Findok · EAS-Auskünfte
EAS 2692
Schweizerische Grenzgänger-Gesellschaftergeschäftsführer
geltende FassungEAS-AuskunftBMF-010221/0027-IV/4/2006vom 23.01.2006
Wortlaut laut Findok
Nach der derzeit noch geltenden
Rechtslage dürfen schweizerische Grenzgänger, die bei
österreichischen Firmen tätig sind, mit 3% ihrer Bruttobezüge im
Abzugsweg besteuert werden. Da aber für ausländische
Gesellschaftergeschäftsführer kein österreichisches
Steuerabzugsverfahren vorgesehen ist (EAS 2112), muss nach dem derzeit noch
geltenden Recht die steuerliche Erfassung solcher schweizerischer
Grenzgängereinkünfte in Österreich unterbleiben.
Durch das vor Unterzeichnung stehende Revisionsprotokoll
soll jedoch diese Rechtslage mit Wirkung ab 1.1.2006 in der Weise geändert
werden, dass die Grenzgängerregelung zur Gänze wegfällt und (auf
österreichischer Seite) für die Einkünfte aus
nichtselbständiger Arbeit generell das Anrechnungsverfahren eingeführt
wird. Eine "Sunset-Klausel" im Revisionsprotokoll sieht allerdings vor, dass im
Fall einer revisionsbedingten Erhöhung der Gesamtsteuerlast diese erst ab
1.1.2007 eintritt. Schweizerische
Grenzgänger-Gesellschaftergeschäftsführer werden daher erst ab
2007 der österreichischen Besteuerung unterliegen.
Bundesministerium für Finanzen, 23. Jänner
2006
Normen und Schlagworte
- DBA CH (E, V), Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz (Einkommen- u. Vermögenssteuern), BGBl. Nr. 64/1975
Herkunft
Herkunft dieses Textes
- Bestand
- EAS-Auskünfte
- Dokumenttyp
- EAS-Auskunft
- Geschäftszahl
- BMF-010221/0027-IV/4/2006
- Stammnummer
- 20866
- Gültig
- 23.01.2006 bis auf Weiteres
- Stand Bestandsliste
- 25.09.2026 06:11
- Von uns abgerufen
- 26.09.2026
- Quelle
- Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
- Lizenz
- CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF