Findok · EAS-Auskünfte
EAS 265
Nachlasszugehörige Beteiligung an einer inländischen KG mit deutscher Tochter-KG
geltende FassungEAS-AuskunftB 3370/1/1-IV/4/93vom 12.05.1993
Wortlaut laut Findok
Die im Bereich der Einkommensbesteuerung
entwickelten Grundsätze der "Bilanzbündeltheorie" sind bei Anwendung
des für die Einkommensbesteuerung maßgebenden
österreichisch-deutschen Doppelbesteuerungsabkommens auch im
internationalen Verhältnis von Bedeutung. Die Gewinnanteile, die eine in
Österreich ansässige Gesellschafterin von einer inländischen
Personengesellschaft bezieht, sind demzufolge insoweit von der inländischen
Einkommensbesteuerung freizustellen, als sie auf Beteiligungserträge an
ihrer deutschen (Tochter)Personengesellschaft zurückzuführen sind.
Sinngemäßes gilt auf dem Gebiet der
Vermögensbesteuerung.
Diese Betrachtungsweise gilt allerdings nicht im Bereich
der Erbschaftsbesteuerung. Nach Auffassung des Bundesministeriums für
Finanzen steht daher das österreichisch-deutsche Doppelbesteuerungsabkommen
auf dem Gebiete der Erbschaftsbesteuerung einer steuerlichen Erfassung jener
Vermögenswerte nicht entgegen, die auf die Beteiligung der
inländischen (Mutter)Personengesellschaft an ihrer deutschen
(Tochter)Personengesellschaft zurückzuführen sind.
12. Mai
1993 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die
Richtigkeit der Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- DBA D (E, V), Doppelbesteuerungsabkommen Bundesrepublik Deutschland (Einkommen und Vermögen), BGBl. Nr. 221/1955
- DBA D (Erb), Doppelbesteuerungsabkommen Bundesrepublik Deutschland (Erbschaftsteuern), BGBl. Nr. 220/1955
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- B 3370/1/1-IV/4/93
- Stammnummer
- 18112
- Gültig
- 12.05.1993 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF