Findok · EAS-Auskünfte
EAS 1789
Zinsenzahlungen an eine Bahamas-Gesellschaft
geltende FassungEAS-AuskunftL 503/1-IV/4/01vom 05.02.2001
Wortlaut laut Findok
Wird von einer auf den Bahamas ansässigen Gesellschaft
einer österreichischen Gesellschaft, deren Betriebsvermögen zu 95% aus
einer Liegenschaft besteht, ein Darlehen gewährt, dann unterliegt die
darlehensgebende Gesellschaft der inländischen beschränkten
Steuerpflicht nicht nur bei einer unmittelbaren, sondern auch bei einer
mittelbaren Besicherung. Eine solche mittelbare Besicherung liegt nach der EStR
2000 Rz 7968 vor, wenn das Betriebsvermögen des Schuldners, zu dem
inländische Grundstücke gehören, als Besicherung dient. Die
Besicherung könnte im Ergebnis z.B. auch durch ein Veräußerungs-
und ein unbegrenztes oder auch begrenztes Belastungsverbot erwirkt
werden.
Wird allerdings dem Darlehensgeber, der in einem als
Steueroase bekannten Gebiet ansässig ist, keinerlei Sicherheit für die
Darlehensvaluta gewährt, dann stellt sich die Frage, ob diese Gestaltung
einer näheren Durchleuchtung aus der Sicht der wirtschaftlichen
Betrachtungsweise standhält.
5. Februar
2001 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die
Richtigkeit der Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- § 98 Z 5 lit. b EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- L 503/1-IV/4/01
- Stammnummer
- 24642
- Gültig
- 05.02.2001 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF