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Findok · Richtlinien

LStR 2002 Rz 558–560

7.8 Kirchenbeiträge (§ 18 Abs. 1 Z 5 EStG 1988)

überholte Fassung (bis 20.11.2007)RichtlinieBMF-010203/0544-VI/7/2006gilt ab 01.01.2006

Inhaltsverzeichnis der LStR 2002

Überholte Fassung. Dieser Wortlaut galt vom 01.01.2006 bis 20.11.2007.

Wortlaut laut Findok

7.8 Kirchenbeiträge (§ 18 Abs. 1 Z 5 EStG 1988) Rz 558: Als Sonderausgaben können nur Beiträge an nach österreichischen Gesetzen anerkannte Kirchen und Religionsgesellschaften abgezogen werden. Beiträge an religiöse Bekenntnisgemeinschaften, gemeinnützige Vereine mit religiösen Zielsetzungen und Sekten sind nicht absetzbar. Rz 559: Gesetzlich anerkannte Religionsgesellschaften sind derzeit: Altkatholische Kirche (RGBl Nr. 99/1877) Armenisch-apostolische Kirche (BGBl. Nr. 5/1973) Evangelische Kirche Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses in Österreich (BGBl. Nr. 182/1961), bestehend aus den drei evangelischen Kirchen: Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Österreich und ihren Pfarr- und Tochtergemeinden (Art. 1 BGBl. Nr. 182/1961 und Einzelverlautbarungen) Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses in Österreich und ihren Pfarr- und Tochtergemeinden (Art. 1 BGBl. Nr. 182/1961 und Einzelverlautbarungen) Evangelische Kirche Augsburger und Helvetischen Bekenntnisses in Österreich und ihren Pfarr- und Tochtergemeinden (Art. 1 BGBl. Nr. 182/1961 und Einzelverlautbarungen) Griechisch-orientalische Kirche (orthodoxe Kirche, BGBl. Nr. 229/1967), mit den nachfolgenden Kirchengemeinden: Bulgarisch-orthodoxe Kirchengemeinde zum Hl. Iwan Rilski Griechisch-orientalische Kirchengemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit Griechisch-orientalische Kirchengemeinde zum Hl. Georg Rumänisch-griechisch-orientalische Kirchengemeinde zur Hl. Auferstehung Russisch-orthodoxe Kirchengemeinde zum Hl. Nikolaus Serbisch-griechisch-orientalische Kirchengemeinde zum Hl. Sava Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich (EmK, BGBl. Nr. 74/1951 idF BGBl. II Nr. 190/2004) Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (BGBl. Nr. 466/1988) Israelitische Religionsgemeinschaft (RGBl. Nr. 57/1890) mit den Kultusgemeinden Graz (BGBl. Nr. 95/1956) Innsbruck (BGBl. Nr. 39/1952) Linz (BGBl. Nr. 123/1951) Salzburg (BGBl. Nr. 184/1952) Wien (BGBl. Nr. 60/1956) Katholische Kirche (BGBl. II Nr. 2/1934): Armenisch-katholische Kirche Griechisch-katholische Kirche Römisch-katholische Kirche Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, österreichischer Distrikt (Mormonen, BGBl. Nr. 229/1955) Koptisch-orthodoxe Kirche in Österreich (BGBl. I Nr. 20/2003) Neuapostolische Kirche in Österreich (BGBl. Nr. 524/1975) Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft (BGBl. Nr. 72/1983) Syrisch-Orthodoxe Kirche in Österreich (BGBl. Nr. 129/1988) Rz 560: Absetzbar sind nur Zahlungen, die auf Grund der Beitragspflicht nach der jeweiligen Kirchenbeitragsordnung geleistet werden. Andere Zahlungen (zB Spenden) sind nicht begünstigt. Gegen die betragliche Beschränkung der Abzugsfähigkeit von Kirchenbeiträgen bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken (VwGH 21.12.1992, 89/13/0135). Die Höhe des zu leistenden Kirchenbeitrages ergibt sich aus der jeweiligen Beitragsordnung. Lässt die Beitragsordnung zu, dass ein Teil des Kirchenbeitrages (zB 50%) zweckgewidmet an bestimmte Institutionen geleistet werden kann, wird durch die Wahrnehmung dieser Möglichkeit der Rechtscharakter der Zahlung nicht verändert. Diese zweckgewidmeten Beitragszahlungen können daher nicht als Spenden nach § 18 Abs. 1 Z 7 EStG 1988 abgesetzt werden.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
Richtlinien
Dokumenttyp
Richtlinie
Geschäftszahl
BMF-010203/0544-VI/7/2006
GZ der Erstfassung
07 2501/4-IV/7/01
Stammnummer
19974
Enthalten in Fassung
2, 3 (geltend: 26)
Gültig
01.01.2006 bis 20.11.2007
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:11
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

Original in der Findok öffnen PDF beim BMF