Findok · BFG-Entscheidungen
BFG RV/7101623/2024
Nichtanerkennung von Fremdleistungen in der Baubranche und Schätzung des tatsächlichen Lohnaufwandes
geltende FassungBescheidbeschwerde - Senat - ErkenntnisRV/7101623/2024vom 03.10.2024Teil 2 von 3
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.
Wortlaut laut Findok
Mit Beschluss vom ***28*** 2022 wurde die ***X-GmbH *** vom Firmenbuchgericht gemäß § 40 FBG infolge Vermögenslosigkeit im Firmenbuch gelöscht.
Die Einkommensteuererklärungen für die Jahre 2014 bis 2016 hat der Bf. an folgenden Tagen beim damaligen Finanzamt ***29*** eingebracht:
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Einkommensteuererklärung für
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eingebracht am
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2014
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31.3.2016
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2015
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30.11.2016
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2016
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20.1.2018
Die Einkommensteuerbescheide für 2014 bis 2016 betreffend den Bf. sind an folgenden Tagen ergangen:
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Einkommensteuerbescheid für
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ergangen am
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2014
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31.3.2016
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2015
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1.12.2016
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2016
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1.2.2018
Betriebsgegenstand war die Herstellung von Metallkonstruktionen und war die ***X-GmbH *** auch in den Jahren 2014 bis 2016 im Baugewerbe tätig.
Die ***X-GmbH *** hat sich bei der Erbringung ihrer Leistungen auch Subunternehmer bedient.
In das Rechenwerk der ***X-GmbH *** haben in den Jahren 2014 bis 2016 auch Eingangsrechnungen von folgenden Gesellschaften Einklang gefunden und wurden die in von diesen Gesellschaften in Rechnung gestellten Beträge als Fremdleistungsaufwand gewinnwirksam geltend gemacht:
Von der ***A-GmbH ***, ***2***, ist am xx.09.2014 eine Rechnung über Bauleistungen in der Höhe von € 8.100,- an die ***X-GmbH *** ausgestellt worden. Dieser in Rechnung gestellte Betrag wurde von der ***X-GmbH *** aufwandswirksam als Fremdleistungsaufwand verbucht und als Betriebsausgabe in der Körperschaftsteuererklärung 2015 geltend gemacht. Da in dieser Rechnung eine Bauleistung abgerechnet wurde, ist laut dieser Rechnung die Umsatzsteuerschuld gemäß § 19 Abs. 1a Umsatzsteuergesetz 1994 auf den Leistungsempfänger übergegangen. Ein Betrag von
€ 2.025,00 (25%) aus dieser Rechnung ist von der ***14*** an das ***119*** überwiesen worden.
Hinsichtlich der ***A-GmbH *** bzw. zu den Beziehungen zur ***X-GmbH *** werden folgende Feststellungen getroffen:
(A) Die ***A-GmbH *** wurde mit Gesellschaftsvertrag vom ***16***2008 mit Sitz in ***43*** gegründet und am ***17***2008 im Firmenbuch zu FN ***4*** eingetragen.
Ab xx.04.2014 wurden die Gesellschaftsanteile der ***A-GmbH *** von Herrn ***3***, ***2***, welcher ab diesem Zeitpunkt auch alleiniger Geschäftsführer gewesen ist (Eintragung im FB am xx.05.2014), gehalten. Laut Firmenbuch ist der Jahresabschluss zum 31.12.2013 der letzte eingereichte Abschluss. Zumindest seit der im Frühjahr 2014 erfolgten umfassenden Änderung in den Gesellschafts- und Geschäftsführungsverhältnissen handelt es sich bei der ***A-GmbH *** um eine Gesellschaft, die lediglich mit Scheinrechnungen und Anmeldungen zur Sozialversicherung handelt, tatsächlich aber keine reale wirtschaftliche Tätigkeit ausübt und daher auch keine Bauleistungen erbracht hat. Bis auf den Firmenmantel weist nichts auf die Existenz eines am Markt tätigen Unternehmens hin. Die Firma ist ohne die notwendige Infrastruktur ausgestattet und hat eine reine "Briefkastenanschrift". Die Geschäftstätigkeit bestand seit Frühjahr 2014 im Verkauf von Schein- und Deckungsrechnungen, im Verkauf von Anmeldungen zur Sozialversicherung, im Verkauf von ELDA - Accounts bzw. dessen Nutzung, im Verkauf von Lohnbestätigungen und im Verkauf diverser Bestätigungen auf Firmenpapier.
Eine Erbringung der der ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen durch die ***A-GmbH *** im Leistungszeitraum laut Rechnung Nr. ***18*** nämlich August - September 2014, war mangels Vorhandensein ausreichenden Personals, unmöglich und hat die ***A-GmbH *** an die ***X-GmbH *** die in Rechnung gestellten Leistungen in deren Wirtschaftsjahr 2014/2015 auch nicht erbracht.
Die ***X-GmbH *** hat betreffend die ***A-GmbH *** weder das Firmenbuch, noch das Gewerberegister abgefragt und auch keine Abfrage der HFU-Liste und keine Gültigkeitsprüfung der in der Rechnung angeführten UID-Nummer durchgeführt. Auch eine Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der ***A-GmbH *** ist durch die ***X-GmbH *** nicht erfolgt. Ein Werkvertrag für die abgerechneten Leistungen existiert nicht. Es gibt auch keine Aufzeichnungen über die Leistungen laut der von der ***A-GmbH *** gelegten Rechnung wie Besprechungsprotokolle, Bautagesberichte, Pläne oder Skizzen.
Am xx.11.2014 wurde durch das zuständige Finanzamt die UID-Nummer der ***A-GmbH *** begrenzt. Die Streichung aus der HFU-Liste (***123***) wurde mit ***124***2014 durchgeführt. Am xx.04.2015 erfolgte die amtswegige Löschung der ***A-GmbH *** im Firmenbuch gemäß § 40 FBG infolge Vermögenslosigkeit.
Es wird in freier Beweiswürdigung davon ausgegangen, dass die von der ***A-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen zwar an die ***X-GmbH *** erbracht wurden, aber nicht durch die ***A-GmbH ***, wobei der daraus resultierende Aufwand für die ***X-GmbH *** im Schätzungsweg gemäß § 184 BAO mit 50% des in Rechnung gestellten Betrages - abzüglich der Zahlung an das Dienstleitungszentrum - angesetzt wird und der andere Teil (ebenfalls 50% des in Rechnung gestellten Betrages) einen nicht erklärten Mehrgewinn darstellt und verdeckt an die Gesellschafter der ***X-GmbH *** - nach Maßgabe der Beteiligungsverhältnisse, dh. 2/3 an den Bf. und 1/3 an ***Herr A ***, ausgeschüttet wurde.
Von der ***19***, ***20*** sind die nachstehend angeführten Rechnungen an die ***X-GmbH *** über Bauleistungen ausgestellt worden. Da in diesen Rechnungen jeweils Bauleistungen abgerechnet wurden, ist laut diesen Rechnungen der ***19*** die Umsatzsteuerschuld gemäß § 19 Abs. 1a Umsatzsteuergesetz 1994 auf den Leistungsempfänger übergegangen.
[...]
Diese in den angeführten Rechnungen gestellte Beträge wurden nach Abzug von Skontobeträgen in Gesamthöhe von € 1.201,56 und sohin mit einem Betrag von € 30.895,94 von der ***X-GmbH *** aufwandswirksam als Fremdleistungsaufwand verbucht und als Betriebsausgabe in der Körperschaftsteuererklärung 2016 geltend gemacht.
(B) Hinsichtlich der ***19*** bzw. zu den Beziehungen zur ***X-GmbH *** werden folgende Feststellungen getroffen:
Die ***36***. wurde mit Gesellschaftsvertrag vom ***25***1999 mit Sitz in ***43*** gegründet und am ***24***1999 zu FN ***21*** im Firmenbuch eingetragen.
Im Jänner 2015 sind die Gesellschaftsanteile an der ***36***. von Herrn ***23*** auf Herrn ***22*** übertragen worden, wobei die Eintragung von ***22*** als Alleingesellschafter im Firmenbuch am xx.01.2015 erfolgt ist. Gleichzeitig ist ***22*** zum alleinigen Geschäftsführer der ***36***. bestellt worden. Der letzte beim Firmenbuch eingereichte Jahresabschluss ist jener zum 31.12.2014 gewesen.
Die ***36***. hat im Zeitraum Jänner 2015 bis Dezember 2016 keine Dienstnehmer beschäftigt.
Mit xx.07.2015 erfolgte durch das zuständige Finanzamt eine Begrenzung der UID-Nummer der ***36***. Das Unternehmen wurde am xx.07.2015 aus der HFU-Liste gestrichen.
Mit Ende Jänner 2016 hat vom Firmenbuch keine aktuelle Firmenanschrift dieser Gesellschaft mehr eruiert werden können. Am xx.01.2018 ist die ***36***. von amtswegen infolge Vermögenslosigkeit gemäß § 40 FBG im Firmenbuch gelöscht worden.
Eine Erbringung der der ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen durch die ***36***. in den Leistungszeiträumen laut gelegten Rechnungen nämlich Februar 2015 bis Juni 2015, war mangels Vorhandensein von Dienstnehmern, unmöglich und hat die ***36***. an die ***X-GmbH *** die in Rechnung gestellten Leistungen in deren Wirtschaftsjahr 2015/2016 auch nicht erbracht.
Die ***X-GmbH *** hat betreffend die ***36***. weder das Firmenbuch noch das Gewerberegister abgefragt. Es wurde lediglich einmal eine Anfrage der Gültigkeit der UID-Nummer und zwar am 10.4.2015 und Abfragen, ob diese Gesellschaft in der HFU-Liste aufscheint und zwar am 6.3.2015, 13.4.2015, 12.5.2015 und 1.6.2015 durchgeführt. Eine Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der ***19*** ist durch die ***X-GmbH *** nicht erfolgt. Werkverträge mit der ***36***. für die abgerechneten Leistungen existieren nicht. Es gibt auch keine Aufzeichnungen über die Leistungen laut den von der ***36***. gelegten Rechnungen wie Besprechungsprotokolle, Bautagesberichte, Pläne oder Skizzen.
Es wird in freier Beweiswürdigung davon ausgegangen, dass die von der ***36***. in Rechnung gestellten Leistungen zwar an die ***X-GmbH *** erbracht wurden, aber nicht durch die ***36***., wobei der daraus resultierende Aufwand im Schätzungsweg gemäß § 184 BAO mit 50% des in Rechnung gestellten Betrages angesetzt wird und der andere Teil (ebenfalls 50% des in Rechnung gestellten Betrages) einen nicht erklärten Mehrgewinn darstellt und verdeckt an die Gesellschafter der ***X-GmbH *** - nach Maßgabe der Beteiligungsverhältnisse, dh. 2/3 an den Bf. und 1/3 an ***Herr A ***, ausgeschüttet wurde.
Von der ***39***, Adresse sind die nachstehend angeführten Rechnungen über Bauleistungen an die ***X-GmbH *** ausgestellt worden. Da in diesen Rechnungen jeweils Bauleistungen abgerechnet wurden, ist laut diesen Rechnungen der ***39*** die Umsatzsteuerschuld gemäß § 19 Abs. 1a Umsatzsteuergesetz 1994 auf den Leistungsempfänger übergegangen.
[...]
Diese in den angeführten Rechnungen gestellte Beträge wurden nach Abzug von Skontobeträgen in Gesamthöhe von € 2.344,32 und sohin mit einem Betrag von € 64.958,18 von der ***X-GmbH *** aufwandswirksam als Fremdleistungsaufwand verbucht und als Betriebsausgabe in der Körperschaftsteuererklärung 2016 geltend gemacht.
(C) Hinsichtlich der "***39*** bzw. zu den Beziehungen zur ***X-GmbH *** werden folgende Feststellungen getroffen:
Die ***51*** wurde mit Erklärung über die Errichtung der Gesellschaft am xx.09.2014 mit Sitz in ***43*** gegründet. Am xx.03.2015 wurde die Änderung des Firmennamens auf "***39*** im Firmenbuch eingetragen.
Als Alleingeschäftsführer und einziger Gesellschafter war zunächst ***52*** im Firmenbuch eingetragen. Am xx.03.2015 hat ***52*** seine Anteile an ***37*** abgetreten. Seit xx.03.2015 ist ***37*** auch alleiniger Geschäftsführer der "***39***.
An das Firmenbuch wurden zu keiner Zeit Jahresabschlüsse übermittelt.
Mit Feststellungsbescheid über das Vorliegen eines Scheinunternehmens des Finanzamtes vom 26.2.2016 wurde festgestellt, dass der Rechtsträger ***39*** (FN ***5***) an der Adresse Straße in Ort beginnend ab xx.11.2015 als Scheinunternehmen gemäß § 8 SBBG gilt.
Mit Beschluss des Handelsgerichtes vom xx.04.2016 wurde zu ***38*** der Konkurs über die "***39*** eröffnet. Dieser Konkurs wurde mit Beschluss des Handelsgerichtes am xx.01.2017 nach Verteilung an die Massegläubiger, dh. an die Konkursgläubiger ist keine Quote entfallen, aufgehoben.
Am xx.04.2017 ist die "***39*** gemäß § 40 FBG infolge von Vermögenslosigkeit von amtswegen im Firmenbuch gelöscht worden.
Eine Erbringung der der ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen durch die "***39*** in den Leistungszeiträumen laut gelegten Rechnungen nämlich Juli 2015 bis Mitte Jänner 2016 ist durch die "***39*** nicht erfolgt.
Die ***X-GmbH *** hat betreffend die "***39*** weder das Firmenbuch noch das Gewerberegister abgefragt. Es wurde lediglich einmal eine Anfrage der Gültigkeit der UID-Nummer und zwar am 11.9.2015 und eine Abfrage, ob diese Gesellschaft in der HFU-Liste aufscheint und zwar am 12.8.2015 durchgeführt. Eine Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der ist durch die ***X-GmbH *** nicht erfolgt. Werkverträge mit der "***39*** für die abgerechneten Leistungen existieren nicht. Es gibt auch keine Aufzeichnungen über die Leistungen laut den von der "***39*** gelegten Rechnungen wie Besprechungsprotokolle, Bautagesberichte, Pläne oder Skizzen.
Es wird in freier Beweiswürdigung davon ausgegangen, dass die von der "***39*** in Rechnung gestellten Leistungen zwar an die ***X-GmbH *** erbracht wurden, aber nicht durch die "***39***, wobei der daraus resultierende Aufwand im Schätzungsweg gemäß § 184 BAO mit 50% des in Rechnung gestellten Betrages angesetzt wird.
2. Beweiswürdigung
Die Feststellungen betreffend die gesellschaftlichen Verhältnisse bzw. wer Geschäftsführer der ***X-GmbH *** gewesen ist gründen sich auf das Firmenbuch sowie die den Eintragungen im Firmenbuch zugrunde liegende Urkundensammlung (Abtretungsverträge vom xx.03.2008 zwischen ***Herr D *** als Abtretender und ***Herr B *** und vom xx.03.2016 zwischen ***Herr B *** als Abtretender und ***Herr C ***) und sind zwischen den Parteien des Beschwerdeverfahrens auch nicht strittig.
Die Höhe der von den Firmen ***A-GmbH ***, ***19*** und "***39*** an die ***X-GmbH *** gelegten Rechnungen ergeben sich aus den vom Finanzamt mit Vorlagebericht vom 8.5.2024 diesbezüglichen vorgelegten Urkunden (Beilagen 25 bis 27 dieses Vorlageberichts).
Die betreffend die ***19*** und "***39*** gelegten Rechnungen von der ***X-GmbH *** vorgenommenen Skontoabzüge ergeben sich aus der Buchhaltung der ***X-GmbH ***, die von dieser im Rahmen der Betriebsprüfung vorgelegt wurde (Konto ***53*** betreffend die ***19*** und Konto ***54*** betreffend die ***39***).
Die Feststellungen betreffend die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse bzw. wer Geschäftsführer laut Firmenbuch der ***A-GmbH *** gewesen ist, ergeben sich aus dem Firmenbuch.
Dass die ***A-GmbH *** seit der im Frühjahr 2014 erfolgten umfassenden Änderung in den Gesellschafts- und Geschäftsführungsverhältnissen eine Gesellschaft ist, die lediglich mit Scheinrechnungen und Anmeldungen zur Sozialversicherung handelt, tatsächlich aber keine reale wirtschaftliche Tätigkeit ausübt und daher auch keine Bauleistungen erbracht hat, ergibt sich aus den Feststellungen der bei dieser Gesellschaft in den Jahren 2014 und 2015 durchgeführten Betriebsprüfung und wurden die diesbezüglichen Feststellungen der Betriebsprüfung bei der ***A-GmbH*** (Tz 4 des Betriebsprüfungsberichts vom 12.2.2015 und Seite 29 oben dieses Betriebsprüfungsberichts) im Rahmen der Betriebsprüfung der ***X-GmbH *** zur Kenntnis gebracht (Mail des Prüfers vom 28. Mai 2021 an die steuerliche Vertretung der ***X-GmbH ***).
Überdies ist zu berücksichtigen, dass bei der ***A-GmbH *** im Zeitraum 1.1.2014 bis 31.12.2014 kein einziger Dienstnehmer zur Sozialversicherung angemeldet war (vgl. die entsprechende "AJ-Web"-Abfrage durch den Prüfer vom 3.3.2020 = Beilage des 9 des Vorlageberichts vom 8.5.2024) und sich im Rahmen der Betriebsprüfung der ***A-GmbH *** auch ergeben hat, dass die ***A-GmbH *** auch keine Subunternehmen im Leitungszeitraum laut gelegter Rechnung mit der Erbringung von Bauleistungen beauftragt hat.
Außerdem hat die ***X-GmbH *** die im Rahmen des Betriebsprüfungsverfahrens übermittelte Fragenliste betreffend die ***A-GmbH *** zum Großteil gar nicht beantwortet, sondern die Beantwortung unter Hinweis auf § 119 BAO verweigert. Entgegen der im Mail der steuerlichen Vertretung der ***X-GmbH *** vom 3.3.2020 vertretenen Ansicht handelt es sich bei folgenden Umständen der Fragenliste sehr wohl um abgabenrechtlich bedeutsame Umstände, weil sie für die Beurteilung benötigt werden, ob die die Rechnung ausstellende Firma die in Rechnung gestellte Leistung tatsächlich an die ***X-GmbH *** erbracht hat. Als Betriebsausgaben geltend gemachte Aufwendungen wie ein Fremdleistungsaufwand sind nachzuweisen und ist die Beantwortung samt Vorlage entsprechender Nachweise der im Rahmen der Betriebsprüfung nachstehend angeführten Fragen sehr wohl relevant für den Nachweis der geltend gemachten Aufwendungen:
1. Wie und wann kam die Geschäftsverbindung mit dieser Firma zustande?
Kann kein Nachweis erbracht werden wie die ***X-GmbH *** überhaupt mit der ***A-GmbH *** in geschäftlichen Kontakt getreten ist, weist dies darauf hin, dass keine Überprüfung erfolgt ist, ob diese Gesellschaft die in Rechnung gestellten Leistungen überhaupt in entsprechender Qualität hat erbringen können, sondern dass nur Interesse am Erhalt einer entsprechenden Rechnung bestanden hat. Soweit vom Bf. in der mündlichen Verhandlung vom 3.10.2024 vorgebracht wurde, dass der Kontakt auf den Baustellen hergestellt wurde (vgl. Seite 6 der Niederschrift) ergibt sich daraus nicht, dass jene Leute mit denen die ***X-GmbH *** dort in Kontakt getreten ist, tatsächlich Vertreter bzw. Beschäftigte der ***A-GmbH*** gewesen sind.
2. Welche Person(en) trat(en) im Namen dieser Firma auf?
Auch die Beantwortung dieser Frage ist notwendig um überhaupt beurteilen zu können, ob eine Kontaktnahme mit Personen erfolgt ist, die der ***A-GmbH *** zurechenbar sind.
3. Welche Unterlagen haben Sie abverlangt, um sich von der Existenz der Firma zu überzeugen?
Wie sich aus dem festgestellten Sachverhalt ergibt, wurde von der ***X-GmbH *** nicht einmal eine Abfrage der ***A-GmbH *** im Firmenbuch durchgeführt. Soweit vom Bf. in der mündlichen Verhandlung vom 3.10.2024 vorgebracht wurde es wäre im "Handelsregisterauszug" nachgeschaut worden (vgl. Seite 6 der Niederschrift vom 3.10.2024) deckt sich dies nicht mit den im Rahmen der Betriebsprüfung der ***14*** vorgelegten Unterlagen und wurden in der mündlichen Verhandlung auch nicht Schriftstücke vorgelegt, aus der sich eine Abfrage der ***A-GmbH*** im Firmenbuch ergeben würde. Auch wurde offenbar kein Ausweis des Geschäftsführers dieser Gesellschaft abverlangt. Eine solche Vorgangsweise stellt einen im Geschäftsverkehr absolut unüblichen Vorgang dar.
5. Wie wurden Angebote erstellt? Gibt es schriftliche Preisangebote; schriftliche Auftragsvereinbarungen, sowie schriftliche Auftragsbestätigungen?
Die nicht ausreichende Beantwortung dieser Frage bzw. die nicht erfolgte Unterlage entsprechender Unterlagen weist eindeutig darauf hin, dass die in Rechnung gestellte Leistung von der ***A-GmbH *** nicht erbracht wurde, weil eine Korrespondenz über die Art, Dauer und die Bedingungen der zu erbringenden Bauleistung essentiell ist um diese überhaupt erbringen zu können.
In der Mail vom 3. März 2020 wird diesbezüglich nämlich lediglich ausgeführt, dass vor der Beauftragung der Subunternehmen ein Stundensatz vereinbart worden wäre, welcher normalerweise für ein ganzes Jahr Geltung gehabt hätte. Eine bloße Vereinbarung eines Stundensatzes ohne Anführung welche Art von Leistungen durch diesen Stundensatz abgegolten wird bzw. ohne eine schriftliche Bestätigung der Erteilung eines Auftrages (zumindest per Mail) spricht gegen das Vorliegen der Leistungserbringung durch die ***A-GmbH ***. Auch handelt es sich dabei um ein bloßes Vorbringen und wurden keine Unterlagen über die vorgebrachte Vereinbarung eines Stundensatzes vorgelegt.
6. Wie und anhand welcher Unterlagen wurden die Rechnungsinhalte überprüft? Existieren Bautagesberichte, Regiestundenlisten, etc., aus denen ersichtlich ist, welche Arbeiter der Subfirma auf den jeweiligen Baustellen wann und wie lange eingesetzt waren? Wenn ja, dann sind diese vorzulegen.
Auch diese Frage wurde lediglich dahingehend beantwortet, dass sämtliche Mitarbeiter auf der entsprechenden Baustelle einen Bauausweis erhalten hätten und die Sozialversicherungsanmeldung von den Auftraggebern der ***X-GmbH *** kontrolliert worden wäre. Entsprechende Nachweise für dieses Vorbringen wurde nicht vorgelegt. Soweit vorgebracht wird, dass die Sozialversicherungsanmeldung von den Auftraggebern überprüft wurden wäre, ergibt sich die Unrichtigkeit dieses Vorbringens daraus, dass tatsächlich auf die ***A-GmbH *** im Leistungszeitraum laut gelegter Rechnung gar keine Dienstnehmer zur Sozialversicherung angemeldet waren.
Auch die Frage warum und wann die Geschäftsbeziehung zur ***A-GmbH *** beendet wurde, wurde nicht beantwortet. Dies erscheint umso ungewöhnlicher als ja laut Mail vom 3.3.2020 ein Stundensatz jeweils für ein Jahr vereinbart wurde und daher Unterlagen vorliegen müssten warum bereits nach einer Leistung an die ***A-GmbH *** keine Aufträge erteilt wurden.
Auch die Nichtbeantwortung der Fragen, ob es zulässig war, dass die ***A-GmbH *** die Leistung selbst erbracht hat oder weiter in Sub vergeben hat, spricht gegen eine Leistungserbringung durch die ***A-GmbH ***. Soweit in der Mail vom 3.3.2020 vorgebracht wird, dass durch die Ausgabe von Ausweisen die Weitergabe von Arbeiten ausgeschlossen gewesen wäre, ist festzuhalten, dass keinerlei Nachweise vorgelegt wurden, dass die ausgestellten Ausweise tatsächlich kontrolliert wurden bzw. ob aus diesen Ausweisen überhaupt erkennbar war für welche Firma der konkrete Arbeiter tätig war.
Soweit im Mail vom 3.3.3020 vorgebracht wurde, dass die Gewerbeberechtigungen überprüft worden wären, ist festzuhalten, dass diesbezüglich keinerlei Nachweis erbracht wurde.
Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass die Gültigkeit der UID laut gelegter Rechnung der ***A-GmbH *** nicht geprüft wurde.
Schließlich spricht auch der Umstand, dass der Masseverwalter der ***X-GmbH *** im Oktober 2020 bezüglich das Ergänzungsersuchen des Prüfers vom 17.9.2020 auch betreffend die ***A-GmbH *** (Beantwortung des Fragenkataloges) gegenüber dem Prüfer angegeben hat, dass er hinsichtlich der ***A-GmbH *** bzw. der erbrachten Leistungen keinerlei Informationen besitzt, woraus sich ergibt, dass außer der gelegten Rechnung in den Geschäftsunterlagen der ***X-GmbH *** über diese Gesellschaft keinerlei Unterlagen wie Verträge bzw. eine Korrespondenz vorhanden sind (vgl. die Mail vom 9.10.2020 an den Prüfer = Beilage 16 des Vorlageberichts vom 8.5.2024), dafür, dass die ***A-GmbH *** die der ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen tatsächlich nicht erbracht hat.
Die Feststellung, dass die von der ***A-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen zwar an die ***X-GmbH *** erbracht wurden, aber nicht durch die ***A-GmbH ***, wobei der daraus resultierende Aufwand für die ***X-GmbH *** im Schätzungsweg gemäß
§ 184 BAO mit 50% des in Rechnung gestellten Betrages angesetzt wird, ergibt sich aus folgendem Umstand:
Die ***X-GmbH *** war im Jahr 2014 mit Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben ***55*** in ***56*** betraut und sowohl in den Wochen vor dem Leistungszeitraum laut der auf die ***A-GmbH *** lautenden Rechnung als auch nachher wurden Leistungen durch die ***57*** betreffend dieses Bauvorhaben gegenüber der ***X-GmbH *** abgerechnet wie sich aus den im Folgenden dargestellten Ausschnitten aus den Fakturen ergeben, sodass auch davon auszugehen ist, dass in den Kalenderwochen 35 und 36 des Jahres 2014 Leistungen an die ***X-GmbH *** im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben ***55*** in ***56*** erbracht wurden:
[...]
Die Feststellungen betreffend die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse bzw. wer Geschäftsführer laut Firmenbuch der ***19*** gewesen ist, ergeben sich aus dem Firmenbuch.
Die Feststellung, dass eine Erbringung der der ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen durch die ***36***. in den Leistungszeiträumen laut gelegten Rechnungen nämlich Februar 2015 bis Juni 2015, war mangels Vorhandensein von Dienstnehmern, unmöglich gewesen ist und die ***36***. an die ***X-GmbH *** die in Rechnung gestellten Leistungen in deren Wirtschaftsjahr 2015/2016 auch nicht erbracht hat, gründet sich auf folgende Überlegungen:
Es ist für das Jahr 2015, in dem die Leistungen laut den auf die lautenden ***36***. an die ***X-GmbH *** erbracht worden sein sollen, kein Jahresabschluss der ***36***. laut Firmenbuch vorhanden.
Eine "AJ-Web"-Abfrage hat ergeben, dass im Zeitraum 1.1.2015 bis 31.12.2016 keine Dienstnehmer auf die ***19*** zur Sozialversicherung angemeldet waren.
Es sind zwei Rechnungen der ***40*** vom xx.05.2015 vorhanden, wobei eine auf die ***X-GmbH *** lautet, die sich wesentlich im äußeren Erscheinungsbild unterscheiden:
[...]
Aufgrund dieser gravierenden Abweichungen im äußeren Erscheinungsbild, der unterschiedlichen Bankverbindung und der nicht zueinander passenden Rechnungsnummern (Re ***41*** und Re ***42*** jeweils vom xx.05.2015 - es ist eine Ausstellung fast 200 Rechnungen an einem Tag durch ein kleines Unternehmen nicht denkbar), ist davon auszugehen, dass den von der ***19*** an die ***58*** im Jahr 2015 gelegten Rechnungen keine Leistungen der ***19*** zugrunde liegen.
Mit xx.07.2015 ist eine Begrenzung der UID-Nummer der ***19*** erfolgt und wurde diese Gesellschaft am xx.07.2015 aus der HFU-Liste gestrichen.
Außerdem hat die ***X-GmbH *** die im Rahmen des Betriebsprüfungsverfahrens übermittelte Fragenliste betreffend die ***19*** zum Großteil gar nicht beantwortet, sondern die Beantwortung unter Hinweis auf § 119 BAO verweigert. Entgegen der im Mail der steuerlichen Vertretung der ***X-GmbH *** vom 3.3.2020 vertretenen Ansicht handelt es sich bei folgenden Umständen der Fragenliste sehr wohl um abgabenrechtlich bedeutsame Umstände, weil sie für die Beurteilung benötigt werden, ob die die Rechnung ausstellende Firma die in Rechnung gestellte Leistung tatsächlich an die ***X-GmbH *** erbracht hat. Als Betriebsausgaben geltend gemachte Aufwendungen wie ein Fremdleistungsaufwand sind nachzuweisen und ist die Beantwortung samt Vorlage entsprechender Nachweise der im Rahmen der Betriebsprüfung nachstehend angeführten Fragen sehr wohl relevant für den Nachweis der geltend gemachten Aufwendungen:
1. Wie und wann kam die Geschäftsverbindung mit dieser Firma zustande?
Kann kein Nachweis erbracht werden wie die ***X-GmbH *** überhaupt mit der ***19*** in geschäftlichen Kontakt getreten ist, weist dies darauf hin, dass keine Überprüfung erfolgt ist, ob diese Gesellschaft die in Rechnung gestellten Leistungen überhaupt in entsprechender Qualität hat erbringen können, sondern dass nur Interesse am Erhalt einer entsprechenden Rechnung bestanden hat. Soweit vom Bf. in der mündlichen Verhandlung vom 3.10.2024 vorgebracht wurde, dass der Kontakt auf den Baustellen hergestellt wurde (vgl. Seite 6 der Niederschrift) ergibt sich daraus nicht, dass jene Leute mit denen die ***X-GmbH *** dort in Kontakt getreten ist, tatsächlich Vertreter bzw. Beschäftigte der ***36*** gewesen sind.
2. Welche Person(en) trat(en) im Namen dieser Firma auf?
Auch die Beantwortung dieser Frage ist notwendig um überhaupt beurteilen zu können, ob eine Kontaktnahme mit Personen erfolgt ist, die der ***19*** zurechenbar sind. In diesem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigten, dass es der Finanzverwaltung zu keinem Zeitpunkt gelungen ist, einen Kontakt mit dem Geschäftsführer ***22*** herzustellen und am xx.01.2016 im Firmenbuch die amtswegige Eintragung erfolgt ist, dass die Geschäftsanschrift der ***19*** unbekannt ist. Aufgrund der Erfahrungen des täglichen Lebens ist davon auszugehen, dass die ***19*** bereits längerer Zeit vorher nicht einmal über eine aufrechte Geschäftsanschrift verfügt hat, weil Behörden in der Regel erst längere Zeit nach dem Wegfall einer Geschäftsanschrift von diesem Umstand erfahren zumal der Wegfall nicht gemeldet worden ist.
3. Welche Unterlagen haben Sie abverlangt, um sich von der Existenz der Firma zu überzeugen?
Wie sich aus dem festgestellten Sachverhalt ergibt, wurde von der ***X-GmbH *** nicht einmal eine Abfrage der ***19*** im Firmenbuch durchgeführt. Soweit vom Bf. in der mündlichen Verhandlung vom 3.10.2024 vorgebracht wurde es wäre im "Handelsregisterauszug" nachgeschaut worden (vgl. Seite 6 der Niederschrift vom 3.10.2024) deckt sich dies nicht mit den im Rahmen der Betriebsprüfung der ***14*** vorgelegten Unterlagen und wurden in der mündlichen Verhandlung auch nicht Schriftstücke vorgelegt, aus der sich eine Abfrage der ***36*** im Firmenbuch ergeben würde. Auch wurde offenbar kein Ausweis des Geschäftsführers dieser Gesellschaft abverlangt. Eine solche Vorgangsweise stellt einen im Geschäftsverkehr absolut unüblichen Vorgang dar.
5. Wie wurden Angebote erstellt? Gibt es schriftliche Preisangebote; schriftliche Auftragsvereinbarungen, sowie schriftliche Auftragsbestätigungen?
Die nicht ausreichende Beantwortung dieser Frage bzw. die nicht erfolgte Unterlage entsprechender Unterlagen weist eindeutig darauf hin, dass die in Rechnung gestellte Leistungen von der ***19*** nicht erbracht wurden, weil eine Korrespondenz über die Art, Dauer und die Bedingungen der zu erbringenden Bauleistung essentiell ist um diese überhaupt erbringen zu können. Auch in den auf die ***19*** lautenden Rechnungen ist die Art der erbrachten Leistung nicht angegeben, sondern lediglich wie viel Stunden an einem Tag gearbeitet worden wäre.
In der Mail vom 3. März 2020 wird diesbezüglich nämlich lediglich ausgeführt, dass vor der Beauftragung der Subunternehmen ein Stundensatz vereinbart worden wäre, welcher normalerweise für ein ganzes Jahr Geltung gehabt hätte. Eine bloße Vereinbarung eines Stundensatzes ohne Anführung welche Art von Leistungen durch diesen Stundensatz abgegolten wird bzw. ohne eine schriftliche Bestätigung der Erteilung eines Auftrages (zumindest per Mail) spricht gegen das Vorliegen der Leistungserbringung durch die ***19***. Auch handelt es sich dabei um ein bloßes Vorbringen und wurden keine Unterlagen über die vorgebrachte Vereinbarung eines Stundensatzes vorgelegt. Überdies ist zu bedenken, dass aus den vorgelegten Rechnungen drei verschiedene Stundensätze (€ 23, € 25 und € 30) hervorgehen, sodass es jedenfalls notwendig ist im vorhinein festzulegen welcher Stundensatz für welche Art von Leistung jeweils zur Anwendung kommt. Diesbezüglich ist es auch im Geschäftsleben üblich dies schriftlich zu fixieren, weil sonst Nachweisprobleme für den Auftraggeber auftreten, ob der höhere Stundensatz zu Recht oder zu Unrecht verrechnet wurde.
6. Wie und anhand welcher Unterlagen wurden die Rechnungsinhalte überprüft? Existieren Bautagesberichte, Regiestundenlisten, etc., aus denen ersichtlich ist, welche Arbeiter der Subfirma auf den jeweiligen Baustellen wann und wie lange eingesetzt waren? Wenn ja, dann sind diese vorzulegen.
Auch diese Frage wurde lediglich dahingehend beantwortet, dass sämtliche Mitarbeiter auf der entsprechenden Baustelle einen Bauausweis erhalten hätten und die Sozialversicherungsanmeldung von den Auftraggebern der ***X-GmbH *** kontrolliert worden wäre. Entsprechende Nachweise für dieses Vorbringen wurden nicht vorgelegt. Soweit vorgebracht wird, dass die Sozialversicherungsanmeldung von den Auftraggebern überprüft wurden wäre, ergibt sich die Unrichtigkeit dieses Vorbringens daraus, dass tatsächlich auf die ***19*** im Leistungszeitraum laut gelegten Rechnungen gar keine Dienstnehmer zur Sozialversicherung angemeldet waren.
Auch die Frage warum und wann die Geschäftsbeziehung zur ***19*** beendet wurde, wurde nicht beantwortet. Dies erscheint umso ungewöhnlicher als ja laut Mail vom 3.3.2020 ein Stundensatz jeweils für ein Jahr vereinbart wurde und daher Unterlagen vorliegen müssten warum bereits ab Juli 2015 an die ***19*** keine Aufträge mehr erteilt wurden.
Auch die Nichtbeantwortung der Fragen, ob es zulässig war, dass die ***19*** die Leistung selbst erbracht hat oder weiter in Sub vergeben hat, spricht gegen eine Leistungserbringung durch die ***19***. Soweit in der Mail vom 3.3.2020 vorgebracht wird, dass durch die Ausgabe von Ausweisen die Weitergabe von Arbeiten ausgeschlossen gewesen wäre, ist festzuhalten, dass keinerlei Nachweise vorgelegt wurden, dass die ausgestellten Ausweise tatsächlich kontrolliert wurden bzw. ob aus diesen Ausweisen überhaupt erkennbar war für welche Firma der konkrete Arbeiter tätig war.
Soweit im Mail vom 3.3.3020 vorgebracht wurde, dass die Gewerbeberechtigungen überprüft worden wären, ist festzuhalten, dass diesbezüglich keinerlei Nachweis erbracht wurde.
Wie sich aus dem festgestellten Sachverhalt ergibt hat die ***X-GmbH *** Abfragen getätigt, ob die ***19*** in der HFU-Liste aufscheint. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Eintragung in die HFU-Liste zwar nach § 67a Abs. 3 Z 1 ASVG bzw. § 82a Abs. 3 Z 1 EStG 1988 den Entfall der Auftraggeberhaftung bewirkt. Allerdings lässt diese Eintragung nicht den Schluss zu, dass das Unternehmen operativ tätig gewesen ist. Die Nennung in der Gesamtliste besagt nur, dass nach Kenntnisstand des Dienstleistungszentrums der ÖGK eine Streichung aus der Liste nicht vorzunehmen gewesen ist. Dieser Kenntnisstand muss nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmen, da vom Dienstleistungszentrum der ÖGK eine gleichsam tagesaktuelle fortlaufende Prüfung aller eingetragenen Unternehmen nicht verlangt werden kann. Überdies ist die Streichung aus der HFU-Liste mit xx.07.2015 ohnedies sehr zeitnah erfolgt.
Die ***X-GmbH *** hat weder das Vorhandensein schriftlicher Vereinbarungen - insbesondere von Werkverträgen - mit der ***19*** noch entsprechende Nachweise, dass die in Rechnung gestellten Leistungen durch die ***19*** ausgeführt worden sind, erbracht. Auch Angaben ob jemals Geschäftsräumlichkeiten der ***19*** aufgesucht worden wären bzw. telefonische Kontaktmöglichkeiten zu dieser Gesellschaft wurden verweigert weswegen davon auszugehen ist, dass Geschäftsräumlichkeiten der ***19*** der ***X-GmbH *** nicht bekannt waren und auch telefonische Kontaktmöglichkeiten zu Vertretern dieser Gesellschaft und zwar insbesondere zu deren Geschäftsführer nicht bestanden haben.
Die lediglich einmal erfolgte Abfrage der Gültigkeit der UID-Nummer der ***19*** kann eine tatsächliche Leistungserbringung durch diese Gesellschaft auch nicht nachweisen, weil für die Legung von Scheinrechnungen erfahrungsgemäß immer nur solche Gesellschaften herangezogen werden, deren UID im Zeitpunkt der Rechnungslegung noch gültig ist. Überdies wurde die UID bereits am xx.07.2015 also sehr zeitnahe nach der Legung der letzten Rechnung der ***19*** begrenzt.
Schließlich spricht auch der Umstand, dass der Masseverwalter der ***X-GmbH *** im Oktober 2020 bezüglich das Ergänzungsersuchen des Prüfers vom 17.9.2020 auch betreffend die ***19*** (Beantwortung des Fragenkataloges) gegenüber dem Prüfer angegeben hat, dass er hinsichtlich der ***19*** bzw. der erbrachten Leistungen keinerlei Informationen besitzt, woraus sich ergibt, dass außer der gelegten Rechnung, der einmal erfolgte Abfrage der Gültigkeit der UID-Nummer der ***19*** sowie Ausdrucke über Abfragen in der HFU-Liste in den Geschäftsunterlagen der ***X-GmbH *** über diese Gesellschaft keinerlei Unterlagen wie Verträge bzw. eine Korrespondenz vorhanden sind (vgl. die Mail vom 9.10.2020 an den Prüfer = Beilage 16 des Vorlageberichts vom 8.5.2024), dafür, dass die ***19*** die der ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen tatsächlich nicht erbracht hat.
Die Feststellung, dass die von der ***19*** in Rechnung gestellten Leistungen zwar an die ***X-GmbH *** erbracht wurden, aber nicht durch die ***19***, wobei der daraus resultierende Aufwand für die ***X-GmbH *** im Schätzungsweg gemäß § 184 BAO mit 50% des in Rechnung gestellten Betrages angesetzt wird, ergibt sich aus folgenden Umständen:
Die ***X-GmbH *** war im Jahr 2015 mit Arbeiten im Zusammenhang mit Bauvorhaben, die in den auf die ***19*** lautenden Rechnungen aufscheinen betraut wie sich aus den im Rahmen der Betriebsprüfung mit Mail vom 3. Februar 2020 an den Prüfer übermittelten Eingangsrechnungen anderer Firmen ergibt:
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Bauvorhaben
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Rechnungen, die auf die ***19*** lauten
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Eingangsrechnungen anderer Firmen
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***59***
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Nr. ***62***
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***68*** Re. Nr. ***69*** laut Buchhaltung (LZR 04-10/2015)
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Nr. ***63***
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***60***
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Nr. ***64***
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***71*** (LZR bis August 2015) Re. Nr. ***72*** laut Buchhaltung
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Nr. ***65***
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***73*** (LZR Juli 2015) Re. Nr. ***74*** laut Buchhaltung
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Nr. ***62***
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***75*** Re.Nr. ***76*** laut Buchhaltung
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Nr. ***66***
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***77*** Re.Nr. ***78*** laut Buchhaltung
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Nr. ***67***
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Nr. ***65***
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***61***
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Nr. ***65***
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***79*** Rechnung vom xx.07.2015 Re.Nr. ***80*** laut Buchhaltung
Überdies wurden von der ***X-GmbH *** auch Rechnungskorrekturen vorgenommen (vgl. Re.Nr. ***64*** von 71 verrechneten Stunden auf 63 Stunden) und ist eine Nachprüfung auf den Rechnungen Nr. ***66***, ***67*** und ***63*** durch Anbringens eines Häkchens bei den verrechneten Stunden bzw. m2 erfolgt.
Die Feststellungen betreffend die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse bzw. wer Geschäftsführer laut Firmenbuch der "***39*** gewesen ist, ergeben sich aus dem Firmenbuch.
Die Feststellung, dass eine Erbringung der der ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten Leistungen durch die "***39*** in den Leistungszeiträumen laut gelegten Rechnungen nämlich Juli 2015 bis Mitte Jänner 2016 durch die "***39*** nicht erfolgt ist, gründet sich auf folgende Überlegungen:
Seitens des Geschäftsführers der "***39***, ***81***, wurde am 13.10.2015 gegenüber der Abgabenbehörde (Finanzamt) ausgesagt, dass seit der Übernahme der "***39*** durch ihn (Anmerkung: gemeint den Erwerb der Geschäftsanteile und die Übernahme der Geschäftsführung) zwei andere Unternehmen, wobei es sich bei keinem der beiden Unternehmen um die ***X-GmbH *** gehandelt hat, Auftraggeber der "***39*** gewesen sind (Seite 2 der Niederschrift vom 13.10.2015). Angesichts der hohen Anzahl der auf die ***X-GmbH *** seitens der "***39*** ausgestellten Rechnungen (15) ist es ausgeschlossen, dass sich ***37*** bei seiner Einvernahme nicht an die ***X-GmbH *** erinnern konnte.
Auch die in der Einvernahme vom 16.12.2015 getätigte Aussage, die er nach Vorhalt von auf die "***39*** lautenden Ausgangsrechnungen an acht Unternehmen gemacht hat, wonach ihm diese Firmen nichts sagen würden, an diese Firmen von der "***39*** niemals Leistungen erbracht wurden und er überzeugt sei, dass jemand die Rechnungen der "***39*** nachmachen würde (vgl. Seite 2 der Niederschrift vom 16.12.2015) spricht eindeutig dafür, dass die "***39*** die an die ***X-GmbH *** in Rechnung gestellten (Arbeits)Leistungen tatsächlich nicht erbracht hat.
In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass der steuerlichen Vertreterin der ***X-GmbH ***, die zu diesem Zeitpunkt auch steuerlicher Vertreterin des Bf. gewesen ist, beide Niederschriften mit Herrn Name mit Mail vom 28. Mai 2021 zur Kenntnis gebracht wurden.
In dieses Bild fügt sich auch, dass die dem Finanzamt vorliegenden Rechnungen der "***39*** nicht einheitlich sind und zwar auch nicht in unmittelbarer zeitlicher Abfolge des jeweiligen Datums der Rechnungen wie die dem Vorlagebericht vom 8.5.2024 angeschlossenen Rechnungsausschnitte zeigen, die im Folgenden wiedergegeben werden:
[...]
So weicht das Schriftbild der "***39*** im Rechnungskopf in allen drei Rechnungen erheblich voneinander ab. Auch die Rechnungsnummerierung ist vollkommen unterschiedlich. Ferner weisen die Angaben betreffend Anschrift, Telefonnummern und Faxnummer sowie E-Mail-Adresse ein sehr unterschiedliches Schriftbild aus. Schließlich ist auch die Datumsangabe unterschiedlich.
Überdies haben Ermittlungen der Finanzpolizei gemäß § 8 SBBG ergeben, dass an der Geschäftsanschrift Straße in Ort keinerlei geschäftliche Aktivitäten entfaltet werden und auch keine Infrastruktur vorhanden ist. Auch eine Kontaktaufnahme mit dem Geschäftsführer der "***39*** war nicht möglich wie sich aus der Mitteilung des Verdachtes des Vorliegens eines Scheinunternehmens aufgrund von am 27.1.2016 durchgeführten Erhebungen vom 16.2.2016 sowie aus dem Bescheid des Finanzamtes betreffend das Vorliegen eines Scheinunternehmens gemäß § 8 SBGG vom 26.2.2016 ergibt.
Bereits an xx.01.2016, das ist das Datum der letzten beiden an die ***X-GmbH *** gelegten Rechnungen, wurde die die UID-Nummer der "***39*** begrenzt. Aus der HFU-Liste wurde die "***39*** am xx.01.2016 gestrichen.
Soweit im Rahmen der Betriebsprüfung der ***X-GmbH *** betreffend die Kontaktnahme mit der "***39*** auf ein Antwortschreiben der ***X-GmbH *** an die LPD verwiesen wird, das dem Mail der steuerlichen Vertretung der ***X-GmbH *** an den Prüfer vom 9.10.2020 angeschlossen war und aus dem sich ergeben soll, dass ***30*** als Inhaber des Einzelunternehmens ***31***, das bis dato für die ***X-GmbH *** als Auftragnehmer tätig war, im Juli 2015 mitgeteilt hätte, dass er für die ***X-GmbH *** nicht mehr tätig sein könne, aber sich angeboten hätte mit der "***39*** Kontakt aufzunehmen, weil diese Gesellschaft in Zukunft die Montagearbeiten durchführen könnte und er, ***30***, als Bevollmächtigter die Baustellenüberwachung, Baustellenkoordination und auch Montagearbeiten übernehmen würde, ist zunächst festzuhalten, dass für die Richtigkeit dieses Vorbringens jeglicher Nachweis fehlt.
Überdies kann dieses Vorbringen auch mit der Buchhaltung der ***X-GmbH *** nicht in Einklang gebracht werden. Besieht man sich nämlich die Eingangsrechnungen der ***31*** zusammen mit jenen der "***39*** zeigt sich folgendes:
Rechnungen "***39***":
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Datum
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BVH
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LZR
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xx.07.2015
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***82***
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Jul.15
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xx.08.2015
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***35***
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Jul.15
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xx.09.2015
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***83***
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KW 34-35/2015
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xx.09.2015
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***84***
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KW 36/2015
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xx.09.2015
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***85***
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KW 36/2015
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xx.09.2015
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***86***
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KW 36/2015
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xx.10.2015
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***87***
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KW 37-38/2015
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xx.10.2015
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***88***
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KW 39-40/2015
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xx.10.2015
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***89***
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KW 41-42/2015
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xx.10.2015
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***90***
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KW 41-42/2015
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xx.10.2015
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***91***
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KW 43-44/2015
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xx.11.2015
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***92***
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KW 45/2015
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xx.11.2015
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***93***
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KW 45-46/2015
|
xx.11.2015
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***94***
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KW 47-48/2015
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xx.11.2015
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***95***
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KW 47-48/2015
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xx.12.2015
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***96***
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KW 49/2015
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xx.12.2015
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***97***
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KW 50/2015
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xx.12.2015
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***98***
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KW 50/2015
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xx.01.2016
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***99***
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KW 51/2015
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xx.01.2016
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***100***
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KW 02/2016
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xx.01.2016
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***101***
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KW 51/2015
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xx.01.2016
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***102***
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KW 02/2016
Rechnungen der ***31***
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Datum
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LZR
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BVH
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xx.08.2015
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***35***
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xx.12.2015
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KW 49-50
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***103***
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xx.01.2016
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KW 3-4/2016
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***104***
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xx.02.2016
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KW 4 und 7/2016
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***104***
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xx.03.2016
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KW 8-10/2016
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***105***
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xx.03.2016
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Akonto
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***106***
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xx.04.2016
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KW 13-14/2016
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xx.05.2016
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KW 20-21/2016
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xx.06.2016
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KW 22-23/2016
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xx.06.2016
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KW 24-25/2016
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xx.07.2016
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KW 24-25/2016
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xx.07.2016
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KW 28-29/2016
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xx.08.2016
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KW 30
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xx.08.2016
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KW 32-33/2016
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xx.08.2016
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KW 34/2016
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xx.09.2016
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KW 35-36/2016
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xx.09.2016
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KW 37-38/2016
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xx.10.2016
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KW 39-40/2016
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xx.10.2016
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KW 41-42/2016
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xx.11.2016
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KW 43-44/2016
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xx.11.2016
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KW 45-46/2016
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xx.12.2016
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KW 47-48/2016
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Es zeigt sich, dass vom Unternehmen ***31*** unmittelbar nach dem Zeitpunkt, wo er laut Angabe im Schreiben der ***X-GmbH *** an die LPD (Bez.inspektor ***32***) nicht mehr für die ***X-GmbH *** tätig sein könne, tatsächlich doch für die ***X-GmbH *** tätig war wie die Rechnung vom xx.08.2015 eindeutig zeigt. Angesichts des Umstandes, dass die Rechnungen der ***31*** Anfang 2016 "nahtlos" an jene die auf die "***39*** lauten anschließen und auch dieselben Bauvorhaben (***117***; ***105***, etc.) betreffen, geht das Bundesfinanzgericht in freier Beweiswürdigung davon aus, dass die Leistungen, die in den Rechnungen der "***39*** ausgewiesen sind von ***30*** bzw. von ihm angestellten Arbeitern erbracht wurden und durch die Legung von Rechnungen der "***39***" der gegenüber den gelegten Rechnungen tatsächlich niedrigere Lohnaufwand verdeckt werden sollte.
Außerdem hat die ***X-GmbH *** die im Rahmen des Betriebsprüfungsverfahrens übermittelte Fragenliste betreffend die "***39*** zum Großteil gar nicht beantwortet, sondern die Beantwortung unter Hinweis auf § 119 BAO verweigert. Entgegen der im Mail der steuerlichen Vertretung der ***X-GmbH *** vom 3.3.2020 vertretenen Ansicht handelt es sich bei folgenden Umständen der Fragenliste sehr wohl um abgabenrechtlich bedeutsame Umstände, weil sie für die Beurteilung benötigt werden, ob die die Rechnung ausstellende Firma die in Rechnung gestellte Leistung tatsächlich an die ***X-GmbH *** erbracht hat. Als Betriebsausgaben geltend gemachte Aufwendungen wie ein Fremdleistungsaufwand sind nachzuweisen und ist die Beantwortung samt Vorlage entsprechender Nachweise der im Rahmen der Betriebsprüfung nachstehend angeführten Fragen sehr wohl relevant für den Nachweis der geltend gemachten Aufwendungen:
2. Welche Person(en) trat(en) im Namen dieser Firma auf?
Auch die Beantwortung dieser Frage ist notwendig um überhaupt beurteilen zu können, ob eine Kontaktnahme mit Personen erfolgt ist, die der "***39*** zurechenbar sind. Seitens der ***X-GmbH *** wird diesbezüglich nur darauf verwiesen, dass die Abnahmen und die Übergaben der einzelnen Beauftragungen immer mit Herrn Sapina abgewickelt worden wären. Angesichts des Umstandes, dass ***30*** weder bei der "***39*** in den Jahren 2015 und 2015 zur Sozialversicherung angemeldet, er auch nicht deren Geschäftsführer bzw. Prokurist war noch eine Bevollmächtigung durch den Geschäftsführer der "***39*** nachgewiesen wurde und der Geschäftsführer der "***39*** auch ausgesagt hat, dass seit der Übernahme der "***39*** durch ihn, die ***X-GmbH *** kein Aufttraggeber dieser Gesellschaft war, wurde damit kein Nachweis erbracht, dass die ***X-GmbH *** tatsächlich Kontakt mit der "***39*** zurechenbaren Personen hatte.
3. Welche Unterlagen haben Sie abverlangt, um sich von der Existenz der Firma zu überzeugen?
Wie sich aus dem festgestellten Sachverhalt ergibt, wurde von der ***X-GmbH *** nicht einmal eine Abfrage der "***39*** im Firmenbuch durchgeführt. Soweit vom Bf. in der mündlichen Verhandlung vom 3.10.2024 vorgebracht wurde es wäre im "Handelsregisterauszug" nachgeschaut worden (vgl. Seite 6 der Niederschrift vom 3.10.2024) deckt sich dies nicht mit den im Rahmen der Betriebsprüfung der ***14*** vorgelegten Unterlagen und wurden in der mündlichen Verhandlung auch nicht Schriftstücke vorgelegt, aus der sich eine Abfrage der ***39*** im Firmenbuch ergeben würde. Auch wurde kein Ausweis des Geschäftsführers dieser Gesellschaft abverlangt. Weiters wird in der Mail der ***X-GmbH *** an die LPD (Bezinsp. ***32***) vom 24.8.2016 angegeben, dass der ***X-GmbH *** Herr ***37*** sowie auch Herr ***52*** - dieser war bis März 2015 Geschäftsführer der "***39*** laut Firmenbuch - nicht bekannt sind, woraus folgt, dass die ***58*** mit der Geschäftsführung der "***39*** keinerlei Kontakt hatte. Darüber hinaus wurde auch keine Abfrage über bestehende Gewerbeberechtigungen der "***39*** vorgenommen. Eine solche Vorgangsweise stellt einen im Geschäftsverkehr absolut unüblichen Vorgang dar.
5. Wie wurden Angebote erstellt? Gibt es schriftliche Preisangebote; schriftliche Auftragsvereinbarungen, sowie schriftliche Auftragsbestätigungen?
Die nicht ausreichende Beantwortung dieser Frage bzw. die nicht erfolgte Unterlage entsprechender Unterlagen weist eindeutig darauf hin, dass die in Rechnung gestellte Leistungen von der "***39*** nicht erbracht wurden, weil eine Korrespondenz über die Art, Dauer und die Bedingungen der zu erbringenden Bauleistung essentiell ist um diese überhaupt erbringen zu können.
In der Mail vom 3. März 2020 wird diesbezüglich nämlich lediglich ausgeführt, dass vor der Beauftragung der Subunternehmen ein Stundensatz vereinbart worden wäre, welcher normalerweise für ein ganzes Jahr Geltung gehabt hätte. Eine bloße Vereinbarung eines Stundensatzes ohne Anführung welche Art von Leistungen durch diesen Stundensatz abgegolten wird bzw. ohne eine schriftliche Bestätigung der Erteilung eines Auftrages (zumindest per Mail) spricht gegen das Vorliegen der Leistungserbringung durch die "***39***. Auch handelt es sich dabei um ein bloßes Vorbringen und wurden keine Unterlagen über die vorgebrachte Vereinbarung eines Stundensatzes vorgelegt. Überdies ist zu bedenken, dass aus den vorgelegten Rechnungen drei verschiedene Stundensätze (€ 23, € 25 und € 30) hervorgehen, sodass es jedenfalls notwendig ist im vorhinein festzulegen welcher Stundensatz für welche Art von Leistung jeweils zur Anwendung kommt. Diesbezüglich ist es auch im Geschäftsleben üblich dies schriftlich zu fixieren, weil sonst Nachweisprobleme für den Auftraggeber auftreten, ob der höhere Stundensatz zu Recht oder zu Unrecht verrechnet wurde.
6. Wie und anhand welcher Unterlagen wurden die Rechnungsinhalte überprüft? Existieren Bautagesberichte, Regiestundenlisten, etc., aus denen ersichtlich ist, welche Arbeiter der Subfirma auf den jeweiligen Baustellen wann und wie lange eingesetzt waren? Wenn ja, dann sind diese vorzulegen.
Auch diese Frage wurde lediglich dahingehend beantwortet, dass sämtliche Mitarbeiter auf der entsprechenden Baustelle einen Bauausweis erhalten hätten und die Sozialversicherungsanmeldung von den Auftraggebern der ***X-GmbH *** kontrolliert worden wäre. Entsprechende Nachweise für dieses Vorbringen wurden nicht vorgelegt.
Soweit auch vom Bf. in der mündlichen Verhandlung am 3.10.2024 vorgebracht wurde, dass jeder Mitarbeiter auf den Baustellen vom Auftraggeber der ***X-GmbH *** überprüft worden wäre fehlt dazu jeder Nachweis. Der im Rahmen der Betriebsprüfung der ***58*** vorgelegte Bauausweis betrifft nicht einen Mitarbeiter der ***39***, sondern der ***122*** wie sich aus der nachstehenden Abbildung ergibt und hat eine "AJ-Web"-Abfrage ergeben, dass dieser im beschwerdegegenständlichen Zeitraum nicht bei der ***39*** zur Sozialversicherung angemeldet war (vgl. die Beilage 32 des Vorlageberichts vom 8.5.2024 betreffend die im Zeitraum Juli 2015 bis Jänner 2016 bei der ***39*** angemeldeten Dienstnehmer):
[...]
Auch die Frage warum und wann die Geschäftsbeziehung zur "***39*** beendet wurde, wurde nicht beantwortet.
Auch die Nichtbeantwortung der Fragen, ob es zulässig war, dass die ***39*** die Leistung selbst erbracht hat oder weiter in Sub vergeben hat, spricht gegen eine Leistungserbringung durch die ***39***. Soweit in der Mail vom 3.3.2020 vorgebracht wird, dass durch die Ausgabe von Ausweisen die Weitergabe von Arbeiten ausgeschlossen gewesen wäre, ist festzuhalten, dass keinerlei Nachweise vorgelegt wurden, dass die ausgestellten Ausweise tatsächlich kontrolliert wurden bzw. ob aus diesen Ausweisen überhaupt erkennbar war für welche Firma der konkrete Arbeiter tätig war.
Soweit im Mail vom 3.3.3020 vorgebracht wurde, dass die Gewerbeberechtigungen überprüft worden wären, ist festzuhalten, dass diesbezüglich keinerlei Nachweis erbracht wurde.
Normen und Schlagworte
- § 8 Abs. 2 KStG 1988, Körperschaftsteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 401/1988
- § 93 Abs. 1 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
- § 95 Abs. 4 Z 1 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
- § 184 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- BFG-Entscheidungen
- Dokumenttyp
- Bescheidbeschwerde - Senat - Erkenntnis
- Geschäftszahl
- RV/7101623/2024
- ECLI
- ECLI:AT:BFG:2024:RV.7101623.2024
- Stammnummer
- 145860
- Gültig
- 03.10.2024 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:13
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF