Findok · EAS-Auskünfte
EAS 1307
Arbeitsgestellungsvertrag der inländischen GMBH&CO KG mit der deutschen Kommanditistin
geltende FassungEAS-Auskunft04 1482/32-IV/4/98vom 27.07.1998
Wortlaut laut Findok
Schließt eine österreichische
KG mit ihrer deutschen Kommanditistin, einer deutschen GMBH, einen
Arbeitsgestellungsvertrag zu fremdüblichen Bedingungen ab, dann wird diese
Geschäftsbeziehung zwischen zwei Gewerbebetrieben, nämlich jenem der
Kommanditistin und jenem der KG für steuerliche Belange nicht nach den
Regeln der Bilanzbündeltheorie zu beurteilen sein; die
Gestellungsvergütungen gehören daher diesfalls nicht zu den bei der
inländischen Betriebstättengewinnermittlung nicht abzugsfähigen
Sondervergütungen (Hinweis auf EStR 1984 Abschn. 78 Abs. 12). Diese
innerstaatliche Beurteilung ist solange auch bei Anwendung des DBA-Deutschland
maßgebend, als sich nicht aus dem Abkommenswortlaut oder dem
Abkommenszusammenhang anderes ergibt. Dies ist nach dem derzeitigen
Erkenntnisstand solange nicht der Fall, als die Vergütungen auf deutscher
Seite korrespondierend als Betriebseinnahmen der deutschen Betriebstätten
der GMBH erfasst und ebenfalls nicht als Sondervergütung und damit als
Gewinnteil der österreichischen Betriebstätten der KG gewertet werden.
Bei Vorliegen eines deutschen Besteuerungsnachweises kann
daher Steuerfreistellung von der österreichischen Besteuerung (Steuerabzug
nach § 99 EStG 1988) in Anspruch genommen werden.
27. Juli
1998 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die Richtigkeit der
Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- § 99 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- 04 1482/32-IV/4/98
- Stammnummer
- 30003
- Gültig
- 27.07.1998 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF