Findok · BFG-Entscheidungen
BFG RV/7104087/2018
Ein einheitliches land- und forstwirtschaftliches Unternehmen oder zwei getrennte Unternehmen
geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/7104087/2018vom 12.10.2022Teil 5 von 5
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.
Wortlaut laut Findok
26 Im gegenständlichen Fall scheidet eine solche Auslegung jedoch angesichts des eindeutig weiteren Wortlauts des Anwendungsbereichs von § 22 Abs. 1 UStG 1994 ("nichtbuchführungspflichtigen Unternehmern, die Umsätze im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes ausführen" bzw. ab 2015 "nichtbuchführungspflichtigen Unternehmern, deren im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes ausgeführte Umsätze 400 000 Euro nicht übersteigen") gegenüber dem ihm aufgrund seiner unionsrechtlichen Grundlage grundsätzlich zu unterstellenden Bedeutungsinhalt (unter Hinzudenken der unionsrechtlich geforderten generellen Einschränkung "denen die Anwendung des normalen Mehrwertsteuerregimes verwaltungstechnische Schwierigkeiten bereitet") aus. Die Erweiterung der innerstaatlich normierten Voraussetzungen für die Pauschalierung um die in Art. 296 der MwStSystRL genannten verwaltungstechnischen Schwierigkeiten mit dem normalen Mehrwertsteuerregime würde den Auslegungsspielraum der zulässigen Ermittlung des Norminhalts nach innerstaatlichen Auslegungsregeln überschreiten und im Ergebnis die unmittelbare Anwendung einer nicht umgesetzten zusätzlichen Voraussetzung bedeuten. Ein solches Vorgehen kommt jedoch zu Lasten des Abgabepflichtigen nicht in Betracht (vgl. VwGH 13.9.2017, Ro 2017/13/0015, sowie 5.9.2012, 2009/15/0213, VwSlg. 8741/F).
27 Aus den dargelegten Gründen war die Revision gemäß § 42 Abs. 1 VwGG als unbegründet abzuweisen.
Rechtliche Würdigung
Nach den getroffenen Sachverhaltsfeststellungen bestanden ab dem Jahr 1989 zwei voneinander unabhängige getrennte land- und forstwirtschaftliche Betriebe einerseits des ***7*** ***1*** sen. und andererseits der ***9*** ***1***. Diese Betriebe wurden vom Finanzamt als eigenständige Steuersubjekte anerkannt. Im Jahr 2008 wurde der bisher von ***7*** ***1*** sen. als Einzelunternehmer geführte land- und forstwirtschaftliche Betrieb von diesem im Wege eines Zusammenschlussvertrags in die neu gegründete ***1*** Kommanditgesellschaft als Einlage eingebracht, deren Komplementärin ***9*** ***1*** wurde. Das Finanzamt ging während rund 17 Jahren vom Vorliegen zweier Unternehmen und zweier Betriebe aus und erfasste die ***1*** KG zur Steuernummer ***6*** und ***9*** ***1*** zur Steuernummer ***10***. Erst seit einer Außenprüfung im Jahr 2017 geht das Finanzamt - rückwirkend ab dem Jahr 2013 - davon aus, dass das Unternehmen und der Betrieb der ***9*** ***1*** steuerrechtlich nicht existent und die Umsätze und Gewinne von ***9*** ***1*** den Umsätzen und Gewinnen der ***1*** KG zuzurechnen seien. Insoweit gleicht die Konstellation jener im Fall EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u. a. Auch dort ging das Finanzamt ursprünglich von eigenständigen Steuersubjekten aus und änderte seine Auffassung erst im Zuge einer späteren Außenprüfung.
Ebenso wie im Fall EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u. a. (Rn 34) trat ***9*** ***1*** als Landwirtin gegenüber ihren Lieferanten und gegenüber öffentlichen Stellen als Einzelunternehmerin - und nicht in ihrer Funktion als Komplementärin der ***1*** KG - auf. Sie trat auch gegenüber ihrem (Haupt-)Kunden, der Bioprodukte ***19*** GmbH, eigenständig auf. Die Ausführungen im Urteil Nigl sind daher auf den gegenständlichen Fall mit der Folge übertragbar, dass sowohl die ***1*** KG als auch ***9*** ***1*** jeweils als eigenständige Unternehmer anzusehen sind und die von ***9*** ***1*** selbst erzielten Umsätze nicht der ***1*** KG zuzurechnen sind.
Anders als im Fall EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u. a. verfügt ***9*** ***1*** über keine eigenen Produktionsmittel in Bezug auf Geräte und Maschinen, da sie diese von der ***1*** KG anmietet. Nach den getroffenen Feststellungen erfolgt diese Anmietung in derselben fremdüblichen Weise wie die Anmietung von Geräten und Maschinen der ***1*** KG durch andere Landwirte.
Ein Landwirt muss über keinen in seinem Eigentum stehenden landwirtschaftlichen Betrieb verfügen. Er kann auch als Pächter als Landwirt tätig sein (vgl. VwGH 8. 9. 2016, Ra 2016/11/0081; VwGH 29. 3. 2006 2004/08/0226; VwGH 29. 5. 2005, 2001/08/0186; VwGH 3. 10. 2002, 98/08/0193; VwGH 4. 10. 2001, 97/08/0072; VwGH 4. 10. 2001, 98/08/0037; VwGH 10. 9. 1998, 96/15/0157; VwGH 14. 1. 1997, 96/08/0343; VwGH 31. 3. 1993, 92/02/0326; VwGH 20. 10. 1992, 91/08/0110; Böck in Wiesner/Grabner/Knechtl/Wanke, EStG § 21 Anm 1, 4, 65b). Er muss eine land- und forstwirtschaftliche, selbständige Erwerbstätigkeit haupt- oder nebenberuflich auf eigene Rechnung und Gefahr ausüben (vgl. etwa § 4 Abs. 1 Z 2 NÖ Landwirtschaftskammergesetz LGBl. 6000-0 i.d. g. F.).
Es ist in der Landwirtschaft nicht unüblich, bestimmte Geräte und Maschinen nicht im Eigentum zu haben, sondern diese anzumieten. Auch wenn typischerweise eine Landwirtschaft über einen eigenen Grundstock an Geräten und Maschinen verfügt, kann es durchaus wirtschaftlicher sein, Geräte und Maschinen nur für die tatsächlichen Einsatzzeiten anzumieten und damit hohen Kapitaleinsatz und anlaufende Kosten für die Zeiten des Nichteinsatzes zu vermeiden. Ein Landwirt kann seinen Betrieb auch in der Weise führen, dass er nicht Eigentümer der zur Bewirtschaftung erforderlichen Geräte und Maschinen ist, sondern diese entweder langfristig (Leasing) oder kurzfristig (für den jeweiligen Einsatz) anmietet.
Wie ausgeführt, wurden die Geräte und Maschinen von ***9*** ***1*** fremdüblich, d. h. so wie von anderen Landwirten auch, angemietet. Sie hat daher auch über eigene Produktionsmittel in der Form verfügt, dass diese nicht in ihrem Eigentum gestanden haben, sondern von ihr fremdüblich gemietet wurden. Diese Fremdüblichkeit ergibt sich daraus, dass zu den gleichen Bedingungen von der ***1*** KG auch an andere Landwirte vermietet wurde. Ob diesen Vermietungen die ÖKL-Richtsätze, die Richtsätze des Maschinenrings oder eigene Sätze zugrunde lagen, ist solange unerheblich, als von der ***1*** KG allen Mietern gegenüber und nicht nur gegenüber der Komplementärin in gleicher Weise verrechnet wurde. Dies war hier der Fall.
In seinem Urteil EuGH 24. 3. 2022, C-697/20, W. G. hat es der EuGH als wesentliches Indiz für das Vorliegen eigenständiger Steuerpflichtiger erachtet, wenn die Mittel zweier Betriebe getrennt verwaltet werden und die Betriebe in wirtschaftlicher, finanzieller und organisatorischer Hinsicht getrennt sind. "Dagegen ist der bloße Umstand, dass die Ehegatten ihre Tätigkeiten im Rahmen ein und desselben landwirtschaftlichen Betriebs ausüben, den sie in ehelicher Gütergemeinschaft besitzen, nicht von Belang" (Rn 25).
Eine Praxis eines Mitgliedstaats, wonach Ehegatten, die eine landwirtschaftliche Tätigkeit im Rahmen desselben Betriebs unter Verwendung von Vermögensgegenständen ausüben, die zum Gesamtgut ihrer ehelichen Gütergemeinschaft gehören, nicht als getrennte Mehrwertsteuerpflichtige angesehen werden können, wäre dem Gerichtshof zufolge grundsätzlich nicht mit der Mehrwertsteuerrichtlinie vereinbar (Rn 28).
Davon zu unterscheiden ist, ob und inwieweit die Pauschalregelung für landwirtschaftliche Erzeuger anzuwenden ist (vgl. EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u. a., Rn 36 ff.; EuGH 24. 3. 2022, C-697/20, W. G., Rn 30 ff.), wobei sich der Steuerpflichtige auf günstigeres nationales Recht berufen kann (vgl. VwGH 9. 10. 2020, Ro 2019/13/0025). Diese Frage stellt sich hier aber nicht, da verfahrensgegenständlich die ***1*** KG und nicht das Einzelunternehmen ***9*** ***1*** ist.
***9*** ***1*** ist daher als Landwirtin im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und in eigener Verantwortung tätig, sie trägt das mit der Ausübung dieser Tätigkeiten einhergehende wirtschaftliche Risiko (vgl. EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u. a. Rn 28).
Die vom Einzelunternehmen ***9*** ***1*** erwirtschafteten Umsätze sind daher diesem und nicht der ***1*** KG zuzurechnen.
Bemessungsgrundlagen
Hieraus ergeben sich folgende Änderungen der Bemessungsgrundlagen gegenüber den Umsatzsteuerbescheiden vom 20. Juni 2017:
|
2013
|
|
ang. Besch.
|
BFG
|
Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen
|
|
258.099,46
|
269.193,21
|
Eigenverbrauch
|
|
536,00
|
536,00
|
Steuerfrei mit Vorsteuerabzug
|
|
-14.000,00
|
-14.000,00
|
Gesamtbetrag stpfl. Lieferungen, sonst. Leistungen, Eigenverbrauch
|
|
244.635,46
|
255.729,21
|
20% Steuersatz
|
79.481,62 / 90.575,35
|
15.896,32
|
18.115,07
|
10% Steuersatz
|
165.153,84 / 165.153,84
|
16.515,38
|
16.515,38
|
Steuerschuld § 11, § 16
|
|
5.657,71
|
|
Summe Ust
|
|
38.069,42
|
34.630,46
|
Vorsteuern
|
|
-42.843,00
|
-42.241,10
|
Zahllast / Gutschrift
|
|
-4.773,58
|
-7.610,64
|
|
|
|
|
2014
|
|
ang. Besch.
|
BFG
|
Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen
|
|
358.334,36
|
373.824,06
|
Eigenverbrauch
|
|
1.431,99
|
1.431,99
|
Steuerfrei mit Vorsteuerabzug
|
|
|
|
Gesamtbetrag stpfl. Lieferungen, sonst. Leistungen, Eigenverbrauch
|
|
359.766,35
|
375.256,05
|
20% Steuersatz
|
126.770,41 / 140.279,10
|
25.354,08
|
28.055,82
|
10% Steuersatz
|
232.995,94 / 234.976,90
|
23.299,59
|
23.497,69
|
Steuerschuld § 11, § 16
|
|
7.094,37
|
|
Summe Ust
|
|
55.748,05
|
51.553,52
|
Vorsteuern
|
|
-110.984,30
|
-110.881,32
|
Zahllast / Gutschrift
|
|
-55.236,25
|
-59.327,80
|
|
|
|
|
2015
|
|
anf. Besch.
|
BFG
|
Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen
|
|
312.394,96
|
324.978,21
|
Eigenverbrauch
|
|
747,69
|
747,69
|
Steuerfrei mit Vorsteuerabzug
|
|
|
|
Gesamtbetrag stpfl. Lieferungen, sonst. Leistungen, Eigenverbrauch
|
|
313.142,65
|
325.725,90
|
20% Steuersatz
|
75.374,95 / 86.058,20
|
15.074,99
|
17.211,64
|
10% Steuersatz
|
237.767,70 / 239.667,70
|
23.776,77
|
23.966,77
|
Steuerschuld § 11, § 16
|
|
7.330,32
|
|
Summe Ust
|
|
46.182,08
|
41.178,41
|
Ig Erwerbe 20%
|
25.759,09
|
5.151,82
|
5.151,82
|
Erwerbsteuer
|
|
5.151,82
|
5.151,82
|
Vorsteuern
|
|
-59.393,59
|
-58.838,63
|
Vorsteuern ig. Erwerb
|
|
-5.151,82
|
-5.151,82
|
Zahllast / Gutschrift
|
|
-13.211,51
|
-17.660,22
Einkünftefeststellung
VwGH 15. 5. 2019, Ro 2017/13/0012 zu BFG 27. 3. 2017, RV/7103204/2012
Im Revisionsverfahren zum Erkenntnis BFG 27. 3. 2017, RV/7103204/2012 (Ausgangsverfahren zu EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u. a.) hat der Verwaltungsgerichtshof unter anderem ausgeführt
18 Gemäß § 188 Abs. 1 lit. a BAO werden Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb, aus selbständiger Arbeit und aus Vermietung und Verpachtung unbeweglichen Vermögens festgestellt, wenn an den Einkünften derselben Einkunftsart mehrere Personen beteiligt sind.
19 Voraussetzung für auf § 188 BAO gestützte Feststellungsbescheide ist die Beteiligung Mehrerer an Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit oder aus Vermietung und Verpachtung unbeweglichen Vermögens. Mehrere Beteiligte liegen z.B. bei einer OG, KG, GesbR, Miteigentumsgemeinschaft und bei einer unechten (atypisch) stillen Gesellschaft vor. Als Beteiligte kommen nicht nur natürliche und juristische Personen, sondern auch Personenvereinigungen (- gemeinschaften) ohne eigene Rechtspersönlichkeit in Betracht (vgl. Ritz, BAO6, § 188 Tz 2, mwN).
20 Zu den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft gehören nach § 21 Abs. 2 Z 2 EStG 1988 auch die Gewinnanteile der Gesellschafter von Gesellschaften, bei denen die Gesellschafter als Mitunternehmer anzusehen sind, sowie die Vergütungen, die die Gesellschafter von der Gesellschaft für ihre Tätigkeit im Dienste der Gesellschaft oder für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern bezogen haben. Voraussetzung ist jedoch, dass die Tätigkeit der Gesellschaft ausschließlich als land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit anzusehen ist. 21 Der Begriff des Mitunternehmers ist ein besonderer steuerrechtlicher Begriff, der im Gesetz nicht definiert ist und über dessen Vorliegen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu entscheiden ist. Die Entscheidung, ob eine Mitunternehmerschaft vorliegt, ist nach dem Gesamtbild der Verhältnisse zu treffen (vgl. VwGH 27.2.2008, 2005/13/0050, mwN).
22 Voraussetzung für die Annahme einer Mitunternehmerschaft ist, dass für die beteiligten Personen mit ihrer Position Unternehmerwagnis verbunden ist, was sich in der Unternehmerinitiative und dem Unternehmerrisiko ausdrückt. Unternehmerinitiative entfaltet, wer auf das betriebliche Geschehen Einfluss nehmen kann. Das Unternehmerrisiko besteht in der Teilnahme am Wagnis des Unternehmens und kommt u.a. in der Beteiligung am Gewinn und Verlust und an den stillen Reserven einschließlich des Firmenwertes zum Ausdruck (vgl. wiederum VwGH 27.2.2008, 2005/13/0050, mwN).
23 Auch eine Innengesellschaft kann ertragsteuerlich als Mitunternehmerschaft anzusehen sein, wenn die einzelnen Teilhaber nachweislich am Betriebserfolg und am Betriebsvermögen einschließlich der stillen Reserven und des Firmenwertes beteiligt sind. In einem solchen Fall kommt dem Umstand, dass das Gesellschaftsverhältnis den Geschäftspartnern gegenüber nicht in Erscheinung getreten ist, keine entscheidende Bedeutung zu (vgl. VwGH 11.12.1985, 84/13/0110, mwN).
24 Im Revisionsfall ist strittig, ob die GesbR, an welchen die Mitbeteiligten im Streitzeitraum - in unterschiedlicher Zusammensetzung - beteiligt waren, in ihrer Gesamtheit eine GesbR und damit ein einheitliches Gewinnermittlungssubjekt darstellten.
25 Das Bundesfinanzgericht stellte fest, dass die Weingärten der jeweiligen GesbR von dieser bewirtschaftet und der Wein in jedem Arbeitsschritt einem Weingarten und damit einer konkreten GesbR zugeordnet worden sei. Der Vertrieb des Weins sei für alle GesbR über die Weingut X GmbH erfolgt. Die von der jeweiligen GesbR produzierten und über die GmbH an Letztverbraucher verkauften Weine seien der GmbH von der jeweiligen GesbR monatlich in Rechnung gestellt worden. Jede GesbR habe über ein eigenes Konto verfügt, dem die Einnahmen aus dem Weinverkauf gutgeschrieben worden seien.
26 Vor dem Hintergrund dieser - in der Revision nicht konkret bekämpften - Feststellungen stößt es auf keine vom Verwaltungsgerichtshof aufzugreifenden Bedenken, wenn das Bundesfinanzgericht zur Auffassung gelangte, die von den Mitbeteiligten gebildeten GesbR seien steuerrechtlich existent gewesen und hätten jeweils getrennt voneinander Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielt. Unbedenklich ist auch die Beurteilung des Bundesfinanzgerichts, dass es im Revisionsfall an Anhaltspunkten dafür fehlt, dass sich die einzelnen GesbR oder deren Gesellschafter zu einer weiteren aus den einzelnen GesbR oder deren Gesellschaftern gebildeten (Gesamt)GesbR zusammengeschlossen hätten.
27 Soweit das Finanzamt - wie im Beschwerdeverfahren - den Standpunkt vertritt, es sei von einem konkludenten Zusammenschluss zu einer (Gesamt)GesbR auszugehen, weil die Vinifizierung der von den einzelnen GesbR produzierten Trauben unter einheitlicher Leitung von M X erfolgt sei, und der einheitliche Auftritt unter der Bezeichnung "Weingut X", der einheitliche Internetauftritt, die einheitliche Preisgestaltung sowie der gemeinsame Vertrieb der Weine keinen Zweifel daran ließen, "dass der Wille der Mitbeteiligten auf eine gemeinschaftliche Betriebsführung gerichtet war", ist ihm zu entgegnen, dass einer solchen Annahme schon die insoweit gegenteilige Willenserklärung der Mitbeteiligten entgegensteht. Die Mitbeteiligten haben insgesamt drei GesbR gegründet, die gegenüber Behörden (Bezirkshauptmannschaft, Gemeinde, Finanzamt etc.) aufgetreten sind und diesen gegenüber laufend Erklärungen (Erntemeldungen, Steuererklärungen etc.) abgegeben haben.
28 Die vom Finanzamt für die Annahme eines konkludenten Zusammenschlusses zu einer (Gesamt)GesbR ins Treffen geführten Umstände lassen zwar den Schluss zu, dass alle Mitbeteiligten Interesse am Erfolg der gemeinsam verwendeten Marke hatten und aufgrund von Synergieeffekten (zumindest indirekt) auch am Erfolg der von den anderen Weingütern produzierten Weine partizipieren wollten. Dass dieses Interesse mit einem Unternehmerwagnis verbunden war, das sich auf eine aus allen GesbR bzw. aus deren Gesellschaftern gebildete (Gesamt)GesbR bezog, ist daraus aber nicht ohne weiteres ableitbar. Worin das für das Vorliegen einer (Gesamt)GesbR erforderliche Unternehmerrisiko und die Unternehmerinitiative der Mitbeteiligten bestanden haben sollen, legt auch die Revision nicht nachvollziehbar dar. Mit den in den in der Revision erwähnten - zudem zu einer früheren Rechtslage ergangenen - Erkenntnissen (VwGH 29.5.1996, 94/13/0046; 3.9.2008, 2006/13/0167, VwSlg 8364/F) entschiedenen Fällen ist der vorliegende Sachverhalt ebenfalls nicht vergleichbar.
29 Die Revision erweist sich daher als unbegründet, weshalb sie gemäß § 42 Abs. 1 VwGG abzuweisen war.
Rechtliche Würdigung
Zunächst ist auf die Ausführungen zu Umsatzsteuer zu verweisen, die grundsätzlich auf die Einkünftefeststellung übertragbar sind.
Ob mehrere Tätigkeiten zu einem einheitlichen Betrieb zusammenzufassen sind, hängt davon ab, ob die Bindungen zwischen den Betriebszweigen nach objektiv gegebenen Merkmalen (der wirtschaftlichen, technischen oder organisatorischen Verflechtung) so eng sind, dass diese nach der Verkehrsauffassung und nach den Betriebsverhältnissen als Teil eines Betriebs anzusehen sind (VwGH 27. 5. 2003, 98/14/0072; VwGH 20. 11. 2019, Ra 2018/15/0071). Dies betrifft aber die Frage, ob verschiedene Tätigkeiten ein- und desselben Steuerpflichtigen steuerrechtlich einen einheitlichen Betrieb darstellen. Für den Zusammenschluss zweier oder mehrerer Steuerpflichtigen sind dagegen die Regelungen betreffend Mitunternehmerschaften maßgebend (vgl. Steinhauser in Wiesner/Grabner/Knechtl/Wanke, EStG § 23 Anm 3b). Eine Mitunternehmerschaft muss zwischen den Mitunternehmern ausdrücklich oder schlüssig vertraglich begründet werden. Die Annahme einer rein faktischen Mitunternehmerschaft ohne zumindest einem konkludenten Gemeinschaftsverhältnis ist der Steuerrechtsordnung grundsätzlich fremd. Gegen den erklärten Willen der vermeintlichen Mitunternehmer kommt daher keine Mitunternehmerschaft zustande, es sei denn, die Willenserklärung ist als bloß zum Schein abgegeben anzusehen (vgl. Böck in Wiesner/Grabner/Knechtl/Wanke, EStG § 21 Anm 150; Steinhauser in Wiesner/Grabner/Knechtl/Wanke, EStG § 23 Anm 94b).
***9*** ***1*** hat in ihrem Einzelunternehmen i. S. v. VwGH 15. 5. 2019, Ro 2017/13/0012 Unternehmerinitiative entfaltet, da sie auf das betriebliche Geschehen in ihrem Einzelunternehmen allein Einfluss hatte, und hat das Unternehmerrisiko im Einzelunternehmen getragen, also am Wagnis des Unternehmens teilgenommen.
***9*** ***1*** hat (eigene und gepachtete) landwirtschaftlich genutzte Grundstücke selbst bewirtschaftet, die von ihrem Betrieb produzierten Feldfrüchte können diesem Betrieb eindeutig zugeordnet werden, der Vertrieb der Ernte erfolgte unabhängig vom Vertrieb der Ernte der ***1*** KG. Es gibt ein eigenes Rechnungswesen des Einzelunternehmens, es gibt ein eigenes Bankkonto, das Einzelunternehmen trat als solches einkaufs- und verkaufsseitig auf. Sowohl ***9*** ***1*** als auch die anderen Gesellschafter der ***1*** KG wollten nie, dass das Einzelunternehmen ***9*** ***1*** Teil der Kommanditgesellschaft sein sollte. Für ein Scheingeschäft gibt es keine Anhaltspunkte.
Es besteht daher kein Grund, die von ***9*** ***1*** als Einzelunternehmerin erzielten Einkünfte der ***1*** KG als weitere Einkünfte zuzurechnen.
Bemessungsgrundlagen
Hieraus resultieren folgende Änderungen (siehe Beschwerdebegehren):
|
2013
|
ang. Bescheid
|
BVE
|
BFG
|
Gewinn lt Erklärung
|
105.665,78
|
105.665,78
|
105.665,78
|
Korr. bish. Verrechnung
|
-13.050,44
|
-13.050,44
|
|
Änderung lt. BP
|
68.319,93
|
68.319,93
|
|
Aktivierung (Tore)
|
11.819,57
|
11.774,29
|
11.774,29
|
Korr. PKW-PA
|
518,00
|
518,00
|
518,00
|
Passiv. Ust
|
-2.837,06
|
-2.837,06
|
|
Passiv. So. Ust
|
-139,00
|
-139,00
|
|
Gewinn KG
|
170.296,78
|
170.251,50
|
117.958,07
|
|
|
|
|
2014
|
ang. Bescheid
|
BVE
|
BFG
|
Gewinn lt Erklärung
|
177.776,87
|
177.776,87
|
177.776,87
|
Korr. bish. Verrechnung
|
-16.971,16
|
-16.971,16
|
|
Änderung lt. BP
|
95.162,85
|
95.162,85
|
|
Aktivierung (Tore)
|
-1.720,86
|
-1.811,42
|
-1.811,42
|
Korr. PKW-PA
|
714,00
|
714,00
|
714,00
|
Passiv. Ust
|
-4.091,56
|
-4.091,56
|
|
Passiv. So. Ust
|
-433,95
|
-433,95
|
|
Holzlieferungen
|
|
|
-577,88
|
Gewinn KG
|
250.436,19
|
250.345,63
|
176.101,57
|
|
|
|
|
2015
|
ang. Bescheid
|
BVE
|
BFG
|
Gewinn lt Erklärung
|
96.090,12
|
96.090,12
|
96.090,12
|
Korr. bish. Verrechnung
|
-13.491,48
|
-13.491,48
|
|
Änderung lt. BP
|
71.715,91
|
71.715,91
|
|
Aktivierung (Tore)
|
-1.720,86
|
-1.811,42
|
-1.811,42
|
Korr. PKW-PA
|
878,00
|
878,00
|
878,00
|
Passiv. Ust
|
-4.448,71
|
-4.448,71
|
|
Passiv. So. Ust
|
-840,59
|
-840,59
|
|
Holzlieferungen
|
|
|
-883,61
|
Gewinn KG
|
148.182,39
|
148.091,83
|
94.273,09
Stattgabe der Beschwerde
Die angefochtenen Sachbescheide erweisen sich daher als mit Rechtswidrigkeit (Art. 132 Abs. 1 Z 1 B-VG) behaftet, der gegen sie gerichteten Beschwerde ist gemäß § 279 BAO Folge zu geben.
Festgesetzte Abgaben und getroffene Feststellungen
Die angefochtenen Bescheide werden wie folgt geändert (die Festsetzung entspricht den Anträgen laut Vorlageantrag):
Umsatzsteuer 2013
|
Umsatzsteuer 2013
|
Die Umsatzsteuer für das Jahr 2013 wird festgesetzt mit
|
|
- 7.610,54 €
|
Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen für Lieferungen und sonstige Leistungen (einschließlich Anzahlungen)
|
|
269.193,21 €
|
Eigenverbrauch
| |
536,00 €
|
Davon steuerfrei mit Vorsteuerabzug
|
|
- 14.000 €
|
Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Lieferungen und sonstige Leistungen (einschließlich steuerpflichtiger Anzahlungen)
|
|
255.729,21 €
|
Davon sind zu versteuern mit:
|
Bemessungs-grundlage
|
Umsatzsteuer
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20% Normalsteuersatz
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90.575,35 €
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18.115,07 €
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10% ermäßigter Steuersatz
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165.153,84 €
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16.515,38 €
|
Summe Umsatzsteuer
|
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34.630,46€
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Gesamtbetrag der Vorsteuern
|
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- 42.241,10 €
|
Gutschrift
|
|
- 7.610,54 €
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft 2013
Die im Jahr 2013 erzielten Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden mit 117.958,07 Euro festgestellt und verteilen sich wie folgt (siehe Vorlageantrag):
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***7*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
|
79.621,70 €
|
StNr. ***8***
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Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
-4.002.09€
| |
Grundfreibetrag
|
-2.632,50 €
|
***9*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
|
32.438,47 €
|
StNr. ***10***
|
Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
-3.144,50 €
| |
Grundfreibetrag
|
-1.072,50 €
|
***7*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
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5.897,90 €
|
StNr. ***11***
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Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
-571,73 €
| |
Grundfreibetrag
|
-195,00 €
Umsatzsteuer 2014
|
Umsatzsteuer 2014
|
Die Umsatzsteuer für das Jahr 2014 wird festgesetzt mit
|
|
- 59.327,80 €
|
Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen für Lieferungen und sonstige Leistungen (einschließlich Anzahlungen)
|
|
373.824,06 €
|
Eigenverbrauch
| |
1.431,99 €
|
Davon steuerfrei mit Vorsteuerabzug
|
|
€
|
Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Lieferungen und sonstige Leistungen (einschließlich steuerpflichtiger Anzahlungen)
|
|
375.256,05 €
|
Davon sind zu versteuern mit:
|
Bemessungs-grundlage
|
Umsatzsteuer
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20% Normalsteuersatz
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140.279,10 €
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28.055,82 €
|
10% ermäßigter Steuersatz
|
234.976,90 €
|
23.497,69 €
|
Summe Umsatzsteuer
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|
51.553,52 €
|
Gesamtbetrag der Vorsteuern
|
|
- 110-881,32 €
|
Gutschrift
|
|
- 59.327,80 €
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft 2014
Die im Jahr 2014 erzielten Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden mit 176.101,57 Euro festgestellt und verteilen sich wie folgt (siehe Vorlageantrag):
|
***7*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
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118.868,56€
|
StNr. ***8***
|
Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
4.002.09€
| |
Grundfreibetrag
|
2.632,50 €
|
***9*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
|
48.427,93 €
|
StNr. ***10***
|
Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
-5.223,13 €
| |
Grundfreibetrag
|
-1.072,50 €
|
***7*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
|
8.805,08 €
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StNr. ***11***
|
Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
- 949,66 €
| |
Grundfreibetrag
|
-195,00 €
Umsatzsteuer 2015
|
Umsatzsteuer 2015
|
Die Umsatzsteuer für das Jahr 2015 wird festgesetzt mit
|
|
- 17.660,22 €
|
Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen für Lieferungen und sonstige Leistungen (einschließlich Anzahlungen)
|
|
324.978,21 €
|
Eigenverbrauch
| |
747,69 €
|
Davon steuerfrei mit Vorsteuerabzug
|
|
|
Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Lieferungen und sonstige Leistungen (einschließlich steuerpflichtiger Anzahlungen)
|
|
325.725,90 €
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Davon sind zu versteuern mit:
|
Bemessungs-grundlage
|
Umsatzsteuer
|
20% Normalsteuersatz
|
86.058,20 €
|
17.211,64 €
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10% ermäßigter Steuersatz
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239.667,70 €
|
23.966,77 €
|
Summe Umsatzsteuer
|
|
41.178,41€
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innergemeinschaftliche Erwerbe (20%)
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25.759,09 €
|
5.151,82 €
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Erwerbsteuer
| |
5.151,82 €
|
Gesamtbetrag der Vorsteuern
|
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- 58.838,82 €
|
Vorsteuern ig. Erwerbe
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-5.151,72 €
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Gutschrift
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- 17.660,22 €
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft 2015
Die im Jahr 2015 erzielten Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden mit 94.323,09 Euro festgestellt und verteilen sich wie folgt (siehe Vorlageantrag):
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***7*** ***1***
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Anteil Einkünfte
|
63.668,09 €
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StNr. ***8***
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Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
-2.926,70 €
| |
Grundfreibetrag
|
.632,50 €
|
***9*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
|
25.938,85 €
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StNr. ***10***
|
Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
-2.299,55 €
| |
Grundfreibetrag
|
-1.072,50 €
|
***7*** ***1***
|
Anteil Einkünfte
|
4.716,15 €
|
StNr. ***11***
|
Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern
|
-418,10 €
| |
Grundfreibetrag
|
-195,00 €
Revisionsnichtzulassung
Eine Revision ist nach Art. 133 Abs. 4 B-VG zulässig, wenn ein Erkenntnis von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil der Beschluss von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.
Eine Rechtsfrage grundsätzlicher Bedeutung liegt hier nicht vor, weswegen die Revision nicht zuzulassen ist. Die Entscheidung folgt der dargestellten Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Verwaltungsgerichtshofs.
Bemerkt wird, dass gemäß § 34 Abs. 1a VwGG der Verwaltungsgerichtshof bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG an den Ausspruch des Verwaltungsgerichts gemäß § 25a Abs. 1 VwGG nicht gebunden ist.
Wien, am 12. Oktober 2022
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Normen und Schlagworte
- § 4 Abs. 1, 2 und 3 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 18 Abs. 1 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 22 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 21 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
- Art. 9 RL 2006/112/EG, ABl. Nr. L 347 vom 11.12.2006 S. 1
- Art. 295 RL 2006/112/EG, ABl. Nr. L 347 vom 11.12.2006 S. 1
- Art. 296 RL 2006/112/EG, ABl. Nr. L 347 vom 11.12.2006 S. 1
- § 1 Abs. 1 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 188 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 303 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 85 Abs. 2 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 271 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 303 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- RL 2006/112/EG, ABl. Nr. L 347 vom 11.12.2006 S. 1
- § 2 Abs. 1 und 2 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
- § 3 Abs. 1 und 2 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- BFG-Entscheidungen
- Dokumenttyp
- Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
- Geschäftszahl
- RV/7104087/2018
- ECLI
- ECLI:AT:BFG:2022:RV.7104087.2018
- Stammnummer
- 138227
- Gültig
- 12.10.2022 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:13
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF