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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/7101614/2020

Nunmehr vorliegender Verzicht der haushaltsführenden Mutter auf Familienleistungen

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/7101614/2020vom 18.05.2020Teil 1 von 3
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

IM NAMEN DER REPUBLIK Das Bundesfinanzgericht hat durch den Richter Dr. Rudolf Wanke über die Beschwerde des ***1*** ***2*** ***3***, ***4***, bzw. ***5***, Polen, vom 19. November 2019, eingereicht am 21. November 2019, gegen den Bescheid des Finanzamtes Baden Mödling, 2500 Baden bei Wien, Josefsplatz 13, vom 6. November 2019, mit welchem ein Antrag vom 17. September 2019 auf Ausgleichszahlung für die im April 2008 geborene ***6*** ***7*** ***3*** ab Jänner 2018 abgewiesen wurde, Versicherungsnummer ***8***, zu Recht erkannt: I. Der Beschwerde wird gemäß § 279 BAO Folge gegeben. Der angefochtene Bescheid wird ersatzlos aufgehoben. II. Gegen dieses Erkenntnis ist gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG eine (ordentliche) Revision nicht zulässig. Entscheidungsgründe Antrag Mit am 17. September 2019 persönlich am Finanzamt überreichtem und mit 16. April 2019 datiertem Formular Beih 38 beantragte der Beschwerdeführer (Bf) ***1*** ***2*** ***3*** Ausgleichszahlung für den Zeitraum Jänner 2018 bis Dezember 2019 für seine im April 2008 geborene Tochter ***6*** ***7*** ***3***. Der Bf sei polnischer Staatsbürger, wohne in Österreich in ***4*** und in Polen in ***5***, sei bei einem näher angeführten österreichischen Unternehmen beschäftigt. Die Mutter von ***6***, ***9*** ***3***, sei wie die Tochter ***6*** ebenfalls polnische Staatsbürgerin und gehe keiner Beschäftigung nach. ***6*** wohne mit ihren Eltern im gemeinsamen Haushalt in Polen und sei Schülerin. Der Bf trage die überwiegenden Unterhaltskosten. Das Feld "Verzichtserklärung des haushaltsführenden Elternteiles" ist im Formular nicht ausgefüllt. Beigefügt waren: Von Poiltyki Społecznej w Krakowie bestätigtes Formular E 401 über den gemeinsamen Haushalt von ***1***, ***9*** und ***6******3*** in Polen in ***5***. Polnische Meldebestätigung. Heiratsurkunde. Bescheid des Kleinpolnischen Woiwodschaftsamts Krakau (Małopolski Urząd Wojewódzki w Krakowie), Fachbereich für Sozialpolitik, vom 6. Juli 2018 an ***9******3***, wonach die Anträge auf die Feststellung des Anspruchs auf die Erziehungsleistung und die Familienbeihilfe mit den entsprechenden Bescheiden sowie den SED-F001-Formularen an das Bundesministerium für Familien und Jugend als die zuständige Einrichtung im Ausland weitergeleitet worden seien, in beglaubigter Übersetzung. Bescheid des Woiwoden von Kleinpolen vom 4. Juli 2018, wonach der Antrag von ***9******3*** vom 11. August 2017 auf Erziehungsleistung für ***6******3*** vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 von monatlich PLN 500 verweigert werde, da das Familieneinkommen zu hoch sei. Ein inhaltlich gleichlautender Bescheid des Woiwoden von Kleinpolen vom 5. Juli 2018, allerdings ohne zeitliche Begrenzung. Lohn- und Gehaltsbestätigung des österreichischen Arbeitgebers für den Bf. Dienstzettel für den Bf. Schulbesuchsbescheinigungen für ***6******3***. Abweisungsbescheid Mit dem angefochtenen Abweisungsbescheid vom 6. November 2019 wies das Finanzamt den Antrag vom 17. September 2019 auf Ausgleichszahlung für die im April 2008 geborene ***6*** ***3*** ab Jänner 2018 ab, und begründete dies folgendermaßen: § 2a Abs. 1 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 (FLAG 1967) normiert, dass der Anspruch des Elternteiles, der den Haushalt überwiegend führt, dem Anspruch des anderen Elternteils vorgeht, wenn ein Kind zum gemeinsamen Haushalt beider Elternteile gehört. Bis zum Nachweis des Gegenteiles wird vermutet, dass die Mutter den Haushalt überwiegend führt. Ein Verzicht der Kindesmutter zu Ihren Gunsten liegt nicht vor. Beschwerde Mit am 21. November 2019 beim Finanzamt persönlich überreichtem Schreiben vom 19. November 2019 erhob der Bf gegen den Abweisungsbescheid vom 6. November 2019 "Beschwerde mit Nachreichung": Sehr geehrte Damen und Herren! Gegen den im Betreff angeführten Abweisungsbescheid reiche ich hiermit fristgerecht das Rechtsmittel der Beschwerde ein und begründe diese wie folgt. Ich wusste nicht, dass meine Frau zu meinen Gunsten auf das Kindergeld verzichten muss. Daher reiche ich mit diesem Schreiben eine Verzichtserklärung, welche sowohl von meiner Ehegattin (der Kindesmutter) als auch von mir unterschrieben wurde, nach. Ich ersuche um rasche Bearbeitung meines Ansuchens, da ich auf das Kindergels angewiesen bin! Mit freundlichen Grüßen ***3*** ***1*** Beigefügt war folgende Erklärung, mit den eigenhändigen Unterschriften der Aussteller versehen: Zum Antrag auf Ausgleichszahlung vom 17.09.2019 (Versicherungsnummer ***8***) Verzichtserklärung Ich, ***9*** ***3***, geboren am ....03.1967, verzichte hiermit zu Gunsten meines Ehegatten und Kindesvater ***1*** ***3***, geboren am ....05.1964 (= Antragsteller) auf die beantragte Ausgleichszahlung (Kinderbeihilfe). Unterschriften: ***9*** ***3*** ***3*** ***1*** Beschwerdevorentscheidung Mit Beschwerdevorentscheidung vom 5. Februar 2020 wies das Finanzamt die Beschwerde mit folgender Begründung ab: Gemäß § 2 Abs. 2 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 (FLAG 1967) haben Personen Anspruch auf Familienbeihilfe für ein Kind, zu deren Haushalt das Kind gehört. Eine Person, zu deren Haushalt das Kind nicht gehört, die jedoch die Unterhaltskosten für das Kind überwiegend trägt, hat dann Anspruch auf Familienbeihilfe, wenn keine andere Person nach dem ersten Satz anspruchsberechtigt ist. Zum Haushalt einer Person gehört ein Kind nach § 2 Abs. 5 FLAG 1967 dann, wenn es bei einheitlicher Wirtschaftsführung eine Wohnung mit dieser Person teilt. § 2a Abs. 1 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 (FLAG 1967) normiert, dass der Anspruch des Elternteiles, der den Haushalt überwiegend führt, dem Anspruch des anderen Elternteils vorgeht, wenn ein Kind zum gemeinsamen Haushalt beider Elternteile gehört. Bis zum Nachweis des Gegenteiles wird vermutet, dass die Mutter den Haushalt überwiegend führt. Der vorrangig anspruchsberechtigte Elternteil kann zu Gunsten des anderen Elternteiles verzichten. Aufgrund Ihrer Angaben im Bundesverwaltungsgerichtsverfahren leben Sie seit 25 Jahren in Österreich und waren hier auch beschäftigt. Die Ehefrau und die Tochter leben beide im gemeinsamen Haushalt in Polen und werden von Ihnen lediglich 2 Mal im Jahr an hohen Feiertagen besucht. Aufgrund dieser Umstände ist davon auszugehen, dass Sie mit Ihrer Ehefrau und Tochter keinen gemeinsamen Haushalt in Polen haben. Da die Tochter bei der Kindesmutter haushaltszugehörig ist, besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe für Sie als Antragsteller. Der vorrangige Anspruch auf Familienbeihilfe steht somit bei dem gegebenen Sachverhalt nur der Kindesmutter zu. Da Ihre Tochter nicht zum gemeinsamen Haushalt beider Elternteile gehört, sondern nur zum Haushalt Ihrer Ehegattin, kann diese auch nicht nach § 2a zu Ihren Gunsten verzichten. Die in der Begründung des angefochtenen Bescheides angeführte fehlende Verzichtserklärung der Kindesmutter liegt zwar nun vor; es fehlt jedoch an der Haushaltszugehörigkeit des Kindes zu Ihnen im Sinne des § 2 Abs.5 des FLAG. Vorlageantrag Mit am 12. März 2020 beim Finanzamt persönlich überreichtem Schreiben vom 10. März 2020 stellte der Bf Vorlageantrag: Betreff: Beschwerdevorentscheidung vom 05.02.2020 (zugestellt und erhalten am 13.02.2020) Antrag auf Entscheidung meiner Beschwerde durch das Bundesfinanzgericht VORLAGEANTRAG Hiermit ergeht fristgerecht der Antrag auf Entscheidung über meine Beschwerde (Vorlageantrag) durch das Bundesfinanzgericht, beim oben angeführten Amt. Meine Beschwerde vom 21.11.2019 richtete sich gegen den Abweisungsbescheid vom 06.11.2019, welcher sich lediglich darin begründet, dass ein Verzicht der Kindesmutter (meiner Ehegattin) zu meinen Gunsten nicht vorliegt. Mit meiner fristgerechten Beschwerde gegen den Bescheid habe ich eine solche Verzichtserklärung nachgereicht. In der Beschwerdevorentscheidung wird nun mit einer fehlenden Haushaltszugehörigkeit argumentiert, wobei laut Urteil vom Bundesfinanzgericht (RV/7104865/2018) vom 03.03.2020 zu meinem Vorlageantrag vom 26.09.2018, eine Haushaltszugehörigkeit sehr wohl gegeben ist. ln Anlehnung an dieses Urteil ersuche ich das Bundesfinanzgericht um Aufhebung des Abweisungsbescheids vom 05.02.2020 und um Gewährung einer Ausgleichszahlung (Kinderbeihilfe) für den beantragten Zeitraum. BFG 3. 3. 2020, RV/7104865/2018 Das Bundesfinanzgericht entschied mit Erkenntnis BFG 3. 3. 2020, RV/7104865/2018, dass dem Bf für die Monate Jänner 2015 bis März 2015, November 2015, Dezember 2015, Dezember 2016 bis Dezember 2017 ein Anspruch auf "Familienbeihilfe/Ausgleichszahlung" zustehe. Sachverhaltsbezogen stellte das BFG fest, dass der Vater ***1*** ***3***, die Mutter ***9*** ***3*** und die Tochter ***6*** ***3*** in Polen im Streitzeitraum in einem gemeinsamen Haushalt wohnten. Die Mutter habe zugunsten des Bf eine Verzichtserklärung gemäß § 2a Abs. 2 FLAG 1967 abgegeben. Zur Beweiswürdigung führte das BFG unter anderem aus (Zitat aus der anonymisierten Fassung laut FINDOK): Im mit den Aktunterlagen vorgelegten Formular E 401 bestätigt die zuständige polnische Behörde am 01.02.2016 die Zusammensetzung der Familie mit A.B. (Vater), D.B. (Mutter) und C.B. (eheliches Kind). Über Anforderung der Abgabenbehörde legte der Beschwerdeführer am 07.06.2018 noch einmal eine Meldebescheinigung der zuständigen polnischen Meldebehörde vom 04.06.2018 vor. Darin bestätigt die Behörde ausdrücklich, dass mit dem Beschwerdeführer in der gemeinsamen Wohnung noch folgende Personen wohnen: D.B., Ehefrau und C.B., Tochter. Auch aus den vorgelegten Bescheiden des Marschalls der Woidwodschaft Kleinpolen vom 10.12.2013, 25.11.2014, 23.01.2017 und 07.02.2017 geht hervor, dass die Familie B. aus drei Personen besteht und das Familieneinkommen dafür ausschlaggebend war, dass der Ehegattin in Polen keine Familienleistungen zuerkannt wurden. Im Bescheid vom 05.09.2017, mit dem der Antrag auf Erziehungsleistungen abgewiesen wird, wird darüber hinaus ausdrücklich der Beschwerdeführer als Mitglied der Familie erwähnt. Nicht außer Betracht bleiben darf auch das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes vom 28.09.2016, GZ. xy. Darin legt das Gericht mit näheren Ausführungen dar, dass sich der Wohnort des Beschwerdeführers durchgehend in Polen befindet, der dort einen Wohnsitz hat, an dem seine Frau, seine minderjährige Tochter und sein erwachsener Sohn leben und in Österreich lediglich eine Mietwohnung bewohnt, die er mit sechs anderen polnischen Staatsangehörigen teilt (siehe dazu die entsprechenden Ausführungen). Begründend stellte das Bundesfinanzgericht die Rechtslage (wie in verschiedenen anderen Erkenntnissen des BFG und unter Verweis auf EuGH 22. 10. 2015, C-378/14, Tomisław Trapkowski) ausführlich dar und referierte schließlich das jüngste Erkenntnis VwGH 12. 11. 2019, Ra 2019/16/0133, ohne freilich die dort geäußerte Rechtsansicht in Bezug auf Art. 60 Abs. 1 Satz 3 VO 987/2009 zu übernehmen. Die tragende rechtliche Begründung des Erkenntnisses BFG 3. 3. 2020, RV/7104865/2018 lautet in Bezug auf den Zeitraum, für den der Beschwerde Folge gegeben wurde: Die Tochter des Beschwerdeführers gehörte in den streitgegenständlichen Monaten dem gemeinsamen Haushalt ihrer Eltern (Beschwerdeführer und Kindesmutter) an. Gehört ein Kind zum gemeinsamen Haushalt der Eltern, so sieht der Gesetzgeber in § 2a Abs. 1 FLAG 1967 vor, dass der Anspruch des Elternteiles, der den Haushalt überwiegend führt (bis zum Nachweis des Gegenteils wird vermutet, dass dies die Mutter ist) dem Anspruch des anderen Elternteiles vorgeht. In diesen Fällen kann jedoch der Elternteil, der einen vorrangigen Anspruch hat, zugunsten des anderen Elternteils verzichten (§ 2a Abs. 2 FLAG 1967). Gegenständlich hat die Kindesmutter gemäß § 2a Abs. 2 FLAG 1967 auf ihren Anspruch zugunsten des Beschwerdeführers verzichtet. Dem Beschwerdeführer steht daher ein Anspruch auf Familienbeihilfe/Differenzzahlung zu. Diesen kann er auch geltend machen. Vorlage Mit Bericht vom 6. April 2020 legte das Finanzamt die Beschwerde dem Bundesfinanzgericht zur Entscheidung vor und führte unter anderem aus: Inhaltsverzeichnis zu den vorgelegten Aktenteilen (Aktenverzeichnis) Beschwerde 1 Beschwerde 19.11.2019 Bescheide 2 Familienbeihilfe (Monat: 01.2018) 06.11.2019 Antrag / Anzeige an die Behörde 3 Antrag auf Ausgleichszahlung 16.09.2019 Beschwerdevorentscheidung 4 Beschwerdevorentscheidung 05.02.2020 Vorlageantrag 5 Vorlageantrag 10.03.2020 Bezughabende Normen § 2 Abs. 1 lit. a iVm § 2a Abs. 1 Familienlastenausgleichsgesetz 1967; § 2 Abs. 5 Familienlastenausgleichsgesetz 1967 Sachverhalt und Anträge Sachverhalt: Kindesvater ist seit vielen Jahren in Österreich erwerbstätig, Kindesmutter und Tochter leben im gemeinsamen Haushalt in Polen. Beweismittel: im Akt Stellungnahme: Im Zuge der BVE wurde davon ausgegangen, dass der Kindesvater nicht zum gemeinsamen Haushalt in Polen gehört und somit eine Verzichtserklärung der Kindesmutter nicht greifen kann. Erst nach Erlassung der BVE erging das Erkenntnis des BFG vom 3.3.2020, wonach ein gemeinsamer Haushalt in Polen festgestellt wurde. Da eine Verzichtserklärung vorliegt, wäre nunmehr der Anspruch gegeben. Ergänzende Mitteilung des Finanzamts vom 22. April 2020 Das Finanzamt teilte dem Bundesfinanzgericht am 22. April 2020 unter Anschluss von PDF der Formulare und der Entscheidungen mit: Am 20.7.2018 wurden Formulare F001 und Entscheidungen der polnischen Behörde vom BKA für den Zeitraum 10/2017 bis 10/2018 übermittelt, jedoch nicht die polnischen Anträge. Am 28.5.2019 wurden ebenso Formulare F001 und Entscheidungen der polnischen Behörde vom BKA für den Zeitraum 10/2018 bis 10/2019 übermittelt; diesmal mit Anträgen der Kindesmutter auf polnische FB und polnische Erziehungsleistung 500+ für diesen Zeitraum. Auf den übermittelten Anträgen 10/18 bis 10/19 fehlt die Unterschrift der Mutter. Es liegt daher auch kein gültiger Antrag vor. Auf den Formularen F001 sind die anzukreuzenden Kästchen nicht feststellbar, da so undeutlich. Für den Zeitraum 10/17-10/18 wurden überhaupt keine Anträge übermittelt. Für den Zeitraum 10/18-10/19 liegen keine gültigen Anträge vor. Es wurden daher keine weiteren Schritte unternommen. Das Bundesfinanzgericht hat erwogen: Sachverhalt Der Bf ***1*** ***2*** ***3*** verfügt über einen beruflich veranlassten Zweitwohnsitz in Österreich in ***4***. Sein Hauptwohnsitz befindet sich in ***5***, Polen. An seinem polnischen Hauptwohnsitz wohnt er im gemeinsamen Haushalt mit seiner Ehegattin ***9*** ***3*** und seiner im April 2008 geborenen Tochter ***6*** ***7*** ***3***. Vater, Mutter und Tochter sind polnische Staatangehörige, somit Unionsbürger. Der Vater, der Bf, ist in Österreich bei einem Arbeitgeber beschäftigt. Die Mutter ist in Polen nicht erwerbstätig. Die Tochter geht in Polen zur Schule. Polen leistet nach der Aktenlage für ***6*** ***3*** keine Familienleistungen (weder Erziehungsleistung noch Kindergeld). Der zuständige polnische Träger hat Anträge der Mutter ***9*** ***3*** an das (damalige) Bundesministerium für Familien und Jugend weitergeleitet, dieses wiederum an das Finanzamt Baden Mödling. Eine Erledigung durch das Finanzamt erfolgte nicht. Die Mutter hat zugunsten des Vaters gemäß § 2a Abs. 2 FLAG 1967 auf die vorrangig zustehende (österreichische) Familienbeihilfe verzichtet. Beweiswürdigung Die getroffenen Feststellungen stützen sich auf die Aktenlage. Sie sind nicht strittig. Rechtsgrundlagen Unionsrecht Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit Für den Streitzeitraum ist die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (im Folgenden: VO 883/2004) maßgebend. Die VO 883/2004 gilt für alle Rechtsvorschriften über Zweige der sozialen Sicherheit, welche Familienleistungen betreffen (Art. 3 Abs. 1 Buchstabe j VO 883/2004). Die in Rede stehende Familienbeihilfe ist eine Familienleistung. Zu den Familienangehörigen zählt Art. 1 Buchstabe i Nummer 1 Ziffer i VO 883/2004 "jede Person, die in den Rechtsvorschriften, nach denen die Leistungen gewährt werden, als Familienangehöriger bestimmt oder anerkannt oder als Haushaltsangehöriger bezeichnet wird". "Unterscheiden die gemäß Nummer 1 anzuwendenden Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats die Familienangehörigen nicht von anderen Personen, auf die diese Rechtsvorschriften anwendbar sind, so werden der Ehegatte, die minderjährigen Kinder und die unterhaltsberechtigten volljährigen Kinder als Familienangehörige angesehen" (Art. 1 Buchstabe i Nummer 2 VO 883/2004). Wird nach den anzuwendenden nationalen Rechtsvorschriften eine Person nur dann als Familien- oder Haushaltsangehöriger angesehen, wenn sie mit dem Versicherten oder dem Rentner in häuslicher Gemeinschaft lebt, so gilt gemäß Art. 1 Buchstabe i Nummer 3 VO 883/2004 diese Voraussetzung als erfüllt, wenn der Unterhalt der betreffenden Person überwiegend von dem Versicherten oder dem Rentner bestritten wird. "Wohnort" ist der Ort des gewöhnlichen Aufenthalts einer Person (Art. 1 Abs. 1 Buchstabe j VO 883/2004), "Aufenthalt" der vorübergehende Aufenthalt (Art. 1 Abs. 1 Buchstabe k VO 883/2004). "Familienleistungen" sind alle Sach- oder Geldleistungen zum Ausgleich von Familienlasten, mit Ausnahme von Unterhaltsvorschüssen und besonderen Geburts- und Adoptionsbeihilfen (Art. 1 Abs. 1 Buchstabe z VO 883/2004). Artikel 1 Definitionen Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck: a) "Beschäftigung" jede Tätigkeit oder gleichgestellte Situation, die für die Zwecke der Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit des Mitgliedstaats, in dem die Tätigkeit ausgeübt wird oder die gleichgestellte Situation vorliegt, als solche gilt; b) "selbstständige Erwerbstätigkeit" jede Tätigkeit oder gleichgestellte Situation, die für die Zwecke der Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit des Mitgliedstaats, in dem die Tätigkeit ausgeübt wird oder die gleichgestellte Situation vorliegt, als solche gilt; ... i) "Familienangehöriger": 1. i) jede Person, die in den Rechtsvorschriften, nach denen die Leistungen gewährt werden, als Familienangehöriger bestimmt oder anerkannt oder als Haushaltsangehöriger bezeichnet wird; ii) ...; 2. unterscheiden die gemäß Nummer 1 anzuwendenden Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats die Familienangehörigen nicht von anderen Personen, auf die diese Rechtsvorschriften anwendbar sind, so werden der Ehegatte, die minderjährigen Kinder und die unterhaltsberechtigten volljährigen Kinder als Familienangehörige angesehen; 3. wird nach den gemäß Nummern 1 und 2 anzuwendenden Rechtsvorschriften eine Person nur dann als Familien- oder Haushaltsangehöriger angesehen, wenn sie mit dem Versicherten oder dem Rentner in häuslicher Gemeinschaft lebt, so gilt diese Voraussetzung als erfüllt, wenn der Unterhalt der betreffenden Person überwiegend von dem Versicherten oder dem Rentner bestritten wird; j) "Wohnort" den Ort des gewöhnlichen Aufenthalts einer Person; k) "Aufenthalt" den vorübergehenden Aufenthalt; … z) "Familienleistungen" alle Sach- oder Geldleistungen zum Ausgleich von Familienlasten, mit Ausnahme von Unterhaltsvorschüssen und besonderen Geburts- und Adoptionsbeihilfen nach Anhang I. Polnische Fassung: Artykuł 1 Definicje Do celów stosowania niniejszego rozporządzenia: a) określenie "praca najemna" oznacza wszelką pracę lub sytuację równoważną, traktowaną jako taką do celów stosowania ustawodawstwa w zakresie zabezpieczenia społecznego Państwa Członkowskiego, w którym taka praca lub sytuacja równoważna ma miejsce; b) określenie "działalność na własny rachunek" oznacza wszelką pracę lub sytuację równoważną, traktowaną jako taką do celów ustawodawstwa w zakresie zabezpieczenia społecznego Państwa Członkowskiego, w którym taka praca lub sytuacja równoważna ma miejsce; ... i) określenie "członek rodziny" oznacza: 1. i) każdą osobę określoną lub uznaną za członka rodziny lub określoną jako członek gospodarstwa domowego przez ustawodawstwo, na mocy którego przyznawane są świadczenia; ii) ... 2. jeżeli ustawodawstwo Państwa Członkowskiego, które ma zastosowanie zgodnie z akapitem pierwszym, nie dokonuje rozróżnienia pomiędzy członkami rodziny a innymi osobami, do których się ono stosuje, to za członków rodziny uważa się małżonków, nieletnie dzieci i dzieci pozostające na utrzymaniu, które osiągnęły pełnoletniość; 3. jeżeli, na podstawie ustawodawstwa, które ma zastosowanie zgodnie z akapitem pierwszym i drugim, osoba jest uważana za członka rodziny lub członka gospodarstwa domowego tylko wtedy, gdy mieszka ona w tym samym gospodarstwie co ubezpieczony albo emeryt lub rencista, to warunek ten uważa się za spełniony, jeśli wspomniana osoba pozostaje głównie na utrzymaniu ubezpieczonego albo emeryta lub rencisty; j) określenie "zamieszkanie" oznacza miejsce, w którym osoba zwykle przebywa; k) określenie "pobyt" oznacza pobyt czasowy; ... określenie "świadczenie rodzinne" oznacza wszelkie świadczenia rzeczowe lub pieniężne, które mają odpowiadać wydatkom rodziny, z wyłączeniem zaliczek z tytułu świadczeń alimentacyjnych oraz specjalnych świadczeń porodowych i świadczeń adopcyjnych wspomnianych w załączniku I. Art. 4 VO 883/2004 zufolge haben die Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates: Artikel 4 Gleichbehandlung Sofern in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist, haben Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Polnische Fassung: Artykuł 4 Zasada równego traktowania O ile niniejsze rozporządzenie nie stanowi inaczej, osoby, do których stosuje się niniejsze rozporządzenie korzystają z tych samych świadczeń i podlegają tym samym obowiązkom na mocy ustawodawstwa każdego Państwa Członkowskiego, co jego obywatele. Art. 7 VO 883/2004 lautet: Aufhebung der Wohnortklauseln Sofern in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist, dürfen Geldleistungen, die nach den Rechtsvorschriften eines oder mehrerer Mitgliedstaaten oder nach dieser Verordnung zu zahlen sind, nicht aufgrund der Tatsache gekürzt, geändert, zum Ruhen gebracht, entzogen oder beschlagnahmt werden, dass der Berechtigte oder seine Familienangehörigen in einem anderen als dem Mitgliedstaat wohnt bzw. wohnen, in dem der zur Zahlung verpflichtete Träger seinen Sitz hat. Polnische Fassung: Artykuł 7 Uchylenie zasad dotyczących miejsca zamieszkania O ile niniejsze rozporządzenie nie stanowi inaczej, świadczenia pieniężne należne na podstawie ustawodawstwa jednego lub kilku Państw Członkowskich lub na podstawie niniejszego rozporządzenia, nie podlegają jakimkolwiek obniżkom, zmianom, zawieszaniu, wstrzymywaniu lub konfiskacie z powodu tego, że beneficjent lub członkowie jego rodziny mieszkają w innym Państwie Członkowskim niż to, w którym znajduje się instytucja odpowiedzialna za ich wypłacanie. Personen, für die diese Verordnung gilt, unterliegen nach Art. 11 Abs. 1 VO 883/2004 den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats. Art. 11 VO 883/2004 lautet: Artikel 11 (1) Personen, für die diese Verordnung gilt, unterliegen den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats. Welche Rechtsvorschriften dies sind, bestimmt sich nach diesem Titel. (2) Für die Zwecke dieses Titels wird bei Personen, die aufgrund oder infolge ihrer Beschäftigung oder selbstständigen Erwerbstätigkeit eine Geldleistung beziehen, davon ausgegangen, dass sie diese Beschäftigung oder Tätigkeit ausüben. Dies gilt nicht für Invaliditäts-, Alters- oder Hinterbliebenenrenten oder für Renten bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten oder für Geldleistungen bei Krankheit, die eine Behandlung von unbegrenzter Dauer abdecken. (3) Vorbehaltlich der Artikel 12 bis 16 gilt Folgendes: a) eine Person, die in einem Mitgliedstaat eine Beschäftigung oder selbstständige Erwerbstätigkeit ausübt, unterliegt den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats; b) ein Beamter unterliegt den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, dem die ihn beschäftigende Verwaltungseinheit angehört; c) eine Person, die nach den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats Leistungen bei Arbeitslosigkeit gemäß Artikel 65 erhält, unterliegt den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats; d) eine zum Wehr- oder Zivildienst eines Mitgliedstaats einberufene oder wiedereinberufene Person unterliegt den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats; e) jede andere Person, die nicht unter die Buchstaben a) bis d) fällt, unterliegt unbeschadet anders lautender Bestimmungen dieser Verordnung, nach denen ihr Leistungen aufgrund der Rechtsvorschriften eines oder mehrerer anderer Mitgliedstaaten zustehen, den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats. (4) Für die Zwecke dieses Titels gilt eine Beschäftigung oder selbstständige Erwerbstätigkeit, die gewöhnlich an Bord eines unter der Flagge eines Mitgliedstaats fahrenden Schiffes auf See ausgeübt wird, als in diesem Mitgliedstaat ausgeübt. Eine Person, die einer Beschäftigung an Bord eines unter der Flagge eines Mitgliedstaats fahrenden Schiffes nachgeht und ihr Entgelt für diese Tätigkeit von einem Unternehmen oder einer Person mit Sitz oder Wohnsitz in einem anderen Mitgliedstaat erhält, unterliegt jedoch den Rechtsvorschriften des letzteren Mitgliedstaats, sofern sie in diesem Staat wohnt. Das Unternehmen oder die Person, das bzw. die das Entgelt zahlt, gilt für die Zwecke dieser Rechtsvorschriften als Arbeitgeber. (5) Eine Tätigkeit, die ein Flug- oder Kabinenbesatzungsmitglied in Form von Leistungen im Zusammenhang mit Fluggästen oder Luftfracht ausübt, gilt als in dem Mitgliedstaat ausgeübte Tätigkeit, in dem sich die "Heimatbasis" im Sinne von Anhang III der Verordnung (EWG) Nr 3922/91 befindet. Polnische Fassung: Artykuł 11 Zasady ogólne 1. Osoby, do których stosuje się niniejsze rozporządzenie, podlegają ustawodawstwu tylko jednego Państwa Członkowskiego. Ustawodawstwo takie określane jest zgodnie z przepisami niniejszego tytułu. 2. Do celów stosowania przepisów tego tytułu osoby otrzymujące świadczenia pieniężne z powodu lub w konsekwencji swej na własny rachunek uważane są za wykonujące wspomnianą pracę. Nie dotyczy to świadczeń z tytułu inwalidztwa, emerytur ani rent rodzinnych, ani też rent z tytułu wypadków przy pracy lub chorób zawodowych lub świadczeń pieniężnych z tytułu choroby obejmujących leczenie przez czas nieokreślony. 3. Zgodnie z przepisami art. 12 do 16: a) osoba wykonująca w Państwie Członkowskim pracę najemną lub pracę na własny rachunek podlega ustawodawstwu tego Państwa Członkowskiego; b) urzędnik służby cywilnej podlega ustawodawstwu Państwa Członkowskiego, jakiemu podlega zatrudniająca go administracja; c) osoba otrzymująca zasiłek dla bezrobotnych zgodnie z przepisami art. 65 na podstawie ustawodawstwa Państwa Członkowskiego zamieszkania podlega ustawodawstwu tego Państwa Członkowskiego; d) osoba powołana lub odwołana ze służby w siłach zbrojnych lub służby cywilnej w Państwie Członkowskim podlega ustawodawstwu tego Państwa Członkowskiego; e) każda inna osoba, do której nie mają zastosowania przepisy lit. a) do d) podlega ustawodawstwu Państwa Członkowskiego, w którym ma miejsce zamieszkania, bez uszczerbku dla innych przepisów niniejszego rozporządzenia, gwarantujących jej świadczenia na podstawie ustawodawstwa jednego lub kilku innych Państw Członkowskich. 4. Do celów stosowania przepisów niniejszego tytułu, praca najemna lub praca na własny rachunek wykonywana normalnie na pokładzie statku na morzu pod banderą Państwa Członkowskiego uważana jest za pracę wykonywaną w tym Państwie Członkowskim. Jednakże osoba zatrudniona na pokładzie statku pod banderą Państwa Członkowskiego a otrzymująca wynagrodzenie za taką pracę od przedsiębiorstwa lub osoby, których siedziba lub miejsce prowadzenia działalności są w innym Państwie Członkowskim, podlega ustawodawstwu tego ostatniego Państwa Członkowskiego, jeżeli zamieszkuje w tym Państwie. Do celów stosowania wspomnianego ustawodawstwa, przedsiębiorstwo lub osoba wypłacająca wynagrodzenie uważana jest za pracodawcę. 5. Praca w charakterze członka załogi lotniczej lub personelu pokładowego, wykonywana w lotniczym transporcie pasażerów lub towarów, jest uznawana za pracę wykonywaną w państwie członkowskim, w którym znajduje się port macierzysty, zgodnie z definicją zawartą w załączniku III do rozporządzenia (EWG) nr 3922/91. Nach Art. 11 Abs. 3 Buchst. a VO 883/2004 unterliegt daher eine Person, die (nur) in einem Mitgliedstaat eine Beschäftigung oder selbstständige Erwerbstätigkeit ausübt, den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats. Artikel 13 VO 883/2004 lautet: Artikel 13 Ausübung von Tätigkeiten in zwei oder mehr Mitgliedstaaten (1) Eine Person, die gewöhnlich in zwei oder mehr Mitgliedstaaten eine Beschäftigung ausübt, unterliegt a) den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats, wenn sie dort einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt oder wenn sie bei mehreren Unternehmen oder Arbeitgebern beschäftigt ist, die ihren Sitz oder Wohnsitz in verschiedenen Mitgliedstaaten haben, oder b) den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem das Unternehmen oder der Arbeitgeber, das bzw. der sie beschäftigt, seinen Sitz oder Wohnsitz hat, sofern sie keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeiten in dem Wohnmitgliedstaat ausübt. (2) Eine Person, die gewöhnlich in zwei oder mehr Mitgliedstaaten eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausübt, unterliegt a) den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats, wenn sie dort einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt, oder b) den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem sich der Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten befindet, wenn sie nicht in einem der Mitgliedstaaten wohnt, in denen sie einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt. (3) Eine Person, die gewöhnlich in verschiedenen Mitgliedstaaten eine Beschäftigung und eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausübt, unterliegt den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem sie eine Beschäftigung ausübt, oder, wenn sie eine solche Beschäftigung in zwei oder mehr Mitgliedstaaten ausübt, den nach Absatz 1 bestimmten Rechtsvorschriften. (4) Eine Person, die in einem Mitgliedstaat als Beamter beschäftigt ist und die eine Beschäftigung und/oder eine selbstständige Erwerbstätigkeit in einem oder mehreren anderen Mitgliedstaaten ausübt, unterliegt den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, dem die sie beschäftigende Verwaltungseinheit angehört. (5) Die in den Absätzen 1 bis 4 genannten Personen werden für die Zwecke der nach diesen Bestimmungen ermittelten Rechtsvorschriften so behandelt, als ob sie ihre gesamte Beschäftigung oder selbstständige Erwerbstätigkeit in dem betreffenden Mitgliedstaat ausüben und dort ihre gesamten Einkünfte erzielen würden. Polnische Fassung: Artykuł 13 Wykonywanie pracy w dwóch lub w kilku Państwach Członkowskich 1. Osoba, która normalnie wykonuje pracę najemną w dwóch lub więcej państwach członkowskich, podlega: a) ustawodawstwu państwa członkowskiego, w którym ma miejsce zamieszkania, jeżeli wykonuje znaczną część pracy w tym państwie członkowskim; lub b) jeżeli nie wykonuje znacznej części pracy w państwie członkowskim, w którym ma miejsce zamieszkania: (i) ustawodawstwu państwa członkowskiego, w którym znajduje się siedziba lub miejsce wykonywania działalności przedsiębiorstwa lub pracodawcy, jeżeli jest zatrudniona przez jedno przedsiębiorstwo lub jednego pracodawcę; lub (ii) ustawodawstwu państwa członkowskiego, w którym znajduje się siedziba lub miejsce wykonywania działalności przedsiębiorstw lub pracodawców, jeżeli jest zatrudniona przez co najmniej dwa przedsiębiorstwa lub co najmniej dwóch pracodawców, których siedziba lub miejsce wykonywania działalności znajduje się tylko w jednym państwie członkowskim; lub (iii) ustawodawstwu państwa członkowskiego, w którym znajduje się siedziba lub miejsce wykonywania działalności przedsiębiorstwa lub pracodawcy, innego niż państwo członkowskie jej zamieszkania, jeżeli jest zatrudniona przez dwa lub więcej przedsiębiorstw lub dwóch lub więcej pracodawców, których siedziba lub miejsce wykonywania działalności znajduje się w dwóch państwach członkowskich, z których jedno jest państwem członkowskim jej zamieszkania; lub (iv) ustawodawstwu państwa członkowskiego, w którym ma miejsce zamieszkania, jeżeli jest zatrudniona przez dwa lub więcej przedsiębiorstw lub dwóch lub więcej pracodawców, a co najmniej dwa z tych przedsiębiorstw lub dwóch z tych pracodawców mają siedzibę lub miejsce wykonywania działalności w różnych państwach członkowskich innych niż państwo członkowskie miejsca zamieszkania. 2. Osoba, która normalnie wykonuje pracę na własny rachunek w dwóch lub w kilku Państwach Członkowskich podlega: a) ustawodawstwu Państwa Członkowskiego, w którym ma miejsce zamieszkania, jeżeli wykonuje znaczną część pracy w tym Państwie Członkowskim lub b) ustawodawstwu Państwa Członkowskiego, w którym znajduje się centrum zainteresowania dla jej działalności, jeżeli osoba ta nie zamieszkuje w jednym z Państw Członkowskich, w których wykonuje ona znaczną część swej pracy. 3. Osoba, która normalnie wykonuje pracę najemną i pracę na własny rachunek w różnych Państwach Członkowskich podlega ustawodawstwu Państwa Członkowskiego, w którym wykonuje swą pracę najemną lub, jeżeli wykonuje taką pracę w dwóch lub w kilku Państwach Członkowskich, ustawodawstwu określonemu zgodnie z przepisami ust. 1. 4. Osoba, która jest zatrudniona jako urzędnik służby cywilnej przez jedno Państwo Członkowskie, i która wykonuje pracę najemną i/lub pracę na własny rachunek w jednym lub w kilku Państwach Członkowskich, podlega ustawodawstwu Państwa Członkowskiego, któremu podlega zatrudniająca ją administracja. 5. Osoby, o których mowa w ust. 1 do 4, traktowane są, do celów stosowania ustawodawstwa określonego zgodnie z tymi przepisami, tak jak gdyby wykonywały każdy swoją pracę najemną lub pracę na własny rachunek i jakby uzyskiwały cały swój dochód w zainteresowanym Państwie Członkowskim. Art. 67 VO 883/2004 lautet: Artikel 67 Familienangehörige, die in einem anderen Mitgliedstaat wohnen Eine Person hat auch für Familienangehörige, die in einem anderen Mitgliedstaat wohnen, Anspruch auf Familienleistungen nach den Rechtsvorschriften des zuständigen Mitgliedstaats, als ob die Familienangehörigen in diesem Mitgliedstaat wohnen würden. Ein Rentner hat jedoch Anspruch auf Familienleistungen nach den Rechtsvorschriften des für die Rentengewährung zuständigen Mitgliedstaats. Polnische Fassung: Artykuł 67 Członkowie rodziny, którzy zamieszkują w innym Państwie Członkowskim Osoba jest uprawniona do świadczeń rodzinnych zgodnie z ustawodawstwem właściwego Państwa Członkowskiego, włącznie ze świadczeniami dla członków rodziny, którzy zamieszkują w innym Państwie Członkowskim, tak jak gdyby zamieszkiwali oni w pierwszym Państwie Członkowskim. Jednak emeryt lub rencista jest uprawniony do świadczeń rodzinnych zgodnie z ustawodawstwem Państwa Członkowskiego właściwego ze względu na emeryturę lub rentę. Art. 68 VO 883/2004 lautet: Artikel 68 Prioritätsregeln bei Zusammentreffen von Ansprüchen (1) Sind für denselben Zeitraum und für dieselben Familienangehörigen Leistungen nach den Rechtsvorschriften mehrerer Mitgliedstaaten zu gewähren, so gelten folgende Prioritätsregeln: a) Sind Leistungen von mehreren Mitgliedstaaten aus unterschiedlichen Gründen zu gewähren, so gilt folgende Rangfolge: an erster Stelle stehen die durch eine Beschäftigung oder eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausgelösten Ansprüche, darauf folgen die durch den Bezug einer Rente ausgelösten Ansprüche und schließlich die durch den Wohnort ausgelösten Ansprüche. b) Sind Leistungen von mehreren Mitgliedstaaten aus denselben Gründen zu gewähren, so richtet sich die Rangfolge nach den folgenden subsidiären Kriterien: i) bei Ansprüchen, die durch eine Beschäftigung oder eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausgelöst werden: der Wohnort der Kinder, unter der Voraussetzung, dass dort eine solche Tätigkeit ausgeübt wird, und subsidiär gegebenenfalls die nach den widerstreitenden Rechtsvorschriften zu gewährende höchste Leistung. Im letztgenannten Fall werden die Kosten für die Leistungen nach in der Durchführungsverordnung festgelegten Kriterien aufgeteilt; ii) bei Ansprüchen, die durch den Bezug einer Rente ausgelöst werden: der Wohnort der Kinder, unter der Voraussetzung, dass nach diesen Rechtsvorschriften eine Rente geschuldet wird, und subsidiär gegebenenfalls die längste Dauer der nach den widerstreitenden Rechtsvorschriften zurückgelegten Versicherungs- oder Wohnzeiten; iii) bei Ansprüchen, die durch den Wohnort ausgelöst werden: der Wohnort der Kinder. (2) Bei Zusammentreffen von Ansprüchen werden die Familienleistungen nach den Rechtsvorschriften gewährt, die nach Absatz 1 Vorrang haben. Ansprüche auf Familienleistungen nach anderen widerstreitenden Rechtsvorschriften werden bis zur Höhe des nach den vorrangig geltenden Rechtsvorschriften vorgesehenen Betrags ausgesetzt; erforderlichenfalls ist ein Unterschiedsbetrag in Höhe des darüber hinausgehenden Betrags der Leistungen zu gewähren. Ein derartiger Unterschiedsbetrag muss jedoch nicht für Kinder gewährt werden, die in einem anderen Mitgliedstaat wohnen, wenn der entsprechende Leistungsanspruch ausschließlich durch den Wohnort ausgelöst wird. (3) Wird nach Artikel 67 beim zuständigen Träger eines Mitgliedstaats, dessen Rechtsvorschriften gelten, aber nach den Prioritätsregeln der Absätze 1 und 2 des vorliegenden Artikels nachrangig sind, ein Antrag auf Familienleistungen gestellt, so gilt Folgendes: a) Dieser Träger leitet den Antrag unverzüglich an den zuständigen Träger des Mitgliedstaats weiter, dessen Rechtsvorschriften vorrangig gelten, teilt dies der betroffenen Person mit und zahlt unbeschadet der Bestimmungen der Durchführungsverordnung über die vorläufige Gewährung von Leistungen erforderlichenfalls den in Absatz 2 genannten Unterschiedsbetrag; b) der zuständige Träger des Mitgliedstaats, dessen Rechtsvorschriften vorrangig gelten, bearbeitet den Antrag, als ob er direkt bei ihm gestellt worden wäre; der Tag der Einreichung des Antrags beim ersten Träger gilt als der Tag der Einreichung bei dem Träger, der vorrangig zuständig ist. Polnische Fassung: Artykuł 68 Zasady pierwszeństwa w przypadku zbiegu praw do świadczeń 1. W przypadkach, w których na podstawie ustawodawstwa więcej niż jednego Państwa Członkowskiego udzielane są świadczenia w tym samym okresie i dla tych samych członków rodziny, mają zastosowanie następujące zasady pierwszeństwa: a) w przypadku świadczeń wypłacanych przez więcej niż jedno Państwo Członkowskie z różnych tytułów, kolejność pierwszeństwa jest następująca: w pierwszej kolejności prawa udzielane z tytułu zatrudnienia lub pracy na własny rachunek, w drugiej kolejności prawa udzielane z tytułu otrzymywania emerytury lub renty i w ostatniej kolejności prawa uzyskiwane na podstawie miejsca zamieszkania; b) w przypadku świadczeń wypłacanych przez więcej niż jedno Państwo Członkowskie z tego samego tytułu, kolejność pierwszeństwa ustalana jest poprzez odniesienie do następujących kryteriów dodatkowych: i) w przypadku świadczeń uzyskiwanych z tytułu zatrudnienia lub pracy na własny rachunek: miejsce zamieszkania dzieci, pod warunkiem że taka praca jest wykonywana i, dodatkowo, w odpowiednim przypadku, najwyższa kwota świadczeń przewidzianych przez kolidujące ustawodawstwa. W tym ostatnim przypadku koszt świadczeń dzielony jest według kryteriów określonych w rozporządzeniu wykonawczym; ii) w przypadku świadczeń uzyskiwanych na podstawie otrzymywania emerytur lub rent: miejsce zamieszkania dzieci, pod warunkiem że emerytura lub renta jest wypłacana na podstawie jego ustawodawstwa i, dodatkowo, w odpowiednim przypadku, najdłuższy okres ubezpieczenia lub zamieszkania na podstawie kolidujących ustawodawstw; iii) w przypadku świadczeń uzyskiwanych na podstawie miejsca zamieszkania: miejsce zamieszkania dzieci. 2. W przypadku zbiegu uprawnień, świadczenia rodzinne udzielane są zgodnie z ustawodawstwem wyznaczonym jako mające pierwszeństwo na podstawie przepisów ust. 1. Uprawnienia do świadczeń rodzinnych z tytułu innych kolidujących ustawodawstw są zawieszane do kwoty przewidzianej przez pierwsze ustawodawstwo i, w odpowiednim przypadku, określany jest dodatek dyferencyjny dla sumy, która przekracza tę kwotę. Jednakże taki dodatek dyferencyjny nie musi być przewidziany dla dzieci zamieszkujących w innym Państwie Członkowskim, kiedy uprawnienie do przedmiotowego świadczenia wynika wyłącznie z miejsca zamieszkania. 3. Jeżeli, zgodnie z przepisami art. 67, w instytucji właściwej Państwa Członkowskiego, którego ustawodawstwo ma zastosowanie, złożony zostaje wniosek o przyznanie świadczeń rodzinnych, ale nie z tytułu prawa pierwszeństwa wynikającego z przepisów ust. 1 i 2 niniejszego artykułu, to: a) instytucja ta niezwłocznie przekazuje taki wniosek instytucji właściwej Państwa Członkowskiego, którego ustawodawstwo ma zastosowanie z tytułu pierwszeństwa, informuje zainteresowanego i, bez uszczerbku dla przepisów rozporządzenia wykonawczego dotyczących tymczasowego przyznawania świadczeń, zapewnia, jeżeli to konieczne, dodatek dyferencyjny wspomniany w ust. 2; b) instytucja właściwa Państwa Członkowskiego, którego ustawodawstwo ma zastosowanie z tytułu pierwszeństwa, rozpatruje ten wniosek, tak jak gdyby został on złożony bezpośrednio do niej, a dzień, w którym wniosek taki został złożony w pierwszej instytucji, uważa się za dzień złożenia wniosku w instytucji mającej pierwszeństwo. Art. 76 VO 883/2004 lautet: Zusammenarbeit (1) Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten unterrichten einander über: a) alle zur Anwendung dieser Verordnung getroffenen Maßnahmen; b) alle Änderungen ihrer Rechtsvorschriften, die die Anwendung dieser Verordnung berühren können. (2) Für die Zwecke dieser Verordnung unterstützen sich die Behörden und Träger der Mitgliedstaaten, als handelte es sich um die Anwendung ihrer eigenen Rechtsvorschriften. Die gegenseitige Amtshilfe dieser Behörden und Träger ist grundsätzlich kostenfrei. Die Verwaltungskommission legt jedoch die Art der erstattungsfähigen Ausgaben und die Schwellen für die Erstattung dieser Ausgaben fest. (3) Die Behörden und Träger der Mitgliedstaaten können für die Zwecke dieser Verordnung miteinander sowie mit den betroffenen Personen oder deren Vertretern unmittelbar in Verbindung treten. (4) Die Träger und Personen, die in den Geltungsbereich dieser Verordnung fallen, sind zur gegenseitigen Information und Zusammenarbeit verpflichtet, um die ordnungsgemäße Anwendung dieser Verordnung zu gewährleisten. Die Träger beantworten gemäß dem Grundsatz der guten Verwaltungspraxis alle Anfragen binnen einer angemessenen Frist und übermitteln den betroffenen Personen in diesem Zusammenhang alle erforderlichen Angaben, damit diese die ihnen durch diese Verordnung eingeräumten Rechte ausüben können. Die betroffenen Personen müssen die Träger des zuständigen Mitgliedstaats und des Wohnmitgliedstaats so bald wie möglich über jede Änderung ihrer persönlichen oder familiären Situation unterrichten, die sich auf ihre Leistungsansprüche nach dieser Verordnung auswirkt. (5) Die Verletzung der Informationspflicht gemäß Absatz 4 Unterabsatz 3 kann angemessene Maßnahmen nach dem nationalen Recht nach sich ziehen. Diese Maßnahmen müssen jedoch denjenigen entsprechen, die für vergleichbare Tatbestände der nationalen Rechtsordnung gelten, und dürfen die Ausübung der den Antragstellern durch diese Verordnung eingeräumten Rechte nicht praktisch unmöglich machen oder übermäßig erschweren. (6) Werden durch Schwierigkeiten bei der Auslegung oder Anwendung dieser Verordnung die Rechte einer Person im Geltungsbereich der Verordnung in Frage gestellt, so setzt sich der Träger des zuständigen Mitgliedstaats oder des Wohnmitgliedstaats der betreffenden Person mit dem Träger des anderen betroffenen Mitgliedstaats oder den Trägern der anderen betroffenen Mitgliedstaaten in Verbindung. Wird binnen einer angemessenen Frist keine Lösung gefunden, so können die betreffenden Behörden die Verwaltungskommission befassen. (7) Die Behörden, Träger und Gerichte eines Mitgliedstaats dürfen die bei ihnen eingereichten Anträge oder sonstigen Schriftstücke nicht deshalb zurückweisen, weil sie in einer Amtssprache eines anderen Mitgliedstaats abgefasst sind, die gemäß Artikel 290 des Vertrags als Amtssprache der Organe der Gemeinschaft anerkannt ist. Polnische Fassung: Artykuł 76 Współpraca 1. Właściwe władze Państw Członkowskich przekazują sobie wszelkie informacje dotyczące: a) środków podjętych w celu wprowadzenia w życie niniejszego rozporządzenia; b) zmian w ich ustawodawstwie, które mogą mieć wpływ na wprowadzenie w życie niniejszego rozporządzenia. 2. Do celów stosowania niniejszego rozporządzenia, władze i instytucje Państw Członkowskich współpracują, tak jak gdyby chodziło o wprowadzanie w życie ich ustawodawstwa. Administracyjna pomoc tych władz i instytucji powinna być w zasadzie wolna od opłat. Jednakże Komisja Administracyjna określa charakter kosztów podlegających zwrotowi oraz limity, ponad które należny jest ich zwrot. 3. Do celów wykonania niniejszego rozporządzenia, władze i instytucje Państw Członkowskich mogą porozumiewać się między sobą bezpośrednio, jak i z osobami zainteresowanymi lub z ich pełnomocnikami. 4. Instytucje i osoby objęte niniejszym rozporządzeniem zobowiązane są do wzajemnego przekazywania informacji oraz do współpracy w celu zapewnienia prawidłowego wprowadzenia w życie niniejszego rozporządzenia. Instytucje, zgodnie z zasadą dobrego zarządzania, odpowiadają na wszystkie zapytania w rozsądnym terminie i w związku z tym udzielają zainteresowanym wszelkich informacji wymaganych do wykonania praw nadanych im na mocy niniejszego rozporządzenia. Zainteresowani muszą jak najszybciej informować instytucje właściwego Państwa Członkowskiego oraz Państwa Członkowskiego zamieszkania o wszelkich zmianach ich sytuacji osobistej lub rodzinnej, które mają wpływ na ich prawo do świadczeń na mocy niniejszego rozporządzenia. 5. Nieprzestrzeganie obowiązku informowania, o którym mowa w ust. 4 akapit trzeci, może skutkować zastosowaniem proporcjonalnych środków zgodnie z prawem krajowym. Jednakże środki te są równoważne ze środkami mającymi zastosowanie w podobnych sytuacjach na podstawie prawa krajowego i nie uniemożliwiają ani nie czynią w praktyce nadmiernie trudnym wykonywania przez ubiegających się praw nadanych im na mocy niniejszego rozporządzenia. 6. W przypadku trudności z wykładnią lub stosowaniem niniejszego rozporządzenia, które mogłyby zagrażać prawom objętej nim osoby, instytucja właściwego Państwa Członkowskiego lub Państwa Członkowskiego zamieszkania zainteresowanego skontaktuje się z instytucją lub instytucjami zainteresowanego lub zainteresowanych Państw Członkowskich. Jeżeli w rozsądnym terminie nie uda się znaleźć rozwiązania, zainteresowane władze mogą poprosić o interwencję Komisję Administracyjną. 7. Władze, instytucje i sądy Państwa Członkowskiego nie mogą odrzucić wniosków lub innych dokumentów skierowanych do nich z powodu tego, że są sporządzone w urzędowym języku innego Państwa Członkowskiego uznanym za język urzędowy instytucji wspólnotowych zgodnie z przepisami artykułu 290 Traktatu. Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit Die Verordnung enthält Durchführungsbestimmungen zur VO 883/2004. Aus den Erwägungsgründen dieser Verordnung: (10) Zur Ermittlung des zuständigen Trägers - d. h. die für diesen Träger geltenden Rechtsvorschriften sind anwendbar oder ihm obliegt die Gewährung bestimmter Leistungen - muss die objektive Situation des Versicherten oder seiner Familienangehörigen von den Trägern eines oder mehrerer Mitgliedstaaten geprüft werden. Um den Schutz der betreffenden Person während dieses erforderlichen Informationsaustauschs unter den Trägern zu gewährleisten, ist ihr vorläufiger Anschluss an ein System der sozialen Sicherheit vorzusehen. Art. 5 VO 987/2009 lautet: Artikel 5 Rechtswirkung der in einem anderen Mitgliedstaat ausgestellten Dokumente und Belege (1) Vom Träger eines Mitgliedstaats ausgestellte Dokumente, in denen der Status einer Person für die Zwecke der Anwendung der Grundverordnung und der Durchführungsverordnung bescheinigt wird, sowie Belege, auf deren Grundlage die Dokumente ausgestellt wurden, sind für die Träger der anderen Mitgliedstaaten so lange verbindlich, wie sie nicht von dem Mitgliedstaat, in dem sie ausgestellt wurden, widerrufen oder für ungültig erklärt werden. Seite 1004 Seite 1005 Seite 1005 (2) Bei Zweifeln an der Gültigkeit eines Dokuments oder der Richtigkeit des Sachverhalts, der den im Dokument enthaltenen Angaben zugrunde liegt, wendet sich der Träger des Mitgliedstaats, der das Dokument erhält, an den Träger, der das Dokument ausgestellt hat, und ersucht diesen um die notwendige Klarstellung oder gegebenenfalls um den Widerruf dieses Dokuments. Der Träger, der das Dokument ausgestellt hat, überprüft die Gründe für die Ausstellung und widerruft das Dokument gegebenenfalls. (3) Bei Zweifeln an den Angaben der betreffenden Personen, der Gültigkeit eines Dokuments oder der Belege oder der Richtigkeit des Sachverhalts, der den darin enthaltenen Angaben zugrunde liegt, nimmt der Träger des Aufenthalts- oder Wohnorts, soweit dies möglich ist, nach Absatz 2 auf Verlangen des zuständigen Trägers die nötige Überprüfung dieser Angaben oder dieses Dokuments vor.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/7101614/2020
ECLI
ECLI:AT:BFG:2020:RV.7101614.2020
Stammnummer
130487
Gültig
18.05.2020 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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