Findok · EAS-Auskünfte
EAS 2101
Veräußerung einer 17-prozentigen Beteiligung an einer EU-Gesellschaft über eine deutsche Holding-GmbH
geltende FassungEAS-AuskunftC 219/2-IV/4/02vom 22.07.2002
Wortlaut laut Findok
Veräußert eine
österreichische Kapitalgesellschaft eine 17-prozentige Beteiligung an einer
in einem anderen EU-Staat aktiv tätigen Kapitalgesellschaft, dann
unterliegt der hierbei erzielte Veräußerungsgewinn nach
inländischem und zwischenstaatlichem Steuerrecht der österreichischen
Körperschaftsbesteuerung. Wird nun in einem solchen Fall eine
100-prozentige deutsche Tochter-Holding-GmbH zwischengeschaltet, die ihrerseits
die gewinnbringende Veräußerung vornimmt, hierbei einen nach §
8b dKStG steuerfreien Veräußerungsgewinn lukriert und diesen sodann
als internationale Schachteldividende in die Hände der
österreichischen Kapitalgesellschaft weiterleitet, dann stellt sich §
10 Abs. 3 KStG 1988 der Erzielung der mit einer solchen Gestaltung erhofften
Steuerfreiheit entgegen. Nach österreichischer Auffassung wird die
Anwendung von § 10 Abs. 3 KStG 1988 durch DBA-Recht nicht behindert (siehe
zB EAS 1410, EAS 1485, EAS 1509).
22. Juli
2002 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die Richtigkeit der
Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- § 10 Abs. 3 KStG 1988, Körperschaftsteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 401/1988
- Art. 7 DBA D (E, V), Doppelbesteuerungsabkommen Bundesrepublik Deutschland (Einkommen und Vermögen), BGBl. Nr. 221/1955
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- C 219/2-IV/4/02
- Stammnummer
- 33540
- Gültig
- 22.07.2002 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF