Findok · EAS-Auskünfte
EAS 1435
Mehrfachverkettetes Halten von Auslandsbeteiligungen
geltende FassungEAS-AuskunftE 14/8-IV/4/99vom 12.04.1999
Wortlaut laut Findok
In EAS 1039 wurde hinsichtlich einer ausländischen
Tochtergesellschaft bestätigt, dass deren Halten und Veräußern
von (wesentlichen) Beteiligungen an operativ tätigen Auslandsgesellschaften
nach Maßgabe des § 10 Abs. 3 KStG. und der hiezu ergangenen
Verordnung BGBl. Nr. 57/1995 (§ 2 Z 3 lit. c) nicht als schädlich
eingestuft wird, weil diesfalls die Steuerfreiheit auch bei unmittelbarem Halten
und Veräußern durch die österreichische Muttergesellschaft
gegeben wäre. Ob diese Unschädlichkeit auch dann bejaht werden kann,
wenn sich zwischen die ausländische Tochtergesellschaft eine weitere
österreichische Enkel-Holdinggesellschaft schiebt, kann nicht in
verallgemeinernder Form bestätigt werden. Denn in Fällen dieser Art
drängt sich die Frage nach der ökonomischen Sinnhaftigkeit der
gewählten Gestaltung auf, die nur in einem finanzamtlichen
Ermittlungsverfahren einer genaueren Untersuchung unterzogen werden kann. Die
Angelegenheit müsste daher im Rahmen des in § 6 der zitierten
Verordnung vorgesehenen finanzamtlichen Auskunftsverfahrens weiterbetreut
werden.
12. April
1999 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die
Richtigkeit der Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- § 10 Abs. 3 KStG 1988, Körperschaftsteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 401/1988
- § 2 Z 3 lit. c Steuerliche Entlastung von Erträgen aus der int. Schachtelbeteiligung, BGBl. Nr. 57/1995
- § 6 Steuerliche Entlastung von Erträgen aus der int. Schachtelbeteiligung, BGBl. Nr. 57/1995
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- E 14/8-IV/4/99
- Stammnummer
- 7378
- Gültig
- 12.04.1999 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF