Findok · Richtlinien
AH-4501
Anlage 4
überholte Fassung (bis 10.05.2020)RichtlinieBMF-010302/0013-III/11/2019gilt ab 15.02.2019
Inhaltsverzeichnis der AH-4501
Überholte Fassung. Dieser Wortlaut galt vom 15.02.2019 bis 10.05.2020.
Wortlaut laut Findok
Anlage 4
Anhang IIIbV - ALLGEMEINE AUSFUHRGENEHMIGUNG DER UNION EU GEA 1236/2005Allgemeine Ausfuhrgenehmigung
Teil 1 - Güter
Diese allgemeine Ausfuhrgenehmigung betrifft alle in Anhang IIIaIV der VerordnungVerordnung (EU) 2019/125 (EG) Nr. 1236/2005des Europäischen Parlaments und des Rates aufgeführten Güter.
Sie umfasst auch die Erbringung technischer Hilfe für Endverwender, sofern diese Hilfe für den Aufbau, den Betrieb, die Wartung oder die Reparatur dieser Güter, deren Ausfuhr genehmigt ist, erforderlich ist und sofern diese Hilfe von dem Ausführer erbracht wird.
Teil 2 - Bestimmungsziele
Eine Ausfuhrgenehmigung nach der VerordnungVerordnung (EU) 2019/125 (EG) Nr. 1236/2005 ist nicht erforderlich für Lieferungen in Länder oder Gebiete, die zum Zollgebiet der Union gehören, welches für die Zwecke derdieser Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 auch Ceuta, Helgoland und Melilla umfasst (Artikel 1834 Absatz 2).
Diese allgemeine Ausfuhrgenehmigung gilt in der gesamten Union für Ausfuhren mit folgender Bestimmung:
Dänische Hoheitsgebiete, die nicht zum Zollgebiet gehören:
- Färöer
- Grönland
Französische Hoheitsgebiete, die nicht zum Zollgebiet gehören:
- Französisch-Polynesien
- Französische Süd- und Antarktisgebiete
- Neukaledonien und Nebengebiete
- St. Barthélemy
- St. Pierre und Miquelon
- Wallis und Futuna
Niederländische Hoheitsgebiete, die nicht zum Zollgebiet gehören:
- Aruba
- Bonaire
- Curaçao
- Saba
- St. Eustatius
- St. Martin
Betroffene britische Hoheitsgebiete, die nicht zum Zollgebiet gehören:
-Anguilla
-Bermuda
-Falklandinseln
-Gibraltar
-Montserrat
-St. Helena und Nebengebiete
-Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
-Turks- und Caicosinseln
Albanien
Andorra
Argentinien
Australien
Benin
Bolivien
Bosnien und Herzegowina
Costa Rica
Dominikanische Republik
Dschibuti
Ecuador
ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien
Gabun
Georgien
Guinea-Bissau
Honduras
Island
Kanada
Kap Verde
Kirgisistan
Kolumbien
Liberia
Liechtenstein
Mexiko
Moldau
Mongolei
Montenegro
Mosambik
Namibia
Nepal
Neuseeland
Nicaragua
Norwegen
Panama
Paraguay
Philippinen
Ruanda
San Marino
São Tomé und Príncipe
San Marino
Schweiz (einschließlich Büsingen und Campione d'Italia)
Serbien
Seychellen
Südafrika
Timor-Leste
Togo
Türkei
Turkmenistan
Ukraine
Uruguay
Usbekistan
Venezuela
Teil 3 - Voraussetzungen und Erfordernisse für die Verwendung dieser allgemeinen Ausfuhrgenehmigung
(1) Diese allgemeinen Ausfuhrgenehmigung darf nicht verwendet werden, wenn
a)dem Ausführer die Verwendung dieser allgemeinen Ausführgenehmigung gemäß ArtikelArtikel 20 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2019/125 8 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 untersagt wurde;,
b)die zuständigen Behörden des Mitgliedstaats, in dem der Ausführer ansässig oder niedergelassen ist, den Ausführer davon unterrichtet haben, dass die betreffenden Güter ganz oder teilweise zur Wiederausfuhr in ein Drittland oder zur Vollstreckung der Todesstrafe in einem Drittland bestimmt sind oder bestimmt sein können,
c)dem Ausführer bekannt ist oder er hinreichenden Grund zu der Annahme hat, dass die betreffenden Güter ganz oder teilweise zur Wiederausfuhr in ein Drittland oder zur Vollstreckung der Todesstrafe in einem Drittland bestimmt sind,
d)die betreffenden Güter in eine Freizone oder ein Freilager eines Bestimmungsziels ausgeführt werden, auf das sich diese allgemeine Ausfuhrgenehmigung erstreckt,
e)der Ausführer der Hersteller der betreffenden Arzneimittel ist und keine rechtsverbindliche Vereinbarung mit dem Großhändler geschlossen hat, die diesen verpflichtet, für alle Lieferungen und Weitergaben eine rechtsverbindliche Vereinbarung zu schließen, die den Kunden - vorzugsweise unter Androhung einer Vertragsstrafe - verpflichtet,
i)Güter, die er vom Großhändler erhalten hat, nicht zur Vollstreckung der Todesstrafe zu verwenden,
ii)diese Güter nicht an Dritte zu liefern oder weiterzugeben, wenn dem Kunden bekannt ist oder er hinreichenden Grund zu der Annahme hat, dass die Güter zur Vollstreckung der Todesstrafe bestimmt sind, und
iii)die gleichen Anforderungen an Dritte zu stellen, denen der Kunde diese Güter liefern oder weitergeben könnte,
f)der Ausführer nicht der Hersteller der betreffenden Arzneimittel ist und vom Endverwender im Bestimmungsland keine unterzeichnete Endverbleibserklärung erhalten hat,
g)der Ausführer von Arzneimitteln keine rechtsverbindliche Vereinbarung mit dem Großhändler oder Endverwender geschlossen hat, die den Großhändler bzw. den Endverwender, wenn die Vereinbarung mit dem Endverwender geschlossen wurde, den Endverwender - vorzugsweise unter Androhung einer abschreckenden Vertragsstrafe - verpflichtet, eine Vorabgenehmigung vom Ausführer zu erhalten für
i)jeglichejede Weitergabe oder Lieferung einer Sendung oder von Teilen davon an eine Strafverfolgungs-/Vollzugsbehörde in einem Land oder Gebiet, das die Todesstrafe nicht abgeschafft hat,
ii)jeglichejede Weitergabe oder Lieferung einer Sendung oder von Teilen davon an eine natürliche oder juristische Person, Organisation oder Einrichtung, die einer solchen Strafverfolgungs-/Vollzugsbehörde entsprechende Güter beschafft oder im Zusammenhang mit der Verwendung solcher Güter Dienstleistungen erbringt, und
iii)jegliche Wiederausfuhr oder Weitergabe einer Sendung oder von Teilen davon in bzw. an ein Land oder Gebiet, das die Todesstrafe nicht abgeschafft hat, oder
iii)jede Wiederausfuhr oder Weitergabe einer Sendung oder von Teilen davon in bzw. an ein Land oder Gebiet, das die Todesstrafe nicht abgeschafft hat, oder h) der Ausführer von Gütern, bei denen es sich nicht um Arzneimittel handelt, mit dem Endverwender keine rechtsverbindliche Vereinbarung im Sinne von Buchstabe g geschlossen hat.
(2) Ausführer, die diese allgemeine Ausfuhrgenehmigung EU GEA 12362019/2005125 verwenden, teilen den zuständigen Behörden des Mitgliedstaats, in dem sie ansässig oder niedergelassen sind, die erstmalige Verwendung dieser allgemeinen Ausfuhrgenehmigung spätestens 30 Tage nach dem Tag der ersten Ausfuhr mit. Die Ausführer geben außerdem in der Zollanmeldung an, dass sie diese allgemeine Ausfuhrgenehmigung EU GEA 2019/125 verwenden, indem sie in Feld 44 den entsprechenden Code aus der Datenbank TARIC eintragen.
Die Ausführer geben außerdem in der Zollanmeldung an, dass sie diese allgemeine Ausfuhrgenehmigung EU GEA 1236/2005 verwenden, indem sie in Feld 44 den entsprechenden Code aus der Datenbank TARIC eintragen.
(3) Die Meldeanforderungen, die mit der Verwendung dieser allgemeinen Ausfuhrgenehmigung verknüpft sind, sowie etwaige zusätzliche Angaben, die der Mitgliedstaat, aus dem die Ausfuhr erfolgt, gegebenenfalls zu den im Rahmen dieser allgemeinen Ausfuhrgenehmigung ausgeführten Gütern verlangt, werden von den Mitgliedstaaten festgelegt.
(3) Die Meldeanforderungen, die mit der Verwendung dieser allgemeinen Ausfuhrgenehmigung verknüpft sind, sowie etwaige zusätzliche Angaben, die der Mitgliedstaat, aus dem die Ausfuhr erfolgt, gegebenenfalls zu den im Rahmen dieser allgemeinen Ausfuhrgenehmigung ausgeführten Güter verlangt, werden von den Mitgliedstaaten festgelegt. Ein Mitgliedstaat kann verlangen, dass sich die in diesem Mitgliedstaat ansässigen oder niedergelassenen Ausführer registrieren lassen, bevor sie diese allgemeine Ausfuhrgenehmigung erstmalig nutzen. Unbeschadet des Artikels 820 Absatz 1 der VerordnungVerordnung (EU) 2019/125 (EG) Nr. 1236/2005 erfolgt die Registrierung automatisch und wird dem Ausführer von den zuständigen Behörden unverzüglich, in jedem Fall aber binnen zehn Arbeitstagen nach Eingang, bestätigt.
Normen und Schlagworte
- Art. 20 Abs. 1 VO 2019/125, ABl. Nr. L 30 vom 31.01.2019 S. 1
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- Richtlinien
- Dokumenttyp
- Richtlinie
- Geschäftszahl
- BMF-010302/0013-III/11/2019
- GZ der Erstfassung
- BMF-010302/0145-IV/8/2008
- Stammnummer
- 35420
- Enthalten in Fassung
- 9 (geltend: 12)
- Gültig
- 15.02.2019 bis 10.05.2020
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF