Findok · EAS-Auskünfte
EAS 1340
Zinsen aus einer Kaufpreisforderung
geltende FassungEAS-Auskunft04 1482/42-IV/4/98vom 30.09.1998
Wortlaut laut Findok
Zinsen aus Kaufpreisforderungen, die aus
der Veräußerung eines Betriebes oder eines Mitunternehmeranteiles
resultieren, stellen nach österreichischem Recht nachträgliche
betriebliche Einkünfte dar (§ 32 Z 2 EStG 1988). Hat daher ein
deutscher Kommanditist einer österreichischen KG seinen Kommanditanteil an
einen in der KG verbleibenden Mitunternehmer veräußert, wobei die
Kaufpreisforderung mit 3% über dem Diskontsatz der Deutschen Bundesbank zu
verzinsen ist, dann stellen diese Zinseneinkünfte (die sich für den
Käufer als Sonderbetriebsausgaben gewinnmindernd niederschlagen)
nachträgliche Einkünfte aus dem ehemaligen
Betriebstättenvermögen des deutschen Kommanditisten dar.
Allerdings ist im Jahr 1991 mit der deutschen
Finanzverwaltung im Rahmen eines Verständigungsverfahrens vereinbart
worden, das DBA-Deutschland so auszulegen, dass Zinsen aus Kaufpreisforderungen
stets unter Artikel 11 des Abkommens fallen. Angesichts des Umstandes, dass die
DBA-konforme steuerliche Erfassung in Deutschland nachgewiesen wurde, ist auf
österreichischer Seite daher gemäß Artikel 11 DBA-Deutschland
Steuerfreistellung zu gewähren.
30.
September 1998 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die Richtigkeit der
Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- § 32 Z 2 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
- Art. 11 DBA D (E, V), Doppelbesteuerungsabkommen Bundesrepublik Deutschland (Einkommen und Vermögen), BGBl. Nr. 221/1955
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- 04 1482/42-IV/4/98
- Stammnummer
- 30039
- Gültig
- 30.09.1998 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF