Findok · EAS-Auskünfte
EAS 1688
Geschäftsführerentsendung zur deutschen Muttergesellschaft
geltende FassungEAS-AuskunftE 87/2-IV/4/00vom 10.07.2000
Wortlaut laut Findok
Wird der Geschäftsführer einer
österreichischen Tochter-GmbH auf Grund eines Entsendevertrages unter
gleichzeitigem Abschluss eines (zweiten) Dienstvertrages mit der deutschen
Muttergesellschaft nach Deutschland entsandt, um dort konzernerforderliche
Tätigkeiten für die deutsche Muttergesellschaft auszuüben, dann
unterliegen die von der deutschen Muttergesellschaft gezahlten Bezüge
insoweit der deutschen Besteuerung (und sind in Österreich von der
Besteuerung unter Progressionsvorbehalt freizustellen) als sie auf in
Deutschland ausgeübte Tätigkeiten entfallen. Ob die Aufenthaltsdauer
auf deutschem Staatsgebiet 183 Tage überschreitet oder nicht ist im
gegebenen Zusammenhang unbeachtlich, da die in Rede stehenden Bezüge von
einem deutschen Arbeitgeber gezahlt werden (die 183-Tage-Klausel des Art. 9 Abs.
2 DBA-Deutschland kommt daher nicht zur Anwendung).
10. Juli
2000 Für den Bundesminister: Dr. Loukota
Für die
Richtigkeit der Ausfertigung:
Normen und Schlagworte
- Art. 9 Abs. 2 DBA D (E, V), Doppelbesteuerungsabkommen Bundesrepublik Deutschland (Einkommen und Vermögen), BGBl. Nr. 221/1955
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- E 87/2-IV/4/00
- Stammnummer
- 2718
- Gültig
- 10.07.2000 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF