Findok · EAS-Auskünfte
EAS 2336
Schenkung deutscher Mitunternehmeranteile und von Geldvermögen aus deutschen Quellen
geltende FassungEAS-AuskunftT 238/2-IV/4/03vom 25.08.2003
Wortlaut laut Findok
Nach der österreichischen
Verwaltungspraxis werden internationale Doppelbesteuerungen auf der Grundlage
von § 48 BAO im Regelfall in der Weise behoben, wie dies bei Bestand eines
Doppelbesteuerungsabkommens geschehen würde. Diese Ermessensübung hat
höchstgerichtliche Bestätigung gefunden (zB VwGH 27.01.1999,
98/16/0228).
Verlegt daher ein deutscher Industrieller seinen
Hauptwohnsitz nach Österreich und beabsichtigt er, darnach
Mitunternehmeranteile an deutschen Betrieben sowie Geldvermögen aus
deutschen Quellen an seine Kinder im Schenkungsweg zu übertragen, dann
wäre eine Doppelbesteuerung im Verhältnis zu Deutschland hinsichtlich
des deutschen Betriebsvermögens durch Steuerfreistellung (unter
Progressionsvorbehalt) möglich; hinsichtlich des Geldvermögens
könnte die Doppelbesteuerung durch Anrechnung der deutschen
Schenkungssteuer beseitigt werden.
25. August
2003 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die Richtigkeit der
Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- § 48 BAO, Bundesabgabenordnung, BGBl. Nr. 194/1961
Anteile an PersonengesellschaftenBetriebsvermögenKapitalvermögenunentgeltliche ÜbertragungWohnsitzverlegungSteuerfreistellungAnrechnung
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- T 238/2-IV/4/03
- Stammnummer
- 36750
- Gültig
- 25.08.2003 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF