen Handelsregister eingetragen. Im Zeitraum ***14***.2013 bis ***15***2014 war Herr ***IJ*** als Company Director der ***Limited1*** im britischen Handelsregister eingetragen. Ab ***15***2014 war Herr ***AB*** als Company Director der ***Limited1*** im britischen Handelsregister eingetragen, wobei als Korrespondenzadresse "***Adresse4-Bosnien-altSchreibweise***" angegeben war. Im österreichischen Firmenbuch war als Adresse von Herrn ***AB*** (als handelsrechtlichem Geschäftsführer) "***Adresse4-Bosnien***" angegeben.
1.12 Am 22.1.2015 übertrug der Beschwerdeführer die Anteile an der ***Limited1*** um einen Kaufpreis von 1.000,00 Euro, welcher der Höhe des Stammkapitals der ***Limited1*** entspricht (s Punkt 1.1), an Herrn ***AB***.
1.13 Der Beschwerdeführer war von ***16***2015 bis ***17***2016 als Angestellter der ***Limited1***, von ***18***2016 bis ***20***2017 als geringfügig beschäftigter Arbeiter der ***Limited1***, von ***16***2017 bis ***17***2017 als Arbeiter der ***Limited1***, von ***18***2017 bis ***9***2018 als geringfügig beschäftigter Arbeiter der ***Limited1*** und von ***21***2018 bis ***22***2018 als Arbeiter der ***Limited1*** bei der österreichischen Sozialversicherung gemeldet. Für die Zeiträume ***23***2016 bis ***24***2016, ***25***2016 bis ***26***2017 und ***27***2017 bis ***9***2018 war der Beschwerdeführer vom AMS ***Ort4*** als arbeitssuchend gemeldet und bezog der Beschwerdeführer Arbeitslosengeld bzw Notstandshilfe, Überbrückungshilfe.
1.14 Herr ***AB*** wurde in Bosnien und Herzegowina geboren und ist bosnischer Staatsbürger. Im Zentralen Melderegister scheinen betreffend den Wohnsitz von Herrn ***AB*** folgende Meldedaten auf:
***28***2004 bis ***29***2004: Hauptwohnsitz an der Adresse ***Straße3***, ***PLZ2*** ***Ort2***, Unterkunftgeber ***FE***;
***30***2015 bis ***31***2015: Hauptwohnsitz an der Adresse ***Straße3***, ***PLZ2*** ***Ort2***, Unterkunftgeber ***DE***;
***32***2015 bis ***33***2015: Hauptwohnsitz an der Adresse ***Straße3***, ***PLZ2*** ***Ort2***, Unterkunftgeber ***DE***;
***34***2015 bis ***35***2015: Nebenwohnsitz an der Adresse ***Straße3***, ***PLZ2*** ***Ort2***, Unterkunftgeber ***DE***.
Bei der Adresse ***Straße3***, ***PLZ2*** ***Ort2*** handelte es sich ua im Jahr 2015 um den Hauptwohnsitz von Herrn ***DE***, den gewerberechtlichen Geschäftsführer der ***Limited1*** (s Punkt 1.3) und von Frau ***EE***, der Ehefrau von Herrn ***DE***.
1.15 Herr ***AB*** hielt sich im Streitzeitraum vorwiegend im Ausland (Bosnien und Herzegowina) auf und reiste nur in Abständen von mehreren Monaten tageweise zur österreichischen Zweigniederlassung der ***Limited1***. Herr ***AB*** ist der deutschen Sprache nicht mächtig und fungierte als Strohmann für den Beschwerdeführer. Der Beschwerdeführer vertrat die ***Limited1*** im Streitzeitraum regelmäßig nach außen und führte auch intern die Geschäfte der ***Limited1***. Insbesondere
i. vereinbarte der Beschwerdeführer mit Herrn ***AB*** ein Herrn ***AB*** von der ***Limited1*** zu leistendes Entgelt von 500,00 Euro pro Monat und zahlte der Beschwerdeführer Herrn ***AB*** dieses Entgelt in unregelmäßigen Abständen in bar aus;
ii. nahm der Beschwerdeführer für die ***Limited1*** in den Jahren 2016 und 2017 an Messen in Deutschland und Großbritannien teil, wobei der Beschwerdeführer zu diesem Zweck bspw eine Reise nach London von ***36***2016 bis ***37***2016 im Namen und auf Rechnung der ***Limited1*** buchte;
iii. unterfertigte der Beschwerdeführer für eine Messe, die von ***39*** bis ***38***2016 in Berlin stattfand ("***5***"), im Namen und auf Rechnung der ***Limited1*** ein Auftragsformular über die Zurverfügungstellung von Infrastruktur für den Betrieb eines Messestandes der ***Limited1***, wobei sich der Beschwerdeführer selbst als Messestandleiter deklarierte und zur Begleichung der Rechnung eine auf die ***Limited1*** als Karteninhaberin lautende Kreditkarte angab und die Belastung dieser Kreditkarte unterschriftlich genehmigte;
iv. gab der Beschwerdeführer im Jahr ***Streitjahr*** ein Zeitungsinterview, in welchem der Beschwerdeführer Auskünfte über eine Entwicklung neuer "Sportwettenterminals samt spezieller Software" durch die ***Limited1*** gab und sich der Beschwerdeführer als "Mitentwickler und Vertriebsleiter" bezeichnete;
v. schloss der Beschwerdeführer im Jahr 2015 im Namen und auf Rechnung der ***Limited1*** einen Sponsoringvertrag mit dem Fußballverein ***Fußballverein1*** ab;
vi. wurde eine Honorarnote des anwaltlichen Vertreters der ***Limited1*** RA Dr. ***Vorname*** ***4*** vom 9.6.2015 für den Klienten ***Limited1*** an den Beschwerdeführer als Rechnungsempfänger adressiert;
vii. wurde ein Schreiben der Rechtsanwaltskanzlei ***40*** vom 28.8.2017 betreffend eine Indexanpassung eines Mietvertrages an die "***Limited1*** zH Herrn ***Bf1***" adressiert und der Beschwerdeführer in diesem Schreiben einleitend auch persönlich angesprochen;
viii. wurde vom Beschwerdeführer mit dem Mobilfunkanbieter ***Mobilfunkanbieter1*** im eigenen Namen ein Mobilfunkvertrag für von der ***Limited1*** genutzte Rufnummern abgeschlossen;
ix. wurden zahlreiche Ausgangsrechnungen der ***Limited1*** vom Beschwerdeführer (unter Beifügung des Kürzels "i.V.") unterschrieben (Rechnung Nr 1705 vom 2.5.2016; Rechnung Nr 1708 vom 1.6.2016; Rechnung Nr 1713 vom 3.10.2016; Rechnung Nr 1912 vom 3.11.2016; Rechnung Nr 1913 vom 2.12.2016; Rechnung Nr 1729 vom 1.3.2017; Rechnung Nr 1732 vom 3.5.2017; Rechnung Nr 1733 vom 3.6.2017; Rechnung Nr 1734 vom 3.7.2017);
x. war der Beschwerdeführer am 16.1.2015 am von der ***Limited1*** betriebenen Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1***, zum Zweck der Wahrnehmung eines von der Gemeindeverwaltung anberaumten Termins betreffend feuerpolizeiliche und baupolizeiliche Begehung des Lokals anwesend;
xi. zahlte der Beschwerdeführer bspw Herrn ***IJ***, einem Mitarbeiter der ***Limited1***, den Lohn in bar aus, wobei er zum Teil eine Aufrechnung der Lohnforderung mit den gegenüber der ***Limited1*** bestehenden Spielschulden des Herrn ***IJ*** vornahm;
xii. verlieh der Beschwerdeführer an verschiedene Spieler bzw Kunden der ***Limited1*** Bargeld, um diesen das Weiterspielen an den von der ***Limited1*** betriebenen Geräten zu ermöglichen;
xiii. bot der Beschwerdeführer einem Kunden der ***Limited1***, der bei der Polizei eine Selbstanzeige betreffend eine durch ihn erfolgte Beschädigung eines der von der ***Limited1*** am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** betriebenen Walzenspielgeräte erstattet hatte, einen Betrag von 1.000,00 Euro dafür an, die Anzeige zurückzuziehen;
xiv. führte der Beschwerdeführer im Namen der ***Limited1*** Vertragsverhandlungen betreffend die Miete des Gebäudes ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** mit der Grundstückseigentümerin und verlangte der Beschwerdeführer in weiterer Folge von der Grundstückseigentümerin/Vermieterin nach einem im Jahr 2019 eingetretenen Wasserschaden eine "Ablöse" der Geschäftseinrichtung; gegenüber der Grundstückseigentümerin/Vermieterin sprach der Beschwerdeführer ua davon, dass "seine Automaten legal" seien, dass "er" noch andere Standorte habe und dass "er" weniger Miete zahlen wolle;
xv. entleerte der Beschwerdeführer die Kassenladen der von der ***Limited1*** betriebenen Geräte und war faktisch dafür verantwortlich, welche Beträge in den der Buchhaltung zugrunde gelegten aktenkundigen Aufzeichnungen (s dazu Punkt 1.9) erfasst wurden;
xvi. übermittelten entweder der Beschwerdeführer oder die Ehefrau des Beschwerdeführers, Frau ***EhefrauBf1***, die steuerlich relevanten Unterlagen der ***Limited1*** auf (faktische) Verantwortung des Beschwerdeführers an die steuerliche Vertretung der ***Limited1***.
1.16 Am 21.11.2018 wurde eine Prüfung gemäß § 99 FinStrG in Verbindung mit § 147 BAO bei der ***Limited1*** für den Zeitraum 2015 bis 2017 hinsichtlich Glücksspielabgaben begonnen. Der Prüfungsauftrag und die Rechtsbelehrung wurden an den steuerlichen Vertreter der ***Limited1***, ***Steuerberater1***, ***SteuerberatungsGmbH1***, ***Straße6***, ***PLZ1*** ***Ort1***, am 21.11.2018 ausgehändigt.
1.17 Am ***51***2018 wurde beim britischen Handelsregister ein Antrag auf Löschung der ***Limited1*** eingebracht. Am ***49***2019 erfolgte die Löschung der ***Limited1*** aus dem britischen Handelsregister. Die Löschung einer britischen Limited aus dem britischen Handelsregister hat nach britischem Gesellschaftsrecht konstitutive Wirkung. Mit der Registerlöschung endet somit die rechtliche Existenz der Limited und noch vorhandenes Vermögen fällt an die britische Krone (Section 1012 Companies Act 2006).
2. Beweiswürdigung
Gemäß § 167 Abs 1 BAO bedürfen Tatsachen, die bei der Abgabenbehörde offenkundig sind, und solche, für deren Vorhandensein das Gesetz eine Vermutung aufstellt, keines Beweises. Gemäß § 167 Abs 2 BAO hat die Abgabenbehörde im übrigen unter sorgfältiger Berücksichtigung der Ergebnisse des Abgabenverfahrens nach freier Überzeugung zu beurteilen, ob eine Tatsache als erwiesen anzunehmen ist oder nicht. Gemäß § 2a BAO gelten diese Bestimmungen sinngemäß im Verfahren vor den Verwaltungsgerichten, soweit sie im Verfahren der belangten Abgabenbehörde gelten.
Nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes genügt es, von mehreren Möglichkeiten jene als erwiesen anzunehmen, die gegenüber allen anderen Möglichkeiten eine überragende Wahrscheinlichkeit oder gar die Gewissheit für sich hat und alle anderen Möglichkeiten absolut oder mit Wahrscheinlichkeit ausschließt oder zumindest weniger wahrscheinlich erscheinen lässt. Die Abgabenbehörde bzw das Verwaltungsgericht muss dieser Rechtsprechung zufolge den Bestand einer Tatsache nicht im naturwissenschaftlich-mathematisch exakten Sinn nachweisen (vgl VwGH 21.9.2009, 2009/16/0033; 31.5.2017, Ro 2014/13/0025; 31.5.2017, Ro 2014/13/0044; Ritz/Koran, BAO8 § 167 Rz 8 mwN). Dies gilt insbesondere auch dann, wenn eine Partei im Abgabenverfahren eine für sie nachteilige Tatsache leugnet (vgl VwGH 6.6.1990, 89/13/0262; 16.6.1986, 86/16/0085).
Unter Berücksichtigung der vorstehenden Grundsätze gründen sich die obigen Feststellungen (Punkt 1) im Einzelnen auf folgende Erwägungen:
Die Feststellungen bei Punkt 1.1 beruhen auf den im britischen Handelsregister zur ***Limited1*** aufscheinenden Informationen sowie auf den ebendort zur Gründung der ***Limited1*** abrufbaren aktenkundigen Urkunden.
Die Feststellungen bei Punkt 1.2 beruhen auf den zu FN ***3*** im Firmenbuch aufscheinenden Informationen.
Die Feststellungen bei Punkt 1.3 beruhen auf den im Gewerbeinformationssystem Austria (GISA) zur ***Limited1*** abrufbaren Informationen sowie - soweit sie die Beschäftigungsverhältnisse von Herrn ***DE*** betreffen - auf den für Herrn ***DE*** an das Finanzamt Österreich übermittelten aktenkundigen Lohnzetteln.
Die Feststellungen bei Punkt 1.4 beruhen auf der insoweit glaubwürdigen Aussage des Beschwerdeführers in der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesfinanzgericht (s die darüber aufgenommene Niederschrift vom 25.8.2025), welche mit den diesbezüglichen Feststellungen der belangten Behörde (Bericht über das Ergebnis der bei der ***Limited1*** durchgeführten Außenprüfung vom 19.4.2021 unter der Überschrift "Erkenntnisse aus weiteren Erhebungen:") übereinstimmt.
Ad Punkt 1.5:
Die Feststellung, dass die ***Limited1*** im Februar 2015 von der ***GmbH2*** ua 10 Glücksspielautomaten in gebrauchtem Zustand und im März 2015 einen "Hundewettautomaten" kaufte, beruht auf den diesbezüglichen aktenkundigen Rechnungen vom 2.2.2025 und vom 10.3.2015 sowie dem aktenkundigen Jahresabschluss (Anlageverzeichnis) der ***Limited1*** für das Jahr 2015.
Die Feststellungen betreffend die Beschlagnahme von 10 Glücksspielautomaten im Jänner 2015 beruhen auf der aktenkundigen Fotodokumentation zur GSpG Kontrolle am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** vom 16.1.2015, der aktenkundigen Niederschrift über die Einvernahme des Beschwerdeführers anlässlich der vorgenannten Kontrolle vom 16.1.2015, sowie auf den gleichlautenden Feststellungen der belangten Behörde (Bericht über das Ergebnis der bei der ***Limited1*** durchgeführten Außenprüfung vom 19.4.2021 unter der Überschrift "Erkenntnisse aus den bisherigen Kontrollen der Finanzpolizei"), denen vom Beschwerdeführer nicht entgegengetreten wurde, sodass diese als richtig angesehen werden können.
Die Feststellung, dass an den Standorten ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** und ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** bis Anfang 2015 ua Glücksspielautomaten von der ***GmbH2*** (nunmehr ***GmbH2*** in Liqu.) aufgestellt waren und von der ***GmbH2*** für diese Automaten die Glückspielabgaben selbstberechnet wurden, beruht auf dem aktenkundigen Abrechnungsbeleg der ***GmbH2*** betreffend den Zeitraum "JÄN BZW FEB 15" für die "Filiale ***Ort2***" der ***Limited1***, dem aktenkundigen Abrechnungsbeleg der ***GmbH2*** betreffend den Zeitraum 31.12.2014 bis 30.1.2015 für die "Filiale ***Ort1***" der ***Limited1***, der aktenkundigen Aufstellung der von der ***GmbH2*** für das Jahr 2011 selbstberechneten Glücksspielabgaben für die Standorte ***Ort2*** und ***Ort1*** und der aktenkundigen Aussage von Herrn ***AB*** im Zuge seiner Vernehmung als Beschuldigter in einem Finanzstrafverfahren vom 28.11.2019 (s aktenkundige Niederschrift vom 28.11.2019 Seite 3).
Die Feststellungen betreffend die Auflösung der ***GmbH2*** und betreffend die Änderung deren Firma beruhen auf den im Firmenbuch zu FN ***2*** aufscheinenden Informationen bzw den dort abrufbaren aktenkundigen Urkunden.
Die Feststellung, dass durch die ***GmbH2*** eine Anmeldung von Glücksspielabgaben beim Finanzamt letztmalig für den Monat 04/2015 erfolgte, beruht auf der aktenkundigen Abfrage des Steuerkontos der ***GmbH2*** in Liqu.
Ad Punkt 1.6: Die Feststellungen betreffend die Glücksspielarten, die mit den von der ***Limited1*** aufgestellten Geräten konsumiert werden konnten, sowie betreffend die Anzahl der von der ***Limited1*** betriebenen Automaten, beruhen auf den aktenkundigen Ermittlungsergebnissen der Finanzpolizei. Dabei ist insbesondere auf die am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** bzw ***Straße4*** am 22.3.2017 sowie am 4.7.2018 durchgeführten Kontrollen sowie auf die am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** am 4.7.2018 durchgeführte Kontrolle zu verweisen. Bei diesen Kontrollen wurden ein Automat, bei dem "Wetten" auf den Ausgang von bereits in der Vergangenheit stattgefundenen aufgezeichneten Hunderennen abgeschlossen werden konnten (s auch die aktenkundigen Abrechnungsbelege vom 4.7.2018 betreffend "Einlaufwetten", die folgenden Hinweis beinhalten: "Achtung: bei den gezeigten Hunderennen handelt es sich um Aufzeichnungen!" und die im Zuge der Kontrolle sichergestellt wurden) sowie an beiden Standorten jeweils zumindest 8 betriebsbereite Walzenspielgeräte vorgefunden (s die Bescheidbegründungen folgender aktenkundiger Bescheide: Beschlagnahmebescheid der BH ***Ort3*** vom 22.3.2017; Beschlagnahmebescheid der BH ***Ort3*** vom 22.8.2018 [s dazu auch das aktenkundige Erkenntnis des LVwG OÖ vom 1.8.2019]; Bescheid der BH ***Ort4*** über eine Beschlagnahme gemäß GSpG vom 10.4.2019; s auch den aktenkundigen Aktenvermerk des Leiters der Amtshandlung betreffend Glücksspielkontrolle im Lokal "***Limited1***", ***Straße1***, ***PLZ1*** ***Ort1***, vom 5.7.2018). Am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** wurde im Zuge der Kontrolle durch die Finanzpolizei am 4.7.2018 zudem eine Auszahlungsliste vom 3.7.2018 (aktenkundig) vorgefunden, in der Auszahlungen für 8 Automaten erfasst waren.
Der aktenkundigen Aufstellung der von der ***GmbH2*** für das Jahr 2011 selbstberechneten Glücksspielabgaben für die Standorte ***Ort2*** und ***Ort1*** zufolge waren auch bereits im Jahr 2011 an beiden Standorten jeweils mindestens 8 Glücksspielautomaten (Walzenspielgeräte) aufgestellt. Vor dem Hintergrund, dass auch bei den am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** bzw ***Straße4*** am 22.3.2017 sowie am 4.7.2018 sowie bei den am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** am 16.1.2015 und am 4.7.2018 durchgeführten Kontrollen durch die Finanzpolizei jeweils zumindest 8 betriebsbereite Glücksspielautomaten (Walzenspielgeräte) vorgefunden wurden, hat es aus der Sicht menschlichen Erfahrungsgutes im Bereich kaufmännischer Gepflogenheiten gegenüber allen anderen Möglichkeiten eines abgabenrechtlich relevanten Geschehnisablaufes die weitaus größere Wahrscheinlichkeit für sich, dass die Anzahl der an den beiden Standorten betriebenen Automaten im Streitzeitraum im Wesentlichen gleich bleibend war (vgl zB VwGH 22. 12. 2004, 2002/15/0142; 20. 10. 1999, 94/13/0027). Wenn der Beschwerdeführer einwendet, es seien zwischenzeitig am Standort ***Ort2***, ***Straße2*** keine Automaten aufgestellt gewesen, sondern am (ebenfalls von der ***Limited1*** betriebenen) Standort ***Ort2***, ***Straße4***, ist dem entgegenzuhalten, dass dies nichts daran ändert, wie viele Geräte von der ***Limited1*** im Streitzeitraum insgesamt betrieben wurden.
Darüber hinaus ist betreffend die Anzahl der von der ***Limited1*** betrieben Automaten und betreffend die auf diesen konsumierbaren Glücksspielarten auf mehrere diesbezügliche Zeugenaussagen zu verweisen:
So gab etwa Herr ***FG*** an, am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** würden sich ca 8 bis 10 Geräte befinden, bei denen sich auf einem Bildschirm Walzen mit Symbolen (Früchte, Kleeblatt etc) drehen und auf denen der besagte Zeuge 3 bis 4 mal monatlich spiele (s das aktenkundige Protokoll des FA für Gebühren Verkehrsteuern und Glücksspiel als Finanzstrafbehörde über die Zeugeneinvernahme gem § 161 StPO des ***FG*** vom 12.9.2018).
Weiters gab auch Herr ***NO*** an, am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** seien Geräte aufgestellt, wobei es sich um Walzenspiele handle, bei denen zB Früchtesymbole ersichtlich seien (s das aktenkundige Protokoll des FA für Gebühren Verkehrsteuern und Glücksspiel als Finanzstrafbehörde über die Zeugeneinvernahme gem § 161 StPO des ***NO*** vom 12.9.2018).
Herr ***GH*** gab an, das Lokal am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** seit 7 Jahren zu besuchen und dass bis vor einer "Razzia" im Sommer (Anm: 2018) ca 12 Glücksspielgeräte vorhanden gewesen seien (s das aktenkundige Protokoll des FA für Gebühren Verkehrsteuern und Glücksspiel als Finanzstrafbehörde über die Zeugeneinvernahme gem § 161 StPO des ***GH*** vom 12.9.2018).
Herr ***EF*** gab an, im Lokal am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** seien hinter einer versperrten Türe in einem Nebenraum 12 Spielautomaten aufgestellt, bei denen auf dem Bildschirm 5 Symbole angezeigt würden, die - nach Einwurf eines Geldeinsatzes - auf Knopfdruck zu laufen beginnen und wieder anhalten würden. Bei drei gleichen Symbolen gewinne man und man könne sich aussuchen, mit dem sodann erhöhten Guthaben weiterzuspielen oder sich den Gewinn auszahlen zu lassen (s die aktenkundige Niederschrift der Landespolizeidirektion OÖ über die Beschuldigteneinvernahme des ***EF*** vom 22.12.2016).
Zur Betreibereigenschaft der ***Limited1*** ist ergänzend wie folgt auszuführen: Zwar waren an beiden Standorten im Lokal Hinweiszettel aufgehängt, auf denen eine "***Limited2***" als Betreiberin bzw Aufstellerin aller Automaten bezeichnet wird, wobei am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** zusätzlich die Anschrift "***Limited2-Adresse***" angeführt wird (s die aktenkundigen Fotodokumentationen zu der am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** am 23.8.2018 durchgeführten Kontrolle sowie zu der am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** am 4.7.2018 durchgeführten Kontrolle); allerdings ist eine "***Limited2***" weder im britischen Handelsregister eingetragen, noch sind durch eine Eingabe der Firma in Verbindung mit der angegebenen Anschrift bei der Internet-Suchmaschine Google mit der Suchanfrage übereinstimmende Dokumente auffindbar. Zudem teilte der Beschwerdeführer dem BFG mit Schreiben vom 29.7.2025 mit, dass ihm eine "***Limited2***" nicht bekannt sei und er keine Kenntnisse über Geschäftsbeziehungen zwischen dieser und der ***Limited1*** habe. Auch Frau ***BC***, eine Mitarbeiterin der ***Limited1*** gab am 4.7.2018 im Rahmen einer Einvernahme als Auskunftsperson (s die darüber aufgenommene aktenkundige Niederschrift vom 4.7.2018) gegenüber Organen der Finanzpolizei an, dass ihr eine "***Limited2***" nicht bekannt sei und sie zu dem Zettel, der diese Firma als Betreiber aller Automaten nennt, nichts sagen könne. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der Hinweis auf eine "***Limited2***" als Betreiberin bzw Aufstellerin der Automaten lediglich der Verschleierung des Betriebs der Automaten durch die ***Limited1*** dienen sollte. Dass die Automaten von der ***GmbH2*** betrieben wurden, kann im Hinblick auf die bei Punkt 1.5 getroffenen Feststellungen ausgeschlossen werden.
Dass die Geräte zwecks nachhaltiger Einnahmenerzielung betrieben wurden, folgt bei lebensnaher Betrachtungsweise bereits daraus, dass diese von einem Unternehmer betriebsbereit in für interessierte Kunden zugänglichen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden und die Funktionsweise der Geräte (s dazu Punkt 1.7) eine Einnahmenerzielung ermöglichte.
Die Feststellungen bei Punkt 1.7 zum Ablauf der Walzenspiele beruhen auf den schlüssigen und nachvollziehbaren Beschreibungen durch Organe der Finanzpolizei (s die Bescheidbegründungen folgender aktenkundiger Bescheide: Beschlagnahmebescheid der BH ***Ort3*** vom 22.3.2017; Beschlagnahmebescheid der BH ***Ort3*** vom 22.8.2018 [s dazu auch das aktenkundige Erkenntnis des LVwG OÖ vom 1.8.2019]; Bescheid der BH ***Ort4*** über eine Beschlagnahme gemäß GSpG vom 10.4.2019; s auch den aktenkundigen Aktenvermerk des Leiters der Amtshandlung betreffend Glücksspielkontrolle im Lokal "***Limited1***", ***Straße1***, ***PLZ1*** ***Ort1*** sowie die aktenkundigen Fotodokumentationen zu der am Standort ***PLZ2*** ***Ort2***, ***Straße2*** am 23.8.2018 durchgeführten Kontrolle sowie zu der am Standort ***PLZ1*** ***Ort1***, ***Straße1*** am 4.7.2018 durchgeführten Kontrolle).
Die Feststellungen bei Punkt 1.8, dass die ***Limited1*** zu keiner Zeit eine gültige Konzession nach § 14 GSpG oder eine landesrechtliche Bewilligung nach § 5 GSpG innehatte, gründen sich auf den Umstand, dass die belangte Behörde im bisherigen Verfahren stets vom Vorliegen illegalen Glücksspiels ausging und diese Annahme dem Beschwerdeführer wiederholt vorgehalten wurde. Dass diese Annahme unzutreffend sei, wurde vom Beschwerdeführer nicht behauptet und ergeben sich auch sonst aus dem Akteninhalt keinerlei Hinweise darauf, dass die ***Limited1*** eine gültige Konzession nach § 14 GSpG oder eine landesrechtliche Bewilligung nach § 5 GSpG innegehabt hätte.
Ad Punkt 1.9: Die Feststellung der sachlichen Unrichtigkeit der vorliegenden der Buchhaltung zugrunde gelegten Aufzeichnungen gründet sich auf folgende Umstände:
Die Anzahl der in diesen Aufzeichnungen erfassten Geräte stimmt nicht mit der Anzahl der tatsächlich an den Standorten ***Ort2*** und ***Ort1*** von der ***Limited1*** betriebenen Geräte überein (s Punkt 1.6).
Normen und Schlagworte
- § 79 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 93 Abs. 3 lit. a BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 204 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 59 Abs. 1 Z 2 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 167 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 167 Abs. 2 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 57 Abs. 3 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 57 Abs. 5 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 184 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 57 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 59 Abs. 2 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 224 Abs. 3 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 1 Abs. 1 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 2 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 224 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 116 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 59 Abs. 2 Z 1 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 238 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 207 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 207 Abs. 2 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 209 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 20 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 183 Abs. 4 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 115 Abs. 2 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 9a Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 9a BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 59 Abs. 3 GSpG, Glücksspielgesetz, BGBl. Nr. 620/1989
- § 2a BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- BFG-Entscheidungen
- Dokumenttyp
- Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
- Geschäftszahl
- RV/6100433/2024
- ECLI
- ECLI:AT:BFG:2025:RV.6100433.2024
- Stammnummer
- 149039
- Gültig
- 01.09.2025 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:13
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF