Findok · BFG-Entscheidungen
BFG RV/7100210/2015
1. Bauherrenproblematik - Grunderwerbsteuer 2. Dissolutionsvertrag
geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/7100210/2015vom 03.11.2021Teil 1 von 2
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.
Wortlaut laut Findok
IM NAMEN DER REPUBLIK
Das Bundesfinanzgericht erkennt durch die Richterin***Ri*** in der Beschwerdesache ***Bf1***, ***Bf1-Adr*** vertreten durch ***13***, Domgasse 2, 3100 St. Pölten, über die Beschwerde vom 17. Oktober 2014 gegen die Bescheide des Finanzamtes für Gebühren, Verkehrsteuern und Glücksspiel (nunmehr Finanzamt Österreich) vom 12. August 2014 und vom 13. August 2014, betreffend Grunderwerbsteuer zu Recht:
1. Rechtssache betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 (ErfNr ***1***)
1.1 Der Bescheid vom 13. August 2014, betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 mit ***2*** wird abgeändert wie folgt:
Die Grunderwerbsteuer wird iHv EUR 914,29 festgesetzt.
1.2 Der Bescheid vom 13. August 2014, betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 mit ***3*** wird abgeändert wie folgt:
Die Grunderwerbsteuer wird iHv EUR 864,29 festgesetzt.
1.3 Der Bescheid vom 13. August 2014, betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 mit ***4*** wird abgeändert wie folgt:
Die Grunderwerbsteuer wird iHv EUR 914,29 festgesetzt.
1.4 Der Bescheid vom 13. August 2014, betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 mit ***5*** wird abgeändert wie folgt:
Die Grunderwerbsteuer wird iHv EUR 914,29 festgesetzt.
1.5 Der Bescheid vom 13. August 2014, betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 mit ***6*** wird abgeändert wie folgt:
Die Grunderwerbsteuer wird iHv EUR 914,29 festgesetzt.
1.6. Der Bescheid vom 13. August 2014, betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 mit ***7*** wird abgeändert wie folgt:
Die Grunderwerbsteuer wird iHv EUR 864,29 festgesetzt.
1.7 Der Bescheid vom 13. August 2014, betreffend Kaufvertrag vom 1. August 2011 mit ***8*** wird abgeändert wie folgt:
Die Grunderwerbsteuer wird iHv EUR 714,29 festgesetzt.
Die Bemessungsgrundlagen und die Höhe der unter Punkt 1.1 - 1.7 festgesetzten Abgaben sind dem Ende der Entscheidungsgründe zu entnehmen und bilden einen Bestandteil des Spruches dieses Erkenntnisses.
2. Rechtssache betreffend Kaufvertrag vom 7. Februar 2013
Die Beschwerde gegen die Bescheide vom 12. August 2014 betreffend
1.1. Kaufvertrag vom 7. Februar 2013 mit ***2*** (ErfNr. ***9***)
1.2. Kaufvertrag vom 7. Februar 2013 mit ***3*** (ErfNr. ***10***)
1.3. Kaufvertrag vom 7. Februar 2013 mit ***4*** (ErfNr. ***11***)
1.4. Kaufvertrag vom 7. Februar 2013 mit ***5*** (ErfNr. ***12***)
1.5. Kaufvertrag vom 7. Februar 2013 mit ***6*** (ErfNr. ***11***)
1.6. Kaufvertrag vom 7. Februar 2013 mit ***7*** (ErfNR. ***9***)
1.7. Kaufvertrag vom 7. Februar 2013 mit ***8*** (ErfNr. ***10***)
wird gemäß § 279 BAO als unbegründet abgewiesen.
3. Zulässigkeit der Revision
Gegen dieses Erkenntnis ist eine Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 Abs. 4 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) nicht zulässig.
Entscheidungsgründe
Verfahrensgang
Das Finanzamt Gebühren Verkehrsteuern und Glückspiel führte in den Jahren 2013/2014 eine Außenprüfung in der Kanzlei ***13*** betreffend Kaufverträge iZm mit der Liegenschaft ***14*** durch.
Mit Bescheiden vom 12.8.2014 und 13.8.2014 setzte das Finanzamt Gebühren Verkehrsteuern und Glücksspiel die Grunderwerbsteuer entsprechend den Feststellungen der Außenprüfung bei der beschwerdeführenden Partei gem. § 201 BAO fest.
Als Bemessungsgrundlage wurde der Kaufpreis lt Kaufvertrag sowie die von der Prüferin ermittelten Baukosten herangezogen, im Wesentlichen mit der Begründung, dass in Bezug auf den Käufer keine Bauherreneigenschaft festgestellt wurde, Bauherr die ***18*** Gruppe sei und der Käufer einen Teil eines fertigen Projekts (***14***) erworben habe.
Nach erfolgter Fristverlängerung brachte die Kanzlei ***13*** in Vertretung der beschwerdeführenden Partei mit Schreiben vom 17.10.2014 Beschwerde gegen den Bescheid des Finanzamtes mit Verweis auf § 8 RAO ein. Begründet wurde die Beschwerde im Wesentlichen damit, es lägen keine Wiederaufnahmsgründe vor und die geforderte Bauherreneigenschaft sei gegeben.
Die Abgabenbehörde legte die Beschwerde (wie beantragt) ohne Erlassung einer Beschwerdevorentscheidung gem. § 262 Abs. 2 BAO dem Bundesfinanzgericht am 14.1.2015 zur weiteren Erledigung vor.
Mit Verfügung des GV-Ausschusses vom 28.3.2019 wurde der Akt mit 1.4.2019 von der
GA 1080 auf die GA 6023 zugeteilt.
Mit Beschluss vom 29.7.2019 ersuchte das Bundesfinanzgericht die beschwerdeführende Partei persönlich um Stellungnahme zum Sachverhalt und Beantwortung diverser Fragen betreffend das Projekt "***14***".
Mit Schreiben vom 4.9.2019 ersuchte das Bundesfinanzgericht den Architekten des Projekts um Darstellung des zeitlichen Ablaufes des Projekts, die Vorlage diverser Unterlangen und Beantwortung diverser Fragen in Zusammenhang mit dem Sachverhalt.
Der Architekt beantwortet den Beschluss mit Schreiben vom 23.9.2019, stellte den zeitlichen Ablauf des Projektes dar und übermittelte diverse Unterlagen in Zusammenhang mit dem Projekt.
Nach erfolgter Fristerstreckung übermittelte die rechtsfreundliche Vertretung eine Stellungnahme mit 30.10.2019 sowie ein Konvolut an Unterlagen betreffend das Projekt "***14***". Festgehalten wurde, dass die beschwerdeführende Partei in Entsprechung der ständigen Rechtsprechung des VwGH als Bauherr anzusehen sei. Die beschwerdeführende Partei sei gerade nicht aufgrund eines vorgegebenen Vertragsgeflechts in ein bereits annähernd zur Baureife fertig geplantes Bauprojekt zu einem Fixpreis eingestiegen und eingebunden gewesen.
Insbesondere wären die Verträge über den Erwerb des zu bebauenden Grundstücks einerseits und des darauf zu errichtenden Gebäudes andererseits weder durch den Willen der Parteien rechtlich verknüpft noch bestand zwischen den Verträgen ein so enger sachlicher Zusammenhang, als dass davon ausgegangen werden kann, dass die beschwerdeführende Partei bei objektiver Betrachtungsweise als einheitlichen Leistungsgegenstand das bebaute Grundstück mit dem letztendlich tatsächlich errichteten Gebäude erhielte.
Weiters wurde die Projekthistorie dargelegt und näher auf die behauptete Bauherrenschaft eingegangen.
Die beschwerdeführende Partei beantwortete die vom Bundesfinanzgericht an sie persönlich gerichteten Fragen im Wesentlichen mit Verweis auf die übermittelte Stellungnahme der Rechtsanwaltskanzlei.
Die beim Bundesfinanzgericht eingelangten Schreiben wurden jeweils den im Verfahren beteiligten Parteien zwecks Wahrung des Parteiengehörs übermittelt.
Sowohl die rechtsfreundliche Vertretung der beschwerdeführenden Partei als auch die Abgabenbehörde nahmen zu den Beschlüssen Stellung.
Am 4.3.2020 fand mit der belangten Behörde und der rechtsfreundlichen Vertretung ein Erörterungstermin statt.
Mit per Fax eingereichtem Schreiben vom 19.3.2020 zog die beschwerdeführende Partei den Antrag auf mündliche Verhandlung zurück.
Aufgrund des mit E-Mail übermittelten Jahresabschlusses 2018 mit Anlageverzeichnisses des Gebäudes ***14***, ersuchte das Bundesfinanzgericht mit Beschluss vom 23.3.2020 beide Parteien diesbezüglich Stellung zu nehmen.
Die Abgabenbehörde nahm zum Beschluss vom 23.3.2020 (Betreff: Bemessungsgrundlage) mit Schreiben vom 28.4.2020, die rechtsfreundliche Vertretung der beschwerdeführenden Partei am 9.6.2020 Stellung.
Mit Beschluss vom 15.4.2021 ersuchte das Bundesfinanzgericht um Bekanntgabe des vereinbarten Kaufpreises betreffend das Gebäude.
Mit Schreiben vom 7.6.2021 nahm die rechtsfreundliche Vertretung der beschwerdeführenden Partei dazu Stellung.
Mit Beschluss vom 7.7.2021 übermittelte das Bundesfinanzgericht zur Wahrung des Parteiengehörs die Berechnung der Bemessungsgrundlage für das Projekt "***14***" für eine etwaig anfallende Grunderwerbsteuer.
Die beschwerdeführende Partei nahm zum Beschluss mit Schreiben vom 30.8.2021 Stellung.
Das Bundesfinanzgericht hat erwogen:
Sachverhalt
1.1. Chronologischer Ablauf des Projekts ***14***
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24.4.2009
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Aktennotiz von ***3*** betreffend Ankauf der Liegenschaft ***14***
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7.5.2009
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Aktennotiz von ***3***. ***4*** präsentiert mögliche Bebauung (Abbruch/Neubau); Höhe Kaufpreis; befristete Mietverträge bis 31.3.2011 (Einnahmen für die Gesellschaft); Miteigentümergemeinschaft je 200/1400
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29.8.2009
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Aktennotiz Geschäftsleitersitzung; Kaufanbot wurde angenommen; ***8*** legt eine Grobkalkulation vor
"Sämtliche für einen reibungslosen Projektablauf notwendigen Leistungen von div Sonderfachleuten sind im Budgetrahmen der Vorkalkulation umgehend zu beauftragen"
rasche Projektrealisierung wird angestrebt
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21.10.2009
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Aktennotiz Geschäftsleitersitzung betr. Fortschritt; ***6*** macht Vorschlag weitere Investoren aufzunehmen um die finanzielle Beteiligung zu verringern, sodass ein zusätzlicher Ankauf für alle Beteiligten möglich ist.
Einigung, dass zunächst Ankauf ***14*** zu je 200/1400, anschließend Grundanteile an weitere Investoren, wobei 25% behalten werden
Im bestehenden Kundenkreis Vielzahl von Anfragen für eine Beteiligung an einem ***15*** Projekt
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11/2009
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Start der Zusammenarbeit mit Architekt ***16*** und ***17***
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19.11.2009
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1. Kaufvertrag betreffend ***14***
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25.11.2009
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Niederschrift 1. Miteigentümerversammlung:
Information über geplante Vergrößerung der MEG
Aktueller Projektstand bzw. erbrachte/vergebene Leistungen
Änderung des Bebauungsplanes (mit Magistrat abgesprochen)
Grobkalkulation/Budgeterstellung (€ 4.825.000,00 maximales Gesamtbudget); max. Spielraum 3%
jeder Teilnehmer haftet selber für seinen Anteil
Finanzierungskonzept
Aufstellung der Beteiligung.
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30.3.2010
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Schreiben der ***18*** an die MEG
Information über Projektstand
Umplanungen eingearbeitet
Neuer Termin für Versammlung
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26.4.2010
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Niederschrift 2. Miteigentümerversammlung:
Ausscheiden/Aufnahme von Miteigentümern
Änderung der Anteile
Besprechung Miteigentümervertrag
Besprechung geänderte Planung
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31.1.2011
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Schreiben der ***18*** an die MEG
Informationen betreffend Bauprojekt
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14.2.2011
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Vorlage des Projekts an die Stadtplanung ***29*** durch Architekt ***16*** iV ***18*** Bauträger als Bauherr
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2.5.2011
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Wiedervorlage an die Stadtplanung ***29*** durch Architekt ***16*** iV ***18*** Bauträger als Bauherr
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9.6.2011
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Schreiben der ***18*** an die MEG
Informationen betreffend Bauprojekt
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20.6.2011
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Wiedervorlage an die Stadtplanung ***29*** durch Architekt ***16***
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1.8.2011
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2. Kaufvertrag betreffend ***14***
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2.9.2011
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Schreiben Magistrat ***29***: Berücksichtigung des Antrages
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10.10.2011
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Schreiben der ***18*** an die MEG
Informationen betreffend möglicher Erweiterung
Informationen betreffend Projekt
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3.11.2011
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3. Miteigentümerversammlung
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Ohne Datum
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Miteigentümervertrag
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20.3.2012
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Antrag auf Baubewilligung
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20.8.2012
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Bescheid Magistrat ***29***, Bewilligung zur Vergrößerung des Bauplatzes
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23.10.2012
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Bauverhandlung
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16.11.2012
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Bescheid - Baubewilligung
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3.12.2012
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Kaufvertrag betreffend Teilgrundstück (105 m²)
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7.2.2013
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Ergänzender Kaufvertrag betreffend ***14***
(2 zusätzliche Erwerber und Erweiterung der zu verkaufenden m²)
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16.12.2013
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Anzeige zur Baufertigstellung
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5.5.2014
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Schlussrechnung der ***20***
1.2 Festgestellter Sachverhalt
Auf Basis des oben geschilderten Verwaltungsgeschehens der zeitlichen Abfolge und der aktenkundigen Unterlagen sowie der Vorhaltsbeantwortungen wird folgender entscheidungswesentlicher Sachverhalt festgestellt:
Mit Urkunde (bezeichnet als Kaufvertrag) abgeschlossen am Tag der Unterfertigung durch die letzte Vertragspartei (am 1.8.2011) zwischen ***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5*** als verkaufende Partei erwarben 21 kaufende Parteien Anteile an der am 19.11.2009 erworbenen Liegenschaft ***EZ*** ***KG***, bestehend aus dem Grundstück ***21*** Gärten ***14***.
6720/23800 Anteile verblieben bei den Verkäufern. Der Kaufpreis belief sich auf laut Vertrag auf EUR 322.941,19.
Auf die beschwerdeführende Partei fielen laut Vertrag in Summe 700/23800 Anteile im Wert von EUR 13.235,29.
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Verkäufer
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Anteile
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***2***
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12800/2903600
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***3***
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12100/2903600
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***4***
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12800/2903600
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***5***
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12800/2903600
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***6***
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12800/2903600
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***7***
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12100/2903600
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***8***
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10000/2903600
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Summe
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85400/2903600
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entspricht
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700/23800 Anteilen
Mit Kaufvertrag vom 3.12.2012 wurde ein Teilstück (105 m²) aus der ***EZ 1*** ***KG*** zugekauft. Käufer waren ***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5***.
Mit Urkunde (bezeichnet als Kaufvertrag) abgeschlossen am Tag der Unterfertigung durch die letzte Vertragspartei (am 7.2.2013) haben ***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5*** als verkaufende Parteien einerseits und 23 kaufenden Parteien eine Vereinbarung (erneut) über die Anteile an der Liegenschaft ***EZ*** ***KG*** sowie (erstmals) über die Anteile des im Teilungsplan vom 23.4.2012, ***GZ*** ausgewiesene Teilstückes I mit dem Flächenmaß von 105 m² getroffen.
Vereinbart wurde die Übertragung einer gewissen Anzahl an Anteilen (an 23 Käufer um den Kaufpreis von EUR 388.631,58. Die Verkäufer behielten sich in Summe 25,26% der Anteile am Grundstück zurück.
Die beschwerdeführende Partei hat mit Vertrag vom 7.2.2013 aufgrund der flächenmäßigen Erweiterung zusätzliche Anteile am Grundstück erworben. Die Gegenleistung betrug EUR 448,92.
Sowohl für den Erwerbsvorgang vom 1.8.2011 als auch vom 7.2.2013 wurde die Grunderwerbsteuer iHv. 3,5 % vom jeweiligen vertraglich vereinbarten Kaufpreis laut Vertrag anteilig betreffend den jeweiligen Anteilskauf von der beschwerdeführenden Partei selbst berechnet und abgeführt (durch ***13***).
Mit Urkunde (bezeichnet als Dissolutionsvertrag zum Kaufvertrag vom 1.8.2011) vom 4.11.2013 wurde schriftlich vereinbart, den Kaufvertrag vom 1.8.2011 aufzuheben.
Weiters wurde festgehalten, dass die Vertragsparteien den seinerzeitigen Vertragserrichter mit der Erstattung eines Antrags auf Nichtfestsetzung der Grunderwerbsteuer beauftragen.
Aufgrund der vorliegenden Honorarnoten und Dokumente sowie Auszüge aus dem Firmenbuch wird festgestellt, dass überwiegend Firmen, die in Nahebeziehung zu den 7 Käufern des ursprünglichen Grundstücks (***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5***) und demzufolge zur ***18*** und deren Gesellschaftern stehen, am Projekt "***14***" beteiligt waren.
Die ***18*** wirbt auf ihrer Homepage seit Jahren mit der Durchführung derartiger Projekte ua auch mit der Projektentwicklung, dem Immobilienmanagement und anderen diversen Leistungen in diesem Zusammenhang und hat viele derartige Projekte abgeschlossen. Gesellschafter der GmbH waren bzw sind ua ***8***, ***3***, ***7***, ***2***, und ***6***.
Bei den als Miteigentümerversammlungen bezeichneten Treffen vom 25.11.2009, 26.4.2010 und 3.11.2011 wurde die beschwerdeführende Partei laut Protokoll bei allen Versammlungen namentlich erwähnt.
Der von der beschwerdeführenden Partei unterfertigte Management- und Geschäftsbesorgungsvertrag ist ohne Datum unterfertigt und gleichlautend den Verträgen der übrigen Interessenten. Als Geschäftsführerin wurde die ***18*** beauftragt.
Das Multi Currency Finanzierungskonzept (datiert mit Jänner 2010) ist bei allen Interessenten gleichlautend.
Mit beglaubigter Vollmacht vom 11.7.2011 bevollmächtige die beschwerdeführende Partei die ***18*** umfassend zur Vornahme sämtlicher Handlungen iZm dem Projekt "***14***".
Der Werkvertrag mit der ***20*** wurde am 24.9.2012 von der Miteigentümerschaft ***14***, vertreten durch die ***18*** unterzeichnet.
Der Bürgschaftsvertrag zwischen der MEG und der Bank wurde von der beschwerdeführenden Partei am 18.1.2013 unterfertigt (Haftung bis zur Höhe von 2,63% des Kreditbetrages).
Anhand der vorliegenden Unterlagen (siehe Pkt. 2 - Beweiswürdigung) wird festgestellt, dass das Projekt "***14***" ein Projekt der ***18*** Gruppe ist. Bereits im Jahr 2009 war das Projekt geplant (siehe auch Prospekt Stand November 2009).
Die Anzeige der Baufertigstellung erfolgte am 16.12.2013.
Die beschwerdeführende Partei ist Investor des Projekts ***14***, mit der Absicht Gewinne aus der späteren Vermietung des Objektes zu lukrieren und hat mit Kaufvertrag vom 1.8.2011 Miteigentumsanteile am Grundstück und am Projekt "***14***" erworben.
Beweiswürdigung
Die obigen Sachverhaltsfeststellungen sind aktenkundig bzw. ergeben sich aus dem durchgeführten Ermittlungsverfahren sowie anhand der Würdigung der vorliegenden Unterlagen.
Darüber hinaus wurde folgende Beweiswürdigung vorgenommen
Projektanbieter, -betreiber und Organisator
Mit unterschiedlichen Rollen und Funktionen traten auf Seiten des Projektanbieters, Projektbetreibers und Organisator folgende Firmen und Personen auf: ***18***, ***22***, ***23***, ***24***, ***25***, ***26***, ***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5***.
Die oben genannten natürlichen Personen sind alle in unterschiedlichen Rollen und Funktionen an den zuvor genannten Gesellschaften beteiligt.
***18*** als Vertreter
Aus den vorliegenden Unterlagen ist ersichtlich, dass an nahezu allen Verträgen, Versammlungen, Anträgen und Beschlüssen die ***18*** bzw. einer ihrer Vertreter oder ihr nahestehende Person beteiligt ist.
Dies einerseits, weil die in der GmbH involvierten Personen selbst Eigentümer von Teilen des Grundstückes sind, andererseits, weil die GmbH im vorhandenen Vertragskonvolut immer wieder als Vertreter bevollmächtigt wurde.
Vorgelegte Honorarnoten an die "MEG ***14***" in den Jahren 2009 - 2011
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Aussteller
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Datum
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Inhalt
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Betrag
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***27***
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3.12.2009
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Beratungsleistungen (1-3 2009)
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12.000 (inkl.)
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***18***
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15.12.2009
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Geschäftsführervergütungen 1-12/2010
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12.000 (USt-frei)
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***18***
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15.12.2009
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Durchführung der Mieterakquision
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60.000 (inkl.)
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***23_3***
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15.12.2009
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Auftrag für Erstellung Multicurrencyfinanzierungs
konzept
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25.000
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***24***
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15.12.2009
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Projektmanagement (2010)
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60.000 (inkl.)
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***23_1***
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16.12.2009
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Finanzierungsvermittlung (1-12/2010)
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100.000
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***8***
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16.12.2009
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Vermietungsgutachten (2010)
|
30.000 (inkl.)
|
***28***
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17.12.2009
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Baureifemachung (2010)
|
12.000 (inkl.)
|
***28***
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12.7.2010
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Baureifemachung (2010)
|
12.000 (inkl.)
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***23_2***
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25.8.2010
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Lt Pkt I Vertrag (1-5/2011)
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60.000 (inkl.)
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***18***
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8.10.2010
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Lt Pkt I Vertrag (6-9/2011)
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84.000 (inkl.)
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***24***
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15.11.2010
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Projektmanagement (2010)
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24.000 (inkl.)
|
***18***
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15.11.2010
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Lt Pkt I Vertrag (10-12/2011)
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72.000 (inkl.)
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***8***
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29.11.2010
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Vermietungsgutachten (2011)
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30.000 (inkl.)
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***27***
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7.12.2010
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Beratungsleistungen
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18.000 (inkl.)
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***18***
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9.12.2010
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Durchführung der Mieterakquisition
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72.000 (inkl.)
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***24***
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10.12.2010
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Projektmanagement (2011)
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96.000 (inkl.)
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***18***
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16.12.2011
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Lt Pkt I Vertrag (2012)
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36.000 (inkl.)
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***18***
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16.12.2011
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Durchführung der Mieterakquisition
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24.000 (inkl.)
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***24***
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16.12.2011
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Projektmanagement (2012)
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18.000 (inkl.)
Alle Rechnungsaussteller sind in Verbindung mit der ***18*** bzw. setzen sich aus den Gesellschaftern/Geschäftsführern zusammen, die in einer Nahebeziehung zu der ***18*** stehen. Die Rechnungen sind alle an die "MEG ***14***, ***14***" gerichtet. Im Zeitpunkt der Rechnungserstellung befand sich das Projekt gerade in Bau.
Es ist davon auszugehen, dass die Rechnungen aus Vereinfachungsgründen an die "MEG ***14***" gelegt worden sind. Einerseits, weil die Rechnungslegung somit einheitlich vorgenommen werden konnte, ohne Rücksicht nehmen zu müssen, welche Personen im jeweiligen Zeitpunkt hinter der "MEG" stehen und andererseits die Bezahlung für die Investoren leichter (bei Nachfragen) nachvollzogen werden hätte können.
Anhand dieser Rechnungen ist auch ersichtlich, dass es sich um eine sehr enge Verflechtung der Firmen und ihrer Gesellschafter bzw. Geschäftsführer handelt.
Die Rechnungen betreffen ua die Erstellung von den mit diesem Projekt in Zusammenhang stehenden Verträgen (vgl. Rg der ***30*** vom 15.12.2009), Beschaffung der Zwischen- und Endfinanzierung, Vorbereitung und Abschluss der Kredit- und Darlehensverträge, etc.
Anhand dieser Honorarnoten ist ersichtlich, dass das Projekt bereits im Jahr 2009 vom Projektanbieter gestartet wurde.
Aufgrund der sehr engen Verflechtung der Firmen und ihrer Gesellschafter bzw. Geschäftsführer ist nach Ansicht des Bundesfinanzgerichtes in Gesamtbetrachtung von einem Projekt der ***18*** auszugehen. Wäre es doch auch sehr umständlich gewesen, hätten die an dem Projekt beteiligten Firmen mehr als einen Ansprechpartner oder würden sogar unkoordiniert bzw. ohne Absprache vorgehen. Es ist nur denklogisch, dass diverse benötigte Verträge, Aufträge, Abläufe und Vorgehensweisen standardisiert sind und somit immer wieder (auch bei anderen Projekten) angewendet werden können und nur mehr auf das konkrete (neue) Projekt geändert werden müssen.
Prospekt Stand 17.11.2009
Das Prospekt bietet einen detaillierten Ausblick auf den zu bauenden Neubau/Wohnhaus. Als Firmen werden einerseits die ***17*** und andererseits der Architekt ***16*** angeführt. Geschäftsführer und Gesellschafter der GmbH sind ebenfalls Gesellschafter/Geschäftsführer des ***18*** Firmengeflechts.
Aufgrund des angeführten Datums ist ersichtlich, dass bereits im Jahr 2009 das Projekt "***14***" geplant war.
Homepage der ***18*** (www.***18***.at)
Die ***31*** wirbt auf ihrer Homepage seit Jahren mit derartigen Projekten ua auch mit der Projektentwicklung, dem Immobilienmanagement und anderen diversen Leistungen
Auszug aus der Hompage der ***18***
[...]
Niederschrift der 1. Miteigentümerversammlung vom 25.11.2009
Am 25.11.2009 fand eine als Miteigentümerversammlung bezeichnete Veranstaltung bezüglich des Bauvorhabens ***14*** statt. Aus der Niederschrift geht hervor, dass bereits durch ***3*** (Gesellschafter der ***31***) der Bebauungsplan mit dem Magistrat vorbesprochen wurde.
Eine Grobkalkulation, die betraglich EUR 4.825.000,00 vorsieht, wird den Anwesenden genannt, wobei für das Überschreiten dieses Betrages ein maximaler Spielraum von 3% festgelegt wird.
Das Protokoll der Versammlung enthält lediglich eine Auflistung der (vermeintlich) teilnehmenden Personen. Nicht alle auf der Liste aufscheinenden Personen, sind später auch Käufer der Anteile der Liegenschaft. Das Protokoll wurde weder von den Teilnehmenden unterschrieben, noch liegt eine Unterschriftenliste bei, noch wird niederschriftlich festgehalten, wie das Stimmverhalten bei den vermeintlich stattgefundenen Abstimmungen gewesen ist.
Die beschwerdeführende Partei wird in der Liste der teilnehmenden Personen zwar angeführt, sie gibt aber selber in der Stellungnahme vom 30.10.2019 an nie an Versammlungen teilgenommen zu haben.
Anhand der Stellungnahme der Investoren ist ersichtlich, dass die Auflistung der Personen nicht mit den tatsächlich anwesenden Personen übereinstimmt.
Das Protokoll ist eine Niederschrift bzw. Gedankenprotokoll einer Informationsveranstaltung betreffend das Projekt "***14***" für potentielle Investoren bzw. zukünftige Interessenten.
MultiCurrency Finanzierungskonzept (datiert Jänner 2010) - standardisiertes Schreiben
Im Akt befindet sich ein Prospekt betreffend die Finanzierung des Projektes. Darin werden zunächst Risiken und Charakteristika allgemein dargestellt. In weiterer Folge wird die Finanzierung anhand des Gesamtinvestitionsvolumen und der Eigenmittel dargestellt.
Derartige Konzepte sind aufgrund der Größe des Projektes durchaus üblich und standardisiert und stellen für Investoren - wenn auch verbindlich - ein Finanzierungskonzept dar und sind Teil der das Projekt betreffenden Unterlagen
Auch dieses Finanzierungskonzept wurde von einer der ***31*** nahen Firma, der ***31*** erstellt.
Das Finanzierungskonzept ist für alle Interessenten und spätere Käufer der Anteile gleich lautend.
Schreiben der ***18*** vom 30.3.2010, 31.1.2011, 9.6.2011, 10.10.2011 und 16.1.2012
Im Zuge des Vorhalts des Bundesfinanzgerichts wurden erstmals mehrere Schreiben (datiert 30.3.2010, 31.1.2011, 9.6.2011, 10.10.2011, 16.1.2012) der ***18*** (unterschrieben von ***3***) adressiert an die "Miteigentümer der MEG ***14***" vorgelegt.
Bei diesen Schreiben handelt es sich lediglich um Informationsschreiben über den Projektstand, die darüber hinaus nicht namentlich adressiert, sondern an die "Miteigentümer der Miteigentümergemeinschaft" adressiert sind.
Niederschrift der 2. Miteigentümerversammlung vom 26.4.2010
Am 26.4.2011 fand eine als 2. Miteigentümerversammlung bezeichnete Veranstaltung bezüglich des Bauvorhabens ***14*** statt. Eine Unterschriftenliste liegt nicht bei. Bei dieser Veranstaltung wurde ein neuer Interessent (zukünftiger Anteilskäufer), die Änderung der Anteile, Besprechung/Abstimmung/Miteigentümervertrag, geänderte Planung sowie Besprechung und Überarbeitung der vorgelegten Ausstattungsbeschreibung als Tagesordnungspunkt vermerkt.
Bei dieser Versammlung traten neue Interessenten hinzu und die zu verteilenden Anteile wurden erhöht. Das Projekt wird erneut ausführlich dargestellt.
Die angeführten Teilnehmer der Versammlung entsprechen den Vertragsparteien des Kaufvertrages vom 1.8.2011.
Die in der Niederschrift aufgelisteten Anteile entsprachen den Anteilen, die die beschwerdeführende Partei mit Kaufvertrag vom 1.8.2011 erworben hat.
Die beschwerdeführende Partei wird in der Liste der teilnehmenden Personen zwar angeführt, sie gibt aber selber in der Stellungnahme vom 30.10.2019 an nie an Versammlungen teilgenommen zu haben.
Aufgrund dieser Aussage ist erwiesen, dass die Anwesenheitsliste nicht den tatsächlich anwesenden Personen entspricht.
Niederschrift der 3. Miteigentümerversammlung vom 3.11.2011
Am 3.11.2011 (nach bereits erfolgtem Anteilserwerb) fand eine als 3. Miteigentümerversammlung bezeichnete Veranstaltung bezüglich des Bauvorhabens ***14*** statt. Bei dieser Veranstaltung wurden neue Interessenten begrüßt, das vergrößerte Projekt präsentiert und eine Neuaufteilung der Anteile vorgenommen. Es wird schriftlich festgehalten, dass ein neuer Miteigentümervertrag vom Management zu erstellen ist. Das (neue) Budget iHv EUR 5.702.500,00 wird dargelegt und die Finanzierungsform festgelegt. Es liegt keine Unterschriftenliste vor.
Die beschwerdeführende Partei war laut Anwesenheitsliste zwar anwesend, war aber ob der Stellungnahme vom 30.10.2019 tatsächlich nicht anwesend.
Die in der Niederschrift aufgelisteten Anteile entsprachen den Anteilen, die die beschwerdeführende Partei schlussendlich (inkl. Erweiterung) erworben hat.
Im Wesentlichen wurde in dieser Versammlung die Erweiterung des Projekts abgehandelt.
Miteigentümervertrag (nicht datiert)
Im Akt aufliegend ist ein als "Miteigentümervertrag" bezeichnetes Dokument. Am Ende des Dokuments befinden sich 28 Unterschriften, die den Käufern des Vertrages vom 1.8.2011 entsprechen.
Laut Vertragsgegenstand liegt der Erwerb in der Zukunft ("…die Vertragsparteien beabsichtigen den Erwerb ideeller Miteigentumsanteile an…") und betrifft lediglich den Erwerb ideeller Miteigentumsanteile an der gemeinschaftlichen Liegenschaft ***EZ*** ***KG***.
Im Vertrag wird die Verwaltung der Liegenschaft der ***18*** als "Geschäftsführer" übertragen (zum Management- und Geschäftsführungsvertrage siehe unten Pkt. O).
Im Wesentlichen wird im Vertrag die Verwaltung der Liegenschaft und die Beschlussmöglichkeiten und Verpflichtungen geregelt und der überwiegende Teil der Rechte und Pflichten dem "Geschäftsführer" übertragen.
Der Zeitpunkt der Erstellung des Miteigentümervertrages konnte nicht festgestellt werden. Aufgrund des 20-jährigen Kündigungsverzichts unter Pkt. VIII ist von einem Erstellungszeitpunkt im Jahr 2011 auszugehen.
Darüber hinaus wird in diesem Vertrag erneut jegliche Verantwortung im Zusammenhang mit dem Projekt "***14***" der ***31*** übertragen. Aus diesem Vertrag ist ersichtlich, dass die Investoren jegliche Verantwortung und alle Entscheidungen betreffend das Projekt "***14***"abgeben wollten.
Die Miteigentümer verzichten weiters im Hinblick auf die beabsichtigte Erzielung durch gemeinschaftliche Verwertung der Liegenschaft ua. im Vertrag für sich und ihre Rechtsnachfolger für die Dauer von 20 Jahren auf das Recht die MEG aufzuheben, die Teilung der gemeinschaftlichen Liegenschaft zu verlangen, auf die Begründung von Wohnungseigentum an den auf der gemeinschaftlichen Liegenschaft errichteten Gebäude.
Antrag auf Baubewilligung vom 20.3.2012
Der Antrag wurde zwar von der MEG gestellt, vertreten wurde diese aber wieder von der ***18***. Wer Teil der Miteigentümergemeinschaft sein soll, ist nicht ersichtlich. Dass der Antragsteller lediglich als "MEG" bezeichnet wurde, war nach Ansicht des Bundesfinanzgerichts eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagt doch diese Bezeichnung nichts über die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse aus.
Darüber hinaus ist der Antrag auf Baubewilligung nach erfolgtem Anteilserwerb der beschwerdeführenden Partei vom 1.8.2011 gestellt worden und ist demzufolge für die Frage ob im Zeitpunkt des Erwerbes der Anteile die Bauherreneigenschaft vorliegt unbeachtlich.
Verhandlungsschrift vom 23.10.2012
In der Bauverhandlung am 23.10.2012 sind - im Gegensatz zum Antrag - ***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5*** als Bauwerber (glz Grundeigentümer lt Grundbuch) vermerkt. Sie werden vertreten durch ***32*** (MP und TS).
Gegenstand der Verhandlung war der Antrag von ***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5***, alle vertreten durch die ***32*** um die Erteilung der Baubewilligung für den Neubau eines 6-geschoßigen Wohnhauses mit Dachgeschoßausbau und einer 2 geschoßigen Tiefgarage in ***29***, ***14*** auf dem Grundstück Nr. ***21***, ***EZ***, ***KG***. Die restlichen Investoren scheinen namentlich nicht auf.
Auch hier wird darauf hingewiesen, dass bereits mit 1.8.2011 Eigentum erworben worden ist. Demzufolge muss auf die Frage ob zu diesem Zeitpunkt Bauherreneigenschaft vorliegt, nicht mehr eingegangen werden.
Bescheid - Baubewilligung vom 16.11.2012
Dem Antrag (namentlich genannt: ***8***, ***3***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** und ***5***) auf Baubewilligung wurde stattgeben. Die restlichen Investoren scheinen in der Baubewilligung namentlich jedoch nicht auf. Es ist davon auszugehen, dass diese Vorgehensweise gewählt wurde, da im Grundbuch zu diesem Zeitpunkt der Kauvertrag vom 9.11.2011 noch nicht verbüchert war. Wären die tatsächlichen Miteigentümer Bauherren gewesen, wäre es nur logisch, dass - wenn auch vertreten - diese zumindest namentlich aufscheinen würden, oder zumindest ein diesbezüglicher Vermerk angeführt wäre.
Da bereits mit 1.8.2011 Eigentum erworben worden ist, muss auf der Frage ob zu diesem Zeitpunkt Bauherreneigenschaft vorliegt, nicht mehr eingegangen werden.
Management- und Geschäftsführervertrag
Die Verträge sind Musterverträge und bei allen Interessenten ident, lediglich der "Auftraggeber" (hier die beschwerdeführende Partei) musste ausgefüllt werden.
Der Vertrag wurde von der beschwerdeführenden Partei (ohne Datum) unterzeichnet.
Abgeschlossen wurde der Vertrag zwischen einem Auftraggeber (beschwerdeführende Partei) und der ***18*** als "Geschäftsführer".
In diesem Vertrag wird ua zunächst festgehalten, dass die Miteigentümer den Beschluss gefasst haben ein neues Objekt zu errichten, zum ausschließlichen Zweck der gewinnbringenden Vermietung an Dritte bzw. zur Einnahmenerzielung.
Darüber hinaus wird festgehalten, dass der ***18*** als "Geschäftsführer" umfassende Aufgaben, Rechte und Pflichten übertragen wurden.
Auch das ist ein Indiz dafür, dass die beschwerdeführende Partei lediglich als Investor und nicht als Bauherr auftreten wollte. Die mit dem Projekt zusammenhängenden Aufgaben, Rechte und Pflichten wurden (umfassend) aus der Hand gegeben. Das Projekt befand sich bereits seit 2009 von der ***18*** Gruppe (die nunmehr als "Geschäftsführer" beauftragt wurde) in Planung, lange vor Kenntnis der beschwerdeführenden Partei.
Die übertragenen Leistungen an den "Geschäftsführer" waren auszugweise:
Geschäftsführerleistungen bis zur Baufertigstellung (ua Beauftragung zur Kaufvertragserstellung, Überwachung der Kaufabwicklung, Vertretung der Auftraggeber gegenüber Behörden, Gerichte und Dritten, Führung aller mit der Zahlung von Rechnungen zusammenhängenden erforderlichen Verhandlungen; Erstellung der Endabrechnung; Verwaltung der Liegenschaft, etc)
Technische Betreuung der Errichtung des neuen Gebäudes
Finanzierung des gesamten Projektes (Erstellung Finanzierungskonzept, Arbeiten iZm Krediten)
Tätigkeiten iZm Vermietung des neuen Objektes
Zusatzleistungen (Beauftragung der steuerlichen Beratung und Vertretung für die MEG, Beauftragung der Erstellung eines Projekt-Steuergutachtens, Beratung in steuerlichen Angelegenheiten)
Bereich hinkünftige Geschäftsführung und Vertretung
Diese Aufgabenübertragung spiegelt die generellen beworbenen Tätigkeiten der ***18*** Immobilien 1:1 wieder (siehe Punkt E - Homepage).
Der "Geschäftsführer hat sich darüber hinaus verpflichtet sämtliche Handlungen und Rechtsgeschäfte, die zur Realisierung und Abwicklung des Projekts notwendig und zweckmäßig sind, im Namen der Auftraggeber und auf ihre Rechnung vorzunehmen.
Als Entgelt wurde 18% von der budgetierten Gesamtinvestitionssumme vereinbart.
Auch dieser Vertrag zeigt aufgrund der umfassenden Übertragung der Rechte und Pflichten an den "Geschäftsführer" (***18***), dass es sich bei den Auftraggebern lediglich um Investoren handelt. Jegliche Einflussnahme auf das Projekt wurde ihnen mittels dieses Vertrages aus der Hand genommen.
Mailverkehr Steuerberater mit der belangten Behörde
Laut Schreiben vom 28.3.2014 (E-Mail von ***3*** an Steuerberatung in Beantwortung der Fragen der Prüferin) gab es keine Unterlagen die das Projekt beworben haben.
Dies widerspricht jeglicher Lebenserfahrung, da doch zahlungskräftige Investoren gefunden werden mussten und nicht davon auszugehen ist, dass einzelne Interessenten willkürlich ausgewählt wurden. Darüber hinaus wirbt die Firmengruppe bereits auf der Homepage mit derartigen (zukünftigen) Anlageobjekten. Es ist daher davon auszugehen, dass das Projekt "***14***" ebenfalls beworben wurde, um willige und zahlungskräftige Investoren zu finden.
Selbst wenn Investoren direkt angesprochen wurden oder mittels Mundpropaganda geworben wurden, ist davon auszugehen, dass Prospekte und Unterlagen vorgelegen sind.
In diesem Schreiben wurde ebenfalls angeführt, dass sich der Erwerbsvorgang auf eine Veranlagungsform mit der Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung richtete. Auch daraus kann geschlossen werden, dass es sich bei den Käufern lediglich um Investoren handelte, die die Erzielung einer guten Rendite anstrebten, aber nicht um Bauherren, die Einfluss auf die Gestaltung des zu bauenden Objektes haben wollten.
Schlussrechnung vom 5.5.2014
Die Schlussrechnung der ***20*** belief sich auf EUR 3.900.398,40 (brutto) und war an die "Miteigentümergemeinschaft ***14***" adressiert. Eingelangt ist die Schlussrechnung bei der ***17*** (Geschäftsführer sind ***3*** und ***5***).
Vorhaltsbeantwortung Architekt vom 26.9.2019
Nach Auskunft des Architekten wurde das Projekt "***14***" in Zusammenarbeit mit der ***17*** im November 2009 gestartet. Der Entwurf wurde am 14.2.2011 und in Überarbeitung am 2.5.2011 und 20.6.2011 dem Gestaltungsbeitrat der Stadt ***29*** vorgelegt. Mit 20.6.2011 wurde der Entwurf vom Gestaltungsbeirat zur Einreichung freigegeben.
Anhand der vorgelegt Unterlagen ist ersichtlich, dass Kontakte immer mit Personen oder Firmen im Zusammenhangmit der ***18*** gepflegt wurden.
In Erscheinung getreten ist entweder der Architekt in Vertretung ***18*** Bauträger, die ***18***, die ***17*** oder einzelne Personen wie zB ***3***, ***8***, ***2***, ***7***, ***6***, ***4*** oder ***5*** unter der Bezeichnung MEG ***14***.
Vorhaltsbeantwortung beschwerdeführende Partei
Mit Schreiben vom 30.10.2019 beantwortete die rechtsfreundliche Vertretung die Fragen im Zusammenhang mit dem Projekt "***14***", indem sie ein Konvolut an Unterlagen übermittelte. In der Stellungnahme wird argumentativ an der Stellung eines Bauherrn festgehalten und auf die Beschwerde verwiesen. Die beschwerdeführende Partei bestätigt, dass es Prospekte gegeben hat und diese im September 2011 erhalten habe.
Darüber hinaus wurde im Wesentlichen auf das Schreiben der Kanzlei verwiesen.
Die beschwerdeführende Partei führte darüber hinaus aus, Geld anlegen zu wollen. Er sei selber bei keiner Sitzung persönlich anwesend gewesen und habe keinerlei Einfluss auf das Projekt genommen.
Nach Fertigstellung des Projekts gab es noch eine Eigentümerversammlung und eine Besichtigung des fertigen Gebäudes.
Diese Stellungnahme unterstützt nach Ansicht des Bundesfinanzgerichts einmal mehr die Leitung des Projekts der ***18***.
Eine Einflussnahme im Sinne eines Bauherrn durch die beschwerdeführende Partei war nicht erwünscht und ist auch nicht erfolgt.
Vorhaltsbeantwortung vom 9.6.2020
Mit Schreiben vom 9.6.2020 nahm die rechtsfreundliche Vertretung erneut Stellung und wiederholte ihr Vorbringen, dass die Bauherreneigenschaft vorläge und aufgrund der Teilnahme in den als Miteigentümerversammlung bezeichneten Veranstaltungen dieser Zeitpunkt jeweils als Stichtag heranzuziehen sei.
Darüber hinaus wurde ausgeführt, dass die von der Außenprüfung herangezogenen Kosten für die Bemessungsgrundlage iHv EUR 1.446.903,03 im Zusammenhang mit dem Projekt stehen. Allerdings würden sie ihrem Inhalt und Umfang nach weder (steuerliche) Anschaffungskosten noch (steuerliche) Herstellungskosten darstellen und führten zu sofort absetzbaren Werbungskosten, weshalb sie nicht im Anlageverzeichnis aufschienen.
Mit diesem Schreiben wurden somit diese Kosten als "Kosten im Zusammenhang mit dem Projekt" anerkannt.
Vorhaltsbeantwortung vom 30.8.2021
Mit Schreiben vom 30.8.2021 nahm die rechtsfreundliche Vertretung zur Berechnung der Projektkosten des Bundesfinanzgerichts Stellung und führte im Wesentlichen aus, dass die Berechnung nicht unrichtig sein möge, allerdings keine Gegenleistung iSd § 5 GrEStG 1987 vorliege.
Zusammenfassung
Nach dem Gesamtbild der Verhältnisse geht des Bundesfinanzgerichts von einem Immobilienprojekt der ***18*** Gruppe aus. Die Planung, Ausführung und auch das Auftreten nach Außen erfolgte immer durch die ***18*** selber, einer im Naheverhältnis stehenden Firma oder einen der Verantwortlichen dieser Gruppe.
Um ein einheitliches Bild nach außen zu gewährleisten, wurde der Begriff "MEG ***14***" für Ansuchen, Anträge etc gewählt.
Die beschwerdeführend Partei wollte nicht nur ein "nacktes Grundstück" erwerben, sondern Anteile an einem bereits geplanten Objekt zur reinen Investition und Geldanlage.
Rechtliche Beurteilung
3.1. § 201 BAO - Festsetzung der Abgaben
Ordnen die Abgabenvorschriften die Selbstberechnung einer Abgabe durch den Abgabepflichtigen an oder gestatten sie dies, so kann gem. § 201 Abs. 1 BAO in der derzeit geltenden Fassung nach Maßgabe des Abs. 2 und muss nach Maßgabe des Abs. 3 der genannten Bestimmung auf Antrag des Abgabepflichtigen oder von Amts wegen eine erstmalige Festsetzung der Abgabe mit Abgabenbescheid erfolgen, wenn der Abgabepflichtige, obwohl er dazu verpflichtet ist, keinen selbst berechneten Betrag der Abgabenbehörde bekannt gibt oder, wenn sich die bekanntgegebene Selbstberechnung als nicht richtig erweist.
Gem. § 201 Abs. 2 Z 3 BAO kann die erstmalige Festsetzung einer Abgabe mit Abgabenbescheid erfolgen, wenn kein selbstberechneter Betrag bekannt gegeben wird oder wenn bei sinngemäßer Anwendung des § 303 leg.cit. die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Verfahrens von Amts wegen vorliegen würden.
Bezogen auf den "Neuerungstatbestand" des § 303 BAO ist es somit erforderlich, dass für die Abgabenbehörde im Verfahren nicht geltend gemachte Tatsachen oder Beweismittel neu hervorkommen, wenn die Kenntnis dieser Umstände allein oder in Verbindung mit dem sonstigen Ergebnis des Verfahrens einen im Spruch anders lautenden Bescheid herbeigeführt hätte. Voraussetzung für die Festsetzung ist daher, dass entscheidungserhebliche Tatsachen oder Beweismittel der Abgabenbehörde im Zeitpunkt der Bekanntgabe des selbstberechneten Betrages noch nicht bekannt waren und dass diese Umstände nachträglich neu hervorkommen - etwa im Zuge einer Außenprüfung (vgl. Ritz, BAO6, § 201, Tz 37).
Mit Bescheiden vom 13.8.2011 hat die belangte Behörde die Grunderwerbsteuer betreffend den Kaufvertrag 1.8.2011 mit ***2***, ***3***, ***4***, ***5***, ***6***, ***7*** und ***8*** festgesetzt und den Antrag gem. § 17 GrEStG 1987 auf Nichtfestsetzung der Grunderwerbsteuer abgewiesen.
Darüber hinaus hat die belangte Behörde mit Bescheiden vom 12.8.2011 die Grunderwerbsteuer betreffend den Kaufvertrag vom 7.2.2013 mit ***2***, ***3***, ***4***, ***5***, ***6***, ***7*** und ***8*** mit jeweils EUR 0 festgesetzt.
In den bekämpften Bescheiden hat die Abgabenbehörde jene Tatsachen dargestellt, die auf Grund des Vertragsnachtrages sowie der Erhebungen des Finanzamtes hervorgekommen sind, und zu Abweichungen von der Selbstberechnung der beschwerdeführenden Partei führten. Da die angeführten neu hervorgekommenen Tatsachen - aufgrund der bei der durchgeführten Prüfung übermittelte Unterlagen, Verträge, Protokolle etc. - zur Ermittlung von gegenüber der durch die beschwerdeführende Partei durchgeführten Selbstberechnung abweichenden Bemessungsgrundlagen führten, weshalb deren Entscheidungsrelevanz nicht geleugnet werden kann, war die erstmalige Festsetzung der Abgaben begründet.
Die Entscheidung liegt im Ermessen. Entscheidungen, die die Abgabenbehörden nach ihrem Ermessen zu treffen haben (Ermessensentscheidungen), müssen sich § 20 BAO zufolge in den Grenzen halten, die das Gesetz dem Ermessen zieht. Innerhalb dieser Grenzen sind Ermessensentscheidungen nach Billigkeit und Zweckmäßigkeit unter Berücksichtigung aller in Betracht kommenden Umstände zu treffen.
Unter "Billigkeit" versteht die ständige Rechtsprechung die "Angemessenheit in Bezug auf berechtigte Interessen der Partei", unter Zweckmäßigkeit das "Öffentliche Interesse, insbesondere an der Einbringung der Abgaben" (vgl. Ritz, BAO6, § 20, Tz 7).
Die maßgebenden Kriterien für die Übung des Ermessens ergeben sich aus der Ermessen einräumenden Bestimmung. Im gegebenen Zusammenhang ist daher primär der Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung bei der Ermessensübung zu berücksichtigen.
Da sich die aus dem Festsetzungsbescheid ergebende Nachforderung an Grunderwerbsteuer weder absolut noch in Relation zur bisherigen Selbstberechnung als geringfügig darstellt, erweist sich die im Rahmen der Abgabenfestsetzung getroffene Maßnahme, die einer Richtigstellung der Bemessungsgrundlage und der darauf entfallenden Abgabe dienen, als dem Sinn der anzuwendenden Norm des § 201 BAO entsprechend und damit weder unzweckmäßig noch unbillig.
Die (erstmaligen) Festsetzungen gem. § 201 BAO erfolgten demzufolge zu Recht.
3.2. Beurteilung Dissolutionsvertrag - Ergänzender Vertrag vom 7.2.2013 zum Kaufvertrag vom 1.8.2011
Strittig ist im vorliegenden Fall, ob die Voraussetzungen für die Nichtfestsetzung von Grunderwerbsteuer in Folge einer Rückgängigmachung eines Kaufvertrages vorliegen und die Abgabenbehörde zu Recht das als Kaufvertrag bezeichneten Schriftstück vom 7.2.2013 als Ergänzung zum Kaufvertrag vom 1.8.2011 gewertet hat. Insbesondere ist zu klären, ob die Veräußerer mit der Stornierung wieder die volle freie Verfügungsmacht über die Liegenschaft erlangt haben und somit ein Fall des § 17 GrEStG 1987 vorliegt.
Das Bundesfinanzgericht geht aufgrund der vorliegenden Unterlagen und des festgestellten Sachverhaltes bei dem als mit Kaufvertrag bezeichneten Schriftstück vom 7.2.2013 von einer Ergänzung des Kaufvertrages vom 1.8.2011 aus und folgt somit der Ansicht der Abgabenbehörde.
Jeder Erwerbsvorgang löst grundsätzlich selbstständig die Grunderwerbsteuerpflicht aus. Jeder Erwerbsvorgang bildet einen in sich abgeschlossenen Steuerfall, dessen gesetzliche Tatbestandsmerkmale auch hinsichtlich eines Befreiungstatbestandes je für sich gesondert zu würdigen sind. Bei mehreren Erwerbsvorgängen ist grundsätzlich jeder Erwerbsvorgang, worunter nicht erst das Erfüllungs-, sondern schon das Verpflichtungsgeschäft zu verstehen ist, grunderwerbsteuerpflichtig (vgl. Fellner, Gebühren und Verkehrsteuern, Band II, § 1 GrEStG 1987, Rz 74, und die dort dargestellte hg. Judikatur).
Das Gesetz bindet, wie schon oben ausgeführt, die Steuerpflicht schon an den Erwerb des Rechtstitels zur (späteren) Übereignung und damit an das erste, im Rechtsleben in Erscheinung tretende Ereignis, nämlich an die Begründung des Übereignungsanspruches, also an das Verpflichtungsgeschäft, und nicht erst an das Erfüllungsgeschäft der Eintragung des Eigentumsrechtes für den Erwerber in das Grundbuch. Beim Tatbestand nach § 1 Abs. 1 Z 1 GrEStG ist also grundsätzlich der Rechtsvorgang steuerpflichtig, durch den jemand (Erwerber oder Berechtigter) einen (unbedingten) Rechtsanspruch auf Übereignung eines Grundstückes oder Grundstücksanteiles (§ 1 Abs. 1 Z 1 GrEStG) oder eines Rechtes auf ein Grundstück oder auf einen Übereignungsanspruch (§ 1 Abs. 1 Z 2 - 5 GrEStG) erlangt (vgl. Fellner, a.a.O., § 1 GrEStG 1987, Rz 123, und die dort dargestellte hg. Judikatur).
Gem. § 17 Abs. 1 Z. 1 GrEStG 1987 wird die Steuer auf Antrag nicht festgesetzt, wenn der Erwerbsvorgang innerhalb von drei Jahren seit der Entstehung der Steuerschuld durch Vereinbarung, durch Ausübung eines vorbehaltenen Rücktrittsrechtes oder eines Wiederkaufsrechtes rückgängig gemacht wird. Ist die Steuer bereits festgesetzt, so ist nach Abs. 4 leg. cit. die Festsetzung entsprechend abzuändern.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes (vgl. z.B. hg. Erkenntnis vom 29. Oktober 1998, 98/16/0115, 0116) ist ein Erwerbsvorgang dann rückgängig gemacht, wenn sich die Vertragspartner derart aus ihren vertraglichen Bindungen entlassen haben, dass die Möglichkeit der Verfügung über das Grundstück nicht beim Erwerber verbleibt, sondern der Veräußerer seine ursprüngliche Rechtsstellung wieder erlangt. Ein Erwerbsvorgang ist also nur dann rückgängig gemacht, wenn der Verkäufer jene Verfügungsmacht über das Grundstück, die er vor Vertragsabschluss innehatte, wieder erlangt hat.
Bei der gegebenen Vertragsgestaltung kann nicht davon gesprochen werden, dass die Verkäufer, die Möglichkeit wiedererlangt hätten, das Grundstück einem Dritten zu verkaufen. Dies ergibt sich schon aus der zeitlichen Abfolge nämlich, dass die Verkäufer die Dissolutionsvereinbarung erst am 4.11.2013 also 9 Monate nach "erneutem" Verkauf unterfertigt haben (vgl. VwGH 30.3.2000, 99/16/0403).
Den Ausführungen in der Beschwerde, dass ein komplett neues Projekt geplant wurde, kann nicht gefolgt werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einer flächenmäßigen Erweiterung durch Zukauf eines kleinen Teiles des Nachbargrundstückes und grundsätzlicher Planung eines Wohn- und Bürogebäudes mit Tiefgaragenplätzen, eine neue optimierte Aufteilung erfolgt und eine dementsprechende Umplanung stattfinden muss.
Grundsätzlich ist es aus Sicht der Vertragserrichter (einfachere Gestaltung, leichtere Lesbarkeit) verständlich, dass versucht wurde einen neuen Vertrag aufzusetzen (erforderliche Neuaufteilung der Anteile, für die Neuberechnung einfacher). Die Verringerung bzw. Anpassung der Anteile ist eine logische Schlussfolgerung der hinzukommenden 2 Käufer und flächenmäßigen Erweiterung. Ein erstmaliger Verkauf liegt dennoch nicht vor.
Das Bundesfinanzgericht kommt daher aufgrund der zeitlichen Abfolge zu dem Ergebnis, dass der Erwerbsvorgang nicht - wie gem. § 17 GrEStG 1987 gefordert - rückgängig gemacht wurde und das als Kaufvertrag bezeichnete Schriftstück vom 7.2.2013 - wie von der belangten Behörde beurteilt - lediglich eine Ergänzung zum Kaufvertrag vom 1.8.2011 darstellt.
3.3. Anteilserwerb - Bauherreneigenschaft
Gem. § 1 Abs. 1 Z 1 GrEStG 1987 unterliegt der Grunderwerbsteuer ein Kaufvertrag oder ein anderes Rechtsgeschäft, das den Anspruch auf Übereignung begründet, soweit sich dieser Rechtsvorgang auf inländische Grundstücke bezieht.
Am 1.8.2011 hat die beschwerdeführende Partei Anteile am Grundstück ***14*** erworben.
Nach § 4 Abs. 1 GrEStG 1987 ist die Steuer vom Wert der Gegenleistung zu berechnen. § 5 Abs. 1 Z 1 GrEStG 1987 bestimmt, dass Gegenleistung bei einem Kauf der Kaufpreis einschließlich der vom Käufer übernommenen sonstigen Leistungen und der vom Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen ist.
Der Begriff der Gegenleistung im Sinne der §§ 4 und 5 GrEStG 1987 ist ein dem Grunderwerbsteuerrecht eigentümlicher Begriff, der über den bürgerlich-rechtlichen Begriff der Gegenleistung hinausgeht und im wirtschaftlichen Sinn (§ 21 BAO) zu verstehen ist (VwGH 25.8.2005, 2005/16/0104; VwGH 26.6.2003, 2003/16/0077).
Für die Beurteilung der Gegenleistung kommt es somit nicht auf die äußere Form der Verträge, sondern auf den wahren wirtschaftlichen Gehalt an, der nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise zu ermitteln ist. Unter einer Gegenleistung ist daher jede geldwerte entgeltliche Leistung zu verstehen, die für den Erwerb des Grundstückes zu zahlen ist (VwGH 25.8.2005, 2005/16/0104; vgl auch Fellner, Grunderwerbsteuer-Kommentar15 zu § 5 GrEStG 1987 Rz 5 mit weiteren Nachweisen der Rsp des VwGH).
Normen und Schlagworte
- § 1 Abs. 1 Z 1 GrEStG 1987, Grunderwerbsteuergesetz 1987, BGBl. Nr. 309/1987
- § 4 Abs. 1 GrEStG 1987, Grunderwerbsteuergesetz 1987, BGBl. Nr. 309/1987
- § 5 Abs. 1 Z 1 GrEStG 1987, Grunderwerbsteuergesetz 1987, BGBl. Nr. 309/1987
- § 201 Abs. 1 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 17 GrEStG 1987, Grunderwerbsteuergesetz 1987, BGBl. Nr. 309/1987
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- BFG-Entscheidungen
- Dokumenttyp
- Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
- Geschäftszahl
- RV/7100210/2015
- ECLI
- ECLI:AT:BFG:2021:RV.7100210.2015
- Stammnummer
- 134780
- Gültig
- 03.11.2021 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:13
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF