Findok · EAS-Auskünfte
EAS 533
Drittstaatseinkünfte bei US-Staatsbürgern mit österreichischem Zweitwohnsitz
geltende FassungEAS-AuskunftH 3336/1/1-IV/4/94vom 05.12.1994
Wortlaut laut Findok
Ein in den USA ansässiger Opernsänger, der
Einkünfte aus Auftritten an allen führenden Opernhäusern der Welt
erzielt und in Österreich nach Ankauf eines Hauses einen Zweitwohnsitz
begründet, wird durch das derzeit bestehende DBA-USA nicht vor dem Eintritt
einer österreichisch-amerikanischen Doppelbesteuerung hinsichtlich der
Drittstaatseinkünfte geschützt. Das BMF wäre in einem solchen
Fall dem Grunde nach bereit, die Drittstaatseinkünfte auf der Grundlage von
§ 48 BAO in dem Maße von der österreichischen Besteuerung
freizustellen, als dies zur Vermeidung einer internationalen Doppelbesteuerung
erforderlich ist.
Eine bescheidmäßige Absprache über den auf
§ 48 BAO gestützten Antrag würde aber erst nach Begründung
des inländischen Wohnsitzes und der damit zu verbindenden Meldung bei dem
zuständigen österreichischen Wohnsitzfinanzamt erfolgen, da dieses
Finanzamt das Vorliegen der Rechtsvoraussetzung des § 48 BAO (Nachweis der
tatsächlichen ausländischen Besteuerung) zu überprüfen haben
wird und daher hinsichtlich allenfalls erforderlicher Vollziehungsauflagen
mitzubefassen ist.
5. Dezember
1994 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die
Richtigkeit der Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- DBA USA (E), Doppelbesteuerungsabkommen Vereinigte Staaten von Amerika (Einkommensteuer), BGBl. Nr. 232/1957
inländischer ZweitwohnsitzMusikerKünstlerkünstlerische TätigkeitKünstlerbesteuerung§ 48 BAOSteuerfreistellungFreistellung
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- H 3336/1/1-IV/4/94
- Stammnummer
- 17446
- Gültig
- 05.12.1994 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF