Findok · EAS-Auskünfte
EAS 2522
Verwertung von Drittauslandsverlusten in der inländischen Betriebstätte einer deutschen GmbH
geltende FassungEAS-AuskunftBMF-010221/0247-IV/4/2004vom 30.11.2004
Wortlaut laut Findok
Werden von einer operativen
österreichischen GmbH&Co KG mit 60%igem österreichischem
GmbH-Gesellschafter und mit 40-prozentigem deutschen GmbH-Gesellschafter Anteile
an osteuropäischen Betriebsgesellschaften gehalten, die ebenfalls als
Personengesellschaften organisiert sind, dann sind die Anlaufverluste der
Ostgesellschaften bei der Gewinnermittlung für den beschränkt
steuerpflichtigen deutschen GmbH-Gesellschafter genauso abzugsfähig wie
für den unbeschränkt steuerpflichtigen Gesellschafter.
Gemäß Artikel 24 DBA-Deutschland darf die
inländische Personengesellschafts-Betriebstätte des deutschen
Gesellschafters nicht ungünstiger behandelt werden, als die
Personengesellschaftsbetriebstätte eines österreichischen Unternehmens
(des österreichischen GmbH-Gesellschafters). Und da die Verlustverwertung
dem österreichischen GmbH-Gesellschafter auf der Grundlage des
Auslandsverlusterkenntnisses (VwGH 25.9.2001, 99/14/0217) und des § 2
Abs. 8 EStG zu gewähren ist, hat Gleiches zugunsten des deutschen
Gesellschafters zu geschehen.
30. November
2004 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die Richtigkeit der
Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- Art. 24 DBA D (E, V), Doppelbesteuerungsabkommen Bundesrepublik Deutschland (Einkommen- u. Vermögenssteuern), BGBl. III Nr. 182/2002
DeutschlandDiskriminierungsverbotBetriebstättendiskriminierungsverbotPersonengesellschaftenAuslandsverluste
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- BMF-010221/0247-IV/4/2004
- Stammnummer
- 15035
- Gültig
- 30.11.2004 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF