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Findok · UFS-Entscheidungen

UFSW RV/3444-W/07

1. Liebhaberei bei einem Altwarenhandel, 2. Werbungskosten für bürgerliche Kleidung eines Croupiers im Spielkasino, 3. Wäschewaschen durch Ehefrau als eheliche Beistandspflicht, 4. Berufsspezifische Personenversicherung als Werbungskosten, 5. Kapitalrückzahlung für vermietete Eigentumswohnung als Sonderausgabe, 6. Wohnraumschaffung

geltende FassungBerufungsentscheidung - Steuer (Referent)RV/3444-W/07vom 17.06.2011Teil 2 von 2
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

2.820,12 | 4.441,19 | 2.764,69 | Kleiderreinigung gesamt | 520,92 | 526,56 | 499,68 | durch Ehefrau | -175,00 | -180,00 | -315,00 | Berufskleidung | 379,80 | 389,90 | 536,13 | Socken | -15,75 | | -45,75 | berufsspezifische Versicherung | 209,28 | 209,28 | 209,28 | laut UFS | 3.739,37 | 5.386,93 | 3.649,03 Die vom FA angesetzten Sonderausgaben (Versicherung € 209,28) sind demnach entsprechend zu korrigieren. Dabei war der dem FA in der Berufungsvorentscheidung vom 29. März 2006 betreffend Einkommensteuer 2003 unterlaufene Rechenfehler zu beachten (Akt 2003 Seite 47). | Kennziffer 455 | 2003 | | € | laut Erklärung | 2.592,01 | berufsspezifische Versicherung | 209,28 | | 2.801,29 | laut FA | 3.801,29 | Differenz = Rechenfehler | 1.000,00 Sonderausgaben: | Personenversicherung | 2003 | 2004 | 2005 | Kennziffer 455 | € | € | € | laut Bw. | 2.592,01 | 2.617,21 | 2.649,85 | laut FA | 3.801,29 | 2.826,49 | 2.859,12 | berufsspezifische Versicherung | -209,28 | -209,28 | -209,28 | Rechenfehler FA | -1.000,00 | | | laut UFS | 2.592,01 | 2.617,21 | 2.649,84 Bankdarlehen: Der Bw. machte bei den Sonderausgaben als Wohnraumbeschaffung ua. Bankdarlehen geltend, die das FA nicht anerkannte. | | 2003 | 2004 | 2005 | | € | € | € | Bankdarlehen | 1.610,33 | 1.693,36 | 1.760,08 | Bankdarlehen | 3.771,18 | 3.965,65 | 4.121,89 | laut Bw. | 5.381,51 | 5.659,01 | 5.881,97 | BVE v. 29.3.2006 | 0,00 | 0,00 | | Bescheid v. 3.9.2007 | | | 0,00 Der Bw. trat der Tatsachenfeststellung des FAes in der Berufungsvorentscheidung vom 29. März 2006 betreffend Einkommensteuer 2003 und 2004 und im Einkommensteuerbescheid 2005 vom 3. September 2007 (Hinweis auf die genannte Berufungsvorentscheidung) nicht entgegen, dass die Bankdarlehen für den Erwerb der Liegenschaft W, diente, aus welcher der Bw. eigene Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung bezog. Der rechtliche Einwand des Bw., § 18 Abs. 1 Z 3 lit. b EStG 1988 sei nicht zu entnehmen, dass der Bw. die Eigentumswohnung, die er mit den beiden Bankdarlehen finanzierte, "für persönliche Wohnbedürfnisse genutzt werden müsse" greift nicht: Gemäß § 18 Abs. 1 EStG 1988 sind die im Gesetz näher genanten Ausgaben bei der Ermittlung des Einkommens als Sonderausgaben abzuziehen, soweit sie nicht Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind. Da die beiden Bankdarlehen unstrittig für eine vermietete Eigentumswohnung aufgenommen wurden, stellen Zinsen und Kapitalrückzahlung Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung dar. Der Bw. erklärte in den Jahren 2003 bis 2005 bei Vermietung der Eigentumswohnung W, die Zinsen der beiden Darlehen 1 und 2 bereits als Werbungskosten. Die vom Bw. als "Sonderausgaben" geltend gemachten Kapitalrückzahlungen sind in der bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung bereits abgezogenen Afa (aufgenommenes Kapital = Anschaffungskosten) enthalten und können daher nicht nochmals als Sonderausgaben gemäß § 18 EStG 1988 abgezogen werden. Schließlich ist zu beachten, dass § 18 Abs. 1 Z 3 lit. b EStG 1988 vorsieht, dass mindestens zwei Drittel der Eigentumswohnung zu Wohnzwecken dient. Wohnzwecke im Sinne dieser Rechtsvorschrift sind solche des Steuerpflichtigen (Bw.) und seiner Familienangehörigen. Für eine vermietet Wohnung - wie im vorliegenden Fall - stehen demnach keine Sonderausgaben zu (Jakom, 4. Auflage, § 18 Rz 65f, unter Zitierung der Rechtsprechung). Aus den genanten Gründen war spruchgemäß zu entscheiden Beilagen: 6 Berechnungsblätter Einkommensteuer 1997 bis 1999 und 2003 bis 2005 Wien, am 17. Juni 2011

Normen und Schlagworte

Werbungskostenbürgerliche Kleidungeheliche BeistandspflichtEinkommensverwendungSonderausgabenberufsspezifische PersonenversicherungWohnraumschaffungLiebhabereiAltwarenhandel

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
UFS-Entscheidungen
Dokumenttyp
Berufungsentscheidung - Steuer (Referent)
Geschäftszahl
RV/3444-W/07
Stammnummer
54060
Gültig
17.06.2011 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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