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Findok · BFG-Entscheidungen

BFG RV/2101304/2019

Körperschaftsteuer: Verzinsung einer Forderung der Gesellschaft

geltende FassungBescheidbeschwerde - Einzel - ErkenntnisRV/2101304/2019vom 20.04.2023
Entscheidung in der vom BMF bzw. BFG anonymisiert veröffentlichten Fassung. Wir ergänzen oder verknüpfen keine personenbezogenen Angaben.

Wortlaut laut Findok

IM NAMEN DER REPUBLIK Das Bundesfinanzgericht durch den ***Einzelrichter*** über die Beschwerden der ***Bf-GmbH***, ***Bf-GmbH-Adr***, vertreten durch die KORTSCHAK + EISNER Steuerberatungsgesellschaft m.b.H., Dechant Thaller-Straße 37, 8430 Leibnitz, vom 30.04.2019 gegen die Bescheide des Finanzamtes Deutschlandsberg Leibnitz Voitsberg vom 17.04.2019 betreffend Körperschaftsteuer 2015 und vom 10.04.2019 betreffend Körperschaftsteuer 2016 zu Recht erkannt: Die Bescheidbeschwerden werden als unbegründet abgewiesen. Gegen dieses Erkenntnis ist eine Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 Abs. 4 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) nicht zulässig. Entscheidungsgründe Die Beschwerdeführerin ist eine mit Erklärung vom 05.05.2009 errichtete Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem im Firmenbuch eingetragenen Geschäftszweig "Versicherungsmakler". Als Gesellschafterin ist ***Frau-X*** im Firmenbuch eingetragen. Als Geschäftsführerin war in den Streitjahren ***Frau-X*** im Firmenbuch eingetragen (ab 16.04.2020: ***Herr-X***, der Ehemann von ***Frau-X***). Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Buchhaltung auf dem Bestandskonto 3645 mit der Bezeichnung "Verr.Kto ***Herr-X***" folgende Forderungen an ***Herr-X*** aus (siehe Bilanz zum 31.12.2016, OZ 54): | Stichtag | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | Betrag | 261.704,74 € | 327.024,77 € | 368.388,69 € | 359.423,76 €   Verfahrensablauf: Mit Bescheid über einen Prüfungsauftrag vom 24.08.2018 (OZ 22) führte die Abgabenbehörde bei der Beschwerdeführerin eine Außenprüfung ua. betreffend Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer für 2014 bis 2016 durch. Dabei traf die Prüferin für die Körperschaftsteuer 2015 und 2016 ua. die Feststellung, dass die Forderung an ***Herr-X*** zu verzinsen sei. Unter Zugrundelegung dieser Feststellung setzte die Abgabenbehörde mit Bescheiden vom 10.04.2019 (OZ 5 und 6) bei der Beschwerdeführerin im wiederaufgenommenen Verfahren - neben der hier nicht entscheidungsgegenständlichen Körperschaftsteuer 2014 - die Körperschaftsteuer 2015 mit 21.466 € (Nachforderung: 11.650 €) und die Körperschaftsteuer 2016 mit 13.488 € (Nachforderung: 1.264 €) fest. Mit Bescheiden vom 17.04.2019 hob die Abgabenbehörde gemäß § 299 BAO den Körperschaftsteuerbescheid 2015 vom 10.04.2019 auf und setzte die Körperschaftsteuer 2015 mit 11.125 € (Gutschrift: 10.341 €) fest (OZ 9). Übersicht über die körperschaftsteuerlichen Auswirkungen (siehe Bericht über das Ergebnis der Außenprüfung, OZ 34, 64 und 72): | | 2014 | 2015 | 2016 | Einkünfte aus Gewerbe-betrieb vor BP | nicht entscheidungs-gegenständlich | 39.265,31 € | 48.895,47 € | Schadensfall B*** | - | - | Zinsen für Darlehen an ***Herr-X*** | 5.234,09 € | 5.054,80 € | Einkünfte aus Gewerbe-betrieb lt. angef. Besch. | 44.499,40 € | 53.950,27 € Mit Schreiben vom 30.04.2019 (OZ 1) erhob die Beschwerdeführerin durch ihre Geschäftsführerin ua. die Beschwerden gegen die Körperschaftsteuerbescheide 2015 und 2016, wobei die Beschwerdepunkte nicht die Körperschaftsteuerbescheide 2015 und 2016, sondern den (hier nicht entscheidungsgegenständlichen) Körperschaftsteuerbescheid 2014 und die (hier nicht entscheidungsgegenständlichen) Haftungsbescheide für Kapitalertragsteuer für 2014 bis 2016 betreffen. Zur Darlehensverzinsung brachte die Beschwerdeführerin vor, dass diese in der Prüfung nachgeholt worden sei und einer fremdüblichen Verzinsung entspreche. Mit Beschwerdevorentscheidungen vom 11.07.2019 (OZ 39 und 40) wies die Abgabenbehörde die Beschwerden gegen die Körperschaftsteuerbescheide 2015 und 2016 als unbegründet ab (gesonderte Bescheidbegründung vom 11.07.2019, OZ 41). Mit Schreiben vom 09.08.2019 (OZ 42) stellte die Beschwerdeführerin durch ihre Geschäftsführerin auch gegen diese beiden Beschwerdevorentscheidungen die Anträge auf Entscheidung über die Bescheidbeschwerden durch das Verwaltungsgericht (Vorlageanträge). Mit Vorlagebericht vom 25.11.2019 (OZ 66) legte die Abgabenbehörde die Bescheidbeschwerden dem Bundesfinanzgericht zur Entscheidung vor. Das Bundesfinanzgericht hat über die Bescheidbeschwerde erwogen: Da die Beschwerdeführerin mit ihrem Vorbringen, dass die Darlehensverzinsung in der Prüfung nachgeholt worden sei und einer fremdüblichen Verzinsung entspreche, diese Feststellung ausdrücklich anerkannt hat, waren die Beschwerden gegen die Körperschaftsteuerbescheide 2015 und 2016 als unbegründet abzuweisen. Gegen ein Erkenntnis des Bundesfinanzgerichtes ist die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird. Da diese Voraussetzung nicht vorliegt, war auszusprechen, dass die Revision nicht zulässig ist.   Graz, am 20. April 2023

Normen und Schlagworte

Herkunft

Herkunft dieses Textes

Bestand
BFG-Entscheidungen
Dokumenttyp
Bescheidbeschwerde - Einzel - Erkenntnis
Geschäftszahl
RV/2101304/2019
ECLI
ECLI:AT:BFG:2023:RV.2101304.2019
Stammnummer
140414
Gültig
20.04.2023 bis auf Weiteres
Stand Bestandsliste
25.09.2026 06:13
Von uns abgerufen
26.09.2026
Quelle
Findok – Finanzdokumentation des Bundesministeriums für Finanzen
Lizenz
CC0 1.0 — gemeinfrei gewidmet vom BMF

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