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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/7103715/2016

Ohne Leistungserbringung kein Vorsteuerabzug und keine Betriebsausgaben

geltende FassungBescheidbeschwerde - Senat - ErkenntnisRV/7103715/2016vom 27.08.2024Teil 2 von 3
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Besprechung 7.4.14 ***T*** S1 Rasthaus mit ***Bf***, ***1*** besprochen insbes. Preissituation Mitbewerber, techn. Lösungen und Änderungen bzw Anpassungen allgem. Infos über Auslandspreise in ***M*** bzw Vergleiche bei ***L***. Bisherige Zusammenarbeit besprochen, Unstimmigkeiten geklärt, ev. Provision besprochen aber auf Bonus verwiesen, sollte erreichbar sein wie besprochen. Andernfalls werden wir uns eine abgeänderte Lösung überlegen müssen bzw vereinbaren. Besprechung 6.5.14 ***H*** Rathaus zus. mit ***Bf***. Allgemeine Kundenanfragen besprochen, technische Lösungen diskutiert, neue Projekte besprochen. Preisentwicklungen bei Projekten abgestimmt, Infos über diverse Anbote ausgetauscht. Besprechung 16.5.14 mit ***S*** in ***C***, div. Angebote durchbesprochen, neue Kontakte ausgetauscht. Besprechung 11.6.14 zus. mit ***Bf***. ***C*** Infos ausgetauscht, updates ***1***, NÖ VH, ***L*** etc. Besprechung 17.7.14 ***C***, hat mich vertraulich informiert über mögliche Projekt bei ***2***, wir sollten uns dort vorstellen da Projekt in Entwicklung, Bisher ***9*** Kunde. Besprechung 25.7.14 ***W***, ***2*** besprochen, werden Angebot machen sind aber noch einige Vorarbeiten notwendig. ***E*** will Provision für Kundennennung haben, habe auf Vertrag verwiesen und gesagt das regeln wir schon August 2014 diverse wöchentliche Telefonate, Abstimmungen über Anbote und Preise, Hintergrundinfos getauscht. Spez. Infos über ***2***. 16.9.14 Besprechung in ***C*** mit ***E*** U. ***S*** wg. ***1*** u.a. brauch Infos über ACP und ***6*** ev. In od. Ausland dringend. 24.9.14 Besprechung Raststation S1, Infos über *** erhalten, ähnliche Konfig ***1***. Ca 750 *** ***6*** nicht vergleichbar, haben unsere Preise angepasst. Oktober diverse Telefonate, Infos ausgetauscht. 23.10.14 Besprechung ***1*** Abstimmung und Rest Infos getauscht. Werden Auftrag erhalten. November diverse Telefonate ***2***, ***4***, 2.11.14 Besprechung 1010 Wien mit ***E***. ***1*** Auftrag besprochen, war schwierig haben aber gutes Ergebnis erzielt. Seine Mitarbeit gelobt. 18.11.14 Treffen zus. mit ***Bf*** Wien, ***2*** abgestimmt, letzte Infos getauscht, sieht gut aus. 27.11.14 Besprechung in ***C***, Auftrag ***2*** erhalten, super, Lieferung wird bis 2015 erfolgen. 10.12.2014 Treffen mit ***S*** ***T*** S1, ***E***. Fragt wie die Abrechnung aussieht, habe ihn vertröstet, dauert noch, geht nicht so schnell, er benötigt aber dringend Kohle, habe keine fixe Zusage getätigt. Die gute Zusammenarbeit habe ich gelobt. Erträge aus obigen Geschäftsfällen. ***1*** 283 K ***2*** 114 K ***3*** 180 K ***4*** 270 K Nicht berücksichtigt wurden Daten über verlorene Auftragsvergaben. Wien, 31.10.2017 Um der Behörde auch das Tätigkeitsfeld des Beschwerdeführers näher zu bringen, übermittelte die steuerliche Vertretung Ausführungen über technische Spezifikationen, Strukturen der entsprechenden Lösungen u.ä. Mit Beschwerdevorentscheidungen vom 13.04.2018 wurde die Beschwerde vom 01.09.2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2015 und den Einkommensteuerbescheid 2015, beide vom 04.08.2017, als unbegründet abgewiesen. In der Bescheidbegründung vom 17.04.2018 wurde neben der Wiedergabe des Verfahrenslaufes darauf verwiesen, dass in der Besprechung am 18.09.2017 im Finanzamt ***H*** von der damaligen steuerlichen Vertretung vorgebracht worden sei, dass die Zahlung an Herrn ***E*** für Industriespionage erfolgt sei und von einer weiteren Befragung des Herrn ***S*** deshalb Abstand genommen worden sei, da dieser an der erwähnten Besprechung am 18.09.2017 teilgenommen habe. Nach Zitierung von § 20 Abs 1 Z 5 lit a EStG 1988, wonach bei den einzelnen Einkünften Geld- und Sachzuwendungen, deren Gewährung oder Annahme mit gerichtlicher Strafe bedroht sei, nicht abgezogen werden dürfen, wurde noch darauf hingewiesen, dass bei Zahlungen für streng vertrauliche und Dritten nicht zugängliche Informationen zu prüfen wäre, ob §§ 122 ff StGB anwendbar sei. Zudem wurde ausgeführt, dass die Leistung (Zahlung) auch dann nicht abzugsfähig sei, wenn nur eine der beteiligten Personen strafbar werde. Die Leistung müsse mit Strafe "bedroht" sein; nicht erforderlich sei, dass der Täter tatsächlich bestraft werde. Der Betrag von 175.000 € sei daher steuerlich nicht abzugsfähig, gemäß § 12 Abs 2 Z 2 lit a UStG stehe der Vorsteuerabzug in Höhe von 35.000 € nicht zu und das Schreiben vom 24.11.2017 betreffend den Antrag gemäß § 299 BAO werde als Ergänzung der Beschwerde gegen die USt und ESt 2015 gewertet. Mit Schriftsatz vom 14.05.2018 stellte die steuerliche Vertretung des Beschwerdeführers den Antrag auf Entscheidung über die Beschwerde gegen den Umsatzsteuerbescheid 2015 und den Einkommensteuerbescheid 2015, beide vom 04.08.2017, durch das Bundesfinanzgericht, auf Entscheidung durch den Senat und auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Die steuerliche Vertretung führte zunächst aus, dass festzustellen sei, dass der Sachverhalt unstrittig sei. Es sei klargestellt, dass der dokumentierte Leistungsaustausch stattgefunden habe, dass dieser fakturiert und bezahlt worden sei und dass es sich dem Grunde nach eindeutig um Betriebsausgaben handle. Rechnungen und Zahlungen seien sowohl beim Leistenden als auch beim Empfänger in das Rechenwerk aufgenommen worden. Soweit Unklarheiten über den Sachverhalt bestanden hätten, wäre die Behörde gemäß § 115 BAO verpflichtet gewesen, weitere Erhebungen durchzuführen, was sie aber nicht gemacht habe. Weder der mittlerweile verstorbene Leistungserbringer, Herr ***E***, noch der unmittelbar involvierte Herr ***S***, sei (ein weiteres Mal!) befragt worden. Auch aus dem Text der Bescheidbegründung gehe nicht hervor, dass es am vorgelegten Sachverhalt seitens der Behörde den geringsten Zweifel gebe. Bezüglich der Aussage der ehemaligen steuerlichen Vertretung, wonach die Zahlung an Herrn ***E*** für Industriespionage erfolgt sei, werde ausgeführt, dass zum Zeitpunkt des Vorlageantrages nicht mehr festgestellt werden könne, ob das Wort Industriespionage überhaupt gefallen sei und falls, in welchem Kontext. Fakt sei, es habe sich bei der Tätigkeit von Herrn ***E*** nicht um Industriespionage gehandelt. Das Handbuch Wirtschafts- und Industriespionage Know-How-Schutz für die Österreichische Wirtschaft (Herausgeber: Industriellen Vereinigung, Bundesministerium für Inneres, FH Campus Wien, Wirtschaftskammer Österreich) führe aus: "Industriespionage ist die Konkurrenzforschung bei der die Grenze der legal erlaubten Methoden überschritten wird. Ziel ist der Erwerb von Informationen, die geeignet sind, die eigene Marktposition zu stärken oder Wettbewerbsvorteile anderer Unternehmen zu egalisieren. […] Aus rechtlicher Sicht ist Industriespionage ein Privatanklagedelikt. Es wird seitens der Staatsanwaltschaft nur dann Anklage erhoben, wenn das geschädigte Unternehmen dies wünscht, also Privatanklage erhebt". Die steuerliche Vertretung verwies darauf, dass Industriespionage voraussetze, dass betriebsfremde Personen oder Mitarbeiter sich illegal Zugang zu Unternehmerdaten verschafften. Im vorliegenden Fall handle es sich um Markterhebungen, die über Anbotsanforderungen über den Leistungserbringer und befreundete Firmen durchgeführt würden. Dies sei vergleichbar mit Mehrfachanboten bei öffentlichen Ausschreibungen. Das Unternehmen selbst hätte diese Anbote natürlich nicht einholen können, da alle beteiligte Unternehmen selbst Kundenschutz gewährten. Da der Markt im vorliegenden Fall klein sei, sei Diskretion ganz wichtig. Durch diesen Umweg sei ein Überblick über die Preisgestaltung der Konkurrenz erzielt worden, der sich positiv auf das Unternehmensergebnis ausgewirkt habe. Herr ***E*** habe bei seiner Tätigkeit keinesfalls die Grenze der legal erlaubten Methoden überschritten. Eine Assoziation mit Wirtschafts- oder Industriespionage sei in diesem Kontext nicht gegeben. Mit illegalen Methoden habe der Vorgang nichts zu tun. Mit Vorlagebericht vom 24.07.2018 wurde die Beschwerde gegen den Umsatzsteuer(jahres)-bescheid 2015 und den Einkommensteuerbescheid 2015, beide vom 04.08.2017, zur Entscheidung durch das Bundesfinanzgericht vorgelegt. Mit Ladungen vom 28.05.2024 wurden der Beschwerdeführer und Herr ***S***, Letzterer als Zeuge, zur mündlichen Verhandlung am 28.06.2024 geladen. Im Hinblick auf eine telefonische Mitteilung der steuerlichen Vertretung, dass diese den für die mündliche Verhandlung anberaumten Termin nicht wahrnehmen könne, wurden - in Absprache mit der steuerlichen Vertretung - mit Ladungen vom 07.06.2024 der Beschwerdeführer und Herr ***S***, Letzterer als Zeuge, zur mündlichen Verhandlung nunmehr am 11.07.2024 geladen. Da in weiterer Folge die steuerliche Vertretung mitteilte, dass der für die mündliche Verhandlung anberaumten neue Termin vom Beschwerdeführer nicht wahrgenommen werden könne, wurde dem Beschwerdeführer zu Handen seiner steuerlichen Vertretung mit Beschluss vom 14.06.2024 - mit Hinweis auf die erteilte Vertretungsbefugnis und den Umstand, dass das Fernbleiben der beschwerdeführenden Partei von der mündlichen Verhandlung der Durchführung der Verhandlung nicht entgegenstehe - mitgeteilt, dass die mündliche Senatsverhandlung kein weiteres Mal verschoben werde, ihm aber zur Geltendmachung seiner Rechte und rechtlichen Interessen Gelegenheit geboten werde, am ursprünglichen Verhandlungstermin (28.06.2024) Angaben über tatsächliche oder rechtliche Verhältnisse vorzubringen. Da der Beschwerdeführer mitteilte, den angebotenen Termin am 28.06.2024 nicht wahrnehmen zu können, wurde mit ihm ein neuer Termin, nämlich der 02.07.2024, vereinbart. Mit E-Mail vom 01.07.2024 teilte der Beschwerdeführer unter anderem mit, dass er sich dazu entschlossen habe, zum vereinbarten Termin nicht zu kommen, da bereits schriftlich alles vorgetragen worden sei, was aus seiner Sicht von Relevanz sei, er allenfalls vor der Verhandlung am 11.07.2024 eine kurze, ergänzende schriftliche Stellungnahme abgebe. Zur Person ***S*** teilte der Beschwerdeführer mit, dass dieser 2014 und 2015 weder Dienstnehmer der ***C*** GmbH noch von der Firma ***D*** gewesen sei und von beiden Unternehmen zu keinem Zeitpunkt ein Einkommen bezogen habe. Es bestehe zwischen Herrn ***S*** und ihm seit Jahrzehnten ein Freundschaftsverhältnis. Er sei deshalb als "unmittelbar beteiligte Person" bezeichnet worden, weil er direkte Wahrnehmungen zu dem Vertragsverhältnis zwischen Herrn ***E*** und ihm habe und auch in die Kommunikation eingebunden gewesen sei. Herr ***S*** und er hätten sich in geschäftlichen Belangen stets ausgetauscht. Zur mündlichen Verhandlung am 11.07.2024 erschienen Mag. ***Z*** von ***Stb***, als steuerlicher Vertreter des Beschwerdeführers und Frau ***AB***, BA, als Vertreterin der Abgabenbehörde. Im Hinblick darauf, dass die Verbindung der Beschwerde, über die der Senat zu entscheiden hat (Einkommensteuer 2015), mit der Beschwerde, über die ansonsten der Einzelrichter zu entscheiden hätte (Umsatzsteuer 2015), zu einem gemeinsamen Verfahren insbesondere zur Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens zweckmäßig erscheint, stellte der Berichterstatter aus verfahrensökonomischen Gründen das Verlangen der Senatszuständigkeit gemäß § 272 Abs 2 Z 2 iVm Abs 3 BAO bezüglich der Beschwerde vom 01.09.2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2015 vom 04.08.2017. Es erfolgte der Beschluss, dem Antrag Folge zu geben. Nach Vortrag der Sache durch den Berichterstatter, fragte dieser den steuerlichen Vertreter, wie die Geschäftsbeziehung zu Herrn ***E*** zustande gekommen bzw wann der Beschwerdeführer mit Herrn ***E*** bekannt geworden sei. Der steuerliche Vertreter antwortete dahingehend, dass er beim damaligen Sachverhalt nicht dabei gewesen sei, er erst später (10.11.2017) mit dieser Rechtssache beauftragt worden sei und er daher sehr wenig zum Sachverhalt sagen könne, nur das, was ihm gesagt worden sei, weshalb auch Herr ***S*** als Zeuge beantragt worden sei. Der steuerliche Vertreter verwies darauf, dass diese Frage Herr ***S*** beantworten werde. Auf die Frage des Berichterstatters, warum die von Herrn ***S*** erstellte "Rekonstruktion der Besprechungen" die ersten Besprechungen bereits im Jahre 2013 (17.08., 10.09., 06.11.) ausweise, zu Zeiten in denen Herr ***E*** noch bei ***L*** beschäftigt gewesen sei (bis 30.11.2013 bei ***L*** beschäftigt), während im Vertrag (Bonusvereinbarung) vom 09.01.2014 der Vertragsbeginn mit "1. Jänner 2014" ausgewiesen werde, antwortete der steuerliche Vertreter, dass alles was er sagen würde, eine Vermutung wäre. Er vermute, dass sich die beiden länger gekannt hätten und dass zunächst mündlich Vereinbartes nun schriftlich fixiert worden sei. Mit Verweis auf die "Vergütung" im Vertrag vom 09.01.2014 stellte der Berichterstatter die Frage, wie der Umstand zu erklären sei, dass der Vertragspartner des Beschwerdeführers, Herr ***E***, im erwähnten Vertrag, einer Vergütungsvereinbarung zugestimmt habe, in der nicht einmal geregelt wurde, ob Herr ***E*** überhaupt eine Bezahlung erhalte. Der steuerliche Vertreter führte dazu aus, dass er nicht sagen könne, warum dieser Passus drinnen stehe. Er nehme an, dass die beiden zusammengearbeitet und sie es sich ausgemacht hätten. Wenn der Beschwerdeführer Herrn ***E*** nicht ausbezahle, werde dieser in Zukunft nicht mehr tätig werden. Es handle sich hier um einen einzelnen Passus dieses Vertrages der jetzt retrospektiv (zurückschauend) möglicherweise eigenartig wirke, aber man müsse von einer Situation ausgehen, wo nicht juristisch ausgebildete Partner Vereinbarungen schließen, die so ausschauen können. In Bezug auf acht vorgelegte Ausgangsrechnungen, die Angaben, die laut UStG in Rechnungen enthalten sein müssen, nicht aufweisen (Name und Anschrift des leistenden Unternehmers, UID-Nummer), stellte der Berichterstatter die Frage, warum diese vom Gesetz geforderten Angaben in den erwähnten Rechnungen fehlten. Der steuerliche Vertreter wies darauf hin, dass es sich dabei um Kopien handle, die aus dem Computer ausgedruckt worden seien. Die Originalrechnungen würden auf Geschäftspapieren ausgedruckt. Der steuerliche Vertreter bot an, die originalen Rechnungen nachzureichen und stellte seinerseits die Frage, ob der Berichterstatter glaube, dass beispielsweise ***1*** eine solche Rechnung akzeptieren würde. Die Vertreterin der Abgabenbehörde bestätigte diese Vorgehensweise, da damalige Drucker noch nicht über diese Funktion verfügten. Der Berichterstatter rief in weiterer Folge in Erinnerung, dass bereits die Prüferin im Rahmen der Betriebsprüfung gefragt habe, weshalb Herr ***E*** den Vertrag nicht direkt mit der ***C*** GmbH abgeschlossen habe und daraufhin erläutert worden sei, dass die Zahlung an Herrn ***E*** mit den Bonizahlungen der ***C*** an den Beschwerdeführer zusammenhängen würde. Auf die Frage des Berichterstatters, ob der steuerliche Vertreter diese Erklärung näher ausführen könne, antwortete dieser, dass er dies nicht könne aber vielleicht Herr ***S*** zu dieser Frage Näheres ausführen könne. Der Berichterstatter verwies darauf, dass der Prüferin im Rahmen der Betriebsprüfung gesagt worden sei, dass Herr ***E*** Manager bei ***L*** gewesen sei und nicht vor Ort beim Kunden auftrete, sondern Hintergrundinformationen über die Lieferanten besitze, durch die es zu Geschäftsabschlüssen gekommen sei. Der Berichterstatter wies darauf hin, dass aus dem Firmenbuch hervorgehe, dass Herr ***E*** Geschäftsführer und Gesellschafter bei drei GmbHs gewesen sei, die in Konkurs gegangen seien und infolge Vermögenslosigkeit gelöscht worden seien und Herr ***E*** schließlich in Privatkonkurs gegangen sei. Auf die Frage des Berichterstatters, ob der steuerliche Vertreter eine Erklärung dafür habe, warum Herr ***E*** im Rahmen seiner Tätigkeit als Geschäftsführer und auch privat eher glücklos agiert habe, während er in der Zeit der Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer 210.000 € verdient habe, antwortete der steuerliche Vertreter, dass er zunächst klarstellen wolle, dass er diese Frage für eine Suggestivfrage halte. Es gebe Schicksale bei Menschen, bei denen manche Jahre erfolgreich bzw manche nicht erfolgreich seien. Daraus zu schließen, dass die Leistung nicht habe erbracht werden können, sei eine reine vage Vermutung. Der Sachverhalt sei herauszuarbeiten. Offensichtlich habe Herr ***E*** die Befähigung gehabt, er habe die Leistung erbracht und der Rechnungsbetrag sei überwiesen worden. Herr ***E*** sei 10 Jahre in einem Dienstverhältnis bei ***L*** als Manager gewesen. Er werde Fähigkeiten gehabt haben, es könne leicht möglich sein, dass er diese Fähigkeiten im unternehmerischen Leben nicht habe umsetzen können. Der Berichterstatter erwiderte, dass Herr ***E*** seine Fähigkeiten als Einzelunternehmer sehr wohl habe umsetzen können, habe er doch für seine Leistungen 210.000 € bekommen. Die Vertreterin der Abgabenbehörde stellte die Frage, aus welchen Gründen 2016 ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet worden sei, wenn Herr ***E*** als Einzel-unternehmer so erfolgreich gewesen sei. Der Berichterstatter verwies auf ein Schreiben vom 24.01.2017 in dem der damalige steuerliche Vertreter (Dr. ***CD***) der Abgabenbehörde mitgeteilt habe, dass Herr ***E*** seine Geschäfte in ***M*** stillgelegt habe und die Unternehmen liquidieren werde. Der Geschäftszweig mit Leiharbeitern in ***N*** sei von ihm gekündigt worden, da die Behörde Ermittlungen wegen Geldwäsche angestellt habe. Der Berichterstatter fragte in diesem Zusammenhang, ob es heutzutage eine Person gebe, die als Unternehmer tätig sei und kein Girokonto habe. Die Senatsvorsitzende wies darauf hin, dass auffällig sei, dass Herr ***E***, der ein erfolgreicher Manager bei der Firma ***L*** gewesen sei, im Zeitraum der Leistungserbringung das Dienstverhältnis mit ***L*** beendet habe; vom ehemaligen steuerlichen Vertreter, Herrn Dr. ***CD***, Hofrat der ***EF***, sei das Wort Industriespionage erwähnt worden. Fakt sei, dass die Industriespionage nicht weiter verfolgt worden sei. Der steuerliche Vertreter sagte dazu, dass er sich beim besten Willen nicht vorstellen könne, dass der damalige steuerliche Vertreter das gesagt habe und dass es dann in keinem Protokoll aufscheine. Die Vertreterin der Abgabenbehörde fügte dem hinzu, dass dies stimme, es kein Protokoll darüber gebe, lediglich ein Gedächtnisprotokoll (E-Mail vom 18.09.2017). Der steuerliche Vertreter sagte dazu, dass er sich nicht vorstellen könne, dass ein Hofrat dieses Wort "Industriespionage" in den Mund genommen habe. Es könne sein, dass Herr ***E*** sehr viele Kontakte gehabt habe, die er verwendet habe. Der Berichterstatter fügte hinzu, dass die Leistung bereits im Zeitraum begonnen habe, in dem Herr ***E*** bei ***L*** tätig gewesen sei. Die Senatsvorsitzende stellte daraufhin klar, dass verfahrensgegenständlich nicht die Frage sei, ob Herr ***E*** ein erfolgreicher Manager gewesen sei oder nicht. Es werde festgestellt, dass Herr ***E*** zehn Jahre in einem Dienstverhältnis bei ***L*** beschäftigt gewesen sei, dieses zum 30.11.2013 beendet worden sei und dass die Geschäftsbeziehung zum Beschwerdeführer bereits davor begonnen habe. Laut Aktenlage sei die erste Besprechung am 17.08.2013 in ***T*** erfolgt. Der Berichterstatter stellte daraufhin die Frage, welche Leistungen erbracht worden seien und wie dies umgesetzt worden sei. Der steuerliche Vertreter verwies darauf, dass dies Herr ***S*** erklären werde. Offensichtlich sei, dass mit der Unterstützung von Herrn ***E*** Gewinne aus EDV-Projekten lukriert worden seien. Mehr könne er dazu nicht sagen. In weiterer Folge wurde Herr ***S*** als Zeuge einvernommen. Der steuerliche Vertreter führte aus, nachdem alle anwesenden Personen Herrn ***E*** nicht gekannt hätten, stelle er die Frage, wie der Zeuge Herrn ***E*** als Person wahrgenommen habe, welche Geschäfte zustande gekommen seien und wie diese zustande gekommen seien. Herr ***S*** gab an, dass er Herrn ***E*** zusammen mit dem Beschwerdeführer bei einem Event der Firma ***L*** in ***GH*** vor etlichen Jahren kennengelernt habe. Dieser hätte in ***M*** eine Produktionsfirma und in ***GH*** ein Unternehmen gehabt. Da der Beschwerdeführer ein neues Geschäft mit Storage-System betreibe und Herr ***E*** diesbezüglich Erfahrungen gehabt hätte, habe man Erfahrungen ausgetauscht. Es sei ein Lernprozess gewesen. Herr ***E*** hätte auch Kontakte zu einschlägigen Unternehmen gehabt und hätte auch namhafte Unternehmen genannt, die zu Storage-Systemen in Fragen kämen. In weiterer Folge hätte der Beschwerdeführer eine Vereinbarung getroffen, in die Herr ***E*** eingebunden gewesen sei, um Kunden zu generieren, technischen Austausch zu ermöglichen, wofür Herr ***E*** ein Erfolgshonorar versprochen bekommen habe, allerdings nur für diesen Bereich und nicht für andere. Im Laufe des Geschäftsprozesses sei Herr ***S*** in den Erfahrungsaustausch mit Herrn ***E*** eingebunden gewesen, der Vergleichsofferte für bearbeitete Projekte eingeholt hätte und diese hätte Herr ***S*** mit Herrn ***E*** besprochen. Es hätten nur Notizen gemacht werden dürfen, keine Fotos. Das Ganze habe sich in einem Zeitraum unter einem Jahr entwickelt und habe letztlich in der Provision an Herrn ***E*** gemündet. Der steuerliche Vertreter ersuchte Herrn ***S***, Herrn ***E*** kurz zu beschreiben, was für ein Mensch er gewesen sei und fragte, ob er es für möglich halte, dass solche Leistungen erbracht worden seien. Herr ***S*** antwortete, dass Herr ***E*** ziemlich zielgerichtet, ab und zu unkonzentriert gewesen sei. Er habe gewusst, was er tat und wie er es präsentierte. Herr ***S*** sagte, dass er nicht wisse, wie Herr ***E*** diese Informationen erhalten habe, ob durch seine ***M*** oder österreichische Firma oder als Einzelperson. Der Beschwerdeführer habe von Herrn ***E*** Informationen bekommen, aufgrund dieser der Beschwerdeführer ein Offert hätte erstellen können. Herr ***E*** habe diese Leistungen erbracht. Die Frage des steuerlichen Vertreters, ob Herr ***E*** Angebote erstellt habe, verneinte Herr ***S*** und sagte, Herr ***E*** habe Angebote eingeholt und ihn - Herrn ***S*** - informiert. Herr ***S*** habe diese Informationen an den Beschwerdeführer weitergegeben. Beispielsweise hätte die Firma ***1*** ein Storage-System benötigt. Das habe Herr ***E*** erfahren und dem Beschwerdeführer gesagt. In der Folge habe der Beschwerdeführer ***1*** ein Offert gelegt, womit der Kundenschutz beim Lieferanten begonnen habe. Auf die Frage des Berichterstatters, was Kundenschutz bedeute, antwortete Herr ***S***, dass zB ***9*** nicht mehr selbst diese Hardware den genannten Kunden anbiete oder über Dritte anbieten lasse. Unter Storage sei eine Hardware, ein Archivierungssystem, zu verstehen. Herr ***S*** brachte folgendes Beispiel: Herr ***E*** habe in Erfahrung gebracht, dass ***1*** ein Storage-System benötige. Herr ***E*** habe diese Information an den Beschwerdeführer weitergegeben und sei bei ***1*** vorstellig geworden. Anschließend habe er ein bestimmtes Fabrikat in Erwägung gezogen, das er sich vom Lieferanten (zB ***9***) habe schützen lassen. Ab diesem Zeitpunkt habe ***9*** gewusst, dass der Beschwerdeführer ***1*** ein System verkaufen wolle. Als Folge davon, habe weder von ***9*** noch über einen fremden Dritten das Produkt dem Interessenten angeboten werden dürfen. Die Frage des Berichterstatters, wie Herr ***E*** zur Information gekommen sei, dass ***1*** einen Bedarf habe, beantwortete Herr ***S*** damit, dass Herr ***E*** Kontakte gehabt hätte, er aber nicht wisse woher Herr ***E*** diese gehabt habe. Der steuerliche Vertreter merkte dazu an, dass ***L*** für viele Firmen produziere und Information habe. Für ihn - den steuerlichen Vertreter - sei das ein ganz normales Geschäft und er könne sich sehr gut vorstellen, woher diese Informationen kämen. Herr ***S*** ergänzte, dass die Geschäfte so funktionierten, indem man Informationen von anderen Netzwerken bekomme und diese dann bespreche. Auf die Frage des Berichterstatters, in welcher Funktion er (Herr ***S***) in den Leistungs-austausch zwischen dem Beschwerdeführer und Herr ***E*** involviert gewesen sei, antwortete Herr ***S***, dass der Beschwerdeführer beruflich sehr viel unterwegs gewesen sei und da er (Herr ***S***) Herrn ***E*** sehr gut gekannt habe, hätte er die Informationen für den Beschwerdeführer besorgt. Die Frage, ob er (Herr ***S***) für die Einzelunternehmung ***D***, die ***C*** GmbH oder Herrn ***E*** tätig gewesen sei, beantwortete Herr ***S*** damit, dass er für den Einzelunternehmer ***Bf*** tätig gewesen sei. Er habe keine Bezahlung erhalten, vielleicht einen Kaffee. Herr ***S*** und der Beschwerdeführer hätten einmal zusammen eine Firma (***IJ***) gehabt. Im Jahr 2000 hätten sie sich getrennt [Anmerkung: laut Firmenbuch März 2007], da der Beschwerdeführer ein neues Unternehmen eröffnet habe. Bezüglich des Firmennamens ***IJ*** sagte Herr ***S***, dass dieser im Firmenbuch als ***IJ** aufscheine. Es seien nur EDV-Geschäfte gemacht worden und sie seien Distribute für ***9*** gewesen. Die Bezeichnung "***" sei erst nach ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen in den Firmennamen aufgenommen worden. Auf die Frage des Berichterstatters, von wem er bezahlt worden sei und in welcher Höhe, antwortete Herr ***S***, er habe nichts bekommen. Auf die Frage des Berichterstatters, was mit "seiner eigenen Tätigkeitsplanung" gemeint gewesen sei und ob er eigene Geschäfte betrieben habe, antwortete Herr ***S***, dass er Termine vereinbart und ihn dabei getroffen habe. Die Frage des Berichterstatters, ob er (Herr ***S***) Geschäftsbeziehungen zu Herrn ***E*** unterhalten hätte, verneinte Herr ***S***. Der Berichterstatter fragte Herrn ***S***, wie es zu erklären sei, dass laut Vereinbarung vom 15.02.2014 die absolut vertraulichen Informationen weder Dritten noch irgendwelchen anderen Personenkreisen haben bekannt gemacht werden dürfen, während aber er (Herr ***S***), der weder im Vertrag vom 09.01.2014 noch in der erwähnten Vereinbarung vom 15.02.2014 erwähnt wird, derart detaillierte Angaben (sowohl schematisch nach Projekten als auch chronologisch) über den Inhalt der Besprechungen (siehe "Rekonstruktion der Besprechungen") des Beschwerdeführers mit Herrn ***E*** machen könne sowie Zugriff auf den Kalender des Beschwerdeführers habe. Herr ***S*** führte dazu aus, dass er von Beginn an involviert gewesen sei und den Kontakt zu Herrn ***E*** und dem Beschwerdeführer aufrechterhalten habe. Er habe Termine vereinbart und die Informationen an den Beschwerdeführer weitergegeben. Bezüglich der Ausführungen der steuerlichen Vertretung im Schriftsatz vom 10.11.2017, wonach "die Informationen ungefiltert den Aufzeichnungen des Herrn ***S*** entspringen", fragte der Berichterstatter, um welche Aufzeichnungen es sich dabei handle. Herr ***S*** sagte, dass er sich Notizen gemacht hätte, zum Beschwerdeführer gegangen sei und dieser hätte sie verwerten können. Hinsichtlich der acht vorgelegten Ausgangsrechnungen, bei denen Angaben über den Rechnungsaussteller, wie der Name, die Postanschrift, die Kontaktdaten, die Bankverbindungen, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmens (Rechnungsausstellers) fehlten, sagte Herr ***S***, dass es sich dabei um Kopien der ***C*** handle, am Briefpapier der Originale seien alle Daten vorhanden. Auf die Frage des Berichterstatters, worum es sich bei dem Betrag von 10.500 € handle, mit dem Herr ***S***, ***Adr3***, im 1. Bericht des Masseverwalters vom TT.12.2016 des Insolvenzaktes von Herrn ***E*** in einer Gläubigerliste (Seite 53 des Insolvenzaktes) aufscheint, antwortete Herr ***S***, dass er das nicht wisse, er aber nicht ausschließen möchte, dass er (Herr ***S***) ihm (Herrn ***E***) kleine Beträge geborgt hätte. Auf die Frage des Berichterstatters, was an der Adresse ***Adr3***, gewesen sei, antwortete Herr ***S***, dass er nie am ***Adr3*** gewesen sei. Auf den Umstand angesprochen, dass im Schlussbericht des Abschöpfungsverfahrens betreffend ***E*** vom TT.12.2017 bei der Schlussverteilung der Gesamtmasse (Seite 131f des Insolvenzaktes) in der Liste der 20 Gläubiger, Herr ***S*** nicht aufscheine, und auf die Frage des Berichterstatters, ob Herr ***E*** die 10.500 € zurückbezahlt habe, antwortete Herr ***S***, dass ihm nicht erinnerlich sei, ihm (Herrn ***E***) jemals eine Summe geliehen zu haben. Auf die Frage, welche Tätigkeit Herr ***E*** bei der Firma ***L*** verrichtet habe, antwortete Herr ***S***, dass er das nicht wisse. Die Frage der Vertreterin der Abgabenbehörde, ob er (Herr ***E***) vom potenziellen Lieferanten oder für potenzielle Kunden Angebote eingeholt habe, beantwortete Herr ***S*** dahingehend, dass er (Herr ***E***) Angebot eingeholt habe, die Vorinformationen darstellten, damit der Beschwerdeführer wisse, wie andere Firmen für diese Projekte anbieten würden. Von welchen Firmen er (Herr ***E***) Angebote eingeholt habe, wisse er (Herr ***S***) nicht. Auf die Frage der Vertreterin der Abgabenbehörde, woher Herr ***E*** gewusst habe, was sie gebraucht hätten, antwortete Herr ***S***, es gebe eine Konfiguration. Herr ***E*** habe eine grobe Konfiguration vom Beschwerdeführer bekommen. Darin seien Kriterien definiert aufgrund derer Herr ***E*** das Anbot bei potentiellen Lieferanten habe anfragen können. Der Beschwerdeführer habe die Kriterien definiert, damit Herr ***E*** ein Anbot bei einigen potentiellen Lieferanten habe einholen können. Es sei so abgelaufen, dass wir ein Angebot vom Lieferanten A erhalten hätten und wir hätten Herrn ***E*** gebeten, bei den Lieferanten B und C weitere Anbote einzuholen. Auf die Frage der Vertreterin der Abgabenbehörde, ob es auch eine schriftliche oder nicht schriftliche Vereinbarung gebe, bei dem man als Kunde ein Angebot habe anfragen können, beantwortete Herr ***S***, mit nein, es gebe weder schriftliche noch mündliche Vereinbarungen. Der steuerliche Vertreter fügte dem hinzu, dass es zu dieser Geschäftsabwicklung gesellschaftliche Usancen gebe. Die Abwicklung des Projektes sei durch die Firma ***C*** erfolgt. Auf die Frage der Vertreterin der Abgabenbehörde, ob es zwischen ihm (Herrn ***S***) und dem Beschwerdeführer mündliche oder schriftliche Vereinbarungen für diese Geschäftsverbindung gegeben habe und auf die Frage des steuerlichen Vertreters, warum Herr ***S*** das mache, antwortete dieser, dass er mit dem Beschwerdeführer seit Jahrzehnten befreundet sei, er Pensionist und ein väterlicher Freund für den Beschwerdeführer sei. Er bleibe damit technisch am Ball und sehe es als intellektuelle Vorsorge. Die Frage der Vertreterin der Abgabenbehörde, ob Herrn ***S*** der Name ***KL*** etwas sage, verneinte dieser und fügte hinzu, dass er den nicht kenne. Zur Frage der Vertreterin der Abgabenbehörde, warum es bereits im Jahr 2023 Besprechungen gegeben habe, verwies Herr ***S*** darauf, dass das Kennenlernen anlässlich eines Sommerfestes in ***GH*** erfolgt sei, woraufhin sie sich öfter getroffen hätten. Nach Beendigung der Einvernahme von Herrn ***S*** wurde die mündliche Verhandlung fortgesetzt. Die Vertreterin der Abgabenbehörde legte eine Aufstellung eines "inneren Betriebs-vergleiches" vor und führte dazu aus, dass daraus ersichtlich sei, dass die Gewinnspanne im Jahr 2015 unter Berücksichtigung der Fremdleistung weitaus geringer sei, als in den übrigen Jahren. Die Gewinnspanne in den Jahren 2015 und 2016 - ohne die Berücksichtigung der Fremdleistungen - sei gleich hoch: [Grafik]   Die Frage des steuerlichen Vertreters, ob das die Daten des Beschwerdeführers persönlich und nicht der Firma ***C*** seien, beantwortete die Vertreterin der Abgabenbehörde mit ja, das stimme. Der steuerliche Vertreter führte aus, dass vorher gesagt worden sei, dass die Geschäfte über die Firma ***C*** abgewickelt worden seien und jener Betrag, der an den Beschwerdeführer ausbezahlt worden sei, etwas sei, das er sich habe aussuchen können. Der steuerliche Vertreter stellte die Frage, welchen Wert diese Aufstellung habe und fügte hinzu, dass in dieser Aufstellung nicht das tatsächliche Volumen aufgezeigt werde, das unter Mithilfe des Herrn ***E*** erwirtschaftet worden sei, sondern es sei eine Aufstellung gemacht worden, welche Beträge zeige, die aus der Firma ***C*** an den Beschwerdeführer ausbezahlt worden seien. Die Vertreterin der Abgabenbehörde erwiderte, dass diese Aufstellung sehr wohl eine Aussagekraft habe. Im Jahr 2015 seien sehr hohe Gewinne erzielt worden. Durch die Verbuchung der Fremdleistungen seien diese erheblich gekürzt worden. Der steuerliche Vertreter sagte, dass der Gewinn vermindert worden sei und meint, dass der Gewinn ohne die Leistung des Herrn ***E*** nicht so hoch gewesen sei. Die Vertreterin der Abgabenbehörde erwähnt, dass auf dem Konto von Herrn ***E*** in diesem Zeitraum 2015 verschiedene Barausgänge verbucht worden seien. Der steuerliche Vertreter weist darauf hin, dass das ausschließlich Herrn ***E*** betreffe und nicht mit dem vorliegenden Fall zu tun habe. Es seien sehr viele Mutmaßungen geäußert worden, es sei von Kickback-Zahlungen und Schmiergeldzahlungen geredet worden. Wenn man bei der reinen Faktenlage bleibe, habe es Geschäfte gegeben, Verträge, die eine gewisse Komplexität aufweisen. Es gebe mehrere Beteiligte, wie zB Herrn ***E***. Faktum sei, es gebe einen Leistungsaustausch. Herr ***S*** habe unter Wahrheitspflicht ausgesagt, dass die erbrachten Leistungen abgewickelt worden seien. Es habe Rechnungen gegeben, die in der Buchhaltung Eingang gefunden hätten. Die Buchhaltung zeige die Wirklichkeit. Alles andere sei reine Spekulation und nicht existent. Wirklich klar sei seine Aussage (des steuerlichen Vertreters) und die des Zeugen. II. Das Bundesfinanzgericht hat erwogen: 1. Folgender Sachverhalt wird der Entscheidung zu Grunde gelegt: Der Beschwerdeführer war im Streitjahr 2015 als Einzelunternehmer (***D***) tätig und war alleiniger Gesellschafter-Geschäftsführer der "***C***" GmbH (in der Folge kurz: ***C***). Die Firma ***C*** ist ein IT-Dienstleister, der maßgeschneiderte IT-Lösungen für Unternehmen jeder Größe anbietet, die die Unternehmensprozesse perfekt unterstützen. Der Beschwerdeführer machte aus einer Rechnung vom 04.09.2014, ausgestellt von Herrn ***E***, Umsatzsteuer in Höhe von 35.000 € als Vorsteuer und den Netto-Rechnungsbetrag von 175.000 € als Betriebsausgaben geltend. Die Rechnung weist als Art und Umfang der sonstigen Leistung "Abrechnung laut Vereinbarung vom 9.1.2014 - Bonus € 350.000 - 50 %" aus. Weder im Bescheid über die Festsetzung von Umsatzsteuer für 09/2015 vom 31.03.2016 noch im Umsatzsteuerbescheid 2015 vom 04.08.2017 wurde die als Vorsteuer geltend gemachte Umsatzsteuer in Höhe von 35.000 € berücksichtigt. Im Einkommensteuerbescheid vom 04.08.2017 wurde der Netto-Rechnungsbetrag aus der erwähnten Rechnung in Höhe von 175.000 € nicht als Betriebsausgabe berücksichtigt. Die von Herr ***E*** in der Rechnung vom 04.09.2014 fakturierte Leistung wurde nicht erbracht. Der festgestellte Sachverhalt ergibt sich aus den von der Abgabenbehörde dem Bundesfinanzgericht vorgelegten Unterlagen, dem Insolvenzakt von Herrn ***E***, der Niederschrift über die Einvernahme des Zeugen ***S*** und der Niederschrift über die mündliche Verhandlung, beide vom 11.07.2024, sowie der folgenden Beweiswürdigung: 2. Beweiswürdigung In der Beschwerde vom 03.05.2016 gegen den Bescheid über die Festsetzung von Umsatzsteuer für 09/2015 vom 31.03.2016 führte die steuerliche Vertretung unter anderem aus, dass Herr ***E*** über Betreiben des Beschwerdeführers bei unterschiedlichen Lieferanten Angebote, welche technisch spezifiziert gewesen seien, eingeholt und diesbezüglich mit in- und ausländischen Firmenkontakten harte Preisverhandlungen geführt habe. Diese Fakten seien ständig mit dem Beschwerdeführer ausgetauscht und aktualisiert worden, so dass der Unternehmen in die Lage gekommen sei, einerseits technisch als auch kaufmännisch optimiert anzubieten und in vielen Fällen auch den Geschäftsabschluss zu tätigen. Wenn vorgebracht wird, dass Herr ***E*** bei unterschiedlichen Lieferanten Angebote eingeholt habe und mit in- und ausländischen Firmenkontakten harte Preisverhandlungen geführt habe, wird nicht näher ausgeführt, bei welchen konkreten Lieferanten Herr ***E*** Angebote eingeholt habe, wie die erwähnten in- und ausländischen Firmenkontakte zustande gekommen seien und welche Umstände Herrn ***E*** in die Lage versetzt haben, harte Preisverhandlungen zu führen. Es wurden keine Unterlagen vorgelegt, die auf ein Tätigwerden von Herrn ***E*** schließen lassen. Wenn die steuerliche Vertretung weiter ausführt, dass alle Formvorschriften, insbesondere § 11 UStG, ordnungsgemäß eingehalten worden seien, insbesondere nehme sowohl die betroffene Rechnung von Herrn ***E*** als auch dessen Lieferschein auf den Vertrag vom 09.01.2014 zwischen Herrn ***E*** und dem Beschwerdeführer Bezug, sodass dieser Vertrag als Bestandteil der Rechnung - gem. § 11 Abs 2 2. Satz UStG - anzusehen sei und daher eine ordnungsgemäße Beschreibung betreffend Art und Umfang der Leistung gemäß § 11 Abs 1 Ziff. 3 lit c vorliege, ist diesem Vorbringen entgegenzuhalten, dass ein zu Beginn eines allfälligen Leistungszeitraums geschlossener Vertrag wohl keinen Nachweis für erst zu erbingende Leistungen zu liefern vermag und somit als "Beleg" im Sinne des § 11 Abs 2 2. Satz UStG nicht geeignet sein kann. Soweit der steuerliche Vertreter in der mündlichen Verhandlung auf die Frage des Berichterstatters, wie der Umstand zu erklären sei, dass Herr ***E*** im erwähnten Vertrag einer Vergütungsvereinbarung zugestimmt habe, in der nicht einmal geregelt worden sei, ob Herr ***E*** überhaupt eine Bezahlung erhalte, im Wesentlichen damit geantwortet hat, dass es sich hier um einen einzelnen Passus dieses Vertrages handle, der retrospektiv möglicherweise eigenartig wirke, man aber von einer Situation ausgehen müsse, wo nicht juristisch ausgebildete Partner Vereinbarungen schließen, die so ausschauen können, ist für den erkennenden Senat schwer nachvollziehbar, dass sich Herr ***E*** als langjähriger Manager bei der Firma ***L*** in einem Vertrag zu einer Leistungserbringung verpflichtet hat, in dem er die Höhe seiner Leistungsvergütung ausschließlich seinem Vertragspartner überließ. Bezüglich der Ausführungen im Vorlageantrag vom 23.06.2016, wonach die Nichtgewährung des Vorsteuerabzuges dem Beschwerdeführer in der Praxis solche Geschäftsmodelle untersagen würde, wodurch er außer Stande gesetzt sei, viele positive Geschäftsabschlüsse zu tätigen, woraus ganz allgemein ein rückläufiges Steueraufkommen des Unternehmens zu gewärtigen sei, ist darauf hinzuweisen, dass es der Beschwerdeführer selbst war, der mit Herr ***E*** vereinbarte, dass von Letzterem vorgelegte schriftliche Angebote nicht kopiert oder übergeben werden dürfen und somit der Beschwerdeführer selbst dafür gesorgt hat, dass er über keine Unterlagen verfügt, die auf dem Tätigwerden von Herrn ***E*** basieren. Anlässlich einer auf Wunsch der steuerlichen Vertretung am 18.09.2017 im Finanzamt stattgefundenen Besprechung legte Herr ***S*** Auszüge des Kalenders des Beschwerdeführers in Kopie vor. Auf jedem der vorgelegten Kalenderblätter ist neben einer Uhrzeit, der Name ***E***, auf den meisten der Name ***S*** und auf zwei der Name ***Bf*** bzw "***Bf***" vermerkt. Da es sich bei diesen Eintragungen lediglich um mögliche Terminvereinbarungen handelt und nicht sichergestellt ist, dass diese Treffen auch tatsächlich stattgefunden haben, sind diese Kalenderblätter nicht geeignet glaubhaft zu machen, dass im Zuge dieser Besprechungen, Leistungen des Herrn ***E*** an den Beschwerdeführer erbracht wurden. Im Schriftsatz vom 10.11.2017 führte die steuerliche Vertretung weiter aus, dass im Leistungsaustausch zwischen dem Beschwerdeführer und Herrn ***E*** auch Herr ***S*** involviert gewesen sei und dieser auf Basis seiner eigenen Tätigkeitsplanung die Zusammenarbeit nunmehr so dokumentiere: Die Besprechungen mit Herrn ***E*** seien strengster Vertraulichkeit unterlegen und dürften Dritten nicht zugänglich gemacht werden. Dokumente seien keine ausgetauscht worden, es sei lediglich die Einsichtnahme möglich gewesen. Fotografieren bzw Scannen sei untersagt gewesen. Für den erkennenden Senat ist es nicht verständlich, warum sich zum einen der Beschwerdeführer und Herr ***E***, ein derartiges Maß an Misstrauen entgegenbringen, dass sie jeglichen Austausch von Dokumenten, sowie das Fotografieren bzw Scannen vertraglich verbieten, obwohl sie sich seit etlichen Jahren gekannt haben und zum anderen aber Herr ***E*** im erwähnten Vertrag vom 09.01.2014 einer Vergütungsvereinbarung zugestimmt hat, in der nicht einmal geregelt wurde, ob Herr ***E*** überhaupt eine Bezahlung erhält. Ebenso wenig nachvollziehbar ist, dass die Besprechungen mit Herrn ***E*** strengster Vertraulichkeit unterlegen seien und Dritten nicht zugänglich gemacht haben werden dürfen, Herr ***S*** aber, der weder Dienstnehmer der Einzelunternehmung ***D*** noch der "***C***" GmbH war und weder als Vertragspartei im Vertrag vom 09.01.2014 noch in der Vereinbarung vom 15.02.2014 als Vertragspartei aufscheint, somit als Dritter an den streng vertraulichen Besprechungen mit Herrn ***E*** teilgenommen habe. Mit dem selbst auferlegten Verbot der Übergabe schriftlicher Angebote, begibt sich der Beschwerdeführer der Möglichkeit des Nachweises der von Herrn ***E*** angeblich erbrachter Leistungen. Mit diesen Ausführungen ist keine Dokumentation eines Leistungsaustausches und somit einer Zusammenarbeit zwischen dem Beschwerdeführer und Herrn ***E*** erfolgt, zumal der Beschwerdeführer auch keine Unterlagen vorgelegt hat, die auf ein Tätigwerden von Herrn ***E*** für den Beschwerdeführer schließen lassen. Im Schriftsatz vom 10.11.2017 führte die steuerliche Vertretung zu dem aus, dass bei den Projekten ***1***, ***2***, ***3*** und ***4*** ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang zwischen dem Erfolg des Projektes und der Tätigkeit des Leistungserbringers bestehe und übermittelte dazu eine Aufstellung der dabei erzielten Erträge sowie der Ausgangsrechnungen und der korrespondierenden Eingangsrechnungen, aufgegliedert nach Projekten samt den erwähnten Ausgangs- und Eingangsrechnungen. Die übermittelten Eingangsrechnungen zeigen, dass die Firma "***C***" GmbH und nicht der Beschwerdeführer für die Endkunden ***1***, ***2***, ***3*** und ***4*** bestimmte Produkte erworben hat, liefern aber keinen Nachweis dafür, dass bei den Projekten ***1***, ***2***, ***3*** und ***4*** ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang zwischen dem Erfolg des Projektes und dem Tätigwerden des Herrn ***E*** für den Beschwerdeführer besteht. Es ist auch nicht erkennbar, welchen Nachweis die Aufstellung der bei den erwähnten Projekten erzielten Erträge erbringen kann, dass Herr ***E*** zur Erwirtschaftung der aufgelisteten Erträge beigetragen habe. Im Schriftsatz vom 10.11.2017 stellte die steuerliche Vertretung die Tätigkeit des Herrn ***E*** im Rahmen der Zusammenarbeit schematisch und, um eine entsprechende Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten, nach Projekten geordnet, dar (siehe Seite 16) und wies darauf hin, dass die Informationen ungefiltert den Aufzeichnungen des Herrn ***S*** entsprüngen, ohne jedoch diese Aufzeichnungen vorzulegen. In der Darstellung werden Telefonate und Besprechungen im Zeitraum August 2013 bis März 2014 zu den Projekten ***4***, ***1*** und ***3*** erwähnt, technische Daten wiedergegeben, Versprechen abgegeben ("Versprach Infos zu besorgen ev. Über ***L***" bzw "versprach sich zu informieren") und Aussagen über Mitbewerber und Informationen getätigt ("mögliche Mitbewerber genannt" bzw "Infos getauscht") ohne diese zu benennen. Im Hinblick darauf, dass diese Aufzeichnungen keine konkreten Informationen über beispielsweise etwaige Mitbewerber, eventuelle Vergleichsanbote oder getauschte Infos und dergleichen enthalten, sind diese nicht geeignet, die Erbringung von Leistungen durch Herrn ***E*** an den Beschwerdeführer glaubhaft zu machen, zumal diese Informationen nicht von Aufzeichnungen des Beschwerdeführer selbst, sondern von einer dritten Person stammen, der diese absolut vertraulichen Informationen laut Vereinbarung vom 09.01.2014 gar nicht hätten bekannt gemacht werden dürfen. Im Schriftsatz vom 10.11.2017 übermittelte die steuerliche Vertretung als Anlage die "Rekonstruktion der Besprechungen in chronologischer Form" (siehe Seite 17f), die zunächst mit dem Hinweis "Rekonstruktion der Besprechungen mit ***E*** zwischen ***S***, tlw. ***D*** gemeinsam" beginnt um sodann gleich darauf hinzuweisen, dass alle Besprechungen strengster Vertraulichkeit unterlägen und Dritten nicht zugänglich gemacht werden dürfen, Dokumente würden keine ausgetauscht werden, nur Einsichtnahme mit handschriftlichen Aufzeichnungen werde vorgenommen, Fotos oder Scannen werde untersagt. Die eigentliche Rekonstruktion der Besprechungen besteht aus der bereits besprochenen schematischen, nach Projekten geordneten Darstellung der Zusammenarbeit sowie näheren Ausführungen zu dreizehn Kalenderblätter des Beschwerdeführers, denen zufolge im Wesentlichen über Preissituationen, Mitbewerber, technische Lösungen und Änderungen bzw Anpassungen, eventuelle Provisionen, allgemeine Kundenanfragen, neue Projekte, Preisentwicklungen und erhaltene Aufträge gesprochen worden sei sowie Infos über diverse Anbote, neue Kontakte und Hintergrundinfos ausgetauscht worden seien. Im Hinblick darauf, dass auch in den Ausführungen zu den dreizehn Kalenderblättern keine Mitbewerber benannt, Preisentwicklungen dargestellt, Aufklärung über die Herkunft von Hintergrundinfos gegeben oder Anbote dokumentiert wurden, und somit keine konkreten Nachweise für die Leistungserbringung von Herrn ***E*** an den Beschwerdeführer vorliegen, gelangt der erkennende Senat zu der Auffassung, dass die Steuerverwaltung nicht über sämtliche Daten verfügt, um zu prüfen, ob die für das Recht auf Vorsteuerabzug geltenden materiellen Voraussetzungen erfüllt sind. Im Vorlageantrag vom 14.05.2018 führte die steuerliche Vertretung unter anderem aus, dass klargestellt sei, dass der dokumentierte Leistungsaustausch stattgefunden habe, dass dieser fakturiert und bezahlt worden sei und dass es sich dem Grunde nach eindeutig um Betriebs-ausgaben handle. Rechnungen und Zahlungen seien sowohl beim Leistenden als auch beim Empfänger in das Rechenwerk aufgenommen worden. Zu diesen Ausführungen ist zunächst festzuhalten, dass es sich in der gegenständlichen Beschwerdesache um eine einzige Rechnung und eine einzige Zahlung handelt, die Zahlung von 210.000 € und die Aufnahme dieser Zahlung in das Rechenwerk des Beschwerdeführers nie bestritten wurde, da die Aufnahme dieser Zahlung in das Rechenwerk des Beschwerdeführers wohl Voraussetzung dafür ist, dass der Beschwerdeführer den Netto-Rechnungsbetrag als Betriebsausgabe und die in der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen kann. Was die Aufnahme des Betrages von 210.00 € in das Rechenwerk des Rechnungsausstellers betrifft, wird darauf hingewiesen, dass die Besteuerungsgrundlagen für die Einkommensteuer für das Jahr 2015 des Herrn ***E*** wegen Nichtabgabe der Steuererklärungen gemäß § 184 BAO im Schätzungswege ermittelt wurden und somit nicht feststeht, dass der Betrag von 210.000 € in das Rechenwerk des Herrn ***E*** aufgenommen wurde. Worauf die Klarstellung der steuerlichen Vertretung basiert, dass der dokumentierte Leistungsaustausch stattgefunden habe, erschließt sich dem erkennenden Senat nicht, zumal im Zusammenhang mit der behaupteten Leistungserbringung des Herrn ***E*** an den Beschwerdeführer keine Dokumente vorgelegt wurden, aus denen sich ableiten ließe, welche konkreten Dienstleistungen an den Beschwerdeführer erbracht worden seien. Im Rahmen der mündlichen Verhandlung schilderte Herr ***S*** ein Geschäftsmodell, demzufolge Herr ***E*** zunächst in Erfahrung gebracht hätte, dass ein Unternehmen eine bestimmte Hardware benötige, er diese Information dem Beschwerdeführer weitergegeben hätte, der Beschwerdeführer beim besagten Unternehmen vorstellig geworden sei und mit dem Wissen um die konkreten Anforderungen an das benötigte Produkt, hätte sich der Beschwerdeführer dieses bei einem Lieferanten schützen lassen, woraufhin Letzterer dieses nicht mehr selbst oder durch einen Dritten dem potentiellen Kunden des Beschwerdeführers hätte anbieten dürfen. In weiterer Folge hätte dann Herr ***E*** für den Beschwerdeführer Vergleichsofferte für bearbeitete Projekte eingeholt, die Vorinformationen darstellten, damit der Beschwerdeführer wisse, wie andere Firmen für diese Projekte anbieten würden. Im Wesentlichen wurden damit die Ausführungen wiedergegeben, die bereits im Rahmen der verschiedenen Schriftsätze vorgebracht wurden, ohne aber Nachweise zu liefern, dass das erörterte Geschäftsmodell umgesetzt wurde und Herr ***E*** tatsächlich Leistungen erbracht hat.

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Normen und Schlagworte

LeistungserbringungLeistungsbeschreibungmaterielle VoraussetzungenRechnungVorsteuerBetriebsausgabenLeistung

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Senat - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/7103715/2016
ECLI
ECLI:AT:BFG:2024:RV.7103715.2016
Stammnummer
145515
Gültig
27.08.2024 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
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