Findok · BFG-Entscheidungen
BFG RS/7100029/2021
Zurückgenommenerklärung einer mangelhaften Säumnisbeschwerde
geltende FassungSäumnisbeschwerde - Einzel - BeschlussRS/7100029/2021vom 11.05.2021Teil 1 von 2
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.
Rechtssatz
Wie der Verwaltungsgerichtshof in ständiger Rechtsprechung entscheidet, kommt einer E-Mail im Anwendungsbereich der BAO (in Bezug auf die von den Abgabenbehörden des Bundes zu vollziehenden Aufgaben) nicht die Eigenschaft einer Eingabe zu, wobei es sich nicht einmal um eine einem Formgebrechen unterliegende, der Mängelbehebung gemäß § 85 BAO zugängliche Eingabe handelt. Ein mit E-Mail eingebrachtes Anbringen löst weder eine Entscheidungspflicht der Behörde aus, noch berechtigt es die Behörde, eine bescheidmäßige Entscheidung zu fällen, die von einem Anbringen abhängig ist. Die Abgabenbehörde ist nicht einmal befugt, das "Anbringen" als unzulässig zurückzuweisen, weil es sich bei einer solchen E-Mail eben nicht um eine Eingabe an die Behörde handelt.
Einer E-Mail kommt die Eigenschaft einer Eingabe auch dann nicht zu, wenn das Finanzamt (oder das Bundesfinanzgericht) ein derartiges Anbringen (zunächst) in Bearbeitung nimmt oder ein Bescheid die E-Mail-Adresse des Referenten anführt.
Nur der Spruch eines Bescheides, nicht aber allein dessen Begründung ist einem Rechtsmittel zugänglich.
Wortlaut laut Findok
BESCHLUSS
Das Bundesfinanzgericht hat durch die Richterin Elisabeth Wanke in der Beschwerdesache betreffend Säumnisbeschwerde des ***1*** ***2***, ***3*** ***4***, ***5***, Ungarn, vom 30.3.2021, beim Bundesfinanzgericht eingelangt am 9.4.2021, wegen behaupteter Verletzung der Entscheidungspflicht (offenbar) durch das Finanzamt Österreich, 1030 Wien, Marxergasse 4, betreffend "Nichtzahlung der Familienbeihilfe trotz bestätigtem Anrecht darauf sowie aufgehobenem Haftungsbescheid und Nichtbeantwortung eingebrachter Beschwerden (- Säumnisbeschwerde - Gerichtsbeschluß BFG - Abweisungsbescheid - Vorlageantrag - Aufhebungsbescheid)," zur Versicherungsnummer ***6*** bzw. Abgabenkontonummer 08 ***7*** beschlossen:
I. Die Beschwerde wird gemäß § 85 Abs. 2 BAO als zurückgenommen erklärt.
II. Gegen diesen Beschluss ist gemäß Art. 133 Abs. 9 B-VG i.V.m. Art. 133 Abs. 4 B-VG und § 25a VwGG eine Revision nicht zulässig.
Begründung
Säumnisbeschwerde
Beim Bundesfinanzgericht langte am 9.4.2021 folgende mit 30.3.2021 datierte Säumnisbeschwerde ein, die vom Beschwerdeführer (Bf) ***1*** ***2*** selbst, und nicht durch dessen rechtsfreundlichen Vertreter, beim Bundesfinanzgericht auf dem Postweg eingebracht wurde (Hervorhebungen wie im Original):
Säumnisbeschwerde des ***1*** ***2*** ***6***
Abgabennummer 08 ***7*** gegen das Finanzamt 1130, Marxergasse 4, 1030
Betreffend:
Nichtzahlung der Familienbeihilfe trotz bestätigtem Anrecht darauf sowie aufgehobenem Haftungsbescheid
und Nichtbeantwortung eingebrachter Beschwerden (- Säumnisbeschwerde - - Gerichtsbeschluß BFG - Abweisungsbescheid - Vorlageantrag - Aufhebungsbescheid),
insbesonders im Zusammenhang mit der formal unzureichenden Begründung des Aufhebungsbescheids zu Haftungsbescheid und ohne Berücksichtigung der Beschwerden gegen jene Bescheide, die das Finanzamt seinem Haftungsbescheid zugrundegelegt hatte mit deren Begründungen wie begründet und nicht anders
und das Finanzamt über Fristversäumnisse bis zu anhaltender Verweigerung bis zuletzt erkennen ließ, den von handelnden Personen zum Ausdruck kommenden Vorsatz der fortgesetzten wirtschaftlichen Schädigung verbunden mit einer Vielzahl rechtswidriger Handlungen.
Hiezu begründen wir wie folgt
mittels Säumnisbeschwerde 30.03.2021, sowie Beilagen,
und verweisen auch auf die aus Vorzeit seit 02/2017 vorliegenden Unterlagen sowohl bei Finanzamt als auch dem Bundesfinanzgericht bis zuletzt
den dem
Haftungsbescheid 20.02.2020 entgegengesetzte Beschwerden, den Vorlageantrag und den Aufhebungsbescheid durch das Finanzamt 1130 Wien, bislang schließend mit der Eingabe und Ausführungen unserer rechtsfreundlichen Vertretung RA Dr ***8*** ***9*** 17.02.2021, wie an das Finanzamt ergangen, ohne daß der Zahlungsverpflichtung seitens des Finanzamtes nachgekommen wurde, bzw ausstehende Beschwerdevorentscheidungen/Bescheidevorlagen an das BFG oder Erfüllung, folgend den Beschwerden, der Säumnisbeschwerde und dem Vorlageantrag, nachgekommen worden wäre, insbesondere betreffend unserer zu Recht erhobenen und begründeten Beschwerden gegen jene 2 Bescheide, die das Finanzamt dem Haftungsbescheid 20.02.2020 zugrundegelegt hatte.
Alle zahlreichen Versuche unsererseits einer unaufgeregten korrekten Beilegung wurden bislang vom Finanzamt ignoriert.
Mit freundlichen Grüßen
***1*** ***2*** - ***10*** ***2***
Das Schreiben enthält keine Anschrift. Auf dem in ***4***, Ungarn, am 1.4.2021 eingeschrieben zur Post gegebenen Briefkuvert steht, dass der Absender ***1*** ***2***, ***3*** ***4***, ***5***, Ungarn sei.
Beilagen
Beigefügt war ein Konvolut von Unterlagen wie folgt:
E-Mail vom 30.3.2021
E-Mail vom 30.3.2021 von ***1*** ***2*** an Christian Lenneis (Präsident des BFG):
FB Saeumnisbeschwerde ***1*** ***2*** ***6*** ***7*** bzw 08-***13*** und ***10*** ***2***
Sehr geehrte Damen und Herren,
voraus der eingeschriebenen Sendung 01.04.2021 uebermittle ich Ihnen per mail, mit Beilagen beschraenkt auf die amtlich signierten Bestaetigungen des Finanzamtes fuer zuerkannte FB
2017 mit 11 Anteilen daraus seit 02/2017
2018
2019
2020
2021 bisher 3-4 Anteile der rechtswidrig bis 08/2021 befristet zuerkannten FB
sowie die quasi amtlich signierten Unbedenklichkeitsbescheinigungen fuer ***1*** ***2*** und ***10*** ***2*** betreffend keine Schuld beim FA.zur Ersteinsicht ohne datenmaessig ueberfordernder online-Uebermittlung, uebermitteln aber mit Einschreiben Saeumnisbeschwerde volle Beilagen, falls Ihnen die Einsicht in die, zwar fast ausschliesslich ueber BFG zugeleiteten Beschwerden, Eingaben, Nachweise schwer oder nicht moeglich sein sollte wie
01 .02.2020 FB Antrag FinanzOnline ***1*** ***2*** fuer ab 02/2017
01 .02.2020 Verzichtserklaerung ***10*** ***2*** auf Anspruch F zugusten ihres Ehegatten und Kindesvaters
18.02.2020 Zuerkennung FB an ***1*** ***2*** ohne Einschraenkung jedoch rechtswidrig bis 08/2021 befristet ohne Begruendung,
20.02.2020 Haftungsbescheid zugestellt 24.02.2020,
28.02.2020 Beschwerden und nachfolgende, bzw Ergaenzungen, Neuerungen,
08.09.2020 Saeumnisbeschwerde,
22.09.2020 Beschluss des BFG,
09.10.2020 Beschwerdevorentscheidung,
01 .11 .2020 Vorlageantrag,
22.12.2020 Aufhebungsbescheíd,
22.12.2020 Beschwerdevorentscheidung,
17.02.2021 Entsprechung, Stellungnahme und Einspruch mit Fristsetzung 15.03.2021
Mit freundlichen Gruessen
***1*** ***2***/***10*** ***2***
+43 664 ***14*** ***15***@gmail.com
melléklet
PDF-Zeichen noname 20k
PDF-Zeichen 14012021 Abfrage FB 2017.pdf 404K
PDF-Zeichen 14012021 Abfrage FB 2018.pdf 404K
PDF-Zeichen 14012021 Abfrage FB 2019.pdf 404K
PDF-Zeichen 14012021 Abfrage FB 2020.pdf 404K
PDF-Zeichen 2021 01 bis 08.pdf 409K
PDF-Zeichen 14012021 Bescheinigung keine Schuld SzT.pdf 476K
PDF-Zeichen 14012021 Bescheinigung keine Schuld WT.pdf 476K
Säumnisbeschwerde vom 30.3.2021
An das
Bundesfinanzgericht
Republik Österreich
Hintere Zollamtsstrasse 2b
A-1030 Wien - 30.03.2021
Eingeschrieben übersandt 01.04.2021 nach Vorausübermittlung per email Adresse ***@bfg.gv.at an das Bundesfinanzgericht.
SÄUMNISBESCHWERDE gegen das Finanzamt 1130, Marxergasse 4, 1030 Wien
Das Bundesfinanzgericht wird angerufen aufgrund Säumigkeit des Finanzamtes,
1)
dem Finanzamt in möglichst kürzest möglicher Frist aufzutragen, Familienbeihilfe, rechtswirksam zuerkannt als schuldend seit 02/2017 bis nunmehr weiter anhaltend bis bereits 04.2021
dem Antragsteller und bewilligten FB-Bezieher ***1*** ***2*** auf das dem Finanzamt bekannte Konto bei Bank Austria zu überweisen.
2)
Da die Begründung des FA in Aufhebung des Haftungsbescheides gegen ***1*** ***2*** nur allgemein gehalten ausführt ist
"Da die inhaltliche Rechtswidrigkeit eine nicht bloß geringfügige Auswirkung hat, war die Aufhebung des im Spruch bezeichneten Bescheides von Amts wegen zu verfügen"
erfüllt sie
erstens nicht die geforderten Anforderungen an eine Begründung eines Bescheides, wie vom Verwaltungsgerichtshof unmißverständlich festgelegt,
"Die Begründungserfordernisse für einen Bescheid schließen die Verpflichtung der Behörde mit ein, in einer Bescheidsbegründung in eindeutiger, nachprüfbarer Kontrolle zugänglicher Weise darzutun, von welchen konkreten Tatsachenfesfstellungen bei den getroffenen Entscheidungen ausgegangen wurde."
Verwaltungsgerichtshof
und ist diese Begründung natürlich im Zusammenhang mit unseren Beschwerden gegen die dem Haftungsbescheid zugrundegelegten 2 Bescheide gegen ***10*** ***2*** auszuführen.
Somit richtet sich unsere Säumnisbeschwerde 30.03.2021 gleichzeitig gegen das Finanzamt dergestalt,
das Bundesfinanzgericht möge in binnen kürzest zuzugestehender Zeit dem Finanzamt auferlegen,
die im Zusammenhang mit den Beschwerden gegen den Haftungsbescheid gegen ***1*** ***2*** bislang nicht erfolgten Beschwerdevorentscheidungen oder Bescheide oder Direktvorlage an das Bundesfinanzgericht oder insgesamt folgend dem Vorlageantrag 01.11.2020,
jedenfalls per Beschwerden und auch Vorlageantrag begehrten Anfechtungen und begehrten Aufhebungen der dem Haftungsbescheid gegen ***1*** ***2*** zugrundgelegten 2 Bescheide wegen beanstandeter und belegter Rechtswidrigkeiten in einer der Auflagen durch das Verwaltungsgerichts entsprechenden Begründung zu entscheiden, vorzulegen oder folgend dem Vorlageantrag endlich den Akt dem Bundesfinanzgericht zu übermitteln, um den Fall der ordentlichen Gerichtsbarkeit zuzuführen, um Rechtsstaatlichkeit zu wahren und der vorsätzlich anhaltenden betriebenen wirtschaftlichen Schädigung ein Ende zu bereiten.
Ergänzend führen die Parteien aus wie folgt:
Im Jahr 2019
urgierte unsere rechtsfreundliche Vertretung RA Dr ***16*** ab 04/2019 auf Basis unserer Korrespondenzen und der vom FA auf FinanzOnline der ***10*** ***2*** ausgewiesenen unerledigten FB-Angelegenheit bei gleichzeitig eingestellter Zahlung der FB ab 02/2017 eine Erledigung,
wurde vom FA - Hr ***17*** ***18*** - ein Ergänzungsbegehren an ***10*** ***2*** gerichtet, das bei großem Aufwand sowohl finanziell als auch zeit- und energiemäßig zur Gänze befriedigt wurde, wie von Hr ***18*** bestätigt und danach erfolgten mehrfachen Zusicherung (leider nicht eingehalten), nun die Angelegenheit zu regeln, was jedoch bis Ende 2019 nicht erfolgte.
Jänner 2020
Auf konditionell vom FA - Frau ***19*** - geforderten Wechsel des FB-Beziehers von der Kindesmutter und Ehegattin ***10*** ***2*** zum Kindesvater und Ehegatten ***1*** ***2***, zu der laut und uns schriftlich vorliegenden Zusicherung, übermittelt über den Anwalt Dr ***16***, demnach das FA die Bewilligung der FB für ***1*** ***2*** zugesagt hatte, und man uns versicherte, da könne darüber hinaus nichts mehr passieren und sollten wir zur unaufgeregten Beendigung der Causa zustimmen,
hat ***1*** ***2*** am
02.01.2020 FB ab 02/2017 FinanzOnline beantragt unter selbigen Belegen und Begründungen wie zuvor für ***10*** ***2***, und hat ***10*** ***2***, sich genötigt sehend im Interesse unserer Kinder zugunsten Kindesvater und Ehegatten ***1*** ***2*** auf Bezug der FB verzichtet.
18.02.2020 unkonditionell Zuerkennung der FB an ***1*** ***2***, wie mit Schreiben ***17*** ***18*** ausgeführt, jedoch rechtswidrig befristet bis 08/2021 .
24.02.2020 Zustellung eines Haftungsbescheids des FA gegen ***1*** ***2*** mit den 2 dem Haftungsbescheid zugrundgelegten Bescheiden wie begründet und nicht anders! gegen ***10*** ***2***, ausgestellt am 20.02.2020, zeichnend Frau ***19***.
28.02.2020 Beschwerden erhoben gegen den Haftungsbescheid und die 2 dem Haftungsbescheid zugrundegelegten Bescheide sowie gegen andere Rechtswidrigkeiten wie erfolgt, verwiesen und ergänzt bis hin zu nachgereichten Beschwerden ab Kenntnis von Neuerungen.
08.09.2020 Säumnisbeschwerde gegen das FA
22.09.2020 Beschluß des Bundesfinanzgerichts Frau Richterin Dr ***20***
09.10.2020 Beschwerdevorentscheidung des FA mit Abweisung der Beschwerden - Frau ***19***
01.11.2020 Vorlageantrag
22.12.2020 Aufhebungsbescheid des FA - Frau ***19*** - zum Haftungsbescheid gegen ***1*** ***2*** 20.02.2020 mit allgemein gehaltener Begründung.
Keine Bescheide, bzw Beschwerdevorentscheidungen oder Vorlage des Aktes an das BFG ausgehend zu den Beschwerden zu den dem Haftungsbescheid zugrundegelegten 2 Bescheiden, die fehlten und sind bis heute nicht erbracht.
22.12.2020 Beschwerdevorentscheidung des FA - Frau ***19*** - wonach die Beschwerden als nichtig erkannt werden, da der Haftungsbescheid aufgehoben worden ist.
17.02.2021 Fristgerechte Entsprechung, Stellungnahme und Einspruch durch die rechtsfreundliche Vertretung RA Dr ***8*** ***9*** an das FA binnen offener Frist, mit der Aufforderung, den gesamten Rückstand umgehend an ***1*** ***2*** auszuzahlen, eine detaillierte Abrechnung zu übermitteln und dem Hinweis, daß das FA nicht nur die Nachzahlung offener Schuld seit 02/2017 spätestens ab Aufhebungsbescheid 22.12.2020 fällig geworden zu leisten gehabt hätte, sondern darüber hinaus das FA sogar Schulgeld und Corona-Familien Einmalzahlung September 2020 einbehalten hat, was zu einer Gefährdung des Unterhaltes der Familie des ***1*** ***2*** führt.
Weiters wurde ausgeführt, daß die Mandanten Beschwerden gegen die 2 Bescheide, wie dem Haftungsbescheid zugrundegelegt, erhoben haben. Jedoch in der Begründung des Aufhebungsbescheids 22.12.2020 jeglicher Hinweis darauf fehlt, daß diese 2 zugrundegelegten Bescheide rechtswidrig waren. Es wurde daher Antrag gestellt, über die dem Haftungsbescheid zugrundegelegten 2 Bescheide wie diese begründet waren und nicht anders, vom 13.07.2017 und 01.03.2018 (zugestellt 24.02.2020) aufgrund der Beschwerden der Mandanten gegen den Haftungsbescheid und die 2 zugrundegelegten Bescheide abzusprechen, da ansonsten die Anträge der Mandanten unerledigt geblieben sind - siehe auch Vorlageantrag gestellt 01.11.2020.
Frist wurde mit 15.03.2021 gesetzt, die ohne Zahlung und ohne begehrtes Absprechen über die Beschwerden gegen die dem Haftungsbescheid zugrundegelegten Bescheide verstrichen ist.
Bislang, heutigem Tag 30.03.2021, ist weder der vom FA geschuldete Betrag aus FB 02/2017 bis 03/2021 überwiesen worden (spätestens fällig geworden mit Aufhebungsbescheid 22.12.2020, noch das Schulgeld, aushaltend seit 02/2017, noch die Familien Corona Einmalzahlung September 2020 für Familien mit 2 Kindern.
Es erhält ***1*** ***2*** zwar unregelmäßig auf Monate bezogen eine mail Verständigung durch das FA, man werde ihm in den nächsten Tagen FB überweisen, jedoch ist keine einzige Zahlung seit 02/2017 eingelangt.
Zum leichteren Nachvollziehen durch das BFG legen die Mandanten bereits die amtlich signierten FB Bestätigungen des FA für 02/2017 bis 2021 der mail-Übermittlung bei, weitere Beilagen mit der eingeschrieben Sendung 01.04.2021, um datenmäßig die Übermittlung nicht zu überlasten, wobei aus
2017 11 Anteile zuzurechnen sind
2018
2019
2020
2021 bisher 3, bzw bereits 4 Anteile
Weiters die amtlich signierten Bestätigungen des FA betreff keiner aushaftenden Schuld der ***10*** ***2*** und des ***1*** ***2***.
Wir ersuchen angesichts der behördlichen Auflagen und Empfehlungen wegen Covid19 mit nicht absehbaren Einschränkungen des Reiseverkehrs auch mittels Finanz-Online oder per mail, wie bekannt, verständigt zu werden, wie dies in der Vergangenheit auch hervorragend mit Einsicht der außergewöhnlichen Situation seitens des BFG ja mehrfach funktioniert hat,
und da sich die Ehegattin und Kindesmutter mit Kindern, wie gemeldet, belegt und bekannt, zum vorrübergehenden dualsprachigen Bildungsweg unserer beiden Kinder nicht ausschließlich derzeit in Österreich andauernd aufhalten, bzw der Ehegatte und Kindesvater soviel Zeit wie möglich in und mit der Familie verbringt, bzw anlaßbezogen ebenfalls an einer Reisetätigkeit gehindert sein kann.
Wir ersuchen um unmittelbare und lebensnahe Entscheidungen.
Mit freundlichen Grüßen
***1*** ***2***
***10*** ***2***
***1*** ***2***, A-***21***, ***22*** ***23***
***10*** ***2*** - gleichlautend, vorübergehend in gemeldeter, bekannter und belegter Begleitung des dualsprachigen Bildungswegs unserer beiden Kinder ***24*** und ***25*** mehrheitlich nicht in Österreich.
Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2021
Das Finanzamt Österreich fertigte am 16.2.2021 an ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** eine Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2021 für ***25*** ***2*** und für ***26*** ***2*** zur Vorlage beim Bundesfinanzgericht, 1030 Wien, Hintere Zollamtsstraße 2b, aus (ausbezahlte Leistungen insgesamt EUR 1.814,16):
[...]
Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2017
Das Finanzamt Österreich fertigte am 14.1.2021 an ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** eine Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2017 für ***25*** ***2*** und für ***26*** ***2*** zur Vorlage beim Bundesfinanzgericht, 1030 Wien, Hintere Zollamtsstraße 2b, aus (ausbezahlte Leistungen insgesamt EUR 4.537,60, Bezugsdauer bzw. voraussichtliche Bezugsdauer 01/2017 - 12/2017):
[...]
Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2018
Das Finanzamt Österreich fertigte am 14.1.2021 an ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** eine Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2018 für ***25*** ***2*** und für ***26*** ***2*** zur Vorlage beim Bundesfinanzgericht, 1030 Wien, Hintere Zollamtsstraße 2b, aus (ausbezahlte Leistungen insgesamt EUR 4.697,60, ganzjähriger Bezug von Familienbeihilfe für zwei Kinder):
[...]
Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2019
Das Finanzamt Österreich fertigte am 14.1.2021 an ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** eine Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2019 für ***25*** ***2*** und für ***26*** ***2*** zur Vorlage beim Bundesfinanzgericht, 1030 Wien, Hintere Zollamtsstraße 2b, aus (ausbezahlte Leistungen insgesamt EUR 2.640,08, ganzjähriger Bezug von Familienbeihilfe für zwei Kinder):
[...]
Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2020
Das Finanzamt Österreich fertigte am 14.1.2021 an ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** eine Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2020 für ***25*** ***2*** und für ***26*** ***2*** zur Vorlage beim Bundesfinanzgericht, 1030 Wien, Hintere Zollamtsstraße 2b, aus (ausbezahlte Leistungen insgesamt EUR 3.154,82, ganzjähriger Bezug von Familienbeihilfe für zwei Kinder):
[...]
Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, Abgabenforderungen vom 14.1.2021
Über FinanzOnline wurde am 14.1.2021 an das Finanzamt Österreich zur Steuernummer 08 ***45*** zur Vorlage an das Bundesfinanzgericht der Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, in Bezug auf ***10*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** gestellt. "Es wird bescheinigt, dass gegen die oben angeführte Person/Firma gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen". Amtssignatur des BMF vom selben Tag (Verf 34a - FON).
Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, vom 14.1.2021
Über FinanzOnline wurde am 14.1.2021 an das Finanzamt Österreich zur Steuernummer 08 ***13*** zur Vorlage an das Bundesfinanzgericht der Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, in Bezug auf ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** gestellt. "Es wird bescheinigt, dass gegen die oben angeführte Person/Firma gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen". Amtssignatur des BMF vom selben Tag (Verf 34a - FON).
Weitere Anträge auf Bescheinigung
Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, Abgabenforderungen vom 1.3.2021
Über FinanzOnline wurde am 1.3.2021 an das Finanzamt Österreich zur Steuernummer 08 ***45*** zur Vorlage an das Bundesfinanzgericht der Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, in Bezug auf ***10*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** gestellt. "Es wird bescheinigt, dass gegen die oben angeführte Person/Firma gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen". Amtssignatur des BMF vom selben Tag (Verf 34a - FON).
Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, vom 1.3.2021
Über FinanzOnline wurde am 1.3.2021 an das Finanzamt Österreich zur Steuernummer 08 ***13*** zur Vorlage an das Bundesfinanzgericht der Antrag auf Bescheinigung, dass keine fälligen Abgabenforderungen vorliegen, in Bezug auf ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** gestellt. "Es wird bescheinigt, dass gegen die oben angeführte Person/Firma gegenwärtig keine fälligen Abgabenforderungen bestehen". Amtssignatur des BMF vom selben Tag (Verf 34a - FON).
Schreiben Rechtsanwalt Dr. ***8*** ***9***
Dr. ***8*** ***9***, schrieb am 17.2.2021 dem (nicht mehr existierenden) Finanzamt Wien 12/13/14 Purkersdorf:
Betrifft:
***2***/Familienbeihilfe
vsnr: ***6***
Abgabenkontonummer: 08-***7***
Sehr geehrte Damen und Herren'
Vorerst erlaube ich mir, Ihnen mitzuteilen, dass ich ***1*** und ***10*** ***2*** rechtsfreundlich vertrete.
Binnen offener Frist erstatte ich in Entsprechung Ihres Schreibens vom 22.12.2020 nachstehende
Stellungnahme
Meine Mandanten sind keinesfalls mit einer Einbehaltung der Beträge einverstanden gewesen und besteht hierfür auch keine gesetzliche Grundlage.
Frau ***10*** ***2*** hat niemals irgendwelche Familiengeldleistungen aus Deutschland bezogen und auch nicht beantragt. Sie hat somit nicht doppelt gleichartige Leistungen bezogen.
Dies wurde Ihnen bereits mehrfach von meinen Mandanten klargelegt. Mit dem bei Ihnen am 3.2.2015 eingelangten Formular "Überprüfung des Anspruches auf Familienbeihilfe", das unter anderem im Punkt "derzeitige Tätigkeit" mit "Bezieher einer Leistung aus der Krankenversicherung" vorausgefüllt war, wurde Ihnen von meinen Mandanten nochmals bestätigt, dass Frau ***10*** ***2*** Kinderbetreuungsgeld der Wiener Gebietskrankenkasse bezieht, also eine österreichische Geldleistung. Diese Geldleistung wurde seit Geburt des ersten Kindes im Jahr 2010 an Frau ***10*** ***2*** ausgezahlt.
Mit Schreiben der Familienkasse Bayern Süd vom 1 1.4.2017 wurde Ihnen gegenüber bestätigt, keiner meiner Mandanten irgendeinen Antrag auf Kindergeld in Deutschland gestellt hat. Es liegen dort auch keine Unterlagen meine Mandanten betreffend auf.
Frau ***10*** ***2*** hat somit seit 2010, der Geburt ihres ersten Kindes ausschließlich das österreichische Kinderbetreuungsgeld erhalten, und keine ausländische Familienleistung.
All diese Umstände sind Ihnen bekannt, sodass es unverständlich ist, dass irgendwelche Gegenrechnungen erfolgen. Es gab auch keine doppelte Auszahlung im Zeitraum Jänner 2015 bis Jänner 2017. Herrn ***2*** wurde in dieser Zeit ja keine Leistung überwiesen.
Ich habe Sie deshalb namens meiner Mandanten aufzufordern, den gesamten Rückstand, ohne irgendwelche An- und Gegenrechnungen an meine Mandanten umgehend auszuzahlen.
Meine Mandanten begehren außerdem eine konkrete detaillierte Abrechnung über die ihnen zustehenden Leistungen. Es wurden ja sogar die Corona-Hilfen von Ihnen einbehalten, was zu einer Gefährdung des Unterhaltes der Familie meiner Mandanten führt.
Weiters haben meine Mandanten durch die Beschwerde gegen den Haftungsbescheid auch Beschwerden gegen die diesem Haftungsbescheid zugrundeliegenden Bescheide eingebracht.
Es fehlt jedoch in der Begründung des Aufhebungsbescheides vom 22.12.2020 jeglicher Hinweis darauf, dass diese Bescheide auch rechtswidrig waren. Es wird diesbezüglich der Antrag gestellt, über die dem Haftungsbescheid zugrundeliegenden Bescheide vom 13.7.2017 und 1.3.2018 aufgrund der Beschwerde meiner Mandanten gegen den Haftungsbescheid auch abzusprechen, da ansonsten die Anträge meiner Mandanten unerledigt geblieben sind.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. ***8*** ***9***
"Beilage 1 - 4"
Haftungsbescheid vom 20.2.2020
Das Finanzamt Wien 12/13/14 erließ mit Datum 20.2.2020 an ***1*** ***27*** ***2*** zu Handen Rechtsanwalt Dr. ***29*** ***16***, MAS, ***28***, ***30*** ***31*** folgenden Haftungsbescheid:
Herr ***2*** ***1*** ***27***, geboren am ***32***, Versicherungsnummer ***6***, ***21***, ***22*** ***23***, vertreten durch Dr. ***29*** ***16***, ***28***, ***30*** ***31***, wird als Haftungspflichtiger gemäß § 26 Abs. 3 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 und § 33 Abs. 3 Einkommensteuergesetz 1988 für die aushaftenden Abgabenschuldigkeiten der Frau ***2*** ***10***, ***21***, ***22*** ***23***, im Ausmaß von 24.913,40 Euro in Anspruch genommen und aufgefordert, diesen Betrag innerhalb eines Monats ab Zustellung dieses Bescheides zu entrichten.
Wie bereits telefonisch besprochen, werden die ab Jänner 2015 zustehenden Ansprüche auf Familienleistungen einbehalten und auf den Rückstand angerechnet.
[Grafik]
Frau ***2*** ***10*** wurde gemäß § 26 Abs. 3 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 und § 33 Abs. 3 Einkommensteuergesetz 1988 zur Rückzahlung der zu Unrecht bezogenen Familienbeihilfe und des zu Unrecht bezogenen Kinderabsetzbetrages verpflichtet. Der entsprechende Rückforderungsbescheid liegt in Kopie bei. Bei Ihr ist der rückgeforderte Betrag uneinbringlich.
Gemäß § 26 Abs. 3 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 und § 33 Abs. 3 Einkommensteuergesetz 1988 haften Sie als Elternteil für die Rückzahlung der oben ausgewiesenen zu Unrecht bezogenen Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages, da Sie als Vater der Kinder
[...]
mit der Rückzahlungspflichtigen Frau ***2*** ***10*** in dem angeführten Zeitraum in welchem Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag zu Unrecht bezogen wurde, im gemeinsamen Haushalt gelebt haben.
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Zustellung bei dem vorbezeichneten Amt das Rechtsmittel der Beschwerde eingebracht werden. Die Beschwerde ist zu begründen. Unbeschadet der Einbringung einer Beschwerde gegen die Heranziehung zur Haftung kann innerhalb der für die Einbringung der Beschwerde gegen den Haftungsbescheid offen stehenden Frist auch gegen den Bescheid/die Bescheide über den Abgabenanspruch/die Abgabenansprüche Beschwerde erhoben werden (§ 248 Bundesabgabenordnung).Durch die Einbringung einer Beschwerde wird die Wirksamkeit des angefochtenen Bescheides gemäß § 254 Bundesabgabenordnung nicht gehemmt, insbesondere die Einhebung und zwangsweise Einbringung einer Abgabe nicht aufgehalten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann gemäß § 212 a Bundesabgabenordnung die Einhebung des in Streit stehenden Betrages auf Antrag bis zur Erledigung der diesbezüglichen Beschwerde ausgesetzt werden. Insoweit der Beschwerde nicht stattgegeben wird, sind in der Folge Aussetzungszinsen zu entrichten.
Für die Vorständin
(***19***)
Beilage 2
Bescheid des Finanzamts Wien 12/13/14 Purkersdorf an ***10*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23***, vom 13.7.2017 über die Rückforderung zu Unrecht bezogener Beträge an Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag, Gesamtrückforderungsbetrag € 9.976,50:
[...]
Begründung:
Gemäß § 2 Abs. 1 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 (FLAG 1987) haben Personen Anspruch auf Familienbeihilfe, die im Bundesgebiet einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
Gemäß § 2 Abs. 8 Familienlastenausgleichsgesetz 1957 (FLAG 1967) haben Personen nur dann Anspruch auf Familienbeihilfe. wenn sie den Mittelpunkt der Lebensinteressen im Inland haben.
Gemäß § 3 Absatz 1 und 2 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 (FLAG 1967) in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. B83/2004 in der ab 1. Mai 2010 gültigen Fassung besteht für EU/EUR Staats angehörige Anspruch auf Familienleistungen. wenn sie sich nach § 9 des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes (NAG) rechtmäßig in Österreich aufhalten und den Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich haben.
Ihre seit dem Schuljahr 2016/17 schulpflichtige Tochter ***26*** besucht keine Schule in Österreich. Nachdem seit der Ummeldung des Hauptwohnsitzes von ***34*** nach Wien außer den Meldungen im Zentralen Melderegister keine Nachweise, die einen ständigen Aufenthalt in Österreich belegen würden, vorliegen, wird spruchgemäß entschieden.
Beilage 3
Bescheid des Finanzamts Wien 12/13/14 Purkersdorf an ***10*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23***, vom 1.3.2018 über die Rückforderung zu Unrecht bezogener Beträge an Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag, Gesamtrückforderungsbetrag € 14.936,80:
[...]
Begründung:
Die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 in der bis 30. April 2010 gültigen Fassung regelt, welcher Mitgliedstaat für ein und denselben Zeitraum für ein und denselben Familienangehörigen vorrangig zur Gewährung der im jeweiligen Hoheitsgebiet vorgesehen Familienleistungen verpflichtet ist.
Vorrangig muss grundsätzlich jener Mitgliedstaat die Familienleistungen gewähren, in dem eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.
Sind die Elternteile in verschiedenen Mitgliedstaaten erwerbstätig, trifft die vorrangige Verpflichtung zur Gewährung von Familienleistungen jenen Mitgliedstaat, in dessen Gebiet die Familienangehörigen wohnen.
Sind die Familienleistungen im anderen Mitgliedstaat höher, besteht dort gegebenenfalls ein Anspruch auf Gewährung des Differenzbetrages (Artikel 76 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 in Verbindung mit Art. 10 der DVO 574/72).
Wird in jenem Mitgliedstaat, der vorrangig zur Gewährung von Familienleistungen verpflichtet ist kein Antrag gestellt so kann der andere Mitgliedstaat dennoch jene Leistungen, die bei Antragstellung gewährt worden wären, bei der Berechnung der Ausgleichszahlung berücksichtigen (Artikel 76 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71).
Die Verordnung (EG) Nr 883/2004 in der ab 1 Mai 2010 gültigen Fassung regelt, welcher Mitgliedstaat für ein und denselben Zeitraum für ein und denselben Familien angehörigen vorrangig zur Gewährung der im jeweiligen Hoheitsgebiet vorgesehenen Familienleistungen verpflichtet ist.
Vorrangig muss grundsätzlich jener Mitgliedstaat die Familienleistungen gewähren, in dem eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.
Sind die Eltern teile in verschiedenen Mitgliedstaaten erwerbstätig, trifft die vorrangige Verpflichtung zur Gewährung der Familienleistungen jenen Mitgliedsstaat, in dessen Gebiet die Familien angehörigen wohnen.
Sind die Familienleistungen im anderen Mitgliedsstaat höher, besteht dort gegebenenfalls ein Anspruch auf Gewährung des Unterschiedsbetrages (Artikel 68 der Verordnung (EG) Nr 883/2004).
Wird in jenem Mitgliedstaat, der vorrangig zur Gewährung von Familienleistungen verpflichtet ist, kein Antrag gestellt, so kann der andere Mitgliedsstaat dennoch jene Leistungen, die bei Antragstellung gewährt worden wären, bei der Berechnung des Unterschiedsbetrages berücksichtigen.
Gemäß § 26 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 (FLAG 1967) ist zu Unrecht bezogene Familienbeihilfe rückzuzahlen.
Dies gilt gemäß § 33 Abs 3 Einkommensteuergesetz 1988 (EStG 1988) auch für den zu Unrecht bezogenen Kinderabsetzbetrag.
Die in § 26 FLAG 1987 geregelte Rückzahlungsverpflichtung ist so weitgehend, dass sie auf subjektive Momente wie Verschulden und Gutgläubigkeit keine Rücksicht nimmt und die von der Finanzverwaltung zu Unrecht ausbezahlten Familienbeihilfenbeträge auch dann zurück zu zahlen sind. wenn der Überbezug ausschließlich auf eine Fehlleistung der Abgabenbehörde zurückzuführen ist.
Da Sie und Ihr Gatte in den oben angeführten Zeiträumen in Österreich keine Beschäftigung oder selbständige Erwerbstätigkeit ausgeübt haben, bzw. keine Geldleistung infolge dieser Beschäftigung oder selbständigen Erwerbstätigkeit bezogen haben, bestand für diese Monate kein Anspruch auf Familienbeihilfe.
Beilage 4
Das Finanzamt Wien 12/13/14 Purkersdorf, Bearbeiter Herr ***18***, richtete am 18.2.2020 folgende Ergänzung zur Mitteilung über den Bezug der Familienbeihilfe an ***1*** ***27*** ***2*** zu Handen RA Dr. ***29*** ***16***, MAS:
Sehr geehrter Herr ***2***,
ergänzend zur mit separater Post zugehenden Mitteilung über den Bezug der Familienbeihilfe wird mitgeteilt, dass ab Jänner 2019 folgende Änderung im Familienlastenausgleichsgesetz 1967 zur Anwendung kommt:
Gemäß § 8a des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967 sind die Beträge an Familienbeihilfe und gemäß § 33 Abs. 3 Z 2 des Einkommensteuergesetzes 1988 ist der Kinderabsetzbetrag für Kinder, die sich ständig in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei des Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz aufhalten, an das Preisniveau des Wohnortstaates anzupassen. Die Beträge an Familienbeihilfe nach § 8a des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967 und des Kinderabsetzbetrages nach § 33 Abs. 3 Z 2 des Einkommensteuergesetzes 1988 wurden mit der Familienbeihilfe-Kinderabsetzbetrag-EU-Anpassungsverordnung (BGBI. II Nr. 318/2018) kundgemacht und gelten ab 1.1.2019.
Im Zusammenhang mit der Prüfung des Anspruchs auf Familienleistungen bei Ihrer Gattin und in weiterer Folge übermittelter Unterlagen und durchgeführter Erhebungen, musste festgestellt werden, dass ein ständiger Aufenthalt der Kinder in Österreich nicht vorlag bzw. weiterhin nicht vorliegt, weil die Kinder in Ungarn der Schulpflicht nachkommen.
Somit besteht ab Jänner 2019 nur Anspruch auf die Familienbeihilfe nach § 8a des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967 sowie auf den Kinderabsetzbetrag nach § 33 Abs. 3 Z 2 des Einkommensteuergesetzes 1988.
Mit freundlichen Grüßen
***18***
"Beweis 8"
Das Finanzamt Wien 12/13/14 Purkersdorf fertigte am 3.5.2019 an ***10*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** eine Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das Jahr 2014 zur Vorlage bei ***10*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23***, aus (ausbezahlte Leistungen insgesamt EUR 0,00):
[Grafik]
Vorlageantrag
***10*** ***2*** und ***1*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** schrieben am 1.11.2020 an das Bundesfinanzgericht, 1030 Wien, Hintere Zollamtsstraße 2b "Einschreiben, Voraus versuchte Zustellung per mail":
Betrifft: Vorlageantrag
Bezüglich FB ***1*** ***2*** ***6***
Haftungsbescheid 24.02.2020 Abgabenkonto 08-***7***
Fristgerechte Beschwerden 28.02.2020, sowie Ergänzungen und Neuerungen
02.03.2020, 06.03.2020, 18.06.2020 sowie Verweis auf vorherige Eingaben beim BFG Aktenzahl GZ AO/7100012/2017
Säumnisbeschwerde 08.09.2020
Beschluß des BFG 22.09.2020 und 23.10.2020 betreff Entscheidungspflicht des FA sowie erfolgte Zustellung bis längstens 03.12.2020
Beschwerdevorentscheidung 09.10.2020, Behebung ermöglicht 30.10.2020
Weitere Neuerungen, Ergänzungen vorbehalten.
Sehr geehrte Damen und Herren I
Das Finanzamt hat, entgegen gemeldeter Abwesenheit der Partei, sowie deren im Abwesenheitszeitraum gemeldeten Erreichbarkeit, bei gleichzeitiger Mißachtung bestehender Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung,
am 15.10.2020 eine Hinterlegung seiner nicht fristgerecht ergangenen Beschwerdevorentscheidung bei der Post vorgenommen.
Die Partei ***1*** ***2*** hat am 30.10.2020 die Beschwerdevorentscheidung durch das Finanzamt bei der Post 1132 behoben und
stellt hiermit fristgerecht Antrag im Sinne des Vorlageantrags, die Beschwerden der Parteien ***1*** ***2*** und ***10*** ***2*** dem BFG vorzulegen zur Beurteilung und Entscheidung.
Der Haftungsbescheid des Finanzamtes 24.02.2020 räumt der Partei mittels Rechtsmittelbelehrung ein, binnen einen Monats nach Zustellung begründete Beschwerde(n) einzubringen (erfolgt fristgerecht).
Unbeschadet der Einbringung einer Beschwerde gegen die Heranziehung zur Haftung kann innerhalb der für die Einbringung der Beschwerde gegen den Haftungsbescheid offen stehenden Frist auch gegen die zugrundegelegten Bescheide Beschwerde erhoben werden (erfolgt fristgerecht).
Die Beschwerdevorentscheidung des FA nach beschlussmäßig auferlegter Pflicht zu(r) Entscheidung(en) durch das BFG
unterließ es zur Gänze, die Beschwerden der Parteien, sowie insbesondere den Beschwerden der Partei ***1*** ***2*** mit beigebrachten Beweisen gegen die als Grundlage für den Haftungsbescheid vom FA angeführten (Unrechts)Bescheide zu würdigen, wozu das FA verpflichtet gewesen wäre.
Wie schon in der Vorlaufzeit seit Jänner 2017, seitdem kein einziges Vorbringen, keine Vorlage von Beweisen, keine Kontaktaufnahme seitens der Parteien gewürdigt bzw beantwortet wurden, setzt sich auch mit der Beschwerdevorentscheidung durch das FA die erkennbare Voreingenommenheit bei gleichzeitiger Sichverweigerung gegenüber beigebrachten Beweisen und Klarstellungen fort, jenseits von jeglicher Verpflichtung zur objektiven und unvoreingenommenen Prüfung.
Wir verweisen daher auf eingangs angeführte Beschwerden, Ergänzungen und Neuerungen, wie sie gesamt alle an das Bundesfinanzgericht nachweislich zugeleitet worden sind, auch zur anlaßbezogenen Weiterleitung nach Maßgabe an das Finanzamt, deren Aufnahme in das hiermit beim BFG anhängige Verfahren zur Prüfung und Entscheidung vorliegen muß.
Wir sehen einer lebensnahen und zeitnahen Aufnahme des Verfahrens vor dem Bundesfinanzgericht entgegen, stehen jederzeit für ergänzende Auskünfte oder Beibringung von Urkunden, aber auch zur Nominierung von Zeugen für den Fall einer mündlichen Verhandlung zur Verfügung
und beantragen,
die unter Beweisunterdrückung und somit rechtswidrig zustandegekommenen Bescheide mit Abspruch des Rechts auf Familienbeihilfe für die Zeiträume 03/2010 bzw 04/2012 bis 10/2014 bzw von 11/2014 bis 01/2017 mit einhergehender Rückforderung aufzuheben (siehe Beschwerden und Nachweise 28.02.2020)
und das Bezugsrecht für die FB durch die Kindesmutter, wie vorzugsweise durch die Republik begründet und mit Vorrang deponiert, ab 02/2017 wieder einzusetzen,
oder,
die bereits gegenüber dem Kindesvater und Ehegatten amtlich signiert zuerkannte FB 18.02.2020, wie korrekt beantragt ab 02/2017, bei gleichzeitiger Aufhebung der Abspruchs- und Rückforderungsbescheide gegenüber der Kindesmutter zu bestätigen,
somit dem Finanzamt auftragend,
unrechtmäßig einbehaltene Zahlung der FB ab 02/2017,
sowie im Zusammenhang mit der FB zu sehende andere Zuwendungen und Zahlungen der Republik Österreich (Schulgeld, Kinderabsetzbetrag, Corona-Hilfe für jedes Kind per Okt 2020..), die sich das FA seit 02/2017 (zusätzlich der selbst entschiedenen Überschneidungszeit ab 01/2015, über dessen Anspruch sich das FA ebenfalls selbst bedient hat,
innert vom BFG zu bestimmenden Frist an den/die Familienbeihilfebezieher/in auf das dem FA bekannte Konto (angeführt auch im FinanzOnline der Parteien) in Österreich zu überweisen,
wobei angemerkt sein möge, daß, obwohl der Entscheidung des BFG vorbehalten, die willkürlich eingegangene Schuld des FA gegenüber der Partei eigentlich verzinst aufzurunden wäre zur Nachzahlung,
sowie willkürlich verursachte und aufgezwungene Kosten für die Parteien zu ersetzen wären,
da das Finanzamt ja entgegen ihm vorliegenden Fakten und Nachweisen (konkretes Beispiel - im Jänner 2018 übermittelte der Finanzbeamte ***18*** unserer Anwältin Mag ***46*** eine sogenannte Aktenabschrift, die eindeutig Dokumente enthielt, dem Finanzamt also bekannt waren das Einkommen der ***10*** ***2*** im Zeitraum 09/2009 bis 05/2015, sowie der Status der gesamt zu betrachtenden Familie, also auch wie in den im Jänner übermittelten Urkunden zu entnehmen war, das Einkommen des Kindesvaters und Ehegatten, die hiermit zu sehende Gesamtheit der Familie, sodaß die angeblich per 03/2018 ergangenen Begründungen mit den 2 Bescheiden zum Abspruch der FB und Rückforderung völlig unverständlich anzusehen sind), also das FA unter Beweisunterdrückung handelte und damit eine nicht unbeträchtliche wirtschaftliche Schädigung der Partei/en, insbesondere gegenüber deren Kindern, betrieb.
Mit freundlichen Grüßen
***10*** ***2*** - ***1*** ***2***
Wie auch dem BFG bereits im Vorlauf bekannt gegeben und es ja auch klaglos funktioniert hat,
ist angesichts der elementaren Situation Cov19 mit eingeschränkten bis unmöglich gemachten grenzüberschreitenden Reisemöglichkeiten,
wie auch der Tatsache gestundet,
daß unseren Kindern bei vorübergehender Abwesenheit aus Österreich und zur Absolvierung der gewählten dualsprachigen Primärschule, diese Bildungschance eröffnet werden konnte,
unsere Erreichbarkeit jederzeit unter
0664***14***
bzw ***15***@gmaiI.com oder ***35***@aon.at oder ***36***@gmail.com
gegeben ist,
jedoch wir bei Zusendungen als Rsa oder Rsb Schreiben an unsere Adresse ***22*** ***23***, ***21***, davon abhängig sind, daß wir von unserem Familienmitglied vor Ort rechtzeitig informiert werden, jedoch aus schon oben genannten Gründen nicht auch in der Lage sind, solche Schreiben zur Vermeidung von Fristen auch zu beheben, was unter Normalbedingungen vorher und hoffentlich schon bald wieder kein Hindernis war, da wir uns immer wieder zahlreich auch in Wien aufhielten. schon alleine, um den Kontakt zwischen unserer 101 Jahre alten Mutter, Schwiegermutter, aber vor allem Großmutter so oft wie vertretbar zu ermöglichen.
Danke
Aufhebungsbescheid vom 22.12.2020
Das Finanzamt Wien 12/13/14 Purkersdorf erließ gegenüber ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23*** mit Datum 22.12.2020 (Bearbeiter ***17*** ***18***) folgenden Bescheid:
Aufhebungsbescheid gemäß § 299 Bundesabgabenordnung (BAO)
Der Bescheid vom 20.02.2020 betreffend Geltendmachung der Haftung hinsichtlich der Abgabenschuldigkeit (Rückforderung von Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für den Zeitraum März 2010 bis Jänner 2017) wird gemäß § 299 Abs. 1 BAO aufgehoben.
Begründung:
Gemäß § 299 Abs. 1 BAO kann die Abgabenbehörde einen Bescheid aufheben, wenn der Spruch des Bescheides sich als nicht richtig erweist. Da die inhaltliche Rechtswidrigkeit eine nicht bloß geringfügige Auswirkung hat, war die Aufhebung des im Spruch bezeichneten Bescheides von Amts wegen zu verfügen.
Die Betrachtung der Einkommensverhältnisse hat wesentliche Auswirkungen auf die Ansprüche der Familienleistungen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die für den Zeitraum Jänner 2015 bis Jänner 2017 bereits einmal ausbezahlten Familienleistungen wurden bei Fr. ***2*** ***10*** aufgrund der Beurteilung der zum früheren Zeitpunkt vorliegenden Aktenlage aberkannt und diese Beträge rückgefordert. Erst durch den Nachweis, dass die Kindesmutter in den maßgeblichen Jahren in Ungarn keine Einkünfte erzielte und dem Umstand, dass Hr. ***2*** ***1*** ***27*** ab Jänner 2015 eine Pension der österreichischen Pensionsversicherung zuerkannt wurde, konnte für die in einem EU-Mitgliedstaat (Ungarn) ständig aufhältigen Kinder ein Anspruch auf die österreichischen Familienleistungen begründet werden. Diese Familienleistungen wurden dem Kindesvater nach einer Verzichtserklärung seiner im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegattin zuerkannt. Die Ansprüche wurden mit den bei Fr. ***2*** ***10*** rückgeforderten Beträgen gegenverrechnet.
Pro Kind und Zeitraum darf eine Auszahlung nur einmal an eine Familie erfolgen. Für den Zeitraum Jänner 2015 bis Jänner 2017 erfolgte jedoch eine zweimalige Anweisung (mit Rückforderung und Gegenrechnung). Die Geltendmachung der Haftung erscheint in dieser Hinsicht nicht zweckmäßig, weshalb spruchgemäß zu entscheiden war.
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Zustellung bei dem oben angeführten Amt das Rechtsmittel der Beschwerde eingebracht werden. Enthält der Bescheid die Ankündigung einer gesonderten Begründung, dann beginnt die Rechtsmittelfrist nicht vor Bekanntgabe der Begründung oder der Mitteilung, dass die Ankündigung als gegenstandslos zu betrachten ist, zu laufen. Dies gilt auch, wenn ein Bescheid auf einen Bericht verweist. Die Beschwerde ist zu begründen. Durch Einbringung einer Beschwerde wird die Wirksamkeit des angefochtenen Bescheides gemäß § 254 Bundesabgabenordnung (BAO) nicht gehemmt, insbesondere die Einhebung und zwangsweise Einbringung einer Abgabe nicht aufgehalten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann gemäß § 212 a BAO die Einhebung des in Streit stehenden Betrages auf Antrag bis zur Erledigung der Beschwerde ausgesetzt werden Soweit der Beschwerde nicht stattgegeben wird, sind in der Folge hierfür Zinsen zu entrichten.
Für den Vorstand
Qualifizierte elektronische Signatur von MA ***37*** ***19*** vom 22.12.2020
Schreiben vom 5.3.2021
Folgende nur aus Kopf und Amtssignatur bestehende Kopie offenbar eines Schreibens des Finanzamts Österreich vom 5.3.2021 wurde dazu vorgelegt:
[Grafik]
[...]
Beschwerdevorentscheidung vom 22.12.2020
Mit Datum 22.12.2020 erließ des Finanzamt Wien 12/13/14 Purkersdorf gegenüber ***1*** ***27*** ***2***, ***21***, ***22*** ***23***, folgenden Bescheid (Bearbeiter: ***17*** ***18***):
Beschwerdevorentscheidung
Es ergeht die Beschwerdevorentscheidung bezüglich der Beschwerde vom 28.02.2020 von Herrn ***2*** ***1*** ***27***, ***22*** ***23***, ***21*** gegen den Haftungsbescheid vom 20.02.2020.
Über die Beschwerde wird auf Grund des § 263 Bundesabgabenordnung (BAO) entschieden:
Ihre Beschwerde wird gemäß § 261 BAO als gegenstandslos erklärt.
Begründung:
Gemäß § 261 Abs. 1 Bundesabgabenordnung (BAO) ist die Bescheidbeschwerde mit Beschwerdevorentscheidung (§ 262) oder mit Beschluss (§ 278) als gegenstandslos zu erklären, wenn dem Beschwerdebegehren Rechnung getragen wird
a) in einem an die Stelle des angefochtenen Bescheides tretenden Bescheid oder
b) in einem den angefochtenen Bescheid abändernden oder aufhebenden Bescheid.
Da mit Bescheid vom 22.12.2020 die Geltendmachung der Haftung gem. § 299 BAO aufgehoben wurde, war spruchgemäß zu entscheiden.
Rechtsmittelbelehrung:
Diese Beschwerdevorentscheidung wirkt wie eine Entscheidung über die Beschwerde, es sei denn, dass innerhalb eines Monats nach Zustellung der Beschwerdevorentscheidung der Antrag auf Entscheidung über die Beschwerde (Vorlageantrag) durch das Bundesfinanzgericht bei dem oben angeführten Amt gestellt wird. Bei rechtzeitiger Einbringung dieses Antrages gilt die Beschwerde ab diesem Zeitpunkt wieder als unerledigt, im Übrigen bleiben aber die Wirkungen der Beschwerdevorentscheidung bis zur abschließenden Erledigung erhalten.
Für den Vorstand
Qualifizierte elektronische Signatur von MA ***37*** ***19*** vom 22.12.2020
Schreiben vom 5.3.2021
Folgende nur aus Kopf und Amtssignatur bestehende Kopie offenbar eines Schreibens des Finanzamts Österreich vom 5.3.2021 wurde dazu vorgelegt:
[Grafik]
[...]
Säumnisbeschwerde vom 8.9.2020
An das
Bundesfinanzgericht
Republik Österreich
Hintere Zollamtsstrasse 2b
A-1030 Wien - 08.09.2020
Eingeschrieben übersandt nach Vorausübermittlung per email Adresse ***@bfg.gv.at
SÄUMNISBESCHWERDE gegen das Finanzamt 1130, Marxergasse 4, 1030 Wien
zu Berufungen/Beschwerden/Anträgen der
Antragsparteien
***1*** ***2*** Steuernummer ***13*** SV ***6***
***10*** ***2*** Steuernummer 0838 16546 SV ***38***
28.02.2020 und nachfolgende Beweisanträge. bzw neue Tatsachen und Ergänzungen
folgend dem Haftungsbescheid gegenüber ***1*** ***2*** 08-***7***, vom 20.02.2020, übermittelt 24.02.2020
bzw
Absprechen der zurückliegend zugesprochenen und ausbezahlten Familienbeihilfe 2010 bis Okt 2017 und Rückforderungsbescheid des Finanzamtes, Familienbeihilfe, übermittelt 24.02.2020.
Unsere Bescheidbeschwerden wurden als Anträge beim Bundesfinanzgericht fristgerecht übermittelt, das an das betroffene Finanzamt bestätigt übermittelt hat.
Unsere Beschwerden bezeichneten die zu beanstandenden Bescheide des Finanzamtes.
Unsere Beschwerden führten die Anfechtungspunkte auf.
Wir stellten Abänderungsanträge zur Wiederherstellung des Rechtszustandes und begründeten ausführlich belegt mit Nachweisen, Dokumenten und Richtigstellungen.
Da das Finanzamt bei erhobenen Beschwerden gegen Bescheide regelmäßig eine Beschwerdevorentscheidung erlassen muß, haben wir diese, voraus dieser unserer Säumnisbeschwerde, sowohl beim Finanzamt erfolglos und unbeantwortet abgefragt, als uns auch beim BFG erkundigt, ob wie in Sonderfällen eine direkte Vorlage an das BFG erfolgt sei.
Da es nunmehr auch 6 Monate nach unseren übermittelten Beschwerden gegen Bescheide weder eine Beschwerdevorentscheidung gibt, noch der rechtsmäßige Zustand hergestellt wurde, also das Unrechtsverhalten bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Schädigung anhält und außerdem auch mit heutigem Tag 08.09.2020 noch immer per Finanz-Online amtlich signiert ausgewiesen ist, demnach 1 Antrag zu Familienbeihilfe - Antrag=Beschwerde/Berufung/Anträge ***1*** ***2*** 28.02.2020 -
"Es ist derzeit ein noch unerledigter Antrag vorhanden"
vom Finanzamt selbst bestätigt wird, dass es zu keiner Erledigung gekommen ist,
erheben wir unsere Säumnisbeschwerde
auch auf Basis der gesamt dem BFG ebenfalls bereits vorliegenden Anträge, Korrespondenzen bezogen auf ab Februar 2017 und insbesondere dann ab 28.02.2020, deponierten Beweismittel mit dem Antrag,
das Bundesfinanzgericht möge dem Finanzamt 1130 Wien vorschreiben,
innert kürzester zumutbarer Frist, anbetracht der reaktionslos und ergebnislos verstrichenen letzten 6 Monate, aber auch angesichts der Länge des Verfahrens insgesamt bereits seit Februar 2017, seine Entscheidungen über unsere Beschwerden zu treffen und diese an das Bundesfinanzgericht zu übermitteln,
um das "eigenartig anmutende Verfahren und Verhalten" endlich einem ordentlichen Gerichtsverfahren zuzuführen, wo anzunehmen ist, Recht gesprochen wird und nicht auf Zuruf oder nach schwammiger Intervention oder aus anderen Motivationen heraus, wie in unserem Fall, agiert wird,
oder
es möge das Bundesfinanzgericht in Sache selber bereits entscheiden.
Wir ersuchen angesichts der behördlichen Auflagen und Empfehlungen wegen Covid19 mit nicht absehbaren Einschränkungen des Reiseverkehrs auch mittels Finanz-Online oder per mail, wie bekannt, verständigt werden, wie dies in der Vergangenheit auch hervorragend mit Einsicht der außergewöhnlichen Situation seitens des BFG ja mehrfach funktioniert hat,
und da sich die Ehegattin und Kindesmutter mit Kindern, wie gemeldet, belegt und bekannt, zum vorübergehenden dualsprachigen Bildungsweg unserer beiden Kinder nicht ausschließlich derzeit in Österreich andauernd aufhält, bzw der Ehegatte und Kindesvater soviel Zeit wie möglich in und mit der Familie verbringt, bzw anlaßbezogen ebenfalls an einer Reisetätigkeit gehindert sein kann.
Wir ersuchen um unmittelbare und lebensnahe Entscheidungen.
Mit freundlichen Grüßen
***1*** ***2***, A-***21***, ***22*** ***23***
***10*** ***2*** - gleichlautend, vorrübergehend in gemeldeten bekannter und belegter Begleitung des dualsprachigen Bildungswegs unserer beiden Kinder ***24*** und ***25*** mehrheitlich nicht in Österreich.
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Normen und Schlagworte
- § 85 Abs. 1 und 2 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 86a BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 138 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 93 Abs. 2 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 93 Abs. 3 lit. a BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 284 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 2a BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 85 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 85 Abs. 2 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 119 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
- § 285 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- BFG-Entscheidungen
- Dokumenttyp
- Säumnisbeschwerde - Einzel - Beschluss
- Geschäftszahl
- RS/7100029/2021
- ECLI
- ECLI:AT:BFG:2021:RS.7100029.2021
- Stammnummer
- 133134
- Gültig
- 11.05.2021 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:13
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF