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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/7104087/2018

Ein einheitliches land- und forstwirtschaftliches Unternehmen oder zwei getrennte Unternehmen

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/7104087/2018vom 12.10.2022Teil 2 von 5
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

Der LT-Auftraggeber beauftragt den LT-Auftragnehmer die angelieferten Bio-Rohstoffe/-Produkte nach seinen Anweisungen zu verarbeiten/aufbereiten/lagern/transportieren. Der LT-Auftraggeber muss dem LT-Auftragnehmer gegebenenfalls sämtliche zur Verarbeitung benötigten Bio-Rohstoffe, Zusatz- und Hilfsstoffe sowie Zutaten (ausgenommen Wasser, Speisesatz) anliefern bzw. zur Verfügung stellen. Der LT-Auftragnehmer darf nur diese vom LT-Auftraggeber zur Verfügung gestellten Stoffe verarbeiten. Durchgeführte Lohntätigkeitsschritte: Lagerung, Trocknung, Aspirieren Es folgen Detailregelungen. Beilage 2 Beilage 2 enthält Abgabenvorschreibungen der Marktgemeinde ***16*** vom 5. November 2013 und der Gemeinde ***17*** vom 10. Oktober 2013 an ***9*** ***1*** betreffend Grundsteuer A für unbebaute Grundstücke (89,14 €, 125,15 €). Ferner eine Benachrichtigung des Finanzamts Bruck Eisenstadt Oberwart vom 15. Oktober 2013 an ***9*** ***1***, wonach der Teilbetrag an Beiträge/Abgabe von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben für den Zeitraum 10-12/2013 in Höhe von 530,09 € am 15. November 2013 fällig werde. Vergleichbare Abgabenvorschreibungen und Benachrichtigungen für die weiteren Zeiträume im Beschwerdezeitraum (und danach) sind ebenfalls in Beilage 2 enthalten, auch betreffend die Landwirtschaftskammerumlage. Schließlich sind in Beilage 2 Abgabenvorschreibungen und Benachrichtigungen für die ***1*** KG enthalten, auch Bescheide über Beiträge und Abgabe von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben an die ***1*** KG und der Einheitswertbescheid (Einheitswert 158.300) sowie der Grundsteuermessbescheid (Steuermesszahl 315,14) der ***1*** KG vom 4. Februar 2010 Beilage 3 Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an die ***1*** KG, Kundennummer ***27***, vom 24. November 2014 über Bio-Sojabohne. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 10. September 2013 über Bio-Weizen. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 10. September 2013 über Bio-Gerste. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 10. September 2013 über Bio-Ackerbohne. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 15. November 2013 über Bio-Sojabohne. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 18. Dezember 2013 über Bio-Buchweizen. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 11. März 2014 über Bio-Sojabohne. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 11. September 2014 über Bio-Weizen. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 20. November 2014 über Bio-Sojabohne. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 10. September 2015 über Bio-Weizen. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 29. Oktober 2015 über Bio-Sojabohne. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 13. September 2016 über Bio-Weizen. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 13. Mai 2016 über Bio-Weizen. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 10. Juni 2015 über Bio-Sojabohne. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 9. November 2016 über Bio-Hirse. Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1***, Kundennummer ***28***, vom 17. November 2016 über Bio-Sojabohne. Beilage 4 Übernahmescheine der Bioprodukte ***19*** GmbH, Lieferant ***9*** ***1***, bestätigt von ***1*** KG als Lagerstelle. Übernahmescheine der Bioprodukte ***19*** GmbH, Lieferant ***24*** ***25***, bestätigt von ***1*** KG als Lagerstelle. Übernahmescheine der Bioprodukte ***19*** GmbH, Lieferant ***29*** ***30***, bestätigt von ***1*** KG als Lagerstelle. Übernahmescheine der Bioprodukte ***19*** GmbH, Lieferant ***31*** ***32***, bestätigt von ***1*** KG als Lagerstelle. Beilage 5 Diverse Rechnungen an eine ***33*** Projektentwicklung GmbH aus 2018 betreffend ein Bauvorhaben ***34***. Der Zusammenhang mit dem gegenständlichen Beschwerdeverfahren ist nicht ersichtlich. Es fehlt auch das sonst vorhandene Deckblatt "Beilage" (OZ 37). Laut Beschwerde sollte Beilage 5 Maschinenringsätze betreffen. Beilage 6 Verschiedene Kontoauszüge, aus denen sich entnehmen lässt, dass die ***1*** KG über das Konto IBAN ***35*** und ***9*** ***1*** über das Konto IBAN ***36*** verfügt (OZ 29). Beilage 7 AMA Mehrfachanträge-FLÄCHEN 2013, 2014, 2015, 2016, Bewirtschafter ***9*** ***1***; Überweisungen der AMA dazu an ***9*** ***1***, Konto IBAN ***36***. AMA Mehrfachantrag-FLÄCHEN 2015 Bewirtschafter ***1*** KG (OZ 30). Beilage 8 Mitgliedsbeitragsvorschreibung BIO AUSTRIA Burgenland an ***9*** ***1*** für 2013 (OZ 31). Beilage 9 Rechnungen des ***23*** Instituts an ***9*** ***1*** betreffend Zertifizierung für 2013, 2014, 2015, 2016; Gutschrift der Bioprodukte ***19*** GmbH an ***9*** ***1*** vom 11. September 2014; Schreiben der Burgenländischen Landwirtschaftskammer mit ***9*** ***1*** betreffend Bodenuntersuchung aus 2015 (OZ 32). Beilage 10 Diverse Rechnungen des Raiffeisen Lagerhauses Südburgenland an ***9*** ***1*** (OZ 33). Beilage 11 Polizze der Österreichischen Hagelversicherung für ***9*** ***1*** für 2014, 2015, 2016 sowie Prämienvorschreibungen der Österreichischen Hagelversicherung für die ***1*** KG für 2014, 2015 (OZ 34). Beilage 12 Vorschreibungen der Sozialversicherungsanstalt der Bauern an ***9*** ***1*** betreffend Pflichtversicherung (OZ 35). Beschwerdevorentscheidungen Wiederaufnahme der Verfahren Beschwerdevorentscheidungen betreffend die Wiederaufnahme der Verfahren waren im elektronisch vorgelegten Akt des Finanzamts nicht enthalten (die OZ 38 bis 43 betreffen die Sachbescheide, OZ 44 enthält die Neuberechnung und OZ 45 die gesonderte Begründung). Auch im Abgabeninformationssystem der Bundesfinanzverwaltung waren keine Beschwerdevorentscheidungen betreffend die Wiederaufnahme des Verfahrens ersichtlich (die jeweils angeführten BVE sind die nachstehend wiedergegebenen Beschwerdevorentscheidungen betreffend der Sachbescheide): 2013 [Grafik]   [Grafik]   2014 [Grafik]   [Grafik]   2015 [Grafik]   [Grafik]   In der gemeinsamen Begründung der Beschwerdevorentscheidungen wird zwar einleitend auch auf die Wiederaufnahme der Verfahren Bezug genommen, in weiterer Folge finden sich aber keine inhaltlichen Ausführungen zur Beschwerde betreffend die Wiederaufnahme der Verfahren. Umsatzsteuer Umsatzsteuer 2013 Mit Beschwerdevorentscheidung vom 9. Juli 2018 wurde die Beschwerde vom 21. Juli 2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2013 vom 20. Juni 2017 als unbegründet abgewiesen (OZ 41): BESCHEID Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO Ihre Beschwerde vom 21.07.2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2013 vom 20.06.2017 wird als unbegründet abgewiesen. Umsatzsteuer 2014 Mit Beschwerdevorentscheidung vom 9. Juli 2018 wurde die Beschwerde vom 21. Juli 2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2014 vom 20. Juni 2017 als unbegründet abgewiesen (OZ 42): BESCHEID Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO Ihre Beschwerde vom 21.07.2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2014 vom 20.06.2017 wird als unbegründet abgewiesen. Umsatzsteuer 2015 Mit Beschwerdevorentscheidung vom 9. Juli 2018 wurde die Beschwerde vom 21. Juli 2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2015 vom 20. Juni 2017 als unbegründet abgewiesen (OZ 43). BESCHEID Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO Ihre Beschwerde vom 21.07.2017 gegen den Umsatzsteuerbescheid 2015 vom 20.06.2017 wird als unbegründet abgewiesen. Einkünftefeststellung Einkünftefeststellung für das Jahr 2013 BESCHEID ÜBER DIE FESTSTELLUNG VON EINKÜNFTEN GEM. § 188 BAO 2013 Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO Aufgrund der Beschwerde vom 21.07.2017 wird der Bescheid vom 20.06.2017 geändert. Die Einkünfte der Bf aus Land- und Forstwirtschaft für das Jahr 2013 wurden mit Beschwerdevorentscheidung vom 3. Juli 2018 mit 159.711,82 € festgestellt, wobei diese wie folgt aufgeteilt wurden (OZ 38): | ***7*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 113.436,89 € | StNr. ***8*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 3.442,79 € | | Grundfreibetrag | 2.632,50 € | ***9*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 38.109,00 € | StNr. ***10*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 2.705,05 € | | Grundfreibetrag | 1.072,50 € | ***7*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 8.165,93 € | StNr. ***11*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 491,83 € | | Grundfreibetrag | 195,00 € Einkünftefeststellung für das Jahr 2014 BESCHEID ÜBER DIE FESTSTELLUNG VON EINKÜNFTEN GEM. § 188 BAO 2014 Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO Aufgrund der Beschwerde vom 21.07.2017 wird der Bescheid vom 20.06.2017 geändert. Die Einkünfte der Bf aus Land- und Forstwirtschaft für das Jahr 2014 wurden mit Beschwerdevorentscheidung vom 3. Juli 2018 mit 233.590,58 € festgestellt, wobei diese wie folgt aufgeteilt wurden (OZ 39): | ***7*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 155.259,23 € | StNr. ***8*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 6.665,53 € | | Grundfreibetrag | 2.632,50 € | ***9*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 67.289,25 € | StNr. ***10*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 5.237,20 € | | Grundfreibetrag | 1.072,50 € | ***7*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 11.042,20 € | StNr. ***11*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 952,22 € | | Grundfreibetrag | 195,00 € Einkünftefeststellung für das Jahr 2015 BESCHEID ÜBER DIE FESTSTELLUNG VON EINKÜNFTEN GEM. § 188 BAO 2015 Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO Aufgrund der Beschwerde vom 21.07.2017 wird der Bescheid vom 20.06.2017 geändert. Die Einkünfte der Bf aus Land- und Forstwirtschaft für das Jahr 2015 wurden mit Beschwerdevorentscheidung vom 3. Juli 2018 mit 138.392,41 € festgestellt, wobei diese wie folgt aufgeteilt wurden (OZ 40): | ***7*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 94.582,71 € | StNr. ***8*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 3.007,10 € | | Grundfreibetrag | 2.632,50 € | ***9*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 37.010,41 € | StNr. ***10*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 2.362,72 € | | Grundfreibetrag | 1.072,50 € | ***7*** ***1*** | Anteil Einkünfte | 6.799,29 € | StNr. ***11*** | Freibetrag für investierte Gewinne von körperlichen Wirtschaftsgütern | 429,59 € | | Grundfreibetrag | 195,00 € Begründung Die undatierte gesonderte Bescheidbegründung lautet (OZ 45): Bescheidbegründung An Sie wurde eine durch das Bundesrechenzentrum ausgefertigte Beschwerdevorentscheidung betreffend den Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2013 vom 20.06.2017 Umsatzsteuerbescheid 2013 vom 20. 06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2013 vom 20.06.2017 Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2013 vom 20.06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2014 vom 20.06.2017 Umsatzsteuerbescheid 2014 vom 20. 06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2014 vom 20.06.2017 Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2014 vom 20.06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2015 vom 20.06.2017 Umsatzsteuerbescheid 2015 vom 20. 06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2015 vom 20.06.2017 Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2015 vom 20.06.2017 am 03.07.2018 abgefertigt. Bitte beachten Sie, dass es bei dem automationsunterstützt versendeten Bescheid und der vorliegenden händisch versendeten Begründung zu unterschiedlichen Zustellungszeitpunkten kommen kann. Die ***1*** KG ging per 01.01.2008 aus der Einbringung des bilanzierenden land- und forstwirtschaftlichen Einzelunternehmens ***1*** ***7*** hervor und der Gewinn der ***1*** KG wird wie folgt verteilt: ***1*** ***9***: 55% (Komplementärin) ***1*** ***7*** sen. Vorweggewinn und 35% (Kommanditist) ***1*** ***7*** jun. 10% (Kommanditist) Die ***1*** KG bewirtschaftet zum Stichtag 01.01.2014 ca. 258 ha, wovon ca 26 ha forstwirtschaftlich genutzt werden. Neben der Sacheinlage des ***1*** ***7*** (ca 229 ha) werden noch 8 ha Eigengrund der KG, 19 ha Pachtgrund (von ***1*** ***9*** zugepachtet) und 2 ha fremdzugepachteter Grund bewirtschaftet. Frau ***9*** ***1*** bewirtschaftet einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb mit ca 71 ha zum 01.01.2014. Sie hat ca 19 ha an die ***1*** KG und ca 11 ha (10 ha davon in ***14***) fremdverpachtet. Die von ***9*** ***1*** bewirtschafteten Flächen befinden sich im Gemeindegebiet von ***16*** und ***17***. Die Einkünfte werden im Wege der Vollpauschalierung ermittelt. Den Erhebungen des Prüfers folgend *) wird die Bewirtschaftung der Landwirtschaft unter nahen Angehörigen aufgeteilt. *) ist ***9*** ***1*** Komplementärin und Hauptbeteiligte an der ***1*** KG. *) wurden im Wege der Sacheinlage die Liegenschaften und der Maschinenpark des ***1*** ***7*** eingebracht. *) erfolgt die Bewirtschaftung der gesamten selbstbewirtschafteten Flächen von einer Hofstelle aus mit denselben Maschinen und Geräten. *) liegt neben eigenen Konten und eigenen AMA-Abrechnungen auch ein getrenntes Belegwesen vor. *) liegt eine idente Bewirtschaftung (biologische Landwirtschaft) und ein gemeinsamer Vertrieb vor. *) wurde das gleiche Personal eingesetzt. *) konnte der Nachweis der vollständigen Leistungsverrechnung nicht zweifelsfrei erbracht werden. Nach Abschluss der Erhebungen kam der Prüfer zum Ergebnis, dass im Anlassfall der von der ständigen höchstgerichtlichen Rechtsprechung geforderte enge *) wirtschaftliche (Biobetrieb / Getreidewirtschaft / gemeinsamer Vertrieb) * technische (gemeinsame Hofstellen- und Maschinennutzung) und * organisatorische (gemeinsames Personal / mangelhafte Nachvollziehbarkeit der Leistungsverrechnung) Zusammenhang besteht und daher ein einheitlicher Betrieb vorliegt. Beschwerdevorbringen: Mit Beschwerde vom 21.07.2017 haben Sie die Bescheide über die Wiederaufnahme des Umsatzsteuer- und Feststellungsverfahrens für die Jahre 2013, 2014 und 2015 sowie die Sachbescheide zur Einkünftefeststellung und zur Umsatzsteuer für die Jahre 2013, 2014 und 2015 bekämpft und begründend vorgebracht: Ursprünglich bestand ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb, welcher von Hr. ***7*** ***1*** sen. geführt wurde. Seit 1989 bewirtschaftet auch ***9*** ***1*** (Gattin des ***7*** ***1*** sen.) einen landwirtschaftlichen Betrieb. Im Jahr 2008 wurde der Betrieb von ***7*** ***1*** sen. per Sacheinlage in die KG eingelegt und seit diesem Zeitpunkt besteht der Betrieb der KG neben dem Betrieb der ***9*** ***1***. *) Die ***1*** KG bewirtschaftet überwiegend Flächen in ***3*** und ***9*** ***1*** bewirtschaftet Flächen in ***16***, ***17*** und ***14***. *) Der Betrieb von ***9*** ***1*** hat keine eigenen Maschinen und Geräte sondern mietet diese zu Maschinenringsätzen von der ***1*** KG an. *) Sowohl die ***1*** KG als auch der Betrieb von ***9*** ***1*** führen nachweislich ein eigenes Rechnungswesen, stellen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung Ausgangsrechnungen aus und erhalten Eingangsrechnungen. *) Die beiden Betriebe verfügen zwar über eine gemeinsame Hofstelle, das Konzept von ***9*** ***1*** erfordert aber keine eigene Hofstelle, da das zugekaufte Saatgut direkt auf die landwirtschaftlichen Flächen geliefert und dort ausgesät wird und die Ernte unmittelbar zur Annahmestelle des Abnehmers Fa. ***19*** GmbH (bei der ***1*** KG eingemietet) gebracht wird, wo auch einige andere Biolandwirte aus der Umgebung ihre Produkte abliefern. *) Der Betrieb der ***1*** KG wird überwiegend von ***7*** ***1*** bewirtschaftet, während jener von ***9*** ***1*** von dieser selbst unter entgeltlicher Zuhilfenahme von Maschinen und Geräten der ***1*** KG bewirtschaftet wird. *) Die organisatorische Trennung ergibt sich aus dem Umstand der räumlichen Trennung sowie der selbständigen Planung, Entscheidung und Bewirtschaftung. *) Aufgrund der langjährigen Tätigkeit in der Landwirtschaft verfügen sowohl ***7*** sen. als auch ***9*** ***1*** über ausreichende landwirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen. *) Es erfolgten bei beiden Betrieben getrennte Wareneinkaufe, getrennte sonstige Anschaffungen und getrennte Verrechnungen. *) Die ***1*** KG vermietet ihre Maschinen nicht nur an den Betrieb von ***9*** ***1*** sondern auch an zwei bis drei weitere Landwirte und ***9*** ***1*** konnte alternativ zu denselben Konditionen die Dienstleistungen auch vom Maschinenring anmieten. *) Beide Betriebe haben einen gesonderten Abnahmevertrag mit der Fa. Bioprodukte ***19*** GmbH und 7-10 weiter Landwirte liefern ihre Produkte ebenfalls zur Übernahmestelle bei der ***1*** KG. *) Es liegt kein einheitlicher Betrieb vor, da beide Betriebe gesondert Unternehmerrisiko und Unternehmerchance tragen, was sich in den unterschiedlichen Abnahmepreisen je nach Qualität und Trocknungslage widerspiegelt. Aus dem Umstand der wirtschaftlichen Abhängigkeit vom gemeinsamen Hauptabnehmer kann nicht der Schluss gezogen werden, dass ein einheitlicher Betrieb vorliegt. *) Sämtliche Geschäftskontakte zwischen den Betriebsführern werden wie Fremdleistungen erfasst und aufgezeichnet. Für die Verrechnung der Maschinenstunden werden die Maschinenringsätze herangezogen. Die Verrechnung und Bezahlung erfolgt zweimal jährlich (in der Landwirtschaft durchaus üblich). *) Beide Betriebe verfügen über eigene Bankkonten, sind bei der Agrarmarkt Austria gesondert gemeldet und erhalten auch die gesetzlich vorgesehenen Förderungen gesondert. Beide Betriebe sind Mitglieder der Bio Austria und haben eigene Kontrollverträge mit der ***23*** GmbH. *) Beide Betriebe sind einkaufs- und absatzseitig gesondert erfasst und sind gesondert Partner der Versicherungen (Hagel/SVdB). Die im Beschwerdevorbringen dargestellten Umstände im Anlassfall wurden dann von Ihnen den einzelnen, in Rz 411 EStR aufgezahlten Merkmalen für einen einheitlichen Betrieb gegenübergestellt. 1.) Wirtschaftliche Über- und Unterordnung zwischen den Betrieben liegt nicht vor, da sich die beiden Betriebe weder in wirtschaftlicher Abhängigkeit gegenüberstehen noch sich ergänzen. 2.) Die Hilfsfunktion eines Betriebes gegenüber dem anderen liegt ebenfalls nicht vor, da die Maschinenvermietung auch an andere Landwirte erfolgt fremdüblich verrechnet wird, bzw. die Maschinen und Geräte auch vom Maschinenring hatten bezogen werden können. 3.) Eine räumliche Verflechtung liegt ebenfalls nicht vor, da ***9*** ***1*** keine eigene Hofstelle benötigt und das ähnliche Leistungsprogramm nicht das wirtschaftliche Ergebnis einer Kooperation sondern eine Folge der Anpassung an die Wetterbedingungen ist. Die räumliche Nähe ist lediglich durch den Umstand begründet, dass die Abnahmefirma die Übernahmestelle am Standort der KG hat. 4.) Die Verwendung ähnlicher Rohstoffe ergibt sich aus dem Umstand, dass die Produktion von den gegenwärtigen Wetterbedingungen abhängig ist. In den letzten Jahren wurden außerdem bereits Betriebsprüfungen bei beiden Betrieben durchgeführt, wobei die beiden Betriebe zweifelsfrei als gesonderte Betriebe betrachtet wurden. In Anknüpfung an die Entscheidung des BFG vom 23.03.2017 (RV/7103204/2012) wird für den Anlassfall festgehalten, dass eine gewisse Verflechtung nicht zwingend eine Zusammenführung von zwei Betrieben mit sich bringt. Entscheidend ist vielmehr, ob die Bindungen zwischen den Betrieben nach objektiven Merkmalen so eng ist, dass die Betriebe nach der Verkehrsauffassung als eine Einheit anzusehen sind, wobei auch die Merkmale Unternehmerinitiative und Unternehmerrisiko nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Ihrem Beschwerdevorbringen ist zu entgegnen: Wie in der Beschwerde zutreffend ausgeführt wurde, ist - der höchstgerichtlichen Rechtsprechung folgend - nach der Verkehrsauffassung und nach den Betriebsverhältnissen bei engem wirtschaftlichem organisatorischem und technischem Zusammenhang von einem einheitlichen Betrieb auszugehen (u.a. VwGH 22.11.1994, 94/15/0154). Von einem einheitlichen Betrieb ist jedenfalls dann auszugehen, wenn sich die betriebliche Tätigkeit als Betrieb einer Personengemeinschaft darstellt, die ein gemeinsames wirtschaftliches Ziel verfolgen. Dabei sind die Normen des ABGB zu beachten, die auch für den Bereich der Land- und Forstwirtschaft Gültigkeit haben (Grillberger in Rummel, ABGB3, § 1175 Rz 3). Im gegenständlichen Fall bewirtschaftet die KG neben Eigengrund und Grund des Kommanditisten ***7*** ***1*** sen. auch von ***9*** ***1*** (Komplementärin) zugepachtete Flächen im Ausmaß von 19 ha in ***16***. ***9*** ***1*** wiederum bewirtschaftet neben Eigengrund zumindest im Jahr 2013 auch von der KG zugepachtete Flachen im Ausmaß von 20,7 ha in ***3***. Aus dem im Akt vorliegenden Zusammenschlussvertrag ist ersichtlich, dass Frau ***9*** ***1*** eine Pflichteinlage von € 20.000 zu leisten hatte und außerdem ihre gesamte Arbeitskraft einbringt sowie die unbeschränkte Haftung für Betriebsverbindlichkeiten übernimmt. ***7*** ***1*** hatte eine Pflichteinlage von € 10.000 zu leisten und ***7*** ***1*** sen. brachte sein Einzelunternehmen (insbes. LuF-Liegenschaften und den gesamten Maschinenpark), welches als Sacheinlage mit € 35.000 bewertet wurde, ein. Die Gewinnverteilung wurde mit 55 % für ***9*** ***1***, 10 % für ***7*** ***1*** jun. und 35 % für ***7*** ***1*** sen., wobei ***7*** ***1*** sen. einen Vorweggewinn iHv. 50% des Gewinnes erhält, vertraglich festgehalten. Wofür ***7*** ***1*** sen. den Vorweggewinn erhält geht aus dem Vertrag nicht hervor. ***9*** ***1*** bringt It. Vertrag neben der Pflichteinlage und der unbeschränkten Haftungsübernahme auch ihre gesamte Arbeitskraft ein und ihr obliegt auch die Geschäftsführung. Dem Vorbringen, dass die von der KG und von Fr. ***1*** bewirtschafteten Grundstücke in unterschiedlichen Gemeinden liegen, kann keine Bedeutung zugemessen werden, da die Liegenschaften in ***14*** fremdverpachtet sind und die Liegenschaften in ***16*** und ***17*** ebenso wie die Liegenschaften in ***3*** ausschließlich mit den Maschinen und bei Bedarf auch mit dem Personal der KG bewirtschaftet werden und außerdem Flächen in ***16*** bzw. ***3*** auch wechselseitig verpachtet werden. Das Beschwerdevorbringen führt aus, dass die KG auch an andere Landwirte Maschinenleistungen zu Maschinenringsätzen erbringt, es wurden aber bisher keine Nachweise dazu vorgelegt. Eine Gegenüberstellung der an ***9*** ***1*** verrechneten Hektarsatze mit den ÖKL-Richtwerten hat gezeigt, dass diese erheblich voneinander abweichen. So wurden beispielsweise für den Mähdrusch € 90 je ha verrechnet, während It. ÖKL-Richtwerten € 140 für Getreide und € 150 für Raps angemessen waren. Für eine Zugmaschine mit Pflug wurden € 45 je ha verrechnet und € 120 je ha waren angemessen. Für eine Zugmaschine mit Scheibeneggen wurden € 17 je ha. In Rechnung gestellt und € 39 je ha waren angemessen gewesen. Für eine Zugmaschine mit Kreiselegge wurden € 30 verrechnet und € 64 waren angemessen gewesen, um nur einige Werte zu nennen. Vom Prüfer wird im Bericht angeführt, dass die Verrechnung nicht vollständig nachvollziehbar ist. Es fehlen Aufzeichnungen darüber, in welchem Umfang und wofür Fremdpersonal der KG bei Frau ***1*** eingesetzt wurde und es wurden auch keine Verrechnungen vorgenommen. Die Nutzung einer gemeinsamen Hofstelle ist aus Sicht der Behörde ein weiteres starkes Indiz für einen gemeinsamen Betrieb und das Vorbringen, dass Fr. ***1*** ein Konzept verfolgt für das sie keine Hofstelle braucht, ist nicht nachvollziehbar. Ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb ohne Hofstelle birgt für den Landwirt zu große Risiken z.B. bei Schlechtwetter, bei Maschinenbruch, bei Liefer- oder Abnahmeverzögerungen,... usw. stehen keine Lagerkapazitäten zur Verfügung. Der steuerlichen Vertretung ist darin beizupflichten, dass ein getrenntes Rechnungswesen, eine getrennte Rechnungslegung, getrennte Bankkonten, getrennte Abnahmevertrage, getrennte AMA-Meldungen und getrennte Sozial- u. sonstige Versicherungen vorliegen, was im Anlassfall für auf dem Papier getrennte Betriebe spricht. Mit den unterschiedlichen Abnahmepreisen je nach Qualität und Trockenheit der Produkte wird das für beide Betriebe gesondert getragene Unternehmerrisiko und die Unternehmerchance argumentiert und dabei übersehen, dass hier für die ***1*** KG und für ***9*** ***1*** die gleichen Rahmenbedingungen gelten, d.h. der Abnahmepreis richtet sich ausschließlich nach der Qualität der Produkte und nicht danach, von wem die Produkte verkauft werden. Hinzu kommt noch, dass ***9*** ***1*** als Komplementärin und alleinige Geschäftsführerin die unternehmerischen Entscheidungen der KG zu treffen hat (ausgenommen Einschränkungen It. Punkt 10 des Zusammenschlussvertrages). Zusammenfassen ist zu sagen, dass im Anlassfall zwar eine Trennung der Betriebe auf dem Papier vorliegt, diese Trennung nach den tatsachlichen Verhältnissen aber nicht gelebt wird. Das gleiche Produktsortiment, die gleichen Rohstoffe, die gemeinsame Nutzung der Hofstelle, die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Maschinen und des vorhandenen Hilfspersonals und die gemeinsame Vermarktung der Produkte spricht nach der Verkehrsauffassung für das Vorliegen eines einheitlichen Betriebes, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abweisend zu erledigen war. Ihrem Beschwerdevorbringen zu Tz 4 des BP-Berichtes - Anschaffung Garagentore - wird Folge gegeben und die Bescheide über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für die Jahre 2013, 2014 und 2015 werden entsprechend Ihrer Darstellung abgeändert. Berechnung Hierzu erfolgte folgende Neuberechnung (OZ 44): 2013 [...] 2014 [...] 2015 [...] Vorlageantrag Mit Schreiben der steuerlichen Vertretung vom 1. August 2018 stellte die Bf Vorlageantrag (OZ 46): Im Namen und Auftrag der ***1*** KG stellen wir hinsichtlich der Beschwerdevorentscheidung des Finanzamtes Bruck Eisenstadt Oberwart vom 03.07.2018 bzw. 09.07.2018 innerhalb offener Frist den Antrag gemäß § 264 BAO auf Entscheidung über die Beschwerde vom 21. Juli 2017 durch das Bundesfinanzgericht und begehren die Abänderung gem § 302 Abs 1 BAO der angeführten Bescheide für die einzelnen Zeiträume: - Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2015 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Umsatzsteuerbescheid 2015 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem § 188 BAO für das Jahr2015 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Feststeilung von Einkünften gem § 188 BAO für das Jahr 2015 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2014 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Umsatzsteuerbescheid 2014 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem § 188 BAO für das Jahr 2014 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem § 188 BAO für das Jahr 2014 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2013 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Umsatzsteuerbescheid 2013 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem § 188 BAO für das Jahr 2013 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 - Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem § 188 BAO für das Jahr 2013 vom 20. Juni 2017, eingelangt am 22. Juni 2017 Begründung: Grundsätzlich beziehen wir uns auf die bereits in der Beschwerde angeführte Begründung. Darüber hinaus bzw. ergänzend möchten wir folgende Punkte schärfen bzw ausführlicher erläutern: In der Bescheidbegründung vom 09.07.2018 wird laufend auf die fehlende vollständige Nachvollziehbarkeit der Verrechnung des Personals von der ***1*** KG an Frau ***9*** ***1*** Bezug genommen. Es wird dabei jedoch übersehen, dass es mangels der Erbringung Personalleistungen von der ***1*** KG an Frau ***9*** ***1*** keine Verrechnung dieser Leistungen vorhanden ist und natürlicherweise auch nicht nachgewiesen werden kann. Wie bereits in der Bescheidbeschwerde öfters ausgeführt wird der Betrieb der ***1*** KG überwiegend von Herrn ***7*** ***1*** sen. und der Betrieb von Frau ***9*** ***1*** von ihr selbst bewirtschaftet. Somit kann uE diese Feststellung seitens der Finanzverwaltung nicht als Argument für eine organisatorische und personelle Verflechtung der beiden Betriebe herangezogen werden. 2. Ferner wurde seitens der Finanzverwaltung eine mangelhafte Nachvollziehbarkeit der Leistungsverrechnung der Maschinen und Gerate behauptet. In der Beilage 5 der Bescheidbeschwerde sind die Verrechnungen zwischen der ***1*** KG und von Frau ***9*** ***1*** ersichtlich. UE ist nicht nachvollziehbar, warum anhand dieser Beilage die vollständige Leistungsverrechnung nicht zweifelsfrei erbracht wurde, da sämtliche Rechnungen des Prüfungszeitraumes vorgelegt wurden. Des Weiteren gelangten diese Verrechnungssätze nicht für Frau ***9*** ***1*** zur Anwendung, sondern zB auch gegen über Herrn ***24*** ***25***. Als Nachweis der Fremdüblichkeit dürfen wir ich Ihnen die Verrechnungen an Frau ***1*** und Herrn ***24*** ***25*** beilegen, wobei nicht nur die Verrechnungssätze, sondern auch die Abrechnungsmodalität und Zeitraum übereinstimmt. Diese Nachweise stammen aus dem Belegwesen der ***1*** KG, welche im Zuge der Betriebsprüfung ersichtlich waren. 3. In weiterer Folge wurde in der Bescheidbegründung (Seite 5) die von den ÖKL-Sätzen abweichende, fremdunüblichen Verrechnungssätze hervorgebracht. Die dargelegten ÖKL-Satze sind uE jedoch nicht plausibel, wobei wir davon ausgehen, dass bei dieser Gegenüberstellung die ha-Sätze mit den Stunden-Sätzen vermengt wurden. Zwecks besserer Darstellbarkeit bzw Plausibilisierung dürfen wir anbei einige Beispiele der Verrechnung erläutern, wobei die Höhe der Verrechnungssätze (siehe Beliage) ua von den Anschaffungspreisen der Geräte abhängig sind: [Grafik]   [Grafik]   [Grafik]   4. Es wird unsererseits nochmals hervorgehoben, dass kein gemeinsamer Vertrieb erfolgt. Sowohl die ***1*** KG als auch der Betrieb von Frau ***9*** ***1*** beliefern gesondert die Firma ***19*** GmbH. In diesem Zusammenhang ist auf das BFG-Erkenntnis vom 27.03.2017 (RV/7I03204/2012) (siehe Bescheidbeschwerde Seite 11) zu verweisen, wonach der Vertrieb von Produkten unter einer gemeinsamen Marke nicht ausreiche um die Eigenständigkeit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in Frage zu stellen. Dieser Entscheidung folgend kann der gesonderte Vertrieb der ***1*** KG und des Betriebs von Frau ***9*** ***1*** zu keiner Verflechtung dieser beiden Betriebe bzw zu einem gemeinsamen Betrieb führen, da ua der Vertrieb nicht zentral unter einer einheitlichen Marke erfolgt. 5. Das Argument der Bescheidbegründung auf Seite 5 zur Notwendigkeit einer Hofstelle kann nicht nachvollzogen werden, da das zugekaufte Saatgut vom Lieferanten auf die landwirtschaftlichen Flächen geliefert, dort direkt ausgesäht und nach der Ernte das Bio-Produkt unmittelbar zur Lagerstelle des Abnehmers, Firma Bioprodukte ***19*** GmbH, geführt wird. Die angeführten Argumente in der Bescheidbegründung, wie Schlechtwetter, Maschinenbruch, Liefer- oder Abnahmeverzögerungen gehen dabei vollkommen ins Leere, da Schlechtwetter ein allgemeines Risiko darstellt und in keinem kausalen Zusammenhang mit einer Hofstelle steht, Maschinenbruch im gegenwärtigen Sachverhalt ein Risiko der ***1*** KG darstellt und nicht von Frau ***9*** ***1***, da die Geräte von der ***1*** KG angemietet werden und Liefer- und Abnahmeverzögerungen nicht vorhanden sind, weil direkt auf das Feld geliefert wird und von dort direkt zum Abnehmer abtransportiert wird. 6. Zu den unterschiedlichen Abnahmepreisen wurde in der Bescheidbegründung auf Seite 5 festgehalten, dass für die ***1*** KG und für ***9*** ***1*** die gleichen Rahmenbedingungen gelten und sich somit der Abnahmepreis nach der Qualität der Produkte richtet. Diese Ansicht wird unsererseits bestätigt, da dies die Grundlage einer fremdüblichen Verrechnung darstellt. Aus dem Argument der gleichen Rahmenbedingungen kann uE kein einheitlicher Betrieb abgeleitet werden, weil diese Rahmenbedingungen auch für die anderen Lieferanten gelten und keine Besonderheit der Betriebe ***1*** darstellen. Begehren: Aus den oben angeführten Gründen begehren wir die Abänderung des angefochtenen Bescheides dahingehend, dass die Umsatzsteuer für den Zeitraum 2013 bis 2015 wie folgt festgesetzt wird: Umsatzsteuer 2013: EUR -7.610,65 Umsatzsteuer 2014: EUR -59.327,81 Umsatzsteuer 2015: EUR -17.660,22 und stellen den Antrag auf Aussetzung der Einhebung gem. § 212a BAO für den Gesamtbetrag der angefochtenen Abgabenbetrage gemäß Darstellung bis zur Erledigung des Vorlageantrages, da diesem Antrag keine im Gesetz genannten Gründe entgegenstehen. [Grafik]   Ferner begehren wir die Feststellung von Einkünften gem § 188 BAO für die Jahre 2013 bis 2015 gemäß der folgenden Darstellung und ersuchen um Zurechnung der Ergebnistangenten wie folgt: [Grafik]   [Grafik]   Gleichzeitig stellen wir im Namen und Auftrag der ***1*** KG den Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung gemäß § 274 Abs 1 Z 1 BAO. Beilagen: - Verrechnung ***9*** ***1*** 2013-2016 - Verrechnung ***24*** ***25*** 2013-2016 - Grundlage ÖKL-Sätze - Bescheidbeschwerde vom 21.07.2017 samt Beilagen Die angeführten Beilagen sind im elektronisch vorgelegten Akt des Finanzamts nicht im Anschluss an die Beschwerde eingescannt. Vorlage Mit Bericht vom 10. September 2018 legte das Finanzamt die Beschwerde dem Bundesfinanzgericht zur Entscheidung vor und führte unter anderem aus (OZ 73): Inhaltsverzeichnis zu den vorgelegten Aktenteilen (Aktenverzeichnis) Beschwerde 1 Beschwerde 01.08.2018 Bescheide 2 Wiederaufnahme § 303 BAO / USt (Jahr: 2013) 02.06.2017 3 Feststellung der Einkünfte § 188 BAO (Jahr: 2015) 20.06.2017 4 Feststellung der Einkünfte § 188 BAO (Jahr: 2014) 20.06.2017 5 Feststellung der Einkünfte § 188 BAO (Jahr: 2013) 20.06.2017 6 Umsatzsteuer (Jahr: 2015) 20.06.2017 7 Umsatzsteuer (Jahr: 2014) 20.06.2017 8 Umsatzsteuer (Jahr: 2013) 20.06.2017 9 Wiederaufnahme § 303 BAO / Sonstige (Jahr: 2015) 20.06.2017 10 Wiederaufnahme § 303 BAO / Sonstige (Jahr: 2014) 20.06.2017 11 Wiederaufnahme § 303 BAO / Sonstige (Jahr: 2013) 20.06.2017 12 Wiederaufnahme § 303 BAO / USt (Jahr: 2015) 20.06.2017 13 Wiederaufnahme § 303 BAO / USt (Jahr: 2014) 20.06.2017 Zusatzdokumente Bescheide 14 Erstbescheid F 2013 30.05.2014 15 Erstbescheid U 2013 30.05.2014 16 Erstbescheid F 2014 16.10.2015 17 Erstbescheid U 2014 16.10.2015 18 Erstbescheid F 2015 12.04.2016 19 Erstbescheid U 2015 12.04.2016 20 Niederschrift 247/8105 09.05.2017 21 Beilage Niederschrift KG 17.05.2017 22 Niederschrift ***1*** KG 17.05.2017 23 Beilage Bericht KG 19.06.2017 24 BP-Bericht 22.06.2017 Antrag / Anzeige an die Behörde 25 Beilage 1 zur Beschwerde 21.07.2017 26 Beilage 2 zur Beschwerde 21.07.2017 27 Beilage 3 zur Beschwerde 21.07.2017 28 Beilage 4 zur Beschwerde 21.07.2017 29 Beilage 6 zur Beschwerde 21.07.2017 30 Beilage 7 zur Beschwerde 21.07.2017 31 Beilage 8 zur Beschwerde 21.07.2017 32 Beilage 9 zur Beschwerde 21.07.2017 33 Beilage 10 zur Beschwerde 21.07.2017 34 Beilage 11 zur Beschwerde 21.07.2017 35 Beilage 12 zur Beschwerde 21.07.2017 36 Beschwerde 21.07.2017 37 Beilage 5 zur Beschwerde 24.07.2018 Beschwerdevorentscheidung 38 Beschwerdevorentscheidung 2013 03.07.2018 39 Beschwerdevorentscheidung 2014 03.07.2018 40 Beschwerdevorentscheidung 2015 03.07.2018 41 Beschwerdevorentscheidung U 2013 03.07.2018 42 Beschwerdevorentscheidung U 2014 03.07.2018 43 Beschwerdevorentscheidung U 2015 03.07.2018 44 Neuberechnung lt. BVE 03.07.2018 45 Begründung zur Beschwerdevorentscheidung 09.07.2018 Vorlageantrag 46 Vorlageantrag 02.08.2018 Vorgelegte Aktenteile 47 EW Bescheid ***1*** ***7*** 11.01.2010 48 EW Bescheid KG 23.11.2013 49 Tauschvertrag 30.12.2015 50 Aktenstudium Ergänzung 05.01.2017 51 Aktenstudium ***1*** KG 05.01.2017 52 EKIS 05.01.2017 53 PA ***1*** KG 05.01.2017 54 AB ***1*** KG Teil 1 09.01.2017 55 Journale u Belege 10.01.2017 56 FB ***1*** KG 15.01.2017 57 GDB 1 15.01.2017 58 GDB 2 15.01.2017 59 Unt ***1*** KG 23.01.2017 60 GDB Liste ***1*** 30.01.2017 61 SV LuF Betrieb ***1*** 02.02.2017 62 offene Fragen 06.02.2017 63 Besprechung Stb 30.03.2017 64 ESt Berechnung neu 08.05.2017 65 Einkünfte 2013 08.05.2017 66 Einkünfte 2014 08.05.2017 67 Einkünfte 2015 08.05.2017 68 ***1*** KG 08.05.2017 69 Text Beschwerde 08.05.2017 70 USt Auswirkungen 08.05.2017 71 AB ***1*** KG Teil 2 20.06.2017 72 fn ***26*** 15.01.2018 Bezughabende Normen § 21 iVm § 24 EStG und § 188 BAO § 303 BAO Sachverhalt und Anträge Sachverhalt: Strittig ist die Frage der gemeinsamen Bewirtschaftung einer Landwirtschaft im Familienverband. Beweismittel: Erhebungen des Prüfers Von der steuerlichen Vertretung im Beschwerdeverfahren vorgelegte Unterlagen Stellungnahme: Lt. BVE Beschluss vom 7. April 2021 Mit Datum 7. April 2021, den Parteien zugestellt am 8. bzw. 12. April 2021, fasste das Bundesfinanzgericht den Beschluss: I. Die Parteien des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens mögen dem Bundesfinanzgericht Kopien/PDF der Beschwerdevorentscheidungen betreffend Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer für das Jahr 2013 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer für das Jahr 2014 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer für das Jahr 2015 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gemäß § 188 BAO für das Jahr 2013 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gemäß § 188 BAO für das Jahr 2014 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gemäß § 188 BAO für das Jahr 2015 vorlegen oder angeben, dass derartige Beschwerdevorentscheidungen nicht existieren. II. Die Beschwerdeführerin möge dem Bundesfinanzgericht Kopien/PDF folgender Dokumente vorlegen: Die Beilage 5 zur Beschwerde vom 21. Juli 2017 Sämtliche Beilagen zum Vorlageantrag mit Ausnahme der Bescheidbeschwerde vom 21. Juli 2017 samt Beilagen. III. Die Beschwerdeführerin möge angeben, ob der Antrag im Vorlageantrag vom 1. August 2018 "auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung gemäß § 274 Abs 1 Z 1 BAO" dahingehend zu verstehen ist, dass die Anträge in der Beschwerde vom 21. Juli 2017 "1. auf Entscheidung durch den gesamten Senat gemäß § 272 Abs 2 Z 1 BAO, 2. auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung gemäß § 274 Abs 1 Z 1 BAO" in Bezug auf eine Senatsentscheidung nicht mehr aufrecht erhalten werden. IV. Die Parteien des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens mögen sich zur Anwendung der Entscheidungen EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u.a., ECLI:EU:C:2016:764, VwGH 15. 5. 2019, Ro 2017/13/0012 und VwGH 9. 10. 2020, Ro 2019/13/0025 auf das gegenständliche Verfahren äußern. V. Zu Spruchpunkten I., II. und III. wird eine Frist bis zum 30. April 2021, zu Spruchpunkt IV. wird eine Frist bis zum 21. Mai 2021 gesetzt. Begründend wurde unter anderem ausgeführt: Zu Spruchpunkt I Das (damalige) Finanzamt Bruck Eisenstadt Oberwart hat mit Datum 20. Juni 2017 unter anderem Wiederaufnahmebescheide betreffend Umsatzsteuer und Einkünftefeststellung für die Jahre 2013, 2014 und 2015 erlassen. Diese Bescheide sind aktenkundig. Unter anderem gegen die Wiederaufnahmebescheide betreffend Umsatzsteuer und Einkünftefeststellung für die Jahre 2013, 2014 und 2015 vom 20. Juni 2017 wurde von der Beschwerdeführerin Beschwerde vom 21. Juli 2017 erhoben. Aktenkundig sind Beschwerdevorentscheidungen vom 9. Juli 2018 betreffend Umsatzsteuer und Einkünftefeststellungen für die Jahre 2013, 2014 und 2015 sowie eine undatierte gesonderte Bescheidbegründung betreffend Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2013 vom 20.06.2017 Umsatzsteuerbescheid 2013 vom 20. 06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2013 vom 20.06.2017 Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2013 vom 20.06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2014 vom 20.06.2017 Umsatzsteuerbescheid 2014 vom 20. 06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2014 vom 20.06.2017 Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2014 vom 20.06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer 2015 vom 20.06.2017 Umsatzsteuerbescheid 2015 vom 20. 06.2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2015 vom 20.06.2017 Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO für das Jahr 2015 vom 20.06.2017. Beschwerdevorentscheidungen betreffend die Wiederaufnahme der Verfahren sind im elektronisch vorgelegten Akt des Finanzamts nicht enthalten (die OZ 38 bis 43 betreffen die Sachbescheide, OZ 44 enthält die Neuberechnung und OZ 45 die gesonderte Begründung). Auch im Abgabeninformationssystem der Bundesfinanzverwaltung sind keine Beschwerdevorentscheidungen betreffend die Wiederaufnahme des Verfahrens ersichtlich. Die Parteien des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sind daher aufzufordern, dem Bundesfinanzgericht Kopien/PDF der Beschwerdevorentscheidungen betreffend Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer für das Jahr 2013 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer für das Jahr 2014 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Umsatzsteuer für das Jahr 2015 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gemäß § 188 BAO für das Jahr 2013 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gemäß § 188 BAO für das Jahr 2014 Wiederaufnahme des Verfahrens betreffend Feststellung von Einkünften gemäß § 188 BAO für das Jahr 2015 vorlegen oder angeben, dass derartige Beschwerdevorentscheidungen nicht existieren. Zu Spruchpunkt II Im elektronisch vorgelegten Finanzamtsakt wird unter OZ 37 als Beilage 5 zur Beschwerde vorgelegt: Diverse Rechnungen an eine ***33*** Projektentwicklung GmbH aus 2018 betreffend ein Bauvorhaben ***34***. Der Zusammenhang mit dem gegenständlichen Beschwerdeverfahren ist nicht ersichtlich. Es fehlt auch das sonst vorhandene Deckblatt "Beilage" (OZ 37). Laut Beschwerde sollte Beilage 5 Maschinenringsätze betreffen. Im elektronisch vorgelegten Finanzamtsakt wird unter OZ 47 der Vorlageantrag ohne die dort angeführten Beilagen - Verrechnung ***9*** ***1*** 2013-2016 - Verrechnung ***24*** ***25*** 2013-2016 - Grundlage ÖKL-Sätze - Bescheidbeschwerde vom 21.07.2017 samt Beilagen vorgelegt. Der Beschwerdeführerin ist daher aufzutragen, dem Bundesfinanzgericht Kopien/PDF der Beilagen vorlegen. Zu Spruchpunkt III Während in der Beschwerde vom 21. Juli 2017 sowohl Antrag auf Senatsentscheidung als auch Antrag auf mündliche Verhandlung gestellt wird, wird im Vorlageantrag nur Antrag auf mündliche Verhandlung gestellt. Darin kann eine Zurücknahme des Antrags auf Senatsentscheidung gemäß § 270 BAO gesehen werden. Die Beschwerdeführerin ist daher zur Klarstellung aufzufordern. Zu Spruchpunkt IV Die Beschwerdeführerin hat im Verwaltungsverfahren mehrfach auf das Erkenntnis BFG 27. 3. 2017, RV/7103204/2012 Bezug genommen. Das Finanzamt hat sich im Verwaltungsverfahren dazu nicht konkret geäußert, sondern lediglich zu einer früheren Rechtslage ergangene und mit dem vorliegenden Sachverhalt nicht vergleichbare Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs zitiert. Das Erkenntnis VwGH 18.3.2013, 2012/16/0056 betraf die finanzstrafrechtliche Vorfrage, ob der Weinbau und die Verpachtung land- und forstwirtschaftlicher Flächen ein einheitlicher Betrieb eines einzigen Steuerpflichtigen sei, was sowohl vom UFS als auch vom VwGH verneint worden ist. Im Erkenntnis VwGH 22.11.1995, 94/15/0154 ging es um die Frage, ob die von einem einzigen Steuerpflichtigen betriebene Werbeagentur einen einheitlichen Gewerbebetrieb mit einer vom selben Steuerpflichtigen betriebenen Unternehmensberatung gebildet habe. Hingegen geht es im hier anhängigen Beschwerdeverfahren darum, ob entgegen dem erklärten Willen der Gesellschafter und dem getrennten Außenauftritt sowohl des Unternehmens der Kommanditgesellschaft als auch des Unternehmens der Komplementärin sowie weiterer Umstände das Unternehmen bzw. der Betrieb der Komplementärin ein einheitliches Unternehmen bzw. einen einheitlichen Betrieb mit jenem der Kommanditgesellschaft bildet. Die Parteien des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sind daher aufzufordern, sich zu den Entscheidungen EuGH 12. 10. 2016, C-340/15, Christine Nigl u.a., ECLI:EU:C:2016:764, VwGH 15. 5. 2019, Ro 2017/13/0012 und VwGH 9. 10. 2020, Ro 2019/13/0025 sowie deren Anwendung auf das gegenständliche Verfahren - mit der Maßgabe, dass hier nicht der Zusammenschluss mehrerer Gesellschaften bürgerlichen Rechts zu einer einzigen Gesellschaft, sondern das Führen eines eigenständigen Unternehmens bzw. Betriebs durch die Komplementärin einer Kommanditgesellschaft sowie Leistungsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und dem Betrieb eines des Gesellschafters unter im allgemeinen Geschäftsverkehr üblichen Bedingungen verfahrensgegenständlich sind - zu äußern. Zu Spruchpunkt V Dem unterschiedlichen Aufwand zur Beantwortung der einzelnen Spruchpunkte war bei der Fristsetzung Rechnung zu tragen. E-Mail (StB) vom 27. April 2021 Mit E-Mail vom 27. April 2021 übermittelte die steuerliche Vertretung: Zu Punkt I 1.-6. Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betr. die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO 2013, 2014, 2015 vom 20.6. 2017 Bescheid über die Wiederaufnahme des Verfahrens betr. die Umsatzsteuer 2013, 2014, 2015 vom 20.6.2017 Bescheid über die Feststellung von Einkünften gem. § 188 BAO 2013, 2014, 2015, Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO vom 3.7.2018 Bescheid 2013, 2014, 2015, Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 BAO, Umsatzsteuer vom 9.7.2018 Zu Punkt II 1. Beilage 5 Zu Punkt II 2. Beilagen zum Vorlageantrag Zu Punkt III des Beschlusses vom 7. April 2021 wurde mitgeteilt, "dass der Antrag auf Entscheidung durch den gesamten Senat gem. § 272 Abs 2 Z 1 BAO zurückgezogen wird und lediglich eine mündliche Verhandlung gem. § 274 Abs 1 Z 1 BAO durchgeführt werden soll." Wiederaufnahmebescheide Die im PDF vorgelegten Wiederaufnahmebescheide vom 20. Juni 2017 betreffend Umsatzsteuer und Einkünftefeststellungen 2013, 2014 und 2015 entsprechen den aktenkundigen Wiederaufnahmebescheiden (siehe oben). Beschwerdevorentscheidungen Die im PDF vorgelegten Beschwerdevorentscheidungen vom 3. und vom 9. Juli 2018 betreffend Umsatzsteuer und Einkünftefeststellungen 2013, 2014 und 2015 entsprechen den aktenkundigen Beschwerdevorentscheidungen betreffend diese Sachbescheide (siehe oben). Beilage 5 zur Beschwerde Beilage 5, laut Eingangsstempel am 21. Juli 2017 dem Finanzamt Bruck Eisenstadt Oberwart persönlich überreicht, enthält Rechnungen der ***1*** KG an ***1*** ***9*** vom 4. März 2013, 19. November 2013, 30. Juni 2014, 11. November 2014, 9. Juli 2015, 17. Oktober 2015, 24. Juli 2016, 26. Oktober 2016 betreffend Verrechnung von Maschinen. Beispiel (17. Oktober 2015): [Grafik]   Beilagen zum Vorlageantrag Vorgelegt wurden PDF von Verrechnungen von Maschinen zwischen der ***1*** KG und ***9*** ***1*** die jenen der Beilage 5 zu Beschwerde (siehe oben) entsprechen; ferner Rechnungen der ***1*** KG an ***24*** ***25*** vom4. Juni 2013, 12. Dezember 2013, 25. September 2014, 6. August 2015, 9. Oktober 2015, 4. August 2016, 25. Oktober 2016 (Beispiel 9. Oktober 2015): [Grafik]   Ferner Auszüge aus den ÖKL-Richtwerten 2014: [Grafik]   [Grafik]   [Grafik]   [Grafik]   E-Mail (FA) vom 29. April 2021 Das Finanzamt gab mit E-Mail vom 29. April 2021 zu Spruchpunkt I bekannt, dass Beschwerdevorentscheidungen betreffend die Wiederaufnahme der Verfahren U 2013-2015 und F 2013-2015 - laut Rückmeldung des Prüfers der ***1*** KG vom 28. April 2021 - bisher nicht ergangen seien. Ferner wurde folgende Übersicht über die Stundensätze (des Maschinenrings) vorgelegt: [Grafik]   Ferner wurde die Beschwerde der ***1*** KG sowie die auch von der steuerlichen Vertretung am 27. April 2021 übermittelten ÖKL-Richtwerte und Verrechnungen der ***1*** KG mit ***9*** ***1*** und ***24*** ***25*** vorgelegt. Beschluss BFG 4. 5. 2021, RV/7104116/2018

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Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/7104087/2018
ECLI
ECLI:AT:BFG:2022:RV.7104087.2018
Stammnummer
138227
Gültig
12.10.2022 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

Original in der Findok öffnen PDF beim BMF