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Findok · Richtlinien

VS-1000

4.4.9. Besonderheiten für bestimmte Warenkategorien

geltende FassungRichtlinie2024-0.127.137gilt ab 10.04.2024

Inhaltsverzeichnis der VS-1000

Wortlaut laut Findok

4.4.9. Besonderheiten für bestimmte Warenkategorien 4.4.9.1. Tabakwaren Personen oder Personenvereinigungen, die Tabakwaren im Sinne des TabStG 2022 (Tabakwaren) an Letztverbraucher abgeben (zB Tabaktrafikanten), dürfen keine Tabakwaren aus dem steuerrechtlich freien Verkehr eines MS zu gewerblichen Zwecken beziehen, in Gewahrsame halten oder verwenden. Ebenso unzulässig ist der Versandhandel mit Tabakwaren. §§ 28, 30 TabStG 2022 4.4.9.2. Vollständig vergällter Alkohol Für die Beförderung von vollständig vergälltem Alkohol gemäß Art. 27 AlkoholsteuerstrukturRL zwischen MS ist ein v-e-VD auszustellen (EPC S600). 4.4.9.3. Schaumwein und Wein Für die Beförderung von Schaumwein und Wein durch kleine Schaumwein-/Weinerzeuger (Inhaber von Schaumwein- oder Weinherstellungsbetrieben mit einer durchschnittlichen Erzeugung von weniger als 1000 hl Schaumwein oder Wein pro Weinwirtschaftsjahr) im steuerrechtlich freien Verkehr kann anstelle eines v-e-VD ein Dokument nach der delegierten VO (EU) 2018/273 (Begleitpapier für die Beförderung von Erzeugnissen des Weinbaus) erstellt werden. Für solche Beförderungen bleibt es daher auch nach dem 13. Februar 2023 bei der papiermäßigen Abwicklung mit dem Weindokument. Kleine Schaumwein-/Weinerzeuger benötigen somit auch keine zwingende Zulassung als zertifizierter Versender. Eine Nutzung des v-e-VD bzw. des Status als zertifizierter Versender kann aber in Betracht kommen, wenn ein Beförderer dies extra anstrebt, zB weil die Bestimmungen eines anderen MS dies erfordern. Die zuständige Behörde im Bestimmungs-MS ist über die Schaumwein- oder Weinlieferung vom Empfänger in Kenntnis zu setzen. Dem Zollamt ist zu diesem Zweck das Weindokument zur Bestätigung vorzulegen. Art. 48 SystemRL zB § 51 BierStG 2022 4.4.10. Sonderregelung bei der Beförderung vstW des steuerrechtlich freien Verkehrs 4.4.10.1. Verwaltungsvereinbarung mit Deutschland Mit Deutschland besteht eine Verwaltungsvereinbarung über ein vereinfachtes Verfahren, welches die Durchfahrt durch deutsches oder österreichisches Gebiet bei der Beförderung vstW des steuerrechtlich freien Verkehrs im Straßen- und Eisenbahndurchgangsverkehr regelt. Werden daher vstW über das Staatsgebiet der jeweils anderen Vertragspartei ausschließlich im Durchgangsverkehr befördert, können an Stelle eines v-e-VD der Sendung beigefügte betriebliche Versandpapiere (zB Frachtdokumente oder Lieferscheine) verwendet werden. Österreichische Versender, die dieses vereinfachte Verfahren in Anspruch nehmen wollen, haben dies vor der ersten Beförderung beim Zollamt anzuzeigen.

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
Richtlinien
Dokumenttyp
Richtlinie
Geschäftszahl
2024-0.127.137
Stammnummer
82618
Enthalten in Fassung
1 (geltend: 1)
Gültig
10.04.2024 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:11
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

Original in der Findok öffnen PDF beim BMF